Disclaimer: Die Urheberrechte an Harry Potter gehören JK Rowling, alles was zu Bleach gehört ist geistiges Eigentum von Tite Kubo. Mit Sicherheit sind da noch ein paar Verlage mit im Spiel, vor allem Bloomsbury Publishing (Harry Potter) und Shueisha (Bleach).

Die Idee zu dieser Geschichte stammt nicht von mir, sondern von Eradona. Das hier ist lediglich eine Übersetzung, für die ich ihre Erlaubnis habe. Ihr findet das Original unter "www. fanfiction . net s/ 7197392/ 1/ Harry-Potter-and-the-Order-of-the-Bleached-Phoenix" (ohne Leer- und Anführungszeichen).

Weder Eradona noch ich verdienen Geld mit dieser Geschichte, sie dient allein der Unterhaltung...

Vielen Dank an meine Schwester, ohne die diese Übersetzung viel, viel holpriger wäre!


Kapitel 4

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"Das war sehr nett von Ihnen, Urahara-san", sagte Uryu, als er an seinem Tee nippte.

"Oh, das war nichts!" protestierte Urahara, der sich hinter seinem Fächer versteckte. "Ich habt alle so viel durch gemacht, das war das mindeste was ich tun konnte."

"Ich dachte Ichigo würde hier sein", Tatsuki sah sich nach dem orangenen Schopf des Ersatzmannes um. Sie war etwas überrascht, dass sie zu dieser kleinen Party eingeladen worden war. Aber wie Urahara ihr gesagt hatte, war sie von Aizen und Gin durch die Stadt gejagt worden, und das hatte seinen Tribut von ihr gefordert – und von Chizuru, die ebenfalls mit einbezogenen worden war.

"Er wird sich etwas verspäten. Ein ehemaliger Lehrer seiner Mutter ist in der Stadt und wollte ihr Grab besuchen, also sind sie zum Friedhof gegangen."

Tatsukis Augen weiteten sich. "Aber – er – das ist…" stammelte sie. Ichigo plus seine Mutter, plus Friedhof… das war normalerweise keine gute Mischung.

"Oh, es ist in Ordnung für ihn", Yoruichi stellte eine Platte mit Keksen – die natürlich Yuzu gebacken hatte – auf den Tisch, bevor sie sich setzte. "Es war sein Vorschlag."

"Vielleicht sollten wir…" Chad war im Begriff aufzustehen, er beabsichtigte seinen Freund zu finden und ihm moralische Unterstützung anzubieten, falls er sie brauchte.

"Bleib sitzen, Sado-kun. Rukia ist bei ihnen", Urahara legte eine Hand auf die Schulter des größeren Jungen, um ihn davon abzuhalten aufzustehen.

"Ah", sagte er mit einem Nicken. Sie war alles, was Ichigo brauchen würde.

"Das ist gut, er ist nicht allein", nickte Uryu; offensichtlich hatte ihr Plan also funktioniert, wenn Rukia in der Lage gewesen war, nach Karakura zurückzukommen. "Um, was ist mit…?"

"Seinem Vater?" Yoruichi grinste sie an. "Schläft sich im Nebenzimmer aus. Karin hat ihn mit Jintas Schläger K.O. geschlagen." Ein paar der Anwesenden mussten kichern.

"Hallo-o-o-o!"

"Das – klingt wie…" Orihime blinzelte ein paar Mal eulenhaft, ehe sie mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht auf die Füße sprang. "Rangiku?"

"Hallo zusammen!" die vollbusige, fröhliche Vizekommandantin der Zehnten Kompanie begrüßte alle mit einem Lächeln und Orihime mit einer Umarmung. "Orihime-chan! Wie geht es dir? Alles okay?"

"Uh-huh!" sie nickte und lächelte die Shinigami glücklich an, die für sie wie eine große Schwester geworden war.

Matsumoto ließ sich zwischen Orihime und Yoruichi fallen. "Wie ist es allen ergangen?" fragte sie leutselig, während sie die Platte mit den Keksen gierig beäugte, bevor sie sich einen aussuchte und in den Mund steckte. Sie schloss die Augen und genoss seufzend den Geschmack.

"Sehr gut, vielen Dank; und Ihnen, Matsumoto-san?" erwiderte Uryu, höflich wie immer.

