Scheinbar besteht großer Erklärungsbedarf bei meiner Geschichte. Als ich Hermione zur Sexgöttin machte, war sie das in erster Linie nur in den Augen von Severus Snape, in meiner Fantasie sollte er sie eben sexy finden und wenn man weiter liest findet das auch sonst niemand. Ich vertrete die feste Überzeugung jede Frau kann schön sein, in jeder Frau steckt eine "Sexgöttin"!
Die Geschichte mit den Hauselfen hab ich vielleicht nicht so eng gesehen, weil sich auch Hermione im Verlauf der Geschichte schlicht damit abgefunden hat und ich es ehrlich gesagt nicht so tragisch fand.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich keine Ahnung hatte wer Mary-Sue ist und musste es erst auf Wikipedia nachschlagen. Für alle die es auch nicht wissen und es vielleicht interessiert hier ein kurzer Auszug aus Wikipedia:
Mary Sue ist eine abwertende Bezeichnung für ein Phänomen, das vor allem in der Fan-Fiction zu bekannten Büchern und Filmen auftaucht. Es handelt sich um eine meist weibliche und oft sehr junge Hauptperson (männliche Mary Sues werden Marty Stu, Murray Stu, Gary Sue, Gary Stu oder - selten - Barry Lue genannt), die mit höchst idealisierten Zügen und Charaktereigenschaften ausgestattet ist. Sie vertritt moderne Positionen und zieht in der Handlung das Interesse aller Nebenfiguren auf sich. Selbstverständlich ist, dass sie alle auftauchenden Probleme bravourös löst.
Oft wird unterstellt, dass sie eine idealisierte Selbstdarstellung des Autors ist und hauptsächlich dessen eigene Phantasien bedient.
Tja was macht das aus meiner Geschichte? Nun soviel möchte ich dazu noch sagen, ich hab sie nicht zur Superhexe gemacht, dass hat schon JKR getan. Ich meine ich brauche nur an den Zeitumkehrer denken, der es ihr ermöglichte noch zusätzliche Unterrichtsstunden zu absolvieren und in fast allen Fächern war sie die Beste. Das einzige was man mir anlasten kann ist, dass ich sie nicht hässlich gemacht habe. BTW ich sehe mich garantiert nicht als HG. Ich mag nur dieses Pairing, das ist alles. Also das kann man mir wirklich als Kritikpunkt anlasten. ;-)
Im Großen und Ganzen wollte ich einfach eine Geschichte schreiben, die man nicht so ernst nehmen sollte, also gewisse Spitzen an Humor und ein Hauch von Ironie waren durchaus beabsichtigt. ;-)
Hm? Ich hoffe damit alles was unklar war aus der Welt geschaffen zu haben und ihr trotzdem noch Spaß am lesen der Geschichte habt. :-)
Lg Gaby
4 Der Ball
Nicht länger war sie durch das Serum gezwungen die Wahrheit zu sagen, denn diese Frage verdiente keine Antwort. Heftig riss sie die Tür auf und kaum war sie hindurch geschlüpft ließ sie sie hinter sich laut krachend zuknallen. Würdest du mich gerne küssen? Dieser Satz hallte noch in ihren Ohren als sie durch die düsteren Gänge des Kerkers nach oben eilte. Oh was hatte sie getan?
Es war, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet, nur saß darin nur eine Schlange. Eine sehr slytherinsche Schlange und noch dazu eine attraktive. Attraktiv! Ihr sträubten sich die Nackenhaare. Der war nicht attraktiv!
Der war gehässig und gemein und außerdem hat er sie vergiftet und gezwungen die Wahrheit zu sagen. Wieder flammte der Zorn in voller Stärke in ihr auf, doch so plötzlich wie Wut kam verpuffte sie wieder und ließ den bitteren Geschmack der Demütigung zurück. Sie fühlte sich bis auf die Knochen blamiert. Warum tat er das? Weil er Severus Snape war und so etwas schon immer gemacht hatte. Nie, nie mehr wollte sie ihn wiedersehen. Lieber würde sie tot umfallen.
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Er blickte noch lange auf die zugefallene Tür durch die sie so dramatisch entschwunden war. Wie viele Facetten ihrer Persönlichkeit würde er wohl an ihr noch entdecken. Da war der Vamp, die Furie und der scharfe Verstand. Die liebe Miss Granger war sehr wandlungsfähig geworden über die Jahre. Ein leises Schmunzeln spielte um seine Lippen. Noch nie hatte er zwei Abende mit derselben Frau verbracht und sich dabei auch noch so köstlich amüsiert.
