Summary: Xover Charmed und Harry Potter: Eine Vision von Phoebe führt die Mächtigen Drei nach England. Doch ist ihr Unschuldiger wirklich so unschuldig wie sie denken?
Disclaimer: Weder Charmed noch Harry Potter gehören mir; ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte. Es macht einfach nur Spaß:-) Also bitte verklagt mich nicht – es gibt bei einer armen Studentin sowieso nichts zu holen ;-)
Note 1: Reviews… jap, jetzt bekomme ich welche auf diese Geschichte! Muss ich wirklich noch sagen, was mir das bedeutet? Wie kann man am besten seine Begeisterung ausdrücken? ‚g'
So, zum Thema: Matt – Ich denke mal, da seid ihr alle auf dem richtigen Dampfer und ich mache es auch bald ganz offensichtlich. Es ist ansonsten einfach zu schwierig über ihn zu schreiben. Sonst kann ich nur sagen, was er macht aber nicht, was er sich dabei denkt und das wäre doch blöd. – Wollen wir ihn von jetzt ab also in den Reviews und Author's Notes bei seinem richtigen Namen nennen?
Namenlos: Zu dir muss ich jetzt mal ganz speziell was sagen! Keine, aber auch keine Review, die ich von egal wem auch immer bekomme, kann langweilig sein! Und deine schon gar nicht! Du hast mir damit immerhin gesagt, dass du nicht nur diese, sondern auch meine anderen Geschichten gelesen hast/liest und dass du sie alle toll findest! Und du hast mir deine allererste Review geschenkt! Hallo? Das ist ein großer Schritt – war es zumindest für mich damals :-) Also, ich fände es schön, wenn du deine Stummheit ablegen würdest und ich öfter Reviews von dir bekommen würde, die so motivierend sind! Oder die mir auch sagen, was ich falsch mache… Hast du vor, dich zu registrieren? Ich nehme mal an, du bist es noch nicht, weil du ja –noch- Namenlos bist?
Alles klar?
Heart's Desire
Kapitel 4
One man's theology is another man's belly laugh.
(Robert Heinlein, "Time Enough for Love")
Grimm-ige erste Stunde
Als der Hauself sie am nächsten Morgen abholte, war sie mehr als nur ein wenig müde. Mal abgesehen davon, dass sie recht spät im Bett gewesen war, war wohl der gestrige Tag auch sehr aufregend gewesen.
Als sie aus ihrem Zimmer trat, schlief Cole noch und sie machte sich den Spaß ein lautes „Guten Morgen!" in seine Richtung zu werfen. Er sprang auf, sah ihr grinsendes Gesicht, merkte, wie müde er noch war, grummelte etwas und schlief weiter.
„Okay, auf geht's", sagte sie freundlich zu dem kleinen Elf.
Dieses Mal bemühte sie sich, sich den Weg etwas besser einzuprägen. Sie nutzte dazu bestimmte Bilder an Weggabelungen oder Fenster, die den Blick auf die Umgebung von Hogwarts freigaben. Nur bei den Treppen hatte sie Probleme, nicht die Orientierung zu verlieren. Piper hätte da keine Schwierigkeiten gehabt, so viel war klar.
In der großen Halle angekommen bedankte sie sich bei ihrem Führer. Sie schaute sich um. Im Tageslicht war das ganze etwas weniger einschüchternd. Trotzdem hatte sie keine Ahnung, wo sie sitzen sollte. Am vernünftigsten wäre es, sich vorne am Lehrertisch neben Remus zu setzen und ein wenig höfliche Konversation zu machen.
Sie machte sich auf den Weg quer durch die Halle – da bemerkte sie bei... den Slytherins?... eine Gruppe Schüler um einen blonden Jungen, die es offenbar höchst erheiternd fanden, Harrys Ohnmacht vom gestrigen Tag in allen Einzelheiten, die sie nicht gesehen hatten, nachzustellen. Automatisch suchte Phoebes Blick den Tisch der Gryffindors und tatsächlich sah sie, wie die Schüler um Harry herum zu den Slytherins schauten. Harry selbst tat es zwar nicht, aber seine angespannten Schultern verrieten seine Nicht-Gleichgültigkeit.
