Makotos Sicht
Ich war gerade mit Haru, Nagisa und Rei auf dem Weg nach Samezuka.
Heute stand mal wieder ein gemeinsames Training an.
Ich spürte Harus Blick auf mir liegen. Die letzte Woche hatte ich ihn so normal wie möglich behandelt.
Aber dennoch hatte ich mich etwas zurück gezogen.
Möglich, dass ihm das aufgefallen war. Er hatte mich noch nicht darauf angesprochen.
Meine Gedanken wanderten zu dem Team von Samezuka und natürlich auch zu Sosuke. Ich lächelte.
Ich konnte einfach nicht verhindern, mich wieder zu verlieben. Nur traute ich mich nicht, es ihm zu sagen.
Immerhin kannten wir uns erst seit Kurzem näher und ich wollte nicht das Risiko eingehen wieder verletzt zu werden.
Hoffentlich würde ich nachher ein wenig mit ihm reden können.
Ich genoss es, Zeit mit ihm zu verbringen.
Bald darauf waren wir angekommen und gingen uns umziehen.
Schon in der Umkleidekabine begegneten wir Rin und begrüßten ihn.
Mir entging die schüchterne Begrüßung zwischen ihm und Haru nicht.
Irgendwie freute ich mich ein wenig für die Beiden.
Dieses Gefühlschaos zwischen Schmerz, verliebt sein in zwei Personen und mich für meinen besten Freund zu freuen, strengte an.
Ich seufzte leise.
In der Schwimmhalle traf ich dann auf Sosuke, der neben dem Becken stand und mein Lächeln kehrte zurück.
Auch er lächelte mich an und zog mich wie selbstverständlich in eine Umarmung.
Da wir beide schon unsere Schwimmsachen trugen, spürte ich seine nackte Haut an meiner und die Schmetterlinge in meinem Bauch wirbelten durcheinander.
Kurz schloss ich die Augen und atmete seinen Geruch ein.
Ich hoffte, dass man mir meine Verlegenheit nicht ansah, als wir uns wieder lösten.
Aus dem Augenwinkel bemerkte ich Harus verwirrten Blick.
Da fiel mir ein, dass ich ihm gar nicht erzählt hatte, dass Sosuke und ich jetzt befreundet waren.
Das würde ich nach dem Training tun.
Apropos Training. Damit begannen wir mal besser.
Später stieg ich aus dem Becken. Ich war ziemlich erschöpft und freute mich auf die Dusche.
Diese betrat ich kurz darauf auch. Diesmal glücklicherweise ohne ein gebrochenes Herz zu erhalten.
Mmmh. Die Dusche hatte wirklich gut getan.
Gut gelaunt betrat ich deshalb die Umkleide.
Ich begann, mich umzuziehen. Als ich gerade meine Hose anzog, kam noch jemand herein und stellte sich neben mich.
Ich sah auf und erkannte Sosuke. Kurz lächelte ich ihm zu und zog mich dann weiter an.
Auch der Schwarzhaarige legte seine Klamotten an.
Als ich fertig war, zögerte ich. Ich würde gerne mit ihm reden, aber ich wusste nicht wie ich anfangen sollte.
Sosuke sah auf und lächelte. „Hey. Ich muss dir etwas erzählen. Möchtest du noch kurz mit auf mein Zimmer kommen?"
Sofort stimmte ich zu. Erfreut, noch Zeit mit ihm zu haben, folgte ich ihm kurz darauf.
In seinem Zimmer angekommen, bot er mir einen Schreibtischstuhl an und ich setzte mich.
Inzwischen war ich ziemlich gespannt auf das, was er mir erzählen wollte.
Ich sah ihm die leichte Aufregung an, als er sagte: „Ich habe etwas gewonnen."
Dann reichte er mir einen Brief. Ich sah ihn an und er bedeutete mir, ihn zu lesen.
Zögernd öffnete ich das Schreiben daraufhin.
