Extra-Warnings: Rassismus
4. Der Sklavenmond
Maaldoria war Jax auf Anhieb unsympathisch. Und das nicht nur, weil die Sonne dort die falsche Farbe besaß. Der Planet war im Grunde genommen ein Ödland, wenn man von den diversen Sklavenlagern und –märkten, die über den ganzen Planeten verteilt waren, absah. Gideons Datenbank hatte sie darüber informiert, dass der Planet vermutlich gar kein Planet war, sondern ein „entlaufener Mond", so ähnlich wie Pluto, da er aber keinen zugehörigen Hauptplaneten mehr besaß, bezeichneten ihn alle jedoch als Planeten, zugleich war aber der Spitzname „Sklavenmond" im Umlauf – im Grunde schien sich also niemand darüber einig zu sein, ob Maaldoria ein Mond oder ein Planet war, was Jax aber im Grunde ziemlich egal war - ob Mond, Planet oder Zwergplanet, er mochte diesen Ort einfach nicht.
Die große Frage, die sich ihnen stellte, als sie mit der Waverider auf Maaldoria landeten, war natürlich die, was sie mit den Fragmenten des Speer des Schicksals, die sich in ihrem Besitz befanden, tun sollten. Wenn sie eine Chance haben wollten Rip, Ray und Nate zu finden, dann mussten sie alle ihre Ressourcen dazu aufwenden, da die ganze Entführung aber eindeutig nach einer Falle der Liga der Verdammnis roch, wäre es fahrlässig die Speerstücke unbewacht zurückzulassen, aber noch fahrlässiger wäre es sie an einem Ort wie diesen mit sich herumzutragen. Was wenn sie verloren gehen würden?
„Es ist ganz einfach", meinte Sara, als sie darüber mit Jax in Rips Büro diskutierte, „Wir verstecken sie an Bord der Waverider und führen ein System ein, nach dem wir das Schiff niemals zu lange alleine unbewacht zurücklassen. Das letzte Mal konnte die Liga unser Speerstück nur an sich bringen, weil sie Rip auf ihrer Seite hatte. Ohne ihn wird es ihnen nicht wieder so einfach gelingen Zugang zur Waverider zu erlangen."
„Aber Thawne war an Bord, vergiss das nicht, und wer weiß, was er dabei alles in Erfahrung gebracht hat. Auf jeden Fall hat es ausgereicht um den Piraten genug Informationen über Gideons Funktionen und einen durchführbaren Einbruch in die Waverider zukommen zu lassen", erinnerte sie Jax, „Können wir es wirklich riskieren die Speerstücke unbewacht alleine zu lassen, sei es auch nur für wenige Minuten?"
Jax konnte Sara ansehen, dass ihr dieser Einwand gar nicht gefiel. Er konnte regelrecht spüren, dass ihr der Speer im Moment eigentlich vollkommen egal war, und es ihr nur darum ging ihre Omegas zu retten, doch zugleich wusste er auch, dass sie wusste, wie wichtig der Speer war. „Rip wäre meiner Meinung", warf er deswegen ein, weil er wusste, dass dieses Argument Sara besser zur Vernunft bringen würde als alles andere. Und außerdem war es noch dazu wahr.
Die ehemalige Assassinin seufzte. „Ja, du hast ja recht, aber wenn wir jemanden an Bord zurücklassen, schmälern wir damit unsere Chancen die anderen zu finden", meinte sie.
„Oder auch nicht. Wenn jemand an Bord der Waverider bleibt, dann kann er im Notfall angeflogen kommen. Das hat uns schon öfter gerettet, wie du dich vielleicht erinnern kannst. Und außerdem hätten wir dann immer jemanden, der schneller als die anderen von A nach B kommt. Selbst, wenn der Rest das Jumpschiff nimmt, die Waverider ist schneller", widersprach ihr Jax.
Sara schien darüber nachzudenken. „Na gut, du hast recht", gab sie zu, „Aber mehr als einer kann nicht an Bord zurückbleiben, und ich kann weder Mick noch Amaya befehlen Speerbabysitter zu spielen, wenn Ray und Nate irgendwo dort draußen sind."
Jax nickte. „Kein Problem. Dort draußen herrschen sowieso die Alphas. Und es ist so oder so das Klügste, wenn…" Er unterbrach sich als ihm wieder einfiel, was der Professor mit ihm besprochen hatte. „… wenn der Professor an Bord zurückbleibt", beendete er seinen Satz dann deswegen anders als zuerst geplant.