Es machte Spaß sich mit ihr zu unterhalten, zu streiten und sie aus dem Konzept zu bringen und sie begehrte ihn. Er fühlte Hitze in sich aufsteigen, vor allem in bestimmten Regionen seines Körpers. Nicht nur sie begehrte, auch er. Gespannt sah er ihrer nächsten Begegnung entgegen, denn er wollte sie wiedersehen um jeden Preis. Schnell löschte er mit einem Schwenk seines Zauberstabes alle Kerzen, nur noch das Feuer im Kamin flackerte, schnappte sich sein Glas und setzte sich zum Feuer. Gedankenverloren blickte er in die Flammen und dachte über den Abend nach.
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Die nächsten Tage stürzte sich Hermione in ihre Arbeit. Unermüdlich recherchierte sie, machte sich Notizen, schrieb das erste Kapitel zu ihrem Buch und hielt Vorträge. Sie tat alles um den einen Abend zu vergessen. Schon bald fühlte sie sich wie ein Zombie. Sie schlief eindeutig zu wenig, wie sollte sie auch? Ständig träumte sie von schwarzen Augen. Augen die ihr bis auf den Grund ihrer Seele blickten und ihr so all ihre verborgenen Geheimnisse entlockten. Bastard!
Wie sah er sie wohl? Als ehemalige Schülerin, als Streber, Besserwisser, Frau? Beim letzten Wort schlug ihr Herz um einen Takt schneller. Oh sie hatte durchaus einige Beziehungen gehabt, die allesamt durch ihr Streben nach Wissen in die Brüche gingen. Drei Beziehungen, die damit nicht fertig wurden, dass sie keine Kinder kriegen und zu Hause hocken wollte. Sie wollte mehr, aber das verstand keiner von ihnen. Zuerst Ron, der schon fast ihre Hochzeit und ihr ganzes Leben geplant hatte. Ihr Leben! Nicht seins.
Aber sie hat ihm einen Strich durch seine Rechnung gemacht und ihn damit vertrieben. Er wollte keine frigide Frau die nur geil auf ihre Karriere war. Das hat sehr wehgetan, dass er das gesagt hat und ein Teil von ihr hat ihm das auch niemals verziehen. Er war mittlerweile verheiratet. Hat für sich die richtige Frau gefunden. Padma Patil, sie wollte dasselbe wie Ron. Soweit sie auf dem Laufendem war, hatten die beiden schon vier Kinder oder so und waren unbeschreiblich glücklich miteinander.
Dann kam Viktor Krum. Ihr Herz schlug immer noch schneller, wenn sie an ihn dachte. Was für ein Mann, nein Adonis und fantastischer Liebhaber, das musste sie ihm lassen, der Mann wusste was eine Frau sich im Bett wünschte, aber dabei blieb es nicht. Als er von Kindern anfing, nicht von Kind, sondern Kindern in der Mehrzahl, da war sie fast mit einem Sprung draußen vom Bett und mit dem nächsten weit weg von ihm.
Und fiel beinahe direkt in Dracos Arme. Draco Malfoy wer hätte das gedacht? Schon lange nicht mehr war er das Ekel das sie von der Schule her kannte. Er hatte echt was aus sich gemacht. Adel verpflichtet, pflegte er ständig zu behaupten. Zuerst ging alles gut. Sie hatten viel Spaß zusammen, auch wenn sie sich oft stritten, aber dann versuchte er sie zu ändern. Er meckerte ständig an ihren Freunden rum, versuchte sie mehr und mehr in seine Kreise zu ziehen und dann kam auch von ihm das Gequatsche von Ehe und Kindern, natürlich nur wenn sie sich endgültig von ihren Freunden lossagte, die waren nun mal indiskutabel und eines Malfoy nicht würdig. Als Liebhaber dachte er, es reicht wenn er oben liegt, nun ja Fantasie war noch nie die Stärke der Malfoys gewesen. Das war das traurige Ergebnis ihrer Beziehungen.
Irgendwie hatte sie sich vom Mann an ihrer Seite mehr erhofft. Mehr Höhen und Tiefen. Sie wollte jemanden mit dem sie sich messen konnte, aber keiner von den Dreien kam auch nur annähernd an ihren Verstand heran. Es war müßig für sie, wenn sie von ihrer Arbeit sprach, denn nicht ein einziger von ihnen wusste auch nur ein bisschen etwas damit anzufangen. Bei der Hälfte ihrer Erzählungen waren sie entweder eingeschlafen oder konnten ihr nicht mehr folgen. Das war langweilig und frustrierend für sie gewesen. Sie träumte von einem Partner, der mit ihr mithalten konnte, wenn er ihr nicht sogar überlegen war.
