A/N: Hallo ihr lieben! Ein riesiges Dankeschön für die lieben Reviews! (Sie sind wie das Koffein für uns, dass uns jeden Morgen wieder neu belebt ^^) Ich versuche euch nicht allzu lange mit Updates warten zu lassen, doch manchmal will der Schreibprozess nicht so wie wir es gerne hätten… (die Abstände bis jetzt sind Luxus, ich weiß. ^^) Aber lasst euch gesagt sein – dies ist nur der Anfang!! *muhahahaha* Aber jetzt lüften wir erstmal die Identität unseres Monsters. ^^
Okay, genug Gequassel meinerseits! :P And here we go….
Kapitel 4
Entfernt
konnte Dean ein stetiges Piepsen hören, dass langsam lauter
wurde.
Wieso zum Teufel konnte Sam den scheiß Wecker nicht
endlich ausstellen?!
Er versuchte die Augen zu öffnen, doch
irgendwie wollten sie ihm nicht gehorchen.
Jemand schüttelte ihn
leicht an der Schulter.
„Dean? Hörst du mich? Komm schon, wach
auf."
Sam?, dachte Dean verwirrt. Er versuchte die Sorge
in Sams Stimme zu verstehen, doch sein Kopf fühlte sich immer noch
an, als ob er in Watte gepackt wäre …
Blinzelnd schaffte er es
endlich die Augen zu öffnen. Grelles Licht blendete ihn und er
schloss sie schnell wieder.
„Gott sei dank, du bist wach!"
hörte er Sams erleichterte Stimme. Blinzelnd sah Dean sich im Zimmer
um. Ein Krankenhaus – na toll! Alles nur das nicht.
Sein Blick
wanderte zu seinem kleinen Bruder.
„Gott, du siehst scheiße
aus." Stellte er fest. Seine Stimme klang heiser und irgendwie weit
entfernt.
Sam musste trotz allem lachen. „Hast du dich schon mal
im Spiegel gesehen?"
Langsam kehrten die Erinnerungen der
vergangenen Nacht zu Dean zurück. Prüfend musterte er Sam, der aber
soweit gesund aussah. „Wie hast du das Ding von mir runter
bekommen?"
„Dank noch einer dieser verdammten Visionen und ein
bisschen Hilfe von Bobby weiß ich jetzt womit wir es zu tun
haben."
Dean sah Sam fragend an und versuchte gegen seine
schweren Lider anzukämpfen.
„Es scheint ein Ghoul zu sein. Nur
verhält dieser sich nicht ganz so, wie Dad es beschreibt …" Sam
machte ein Pause und musterte seinen Bruder. „Aber das können wir
später weiter ausführen, wenn's dir wieder besser geht."
Der
ältere Winchester blinzelte. Er hatte gar nicht mitbekommen, dass
der Raum langsam immer undeutlicher wurde. „Nein, dass kannst du
mir gleich auf dem Weg zum Motel erzählen. Ich check hier aus. Keine
zehn Pferde halten mich hier noch länger." Dean richtete sich
langsam auf. Dabei spürte er die vielen Stiche selbst durch seine
Morphiumbetäubung.
Sams Augen wurden immer größer. „Du willst
was? Spinnst du jetzt völlig?"
„Komm schon, ich halt das hier
nicht aus!", flehte Dean seinen Bruder förmlich an.
Sam schüttelte energisch den Kopf. „Ohne Schmerzmittel hältst du's aber auch nicht aus! Du bleibst schön hier!"
Dean
grummelte beleidigt, waren doch Krankenhäuser der absolute Horror
für ihn. Das letzte Mal, dass er im Krankenhaus, wäre er immerhin
beinahe gestorben. Er hielt nicht viel von diesen Ärzten. Was
wussten die schon großartig? Hatten sie je so was gesehen, wie Sam
und Dean sahen?
„Okay, gewonnen, ich bleib hier!" Dean war
immer noch wütend, aber er wäre sowieso nicht aus dem Bett
gekommen, mit all den Maschinen, die an ihm hangen. „Wie hast du
uns hier eingecheckt?", fragte er Sam.
Dieser
murmelte nur „Winchester..."
„Bitte was?? Bist du
lebensmüde? Hast du nicht aus all unseren beschissenen Einsätzen
gelernt?" Dean geriet immer mehr in Rage, auch wenn ihn das nicht
gerade von Schmerzen verschonte.
Sam, selber nicht glücklich darüber, bat Dean um Ruhe. „Shht! Was kann ich denn dafür, wenn ich selbst zusammenklappe?", zischte er.
Dean rollte mit den Augen. Warum musst er auch unbedingt hinter diesem...was sagte Sam? Ein Ghoul?... Wie auch immer. Warum konnte er nicht einfach warten, bis er wusste, womit er es zu tun hatte? Er verdankte seinem Bruder sein Leben, er sollte ihn nicht anschreien. „Entschuldigung..."
