Fade to black
Weil ich in den nächsten Wochen keine Zeit, dafür in den letzten Nächten einen verdammt kreativen Lauf hatte, habe ich mich entschlossen bis zum 9.ten Kapitel zu Updaten.
Vielleicht krieg ich ja dann mehr Reviews
Aber der eigentliche Grund ist, das ich vieeel schneller vorankomme als ich dachte. Außerdem bin ich fast einen Monat lang Arbeiten und wollte allen Potentiellen Lesern erst mal genug Stoff geben.
Stupor-mg: Danke für deine Review! In meiner Story lasse ich nichts auf sich beruhen. Ich bin ein logischer Mensch und muss einfach alles erklären. (Ich hoff nur, das ich nicht zu ausführlich werde;) ) Daher werde ich auf alles eingehen. Das kann aber auch heißen das ich n' paar Chaps später drauf eingehe.
Ich danke allen die diese Geschichte lesen
Und nun viel Spass mit den neuen Chaps!
3. Transformationen
Hermine
seufzte als sie endlich Zuhause war.
Ihr Vater
lächelte selig, als er ihren Koffer nach oben in ihr Zimmer trug
und ihre Mutter begab sich sofort in die Küche um ihrer Tochter
ein leckeres Abendessen zu zubereiten.
Hermine ließ sich im Wohnzimmer in ihren Lieblingssessel sinken und entspannte sich erst mal.
Es war ein aufregendes Jahr gewesen. Zwar musste sie sich immer noch auf Anweisung von Madame Pomfrey schonen, doch das war wirklich nicht so schlimm.
Sie war immer noch traurig wegen Sirius. Uns sie machte sich solche Sorgen um Harry.
Zwar hatte er ihnen ganz überzeugend den Fröhlichen vorgespielt, doch sie durchschaute ihn mit Leichtigkeit.
Und es ging ihm nicht gut. Irgendetwas außer Sirius schien ihn zu belasten, das wusste sie. Und sie wusste auch, das weder sie noch Ron es aus ihm Rausquetschen konnten, den wenn er eines war, dann stur wie ein Esel.
Schon Komisch. Sie hatte sich so an diese beiden Jungs gewöhnt, obwohl sie beide am Anfang nicht mochte. Und nun war sie teil einer Freundschaft die sie nie für möglich gehalten hätte. Denn vor Hogwarts wollte niemand etwas mit ihr zu tun haben.
Hermine Granger, der Besserwisserische Bücherwurm. So hatte man sie genannt.
Und was hatte ihr diese Einsamkeit gebracht? Sie suchte mehr und mehr Zuflucht in ihren Büchern.
Dann war sie nach Hogwarts gekommen und bis Harry und Ron sie vor dem Troll gerettet hatten, war es genauso verlaufen wie früher. Sie war einsam gewesen. Und verlassen, nur mit ihren Büchern.
Doch nun, wo sie mit Harry und Ron so eng verbunden war, wollte und konnte sie nicht mehr alleine bleiben. Und es schmerzte sie einen ihrer Freunde so dermaßen leiden zu sehen. Und ausgerechnet Harry. Was sollte er noch alles ertragen müssen?
Hermine
wusste einfach das er viel Größere Lasten mit sich
herumtrug als selbst sie selbst oder Ron ahnten.
Harry würde
es nicht mit ihnen teilen, und es fiel Hermine sehr schwer dies zu
akzeptieren.
„Hermine Schatz, das essen ist fertig."
Die Stimme ihrer Mutter hatte Hermine aus ihren trüben Gedanken gerissen.
„Oh ja, ich komme schon.", erwiderte die Junge Frau.
Sie erhob sich und setzte sich zu ihren Eltern an den Tisch.
Ihre Mutter schenkte ihr ein warmes lächeln und sagte zum wiederholten mal: „Aus dir ist eine sehr schöne Frau geworden. Aber was bedrückt dich?"
Hermine sah überrascht auf.
„Nun schau mich nicht so an. Immerhin bist du meine Tochter. Was wäre ich für eine Mutter wenn ich das nicht sehen würde?"
Hermine sah zu ihrem Vater, der sanft lächelte und sagte: „Sieh mich nicht an. Ich halt mich da raus."
„Hast du vielleicht Liebeskummer?", bohrte ihre Mutter weiter.
Hermine schnaubte unwillig.
„Nein. Liebeskummer habe ich sicher nicht.", erwiderte sie bestimmt.
„Was dann?", fragte ihre Mutter sanft.
„Es geht um Harry..."
„Also doch Liebeskummer.", unterbrach ihre Mutter sie mit einem schelmischen Grinsen.
„Nein!", erwiderte Hermine genervt.
Sie atmete einmal tief durch und wurde dann sehr ernst.
Ihre Mutter schien es zu erkennen, den auch sie wurde ernst, ebenso wie ihr Vater.
„Es wird
Krieg geben.", sagte Hermine.
„Es gab
schon Opfer. Harrys Pate wurde vor einigen Wochen im Kampf getötet."
Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe.
„Krieg? Was den für ein Krieg?", fragte ihr Vater Perplex.
Hermine
hatte lange darüber nachgedacht ob sie ihre Eltern einweihen
sollte. Und sie hatte sich entschieden.
Ihre
Eltern hatten sie schließlich immer unterstützt, und es
fühlte sich einfach falsch an solche Geschichten zu
verschweigen.
Also klärte sie ihre entsetzten Eltern auf. Über Voldemort, Muggel Hasser, Todesser und dieser Wahnwitzigen Idee vom Reinen Blut.
