Wortanzahl: 578 Wörter

Kapitel 3

"Ich lernte Sie kennen als ich 18 war und auf meinen Zug wartete. Sie war... so wunderschön. So perfekt... Ich wusste damals, dass wir zusammengehören."

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Als er diesen Job als Lehrer angenommen hatte, wurde ihm ebenso wie dem anderen Personal ein Wohnhaus zur Miete gestellt. Es war nicht sehr groß, doch endlich konnten er und Shannon länger als nur ein paar Tage zusammen sein. Dies war alles was ihnen wichtig war.

Seit einigen Monaten spielten sie immer wieder mit den Gedanken Kinder zu kriegen. Doch sie wollten kein Kind in die Welt setzen, wenn die Chance bestand das es gleich Halbwaise wurde. Darum kam die Position als Lehrer wie gerufen. Sie war perfekt!

Sie waren zusammen und würden eine richtige Familie gründen. Er konnte es kaum erwarten. Bald würde er einen kleinen Mädchen mit roten Haaren oder einem kleinen Jungen mit Shannons Augen in seinen Armen halten. Da war er sich sicher.

Dies war es was er sich wünschte seitdem er zum ersten Mal in die Augen seiner geliebten Frau gesehen hatte.

Er liebte sie über alles. Daran konnte niemand zweifeln. Sie war sein Leben und wenn er ab und an mit einer seiner Schülerinnen flirtete, hatte dies keinerlei Bedeutung. Das Mädchen wollte nichts. Sie wollte nur spielen und suchte den Respekt, den Kontakt einer Person die dies auch suchte und sie zu nichts drängte.

Es bedeutete nichts, dass er manchmal einfach den unwiderdringlichen Drang spürte ihre Haut zu berühren. Es war egal, dass er wissen wollte, ob ihre Haut so sanft war wie sie aussah. Es minderte seine Liebe zu Shannon nicht, weil er sich beim Training dazu zwingen musste seinen Blick nicht immer auf seiner Toni ruhen zu lassen.

Es änderte nichts an seinen Gefühlen und seiner Heirat nur, weil er diese Schülerin in Gedanken 'seine' Toni nannte. Etwas was sie nie sein wird und das er auch nie wollte. Den er war glücklich.

Dennoch konnte er nicht anders, als sich manchmal zu fragen... was wäre wenn? Doch dies waren Phasen zwischen Traum und Wachsein. Momente in denen sein Gehirn nicht das tat was es tun sollte. Zeiten wo ihn verrückte Ideen überfielen. Vorstellungen in denen er die Marines endgültig verließ, wo er Shannon verließ, wo er sein altes Leben zurück ließ und ein neues anfing... Sie befielen ihn in Momenten der Unachtsamkeit, doch sobald er wieder Herr seiner Sinne war... wurden sie verdrängt und ihm wurde klar, was sein Geist ihm da wirklich vorschlug.

Shannon verlassen? Seine wunderbare Shannon? Die, die ihn immer unterstützt hatte. Die, die bereit war eine Familie mit ihm zu gründen?

Egal was sein Geist manchmal zusammen gesponnen hatte im Traum. Jeder Moment des Wachseins zeigte ihm wie wunderbar die Realität war. Egal wie wunderbar auch seine Träume ihm erschienen.

Denn Träume konnte man ignorieren. Es waren eben nur Träume. Hirngespinste, die nicht immer wahr sein mussten oder die nicht immer etwas zu bedeuten hatten. Die Realität war einfach nur perfekt. Er hatte alles wovon er immer geträumt hatte. Seinen Traumberuf, eine wunderbare Ehefrau und bald auch ein kleines Kind, dass er lieben und umsorgen konnte.

Doch trotz allem musste er sich der Frage des Warum stellen.
Warum sah er immer wieder diese Bilder?
Warum war er so schwach?
Warum verriet er all dies woran er glaubte?
Und... warum ging er in das Klassenzimmer, wo er doch genau wusste, dass in diesem Toni weinend saß, und er es noch nie ertragen konnte, wenn Frauen weinten?

Ende Kapitel 3