Sam winkte
ab. „Du hättest es doch auch für mich gemacht."
„Das ist
ja auch mein Job!"
„Ach ja? Und meiner ist es nicht?"
Dean
seufzte. „Müssen wir damit schon wieder anfangen?"
Sam senkte den Kopf und lächelte.
„Und jetzt lachst du?", warf Dean ein.
Sam hob
den Kopf und lächelte weiter. „Weißt du, ich denke bloß darüber
nach, dass du immer der bist, der halbtot im Krankenhaus landet."
Dean warf seinem Bruder einen grimmigen Blick zu. „Haha, sehr
witzig!"
Einige Zeit saß Sam einfach nur am Bett seines
Bruders, beide schwiegen sie. Es hatte ja doch keinen Sinn,
irgendwelche Diskussionen zu entfachen. Solange Dean ans Bett
gefesselt war, musste Sam diesen Fall wohl allein durchziehen. Er gab
seinem Bruder einen Klaps auf die Hand.
„Hör mal, Dean. Ich gehe eben vor die Tür und rufe Lucy an."
Dean legte wieder sein dreckiges Grinsen auf. „Sehnsucht?"
Sam schüttelte den Kopf. „Nein, ich will nur wissen, ob es ihr und den Kindern gut geht." Dean nickte.
Sam wandte
sich weg und ging aus der Tür. Dabei schmunzelte er für einen
kurzen Augenblick. Natürlich machte er sich Sorgen um Lucy, aber
ging es nicht eigentlich vordergründig um die zu Waisen geworden
Kinder Molly und David? Selbst, wenn Dean Recht behalten sollte, dann
war der Ghoul dennoch wichtiger, als irgendeine kleine Romanze. Die
Geisterjagd ließ nun mal wenig Platz für die Liebe.
Während
Sam Lucys Nummer ins Handy tippte, schüttelte er seine Gedanken
wieder ab. Liebe...tz. Liebe führte zu gar nichts. Außerdem mochte
er nicht Schuld sein an noch mehr toten Frauen. Jessica und Madison
saßen noch viel zu fest in seiner Erinnerung.
„Sam?" Lucy
hatte abgehoben.
„Lucy? Hey, ich wollte nur mal hören, ob bei
euch alles okay ist.", meldete Sam sich.
„Ja, die Kleinen
schlafen jetzt."
„Und dir geht es auch gut? Irgendetwas
Neues?"
Lucy lächelte, auch wenn Sam das nicht sehen konnte.
„Nein, es ist alles friedlich hier. Mach dir keine Gedanken, uns
geht's gut. Was macht Dean?", erkundigte Lucy sich. Sam wandte
seinen Kopf zurück in Richtung Zimmer. „Er liegt im Krankenhaus,
aber ich bin bei ihm."
„Sollen wir vorbei kommen?"
„Nein,
um Gottes Willen! Lucy bleib bitte, wo du bist, da wird es noch am
Sichersten sein!" Jetzt kicherte Lucy hörbar. „Machst du dir
Sorgen?"
„Ich? Öhm...Ja!!" Rechtzeitig zog Sam noch den
Kopf aus der Schlinge. „Immerhin wissen wir noch nicht, ob ‚der
Täter' es auch auf Molly und David abgesehen
hat."
„Verstehe...Naja, okay. Ich öffne die Tür nur noch,
wenn du es bist." Sam nickte. „Gut! Ich melde mich
zwischendurch."
„Ciao." Damit legte Sam auf und ging zurück
zu seinem Bruder. Dean schien eingeschlafen zu sein. Er lag ganz
friedlich da, aber er wirkte lange nicht mehr so leblos und kalt wie
vorhin und das war schon eine große Erleichterung für Sam. Er trat
noch einmal auf den Gang und sprach eine Schwester an.
„Hallo? Könnten Sie vielleicht Dr. Sloan vorbei schicken? Mein Bruder ist aufgewacht."
Die Schwester nickte und verschwand. Sam kam sich etwas verloren vor. Einerseits wusste er, dass es weitere Tote geben würde, noch diese Nacht und er machte sie wirklich Sorgen, dass Lucy und die Kleinen diesmal an der Reihe sein könnten. Andererseits wollte Sam keinen Schritt von Deans Seite weichen. Bis zur nächsten Geisterstunde blieb ihm ja noch einiges an Zeit, also begab er sich doch erst einmal wieder zu seinem Bruder, lehnte sich in den Plastikstuhl und döste. Sam wurde aus seinem leichten Schlaf gerissen, als sein Handy in seiner Jackentasche vibrierte. Ein Blick aufs Display verriet ihm, dass es Bobby war.
„Bobby,
was gibt's Neues?"