Und ohne etwas zu beschönigen erklärte sie was im letzten Schuljahr alles geschehen war.
„Und nun, wo alle wissen das V-Voldemort wieder da ist, wird es Krieg geben. Und ich stehe mitten drin weil ich Muggelgeboren bin."
Ihre Eltern schwiegen, immer noch zu entsetzt von dem eben gehörten um etwas dazu zu sagen.
Ihre Mutter war die erste die sich wieder fing.
„Es gibt also Menschen die dich töten wollen?"
Hermine nickte stumm.
„Und Harry bekämpft sie schon sein ganzes Leben lang?", fragte ihr Vater.
Wieder nickte sie.
„Das ist hart. Wie steht er das den durch?", fragte ihr Vater weiter.
„Ich glaube gar nicht. Ich glaube das er kurz davor steht unter diesem Druck zusammenzubrechen. Und ich kann nichts für ihn tun, das ist ja gerade das Frustrierende. Er ist so stur. Immer glaubt er alleine mit allem fertig werden zu müssen."
„Bei allem was ich über Harrys Leben weiß, ist das auch kein Wunder. In den ersten zehn Jahren seines Lebens hat er nicht gerade viel Unterstützung erhalten. Er ist es gewohnt alles alleine zu tragen."
Hermine schwieg.
Ja, das war er. Er war es gewohnt, aber das hätte nicht so sein dürfen.
„Wie auch immer.", seufzte Hermine. „Im Augenblick kann ich nichts für ihn tun. Ich bin müde. Gute Nacht."
Sie wandte sich nach oben um sich in ihr Bett zu begeben. Wenn sie sich einmal umgedreht hätte, hätte sie gesehen wie ihre Eltern ihr Traurig hinter her sahen...
Hermine hatte sich geduscht und war in ihren Lieblingspyjama geschlüpft. Sie legte sich hin, stellte jedoch nach kurzer Zeit fest, das sie nicht wirklich schlafen konnte.
Sie seufzte Resigniert und griff sich eines ihrer Bücher.
Bei Arithmantik konnte sie sich richtig entspannen. Es klang vielleicht komisch, aber es wirkte sehr beruhigend auf sie, wenn ihr Verstand beschäftigt war.
Es war ja nicht so, dass sie am liebsten nur lernen wollte, doch ihr Gehirn dürstete nach Aktivität.
Tatsächlich bemerkte sie wie ihre Lieder schwer wurden und sie langsam in den Schlaf glitt...
Durch ihren Schulrhythmus wachte Hermine sehr früh auf. Schließlich war sie immer die erste, die in den Gemeinschaftsraum kam.
Sie begab sich in die Küche und begann Frühstück zu machen.
Wenig später kam ihre Mutter in einem weißen Morgenmantel herunter.
„Liebes, das musst du doch nicht machen.", tadelte sie ihre Tochter.
„Tut mir leid Mum, aber nachdem ich das ganze Jahr über bedient wurde, fühle ich mich genötigt mir das Frühstück einmal selbst zu zubereiten."
Wenig später saßen die beiden auch schon am Tisch.
Ihr Vater stand immer ein wenig später auf als die Frauen. Er mochte es noch ein wenig im Bett zu liegen und den neuen Tag gemächlich anzugehen, während die weibliche Seite der Familie immer schon sehr aktiv war (oder auch hektisch, wie man's nimmt).
Ihre Mutter wuselte nach kurzer Zeit in den Flur um die Post zu holen.
„Hermine Liebes, hier ist ein Brief für dich.", sagte ihre Mutter und reichte ihr einen gewöhnlich wirkenden weißen Umschlag.
Interessiert betrachtete sie den Absender.
„Zentrales Regulatorenbüro. Internationale Vereinigung der Zauberer, Wien", murmelte Hermine verwirrt.
Ihre Neugier überschlug sich fast, als sie den Brief öffnete und durchlas.
Internationale Vereinigung der Zauberer, Zweigstelle Wien, Österreich
Zentrales Regulatorenbüro: Direktor Jos van Dijk, Niederlande
Sehr geehrte Miss Granger,
wie ihnen sicher aus der aktuellen Presse wie auch aus Persönlicher Erfahrung bekannt ist, Ist seid mehr als einem Jahr eine Verstärkte Aktivität der Terroristischen Gruppe 1013, auch bekannt als Todesserkult, zu verzeichnen.
Der Oberste Rat der IVZ sieht diese Entwicklung mit Sorge auf ihre Sicherheit, da Sie, wie ihnen selbst bekannt sein dürfte, ein Primärziel dieser Organisation darstellen.
Aufgrund dieser Entwicklung wurde entschieden dass ihnen eine Ausbildung in Offensiven Verteidigungsmaßnahmen durch einige unserer Offiziere zugute kommen soll.
Wir möchten sie bitten diese Maßnahme gegenüber dritten Geheim zu halten, sowohl zu ihrer eigenen Sicherheit, wie auch der möglicher Mitwisser.
Noch an diesem Tag werden sie von einem Verbindungsmann des Phönixordens zum Ort der Ausbildung gebracht.
Wir bitten sie ihre Schulsachen bereitzuhalten und sich diesen Tag Zuhause aufzuhalten.
Aufgrund ihrer besonderen Umstände wird der Beschluss zur Vernunftgemäßen Einschränkung der Zauberei Minderjähriger ab Morgen bei ihnen außer Kraft gesetzt
Mit Freundlichen Grüßen
Lt. Camilla Fuentes, Rekrutierungsstelle.
Hermine Klappte augenblicklich der Kiefer herunter.
