Als Hermione langsam wach wurde, bemerkte sie, dass etwas anders war, als sonst. Sie fühlte sich gut, ihr tat nichts weh, aber irgendwas stimmte ganz und gar nicht. Doch sie wollte die Augen noch eine Weile geschlossen halten. Denn auch wenn irgendetwas komisch - anders als sonst war, sie genoss diese Situation komischerweise.
Sie räkelte sich ein wenig und zog ihre Decke noch ein Stückchen höher. Plötzlich spürte sie dass jemand ihre Hüfte umschlang und nur Sekunden später wurde sie an einen Körper gepresst.
Erschrocken schlug sie ihre Augen auf versteifte sich. Das war es also, was sie so verwundert hatte.
Nach einigen Schocksekunden versuchte sie sich aus der Umklammerung zu befreien. Ihrem Bettnachbarn schien das aber gar nicht zu gefallen, er zog sie nur noch mehr in seine Arme und grummelte etwas an ihrer Schulter. Noch ein weiteres Mal versuchte sie sich aus seinem Griff zu befreien, dann gab sie es auf. So schlecht fühlte es sich ja gar nicht an, in den Armen dieses Mannes.
Langsam wurde Mione richtig wach und die Geschehnisse des gestrigen Abends kamen ihr wieder in den Sinn. Sie drehte ihren Kopf ein wenig und sah nun, wer mit ihr das Bett geteilt hatte. Blaise hatte die Augen fest geschlossen und sein Atem ging gleichmäßig. Er schien tief und fest zu schlafen.
Hermione fragte sich, wie er denn in ihr Bett gekommen war. Hatte sie ihn in der Nacht nicht zusammen mit ihrer Mitbewohnerin auf die Couch verfrachtet?
Der Gedanke an Cissa lies sie aufschrecken. Wieder wendete sie sich etwas und diesmal gelang es ihr glücklicherweise sich etwas zu befreien. Nur dass sie jetzt etwas komisch auf dem Rücken lag. Blaise benutzte sie kurzerhand als sein Kopfkissen und kuschelte sich schon wieder an sie.
Im Stillen verfluchte sie sich dafür, dass sie nur ein Top und eine Hot Pan anhatte. Sie konnte sich nicht erinnern, dass ihr ein Mann schon einmal so nah war. Wieder versuchte sie aufzustehen. Blaise bekam nun endlich etwas von ihren Bemühungen mit und hauchte ihr zarte Küsse auf die Schulter. Anscheinend wusste er nicht bei wem er war, geschweige denn was sie, oder ehe was sie nicht getan hatten. Diese Nähe überforderte sie, also schubste sie ihn ein wenig weg und hechtete aus dem Bett. Blaise grummelte wieder, drehte sich dann aber auf die Seite und schlief spontan weiter. Wahrscheinlich hätte das Haus einstürzen können, er wäre nicht aufgewacht.
Schnell suchte sie sich ein paar Klamotten zusammen und eilte dann aus dem Zimmer. Auf dem Weg ins Bad begegnete ihr keine Menschenseele. Erst einmal ging sie unter die Dusche. Das kalte Wasser sorgte dafür, dass sie geistig ganz wach war. Wie sollte sie sich Blaise gegenüber verhalten? Diese Nähe hatte sie sehr verwirrt. Vor allem hatte sie dieses Verlangen in ihr geweckt. Die Sehnsucht, doch öfter neben ihm aufzuwachen. Innerlich verfluchte sie sich dafür, dass sie Blaise gestern Nacht mitgenommen hatte.
Sie stieg aus der Dusche und trocknete sich ab. Da es noch immer spät sommerlich warm war, band sie sich die nassen Haare nur hoch und zog sich dann an.
Danach machte sie sich wieder auf den Weg in ihr Zimmer. Blaise schlief immer noch. Sie hängte ihr Handtuch auf und wollte dann Frühstücken gehen.
Im Wohnbereich saß Cissa und grinste sie an.
„Morgen Zimmernachbarin. Auch endlich unter den Lebenden?" Die hübsche, braun haarige strahlte sie an.
Hermione erwiderte ihren Gruß und sagte, das sie frühstücken wollte. Die beiden machten sich auf den Weg in die Kantine.
„Sag mal Hermione, hat Blaise sich heute Nacht noch zu dir geschlichen?", neugierig schaute Cissa sie an.
Mione blickte erschrocken in ihre Richtung.
„Jetzt schau nicht so schockiert, da ist doch nichts dabei. Ich weiß doch, dass er richtig zu war. Du hättest hören sollen, wie oft er vom Sofa gefallen ist", Cissa lachte sie an und hakte sich dann bei ihr unter.
Die Mädchen kamen nicht mehr auf das Thema Blaise zu sprechen, stellten aber fest, dass sie beide den Büchern verfallen waren und auch sonst waren sie sich durchaus ähnlich. Sie lachten viel und Mione genoss es, so schnell jemanden gefunden zu haben, mit der sie sich so gut verstand.