"Vollständig erholt, nicht wahr Kommandant? Kommandant?" sie schaute zurück, wo eigentlich ihr Kommandant hätte sein sollen – und es nicht war. Er erschien endlich ein paar Minuten später in einem Gigai. Momo und Renji, die ebenfalls Gigai trugen, waren direkt hinter ihm.

"Gigai, Matsumoto", seufzte Toshiro. Es brachte wirklich nichts, sich über sie zu ärgern. Sie ignorierte es nur.

"Ups", lächelte sie und sprang auf die Füße. "Ich war so erpicht darauf alle zu sehen, dass ich es glatt vergessen habe!"

Momo lachte, als sie aus dem Raum lief. "Danke für die Warnung, Urahara-san", sagte sie lächelnd. "Und dass Sie uns eingeladen haben." Er fasste sich an den Hut, erwiderte das Lächeln und verbeugte sich.

"Nun, nur für den Fall, dass Kurosaki-sans ehemaliger Lehrer mit hierher kommen will –" was der Fall war – "schien es nur klug zu sein, sich vorzubereiten."

"Rukia sagte, dass sie sich verspäten würden", bemerkte Renji, der sich dafür entschied, jeden Anschuldigungen, er würde 'schnorren' zuvor zu kommen, indem er half. Also nahm er Ururu das Teetablett ab und servierte. Das Mädchen stand da und starrte ihn eine sehr lange Zeit mit einem halb benebelten Gesichtsausdruck an, ehe sie sich endlich umdrehte und ging. Urahara sah hinter seinem Fächer verborgen zu, ein Lächeln auf dem Gesicht. Vielleicht lernt er, dachte der Ladeninhaber amüsiert. Oder vielleicht hatte er endlich den Mumm, Kuchiki zu bitten, ihm ein paar Umgangsformen beizubringen. Oder vielleicht hat Rukia ihm ein paar Mal auf den Kopf geschlagen…

Nicht lange nachdem der Tee serviert worden war, hörten sie Ichigos Stimme, der jemandem erklärte, wo sie waren.

"Wir sind hier hinten, Ichigo!" rief ihn Urahara. Einen Augenblick später erschienen Ichigo und Rukia mit einem älteren Herrn in einem dunklen Nadelstreifenanzug mit langem weißen Bart und Brille. Die drei, die Yamamoto getroffen hatten kamen nicht umhin zu denken, dass er dem alten Mann ähnlich sah – auf eine gewisse englische Art.

"Ich dachte deine Schwestern würden mit dir zusammen gehen?" sagte Yoruichi, als sie weder Karin noch Yuzu bei ihnen sah.

"Sie haben diese Woche Prüfungen, also mussten sie nach Hause", erklärte Rukia, während alle sie glücklich begrüßten.

"Oy, Leute – dies ist Professor Dumbledore – er ist einer der Lehrer meiner Mom", Ichigo ging danach um den Tisch herum und stellte alle vor – selbst diejenigen, die der Schulleiter bereits getroffen hatte. Sie hatte sich entschlossen so vorzugehen, als ob sie sich noch nie begegnet wären.

Professor Dumbledore verbeugte sich vor den vor ihm versammelten jungen Leuten; er sah, dass es eine beeindruckende Gruppe war. Yama hatte ihm schon vor langer Zeit beigebracht, wie man Reiatsu las, und diese Schar hatte es im Übermaß. Und dabei waren die Shinigami tatsächlich ausgenommen. Während es der Magie ähnlich genug war, dass er keine Schwierigkeit gehabt hatte, es zu erlernen, gab es genug Unterschiede, dass eine Person in beiden Disziplinen stark sein musste, um Shinigami tatsächlich sehen zu können. Yoruichi stand auf. "Hier, Sie können meinen Platz haben", sagte sie ihn anlächelnd. "Ich muss was erledigen."

Dumbledore verbeugte sich dankbar und schaffte es auch einfach genug sich hinzusetzen, obwohl er möglicherweise etwas Hilfe beim Aufstehen benötigen würde. Ah, und der Tisch war schön geheizt, bemerkte er. Sehr schön, dachte er. Toshiro stand ebenfalls auf.