Na gut, sie hatte erwartet, das irgendetwas für ihre Sicherheit unternommen würde. Aber so etwas und das auch noch so schnell, damit hatte sie wirklich nicht gerechnet. Sie würde also schon heute wieder Abreisen.
Hermine wusste genau das es ihren Eltern nicht gefallen würde.
Aber sie würden es verstehen nach all dem was Hermine gestern erklärt hatte. Sie mussten es verstehen! Und wenn Hermine ehrlich wahr, dann freute sie sich in gewisser Weise darauf. Besonders nach diesem nutzlosen Jahr bei Umbridge, diese Paranoide, machtgeile Sabberhexe.
„Ist etwas nicht in Ordnung? Schlechte Nachrichten?", fragte ihr Vater der sich gerade an den Tisch gesetzt hatte, während ihre Mutter die Schinken gebraten hatte aufhorchte.
„Wie man's nimmt, aber lies selbst.", erwiderte Hermine und reichte ihrem Vater den Brief.
Er nahm ihn an, setzte seine Brille auf und begann zu lesen, während ihre Mutter über seine Schulter lugte und so mitlas.
Als sie fertig gelesen hatten, waren ihre Mienen unergründlich.
„Ich kann nicht sagen das ich begeistert bin.", sagte ihr Vater, während ihre Mutter langsam nickte. „Aber ich denke wir verstehen die Notwendigkeit, auch wenn wir dich gerne länger hier gehabt hätten.", fuhr er fort.
„Es geht wirklich schnell.", stellte ihre Mutter mit belegter Stimme fest.
Hermine nickte. „Ich würde wirklich lieber länger bleiben, aber ich muss ehrlich zugeben das ich diese Möglichkeit faszinierend finde."
„Meine Tochter. Wie immer so wissbegierig.", sagte ihre Mutter mit feuchten Augen.
Hermine schenkte ihr ein Lächeln.
„Es wird schon gut gehen Mum."
„Das hoffe ich.", erwiderte ihre Mutter.
Hermine konnte sich die Zeit mit einem Buch vertreiben.
Ihre Sachen hatte sie ja noch nicht mal ausgepackt, so musste sie also nichts tun außer warten.
Sie Hatte sich auf ihrem Sessel im Wohnzimmer eingerollt und las ein Buch über die Geschichte der IVZ.
Dieses Regulatorenbüro hatte ihr Interesse geweckt. Aber außer der Information das Regulatoren die Gesetzeshüter der IVZ waren konnte sie nichts finden. Keine Konkreten Hinweise oder Beschreibungen. Nur eine kleine Notiz das sie auch im zweiten Weltkrieg gegen Grindelwald eingesetzt worden seien.
Hermine gab die Hoffnung nicht auf und versuchte mehr Informationen zu finden. Aber es war frustrierend.
Nachdem sie einige Stunden lang gelesen hatte, klingelte es auch schon an der Haustür.
Ihre Mutter öffnete und ließ ihren Gast herein, während Hermine sich träge erhob um zu sehen wer sie Abholte.
Kaum hatte sie die Diele betreten als sie auch schon von Tonks begrüßt wurde.
Sie hatte heute Knallpinke und kurze Haare und trug einen schönen Knielangen Rock und ein T-Shirt der Schicksalsschwestern.
„Hallo Hermine.", sagte Sie strahlend und schüttelte kurz den Kopf worauf ihre Haare bis zur Schulter wuchsen und einen grünen Ton annahmen.
Hermines Mutter erschrak und murmelte begeistert: „Fantastisch."
Hermine lächelte ihrer Mutter zu und sagte freudig: „Hallo Tonks. Wie geht es dir? Du siehst gut aus."
„Nur weil ich es möchte.", erwiderte die junge Aurorin grinsend.
„Möchten sie einen Tee, Miss Tonks?", fragte Hermines Mutter freundlich.
„Danke gerne. Aber bitte lassen sie das Miss weg. Einfach nur Tonks, das ist mir angenehmer."
Sie setzten sich in die Küche.
Hermine die sich im letzten Sommer bereits mit Tonks angefreundet hatte begann mit ein wenig Smalltalk, aber wie sich herausstellte, wusste sie auch nicht viel von dem was sie erwartete. Tonks hatte lediglich den Auftrag sie per Portschlüssel abzuholen.
Sie tranken noch ein wenig Tee, während Tonks Hermines Mutter über ihre Fähigkeiten als Metamorpmagus aufklärte und sogar einige Vorführungen gab, welche Mrs. Granger begeistert verfolgte.
Anschließend ließ Tonks Hermines Koffer herunterschweben und es wurde Zeit zum Abschied.
„Pass auf dich auf meine kleine.", sagte ihre Mutter als sie Hermine in den Arm nam.
„Das werde ich Mum. Gib Dad bitte einen Kuss von mir."
Tonks nahm Hermines Koffer und holte eine Alte Zeitung Hervor.
„Also gut Hermine. Auf drei. Eins...zwei...drei..."
Hermine berührte den Portschlüssel und ihre Mutter schrie erschrocken auf, als ihre Tochter und ihre Besucherin plötzlich im Nichts verschwanden.
Hermine spürte das Reißen am Bauchnabel. Es war genau wie damals, als sie das erste und bis jetzt, einzige mal, einen Portschlüssel benutzt hatte. In ihrem vierten Jahr zur Quidditchmeisterschaft.
Endlos lang, so kam es ihr vor, wurde sie durch die Farbwirbel gezogen, ehe ganz unerwartet das Ende ihrer Reise kam.