Wie schön wäre es jemanden zu haben, bei dem sie noch etwas lernen konnte. Aber so jemanden würde sie niemals finden, so jemanden gab es nicht. Und dann kam dieser blöde Snape und meinte er könne mit ihr irgendwelche blöden Spiele spielen. Das sie eigentlich damit begonnen hatte, tat nichts zur Sache, bei ihr war das ganz was anderes. Sie las, um sich abzulenken erneut ihre Notizen durch, als eine Eule an ihr Fenster klopfte.
Ihr Herz schlug bei ihrem Anblick automatisch schneller und ohne dass sie es verhindern konnte dachte sie dabei an ihn. Ob die Nachricht von ihm kam? Sie ließ sie herein, nahm ihr den Brief ab, gab ihr noch rasch eine Belohnung ehe sie wieder verschwand.
Sie öffnete den Brief und stellte leicht enttäuscht fest, dass sie nicht von ihm, sondern von Slughorn kam. Er gab wieder einmal eines seiner Feste. Diesmal ein richtiger Ball. Abendgarderobe wurde verlangt. Slughorn liebte es glamourös. Mit Abendgarderobe meinte er ein exklusives Ballkleid. Ob er ihn auch einlud? Gleich verwarf sie wieder diesen Gedanken. Wen interessierte es schon, ob dieses Ekel kam? Sie garantiert nicht!
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Gedankenverloren hielt er die Einladung in seinen Händen. Ein Ball! Nun gut, er würde nicht hingehen, es sei denn…… Hastig erhob er sich und schrieb schnell eine Notiz auf ein Stück Pergament, dann eilte er in die Eulerei hoch und schickte einen Vogel los. Er brauchte nicht lange auf die Antwort warten und sie fiel zu seiner vollsten Zufriedenheit aus. Er würde also doch auf einen Ball gehen.
Vorfreude machte sich in ihm breit. Es konnte durchaus ein interessanter Abend werden, jetzt da er wusste wer so alles kam. Freudig rieb er sich die Hände und hüpfte vergnügt die Stufen wieder nach unten. Dumbledore lief ihm unten am Treppenansatz über den Weg und hielt bei Severus merkwürdig strahlendem Gesicht misstrauisch inne.
„Ist wer gestorben?" konnte er sich nicht verkneifen zu fragen und hätte sich sogleich am liebsten auf die Zunge gebissen.
Da hatte sein Zaubertränkemeister scheinbar ausnahmsweise mal gute Laune und er stellte ihm so blöde Fragen. Severus stutze, sah Dumbledore befremdend an, um dann verneinend den Kopf zu schütteln.
„Ich gehe auf einen Ball!" antwortete er ihm und huschte an ihm vorbei hinab in seinen Kerker.
Nun war Dumbledore endgültig verwirrt. Warum machte es Snape so glücklich auf einen Ball zu gehen, wo er sonst solche Veranstaltungen hasste und als lediglich lästige Pflicht ansah? Er würde ihn nie verstehen. Seufzend schritt er weiter den Flur entlang. Ach wie sehr wünschte er sich Severus würde sich endlich verlieben und etwas ruhiger werden.
Mit der richtigen Frau an seiner Seite müssten doch selbst bei ihm seine unangenehmen Eigenschaften, die er leider zu Hauf besaß, etwas zu mildern sein. Aber welche halbwegs normale gesunde Frau mit Verstand ließ sie sich auf so einen Mann ein? Er würde es wohl nicht mehr erleben.
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Hermione drehte sich vor ihrem Spiegel. Sie konnte zufrieden mit sich sein. Heute trug sie ein bodenlanges, burgunderrotes Seidenkleid, das wenn sie sich bewegte in allen Rottönen schimmerte. Es wurde von zwei hauchdünnen Spaghettiträgern auf ihren Schultern festgehalten und besaß vorne einen tiefen V-Ausschnitt, was ihren Busen sehr vorteilhaft zur Geltung brachte.
Die Haare hatte sie sich elegant hochgesteckt, nur vereinzelt fielen lockige Strähnen auf ihre Schultern. Mit dem Makeup war sie sehr sparsam gewesen. Etwas Wimperntusche und ein roséfarbener Gloss war alles was sie auftrug. Hochhackige Schuhe und eine zierliche Abendtasche passend zum Kleid vervollständigten ihre Garderobe. Lachend drehte sie sich vor ihrem Hund.