Ich las und schließlich begriff ich, warum er sich so freute. „Wow! Das ist echt cool!"
Ich freute mich wirklich für ihn. Aber ein wenig neidisch war ich schon.
Ich hatte selbst an dem Gewinnspiel teil genommen. Leider hatte ich kein Glück gehabt.
Ich reichte ihm den Brief zurück und lächelte.
Sosuke grinste. „Ja, ich freue mich auch total. Und ich wollte dich etwas fragen."
Er machte eine kleine Pause. „Begleitest du mich dorthin?"
Langsam sickerte die Frage in mein Gehirn. Hatte ich eben richtig gehört?
„Du… Du willst MICH mitnehmen?", fragte ich ungläubig.
Er nickte und ich spürte das Glücksgefühl in mir aufwallen.
Ich sprang auf und umarmte ihn. „Das finde ich echt toll! Natürlich komme ich mit."
Am Liebsten würde ich ihn vor lauter Freude abknutschen, aber ich bezweifelte, dass er das so toll finden würde.
Also beließ ich es bei der Umarmung, aus der ich mich bald wieder löste und von einem Ohr zum anderen grinste.
Schließlich redeten wir noch über Termine, Ablauf und Reiseplanungen.
Die Vorfreude wuchs immer mehr. Ich fühlte mich wie meine Geschwister an Weihnachten.
Das Ganze würde schon in einer Woche stattfinden.
Ich konnte es noch immer kaum fassen, dass Sosuke mich mitnehmen würde.
Freitagmorgen würde es los gehen und Sonntagmittag würden wir zurück fliegen.
Mit dabei waren zwei Nächte in einem Hotel. Und da am Freitag ein Feiertag war passte das gut.
Wir waren uns einig, dass wir auf jeden Fall den Stand von Blizzard besuchen wollten.
Gerade überlegten wir, welche Stände wir noch besuchen wollten, da ging die Tür auf und Rin kam herein. Hinter ihm stand Haru.
Rin lächelte und mein bester Freund sah mich mit seinem ruhigen Blick an.
„Makoto. Es wird langsam spät. Der letzte Zug fährt bald."
Ich sah auf meine Uhr und erschrak. Tatsächlich. Ich hatte vollkommen die Zeit vergessen.
Schnell verabschiedeten wir uns von Rin und Sosuke.
Dann beeilten wir uns zum Bahnhof zu kommen.
Glücklicherweise kamen wir rechtzeitig an und suchten uns einen Sitzplatz im Zug.
Schließlich fanden wir einen und setzten uns. Kurz darauf fuhr der Zug los.
Eine Weile schwiegen wir.
„Seit wann bist du so gut mit Sosuke befreundet?", fragte Haru irgendwann leise.
Die Frage hatte ich erwartet. „Beim letzten Training hat er mich auf einen Kaffee eingeladen und wir haben Gemeinsamkeiten festgestellt. Seitdem haben wir Freundschaft geschlossen.", erklärte ich lächelnd.
„Mmh", kam es von ihm. Damit war das Thema erledigt.
„Und wie läuft es mit Rin?", erkundete ich mich vorsichtig.
Er sah mich erstaunt an und ich lächelte. „Ich weiß davon.", sagte ich.
Haru sah aus dem Fenster, aber ich erkannte die leichte Röte um seine Nase und schmunzelte.
Dann ließ ich ihn in Ruhe und hing meinen eigenen Gedanken nach.
Ich wurde unterbrochen, als mein Handy vibrierte.
Eine Nachricht von Sosuke. „Ich freue mich auf das nächste Wochenende. :)"
Lächelnd schrieb ich zurück: „Ich mich auch! :D"
Ob ich an dem Wochenende den Mut aufbringen würde ihm von meinen Gefühlen zu berichten?
Harus Sicht
Grübelnd sah ich aus dem Fenster.
Ich war mir nicht sicher, was ich davon halten sollte, dass Makoto jetzt mit Yamazaki befreundet war.
