So hier auch das neue Chap...ich bin nicht ganz so überzeugt davon...dafür weiß ich aber mehr, wie ich die anderen Chaps haben will...nach dem hier folgen noch 6... so ist der Plan...also lest erst mal das hier und ich bemüh mich schnell Nachschub zu liefern g
Ein paar Tage waren seit meiner Entdeckung vergangen...
und heut Abend werde ich es schaffen, ich weiß es ich fühle es...
Ach ja...ich sollte mal erklären was überhaupt los ist... kein Problem...erzähl ich gern...
Alice, hat schon die Nase voll davon, darum bin ich froh es noch anderen erzählen zu können...
Ihr erinnert euch noch an jenen Tag?... der Tag meines Todesmutes...vielleicht wäre es beinahe mehr Tag meines Todes, als meines Mutes gewesen...wäre der Hirsch nicht gewesen...
Im nachhinein, wundert es mich schon sehr ...ich meine der Hirsch...ich habe noch nie von Hirschen gehört, die Menschenleben retten...es sind ja keine Delfine oder Lawinenhunde...wobei es auch seltsam ist, dass die das tun...
aber das ist es nicht, was ich meine...ok, erst mal alles schön der Reihe nach...
der Hirsch hat Zeit zu warten...vielleicht bring ich ihm mal einen Fresskorb vorbei...so als Dankeschön...
Jedenfalls sagte Alice, an diesem Abend etwas, was mich auch am darauffolgenden Tag nicht mehr losließ... ich meine ihren Kommentar, zum abnehmenden Mond...ihr kennt es doch! Wenn der Mond, wie eine Sichel erscheint... ich hatte das Gefühl dies schon einmal irgendwo im Zusammenhang mit Engeln gelesen zu haben...
und ich muss sagen TREFFER.
Um so mehr Bücher ich aus der Bibliothek entwendete...ja...Madame Pierce ist LEIDER gerade krank und ihre Vertretung nicht gerade wachsam...
ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie weiß, dass man in diese Abteilung als Schüler nicht darf, was mich zu der Frage führt,
wieso setzt man Schülern, so eine Abteilung direkt vor die Nase und sagt dann, ihr dürft nicht rein?
Will man damit vielleicht nur unsere Fertigkeiten unter Beweis stellen?
...wieder zurück zum eigentlichen Thema...
Umso mehr Bücher ich las, um so öfter viel mir der Zusammenhang von Sichelmond und auftauchen von Engeln auf.
Wie es scheint, werden sie meist zu dieser Zeit sichtbar...
jedoch habe ich noch nicht verstanden, was man unter sichtbar verstand...ich meine, was war ihre alltägliche Gestalt?
Oder warum werden sie gerade im Licht des Sichelmondes so oft entdeckt?
...aber ich wäre nicht Lily Evans, wenn ich diese Fragen nicht früher oder später klären würde, gleich nach der Sache mit dem Hirsch und der verbotenen Abteilung.
Der zweite Zusammenhang, den ich herausfand war der, dass sie immer auf dem höchsten Punkt eines heiligen Tempels, also der Kirche erschienen...
Auf dem höchsten Punkt, im Dachgewölbe, wurden früher immer die ältesten und wertvollsten Schriften aufbewahrt...aus „Die Geschichte Hogwarts", wusste ich, dass auch Hogwarts solche Schriften aufbewahrte und zwar genau im Astronomieturm...
klingelts? Astronomieturm...höchster Turm?
Vielleicht klingt das Ganze für euch genauso unlogisch, wie für Alice.
Sie saß auch vor mir und legte die Stirn in Falten...Man!... eines Tages würden diese Falten ihr Gesicht zieren...und dann kann sie sagen..."ja, die hab ich, weil ich mit Lily Evans befreundet bin"...
ich sollte also dringend daran arbeiten, schnell zum Punkt zu kommen...
ihr merkt das ist nicht gerade eine meiner Stärken...oder ich sollte gucken, wie man Falten später effektiv verhindern kann...am besten schreib ich es auf die Liste, gleich hinter Hirsch, Bibliothek und Fragen an den Engel...
