Huhu! Viel Spaß beim Lesen!
Hier ist das nächste Kapitel. Eigentlich wollte ich es ja nächste Woche
hochladen, aber da ich Samstag auf Stufenfahrt nach Barcelona gehe,
dachte ich mir, lass ich euch nicht länger warten, sondern lade jetzt
schon hoch.
Hmm... sonst ist bis auf Schule und Klausuren bei mir nicht viel los.
Disclaimer: Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte, da weder die Figuren noch die Storyline an sich von mir stammen
Widmung: Allen meinen lieben Kommischreibern!
heagdl, Prinzess
Kapitel 4: Liebe ist… einzigartig
„Guten Morgen, Mutter!", zwitscherte Usagi und tanzte auf behausschuhten Zehen in die Küche.
Ikuko wirbelte herum, sah ihre Tochter fast fertig angezogen, mit schon aufgetragenem Make-up und ihren Haaren fertig frisiert und wurde leichenblass. Sie sah auf die Uhr und dann zurück zu der Blondine, deren Füße auf dem gekachelten Boden Pirouetten drehten.
„Usagi! Es ist erst 8:30 Uhr morgens! Du weißt, dass es Samstag ist, oder?"
„Ich weiß, Mama. Aber ich habe Orte, an denen ich sein muss, und Leute, die ich sehen will. Sag mal, Mama, kennst du hier in der Nähe eine gute Reinigung?"
„Reinigung? Liebling, was muss du gewaschen haben? Ich kann es heute Nachmittag für dich waschen."
„Nein, es ist nicht für mich. Um ehrlich zu sein, ist es Mamorus Jacke – die, auf die ich gestern den Milchshake geschüttet habe. Ich lasse sie reinigen – als Entschuldigung."
Ikuko zog eine Schnute und nahm dann einen Schluck von ihrem gesüßten Kaffee. „Nun, okay, aber lass diesen Jungen keine Magd aus dir machen."
„Oh, Mama, das würde er nicht. Aber ich will ihm zeigen, was für eine gute Hausfrau ich sein könnte."
Der Kaffee wurde ausgespuckt. „Was? Usagi, du bist viel zu jung um an solche Sachen zu denken!"
Usagi machte vor Überraschung einen Schritt zurück. „Jung? Welche Rolle spielt schon das Alter, wenn man einmal seinen Seelenpartner gefunden hat?"
Ikuko schüttelte den Kopf, während sie ein Trockentuch auf den Tisch warf. „Du lässt deinen Vater dich besser nicht so reden hören. Es gibt eine Reinigung auf der vierten Straße Ecke Sakura."
„Danke, Mama!" Usagi gab ihrer Mutter einen Schmatzer auf die Wange, wirbelte dann herum und floh mit Entschlossenheit aus der Küche.
„Ich hoffe, das ist nur eine Phase.", redete Ikuko mit sich selber. „Und wenn dieser Junge ihr Herz bricht, dann breche ich seines…"
„Oh, verdammt!", wetterte Usagi und trat mit ihrem Zeh an das untere Ende der Tür. „Was für eine Art Geschäft öffnet nicht vor zehn an einem Samstag?" Grummelnd warf sie das Jackett über ihre Schulter, lehnte sich bitter gegen das Fenster der Reinigung und kramte in ihrer Hosentasche nach ihrer Liste. „Ich muss wohl einfach später wieder kommen. Was steht sonst noch auf dem Plan für heute?" Sie überflog die Liste und murmelte vor sich hin: Zeig ihm die Vorzüge einer guten Hausfrau: kochen, backen, bügeln, Staub saugen, Staub wischen, Füße massieren…" Kichernd drehte sie sich auf dem Absatz um und fing an gemütlich den Bürgersteig entlang zu schlendern. „Ich könnte ihm eine Fußmassage geben. Ich würde das wirklich tun. Ich frage mich, ob er das unheimlich finden würde. Vielleicht eine Schultermassage stattdessen?" Ihre Fantasie zauberte das Bild von Mamorus nacktem Rücken vor ihr geistiges Auge. Seine Arme stark genug, dass er sie ohne Anstrengung von den Füßen holen konnte, seine Haut gebräunt und makellos, seine Muskeln fest unter ihrer Berührung.