Remus schien sie von vorne beobachtet zu haben, denn als sie jetzt noch einmal in seine Richtung sah, nickte er und zeigte unauffällig auf den Gryffindortisch. Er schien wohl ihrer Meinung zu sein. Gut. Sie lächelte ihm kurz zu, dann trat sie an die Schüler heran und fragte: „Guten Morgen! Kann ich mich zu euch setzen?"
Hermione, dankbar für die Ablenkung von den idiotischen Slytherins meinte: „Natürlich! Guten Morgen Miss Halliwell!"
Drei rothaarige Kinder, die wohl mit Ron verwandt waren machte ihr Platz. Sie stellten sich nacheinander vor und Phoebe sah, dass sie Recht gehabt hatte. Fred, George und Ginny...
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Nachdem Phoebe sich gesetzt hatte, wandte Remus sich an Dumbledore. „Wie lange wird Miss Halliwell bei uns bleiben, Sir?"
„Eine Weile", antwortete der Schulleiter unbestimmt und schmierte sich ein Brötchen mit bitterer Orangenmarmelade. „Sie wird ein paar Stunden besuchen und sich einen Überblick über Hogwarts verschaffen... Sie wird bleiben solange sie eben bleibt. – Ich würde mich tatsächlich sehr freuen, würde ihr Neffe eines Tages diese Schule besuchen."
Matt nickte neben Dumbledore, als könne er mit dieser Bemerkung etwas anfangen.
„Und was für Stunden werden das sein? Haben Sie einen der Schüler gebeten, Sie herumzuführen?"
Dumbledore lächelte. „Oh, nein. Ich überlasse es Miss Halliwell, das zu entscheiden und wie es scheint, hat sie auch schon Schüler gefunden, die ihr sicher gerne bei allen Fragen über Hogwarts weiterhelfen. Die Lehrer wissen Bescheid, dass sie vorbeikommen kann. Es ist also alles in Ordnung, Remus."
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Nach dem Frühstück begleitete Phoebe das Goldene Trio zu ihrer ersten Stunde: Divination. Sie war sehr gespannt. Sybill Trelawney war die Frau, der sie die Vision über Sirius verdankte. Was würde sie für eine Frau sein? Und dann war das Hellsehen ja auch gerade Phoebes Metier. Wie sah wohl Unterricht in diesem Fach aus?
Sie kletterte hinter Harry die Leiter zum Turm hoch und sah sich dann erstaunt in dem Klassenraum um – falls man das so nennen konnte. Es war eher eine Mischung aus ‚someone's attic and an oldfashioned teashop'. Sie ließ sich mit Harry, Ron und Hermione an einem der kleinen Tische nieder und konnte sich ein Lächeln beim Anblick der Kristallkugel darauf nicht verkneifen.
Als Professor Trelawney schließlich hereinkam und sie begrüßte erklärte das alles in diesem Raum. Ehrlich, die Frau war eine Katastrophe! Phoebe konnte nur ihren Kopf in ihre Hände stützen und ein „Oh Gott!" murmeln. Hermione, Ron und Harry sahen so aus, als wollten sie ihr zustimmen.
Immerhin beinhaltete die Stunde auch eine Tasse Tee, insofern fühlte sich Phoebe schon fast entschädigt. Sie tauschte ihre Tasse mit Hermione.
Hmhmhm…. Sie drehte sie und schaute aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Teeblätter. Aber nein, heute gab es in Hermiones Tasse wirklich nicht mehr zu entdecken als Teereste. Keine Zeichen, keine Omen. „Tut mir leid, Hermione. Vielleicht nächstes Mal. Wie ist es bei mir?"
Hermiones angestrengter Blick wanderte wiederholt von einer Seite in ihrem Lehrbuch zurück zum Tassenboden. „Ich bin mir nicht sicher", sagte sie dann langsam. „Kann das sein?" Sie drehte das Buch zu Phoebe um und tippte auf einen Text neben einem der Bilder. Phoebe überflog ihn. „Hm. Zeig mal her!"