Als die beiden wieder in ihren Räumen waren, war Blaise verschwunden. Nicht einmal einen Zettel hatte er dagelassen.
„Ne ganz schön feige Sau, dein werter Kumpel!", feixte Cissa nur. Hermione musste sich das grinsen verkneifen. Es schien aber wirklich sehr feige, das Blaise erst die Nacht irgendwo verbrachte und dann einfach sang und klanglos verschwand.
Anscheinend dachte er, das er mit der weiblichen Person geschlafen hatte. Und da Mione ja weg war, als er wach wurde, hatte er sich davongemacht. Damit konnte man ihn sicher später aufziehen.
***
Den restlichen Tag wollte Hermione das Unigelände erkunden. Es faszinierte sie, wie weitflächig das Gelände war. Sie ging alle wichtigen Wege ab und merkte sich verschiedene Abkürzungen.
In einem Park blieb sie stehen. Unter einem Baum lag ihr nächtlicher Besucher und schien irgendwelchen Gedanken nachzuhängen. Leise schlich sie sich an ihn ran und erschreckte ihn.
„Buh!", wie von einer Tarantel gestochen sprang Blaise auf und sah sich suchend um. Hermione stand mittlerweile wieder hinter dem Baum. Leider hatte sie nicht mitberechnet, dass ihre Tasche hervorschaute. Blaise sah diese, war blitzschnell vor ihr und drückte sie an den Baum.
„Na wen haben wir denn hier? Meine Lieblingslöwin!", er war ihr so verdammt nahe, sie konnte seinen Atem spüren. Sie sammelte sich kurz und blickte ihn dann selbstbewusst in die Augen.
„Ich hätte ja nie gedacht, dass ihr nicht nur feige, sondern auch schreckhaft seid. Ach ihr Schlangen seit doch immer für eine Überraschung gut." Süffisant grinsend sah sie ihn an. Wenn er spielen wollte, würde sie nicht nein sagen. Immerhin war er ihr heute morgen noch näher gewesen. Und sie hatte einen entscheidenden Vorteil. Er wusste nichts davon.
Anscheinend hatte er nicht wirklich mit einem Konter gerechnet, denn es dauerte etwas, bis wieder Leben in ihn kam. Er drückte sie nun mit seinem Körper an den Baum und hatte seine beiden Hände neben ihrem Kopf.
„So, so die kleine Löwin will spielen! Bist du dir sicher, das du das auch wirklich willst!", dieses machohafte Grinsen würde Mione schon noch aus seinem Gesicht bekommen. Sie lehnte sich noch mehr an ihn, so dass er ihren Körper eindeutig an seinem spürte. So ein Pech aber auch, das es so warm war und beide sommerlich leicht gekleidet waren.
„Hach Blaise", sie legte ihre Hand in seinen Nacken und begann ihn zu kraulen. „Du bist ein armer, verschüchterter, missverstandener Junge. Wo hast du eigentlich heute Nacht geschlafen? Wer war sie denn, oder weißt du das nicht!" Er war einen Schritt zurückgegangen und sie legte ihre andere Hand auf seine Brust und sah ihn unverhohlen an. Sein Blick erinnerte sie an einen kleinen Jungen, der beim naschen erwischt worden war. Doch dann schaute er sie skeptisch an.
„Woher weißt du das?"
Die Sekunde, die Hermione zum überlegen brauchte, reichte ihm. Wieder nagelte er sie an dem Baum fest und sah ihr tief in die Augen.
Er fing an ihr über die Wange zu streicheln.
„Hat mir meine Lieblingslöwin da etwas verschwiegen?"
Hermione grübelte, wie sie sich am ehesten aus der Affäre ziehen konnte, aber Blaise lies ihr keine Zeit.
Mittlerweile streichelte er an ihrem Hals entlang und bemerkte zufrieden grinsend ihre Gänsehaut. Gerade als sie etwas erwidern wollte senkte er seine Lippen wieder.
Irgendwie scheinen meine neuesten Kapitel ja leider nicht so gut anzukommen, da ich kaum Rückmeldung bekomme. Ich stelle meine FF's in vier Archiven online und habe bei meiner fertiggestellten FF im Durchschnitt 10 Reviews pro Kapitel bekommen. Das bedeutet 2-3 Reviews pro Archiv.
Girls wanna have fun and maybe a Slytherin war lange auf Eis, das gebe ich zu. Aber ich mache weiter und will auch regelmäßig Updaten. Nur hatte das neueste Kapitel bei 4 Archiven gerade mal 3 Reviews. Ich schreibe gerne, aber das ist ein großer Zeitaufwand und ohne Rückmeldung bringt mir das Ganze nicht viel. Ich möchte mich schließlich verbessern.
Danke an Kijadra für die Review.