„Noch nicht viel. Gib mir doch bitte
einmal die Adressen durch, an denen der Ghoul zuletzt zugeschlagen
hat. Vielleicht geht er ja nach irgendeinem Muster vor." Sam gab
Bobby alle Adressen durch, die er gerade parat hatte.
„Und
Dean?"
„Er schläft. Ich hab schon mit ihm geredet. Wenn bis
heute Mittag nichts passiert, hat er's geschafft."
„Sehr
gut!" Bobby war die Erleichterung in der Stimme anzuhören. Sam und
Dean waren schon so etwas wie seine eigenen Kinder für ihn geworden.
Sie waren ihm unheimlich wichtig!
„Hör
zu, ich melde mich wieder, wenn ich was rausgefunden habe. Und du
melde dich, wenn irgendwas mit Dean ist, okay?"
„Alles klar!
Bis später, Bobby." Sam legte auf, da vernahm er das Grummeln
seines Bruders. „Ich hab Kopfschmerzen, das glaubst du mir
nicht..."
Sam musste lachen. „Willkommen in meiner Welt, großer Bruder!"
Dean
musste ach ein wenig lächeln, als er begriffen hatte, dass Sam von
seinen Visionen sprach.
„Hier scheint ja gute Laune zu
herrschen.", sagte eine männliche Stimme, die von der Tür kam. Es
war Dr. Sloan.
Dean hörte sofort auf zu lachen. „Wann komm ich
hier raus?", fragte er.
„Immer mit der Ruhe, Mr. Winchester.
Ich glaube nicht, dass wir Sie schon entlassen können."
„Und
was sollte dagegen sprechen?" Dean stellte auf stur und versuchte
die Schmerzen zu ignorieren, die sich langsam aber sicher mehr als
deutlich bemerkbar machten.
„Nun," Doktor Sloan studierte das
Krankblatt seines Patienten. „zum einen haben Sie eine Menge Blut
verloren, was Sie schwächt. Und zum anderen mussten viele Ihrer
Schnitte genäht werden. Wenn sie sich jetzt zu viel bewegen, könnten
die Nähte wieder aufreißen und das kann zu einer Infek …"
„Ich
denke das Risiko geh ich ein.", unterbrach Dean ihn unbeirrt.
Sams
Augen wurden immer größer. „Dean!", zischte er leise.
Dean
ignorierte seinen jüngeren Bruder und sah den Arzt an. „Wo muss
ich unterschreiben?"
Doktor Sloan, sichtlich überrascht von der
Hartnäckigkeit seines Patienten, schüttelte nur leicht den Kopf.
„Sie scheinen mir nicht zugehört zu haben. Ihre Verletzungen sind
ernst und…"
„Ich komm schon klar, Doc.", unterbrach Dean
ihn erneut.
„Dean!", zischte Sam nun deutlich lauter.
Dean
warf ihm einen warnenden Blick zu. „Es ist okay, Sammy."
Der
jüngere Winchester beachtete den bösen Blick seines Bruders gar
nicht weiter. „Doktor, können Sie uns vielleicht einen Moment
alleine lassen?"
„Sicher. Vielleicht bringen Sie Ihren Bruder
ja zu Vernunft."
„Immer doch …", murmelte Dean
sarkastisch.
Kaum, dass Sloan aus dem Zimmer war, ergriff Sam auch
schon das Wort. „Hast du sie nicht mehr alle? Du bist gerade
aufgewacht und willst schon gehen?"
„Bist du fertig?",
fragte Dean ungerührt und stöpselte sich von den Maschinen los.
„Vielleicht ist dir ja noch nicht aufgefallen, dass ein
Killer-Ghoul hier Leute abschlachtet."
„Ja, ein Ghoul der dich
auch schon erwischt hat!"
„Das war Pech." Dean zuckte leicht
die Achseln. „Außerdem glaubst du ja wohl selbst nicht, dass ich
dich alleine auf Ghouljagd gehen lasse!"
„Ich kann auf mich
aufpassen!", entgegnete Sam scharf.
„Daran zweifle ich auch
nicht. Trotzdem lass ich dich nicht alleine dieses Ding jagen."
Dean fingerte an der Kanüle in seinem Handrücken herum. „Hättest
du jetzt bitte die Güte diesen Quacksalber wieder reinzuholen,
sodass wir endlich von hier verschwinden können?"
Sam sah
seinen Bruder einen Augenblick wütend an, dann verließ er
schweigend den Raum. Er wusste, dass es keinen Sinn hatte, an
irgendeine Vernunft bei seinem Bruder zu appellieren.
Dean starrte
auf einen imaginären Punkt und versuchte immer noch die Schmerzen zu
ignorieren, die sich immer und immer deutlicher bemerkbar machten.
Aber egal was es ihn kosten sollte, er würde auf Sammy
aufpassen!
TBC...
(Reviews sind immer wieder gerne gesehen ^^)