Überrascht von dem Plötzlichen Aufprall, fiel Hermine hin, aber auch Tonks stolperte, ungeschickt wie sie nun mal war, über ihre eigenen Füße und fiel neben Hermine auf den Boden.
„Herjee, ich bin so ein Trampel.", jammerte Tonks.
Hermine und die Junge Aurorin rappelten sich auf und klopften sich den staub von den Kleidern.
Sie sahen sich um und erkannten eine schöne Ruhige Straße, die offenbar von Zauberern bewohnt wurde.
Hermine war sich ziemlich sicher das sie nicht mehr in Großbritannien waren. Die Bauart der Häuser war ein Anzeichen. Auch das die Zauberer die hier herumliefen normale Muggelkleidung trugen. Einzig an den Umhängen konnte man sie als Zauberer erkennen.
Außerdem hatten die Häuser einen Baustil, den sie nicht einzuordnen vermochte.
Und in einem Vorgarten eines eben solchen Hauses waren sie Gelandet.
Hermine
erkannte ein großes Motorrad, das mit Zeichnungen von Drachen
verziert worden war.
Das Wetter
war strahlend schön. Einzig und allein einige kaum Wahrnehmbare
Wölkchen schwebten am Himmel.
„Wo sind wir?", fragte Hermine an Tonks gewandt.
„Ähm, irgendwo in Süddeutschland. Regensburg glaube ich. Im Magischen Viertel."
Deutschland? Das war überraschend. Hermine hatte davon gelesen, war aber bisher nur in Frankreich gewesen.
„Wir sollten Reingehen, deine Gastgeber warten sicher schon auf dich.", meinte Tonks und brachte Hermines Koffer zum schweben.
Sie liefen auf das Haus zu. Die Tür öffnete sich von selbst als sie
nahe genug herangetreten waren.
Sie
betraten die lange Diele.
Rechts
führte eine geschwungene Treppe aus edlem Holz in die oberen
Stockwerke.
Eine
Marmortreppe führte in den Keller.
Hermine
wandte ihren Blick nach vorne, auf eine Schlichte weiße Tür.
Die Linke
Seite der Diele wurde von einer Garderobe beansprucht, an der einige
Umhänge und auch eine schwarze Lederjacke hingen.
Tonks stellte Hermines Koffer ab, als ein lautes Plop Geräusch die beiden Frauen zusammenzucken ließ.
Vor ihnen stand eine Junge Hauselfe die, wie Hermine entzückt feststellte, einen schönen Rock mit passender Bluse trug.
„Darf Celina den Jungen Misses Behilflich sein?", fragte das kleine Wesen freundlich und in Perfektem Englisch.
„Du könntest den Koffer von Hermine in ihr Zimmer bringen.", erwiderte Tonks mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht.
„Sehr gerne.", sagte die Elfe und brachte mit einem schnippen ihres Fingers den Koffer zum schweben. Und mit einem weiteren lautem Plop war die Elfe verschwunden.
„Die Elfen hier sind frei?", fragte Hermine begeistert.
„Die meisten schon, aber jetzt komm. Wir schauen mal ob wir sie finden."
Tonks öffnete die Tür. Sie führte in ein sehr Geräumigen Salon, mit einem Tisch an dem gut und gerne fünfzehn Personen Platz finden konnten.
Rechts führte eine Große Doppeltür in einen anderen Raum, den Hermine nicht sehen konnte. Geradeaus führte ein offenes Portal in einen Großzügigen Wintergarten, während sich links eine weitere Schlichte Tür befand, aus der Stimmen zu ihnen drangen.
Tonks
Klopfte einmal und öffnete die Tür ohne auf eine Antwort zu
warten.
Hermine
folgte und betrat eine Perfekt eingerichtete und äußerst
Großzügige Muggelküche.
Einzig der
Kamin in der Ecke zeugte davon, das dieses Haus einem Zauberer
gehörte.
An einem Großen Tisch saßen zwei Personen, die Hermine Aufmerksam musterten.
„Professor Lupin?", entfuhr es Hermine.
Der Mann und die Frau brachen in Gelächter aus.
Nein, dachte Hermine. Das war mit Sicherheit jemand anders, auch wenn die Ähnlichkeit verblüffend war. Fast wie Brüder.
Dieser Mann hatte wie Remus Kastanienbraunes Haar und die gleichen Gesichtszüge. Geradezu Unheimlich gleich wie sie feststellte. Doch seine Haare waren nicht von grauen Strähnen durchzogen wie es bei Lupin der Fall war. Außerdem war dieser Mann viel Jünger und Muskulöser. Und diese stechenden grünen Augen erinnerten sie stark an Harry.
Er trug eine zerfetzte Blue Jeans und ein schwarzes Tank Top mit einer Zeichnung von einem Drachen der gegen einen Ritter Kämpfte. Darüber der Schriftzug Blind Guardian.
Neben ihm saß eine Junge Frau im gleichen Alter. Sie hatte feine Gesichtszüge und schöne Haselnussbraune Augen. Ihr seidiges schwarzes Haar war bis zur Schulter geschnitten und auf ihrem Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab.
Der Junge Mann hörte auf zu Lachen und schüttelte amüsiert den Kopf.
„Nein, tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, aber mein Name ist Jarod Sommer.", erwiderte er mit einer ruhigen Stimme, die sie ebenfalls an Remus erinnerte, jedoch einen sehr leichten Akzent aufwies.
„Und mein Name ist Amy Fischer. Es freut mich dich kennen zu lernen Hermine. Wir haben schon viel von dir gehört.", sagte die Junge Frau mit einer wirklich schönen und sanften Stimme in Perfektem, Akzentfreiem Englisch.