Wer wusste schon, was der Kerl für Absichten hatte?
Makoto sollte auf sich aufpassen.
Ich warf ihm einen kurzen Seitenblick zu.
Er schrieb mal wieder - wie so oft in letzter Zeit - lächelnd irgendwem eine Nachricht.
Ich hatte jetzt die Vermutung, dass dieser ´Jemand` Yamazaki hieß.
Ob Makoto wohl auf ihn stand?
Das würde er mir doch erzählen, oder? Ich seufzte leise und sah wieder aus dem Fenster.
Ich beschloss abzuwarten bis er es mir erzählen würde.
Und woher wusste er überhaupt von meiner Beziehung mit Rin?
Irgendwann würde ich ihn das fragen.
Nach der kurzen Zugfahrt waren wir endlich in unserer Heimatstadt angekommen und gingen zusammen in die Richtung unserer Wohnungen.
An der üblichen Stelle verabschiedeten wir uns und ich setzte den Weg zu meinem Haus fort.
Ich würde mir noch etwas zum Abendessen machen und dann vielleicht etwas lesen.
Morgen würde ich Rin gerne wieder sehen.
Sollte ich ihn einladen? Vielleicht wäre das keine schlechte Idee.
Ich nahm mein Handy und schrieb ihm. Glücklicherweise sagte er zu.
Erleichtert bereitete ich mir etwas zum Abendessen zu - natürlich mein Leibgericht - und legte mich anschließend auf mein Bett um in meinem aktuellen Buch zu lesen.
(Was würde Haru wohl lesen? Ihr könnt ja eure Vermutung in ein Kommentar schreiben ^_^)
Sehr lange hielt ich jedoch nicht durch. Ich merkte, wie müde ich war.
Seufzend legte ich mein Buch zur Seite, löschte das Licht und schloss die Augen.
Rins Sicht
Kaum waren Haru und Mako weg, erzählte Sosuke begeistert, dass Mako zugesagt hatte.
Ich grinste leicht. Selbst ein Blinder mit Krückstock konnte sehen, dass der Kerl verknallt war.
Ich hoffte für ihn, die Gefühle wurden erwidert.
Wir machten uns bettfertig, legten uns hin und redeten noch eine Weile.
Sosuke erzählte von der Gamescom und welche Stände sie besuchen wollten.
Zwischendurch vibrierte das Handy des Schwarzhaarigen.
Vermutlich schrieb er mal wieder mit Makoto.
Bald darauf meldete sich auch meins.
Ich sah nach dem Gerät und kniff geblendet - wegen der plötzlichen Helligkeit - meine Augen zusammen.
Als sie sich endlich daran gewöhnt hatten, erkannte ich den Absender.
Haru! Erfreut öffnete ich die Nachricht. „Kommst du morgen vorbei?" Ich lächelte.
„Gerne! :-) Bin 14 Uhr da.", antwortete ich.
Ich freute mich über die Einladung. Haru schien mich zu vermissen.
Heute hatten wir nicht viel Zeit miteinander verbracht.
Jedenfalls zu wenig für meinen Geschmack.
Schließlich sagten Sosuke und ich gute Nacht und versuchten einzuschlafen.
Makos Sicht
Als ich am Samstag aufwachte, erinnerte ich mich an die Ereignisse vom vorhergehenden Tag.
Sofort schlich sich ein Lächeln in mein Gesicht und ich sprang aus dem Bett.
Ich musste meinen Eltern noch sagen, dass ich am nächsten Wochenende nicht da sein würde.
Aber jetzt würde ich erst einmal duschen gehen.
Später kam ich in frischen Sachen die Treppe hinunter und betrat die Küche.
Meine Eltern waren nicht da und von meinen Geschwistern war auch nichts zu hören.
Verwundert sah ich mich um. Am Kühlschrank hing ein Zettel und ich nahm ihn ab.