"Wo sind die zusätzlichen Kissen?" fragte er Urahara.

"Gleich hier", sagte Tessai, der mit zweien für Ichigo und Rukia auftauchte.

"Danke, Tessai-san", lächelte Rukia den ehemaligen Kommandanten des Kido Corps an.

"Wo unterrichten Sie, Dumbledore-san?" fragte ihn Orihime. Mehrere ihrer Freunde hatten sie genau beobachtet, als Ichigo und Rukia händchenhaltend herein gekommen waren, aber sie schien sich einfach für die beiden zu freuen. Sie hatte sich bereits an Tatsukis Schulter ausgeweint, die Tatsache akzeptiert, dass Ichigo Rukia liebte und entschieden, dass sie wollte, dass er glücklich war. Es hatte sich herausgestellt, dass ihr Herz genau so groß war wie gewisse andere Attribute.

"Ich bin der Schulleiter einer Schule in England, Miss Inoue", er lächelte sie sanft an, "in Schottland, um genauer zu sein."

"Wow, wirklich?" ihre grauen Augen wurden groß. Sie hatte nicht gewusst, dass Kurosaki-kuns Mutter in England zur Schule gegangen war!

"Tragen die Männer in Schottland nicht Röcke?" fragte Chizuru. "Sie wissen schon, diese Dinger mit Falten?"

"Ah, das an was sie denken sind Kilts, Miss Honsho. Und nein, nicht als Alltagskleidung", antwortete er mit einem freundlichen Lächeln.

"Zu schade…" kicherte Tatsuki, "Das wäre mal eine nette Abwechslung…"

"Ich habe gehört", sagte Mizuiro salbungsvoll, "dass sie auch nichts drunter tragen."

Ichigo, der gerade einen Schluck Tee nahm, fing an zu würgen, genau wie Toshiro. Rukia und Momo schlugen beide auf ihrer Rücken, während die anderen amüsiert zusahen.

"Nun", sagte Dumbledore, dessen Augen vor Belustigung blitzten während das Paar wieder zu Atem kam. "Während dieses Gerücht tatsächlich der Wahrheit entspricht, hasse ich es, alle hier zu enttäuschen: wir tragen keine Kilts in der Schule. Noch nicht einmal an schottischen Feiertagen." Die beiden atmeten erleichtert auf, seegrüne Augen trafen bernsteinfarbene und beide dachten dasselbe – Gott sei Dank.

Die erleichterten Seufzer hingegen blieben nicht unbemerkt.

"Kurosaki-kun, Hitsugaya-kun, warum seht ihr beiden so erleichtert aus?" fragte Orihime. Im nächsten Moment war wie auf ein geheimes Signal Tessai hinter Keigo getreten und hielt ihm eine Hand vor das Gesicht, was ihn schlafend nach vorn kippen ließ, während Urahara eine Hand vor Chizurus Gesicht hielt und sie dasselbe tat. Alle sahen sie geschockt an. Oder beinahe geschockt.

"Nun, das ist eine gewisse Erleichterung", murmelte Toshiro. "Acht Monate in Schottland mit diesen beiden und ich denke, mir wären Mordgedanken gekommen."

"Du wärst nicht der einzige", seufzte Rukia zustimmend.

"Die junge Dame hat überhaupt keine Begabung dafür, und die des jungen Mannes ist sehr gering; aber sie ist da", sagte Dumbledore mit einem zögernden Lächeln. "Es muss trainiert werden – oder, wie haben Sie es ausgedrückt? Versiegelt."

"Ich würde ihn einfach versiegeln und es nie erwähnen", sagte Ichigo mit einem Schaudern, als er an die kompletten Katastrophen dachte, in die Keigo geraten würde, wenn er Magie ausüben könnte... "Er hat mutige Momente, aber im Ganzen gesehen, denke ich, dass sich Keigo allein bei dem Gedanken eher in die Hosen machen würde. Oder er heult wie ein Baby." Dann dachte er darüber nach. "Oder er würde wenigstens die anderen Schüler dazu bringen, ihn lynchen zu wollen, und ich müsste ihn beschützen…"

"Allein der Gedanke an was?" fragte Tatsuki, die mit verengten Augen von einem zum anderen blickte; sie hatte sehr schnell erkannt, dass hier irgend etwas vor sich ging, genau wie Uryu, dessen Gesichtsausdruck ihren widerspiegelte.