„Ey, Nymphadora! Neue Haarfarbe? Mal wieder?", fragte Jarod amüsiert.
„Nenn mich nicht so. Ich hasse das!", knurrte Tonks gereizt und setzte sich an den Tisch, wobei sie ihr gegenüber Finster anstierte.
„Gerade deswegen macht es so einen Spaß!", erwiderte der Junge Mann belustigt.
„Ja, ja, was sich liebt...", warf Amy wissend ein.
Sie erntete empörte Blicke von den beiden und Hermine musste kichern.
„Komm Herm, setz dich.", forderte Tonks sie auf.
Hermine setzte sich und nur einen Augenblick später erschien Celine.
„Haben die Herrschaften einen Wunsch?", fragte sie mit einem Lächeln.
Jarod und Amy nahmen einen Kaffee, während Hermine und Tonks sich für einen Tee entschieden.
Die Hauselfe begann sofort in der Küche herum zu wuseln, während Tonks eine Unterhaltung mit ihren Gastgebern anfing.
Hermine stellte fest, das sie sich schon länger zu kennen schienen.
„Also, jetzt klärt mich doch mal bitte auf. Herm ist gerade erst aus der Schule zurück, warum sollte ich sie jetzt hier her bringen?", fragte Tonks Neugierig.
„Anweisung von Albus. Er hat entschieden das sie lernen sollen sich richtig zu Verteidigen.", erklärte Jarod.
„Was ist geplant?", fragte die Junge Aurorin.
Amy schenkte ihr ein Lächeln und meinte: „Das besprechen wir lieber gleich, wenn Alastor hier ist."
„Mad Eye? Was will der den hier?", fragte Tonks überrascht.
„Bringt einen weiteren Patienten für uns.", erwiderte Jarod grinsend.
Kaum das er den Mund geschlossen hatte, ertönte auch schon das unmissverständliche Geräusch von Holz auf dem Steinboden, was allen anwesenden verriet, das Mad Eye Moody eingetroffen war.
„Beeil dich n' bisschen. Es sind schon alle da.", knurrte er seinen Begleiter an.
Schon ging die Tür auf und Mad Eye schlürfte herein, gefolgt von Ron Weasley, der sich nervös umsah und überrascht die Hand zum Gruß erhob als er Hermine erkannte.
Genau wie sie stockte er als er Jarod erblickte und fragte Perplex: „Professor Lupin?"
„Nein.", knurrte Mad Eye ungehalten. „Der Bursche der Aussieht wie Remus ist Jarod Sommer, ein Regulator der IVZ. Und ein verdammt guter wie ich hinzufügen möchte, auch wenn er aussieht als hätte man ihn aus der Gosse gezogen.. Die Junge Dame neben ihm ist Amy Fischer, eine Anwältin aus der Abteilung für Muggel Verbindungen. Leute, das hier ist Ronald Weasley."
Ron reichte jedem die Hand.
Jarod grinste Moody an und fragte schelmisch: „Warum so gut gelaunt Alastor?"
Der alte Auror schnaubte.
„Ich musste fast eine Stunde mit Molly diskutieren ehe sie ihn gehen ließ. Hat mich fast in den Wahnsinn getrieben."
Hermine und Tonks grinsten wissend, während Ron die Augen verdrehte und Moody extrem genervt aussah. Dann setzten sie sich zu den anderen an den Tisch. Celine servierte Tee und Kaffee, während Moody in seinem Umhang kramte und seinen Flachmann hervorzog, aus dem er sich einen kräftigen Schluck genehmigte, ehe er ihn wieder verschwinden ließ und sich an Jarod wandte.
„Also, erklär mal warum ich Transport Unternehmen spielen musste. Ich kann es mir zwar schon denken, aber ich würde es trotzdem gerne hören."
Der Junge Regulator grinste und erwiderte: „Beide werden Ausgebildet. Das volle Programm."
Mad Eye nickte bedächtig, während Tonks sich nicht mehr ein bekam.
„Das volle Regulatoren Ausbildungsprogramm? Sie sind doch noch nicht mal Volljährig! Wie sollen sie das den schaffen?", fragte sie entsetzt.
„Erstens war ich auch sechzehn als ich ein Regulator wurde...", setze Jarod an, doch er wurde von Mad Eye unterbrochen: „Und zweitens, wenn es jemand schaffen kann, dann die beiden. Du weißt selbst was sie können. Und wenn Albus der Meinung ist das sie es schaffen, dann schaffen sie es auch.", knurrte er.
„Korrekt.", bestätigte Jarod.
„Entschuldigung.", murmelte Ron ungehalten. „Aber wäre irgendjemand mal so Freundlich uns das alles zu übersetzen. Ich würde sehr gerne Wissen warum wir hier sind. Und bitte eine genauere Erklärung als ‚Einweisung in Offensive Verteidigungsmaßnahmen'."
Jarod grinste, während Mad Eye wieder nach seinem Flachmann kramte.
„Ihr beide werdet lernen zu Kämpfen, so einfach ist das. Mir wurde einiges erzählt von euren Eskapaden in der Mysteriumsabteilung in London vor ein paar Wochen. Und nun ist Albus der Meinung, das ihr lernen solltet aus solchen Situationen möglichst unbeschadet herauszukommen."
Hermine hob die Augenbrauen.
„Warum dann solch ein Aufstand?", fragte sie verwundert. „Warum lernen wir das nicht von Lupin am Grimauldsplace?"