Sara nickte, doch dann stutzte sie, da ihr offenbar auch aufgefallen war, dass der Satz anders weitergegangen war als erwartet. „Der Professor?!", wiederholte sie ungläubig, „Nichts gegen Martin, aber bist du sicher, dass er die beste Wahl ist um das Schiff zu bewachen und es gegen mögliche Eindringlinge zu verteidigen?"
„Aber klar doch", behauptete Jax, „Immerhin ist der Graue verdammt schlau. Er wird sich von Thawne und seinen Kohorten nicht übertölpeln lassen. Und ich werde ein paar Fallen vorbereiten, die er auslösen kann, nur für den Fall der Fälle."
Sara sah ihn zweifelnd an. Dann meinte sie: „Gut, wenn du meinst, dass du uns bei der Suche von größeren Nutzen sein könntest als an Bord, dann soll es mir nur recht sein. Wir brechen in zehn Minuten auf. Und du kannst Martin beibringen, dass er hierbleiben muss. Viel Spaß. Ich verstecke inzwischen die Speerfragmente."
Jax nickte eifrig und sah dann Sara hinterher, als sie das Büro verließ. Das war irgendwie nicht so gelaufen, wie er es sich erhofft hatte. Aber der Graue hatte recht: Sara war nicht ganz auf der Höhe. Sie war abgelenkt und halb krank vor Sorge. Wenn sie eine Chance haben wollten ihre Freunde zu retten, dann brauchten sie jemanden, mit einem kühlen Kopf an vorderster Front. Und offenbar musste er das sein. Das bedeutete aber nicht, dass der Graue deswegen von der Idee alleine an Bord der Waverider zurückbleiben zu müssen begeistert sein würde. Nein, das bedeutete es überhaupt nicht.
Was soll's, ich habe schon schlimmere Gespräche hinter mich gebracht. Es wird schon nicht so schlimm werden. Und immerhin war das Ganze im Grunde genommen ja seine Idee. Also wird er schon ein Einsehen haben. Davon bin ich überzeugt.
„Wie meinst du das, ICH soll alleine an Bord zurückbleiben?! Denkst du etwa, mir wäre nicht daran gelegen Raymond, Captain Hunter und Dr. Heywood zu retten?!"
Martin Steins Empörung hallte durch das gesamte Schiff, zumindest kam es Amaya so vor. Von Jaxs Erwiderung hingegen hörte sie nichts. Aber sie interessierte sich auch nicht wirklich dafür. Was sie interessierte war endlich in die Gänge zu kommen und mit der Suche nach Nathaniel und Ray zu beginnen.
Seit die beiden entführt worden waren, wurde sie von Minute zu Minute zunehmend unruhiger. Zu den letzten bedeutsamen Dingen, die Nathaniel zu ihr gesagt hatte, zählte die Mitteilung, dass sie nicht zusammen sein konnten, weil sie ein Schicksal besaß, also nahm sie an, dass sie im Moment nicht wirklich zusammen waren, aber das hinderte sie nicht daran sich so zu fühlen als hätte man ihr ihren Gefährten geraubt.
Das Wissen um das Schicksal ihrer Familie und ihres Dorfes lastete sowieso schon schwer genug auf ihr, aber nun auch noch Nathaniel verloren zu haben und nicht zu wissen, was ihm gerade angetan wurde, nun das gab ihr so ziemlich den Rest. Unter diesen Umständen war es ziemlich schwierig nicht zum typischen Abbild eines Klischee-Alphas nach westlicher Vorstellung zu werden.
Sie hatten beschlossen sich als reiche Einkäufer auszugeben, da ihre Chancen auf diese Art an Informationen zu gelangen wohl am besten standen. Amaya wusste, dass Mick das alles für unnötig hielt und am liebsten einfach drauf losgestürmt wäre und alles und jeden niedergebrannt hätte, der oder das ihm bei der Suche nach ihren Freunden im Weg stand, und ein Teil von ihr konnte dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen. Besonders der Teil, der mit dem Tierreich in Verbindung stand, flüsterte ihr zu, dass niemand das Recht darauf hatte die verletzlicheren Mitglieder ihres Rudels einfach so zu entführen und zu misshandeln. Doch ihr war klar, dass ein beherrschtes Verhalten größere Erfolgschancen barg als tiergleiches Drauflosgebrülle.
Aber vorzugeben Sklaven kaufen zu wollen … Amaya war eine schwarze Afrikanerin, natürlich war das ein wunder Punkt. Aber so wie die Dinge im Moment standen, war sie bereit so gut wie alles zu tun um Nathaniel zurückzubekommen, selbst wenn es stimmte und es für sie beide wirklich keine gemeinsame Zukunft gab.