"Meine Schule heißt Hogwarts, und es ist eine Zauberschule für junge Hexen und Zauberer."

Totenstille legte sich über den Raum, als sie verdauten, was er ihnen gerade gesagt hatte. Tessai trug Keigo und Chizuru in das andere Zimmer, wo Isshin immer noch ein Nickerchen machte.

"O-kay", sagte Uryu langsam. "Und Sie haben uns nicht Schlafen geschickt, weil...?"

"Sie entweder eine Begabung dafür haben, oder weil Sie zu den engsten Freunden von Mr. Kurosaki gehören", lächelte Dumbledore.

"Vielleicht sollten Sie am Anfang anfangen", schlug Chad vor.

Das taten sie. Kenpachis Flug in den Koiteich erntete ein Kichern – alle wünschten sich, dass gesehen zu haben; und die Offenbarungen über seine Mutter – ließ sie die Augen aufreißen.

"Mal sehen, ob ich das verstanden habe", Uryu beugte sich vor, die blauen Augen ernst hinter seinen Brillengläsern. "Sie und Yamamoto habe sich entschlossen, sich gegen ihre beiden Feinde zusammenzutun und zu sehen, ob die Fähigkeiten und Talente, über die der jeweils andere verfügt, nicht dabei helfen kann, sie zu besiegen", er zählte die Punkte auf. "Und all dies wurde dadurch ausgelöst, dass Ichigos latentes magisches Talent in der Soul Society an Kuchiki-sans Geburtstag erwacht ist, wo Yamamoto es gesehen und als das erkannt hat, was es ist, einen Geistesblitz hatte und nach Ihnen geschickt hat. Also gehen Ichigo, Kommandant Hitsugaya, Kuchiki-san und Leutnant Hinamori ab nächsten September Undercover als Schüler an Ihre Schule, sowohl um diese Magie zu erlernen als auch um dabei zu helfen diesen Jungen zu beschützen, von dem vermutet wird, dass er der Einzige ist, der Ihren Feind vernichten kann."

Dumbledore nickte die ganze Zeit während Uryu sprach. "Das ist eine ziemlich gute Zusammenfassung."

"Sie haben gesagt, dass einige von uns Talent dafür haben?" fragte Mizuiro.

"Tatsächlich. Und Sie sind einer davon."

Mizuiros Augen weiteten sich. "Ich?"

"Ja, Sie. Und Sie ebenfalls, Miss Arisawa."

Tatsuki setzte sich mit einem kämpferischen Licht in den Augen gerade hin, und Ichigo konnte fast die Gedanken sehen, die ihr durch den Kopf gingen: Dieses Mal bin ich mit dabei!

"Und Sie ebenfalls, Mr. Ishida."

"Nun, das überrascht mich überhaupt nicht", sagte Isshins Stimme aus Richtung der Tür, ehe Uryu antworten konnte. Alle sahen sich zu ihm um. Er war ein bisschen wacklig auf den Beinen und rieb sich den Hinterkopf. "Verdammt, dieses Mädchen schlägt beinahe so fest zu wie du, Ichigo", murmelte er, während er sich neben Urahara auf den Sitz, den vorher Chizuru eingenommen hatte, fallen ließ.

"Warum hast du gesagt, dass du nicht überrascht warst?" Kisuke sah zu seinem alten Freund hinüber.

"Warum? Weil seine Großmutter mütterlicherseits Lehrerin an der japanischen Schule war, bevor sie geschlossen wurde. Zauberkunst, glaube ich. Ich könnte mich im Fach irren, aber nicht in der Tatsache, dass sie eine Hexe war."

Uryu blickte finster auf den Tisch hinunter. Es schien so, als ob ihm und seinem Vater eine längst überfällige Aussprache bevorstehen würde…

Dumbledore sah die anderen beiden an und schüttelte den Kopf. "Es tut mir leid", sagte er entschuldigend.