Mad Eye schnaubte und sein Magisches Auge wirbelte umher.
„Ich bin zwar nicht vollständig eingeweiht, aber ich kann mir sehr gut denken was Albus damit bezweckt.", knurrte er. „Wenn ihr von Regulatoren Ausgebildet werdet, könntet ihr sogar den meisten Auroren das Wasser reichen. Vielleicht sogar gegen die Mächtigeren Todesser bestehen."
„Aber was sind Regulatoren eigentlich?", fragte Hermine. „Ich habe Recherchiert und so gut wie gar nichts gefunden."
Jarod grinste und erwiderte: „Regulatoren sind die Strafverfolger der IVZ. Du kennst Interpol bei den Muggeln?"
Hermine nickte, während Ron verwirrt aussah.
„Genau so sind die Regulatoren. Eine Internationale Polizeitruppe mit Großen Befugnissen. Alle Handverlesen aus den besten der besten. Zum Größten Teil Rekrutieren wir unsere Leute aus erfahrenen Auroren. Aber auch sehr begabte Zauberer finden ihren Weg sofort zu uns. Zum Beispiel James Potter, Sirius Black und auch Remus Lupin. Die kennt ihr doch oder? Aber auch Albus Dumbledore Persönlich hat in Jungen Jahren für das Regulatorenbüro gearbeitet."
Darauf hin schwiegen Ron und Hermine.
„Wir werden aus euch gute Kämpfer machen. Ihr habt eine Rolle im Kommenden Krieg zu spielen. Und wir werden dafür sorgen das ihr es überlebt.", erklärte Amy.
„Oh Mann, da wird man ja richtig neidisch.", sagte Tonks.
„Sei das lieber nicht Dora. Wir müssen einen acht Monats Kurs auf sechs Wochen reduzieren. Das bedeutet für euch zwei harte Arbeit. Und wenn ich das so sage, dann meine ich das auch. Wenn ihr zwei es nicht wollt, ist es jetzt die letzte Möglichkeit nach Hause zu gehen. Wenn wir einmal angefangen haben, gibt es kein zurück mehr. Überlegt es euch gründlich.", sagte Jarod ernst.
Hermine wollte gerade darüber Nachdenken, als ihr etwas einfiel.
„Was ist den mit Harry? Warum ist er nicht hier?"
Amy nickte und erklärte: „Harry wird von meinem Mann alleine Ausgebildet. Bei ihm gibt es nun mal einige Faktoren die man berücksichtigen muss. Wie zum Beispiel das Parseln oder seine Verbindung zum dunklen Lord."
Hermine Verstand, und auch Ron schien es zu begreifen. Auch wenn man das wieder unter Potter Bevorzugung abtun konnte. Doch auch er hatte sich seit dem Zwischenfall in London verändert. Er war erwachsener geworden.
Hermine konnte immer noch einige Narben erkennen, die Gedankententakeln auf seinen Armen hinterlassen hatten. Sie würden wohl nie wieder verschwinden.
Narben die sie erinnern würden, an Sirius, an ihr Versagen. Ihre Blauäugigkeit.
Hermine und Ron nickten. Sie wollten es wissen. Sie wollten vorbereitet sein.
„Wir machen es.", sagte Hermine
„Na denn, wir müssen zurück nach London. Beweg dich Tonks.", knurrte Moody und erhob sich.
„Viel Glück", sagte sie noch zu Ron und Hermine, ehe sie dem alten Auror, aus der Tür folgte.
„Dann zeigen wir euch erst einmal das Haus.", sagte Amy und führte sie herum.
„Ich werde hier bleiben und alle Vorbereitungen treffen.", sagte Jarod und lies sich eine weitere Tasse mit Kaffee bringen.
Amy führte die beiden direkt in den Keller.
Sie Kamen in einen langen Flur, der durch irgendeinen Zauber taghell erleuchtet war.
Amy öffnete die erste Tür rechts von ihnen und zeigte den Fitnessraum.
Danach führte sie die beiden in die Trainingshalle und anschließend in die Fluchkammer.
Hermine war begeistert von den Fluchabsorbierenden Feldern und den Illusionen die man dort erzeugte.
„Wirklich genial.", jauchzte sie.
Dann wurden sie in den ersten Stock geführt, wo es zu Hermines Begeisterung eine Umfassende Bibliothek gab.
„Warum sind den die meisten Titel in Englisch?", fragte Ron verwundert.
„Weil der vormalige Besitzer dieses Hauses ein Amerikaner war. Jarod hat es erst vor vier oder fünf Jahren gekauft, als der Besitzer verstorben ist."
Nachdem Hermine Gelegenheit hatte sich kurz umzuschauen, wurden die beiden in ihre Zimmer geführt.
„Was zum Teufel ist das den?", fragte Ron verwirrt als er einen Fernseher, einen Computer und eine Stereoanlage entdeckte, die in seinem Zimmer standen.
Amy überließ es Hermine ihm das zu erklären. Mit dem Hinweis das sie bitte die Kleidung Anziehen sollten wenn sie soweit wären. Und dann sollten sie herunterkommen in die Küche.
Hermine versuchte noch einmal zu erklären wie ein Computer Funktionierte, gab dann auf und zog sich in ihr eigenes Zimmer zurück um sich umzuziehen.
Sie zog die Klamotten an und band sich ihre Haare zurück, um sie zu bändigen.
Sie betrachtete sich Kurz ihm Spiegel.
Diese Aufmachung stand ihr, auch wenn sie wirklich kein Fitnessfreak war.