„Ju-hu!" Finger, die ihr gegen die Stirn schnipsten, brachten Usagi zurück in die Realität und sie sah plötzlich in neckende violette Augen. Sie kreischte und sprang zurück, eine Hand fest auf ihr Herz gepresst.
„Rei! Du hast mich fast zu Tode erschreckt!"
Rei brach in schallendes Gelächter aus und stemmte ihre Hände in die Hüften. „Nun mal ehrlich, Usagi-chan, wenn du mit deinem Kopf nicht in den Wolken gewesen wärst, hättest du mich gesehen. Ich stehe hier schon seit fünf Minuten wartend rum, aber du bummelst nur weiter auf dem Bürgersteig herum. Woran hast du überhaupt gedacht?"
Usagi würde feuerrot und Reis Augenbrauen hoben sich angemessenerweise.
„Oh, Usagi hat dreckige Gedanken über einen Jungen!", ärgerte sie.
„Hab ich nicht!" Aber die Röte vertiefte sich auf Usagis Wangen und kroch ihr bis in den Nacken, was kaum zum glaubhaften Abstreiten geeignet war.
„Also, wer ist es? Motoki? Nein, ich weiß schon! Du hast von Umino geträumt, oder? Hast auf einen weiteren Pflaumenshake von ihm gehofft?"
Usagi fühlte den Brechreiz. „Auf keinen Fall! Ich würde nie an ihn denken… das ist einfach…" Sie konnte sich nicht helfen: Ihre böse, überzeugende Fantasie zeigte ihr sofort sich, wie sie die Schultern eines hemdlosen Uminos massierte. „Igitt!" Sich schüttelnd kniff sie ihre Augen zusammen und schüttelte den Kopf, versuchte so verzweifelt das Bild aus ihren Gedanken zu bekommen. „Oh, ich glaube, ich bin für den Rest meines Lebens gebrandmarkt."
Rei lachte so stark, dass Tränen anfingen aus ihren Augen zu rollen und sie sich mit den Armen über ihrem Bauch verschränkt an einen Laternenmast lehnen musste, um ihre Balance zu halten. „Oh, du hättest dein Gesicht sehen sollen! Woran auch immer du soeben gedacht hast, ich bin so froh, dass ich es nicht gesehen hab!"
Usagi konnte nicht anders, als selbst etwas zu kichern, und auf die Idee von einem halbnackten Mamoru zurück zu kehren, machte es einfach ihre Gedanken von Umino zu befreien. Sie seufzte und sah Rei aus ihrem Augenwinkel heraus an. Die Priesterin wischte sich die Lachtränen aus dem Auge.
„Also, was hast du überhaupt so vor, Rei-chan?"
„Ich bin auf dem Weg zum Crown. Gehst du auch dahin?"
„Oh, umm… Ja. Ich war auch gerade auf dem Weg dahin."
„Es ist etwas früh für dich, oder?" Rei kontrollierte ihre Uhr. „Tatsächlich ist es sehr früh! Wann war das letzte Mal, dass du an einem Samstagmorgen ein Neun Uhr erlebt hast?"
Nervös kichernd zuckte Usagi mit den Axeln und ging in Richtung Spielhalle los. „Es ist 'ne Weile her."
„Sag mal, ist das nicht Mamorus Jacke?"
Sie schnappte nach Luft und rollte das Jackett unbewusst zu einem Ball. Dann schlang sie ihre Arme um ihn bei dem vergeblichen Versuch zu vertuschen, dass sie es wirklich war. Rei täuschte das offensichtlich nicht und Usagi begann abermals nervös zu lachen und das Jackett wieder auszurollen, um Knitterfalten zu vermeiden.
„Ja, das ist sie tatsächlich." Sie biss sich in die Wange und bereitete sich auf den Sturm Fragen vor, der sie treffen würde.
„Warum zum Teufel hast du Mamorus Jacke?"
Sie atmete tief ein, aber Rei unterbrach sie, bevor sie überhaupt angefangen hatte zu erklären.
„Warte! Das ist wegen dem Milchshake, oder?"
„Was? Du weißt darüber?"
„Ja. Mina-chan hat mir letzte Nacht alles darüber erzählt. Aber ehrlich, Odango, wie konntest du nur? Auf das perfekte Haar…"
Usagi fühlte plötzlich einen Knoten der Eifersucht in ihrem Hals. „Hey, red' nicht so über ihn!"