"Um…" Orihime schien nicht zu wissen, was sie sagen sollte, also legte Rangiku einen Arm um sie. Chad sagte nichts, aber Ichigo fühlte den Ausschluss seines besten Freundes wie einen Schlag in den Magen. Uryu, Tatsuki, und Mizuiro, aber nicht Chad? Oder Orihime? Es fühlte sich tatsächlich falsch an, sie waren ein Team, sie wussten, wie sie zusammenarbeiteten… er würde sich daran gewöhnen müssen, mit neuen Leuten zu arbeiten…

Nein, so konnte er nicht denken, er musste davon überzeugt sein. Uryu würde immer noch da sein; er hatte Tatsuki gekannt, lange bevor er irgendeinen der anderen kennengelernt hatte; Mizuiro war ein guter Freund; und Ichigo hatte bereits an Toshiros Seite gekämpft. Und natürlich würde Rukia da sein… es war nur Momo, die er kennenlernen musste. Ichigo fühlte, wie sich Rukias Hand in seine stahl und sie nur für einen Augenblick verstehend drückte.

Tatsuki kaute stirnrunzelnd auf ihrer Lippe, ihre Augen schossen in Richtung des Raumes, in den Tessai die schlafenden Chizuru und Keigo verstaut hatte. Was macht ihr solche Sorgen? fragte sich Ichigo und stöhnte dann auf, als er darüber nachdachte. "Oh, verdammt", murmelte er und ließ den Kopf in seine Hände fallen. "Das WIRD ein Problem werden."

"Ja, wird es", murmelte Tatsuki finster, "Es sei denn, einer weiß, wie man jemanden auf magische Weise kastriert? Und ich spreche hier nicht von einer Katze." Uryu und Chad starrten ebenfalls stirnrunzelnd auf den Tisch und Orihime war blass geworden. Rukia stöhnte und bedeckte die Augen.

"Was ist los?" Isshin sah neugierig von einem zum anderen.

"Ohne Tatsuki in der Nähe, wird niemand Chizuru abhalten…" Mizuiros Gesicht war ausnahmsweise einmal ernst. "Keigo auch nicht, was das angeht."

"Sie wovon abhalten?" fragte Rangiku. Sie lehnte sich herüber, um Orihime anzustarren, die sehr besorgt aussah und die Arme beinahe schützend vor der Brust verschränkt hatte.

"Um… nun, um es geradeheraus zu sagen…" Ichigo fuhr sich mit der Hand durchs Haar, "Chizuru ist die Lesbe der Schule. Orihime ist – nun, sie hat Schwierigkeiten, sich in Inoues Nähe unter Kontrolle zu halten. Keigo ist einfach ein kleiner Perversling. Harmlos, aber dennoch…"

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als er zu reden aufhörte. Matsumoto sah schockiert aus; Toshiro wurde rot, genau wie Momo; Professor Dumbledores Augenbrauen waren in seine Haare hoch geschossen und die anderen Erwachsenen sahen entweder amüsiert oder verwirrt von einem Teenager zum anderen.

Matsumoto atmete plötzlich hörbar ein und setzte sich gerade hin. "Kommandant!" rief sie aus, die blauen Augen weit aufgerissen. Toshiro sah sie wachsam an.

"Was gibt es?" fragte er, da sie offenbar eine Idee zu haben schien.

"Midori!"

Toshiro starrte sie einen Moment lang an, ehe Verstehen über sein Gesicht huschte und er zu lächeln anfing.

"Eine Minute mal – Wer ist Midori?" fragte Tatsuki, deren Blick sich wachsam von einem zum anderen bewegte.

"Der fünfte Rang meiner Kompanie – und unsere Version von Chizuru", sagte er, "aber mit dem zusätzlichen Vorteil von Jahrhunderten an Beherrschung."

"Ich glaube nicht, dass ich verstehe", sagte Orihime langsam.

"Sie kann ein bisschen direkt sein, also hat sie nicht allzu viele – ahem - Freundinnen", erklärte Matsumoto.

"Da wir sowieso jemand relativ Starkes herschicken müssen, um Ichigo zu vertreten, können wir Midori vorschlagen – und sie scheint auch im Highschoolalter zu sein, also können wir sie zu dir in den Unterricht schicken. Ich sage ihr einfach, dass eine ihrer Aufgaben ist, dir Chizuru vom Leib zu halten. Und wenn sie etwas uh, Spaß hat, während sie das tut…" Matsumoto grinste boshaft; nun, wie du mir so ich dir, oder? "Wir wissen nicht, ob Aizen dich wieder entführen will, um seine Truppen zu heilen, da Ichigo und sein Vater sie so dezimiert haben… also würde es eine ganze Menge Sinn ergeben."

