Das ist eine Übersetzung. Das englische Original stammt von kitcat234 , die mir natürlich die Erlaubnis gegeben hat, ihre wundervolle FF zu Übersetzen. Hier habt ihr dann auch nochmal den Link: s/8950401/1/The-Prankster-s-Apprentice

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Ich hoffe, das Kapitel gefällt euch und über eine kleine Rückmeldung würde ich mich freuen.. :)

In diesem Sinne - here we go:

4.

George polterte gerade die letzten Stufen der Treppe hinunter, als er hörte, wie Hermine durch den Kamin im Hinterzimmer kam. Er warf einen Blick auf die Uhr und lächelte vergnügt. Punkt acht Uhr - wie jeden morgen. Was auch sonst? Eine Hermine Granger war nunmal pünktlich.

Grinsend betrat er den Raum, um sie mit einem „Guten Morgen!" zu begrüßen.

„Guten Morgen George."

„Na, bereit für eine anstrengende Woche", fragte er und beobachtete sie dabei, wie sie Mantel Handtasche an die Garderobe hing, ihr Namensschild am Pulli fixierte und ihn anschließend mit fragendem Blick musterte.

„Mh, ich denke schon.. Aber warum anstreng..." Sie stoppte und errötete ein bisschen. Wie konnte sie das nur vergessen! Bevor er ihr antworten konnte sprach sie weiter: „ Neeein! Diese Woche ist Valentinstag! Darum haben wir Freitag so viele Liebestränke gebraut."
Georges Augen glitzerten vor Vergnügen. Jeder wusste, dass Hermine den Valentinstag hasste.

„Sag mal, kann ich diese Woche im Lager arbeiten? Ich hasse diese verrückten Mädchen mit ihrem Gekichere und Gequietsche! Wirklich! Kann ich nicht einfach Brauen, die Regale auffüllen oder an der Anstecknadel arbeiten? De-Deswegen hast du mich doch eingestellt... Ich könnte.."

„Na, na, na! Wo bliebe denn da der Spaß? Nein! Du musst alle Fassetten dieses Zauberhaften Ladens kennenlernen bevor ich dich auf unsere neuen Erfindungen loslasse!", lachte er und je weiter Hermines Mundwinkel nach unten wanderten, desto breiter wurde sein grinsen.

„Alle Fassetten? Ich habe letzte Woche doch schon viel gesehen und gelernt. Ich kenne die Produkte, weiß wo ich sie im Lager und im Laden finde und wie man sie herstellt. Warum tust du mir ausgerechnet sowas an, George?"

Prompt reagierte der Angesprochene: Weißt du eigentlich, was du mir damals angetan hast, als ich nicht miterleben durfte wie du die Vögel auf Ron und seine LavLav losgelassen hast? Ich hätte sogar dafür bezahlt um das zu sehen!" Er grinste sie an. „Und das ist meine kleine Rache. Du wirst sehen, das alles ist halb so schlimm!"

Wenn Blicke töten könnten, dann wäre George in diesem Moment mausetot umgefallen. Sie wollte gerade zu etwas ansetzen, als die Glocke an der Tür, den ersten Kunden des Tages ankündigte. George sah sie erwartungsvoll an. Es half nichts, sie würde da raus müssten. Mit einem letzten vernichtenden Blick auf George drehte sie sich um, öffnete sie Tür zum Laden, und begrüßte den Kunden mit einem Lächeln, dass George zwar nicht sehen, aber definitiv hören konnte:

„Guten Morgen, kann ich Ihren irgendwie behilflich sein?"

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Noch bevor Hermine irgendjemanden sah, hörte sie Gekicher.

„Beim Merlin! Und du hihihi, willst das wirklich machen? Meinst du denn das wirkt?"

„Also Jenny hat gesagt, sie hat die damals benutzt, als sie sich in Martin verliebt hat. Und jetzt sind die schon fast ein Jahr zusammen. Es muss funktionieren!".

Während die beiden sich noch umsahen, bediente Hermine einen Jungen, der ungefähr 16 Jahre alt war. Er hatte gefallen an Georges neuester Erfindung gefunden: Valentinstagskarten! Natürlich mit einigen Überraschungen. Manche beinhalteten ziemlich unanständige Nachrichten. Andere sangen sehr schief und vor allen Dingen ununterbrochen bis zum 15. Februar. Der Junge entschied sich schließlich für eine Karte, die immer Glitzer spuckte, wenn man sie öffnete. Hermine packte sie ihm ein, kassierte und verabschiedete sich mit einem „Einen schönen Tag noch." bei ihm.

Sie hatte schon fast gehofft, dass die zwei Klatschtanten von vorhin vielleicht wieder gegangen waren, als die beiden auch schon vor ihr standen.

„Arbeiten Sie hier?", fragte da auch schon die Erste.