„Lily, was hast du jetzt schon wieder vor?", fragte sie mich immer noch stirnrunzelnd...
hey, hey, hey...nicht gleich so aggressiv...
„Man Alice, ich muss einfach nur morgen Abend auf den Astronomieturm und zwar unbemerkt...", erklärte ich ihr.
„Du willst dich rausschleichen?", wollte sie immer noch nichts verstehend wissen.
Nein...das wäre zu einfach...
„Ich müsste apparieren.", dachte ich laut...
„Du kannst nicht apparieren.", erklärte mir Alice nun...
ach, wirklich? Sie ist ja so pfiffig...P.S.: Ironie ist doch was feines...
„Außerdem kann man in Hogwarts allgemein nicht apparieren.", bemerkte sie auch diesen Fehler im System...
Ist es nicht wunderbar Freunde zu haben, die dich mit wichtigen Informationen versorgen, die du natürlich noch nicht weißt und auch immer, wenn du sie ganz dringend brauchst?
„Ich weiß!", sagte ich zu ihr, als sie wieder den Mund öffnete, um noch mehr Geistesblitze von sich zu geben...
„Für all deine eben genannten liebenswürdigen Hinweise, habe ich auch schon einen Plan!", bemerkte ich stolz.
Könnt ihr euch denken, wie Alice jetzt gerade schaut? Ja, genau!
War ja auch nicht schwer...wieder tiefe Falten bildeten sich auf ihrer hübschen Stirn...
diesmal waren es wiedereinmal Sorgenfalten...man...die hab ich schon fast vermisst...
Ich sollte dringend nicht mehr das Wort „Plan" verwenden...
denn ich wette, sie wird gleich wieder Augenrollen und schwer Seufzen wenn ich fort fahre...
„Und zwar hab ich DAS hier entdeckt!", berichtete ich freudestrahlend und hielt ihr ein Zaubertränkebuch...-aus der verbotenen Abteilung versteht sich...da bin ich mittlerweile Stammkunde-...unter die Nase...
„Was ist das?", fragte sie nun mehr vorwurfsvoll als besorgt.
„Ein Ortswechsel Trank! Wenn man ihn trink, nennt man den Ort, an dem man sein möchte und Sekunden später ist man da. So wie Flohpulver...nur ohne Flohpulver und Kamin..."
„Und wie willst du an die Zutaten kommen?", ihre braunen Augen durchbohrten mich schon fast mit Skepsis...
oh, liebe Alice...sie müsste doch inzwischen wissen, dass ich zu allem fähig bin...
klingt ein wenig größenwahnsinnig...bin ich auch...aber nur ganz wenig...
Ich zuckte also verlockend mit den Augenbrauen, um ihr zu vermitteln, dass ich etwas gewagtes vor hatte...
Schnell hob und senkte sich ihre Brust bei jedem ihrer Atemzüge. Die Luft, die lebensrettend in ihre Lugen schoss, schien noch eisiger als ihr Körper. Ihre roten Haare lagen ausgebreitet, wie ein Teppich im Schnee. Das Rot biss sich mit dem Glanz des weißen Bodens. Im Gegenteil zu ihrer aschfahlen, blauangelaufenen Haut. Jede Wärme schien sie verlassen zu haben. Heftig schüttelten die kalten Böen, die zierliche Gestalt. Ihr Körper war zu schwach um allein existieren zu können. Jeder Atemzug forderte unendlich viel Kraft. Schmerzlich vergrub sie die Hand im Schnee. Während die klirrende Kälte weiter an ihr zog. Ein leises stöhnen verließ ihre Lippen. Doch die Augen zu öffnen war unglaublich schwer. Das dunkel vor ihren Augen schien sie fest an sich zu ziehen, so dass kein Weg zur Flucht blieb. Mit letzter müh gelang es ihr. Doch das grelle Licht, das ihr in die Augen schlug veranlasste sie, sie wieder zu schließen. Sie spürte nur, wie ihr Kopf sanft vom Boden gehoben wurde. Gebettet wurde, in weiche, warme Arme. Noch ein letztes mal musste sie es schaffen, die Augen zu öffnen, um zu wissen wessen Wärme sie umgab, schützte, wiederbelebte. Wer ihr dieses Gefühl von Sicherheit und Zuflucht gab. Sie wollte es sehen...nur sehen...sehen...
