Wortanzahl: 798 Wörter

Kapitel 4

„Außerplanmäßige Aktivierung von außen!", schallte es durch den Berg und keine zwei Sekunden später schon die nächste Durchsage.

„Medizinisches Team in den Torraum!"

Es war passiert.
Sie hatte en ganzen Morgen dieses Gefühl im Bauch gehabt und als sie in den Torraum rannte, fiel ihr auch ein, warum. SG-1 war draußen!

Angst stieg in ihr auf und als sie SG-1 sah, wusste sie, dass ihre Angst begründet war.
Ihr erster Blick galt Sam, die wenn auch erschöpft, unverletzt zu sein schien.
Ebenso wie Teal'c und auch Daniel.

Doch dann sah sie Jack. Blutüberströmt, ohne Bewusstsein wurde er in diesem Moment von Daniel und Teal'c auf den Boden abgelegt.

„Ich brauche hier eine Barre. Sofort!", rief Janet scharf und kniete sich neben ihn.

„Was ist passiert?"

„Wir wurden von den Einheimischen nicht so gut empfangen und ehe wir uns versahen … da war der Colonel getroffen und wir … sind wieder hier gewesen.", sagte Sam leise und auch, wenn ihre Stimme besorgt klang, war irgendwas an ihr seltsam. Kurz blickte Janet sie irritiert an, doch dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Jack zu. Er war nun wichtiger.

Währenddessen fühlte sich Daniel als würde er alles aus weiter Ferne erleben. Das durfte einfach nicht passieren. Nicht, nachdem er schon Sha're verloren hat ... nicht auch noch Jack.
Dieser wurde vorsichtig auf die Barre gelegt und Janet ging im Laufschritt neben ihn.
Zurück blieb Teal'c, der der Ärztin hinterher sah, ein zutiefst verstörter Daniel und eine besorgt dreinblickende Sam.

Was sollten sie jetzt tun? Ihnen blieb nur noch warten und hoffen und dies taten sie auch in der nächsten Stunde bis endlich die Nachricht, dass Jack außer Gefahr war. Aber selbst dann konnten Sie alle es erst glauben, als sie ihn atmend und lebend in seinem Krankenbett sahen.

Dort fand sich auch Daniel einige Stunden später vor. Inzwischen war es spät Nacht. 2 oder 3 Uhr, wenn ihm sein Gefühl nicht trog, doch er war sich nicht sicher …

Vorsichtig hielt er Jacks Hand in den seinen.

Er wusste, dass es ein dummer Gedanke war, doch er hatte wirklich Angst, dass er ihm weh tun würde, wenn er zu fest zudrücken würde. Als würde Jack irgendwas durch die Schmerzmittel spüren bzw. wenn würde er so und so eher andere Schmerzen fühlen...

Langsam und sehr, sehr vorsichtig strich er immer und immer wieder über Jacks Handrücken. Er musste ihn einfach berühren und ihm zeigen, dass er bei ihm war. Jack brauchte den Kontakt, aber vor allem brauchte er das hier ... Gott sei Dank, hatte Janet ihm erlaubt bei Jack zu bleiben.

Sie wusste wie sehr er das nun brauchte und war deswegen mehr als nur froh, dass sie `beschäftigt´ war. So konnte er wenigstens Zeit mit Jack verbringen wenn auch nicht ganz so wie er es sich immer ausgemalt hatte.

Doch wenigstens war Sam nicht hier... er wusste, dass dies ein schrecklicher Gedanke war, aber er würde es in diesem Moment nicht ertragen zu sehen wie sehr sie sich um Jack sorgte.

Er wurde jedoch aus seinen Gedanken gerissen als sich die recht kühle Hand, die er hielt, bewegte.

„Jack?", fragte Daniel sehr leise und beugte sich ein Stück weiter zu ihm rüber.

Und wirklich. Ein kleines Stöhnen entwich Jacks dünnen Lippen. Das reichte Daniel als Lebenszeichen aus und er sprang schon beinahe von seinem Stuhl.

„Warte …", kam es sehr leise und gepresst von Jack.

Wie auf Befehl hielt Daniel in der Bewegung inne, bevor er sich wieder zurücksetzte und dann vorbeugte, Jacks Hand wieder in den seinen.

„Danke … auch wenn ich den Doc mag … es wäre unpassend wenn sie jetzt kommt.", flüsterte der Kranke leise und verzog leicht das Gesicht.

Bei dieser Aussage runzelte Daniel die Stirn.

„Wieso sollte das unpassend sein?", fragte er ratlos.

Jacks Stimme war immer noch leise, weswegen Daniel ihn kaum verstand. Doch dann ergriff Jacks Hand sein Hemd und Daniel folgte willig dem stillen Befehl, bis sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter von dem von Jack entfernt. "Was ist Jack? Was meinst du damit?"

„Halt einfach mal die Klappe."
Und ehe er sich versah, war er mittendrin in einem Kuss … einem Kuss von und vor allem, MIT Jack O'Neill.

Doch nicht jeder sah diesen Moment als so glücklich an.

Janet, die eben Sam zu Jack geführt hatte, hielt mitten in der Bewegung inne und fühlte sich als würde die Welt stehen bleiben.

Das konnte doch nicht wahr sein. Das war doch ein Scherz! Dieser Bastard hatte die perfekte Frau und was machte er? Er knutschte fremd!

Immer mehr Wut wallte in ihr auf, doch dann erinnerte sie sich wieder daran, dass Sam neben ihr stand. Besorgt drehte sie ihren Kopf um, aber statt einer niedergeschmetterten und wütenden Sam sah sie eine breitlächelnde.

Was zum Geier war hier los?

Ende

A/N: Jaaa, hier ist wirklich Schluss. Wollt ihr wissen wie es mit Jack/Daniel und Sam/Janet weitergeht? Dann lest jetzt bitte bei „Behind the Mirror" weiter.

Ich hoffe euch hat unsere wirklich kurze Kurzgeschichte gefallen und vielleicht habt ihr ja auch Lust andere Werke von mir, Blood-Angel oder von uns zusammen zu lesen.

LG
Shadow