Hermine verdrehte innerlich die Augen. Sie war versucht zu sagen: 'Nein, ich trage dieses knallpinke Namensschild als modisches Statement!'. Aber da sie befürchtete, dass die beiden ihr das tatsächlich abkauften und ihr eventuell noch einen Vortrag darüber hielten, dass das Pink überhaupt nicht mit der Farbe ihres Pullis harmonierte, sah sie davon dann doch ab.

„Ja, ich arbeite hier. Kann ich euch behilflich sein?", beantwortete sie die Frage.

„Wo sind die Liebestränke?"

Mit einem Lächeln deutete Hermine auf ein blinkendes Schild mit der Aufschrift „Wunder-Hexe".
Einfach die Treppen rauf, und dann immer dem Schild nach."

„Funktionieren die denn auch", fragte da auch schon die Zweite.

„Natürlich.", war Hermines schnelle Antwort. Als die beiden sie immer noch fragend anblickten, fügte sie hinzu: „ Die Wirkungsdauer beträgt ungefähr 24 Stunden. Wie lange genau hängt von Größe und Gewicht des Jungen ab und der Attraktivität der Mädchens. Bitte nicht mehr als eine Ampulle pro 48 anwenden."

Die Mädchen grinsen sich an und rannten dann die Treppen rauf.

„Gern geschehen", murmelte Hermine mehr zu sich selbst.

Sie sah sich im Laden um und erkannte einen jungen Mann, der in etwa in ihrem Alter war. Er war in der letzten Woche schon mal da gewesen. Eigentlich hatte er etwas gesucht, um seiner Schwester einen Streich zu spielen. Während sie ihn durch den Laden geführt und beraten hatte, hatte er mindestens zweimal erwähnt, dass er keine Freundin hatte, und war für Hermines Geschmack ein bisschen zu nahe gekommen, als sie ihm ein paar Produkte gezeigt hatte.
Der Typ kam jetzt auf sie zu, stellte ein Päckchen auf die Theke und lächelte sie an.

„Ah.. Sie haben sie für unsere Blitz-Box entschieden? Eine sehr gute Wahl! Das macht dann fünf Galleonen.", sagte sie.

Er zahlte, beugte sich dann über die Theke zu ihr und fragte: „Sag mal, hast du eigentlich schon was vor am Valentinstag?"

„Ja, das hat sie.", sagte eine tiefe Stimme hinter ihnen. Hermine drehte sich um und sah George auf sich zukommen. Er legte einen Arm um sie und zog sie an sich heran.

„Einen schönen Tag noch, und beehren Sie uns bald wieder.", sagte er kalt.

Das Lächeln im Gesicht des Typs erstarb. Ohne ein weiteres Wort, nahm er seinen Einkauf und verließ den Laden.

„Entschuldigung , dass ich dich so überfallen hab. Wir hatten damals auch so ein Problem mit sehr aufdringlicher, männlicher Kundschaft als Verity hier gearbeitet hat. Sie hat uns immer ihre „Wachhunde genannt."

„Du musst dich nicht entschuldigen! Dankesehr! Ich hätte jetzt echt nicht gewusst, was ich ihm noch Freundliches antworten soll.", entgegnete Hermine.

„Dafür bin ich ja da. Und so kannst du immer freundlich sein. Freundliche UND attraktive Frauen, sind schließlich immer gut fürs Geschäft!", lachte er.

Hermine errötete. George bemerkte, dass er sie immer noch im Arm hielt, schnell ließ er ihn sinken und trat einen Schritt zurück.

In diesem Moment hörte er einen Schrei.
„Ach du scheiße! Ich bin noch nicht dazu gekommen, die Liebestränke aufzufüllen! Das sieht so aus als ob die sich um die letzte streiten!",damit griff er sich ein paar Ampullen und rannte in Richtung der beiden Furien. „LADYS! LADYS! Hier kommt Nachschub! Kein Grund sich zu streiten!"

Hermine sah ihm noch kurz hinterher und verkniff sich ein Lachen. Dann bemerkte sie einen kleinen Jungen, der verzweifelt versuchte an ein Rubby-das-Hühnchen Spielzeug zu kommen, dass ungefähr einen Meter über ihm an einem Seil von der Decke hing.

„Halli-Hallo", flötete sie während sie auf ihn zuging und dich zu ihm herunterbeugte. „Kann ich dir vielleicht helfen?"

Der Junge lächelte schüchtern und zeigte auf das Spielzeug. Hermine löste das Spielzeug vom Seil und hielt es ihm hin, woraufhin sich das schüchterne Lächeln in ein überglückliches Strahlen verwandelte.

Hermine konnte gar nicht sagen, wie sehr sie solche kleinen Momente liebte.

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„Also dann. Der Moment ist gekommen!"

„George! Du überdramatisierst."
„Ich und überdramatisch? Niemals!"

„Sagt einer der Männer, die ein Riesenfeuerwerk veranstaltet und einen ganzen Flur in einen Sumpf verwandelt haben, als sie die Schule geschmissen haben!"

„Ich bereue nichts! Das solltest du wissen!"