Sie nahm die Tasse zurück und verglich die Teeblätter am Tassenboden mit dem Bild im Buch. „Ja. Das stimmt dann wohl."
Hermione starrte sie an. Phoebe lächelte und zuckte mit den Schultern. Die Teeblätter sagten für sie einen entscheidenden Kampf zwischen Gut und Böse voraus. So entscheidend, dass das Schicksal der Welt davon abhängen würde.
Nicht dass Phoebe das nicht beunruhigen würde. Aber es war auch nicht weiter überraschend für die Charmed One.
Hermione sah so aus, als wollte sie noch etwas sagen, doch Professor Trelawney trat an ihren Tisch und zog die Aufmerksamkeit der Mädchen auf Ron und Harry.
Als dann das allgemeine Raunen „Der Grimm!" durch die Reihen ging standen Phoebe und Hermione auf um der Professorin über de Schulter zu schauen.
„Hm." Hermione war ihre Skepsis deutlich anzusehen, als sie Harrys Teeblätter betrachtete.
Phoebe sah eher nachdenklich aus. Doch schließlich sah sie Harry an und lächelte. „Glückwunsch Harry! Sieht so aus, als würdest du bald ein Haustier bekommen!"
Ihre Worte gepaart mit dem fröhlichen Tonfall brachten ihr einige entgeisterte Blicke ein. Hermione kicherte.
Professor Trelawney drehte sich zu ihr um, blinzelte sie durch ihre dicken Brillengläser an, als sähe sie sie zum ersten Mal. Dann tätschelt sie ihr mit ihrer freien Hand die Schulter. „Miss Halliwell, meine Gute. Überlasen Sie doch diese anspruchsvolle Kunst den Hexen, die die Gabe besitzen. Ich befürchte, es ist etwas zu spät für Sie, es noch zu lernen… Außerdem verrät mir mein inneres Auge, dass Sie wohl nicht mehr Talent für dieses ehrwürdige Fach haben als Miss Granger hier, tut mir leid. Ihre Aura…. Nein, Ihre Aura ist schlicht nicht die einer Seherin."
Jetzt war Phoebe diejenige, die entgeisterte Blicke austeilte. Der Frau, die mit Hilfe unzähliger Visionen unzählige Unschuldige gerettet hatte, das zu sagen war…. Sie wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte.
Bevor sie jedoch in irgendeiner Weise reagieren konnte, hatte Hermione sich schon zackig abgewandt, ihre Sachen geschnappt und war aus dem Raum gestürmt.
Also drehte sie sich wieder zu Professor Trelawney um und nahm mit Daumen und Zeigefinger die Hand der Professorin von ihrer Schulter. Sie zwang ein höfliches Lächeln auf ihre Lippen. „Tja… ich werde dann wohl Miss Grangers Beispiel folgen und wünsche noch eine schöne Unterrichtsstunde. Bye Harry, Ron!"
Die Jungs nickten ihr etwas perplex zu, dann folgte Phoebe Hermione.
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Den Rest des Tages verbrachte Phoebe in der Bibliothek. Madam Pince zeigte ihr, wo alles zu finden war und ließ sie dann mehr oder weniger allein.
Ja, die Unterstützung des Schulleiters zu haben war eindeutig von Vorteil.
Nachdem sie eine gute Stunde ziellos in diversen Büchern geschmökert hatte – Die Bibliothek schien eine unerschöpfliche Fundgrube an Informationen zu sein! – zwang sie sich damit aufzuhören und mit dem zu beginnen, weswegen sie hergekommen war.
Sie nahm sich zuerst die Jahrbücher vor und fand bald James, Remus, Peter, Lily und Sirius. Das bestätigte, was sie in ihrem Traum über sie erfahren hatte. Ihr verschiedenen Schulaktivitäten – oder das Fehlen solcher, und die komischen Kommentare von Schülern wie auch Lehrern unter ihren Steckbriefen sprachen für sich.
