Hallo meine lieben.~
Bin wieder mit einem neuen Kapitel zurück! :D
Ich hoffe ja mal das es euch gefällt, Fluff is jedenfalls im Anmarsch! xD
Also ein klein wenig zum Kapitelende und ich versuche im nächsten auch ein wenig mehr zu bringen, mal schauen wie es klappen wird!
Demnach wünsch ich euch jetzt viel Spaß beim lesen! :3


Sky in the distance

4. Kapitel: Home – Endlich vereint


-o- Reborn -o-

Kaum das ich an unserem Haus angekommen war, Gott sei dank war ich sehr agil und Sonnenflammen unterstützte Magie half dem nur weiter, riss ich die Tür auf und stürmte in unser „Behandlungszimmer" wie wir es gern nannten.

Ich ignorierte die Leute im Wohnzimmer und auf den Fluren als ich meinen Weg mit Caelum im Arm suchte, darauf bedacht ihn trotz des Tempos so wenig zu bewegen wie möglich um die Verletzungen die ich noch nicht heilen konnte nicht noch schlimmer zu machen.

Wenigstens konnte ich die inneren Blutungen und die Rippe in seiner Lunge wieder in Ordnung bringen bevor ich mich auf dem Weg machte.

Und dann waren wir auch schon im Zimmer angelangt wo bereits ein Bett für den brünetten Jugendlichen bereitgestellt war wie auch das von mir beantragte Verbandszeug.

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Vorsichtig legte ich den bewusstlosen Jungen auf das Bett und begann auch sofort mit der Arbeit, denn ich wollte nichts riskieren das sich etwas entzündete.

Doch als ich nach dem Antiseptika greifen wollte, kam ein anderes Paar Hände mir zuvor und in dem Moment wurde mir klar das noch jemand anderes im Raum war.

Leise knurrend drehte ich mich zu dem Besitzer der Hand nur um zu erkennen das es sich dabei um Colonello handelte, welcher mich mit einem ernsten Gesichtsausdruck ansah.

Ich schulte mein Gesichtsausdruck zurück in eine neutrale Miene als ich den blonden ansah, worauf hin dieser kurz aufseufzte.

„Kora, Reborn, sei nicht so angespannt ich bin es nur und wenn du mal einen Gang runter schalten könntest dann könnte ich dir mit dem Kleinen da helfen.", kommentierte der andere und deutete dabei auf meine andere freie Hand, welche ich mittlerweile zu einer Faust geballt hatte und bei welcher die Knöchel weiß hervortraten bei dem Druck den ich dabei ausübte.

Nur gezwungen tat ich das was der andere sagte während dieser damit begann die Wunden des brünetten zu reinigen.

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Es dauerte zwar einen Moment, doch ich schaffte es mich wieder zu entspannen, meinen Griff zu lockern und das kaum merkliche Zittern abzuschütteln.

Colonello hatte sich mittlerweile den Torso des Jungen, meinen Jungen, vorgenommen und begann sämtliche nach außen erkennbaren Verletzungen mit Vorsicht, die man ihm nicht unbedingt an trauen würde wenn man wusste wie er sonst drauf war, zu behandeln wie auch dabei ein klein wenig seiner Magie spielen zu lassen.

In diesem Sinne war er doch recht nützlich, von allen Flammentypen waren Sonne und Regen die besten in Verbindung mit Heilung.

Was den Rest betraf... nun, das konnte auch ein wenig darauf ankommen wie die Flammen von der jeweiligen Person verwendet wurden und vor allem wofür.

Außer vielleicht Himmel, da kam es besonders auf den Anwender an.

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Während der blonde also seine Arbeit tat, machte ich mich ebenfalls an meine in Form dessen das ich mich um die Klauen Spuren im Gesicht Caelums kümmerte.

Es machte mich wütend die blutigen Kratzer zu sehen und wenn ich die in die Finger bekam die Caelum das angetan hatten...!

Oh wie die sich wünschen würden gar nicht erst geboren worden zu sein!

Allein dieser Gedanke hob meine Stimmung neben dem Wissen den Jungen endlich wieder zurück zu haben, entgegen dem Wissen das er Verletzt war und ich war mir bewusst das ich vielleicht ein klein wenig... extrem war bei dem was ich mir ausgemalt hatte aber irgendwo musste ich doch meinen Frust ablassen das man mir meinen Sohn Jahre lang vorenthalten hatte.

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Es dauerte auch nicht sonderlich lange, ehe wir den brünetten versorgt hatten mit ein klein wenig Hilfe unserer Sonnen- und Regenflammen.

Und nun lag er da, bewusstlos und in Bandagen gehüllt.

Er sah zerbrechlich aus, unterstrichen durch die Tatsache das er recht dünn war und auch nicht so groß.

Colonello hatte nichts weiter gesagt nachdem er seinen Teil gemacht hatte und schien schlau genug zu sein so schnell wie möglich zu verschwinden nachdem klar war das es dem anderen gut gehen würde.

Erst Recht nun da Caelums Körpereigene Flammen begannen den Heilungsprozess zu beschleunigen, die Tatsache das sie lange Zeit unterdrückt gewesen zu sein schienen, schien dem jedoch keinen Dämpfer zu geben.

Währenddessen blieb ich einfach nur an seiner Seite, genoss es einfach endlich bei ihm sein zu können und eine Hand durch seine Haare fahren zu lassen.