Die weißen Turnschuhe passten wie angegossen. Die Schwarz-weiße Trainingshose fühlte sich gut an. Aber vor allem gefiel ihr das Bauchfreie schwarze Top teil welches auf dem Bett gelegen hatte.
Es betonte ihre Weiblichen Formen und passte ebenfalls wie angegossen.
Ron stockte überrascht als sie ihr Zimmer verließ und betrachtete sie ungläubig.
„Du...du siehst wirklich wunderbar aus.", meinte er ungeschickt.
Hermine schenkte ihm ein Lächeln und ging voraus.
Ron folgte ein wenig verdattert.
Hermine bemerkte, das es ihm sichtlich unangenehm war diese Kleidung zu tragen.
Erstens war er immer noch ein wenig schlaksig und zweitens konnte man so die Narben auf seinen Armen deutlich sehen.
Sie
betraten die Küche wo Jarod und auch Amy in genau der gleichen
Trainingskleidung saßen und sie angrinsten.
Vor ihnen
standen zwei Gläser mit einer Gelben Flüssigkeit die von
Roten Fäden durchzogen wurden.
„Ein Aufbautrank.", jauchzte Hermine begeistert.
Ron sah sie Verständnislos an, während Jarod und Amy die Brauen hochzogen.
„Du kennst ihn?", fragte Jarod grinsend.
„Selbstverständlich kennt sie ihn. Du weißt doch was Albus erzählt hat.", meinte Amy und wandte sich dann an Hermine. „Würdest du Ron dann bitte erklären was es damit auf sich hat?"
Die Junge Frau nickte und begann zu erklären: „Der Aufbau Trank ist ein sehr seltener, äußerst schwer Herzustellender Zaubertrank, der, weil eine der Hauptzutaten reines Mythrill ist, extrem teuer ist. Er bewirkt einen exponentiellen Muskelaufbau bei gleicher Beanspruchung und eine extrem schnelle Regeneration beanspruchter Muskeln. Er wird verwendet um Menschen Physisch aufzubauen und ihre Kondition zu verbessern. Der Trank wirkt nur einmal, in Form von zwei Einheiten die in einem Abstand von sieben Tagen eingenommen werden müssen. Er kann jedoch in extrem seltenen Fällen starke Nebenwirkungen zeigen, die, die Physis eines Menschen unwiderruflich verändern und sollte daher mit bedacht angewandt werden."
„Wow, wie aus dem Lehrbuch.", strahlte Amy begeistert.
Ron blickte Hermine verwirrt an.
„Und? Was heißt das jetzt übersetzt?"
Hermine rollte mit den Augen, während Jarod lachte.
„Das bedeutet wir machen Muskelpakete aus euch. Ups, aus Hermine natürlich nicht. Deshalb ist Amy hier. Um die Geschlechtsspezifischen Unterschiede auszugleichen."
„Aha, verstehe.", nickte Ron befriedigt.
„Aber aufgepasst. Das Zeug schmeckt Scheiße.", informierte Jarod sie.
„Jay, die Sprache.", tadelte Amy.
„Ich weiß, ich weiß.", erwiderte er mit einem schelmischen Grinsen. „Also Leute, Ex oder Arschloch!"
„Jay!"
Hermine musste schmunzeln und nahm sich ein Glas.
Ron verzog bereits jetzt das Gesicht. Wie auf ein Kommando das niemand hören konnte stürzten sie den Trank herunter.
Hermine verzog das Gesicht. Es war um ein vielfaches widerwärtiger als der Vielsafttrank den sie in ihrem zweiten Jahr eingenommen hatten.
Sofort spürten sie wie jeder Muskel einzuschlafen schien und dann wieder erwachte. Ron ließ seinen Blick schweifen, als könne er zum ersten mal richtig sehen. Und auch Hermine stellte fest, das sie alle Farben Kräftiger Wahrzunehmen schien.
„Aha, er wirkt.", bemerkte Jarod als er ihre Gesichter betrachtete.
„Faszinierend...", murmelte Hermine.
„Ja. Muss ein echter der Hammer sein oder? Na dann kommt mit.", sagte Jarod und zusammen begaben sie sich in den Keller.
Wie Harry viele Meilen weiter Nordwärts wurden auch sie in ihre Lektionen eingewiesen.
Nur mit einem Unterschied.
Hermine wurde von Amy betreut, während sich Jarod vollständig um Ron kümmerte. Sie beide hatten es offenbar Perfekt geplant, denn nie sollten die beiden am selben Gerät trainieren. Sie hatten Klemmbretter mit dabei, auf denen sie gelegentlich Notizen machten und Uhren mit denen sie die Zeit überprüften.
In der Mittagspause bemerkte Hermine das sie viel mehr Hunger hatte als sonst. Aber das war nichts gegen Ron. Er aas ja immer geradezu unanständig viel, aber jetzt schien er fast doppelt soviel zu sich zu nehmen.
Der Trank wirkt auch auf den Stoffwechsel.", erklärte Jarod als sie ihn Fragend ansah.
Nach dem Essen ging es in der Turnhalle weiter und nach einem Üppigen Abendbrot sollten sie mit der Okkulumentik beginnen.
Als sie die Fluchkammer betraten, bemerkte Hermine, das Amy nicht mit gekommen war.
„Warum ist Amy nicht hier?", fragte Hermine als sie in die Fluchkammer traten.
Jarod
lachte aus vollem Hals.
„Habt ihr es nicht bemerkt?", fragte er
immer noch lachend.
„Was denn?", fragten Ron und Hermine wie aus einem Mund.
„Amy ist eine Muggel. Oh Mann, eure Gesichter sind Albumsreif."