Ihr nächster Anhaltspunkt war der Daily Prophet. Sie sah alte Aufgaben durch und lernte von Voldemorts Aufstieg und dem Terror, den er in England verbreitet hatte. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie den Wochen vor und nach dem Tod der Potters.
Bei der Beschreibung der schrecklichen Nacht in Godric's Hollow hatte Phoebe plötzlich eine Vorstellung davon, was der Dementor Harry noch einmal hatte erleben lassen.
Erschreckend war, wie klar Sirius' Fall nach dieser Lektüre war. Er war Secret Keeper gewesen. Punkt. Kein andere hatte vom Aufenthalt der Potters gewusst. Aber mit der Gewissheit von Sirius' Unschuld musste sie sich fragen, ob das wirklich so gewesen war. Unwillkürlich kamen ihr als Verdächtige Remus und Peter in den Sinn. Was wenn James und Lily in letzter Sekunde den Secret Keeper getauscht hatten? Und da Peter tot war, blieb als einziger der Freunde Remus übrig.
Doch Phoebe weigerte sich, Remus wirklich in Betracht zu ziehen. Sie hatte so wenig Zeit bisher mit ihm verbracht. Aber es schien unmöglich, dass er zu so etwas in der Lage sein könnte. Und wenn Dumbledore nur den geringsten Zweifel an Remus' Motiven haben würde, würde er ihn nicht an seiner Schule unterrichten lassen. Hm…
Also war dieser Gedankenpfad eine Sackgasse.
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Da beim Abendessen in der Großen Halle nur Flitwick, Snape und McGonagall anwesend waren, setzte sie sich wieder zu den Gryffindors.
„Ihr müsst mir sagen, wenn euch das auf die Nerven geht, okay?"
Hermione lächelte. „Aber nicht doch, Miss Halliwell!"
„Nennt mich Phoebe! – Also, was haben Hermione und ich noch verpasst in Divination?"
„Nichts", meinte Ron verstimmt. Harry nickte dazu. Professor Trelawney hatte nur noch einmal mehr als notwendig betont, wie sehr es sie schmerzen würde, dass Harry dem Tod geweiht war… danach hatte sie sie gehen lassen.
Smalltalk Phoebe, Smalltalk! Harry an gerade den Unterricht zu erinnern, in dem ihm ein Lehrer seinen Tod voraussagte gehörte nicht dazu! „Hm. Und waren die anderen Stunden besser?"
„Wie man es nimmt."
„Hm?" Sie sah Harry fragend an.
Ron erklärte es: „Malfoy dieser Idiot hat Hagrids erste Stunde versaut! Hagrid hat uns Seidenschnabel – seinen Hippogreif – gezeigt und Malfoy hat es geschafft, dass er auf ihn losgeht!"
„Oh… ein Hippogreif? – Aber… wie kann dieser Malfoy denn daran Schuld sein?"
„Hagrid hatte uns genau gesagt, wie wir uns ihm zu nähern haben", sagte Hermione. „Hippogreifs sind sehr stolze Tiere. Man muss vorsichtig sein. Harry hat es auf Hagrids Anweisungen hin geschafft sich ihm zu nähern. Himmel noch mal! Er ist sogar auf ihm geritten… aber Malfoy", der Name kam wie ein Schimpfwort aus ihrem Mund. „…hat Seidenschnabel beleidigt und ist auf ihn zugestürmt. Natürlich hat der Hipogreif da reagiert!"
„Hm… Es geht Malfoy doch aber gut, oder?"
„Wie bitte?" – „Hat sie gerade wirklich gefragt, ob es Malfoy gut geht?" – „Uh-uh." Die drei standen auf.
„Jetzt wartet doch mal!"
Die Jungs gingen einfach, doch Hermione wandte sich noch einmal um und lächelte entschuldigend. „Tut mir leid. Aber Malfoy ist einfach ein Thema, bei dem wir rot sehen… Bis Morgen!"
„Teenager", murmelte Phoebe und wandte sich wieder ihrem Abendessen zu.
ooo
oo
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