Rei schnaubte. „Nur weil du ihn nicht magst, heißt dass noch lange nicht, dass er nicht die heißeste Sache diesseits des Pazifik ist."
Usagi musste ihre Fäuste in den Falten seiner Jacke vergraben, um sich davon abzuhalten, eine ihrer besten Freundinnen zu ohrfeigen und versuchte sich leise daran zu erinnern, dass Mamoru wirklich die heißeste Sache diesseits des Pazifik war, die sie je gesehen hatte und dass andere Mädchen natürlich genauso fühlen würden. Aber Rei sollte nicht so von ihm denken! Er gehörte ihr!
Außer… das tut er nicht wirklich.
Usagi ließ die Schultern hängen und konnte nicht anders, als sich irgendwie betrogen zu fühlen. „Ja, nun, Ich hab ihm angeboten, die Jacke für ihn zur Reinigung zu bringen."
Rei drehte sich ihr zu, ihre Augen geweitet. „Das hast du?"
Usagi nickte und ein bisschen Stolz durchfloss sie, angesichts von Reis überraschtem und offensichtlich beeindruckten Gesichtsausdruck. Nach einem Moment, in dem Rei nach einer passenden Antwort zu suchen schien, lächelte sie schließlich. „Nun, das ist tatsächlich ziemlich erwachsen von dir, Odango Atama."
Die Blondine errötete und war sehr dankbar, die Crown Spielhalle in ihr Blickfeld rücken zu sehen. Zu der frühen Uhrzeit war sie fast leer und die Mädchen hatten freie Auswahl auf alle Spielmaschinen. Mit ihren Münzen in der Hand eilte Rei direkt zu dem neuen Sailor Couture Universell Spiel, von den Machern von Sailor V. So versucht Usagi auch war es ihr gleich zu tun, hielt sie sich davon ab, als sie Motoki in der Ecke fegen sah. Sie hatte das Gefühl, als ob es etwas gab, über das sie mit ihm reden sollte.
Sie fischte ihren meisterhaften Plan hervor, schaute über die Liste und fühlte, wie ihr Magen absackte. „Ach ja. Das."
'Motoki ausfragen: 'Was für eine Art Mädchen mag Mamoru überhaupt?'
Sie konnte nicht anders als sich etwas krank und unwohl zu fühlen, als sie an den Maschinen vorbei trat und so vorsichtig wie möglich an Mamorus besten Freund zuging. Sie wusste, dass sie keine bessere Chance finden würde, Detektiv zu spielen, aber wie sollte sie die Konversation auf das Thema bringen, ohne ihn von ihren Gefühlen zu informieren? Sie wollte nicht, dass irgendwer wusste, wie sie fühlte – sie würde sterben, wenn es irgendwer wusste – und besonders nicht die eine Person, die am wahrscheinlichsten alles vor dem Mann ausplauderte.
Außer vielleicht Minako. Das Mädchen konnte kein Geheimnis bewahren und wenn sie auf einer einsamen Insel gestrandet wäre und den Mund mit Sekundenkleber zugeklebt hätte.
Sie räusperte sich und Motoki sah zu ihr auf und lächelte.
„Guten Morgen, Usagi-chan!"
„Guten Morgen!", zwitscherte sie und hielt Mamorus Jackett hinter ihren Rücken verborgen
„Du bis früh hier!"
„Ja. Ich wollte einen Vorsprung auf das Wochenende haben!"
Glucksend lehnte Motoki den Besen an die Wand. „Nun, wie wäre es mit einem Doughnut um den Tag richtig zu beginnen? Und etwas heißen Kakao?"
Usagi konnte das Wasser in ihrem Mund zusammenlaufen spüren und sie brauchte all ihre Willenskraft um ihren Kopf zu schütteln, was sie sehr traurig und mit vielen Schmerzen aber schaffte. „Nein, ich kann nicht. Wie wäre es stattdessen mit etwas Apfelsaft? Und vielleicht ein Ei mit etwas Toast? Ähm, Vollkorn, wenn du es hast."
Motoki blinzelte sie unsicher an, als er hinter den Tresen ging. „Ähm, nun, dass hört sich sehr… gesund an, Usagi. Bist du dir sicher?
Sie zwang ein Lächeln auf ihr Gesicht. „Ja. Ein Doughnut würde mir so früh am morgen nur wie ein Stein im Magen liegen. Außerdem bin ich irgendwie am Versuchen ein bisschen abzunehmen."