"Solange das nicht nach hinten losgeht", sagte Tatsuki grimmig, während sie die Arme vor der Brust verschränkte und mit einem finsteren Blick zur Seite schaute. Toshiro schüttelte den Kopf.

"Nein, Midori nimmt ihre Arbeit ernst. Und sie weiß, wie man Befehle befolgt." Er sah zu seiner Vizekommandantin hinüber. "Das war eine ausgezeichnete Idee, Matsumoto; sehr gut mitgedacht."

"Danke, Kommandant." Sie drückte Orihimes Schultern mit dem Arm, den sie um sie geschlungen hatte; sie würde auf ihre 'kleine Schwester' aufpassen, während Orihimes Freunde weg waren, und sie würde sicherstellen, dass Midori genau verstand, was Sache war.

"Nun, wir werden ab und zu vorbei schauen, um die Dinge im Auge zu behalten", fügte Renji hinzu. Bis zu diesem Zeitpunkt war er still geblieben. "Der Generalkommandant will versuchen, den Ball vorläufig flach zu halten. Also sind wir zurzeit die einzigen, die Bescheid wissen, ausgenommen Kommandant Ukitake und Kommandant Kuchiki. Allen anderen wird gesagt werden, dass ihr alle auf eine Langzeitmission geschickt werdet."

"Es könnte sein, dass wir eine weitere Person brauchen…" sagte Isshin langsam, der neugierig zu der schwarzen Katze herüber sah, die in den Raum geschlendert war. Urahara zog eine Augenbraue hoch, sagte aber nichts. "Schaut, wenn ihr das auf die richtige Art machen wollt, müsst ihr euch registrieren lassen – beim Staat."

"Wird das für uns drei ein Problem?" fragte Momo besorgt. Isshin wies ruckartig mit dem Daumen auf Urahara.

"So gut wie die gefälschten Papiere dieses Typs sind? Höchst unwahrscheinlich. Außerdem verlangen sie nicht viel – und ihre Unterlagen sind in einer derartigen Unordnung…"

"Und wir benötigen noch jemanden… wofür?" fragte Toshiro misstrauisch. Isshin warf ihm einen Blick zu der deutlich besagte du bist das Genie, find's raus.

"Ah…" Es war Chad, der nickte. Ichigo sah zu seinem stillen Freund hinüber. "Sie sollen angeblich minderjährig sein. Sie werden einen Erwachsenen brauchen…"

Toshiro stöhnte. "Kommandant Ukitake wird das geradezu lieben…"

Rukia seufzte, ihrem Gesichtsausdruck nach stimmte sie ihm zu. "Nii-sama ebenfalls."

"Ich denke nicht, dass wir meinen Vater dazu bewegen können, egal was Sie zu ihm sagen", sagte Uryu kopfschüttelnd.

Isshin lächelte ihn schief an. "Darauf würde ich nicht wetten."

"Um…" Tatsuki sah ebenfalls besorgt aus.

"Und du mach dir über deine Eltern keine Gedanken. Sie wissen über alles Bescheid." Ihre Augen fielen ihr beinahe aus dem Kopf.

"WAAAS?"

Isshin nickte. "Meine Frau und deine Mutter haben immer darüber geredet – was sie tun würden, wenn einer von euch Anzeichen von Magie zeigen würde… nachdem Masaki gestorben war, sagte deine Mutter, dass falls ich je Hilfe in diesem Bereich brauchen würde…" er seufzte melodramatisch. „Aber ihr beide habt beide das Alter erreicht, in dem sie normalerweise ausbricht, ohne Anzeichen zu zeigen, also haben wir alle erleichtert aufgeatmet. Das war voreilig, scheint mir."

"Würde eine Haushälterin ausreichen?" fragte Mizuiro.

"Ja, sicher – hat deine Mutter nicht so eine Art Dokument oder Handlungsvollmacht unterschrieben?" fragte ihn Ichigo. Mizuiro nickte.