„Jaja, können wir jetzt zum Punkt kommen?", fragte Hermine ungeduldig.

„Schon gut, du Spaßbremse." Hermine verschränkte ihre Arme und sah ihn vorwurfsvoll, sagte aber nichts. „Fred hatte die Idee für diese Anstecknadel. Sie sollte das Aussehen der Kleidung verändern, wenn man es will. Wie ein Mertamorphagus seinen Körper ändern kann. Nur eben mit Kleidung. Das Problem ist, dass wir nie fertig geworden. Und seit Neuestem sogar irgendwie zurückgeworfen..."

„Was genau meinst du damit?, fragte Hermine.

„Naja, seit Neuestem hat es eine Art Eigenleben entwickelt... Aber sieh selbst!"

George löste den Spruch, der die Schublade verschlossen hielt und öffnete sie langsam. Hermine sah wie etwas Silbernes in rasantem Tempo aus der Schublade hinaus und quer durch den Raum flog. Mit einem Wooosh flog die Nadel knapp an ihrem Ohr vorbei.
Sie sah sich im Raum um, und sah eine herumstehende Flasche, die sie sich griff. Die Nadel war inzwischen an der Wand abgeprallt und rauschte nun direkt auf ihr Gesicht zu. Die holte aus und wehre das Ding mit der Flasche ab. Es prallte noch einmal an die Wand, wo George es dann zu fassen bekam, bevor es noch in durch die offene Tür in den Laden gelangen konnte.

„Es sieht so aus, als hättest du ein verdammt guter Treiber sein können, wenn du nicht das fliegen so gehasst hättest.", sagte George.

Er hielt ihr die Nadel hin, sodass sie einen Blick darauf werfen konnte.

Es war eine kleine, runde Nadel. Wie auf ihrem Namensschild konnte sie auf der Öffnung das Logo des Ladens erkennen. Und vor allem war sie geöffnet. Sie wollte gerade nach der Nadel greifen, als sie ein kleines, rotes Rinnsal sah, das Georges Handgelenk hinunterlief.

„Merlin! Du.."

„Ist schon gut", unterbrach George sie.

„Nichts da! Du blutest! Zeig mal her!"

Schnell schloss Hermine die Nadel und legte sie unter ein schweres Buch auf den Schreibtisch, bevor sie sich wieder zu George umdrehte. Die konnte die Nadel vibrieren hören.

Sie griff nach Georges Hand und drehte sie um und zog sie zu sich um sie zu inspizieren. Die Nadel war offen gewesen, und als George sie gefangen hatte, war sie tief in seine Hand eingedrungen.
George zischte vor Schmerzen.

Sie reinigte die Hand und heilte sie dann schnell.
„Schon fertig!", sagte sie zufrieden.

„Dankeschön."

Sie lächelte ihn einen Moment lang an, sie realisierte, dass sie immer noch seine Hand festhielt. Peinlich berührt ließ Hermine Georges Hand los und blickte zu Boden. George bemerkte dies und lächelte.

„Chrm, chrm.", Räusperte er sich. „Wie du sehen konntest, hab ich es einfach noch nicht hinbekommen. Ich hab ja nicht mal rausgefunden, wo das Problem ist..."

„Und hier komm ich ins Spiel richtig?"

Er nickte nur.

„In Ordnung, ich schau es mir mal an und guck was ich machen kann. Hast du Notizen gemacht, was du schon alles ausprobiert hast?"

Er ging du einem Regal und griff zielsicher nach einer von vielen Rollen Pergament.

„Das war Freds wichtigstes Projekt. Also sei gut zu ihm.", damit hielt er ihr die Rolle hin.

„Ich verspreche vorsichtig zu sein.", sagte sie und griff nach der Rolle, doch er zog sie weg.

„Du musst ES sagen!"

„Ich werde es nicht sagen!"

„Sag es!"

„Nein."

„Sag es."

„Nein"

„Sag ES!"

„Wieso denn?"

„Weil es bedeutet, dass du wirklich bereit für diese Aufgabe bist. Aber du sollstest es nicht leichtfertig sagen. Das ist eine ernste Sache. Wenn du ES sagst, dann musste du es auch meinen."

„George, ich -"

„Ist schon okay, ich verstehe, dass du das noch nicht sagen kannst.", sagte er resignierend.

Anfangs war Hermine sich nicht ganz sicher gewesen, aber jetzt war sie es: Er meinte das tatsächlich ernst. Das war kein Witz mehr. Anscheinend war ihm das wirklich wichtig. Wie konnte sie ihm diesen Gefallen ausschlagen?
„George?" Er sah sie fragend an.

„Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin!"

Auf seinem Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. Er drückte sie kurz an sich. Dann trat er zurück und reichte ihr sie Pergamentrolle. „Wenn das so ist: Hermine Granger, Willkommen in der Weasleys Zauberhafte Zauberscherze Familie!"

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Sie hat es gesagt. Gut oder? :D