„Na wie sehe ich aus?"
Wieder erntete sie nur ein Brummen von ihm. Er lag auf ihrem Bett, tieftraurig, das sie ihn schon wieder alleine ließ und warf ihr einen dementsprechenden Hundeblick zu, was bei ihr zu einem schlechten Gewissen führen sollte. Sanft streichelte sie seinen Kopf.
„Ich bin bald zurück. Ich verspreche es!" gelobte sie ihm.
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Der Ball war bereits in vollem Gange, als sie den Saal betrat. Slughorn hatte extra für diesen Ball in seinem Haus die unteren Räume mit Magie vergrößert und so wurde daraus ein riesiger Ballsaal. Er hatte an alles gedacht, ein gewaltiger Luster hing von der Decke, auf einem Podest spielte ein Orchester und unzählige Kerzen brannten in den Haltern an der Wand. Er versuchte das Flair vergangener Tage heraufzubeschwören und es gelang ihm gut.
Hermione entdeckte ihren Gastgeber in mitten einer Traube von Menschen. Zielstrebig hielt sie darauf zu und begrüßte ihn. Überschwänglich reichte er ihr die Hand und vermittelte ihr so das Gefühl die wichtigste Person im ganzen Raum zu sein. Überflüssig zu erwähnen, dass er das mit jedem Besucher machte, einschließlich Severus Snape, der zu seinem grenzenlosem Staunen ein paar Minuten vor Hermione eingetroffen war.
Jetzt lehnte er sicher irgendwo am Rande des Geschehens, guckte finster drein, schlürfte dabei Champagner oder trank einen guten Wein, je nach Laune oder Stimmung und langweilte sich offensichtlich. Aber Slughorn irrte insoweit, dass er sich langweilte, im Gegenteil ruhelos glitt sein Blick über die Anwesenden auf der Suche nach einer bestimmten Person. Als er sie schließlich entdeckte trat ein freudiger Glanz in seine Augen und geschmeidig begann er sich auf sie zu zu bewegen.
Hermione hatte sich inzwischen mit einem Glas Wein ausgestattet und unterhielt sich entspannt mit Harry. Sie sahen sich nicht mehr so oft wie früher. Seine Karriere verlief anders als ihre. Obwohl auch er Auror war, interessierte es ihn herzlich wenig, warum eine miese Ratte zu solch einer wurde, ihn interessierte es nur, wie er sie zu fassen bekam. Aber dennoch hörte er gerne Hermiones Gedankengängen zu, es wäre dumm es nicht zu tun und er war viel, aber nicht dumm.
„Guten Abend Miss Granger" grüßte sie von hinten eine tiefe, angenehme Stimme. Hermione hätte vor Schreck beinahe ihr Glas fallen gelassen.
„Guten Abend Professor Snape!" begrüßte ihn Harry und verschaffte ihr so ungewollt Zeit sich zu fassen. Was zur Hölle machte er hier? Tief sog sie die Luft über die Nase ein und drehte sich um zu ihm.
„Guten Abend!" sagte sie knapp und kühl und wandte sich danach sogleich wieder Harry zu. Für sie war er erledigt.
„Wie geht es ihnen Sir?" Fragte Harry höflich, irgendwie verstand er das angespannte Verhalten zwischen den beiden nicht.
Gut sie konnten Snape während der Schulzeit alle nicht leiden, aber das war doch schon ewig her. Innerlich zuckte er mit den Achseln.
„Danke gut Mr. Potter!" erwiderte der Gefragte knapp und sah dabei unentwegt auf Hermione herab. Während diese bemüht war ihn zu ignorieren.
„Miss Granger würden sie mit mir tanzen?" fragte er sie plötzlich. Erneut warf Hermione ihm einen seltsamen Blick zu.
„Nein!" Dieses Wort klang schon mehr wie eine Beleidigung und entbehrte jegliche Höflichkeit.
Harry überlegte kurz die beiden alleine zu lassen, es war schon unauffällig auffällig das zwischen den beiden was lief. Schweigend standen die drei beieinander, bis Hermione die Nerven verlor.
„Was wollen sie noch?" fauchte sie Severus an, der wartend hinter ihr stand.
„Vielleicht der nächste Tanz?" fragte er ruhig und gelassen und sah sie dabei erwartungsvoll an.
Genervt verdrehte sie die Augen. Sie würde ganz bestimmt nicht mit ihm tanzen, soviel stand für sie fest. Was dachte er eigentlich wer er ist?