"Also – wir müssen Kommandant Kuchiki herholen, um Rukia-chan registrieren zu lassen, ich schätze das ergibt Sinn, da er tatsächlich ihr Bruder ist. Und Kommandant Ukitake kann vorgeben, Kommandant Hitsugayas Onkel zu sein – da beide weißes Haar haben, können sie durchaus als verwandt durchgehen. Nun, was Vizekommandantin Hinamori angeht…" überlegte Urahara, dessen Sinne immer noch dem Weg der schwarzen Katze durch den Raum folgten, die gerade hinter Professor Dumbledore angehalten und sich gesetzt hatte. Dumbledore sah ein oder zweimal zu ihr hinüber; er dachte nicht weiter über die Katze nach, bis er bemerkte, dass einige der Teenager – Kurosaki, Kuchiki, Ishida, Abarai und Inoue – versuchten, sie nicht anzusehen, oder wenn sie das taten, einen nervösen, verblüfften Blick zeigten. Also sah er sich die Katze etwas genauer an.

"Wem können wir vertrauen?" fragte Renji, dessen Blick zur Katze und dann wieder zu Toshiro zurück huschte.

"Nun, mal sehen… Da ist Kyoraku…" zählte Urahara auf, "Soifon, Unohana… hmm. Ich hätte gesagt Komamura, aber es wäre ziemlich schwierig, ihn in einen Gigai zu bekommen. Das ist es eigentlich, was die Kommandanten angeht – jedenfalls die, die ich loslassen würde. Es gibt immer noch Sasakibe, den Leutnant des Generalkommandanten… Er weiß bereits über alles Bescheid. Die Vizekommandantin der Vierten Kompanie sieht älter aus… denkt dran, es muss kein Elternteil, Tante oder Onkel sein, nur ein rechtlich volljähriger Verwandter oder Vormund."

"Was ist mit Lisa? Sie ist bereits hier", schlug Ichigo vor.

"Das ist ein Gedanke, und sie ist dunkelhaarig, genau wie Momo-san", nickte Urahara nachdenklich. "Wenn es sein muss, kann sie außerdem tödlich ernst werden."

"Mit Betonung auf 'tödlich'", sagte Ichigo; er hatte von ihrem Kampf gegen die Dritte Espada gehört.

"Ich denke, wir sollten die Entscheidung dem Generalkommandanten überlassen, aber von allen Möglichkeiten die wir haben, würde ich Kommandantin Unohana wählen, wenn ich entscheiden müsste", sagte Isshin, "Mit Soifon als zweite Wahl."

Nachdem sie ihre Pläne geschmiedet und sich dazu entschieden hatten mit ihren Entscheidungen an den Generalkommandanten heranzutreten, drehte sich Professor Dumbledore um und sah die schwarze Katze an.

"Also", fragte er im Plauderton, "Ist es das, was Sie erledigen mussten?"

Yoruichi grummelte enttäuscht. "Wie lange haben Sie gebraucht, es herauszufinden?"

"Nun, Sie sind sehr gut", sagte er und lächelte sie an. "Keiner unserer Animagi kann sprechen – soweit ich weiß. Ich befürchte, es waren unsere jungen Freunde, die Sie verraten haben. Aus irgendeinem Grund machen Sie sie ziemlich nervös."

Yoruichi starrte die Teenager, die alle verlegen aussahen, mit einem finsteren Blick böse an.

"Wissen Sie", sagte Dumbledore mit einem schwachen Lächeln, "dass die Schüler ein Tier mitbringen dürfen? Eine Eule, eine Kröte – oder eine Katze."

Der Schwanz der schwarzen Katze zuckte einmal, als die Topazaugen zu ihm hochsahen.

"Das", schnurrte sie, "war die ungefähre Idee. Ich habe beschlossen, euch zu begleiten. Ich komme mit – ob ihr nun wollt oder nicht."

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Kurze Frage der Übersetzerin: Ich möchte gerne wissen, wer diese Geschichte liest. Kennt ihr euch eher mit Harry Potter oder Bleach aus? Soll ich ein paar zusätzliche Erklärungen mit einbinden?

Wenn ja, schickt mir eine PM oder hinterlasst einen Kommentar, was ich einfügen soll.

Bis zum nächsten Kapitel :-)