„Guten Morgen Mako-Chan! Wir sind zum Baumarkt gefahren. Ren und Ran haben wir mitgenommen. Am Nachmittag sind wir zurück."
Dann würde ich ihnen erst am Nachmittag davon erzählen können.
Da stellte sich die Frage: Was mache ich jetzt?
Eigentlich könnte ich mal wieder Haru zum zocken einladen. Ich nahm das Telefon zur Hand und wählte seine Nummer. Es tutete.
Dann meldete er sich. „Ja?", „Haru-Chan! Hier ist Makoto. Hättest du Lust, mal wieder zum zocken zu mir zu kommen?",
„Lass das Chan!", kurze Pause. „Ich habe heute schon etwas vor, Makoto.",
„Oh! Naja… Dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag.", sagte ich und wir verabschiedeten uns.
Verwundert sah ich das Telefon an. Sonst hatte Haru samstags nie etwas vor. Mal davon abgesehen in seiner Badewanne zu sitzen.
Und jetzt? Sollte ich vielleicht in die Stadt gehen und ein neues Spiel kaufen? Aber ehrlich gesagt, hatte ich keine große Lust alleine zu fahren.
Ich könnte ja Sosuke fragen, aber ich glaube, das wäre zu aufdringlich.
Wir hatten uns ja schon letzten Samstag gesehen und erst gestern zum Training.
Ich seufzte. Litten alle Verliebte an solchen Unsicherheiten?
Ach, was solls. Ich griff zu meinem Handy.
Diesmal rief ich an, statt eine SMS zu schreiben. Mit klopfendem Herzen wartete ich, während die Verbindung hergestellt wurde.
Schließlich nahm er ab. „Makoto-Kun?", er hörte sich überrascht an.
„Hallo Sosuke-Kun! Ich dachte mir, naja, ich wollte heute in die Stadt. Und ich habe mich gefragt, ob du dich vielleicht mit mir dort treffen möchtest. Du könntest mich bei dem Kauf eines Spieles beraten."
Meine Wangen glühten. Das hätte ich besser ausdrücken können.
„Ist das ein Date?", hörte ich Sosuke fragen und erschrak.
„W… Was? Äh, also…", Der Schwarzhaarige am anderen Ende der Leitung kicherte leise.
„Entspann dich. Das war ein Witz. Ich würde dich gerne treffen. Ist 15 Uhr ok?"
Ich sah auf die Uhr. Vier Stunden bis dahin. „Ja. Das passt. Treffen wir uns vor dem Einkaufszentrum am Brunnen?"
Sosuke stimmte zu und ich legte schnell auf.
Ich ließ mein Handy auf den Tisch fallen und bedeckte mein glühendes Gesicht.
Was war das denn gerade?!
Sosukes Sicht
Ich beendete das Gespräch und grinste leicht.
Eigentlich hatte ich nur testen wollen, wie der Kleinere reagieren würde.
Dass er ziemlich nervös geworden war, fand ich süß.
Ich sah auf die Uhr. In knapp 4 Stunden würden wir uns treffen.
Blieb noch genug Zeit, um etwas schwimmen zu gehen.
1,5 Stunden später kam ich wieder ins Zimmer. Rin war anscheinend schon weg - zu Haru hatte er gesagt.
Momentan trug ich meinen Trainingsanzug. So wollte ich natürlich nicht in die Stadt fahren.
Ich öffnete meine Schrankhälfte und entnahm ein dunkelblaues T-Shirt und eine schwarze Jeans.
Anschließend setzte ich mich an meine Hausaufgaben, um etwas Zeit zu überbrücken.
Seufzend streckte ich mich. Das war ziemlich anstrengend gewesen.
Immerhin war es jetzt Zeit aufzubrechen. Gut gelaunt verließ ich unser Zimmer.
Kurz darauf kam ich zehn Minuten zu früh an unserem Treffpunkt an.
Trotzdem erkannte ich Makoto schon von weitem auf dem Rand des Brunnens sitzen.