Doch als ich meine Augen schmerzlich aufschlug, sah ich nur die Decke meines Bettes und die zugezogenen Vorhänge. Das war doch zum Mäuse melken...konnte ich nicht nur einmal wissen, was in diesem Traum noch geschah...bis zu dieser Stelle war ich schon oft gelangt...jedoch nie darüber hinaus...
Müde zog ich die Vorhänge meines Bettes zurück und „oh bei Merlin"...es war schon Mittag...anscheinend hatte Alice es wiedereinmal gut gemeint und mich schlafen lassen...ich hingegen unterstelle ihr, dass sie sich denkt, wenn ich schlafe kann ich wenigstens nichts dummes anstellen...
Kaum Gedacht, kam auch schon eine freudestrahlende Alice in den Schlafsaal.
„Hey Süße. Ich wollt dich nicht wecken.", sagte sie zu mir.
Ja...soviel hab ich auch schon mitbekommen...
„Hab dir aber Mittag mitgebracht." und freundlich lächelnd, hielt sie mit ein paar Brote und einen Teller Nudeln unter die Nase.
Das war Widergutmachungsessen...sie scheint ein schlechtes Gewissen zu haben...weil ich ihre wahren Absichten kannte...haha...
Freudig begann ich also, mein Mittag in mich reinzuschaufeln...und Alice ließ sich gegenüber von mir aufs Bett fallen...
„Lily, ich glaub wir sollten reden!", sie sah mich ernst an.
„hmmhmm.", schmatzte ich vor mich hin.
„Lily, das muss aufhören!", sagte sie in einem strengen Ton...
Ja...Mami!...Was muss aufhören? Das mit dem Essen?
Sieh sah anscheinend die Fragezeichen auf meinem Gesicht, denn ich war mir keiner Schuld bewusst...und sprach deshalb weiter:
„Du klaust Bücher, bringst dich in Lebensgefahr, lernst weniger für die Schule und klaust auch noch Zaubertrankzutaten, um einen total verbotenen Trank zu brauen!"
Oh ja, ich bin ein böses Mädchen...muhaha... stolz grinste ich vor mich hin, als sie mir meine Heldentaten auflistete...ich könnte den Rumtreibern Konkurrenz machen...
nur schien ich schlauer zu sein als die, denn ich ließ mich nicht erwischen...
hach, ich bin einfach gut...
Mich werden sie nie kriegen...
„Irgendwann werden sie dich auch mal erwischen!", durchschnitt Alice Stimme meine Gedanken...
Tja, außer Alice arbeitet mit ihnen zusammen, dann hab ich nicht mal den Hauch einer Chance...denn irgendwie, kann sie in meinen Kopf gucken...
„Lily, ich muss kein Hellseher sein, um das zu wissen."
Nein, nur Lilyseher anscheinend.
„Ich weiß du bist besessen, von diesem komischen Traum und von diesen ganzen...", sie gestikulierte wild mit den Armen und zeigte auf mein Kuscheltier das neben mir lag...es war natürlich ein Engel ...
aber hey...besessen war ja ma echt, kein nettes Wort...jetzt wusste ich auch wofür das Essen war...es sollte mir den Mund stopfen ...gut, gut es erfüllte ja auch seinen Zweck, aber langsam geht das hier zu weit...
auf meiner Stirn bildeten sich tiefe Falten, die Alice-Sorganfalten leicht den Titel abringen konnten, aber meine waren keine Sorgenfalten, sondern falten der Entrüstung.
„Du denkst also, das ist alles Schwachsinn!", ich stellte den Teller zur Seite langsam wurde ich echt wütend.
„Nein, ich denke nur du übertreibst und zwar maßlos!", Alice Gesicht war ungewöhnlich hart...gestern hatte sie mir noch geholfen den Trank zu brauen und heute, ist sie wieder der Moralapostel...
