Echte Familie?

(Shizuka´s POV)


Als diese schwarzhaarige Person plötzlich an mein Babybettchen aufgetaucht war wusste ich nicht wie ich reagieren sollte. Also lächelte ich die vermeintliche Frau an.

Macht mich nicht an meine Sicht ist immer noch sehr verschwommen in Gegensatz zu meinem Erwachsenen ich.

Die Person nahm mich hoch und knuddelte mich, nach weniger Minuten wurde ich von Blitzlichtern attackiert. Ich wurde so sehr geblendet, dass ich nicht merkte wie Tou-san rein kam.

Ja, ich bezeichnete Shizuo bereits als meinen Otou-san(Papa). Denn ganz ehrlich er war und ist mehr Familie als ich jemals hatte. Er kümmerte sich um mich und ich wusste er liebt mich.

Tou-san riss mich aus den Armen der Person und ich schnappte den Namen ‚Izaya' auf und wenn ich es richtig hörte, knurrte er.

Izaya neckte Tou-san ob ich entführt wäre oder so. Unsinn.

Otou-san erzählte Izaya, von dem ich jetzt wusste das er ein Mann war(sah trotzdem für mich feminin aus) wenig später wie er mich gefunden hatte und die Rollen von Shinra-oji-san und Celty-oba-san in dieser Geschichte hatten.

Aber wie Izaya auf die Geschichte reagierte war etwas Interessantes. Er schlug einfach vor zu helfen und wollte sich in unsere Familie einschleusen.

Und auf was für eine Art, er legte mich ins Bettchen und flirtete mit Tou-san, besser gesagt er forderte ihn einfach zum Sex auf. Und Tou-san nahm an nachdem ihn Izaya versichert hatte das ein 4 Monate altes Baby, verstehen noch stören würde.

Im Grunde würde ich ihm zustimmen, aber im Moment. Ich bin ein Baby ‚Ja' besitze aber immer noch mein Bewusstsein meines alten Ichs. Also kriege ich sehr wohl alles mit.

Oh wie sehr wünschte ich mir, wieder sprechen und laufen zu können.. oder eine Videokamera, je nachdem.


Mitten in dem Vergnügen der zwei, pinkelte ich meine Windel voll.

‚Toll, suuuuuper Timing' dachte ich mir. den Körper eines 4 Monate alten Kindes zu haben ist in solchen Situationen besonders unpraktisch, ich musste mich sehr zusammen reisen nicht sofort los zu weinen, das Letzte was ich momentan wollte war Tou-san und Izaya zu stören. Otou-san konnte wirklich mal eine Pause gebrauchen. Deshalb wartete ich damit bis die beiden fertig waren.

Sobald ich anfing zu schreien war Tou-san keine 5 Sekunden später bei mir. Während Izaya spärlich vom Bett aufstehen konnte. Also war klar wer der Untere gewesen war, auch wenn ich schon durch die… Akustik raus gehört habe.

Otou-san wechselte mir die Windel, legte mich wieder zurück ins Bettchen und legte sich selbst zurück zu Izaya, der bereits schlief und Tou-san folgte ihm wenig später. Ich hingegen blieb noch eine Weile wach und dachte nach.

‚Wenn Shizuo mein Otou-san ist, kann ich Izaya als meine Oka-san(Mama) bezeichnen, so verrückt es auch klingt'. Ich grinste zu mir selbst. ‚Ich probier es aus sobald ich wieder sprechen kann. Einen Otou-san und jetzt noch eine Oka-san, das Leben hier in dieser Welt ist gar nicht so schlecht'. Mit diesen Gedanken schlief ich ein.


Als ich wieder wach wurde lag ich in den Armen von jemanden aber es war nicht Tou-san, dass merkte ich allein an der Körpertemperatur. Tou-san war immer so warm wie ein Kirschkernkissen. Ich öffnete die Augen und sah rabenschwarze Haare und rote Augen, Izaya stand mit mir in der Küche und kochte.

„Morgen Chibi-chan~" ich weiß ich hatte kein Recht mich über diesen Spitznamen zu beschweren immer hin nannte ich meine beste Freundin immer ‚Kame' wegen eines Rechtschreibfehlers in Englisch, lange Geschichte, aber ‚Chibi-chan' wie wollte er mich nennen wenn ich älter werde? Aber da ich mich im Moment nicht dagegen wehren konnte lachte ich ihn an.

„Haha, etwas leiser Chibi-shizu-chan, Shizu-chan schläft noch. Er hat sich 4 Monate allein um dich gekümmert, da sollten wir ihn wenigstens heute mal ausschlafen lassen." Flüsterte Izaya und kitzelte mich aber ich lachte leiser.

Nach einer Weile kam Otou-san hastig aus dem Schlafzimmer gestolpert. Er starrte kurz zu mir in Izayas Armen, worauf ich meine Arme nach ihm ausstreckte, ich wollte jetzt von Tou-san gehalten werden.