Ich konnte es nicht fassen, wie schnell dieser junge Mann mein Herz erobert hatte.
Während ich auf ihn zuging, hatte ich genug Zeit sein Aussehen zu betrachten.
Wie immer waren seine Haare leicht verwuschelt und er trug ein schwarzes T-Shirt. Darüber trug er ein rotes kariertes Hemd, das er offen gelassen hatte.
Dazu eine dunkelblaue Jeans und graue Turnschuhe. Ich fand, das Outfit stand ihm.
Ich sah wieder in sein Gesicht. Anscheinend hatte er mich inzwischen gesehen, denn er musterte mich ebenso.
Automatisch fragte ich mich, ob ich gut aussah.
Ich blieb vor ihm stehen und er sah mir in die Augen.
„Hey.", sagte ich und er lächelte mich an. Mein Herz tat einen kleinen Sprung.
„Hey.", antwortete er.
Verdammt. Es hatte mich echt erwischt.
Ich reichte ihm die Hand und zog ihn hoch, als er sie nahm.
Kurz hielt ich ihn fest und ließ dann los.
„Hast du Hunger?", fragte ich, um meine Verlegenheit zu überspielen.
Und auch, weil ich wirklich etwas vertragen konnte. Seit dem Mittagessen hatte ich nichts mehr zu mir genommen.
Makoto nickte leicht. „Wo möchtest du hin?" „Zeig mir dein Lieblingsbistro!", lächelte ich und ließ ihn vorgehen.
Nach einer Weile blieb er vor einem nett aussehenden Laden stehen. Wir traten ein und suchten uns einen Platz.
Glücklicherweise war noch ein Tisch am Fenster frei.
Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten, kam auch schon eine Dame von der Bedienung und brachte uns die Speisekarte.
Interessiert schlug ich sie auf und überflog die Gerichte. Die Preise waren annehmbar. Auf eine Pizza hätte ich Appetit.
Fragte sich nur welchen Belag ich nahm.
Mmmh Thunfisch hatte ich schon lange nicht mehr. Ich schlug die Karte zu.
„Hast du dich schon entschieden?", fragte ich mein Gegenüber und sah ihn an.
Makoto blickte mir in die Augen. „Jep. Ich nehme die Ramen mit Schweinefleisch."
Ich nickte und bald darauf kam die Bedienung, bei der wir unsere Bestellung aufgaben.
Während wir auf das Essen warteten, hatten wir Zeit uns zu unterhalten.
„Also.", begann ich an Mako gewandt. „Hast du dich schon entschieden was für eine Art von Spiel du möchtest?". Der Grünäugige wandte sich mir zu, nachdem er aus dem Fenster gesehen hatte.
„Nicht so richtig. Ich dachte mir, du könntest mir vielleicht eines empfehlen."
Ich grinste. „Oh da könnte ich dir so einiges empfehlen.", antwortete ich und überlegte, was ich ihm vorschlagen würde.
Ich persönlich war ja ein großer Fan der Lego-Spiele, aber ob das auch ihm gefallen würde? Ein Versuch war es jedenfalls wert.
„Hey, Makoto-Kun. Was hältst du eigentlich von den Lego-Videospielen?"
Er sah mich fragend an. „Die kenn ich nicht. Worum geht es da?"
„Naja, im Prinzip werden berühmte Filme in einer Legoversion als Spiel inszeniert. Bisher kenne ich Herr der Ringe, Star Wars, Harry Potter und Marvel. Die bleiben recht nah an der Film-Version, bauen aber immer so einen speziellen Humor rein, weswegen das die Spiele so toll macht.", erklärte ich begeistert.
An dem Funkeln, das sich in Makos Augen gebildet hatte, merkte ich, dass ich ihn überzeugt hatte.
„Hört sich lustig an. Ich glaube, das wäre etwas.", sagte er dann auch.
Kurz darauf kam unsere Bestellung. Meine Pizza sah sehr lecker aus. Aber auch gegen die Ramen meines Freundes hätte ich nichts.