„Nicht diesen, nicht den nächsten, KEINEN!" herrschte sie ihn laut und grob an, zu dumm das gerade in diesem Augenblick die Band eine Pause machte.
Der ganze Saal wandte sich ihr zu, als ihre laute Stimme über sie hinwegfegte. Die Band spielte zum Glück das nächste Stück und so widmeten sich die Gäste wieder dem zu, was sie vor Hermiones Ausbruch getan hatten. Harry wurde die ganze Angelegenheit peinlich.
„Hört zu was immer ihr beiden miteinander habt, klärt das unter euch!" sagte er und ließ sie stehen.
„Wir haben nichts miteinander!" rief Hermione ihm hinter her, aber es war zu spät er war bereits in der Menge untergetaucht. Wütend wandte sie sich Snape zu.
„Können sie mich nicht einfach in Ruhe lassen? Es war ein Fehler, dass ich sie eingeladen habe und ich bedaure es zutiefst!" Nachdenklich tippte sich Severus mit dem Zeigerfinger auf die Lippen.
„Lassen sie uns tanzen und dann….."
„Lassen sie mich in Ruhe?"
„Wenn sie das möchten."
Wieso klang seine Stimme nur so verschlagen, als er das sagte? Misstrauisch sah sie ihn an.
„Also gut, aber keine Tricks. Wir tanzen und danach lassen sie mich in Ruhe! Versprochen?" Severus neigte leicht den Kopf.
„Wie gesagt, wenn sie das möchten, ja, dann lasse ich sie in Ruhe!" versprach er, nur wieso hatte Hermione das Gefühl, dass sie irgendetwas übersah?
Anmutig ließ sie sich von ihm auf die Tanzfläche führen und schon schwang er sie im Kreis zu den Walzerklängen. Er war ein fabelhafter Tänzer, Hermione hätte ihm das gar nicht zugetraut. Sicher lag sie in seinen Armen und glitt mit ihm über das Parkett und tief in sich, begann sie den Tanz, ihn und seine Nähe zu genießen.
„Gib es zu, es macht dir Spaß!" forderte er sie auf und zog damit sofort wieder ihren Unmut auf sich.
Aus schmalen Augen sah sie ihn scharf an. Er trug wie immer schwarz, nur diesmal nicht seine Robe, sondern Sakko und Hose und darunter ein weißes Hemd.
„Schwarz steht ihnen, sollten sie öfter tragen!" erwiderte sie bissig.
„Hat man dir keine Manieren beigebracht? Wird an der Zeit sie dir beizubringen!" meinte er leise.
„Und wer soll diese glorreiche Aufgabe übernehmen? Doch nicht sie, da sie selber gar nicht wissen, wie man das Wort schreibt! Es erstaunt mich, dass es überhaupt in ihrem Vokabular vorkommt!" erwiderte sie schnippisch.
„Wo ist nur der sexy Vamp vom ersten Abend geblieben? Diese Frau hatte was, aber du!" seufzte er bedauernd und brachte sie damit noch mehr gegen sich auf.
Es war auch zu verlockend ihr Temperament anzufachen, noch dazu wo es ihm so mühelos gelang.
„Den gibt es gar nicht! Diese Frau habe ich nur erfunden!" fauchte sie ihn an.
„Hm! Ich bin mir da nicht so sicher. Irgendwo da drinnen muss diese fabelhafte Frau doch stecken. Es kann doch nicht sein, dass es nur diese Furie gibt. Nein das will ich gar nicht glauben!" stichelte er weiter.
Oh er nahm sie auf den Arm, machte sich auf ihre Kosten lustig über sie.
„Hören sie sie mieser Bastard! So lasse ich mich nicht……" weiter kam sie nicht, denn er zog sie auf eine der dunkeln Terrassen.
Irgendjemand hatte die doppelflügeligen Glastüren geöffnet, damit frische Luft in den Raum strömen konnte, ein Umstand, den Severus jetzt sehr begrüßte.
„Ach halt doch die Klappe!" knurrte er sie an, beugte sich herab und verschloss ihren Mund mit einem Kuss. Das war kein zärtlicher, jugendfreier Kuss, oh nein. Er küsste sie das ihr beinahe hören und sehen verging. Schlaff hing sie in seinen Armen, zu benommen von dieser intensiven Erfahrung. Keuchend holte er Luft.
„Und noch etwas, solltest du mich noch einmal schlagen, schlage ich zurück!"
