Kapitel 4

Bei dem guten Wetter waren die meisten Gryffindors im Innenhof. Ron und Harry saßen auf dem Boden und Elva stand mit Hermine und Ginny etwas abseits. Eine Gruppe von drei Slytherins tauchte dann auf und ging zielstrebig auf zwei der Gryffindors zu.

„Na, Weasley? Hängt deine Familie immer noch mit Muggeln ab, oder hat dein Vater mittlerweile eingesehen, dass er sowas nicht brauch?"

Ron stand auf und wandte sich dem Slytherin zu.

„Wenn du es auch nur noch einmal wagst so über meine Familie zu sprechen...!"

„Verpiss dich, Malfoy!", kam nun Harry seinem besten Freund zur Hilfe.

Von weitem sah Elva das Geschehen, stupste Hermine an und nickte ihr zu. Selbstsicher gingen sie los. Als sie sich näherte und sich vor dem Slytherin aufbaute, waren es vor allem Goyle und Crabbe die zurückwichen. Gekonnte knackste sie die Gelenke ihrer Hände, wo auch Malfoy nervös wurde.

„Ich würde dir raten auf sie zu hören", zischte sie und schaute ihm eiskalt in die Augen.

„Sonst was?", hörte man Goyle mit zittriger Stimme hinter seinem Anführer.

„Sonst was?", wiederholte Malfoy selbstsicher.

Sie schaute ihm tief in die Augen und trat einen Schritt auf ihn zu. Er wich zurück und seine Gefolgsmänner waren schneller weg als sie sehen konnten.

„Nun, Malfoy… bist du so feige wie die Zwei oder traust du dich, dich mit mir anzulegen?", säuselte sie lächelnd.

Er schluckte nur.

„Traust du dich, dich mit mir anzulegen? Ein kleines Mädchen welches noch mit Plüschtieren spielt?"

Schon klatschte es. Schockiert hielt sich der Slytherin die Wange.

„Der Wolf ist ein Geschenk von einem guten Freund. Es ist kein Spielzeug, sowie die Mädchen die du gerne abschleppst!"

„Woher…"

Der Slytherin konnte nicht glauben, dass sie nach zwei Tagen schon mehr über ihn wusste, als ihm lieb war. Aber es wunderte ihn nicht. Wahrscheinlich waren es Potter und Weasley die ihr davon erzählt haben. Frust stieg in ihm auf.

„Lerne dein Gegenüber kennen bevor du dich mit ihm anlegst, Malfoy. Und du bist so durchschaubar!"

Er runzelte die Stirn, dann antwortete er:

„Dann lerne das zu sehen was du nicht durchschauen kannst", murmelte er.

Dann wandte er sich um und ging.

Hermine war die erste die auf Elva zuging und sie an der Schulter packte.

„Was hat er gesagt? Aber das hast du echt gut gemacht. Die hatten ja echt Schiss vor dir!"

Elva nickte nur zustimmend, mit ihren Gedanken war sie aber ganz woanders.

„Ich muss noch was erledigen, ich bin bald zurück", meinte sie etwas verwirrt.

Schlussendlich stolperte sie nur durch die Gänge der Schule und dachte über Malfoys Worte nach.

Währenddessen im Gemeinschaftsraum der Slytherin…

„Das hast du ja echt super hingekriegt, Draco!", beklagte sich Pansy die in einem Sessel grimmig guckte.

Sie war frustriert. Nguyen war eine Gryffindor, es sollte wohl keine Schwierigkeit sein der etwas Angst einzujagen. Vor allem nicht für Draco Malfoy. In ihr kamen Zweifel auf was ihn anging. Die musste sie loswerden.

„Du warst nicht mal dabei! Ich würde dich gerne sehen wenn sie dir so gegenübersteht!", meinte der Blonde und ließ seine Finger auf der Armlehne der Couch trippeln.

„Diese miese Schlampe muss lernen dass sie nichts zu melden hat!"

Goyle und Crabbe tauschten Blicke.

„Was schlägst du vor, Pansy?", fragte einer der beiden.

Das Mädchen ging auf Draco zu, dann strich sie ihm über die Wange. Er packte ihren Arm und schaute sie verwirrt an.

„Du verführst sie, dann filmst du wie ihr es miteinandertreibt und dann schicken wir das durch die Schule. Dann wird sie sich so schnell nicht mehr melden", flüsterte das Mädchen triumphierend.

Draco überlegte, dann nickte er.