Soooo, jetzt mal wieder nach der langen Zeit ein neues Kapitel. Ist ja lange her, aber hier ist es.

Danke für die lieben Reviews. Eine Auflösung gibt es leider noch nicht, wer der Vater ist, erstmal muss Hermine ja ein wenig damit kämpfen... Hermina, hoffentlich liest du das, und bist nicht abgesprungen... die anderen, Bitte am Ball bleiben... wir haben eine Tolle Geschichte vor uns!!!


Abscheu

Tag Miss Granger!"

Hallo Hermine!"

Hey, Miss Granger! Schönen Tag noch."

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Hermine ließ sich auf das gemütliche Sofa fallen. Das Heiler-Zimmer war wunderbar eingerichtet. Zum Ausruhen, Wohlfühlen und Kraft schöpfen.

Sie war noch die Einzige im Zimmer. Innerhalb der nächsten halben Stunde würden die anderen Heiler und Auszubildenden eintreffen.

Mit akribischer Sorgfalt strich Hermine ihren weißen Rock glatt.

Weiche Hände, die eben diesen Rock hochschoben. Sanfte Wellen der Erregung. Blondes Haar, rotes Haar. Im stetigen Wechsel.

Ihre Hände zitterten leicht, als sie die Pillen sortierte, Spritzen zurechtlegte und die Notfall-Zauberstäbe bereitlegte.

Oh ja, nimm mich!"

Schweiß lief ihr über den Rücken, und sie musste sich Luft zufächeln.

Hermine, was hast du da nur angerichtet.

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Nun, Miss Granger, was liegt heute an?"

Miss Granger, ich brauche sie dringend bei einem Notfall."

Haben sie Miss Granger gesehen? Ich weiß, dass sie den Spruch gegen Pilzwuchs am Körper kennt."

Wo ist Miss Granger? Ich brauche sie in der Fluch-Umkehr-Abteilung!"

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Hermine zwang sich nicht zu weinen. Hinter ihr trat eine weitere junge Frau ein. Sie waren keine Freundinnen. Nur Arbeitskollegen.

„Ach Hermine, schon so früh da?"

Der Sarkasmus war nicht zu überhören.

„Ja, Melanie. Du bist die zweite. Ist doch was."

Hermines Stimme zitterte. Sie musste sich wegdrehen. Nein, ganz raus.

Du warst so gut."

Auf dem Gang saßen dieselben Gestalten wie sonst auch. Mr. Bonningham, der eine verhexte Suppe gegessen hatte und unter den Nachwirkungen litt. Susan Wills, die unter einem undefinierbaren Haarwuchszauber litt (Hermine vermutete, sie zauberte ihn sich ständig selbst). Und der schrullige Peter, der seinen Zauberstab ständig verlor, weil er sich, wenn er ihn dann fand, Vergesslichkeit anhexte. Er erinnerte Hermine an Neville.

Hermine begann ihren Routinegang in Zimmer 111. Das Frauenzimmer. In dieses Zimmer wurden nur Frauen gesteckt, die von ihren Ehemännern verhext wurden.

Hermine schaute traurig auf die jüngste der fünf Insassinnen. Sie war erst 17, und schwanger.

Wie ich, dachte Hermine erschreckt.

Ich will dich aber hier nehmen. Hier und jetzt."

Ich lege einen Zauber über dich, wenn du mir nicht gehorchst."

„Guten Morgen, meine Damen!"

Fröhliches Begrüßen kommt ihr entgegen. Die Frauen freuen sich über die beschwingte Hermine.

Nachdem die Damen aus Zimmer 111 versorgt sind, geht Hermine den Gang hinunter, besucht immer erst rechts das Zimmer, dann das gegenüber. Untersucht, befragt, notiert.

Und fühlt sich an diesem Morgen so schrecklich unwohl bei ihrer ganz normalen Arbeit.

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Miss Granger, sie haben das mal wieder exzellent gelöst!"

Was würde ich nur ohne sie machen, Miss Granger?!"

Ach Miss Granger, ohne ihre Hilfe hätten wir das hier nicht geschafft."

Dieses Wunder kann eben nur unsere Hermine vollbringen!"

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Der oberste Heiler hat sein Büro im obersten Stockwerk des Hauses. Hermine wurde schon oft dorthin gerufen, weil sie etwas besonders gut gemacht hatte, oder weil sie bei einem schwierigen Problem gebraucht wurde.

An diesem Tag hatte Hermine tausend Gründe im Kopf, warum sie wegen schlechten Dingen zu dem Heiler gerufen werden könnte. Und als ihr eine Schwester zurief, der Chef wolle sie sehen, wunderte sich Hermine deswegen überhaupt nicht.

„Guten Morgen Miss Granger. Setzen sie sich bitte."

Seit Hermine in den warmen Raum eingetreten war, klebten ihre Augen an Ginny, die schon auf dem Stuhl gegenüber dem Heiler saß. Sie wirkte nervös.

Lahm setzte sich Hermine auf den anderen Stuhl.

„Nun, wie mir ihre Freundin Miss Weasley berichtet hat, sind sie schwanger. Warum haben sie mir das nicht selbst erzählt?!"

Ginny sah den Heiler böse an. „Sir, ich habe sie doch gebeten, dass nicht zu fragen!"

Hermine senkte den Blick und knetete nervös ihre Hände im Schoß.

„Sir…so lange weiß ich das auch noch nicht…", sie blickte kurz zu Ginny, „und ich wollte noch warten… weil ich hier doch bald fertig bin… und damit sie mich dann übernehmen."

Sie endete im Schweigen.

Der Heiler lächelte nachsichtig.

„Miss Granger! Wissen sie denn nicht, welchen unschätzbaren Wert sie für diese Anstalt haben? Natürlich dürfen sie gerne als Mutter wiederkommen! Ab wann wollen sie sich denn frei nehmen?"

Hermine schluckte.

„Ich arbeitete bis zur Niederkunft, denke ich."

Der Heiler lachte.

„Na dann!"

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Wir werden sie vermissen, Miss Granger!"

Immer schön pressen, Miss Granger, dann geht es schneller!"

Du wirst sicher eine gute Mutter, Hermine."

Bis dann, Miss Granger. Schönen Tag noch."

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Hermine war nicht erleichtert. Sie nuschelte etwas von „Arbeit" und ging einfach weg, ließ Ginny stehen.

Sie konnte noch nicht dankbar sein.

Heilerin zu werden war immer ihr Traum gewesen. Und obwohl ihr Chef so verständnisvoll gewesen war, wollte Hermine nicht wahrhaben, dass sie bald eine Pause brauchte.

Was hatte sie nur dazu getrieben, mit Malfoy zu schlafen? Und danach mit Ron?!

Seit wann war Hermine sexsüchtig?

Sie ekelte sich vor sich selbst. Wollte plötzlich nicht mehr unter den Kranken sein.

Fühlte sich selbst so schrecklich krank. Im Kopf.

Fast verzweifelt knallte sie die Toilettentür hinter sich zu, erbrach sich unter Krämpfen und sackte dann erschöpft und weinend an der Tür zusammen.

Sie wollte nicht Mutter werden. Sie wollte doch nur erfolgreich sein. Ein Kind in den besten Verhältnissen bekommen. Mit Mutter-Vater-Haus-und-Hof.

Nicht so.