Verständnis dämmerte in Motokis Augen und er lehnte sich zu ihr rüber, seine Ellbogen auf die Bar gestützt. „Aha, darum geht's also."
Obwohl sie wusste, dass er nicht versuchte herablassend zu klingen, fühlte Usagi sich plötzlich peinlich berührt und dumm. Sie legte die Jacke auf einen Stuhl und kletterte auf den daneben, während sie jeglichen Blickkontakt vermeidete.
„Es kann nie schaden etwas fitter zu werden.", murmelte sie.
Motoki kratzte sich nervös hinter dem Ohr. „Das ist wahr. Es ist gut, gesund zu essen, aber du solltest dir sicher sein, dass du es für die richtigen Gründe machst. Gesund und stark zu sein sind gute Gründe. Veränderst du deshalb deine Essgewohnheiten?"
Sie musste natürlich nicht antworten, denn Motoki wusste schon, dass das nicht ihre Beweggründe waren.
„Teilweise."
„Und was ist der andere Teil?"
Sie zuckte schuldig mit den Schultern.
„Usagi, sieh mich an."
Ihre Lippen verziehend schaute sie langsam zurück.
„Du bist ein hübsches Mädchen, Usagi-chan. Eines der Schönsten, die ich je gesehen habe. Du musst dich überhaupt nicht ändern. Du bist perfekt genauso, wie du bist."
Sie lächelte und sah hinunter auf ihre Hände. „Danke, Motoki-san."
„Ich meine es ernst. Außerdem willst du doch nicht eine von dieser wassersüchtigen Strich-in-der-Landschaft Mädchen werden. Ein bisschen Fleisch auf deinen Knochen ist gesund, und gesund ist attraktiv."
Obwohl Usagi dankbar war, musste sie doch denken, dass Motokis Worte von der Art waren, die man hässlichen Mädchen sagte, damit sie sich besser fühlten. Wie: „Nur das Innere zählt."
Nicht dass sie da nicht zustimmte. Es war nur, dass sie nicht einfach nur attraktiv sein wollte. Sie wollte wunderschön sein. Wie sollte sie schließlich sonst das Auge eines so gutaussehenden Mannes auf sich lenken?
„Danke, Motoki-san.", wiederholte sie.
Er schwieg für einen Moment und seufzte dann. „Ich hab dich nicht überzeugt, oder?"
Sie sah auf und zwinkerte ihm entschuldigend zu, was ihn zum glucksen brachte.
„Es ist nur… nun, ich meine, vielleicht magst du Mädchen mit Fleisch auf den Knochen, aber Männer haben unterschiedliche Geschmäcker, oder? Wie soll ich wissen, ob jemand anders mich attraktiv findet?"
„Falls ein Mann jemals will, dass du dich zu Tode hungerst um ihn glücklich zu machen, könntest du es viel besser treffen. Jeder Mann, der wirklich an dir interessiert ist, wird wollen, dass du gesund bist – und glücklich. Und ich glaube, dass Glücklichkeit ab und zu eine Pizza oder einen Schokoladenmilchshake beinhaltet."
Usagi zog eine Grimasse bei der Erwähnung von Schokoladenmilchshakes, aber Motoki schien das nicht zu bemerken. „Wonach suchen die meisten Männer eigentlich bei einer Frau?", drängte sie ihn und versuchte sich Zentimeterweise auf das Thema vorzuarbeiten, über das sie nicht abwarten konnte zu sprechen.
„Einen guten Charakter. Männer lieben Frauen, mit denen man Spaß haben kann. Jemand der süß und lustig und gewitzt ist…"
Usagi gähnte. „Bla, bla, bla. Ich meine äußerlich, Motoki-san! Wonach gucken Männer?"
Er schüttelte den Kopf. „Das ist bei jedem anders. Genauso wie einige Mädchen dunkelhaarige Männer und andere blonde Männer lieber mögen, ist es bei Männern. Aber eine gute Hygiene ist immer wichtig. Weiße Zähne und ein gesunder Teint können niemals schaden."
„Ah, ich verstehe. Also, was für einen Typ Mädchen magst du denn?" Sie versuchte nonchalant zu klingen und flehte innerlich ihre Stimme an, nicht zu brechen.