Ron und Hermine waren vollkommen perplex.
„Eine Muggel? Wie kann das denn sein? Sie arbeitet doch für Zauberer!", sagte Hermine verwirrt.
„Und? Um Anwalt zu sein braucht man keine Magie. Das geht auch so. Nun seid nicht so entsetzt.", meinte Jarod mit einem breiten Grinsen.
Ron und Hermine beruhigten sich und wurden dann in Okkulumentik unterwiesen.
Als sie wieder aus der Fluchkammer traten sagte Hermine: „Ron? Erinnere mich bitte daran mich bei Harry zu entschuldigen als ich ihn dazu drängte Okkulumentik zu lernen."
„Wenn ich bis dahin noch lebe gern.", murmelte Ron.
Jarod schickte sie sofort ins Bett mit dem Hinweis das es das beste wäre sofort zu schlafen.
Erleichtert ging jeder für sich in ihre Zimmer, die über eigene Badezimmer verfügten.
Hermine duschte ausgiebig und ging dann sofort ins Bett.
Am nächsten Morgen wurde sie sehr früh wach. Sie spürte den unbändigen Drang sich zu bewegen. Aktiv zu sein.
Sie erledigte ihre Morgentoilette, zog frische Trainingskleidung an und eilte in die Küche.
Jarod und Amy waren schon auf und Diskutierten über irgendetwas aus der Zeitung, in einer Sprache die Hermine nicht verstehen konnte.
Als sie das Frühstück fast beendet hatten fragte Amy: „Wo ist eigentlich Ron?"
„Vielleicht schläft er noch.", vermutete Hermine, doch Jarod schüttelte den Kopf.
„Unmöglich. Er wird bald die Wände hoch gehen. Das liegt am Trank. Ich schau mal nach."
Mit diesen Worten verschwand er aus der Küche.
Wenig später hörten sie einen überraschten Aufschrei. Amy schoss hoch und hastete aus der Küche, Hermine dicht hinter ihr.
„Was ist los?", keuchte sie.
„Keine Ahnung, aber wenn Jarod schreit ist das kein gutes Zeichen.", erwiderte die Schwarzhaarige und eilte die Treppe hoch.
Als sie die Tür erreichten hörten sie Jarods stimme, die sich so anhörte als könne er nur mit Mühe ein Lachen zurückhalten.
„Kein Problem Big Ronnie. Ich besorg schon was Passendes."
„DAS IST NICHT WITZIG!" schrie Ron erbost.
„Natürlich nicht, Ähm bleib am besten hier und nimm so lange das Laken."
Jarod öffnete die Tür einen Spalt breit, schlüpfte heraus und schloss sie, wobei er einen Zauber murmelte den Hermine nicht einordnen konnte. Dann wandte er sich ihnen zu.
„Ähm, Mädels. Ihr solltet da lieber nicht rein gehen.", sagte er, immer noch mit Mühe sein Lachen zurück haltend.
„Was ist den los?", fragte Hermine besorgt.
„Äh, ist nichts. Muss mal kurz los, mit Derek sprechen. Wartet bitte."
Und schon glitt er an ihnen Vorbei in ein anderes Zimmer und schloss die Tür.
Die Frauen sahen sich verwirrt an. Dann zuckte Amy mit den Schultern und lehnte sich an die Wand.
Hermine entspannte sich und nur wenige Minuten später kam Jarod wieder aus dem Zimmer. Er trug eine Große schwarze Tasche.
„Das ist doch eine von Dereks Einsatztaschen oder?", fragte Amy verwirrt.
„Jupp. Und jetzt entschuldigt mich."
Er glitt an ihnen vorbei und öffnete die Tür mit einem Schlenker seines Zauberstabs.
Dann betrat er das Zimmer.
Sie hörten Ron noch rufen: „Das wurde aber auch verdammt noch mal Zeit."
Jarod antwortete: „Reg dich ab. Hier hast du n' paar Klamotten. Aber ich denke wir werden Einkaufen müssen. Wir gehen gleich los."
„Ich habe aber kein Geld.", knurrte Ron.
„Mach dir deswegen keinen Kopf. Erstens haben wir ein Spesenkonto und zweitens ist es unsere Schuld. Keine Wiederrede."
Ron murmelte etwas unverständliches, dann ging die Tür wieder auf.
Jarod kam heraus und murmelte: „Bitte seid höflich."
Dann folgte Ron.
Hermine kreischte erschrocken auf als sie ihn sah. Er musste sich ducken um nicht mit dem Kopf an den Türrahmen zu knallen. Er war über nacht enorm gewachsen.
Amys Kiefer war nach unten geklappt.
„Tja, die Nebenwirkungen vom Aufbautrank.", sagte Jarod glucksend und erntete einen Finsteren Blick von Ron.
„Wo habt ihr die Klamotten her?", fragte Hermine als sie die Lederhose und das Metallica Shirt musterte das er trug. Sie passten nicht ganz. Waren sogar für ihn noch ein wenig zu Groß und viel zu weit.
„Die gehören meinen Mann wie ich Vermute.", erwiderte Amy.
„Ist er ein Halbriese? Oder hatte der Trank bei ihm auch diese Wirkung?", fragte Hermine amüsiert.
„Weder noch. Bei ihm ist es die Natur."
Hermine fragte nicht weiter.
„So.", sagte Jarod. „Ihr Mädels könnt ja schon mal Trainieren. Wir machen ne kleine Shopping Tour."
Mit diesem Worten ging er, gefolgt von einem Grantigen Ron, die Treppe herunter...
