Kapitel 2
...solls rote Rosen regnen!
„Schatz, schläfst du schon?" ,fragte sie in die Stille des Raumes hinein.
Der Mann neben ihr begann sich zu regen und sie anstatt einer Antwort in einen leidenschaftlichen Kuss zu ziehen dem sie sich einige Augenblicke hingab. Dann jedoch löste sie sich von ihm, rutschte noch näher in seine Umarmung und legte mit einem Seufzen ihren Kopf auf seine Brust, so dass sie sein Herz beruhigend schlagen hören konnte.
„Was ist denn los, meine Süße? Ist alles in Ordnung mit dir? Du wars schon den ganzen Tag so in dich gekehrt..."
Sanft fuhren seine Finger durch ihre Haare, strichen ihr einige Strähnen aus dem Gesicht, liebkosten ihre Wangen, während er seinen anderen Arm um sie schlang und seine Hand auf ihrer Hüfte ablegte, wo er mit dem Daumen begann, ihre Konturen nachzufahren.
„...ich habe Angst..."
Er atmete ein, als hätte er diese Antwort erwartet und hielt sie einige Augenblicke nur fest, bevor er zu sprechen begann.
„Ich weiß. Ich fühl es genauso wie du. Aber du weißt, dass es die einzig richtige Entscheidung war. Wir haben lange genug darüber geredet und alle Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen. Und am Ende blieb immer nur diese eine Option offen. Immer nur diese!"
„Ja, aber was wenn es doch falsch ist?"
„Würdest du es nicht tun, dann würdest du es niemals erfahren, was genau richtig oder falsch ist. Es wäre eine reine Hypothese! Ist dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass es vielleicht kein richtig oder falsch gibt in dieser Welt? Vielleicht ist alles was wir tun und denken vorherbestimmt. Wir wissen es nicht! Und deswegen werden wir es einfach versuchen. Mehr als scheitern können wir nicht"
Er drückte seine Nase in ihre Haare und küsste sie dort.
„ Vielleicht hast du recht... aber ich habe Angst, dich dadurch zu verlieren. Ich kann nicht mehr ohne dich Lebe, dass weißt du! Ich Liebe dich!"
„Ich liebe dich auch! Und ich werde es immer tun, egal was geschehen wird. Ich möchte, dass du das immer weißt!"
Mit diesen Worten drückte er sie fest an sich, dann hob er ihren Kopf bis sie in seine Augen sah und zog sie erneut in einen Kuss, dieses mal jedoch mit all seinemGefühl.
2. Brief, geschrieben auf karierten Papier, die Schrift entwickelt mittlerweile ihren
eigenen Stil, ist aber nach wie vor eindeutig die Handschrift eines Kindes, ca 10 jahre alt.
Salut!
Es war schön, dich in den Ferien wieder zu sehen, ich finde es schade, dass wir nur so selten miteinander etwas machen können. Aber es ist halt nicht anderst möglich...
Weißt du schon, auf welche Schule du kommst? Meine Eltern und ich sind schon auf der suche, wobei sie sich seit Tagen darüber streiten, welche wohl besser ist. Am liebsten aber würde ich wieder zu dir nach England kommen und mit dir in die Schule gehen...
Ich habe dir unsere neue Adresse mitgeschickt, wir sind mal wieder umgezogen... Mama hat gesagt, dass hätte mit Papas arbeit zu tun, aber ich glaube ihr das nicht, sie guckt mich immer so komisch an, wenn ich sie danach frage. Und dann guckt sie Papa an und der fängt auch an, komisch an zu gucken. Ich glaube, sie wollen mir etwas nicht sagen.
Ich muss jetzt Schluss machen mit schreiben, ich habe gerade gesehen, dass vor dem Haus andere Kinder sind, vielleicht wollen die mit mir spielen!
Vermiss dich, Mo
Und?