Motoki schüttelte den Kopf. „Ich hab nicht wirklich einen Typ. Jeder hat ein paar attraktive Qualitäten und manchmal, auch wenn du jemanden nicht von vorne herein attraktiv fandest, wenn du sie dann kennen lernst, dann lässt ihr Charakter ihre Schönheit durchscheinen und du fragst dich, wie du das vorher nicht bemerken konntest."
„Also wirklich, kannst du nicht etwas genauer sein?"
Er lachte. „Ich versuche mir hier nicht selber eine Grube zu graben! Weißt du, in dem Moment, wo ich sage 'Ich liebe Brünetten', gehe ich daher und verlieb' mich in eine Blondine!"
Usagi grinste und stütze ihren Kopf auf ihre Handfläche, so als ob sie tief in Gedanken wäre. „Na dann, okay. Warum sagst du mir nicht, auf welche Art Mädchen jemand anderes steht?"
„Jemand anders? Woher sollte ich das wissen?"
„Nun,Gott, ich weiß nicht. Wie wär's… oh, wie wär's mit einem Mann wie Mamoru?" Ihr Rachen verengte sich bei seinem Namen und sie schluckte hart. „Er sieht aus, als ob er… wählerisch wäre."
Motoki zog seine Brauen nachdenklich nach oben und seine Stille machte Usagi sowohl nervös als auch hoffnungsvoll. Er dachte tatsächlich über ihre Frage nach! Das war ihre Chance!
Nach einem langen Moment schüttelte Motoki den Kopf. „Weißt du was, Usagi-chan, ich habe keine Ahnung welche Art Mamoru mag."
Ihr Herz wurde schwer.
„In all den Jahren, in denen ich ihn kenne, hatte er nie eine feste Freundin und ist nur hier und da mal zu ein paar Dates gegangen. Ich habe nie mitbekommen, wie er flirtet, und der Gedanke, dass er sich an ein Mädchen ranmacht, ist lächerlich. Und außerdem reden Männer nicht wirklich über solche Dinge."
Sie seufzte. „Ich sehe schon. Ähm, wie wär's jetzt mit diesem Apfelsaft?"
„Oh, klar!"
Als sich Motoki abwandte, fühlte Usagi sich von ihren Gefühlen hin und her gezogen. Ein Teil von ihr war dankbar, dass Mamoru noch nie zuvor ernsthaft mit jemanden zusammen gewesen war – so gab es nicht viele mit denen er sie vergleichen konnte und sie musste sich keine Gedanken über ein anderes Mädchen machen, die sich mit seinen Küsse auskannte oder der seine beschützenden Arme bekannt waren. Aber auf der anderen Seite machte es ihr Angst daran zu denken, wie schwerer zu beeindrucken er sein musste. Wie viele hundert Mädchen waren daran gescheitert seine Aufmerksamkeit zu erregen, und das sicher nicht wegen einem Mangel an Bemühung? Was hatte Usagi denken lassen, dass sie diejenige sein konnte, die er bemerken würde.
„Wenn ich genauer darüber nachdenke,", sagte Motoki, als er einen Augenblick später mit einem Glas voller Saft wieder kam. „erinnere ich mich an ein Gespräch mit Mamoru über Mädchen."
„Ja?" Sie setzte sich aufrechter hin.
„Ich kann mich nicht daran erinnern, wie wir auf das Thema gekommen sind, aber ich habe ihn gefragt, warum er nie eine um ein Date gebeten hat. Wo die Mädchen doch schon fast über ihre eigenen Füße fallen, um ihm nah zu kommen und alles."
„Und was hat er gesagt?"
„Nun, zuerst hat er einen langweiligen Monolog darüber gehalten, dass er nicht genug Zeit für eine Freundin hat. Aber dann hat er gesagt, dass all diese Mädchen… welches Wort hat er noch benutzt? Plastisch erscheinen, glaub ich. Oder unecht. Und falls er es mit jemandem zusammen kommen sollte, dann würde er erst ein besonderes Mädchen dafür finden. Ein einzigartiges Mädchen.
Usagi lächelte. Sie konnte Mamoru diese Dinge sagen hören und sie merkte, wie sie sich noch mehr in ihn verliebte. So sehr wollte sie dieses besondere Mädchen sein.
Als Motoki sich wieder abwandte, holte sie ihre Liste hervor und kritzelte schnell darauf: 'Zeig ihm, dass du einzigartig bist.'