„Shizuka, komm her!" mit diesen Worten nahm er mich in den Arm, küsste mich auf die Stirn und drückte mich fest an sich.

„Warum so besorgt Shizu-chan, ich dachte es würde dich freuen mal ausschlafen zu können."

„Dafür bin ich dir auch dankbar, es… es ist nur…"

„Nur?" stichelte Izaya Tou-san.

„Das war das erste Mal das ich aufgewacht bin ohne sie in ihrem Bettchen zu sehen." Es blieb länger still, bis ich begann zu quengeln. Izaya nahm mich zurück auf Arm wippte und lächelte mich an.

„Ich kann dich verstehen Shizu-chan, du warst 4 Monate allein und hast dich um Chibi-chan gekümmert, aber wenn du meine Hilfe willst und ich möchte dir auch helfen. Dann solltest du mir etwas vertrauen." Meinte Izaya zu Otou-san, dieser nickte stumm und umarmte Izaya mit mir in der Mitte. In diesen Moment fühlte ich mich noch so wohl und sicher, als jemals zuvor.


Wochen vergingen und es lief wie gewünscht. Wenn meine Eltern in der Schule waren passte Celty-oba-san auf mich auf. Zu sagen das ich mich beinahe zu Tode erschreckt hatte als ich sie ohne Helm sah, wäre die Untertreibung des Jahrzehnts. Allerdings gewöhnte ich mich schnell an ihre Erscheinung, es ist schwer zu beschreiben aber Celty hat eine Art an sich, das man gern in ihrer Nähe ist.

Wenn die Schule vorbei war holte meist Mama mich ab. Wir waren dann in seinem Büro in Shijuku, ein richtiges Büro und ich fragte mich anfangs was er wohl für einen Job hatte um sich in dem Alter so eine Wohnung leisten zu können. Später würde Papa mich abholen. Er arbeitete jetzt als Bodyguard eines Schuldeneintreibers, ein Tanaka Tom hatte ihn angeheuert, anscheinend war er ein früherer Senpai von Papa an der Mittelstufe.

(Wenn ihr euch fragt warum ich plötzlich Mama und Papa sage, ist das weil sie selbst und Kinder auf den Straßen es häufig verwenden, wohl eine Modeerscheinung)

Wenn es später wurde blieben Papa und ich in Mamas Wohnung. Ich war bloß froh dass ich dann in einem anderen Raum schlief.


Schließlich machten Mama und Papa ihren Abschluss. Ich hoffte insgeheim das wir jetzt zusammen ziehen würden und so eine richtige Familie wären. Aber unglücklicher Weise konnte Mama es nicht lassen Papa zu ärgern und ein Streich am Abschlusstag ging zu weit. Papa jagte Mama aus Ikebukuro und sie redeten 1 Monat kein Wort mehr miteinander.

Ich weinte beinahe ununterbrochen diesen Monat, bis Shinra-ojo-san Papa zu verstehen gab, dass ich so war weil ich Izaya vermisste. Goldrichtig.

Schließlich sprang Papa über seinen Schatten und ging mit mir zu Mamas Wohnung, immerhin hatte er gute Laune, weil ich endlich meine Stimmbänder wieder benutzen konnte, meine Sicht. Für Papa hatte ich das erste Mal gesprochen ‚Dada'.

Er klopfte an die Tür und kurz darauf machte Mama auf, zuerst war er verwirrt was Papa bei ihm wollte.

„Shizu-chan, was willst du hier?" ich begann zu lachen worauf Izaya mich entdeckte und aus dem Babysitz heraus holte.

„Chibi-chan" ich war sogar froh diesen Spitznamen zu hören. Mama knuddelte und küsste mich.

„Ich hab dich so vermisst." Flüsterte er.

„Sie dich auch, deswegen bin ich hier. Shinra meinte sie hört erst auf zu weinen, wenn sie dich sieht."

„Oh, mein kleiner Engel hat mich auch vermisst." Meinte er lächelt.

„Wenn du sie so vermisst hast warum, bist du nicht vorbei gekommen?"

„Weil du, Shizu-chan, mich sofort wieder aus Ikebukuro raus gejagt hättest."

„Du.."

„M…ma…ma…" und alle Augen waren wieder auf mich, gut so, bevor die zwei wieder anfangen zu streiten. Ich zeigte mit meinen kleinen Zeigefinger auf Izaya und sagte es nochmal. „Ma…ma"

Dann zeigte ich zu Shizuo „Pa…pa". Abwechselt machte ich damit weiter bis Izaya begann zu lachen.

„Was gibt´s da zu lachen, Floh?"

„Ich bin Mama, ist doch süß, sie liebt mich." Papa knurrte leise.

„Eine Familie mit Shizu-chan und Chibi-shizu-chan," wieder lächelte Mama und knuddelte mich an sich. Papa kam dann noch dazu und umarme und küsste Mama.

„Eine Familie! Wer hätte gedacht das einer von uns so etwas mal haben wird." Meinte Papa lachend, Mama küsste ihn und sprach weiter.

„Und dann noch zusammen als eine."