„Itadakimasu!"
Gut gelaunt biss ich in ein Pizzastück. Genüsslich kaute ich. Das war sehr lecker!
Ich spürte Makos Blick auf mir und sah hoch. Er lächelte mich strahlend an.
„Schmeckts?". Ich nickte und lächelte zurück. „Ja, sehr gut. Kein Wunder, dass dir das Bistro so gut gefällt."
Wir setzten unsere Mahlzeit fort. Beim Essen dachte ich nach.
Mako hatte ich mich auf jeden Fall in seinen Bann gezogen. Irgendwie musste ich es schaffen, am Wochenende mit ihm darüber zu reden.
Ich wollte nicht mehr ohne den Kleineren leben.
Hoffentlich empfand er auch so. Wenn ich ehrlich war, hatte ich riesige Angst vor einer Abweisung und dass daraufhin unsere Freundschaft zerstört werden würde.
Aber vielleicht, ganz vielleicht würden wir zusammen kommen...
Harus Sicht
Ungeduldig wartete ich darauf, dass Rin ankommen würde. Ausnahmsweise saß ich nicht in der Badewanne, sondern im Wohnzimmer auf der Couch vor meinem Fernseher.
Ich hatte mir gedacht, wir könnten zusammen einen Film sehen. Kuscheln wäre natürlich auch schön.
Genau in dem Moment klingelte es und ich zuckte zusammen.
Schnell sah ich mich noch im Raum um, ob auch ja nichts herum lag. Dann atmete ich tief ein und ging zur Haustür.
Ich öffnete und lächelte meinen Freund an, der wie erwartet davor stand.
Er lächelte zurück, trat ein und umarmte mich dann. Ich schloss die Augen und erwiderte seine Umarmung.
Obwohl wir uns erst am Tag davor gesehen hatten, merkte ich, dass ich ihn vermisst hatte.
Wir liefen zusammen ins Wohnzimmer und ich deutete ihm auf dem Sofa Platz zu nehmen.
Ich ging mal wieder in die Küche, um etwas zu trinken zu holen.
Als ich zurück kam, stand Rin gerade vor meiner DVD-Sammlung und betrachtete diese.
Ich stellte das Tablett mit Gerstentee und zwei Gläsern auf dem Tisch ab. Anschließend gesellte ich mich zu ihm.
„Hast du dir schon einen Film ausgesucht?", fragte ich ihn.
Er sah mich an. „Nein noch nicht.", ich nickte. „Soll ich dir etwas empfehlen?"
Rin überlegte. „ Das wäre wohl am besten."
Grübelnd betrachtete ich meine Sammlung. Was sollten wir uns ansehen?
„Wie wäre es mit ´Oceans Eleven`?", schlug ich vor.
Rin nickte und ich nahm den Film aus dem Regal. Er machte es sich schon mal auf der Couch bequem.
Als ich den Film eingelegt hatte, setzte ich mich zu ihm. Ich startete den Film.
Dann stand ich noch einmal auf, um eine Tüte Chips zu holen.
Schließlich sahen wir uns den Film an.
Irgendwann während dem Film kuschelte sich mein Freund an mich und ich legte lächelnd den Arm um ihn.
Zufrieden sahen wir uns den Rest an. Ich genoss die Stille und die Zeit mit ihm.
Nach den anderen beiden Ocean Teilen beschlossen wir ins Bett zu gehen. Rin verbrachte selbstverständlich die Nacht bei mir.
Wir waren ziemlich müde, daher kuschelten wir nur ein bisschen. Aber einige Küsse wurden auch ausgetauscht. Sehr bald waren wir eingeschlafen.
So. Das war schon Kapitel 4. Bitte …ihr wisst schon. :-)
Sorry, dass ich grade SouMako den Vorzug gebe. Sie müssen ja erst einmal zusammen kommen. Natürlich werden Haru und Rin nicht vergessen.