„Ich finde das nicht gut! So oft hast du versprochen, dass du das ganze sein lässt!"
„Nach heute Abend, werd ich es auch wahrscheinlich sein lassen.", meinte ich trotzig.
„Wahrscheinlich? Lily, ich mach mir Sorgen und ich bin deine beste Freundin und ich finde das ist gefährlich..."
ist ja nix neues...
„und wenn du heute Abend gehst, dann werd ich es McGonagall sagen."
Sie war aufgestanden und stemmte die Hände fest in die Hüfte, ich sah wie sie innerlich mit sich rang...nein! DAS würde sie nicht tun..
„Das würdest du nicht tun.", sagte ich erschüttert...würde sie?
„Doch werde ich!", sagte sie und ihre Stimme nahm einen festen entschlossenen Ton an, den ich nicht von ihr kannte und der mich zu der Überzeugung gelangen ließ... sie würde!
Wütend stand ich auf und ging ins Bad, schließlich sprang ich ja noch im Schlafanzug rum.
Den ganzen Tag ging ich Alice aus dem Weg.
Was sollte ich machen?
Meinte sie das wirklich ernst?
Ich hatte das Gefühl langsam den einzigen Menschen zu verlieren, dem ich etwas bedeutete... war ich selbst daran schuld?
War es das wert?
Sollte ich aufhören?
Meinen Traum aufgeben?
Aufhören so zu sein, wie ich bin?
Mache ich damit alles kaputt?
Was soll ich tun?
Auch am Abend als ich im Bett lag, hatte ich keine Antworten gefunden.
Alice schlief schon, ich hatte den ganzen Tag nicht mehr mit ihr geredet.
Ich hatte den ganzen Tag mit niemandem geredet.
Denn Alice war die Einzige mit der ich redete, der ich mehr zu sagen hatte als „hallo" und „tschüss".
Ich blickte aus dem Fenster und sah den Mond, in seiner Sichelform, wie er vom Himmel schamlos auf mich hinab leuchtete.
Sein Licht viel genau auf meinen Nachttisch, auf das Fläschchen, was auf ihm stand.
Die bläuliche Flüssigkeit schimmerte.
Es war, als würde dort meine Antwort stehen.
Die Antwort auf alle Fragen, auf alle Wünsche und Hoffungen.
Alles was ich je wollte, schien nur einen Handgriff entfernt.
Ich sah zu Alice hinüber und lauschte ihrer gleichmäßigen Atmung.
„Nur noch einmal.", dachte ich mir.
Noch einmal und ich würde nie wieder was verbotenes tun.
Nur noch, dieser eine Versuch und ich würde aufhören.
Um Alice Willen, um den Willen unserer Freundschaft. Und inständig hoffte ich, dass meine jetzige Tat diese nicht zerstörte.
Mein Herz raste, ich spürte diese Unruhe in mir, ich warf meinen Umhang über, ergriff das Fläschchen, zog den Korken, trank und murmelte „Astronomieturm".
Einen Augenaufschlag später stand ich, im zugigen Wind des Turmes.
Es war eine breite Aussichtsfläche, in deren Mitte nochmals ein kleines spitzes Türmchen stand, das den Treppenaufgang verbarg.
Ich drehte mich um, doch entdecken konnte ich nichts.
Ich ging hastig um die kleine Kuppel herum.
Plötzlich tanzten hundert kleine Lichter um mich.
Eines fing ich, doch es waren keine Lichter, Tierchen oder sonstiges, was ich da in meiner Hand hielt war eine Feder.
Eine leuchtende schimmernde Feder.
Eine Feder aus Licht, so kam sie mir vor.
Ich hob meinen Blick und erstarrte.
Dort stand er.
Ich machte einen weiteren Schritt auf ihn zu, leise um ihn nicht zu verschrecken, doch er hatte mich gehört und fuhr herum.
Ich riss die Augen auf.
Das konnte nicht wahr sein!
Das konnte einfach nicht wahr sein!
Er war...er ist...ER??
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LG
KittKatt