„Ob jemand Luce schon Bescheid gegeben hat...?", fragte ich mich leise, doch es stellte sich heraus das diese Frage vollkommen unnütz war, als besagte die Tür zu dem Raum in welchen wir uns befanden aufriss und uns, vor allem aber den bewusstlosen brünetten, außer Atem und mit einem Löwenplüschtier in den Armen ansah.

„Reborn... Caelum!", entkam es ihr und ich sah Tränen ihre Wangen hinab laufen.

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Ehe ich jedoch aufstehen konnte, geschweige denn etwas sagen, raste meine Frau auf das Bett zu und hielt im nächsten Moment auch schon unseren Sohn in Armen, jedoch darauf bedacht seine Verletzungen so wenig wie möglich zu strapazieren.

Mein Gesichtsausdruck wurde weicher bei diesem Bild das sich mir bot und welches so lange überfällig war.

Vorsichtig nahm ich Luce zusammen mit unseren Jungen in den Arm, wollte nur für einen Moment so mit ihnen bleiben, als etwas unsere Aufmerksamkeit auf sich zog.

Es war nicht einer der anderen, welche ich vor der Tür spürte egal wie sehr sie versuchten ihre Signaturen zu verbergen, nein es war Caelum der sich zu bewegen begann.

Es war nicht viel und wären wir nicht so nah an ihm und würden wir nicht so sehr auf ihn achten, hätten wir es vielleicht nicht mitbekommen.

Aber wir waren es und es schien so als würde der Junge unsere Nähe suchen, sich ein klein wenig weiter an uns kuscheln und auch seine Züge begannen sich zu entspannen, seine Lippen zogen sich zu einem sachten lächeln.

Als hätte er zuvor einen schlechten Traum gehabt und wusste nun war er sicher... wahrscheinlich begann er unbewusst wahrzunehmen wer wir waren.

Es war niedlich, anders konnte ich es nicht ausdrücken und das obwohl der andere schon achtzehn war!

Aber nun ja, dieses Alter hatte hier dann wiederum auch nicht viel zu bedeuten.

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Luce begann nun ebenfalls zu strahlen, auf eine Art und Weise die sie selten tat und die ich zuletzt bei Yunis Geburt gesehen hatte, Tränen standen ihr noch immer in den Augen.

Doch das was der brünette als nächstes Tat war dann fast schon wieder zu viel, ließ Luces Dämme weiter brechen und auch meine Lippen ein klein wenig weiter nach oben ziehen nachdem ich den kleinen Schock überwunden hatte.

„Mama... Papa...", es war nur leises Gemurmel, eigentlich kaum hörbar und doch so klar für uns.

Und dann öffnete sich ein paar karamellbraune Augen mit Flecken von Gold und orange.


-o- Tsunayoshi -o-

Das letzte das ich mitbekam war Schmerz, brennender Schmerz und orangene und gelbe Flammen.

Irgendwo war ich mir bewusst das ich im Wasser gelandet sein musste, aber mehr war da dann auch wieder nicht.

Alles war verschleiert von Schmerz und doch schien mit einem Mal eine gewisse Wärme an meiner Seite zu sein.

Es war irgendwie vertraut, so unsagbar vertraut und nostalgisch das ich weinen könnte wäre ich nicht so weggetreten, weinen und lachen.

Und dann fühlte ich mich sicher, geborgen, als könne nichts böses mehr geschehen, es war ein Gefühl das ich kaum kannte, das mir im Leben bisher nur selten begegnet war... noch nicht einmal in meinem sogenannten zu Hause.

Ich wollte bei dieser Wärme bleiben, bei diesem Gefühl von Geborgenheit das man eigentlich nur mit etwas ausdrücken konnte wie „zu Hause", „Familie"... „Mama... Papa..."

Nicht Iemitsu und Nana, sondern echter.

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Langsam begann ich wieder Kontrolle über meinen Körper zu erlangen und das erste das ich tat, war zu versuchen meine Augen zu öffnen.

Es war hell und es dauerte einen Moment bis ich überhaupt etwas richtig sehen konnte, doch als ich begann zu erkennen wo ich mich befand, ein Ort der mir übrigens völlig fremd erschien, wurde ich ein klein wenig verlegen.

Denn so wie es aussah, befand ich mich in den Armen einer Frau mit dunkelgrünen Haaren die fast schon schwarz wirkten und klaren blauen Augen in welchen Tränen zu stehen schienen und ebenfalls ganz nah befand sich ein schwarzhaariger Mann mit ebenfalls fast komplett schwarz aussehenden Augen.

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Für normal würde ich in einer solchen Situation Panik schieben, doch etwas in ihrer Mimik ließ mich innehalten, ließ mich entspannen... es fühlte sich an als würde ich sie kennen, zwar nur vage aber doch war eine Verbindung zwischen uns da.

...und sie waren es die dieses Gefühl von Geborgenheit ausstrahlten, welches mich einlullte.

Ich konnte es mir nicht verkneifen versuchen noch ein klein wenig mehr die Nähe der anderen zu suchen und vergrub mein Gesicht an der Schulter der Frau, spürte wie meine Hände halt suchten und fanden, eine wie es aussah um die Mitte eines kleinen Plüschlöwen.

Ich fühlte mich zufrieden und irgendwie Glücklich.

Mit halb geschlossenen Augen sah ich erneut auf, als ich leises Lachen von den beiden Anwesenden hörte, es ließ mich selber lächeln und es fühlte sich richtig an.

Es fühlte sich an als wäre ich zu Hause angekommen.

-o- Tsunayoshi -o-