„Okay, wir sind dann soweit. Los geht's", meinte Sara, die neben Amaya auftauchte. Sie hatte sich umgezogen und trug nun seltsame Kleidung, die figurbetont war und teuer aussah, wenn sie aber auch unter einer Kutte verborgen werden konnte. Sara fing ihren Blick auf und erklärte: „Daxamitische Oberklasse, wenn wir so aussehen als wären wir für das Königshaus von Daxam auf Sklavensuche, dann bekommen wir vielleicht leichter Informationen über exotische Sklaven."
Amaya wusste nicht, wo Daxam lag, und was es mit dessen Königshaus auf sich hatte, und hatte bei ihrer eigenen Kleidungsauswahl vor allem auf Felle gesetzt, da sie annahm, dass das Tragen von diesen auch auf anderen Planeten als Zeichen von Vermögen angesehen wurde. Vielleicht hätte sie genauere Recherchen anstellen sollen, bevor sie sich umgezogen hatte. „Dein Outfit geht sicher auch durch", beruhigte sie Jax, der ähnlich gekleidet wie Sara neben diese trat, „Wo steckt Mick?"
„Ich bin schon lange bereit und warte nur noch auf euch", meinte eine tiefe Stimme hinter ihnen. Mick lehnte an der Wand. Er war so angezogen wie immer und hielt seine Hitzekanone in der rechten Hand. „Seid ihr wenigstens bewaffnet, oder denkt ihr das hier wird nur eine Modenschau?", wollte er dann von ihnen allen wissen. Sara deutete auf die Gürtel, die sie und Jax trugen, an denen Holster befestigt waren, die kleinere Schusswaffen beinhalteten. „Klein, aber effektiv. Rip hatte die in besonders gut gesicherten Vitrinen", erklärte Sara. Amaya präsentierte ein Gegenstück zu den Waffen der beiden, das sie aus ihrer Handtasche holte. Dabei mochte sie Schusswaffen nicht besonders. Kein Wunder, denn immerhin besaß sie ein Totem, mit dem sie auf die Macht des Tierkönigreichs zugreifen konnte – unter solchen Umständen erschien ihr jede andere Art von Waffe primitiv.
„Besser als gar nichts", kommentierte Mick, „Der Professor bleibt hier?"
„Er hat eingesehen, dass es so am besten ist", meinte Jax.
„Das hat sich für mich zwar anders angehört, aber mir soll es recht sein", erwiderte Mick nur, „Na dann mal los."
„Warte noch einen Moment", forderte Sara, „Nur weil mehr als sonst auf dem Spiel steht, bedeutet das nicht, dass das hier anders läuft als unsere sonstigen Missionen. Du wirst doch auf meine Befehle hören, oder Mick?!"
Der große Alpha schnaufte abfällig. Dann meinte er: „Natürlich werde ich das."
Amaya fand nicht, dass er besonders glaubwürdig geklungen hatte, aber Sara schien sich mit dieser Versicherung zufrieden zu geben und ging los in Richtung Rampe. Die anderen drei folgten ihr.
Die Waverider war nahe einem der größten Umschlagplätze von Sklaven auf Maaldoria gelandet, also brachten sie nur wenige Schritte zu tun um unter Leute zu kommen. Amaya erinnerte sich nur am Rande daran, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben einen fremden Planeten betrat. Es gab genug andere Dinge, die sie mehr beschäftigten. Trotzdem, das seltsame fremdartige Licht der falschgefärbten Sonne und die seltsam aussehenden Gestalten, zwischen denen sie sich durch drängten, lieferten ihr einen ziemlich deutlichen Hinweis darauf, dass sie nicht mehr in Kansas war. Nicht mehr in Kansas. Ich wünschte, es wäre so einfach, dass Nathaniel nur seine Hacken zusammenschlagen und sich nach Hause wünschen müsste um wieder bei mir zu sein, dachte Amaya bitter, als sie an einen gelben Kerl vorbeiging, der ein wenig aussah wie einer der fliegenden Affen der bösen Hexe. Leider würde es mit Sicherheit nicht so einfach werden.
„Zum Glück funktionieren unsere Übersetzer auch bei Aliensprachen, sonst wären wir hier wohl ziemlich aufgeschmissen", murmelte Jax.
„Wenn wir Aliensprachen auch lesen könnten, wären die Dinge allerdings um einiges einfacher", meinte Amaya und deutete auf ein großes Schild, das mit seltsamen Schriftzeichen übersät war und vermutlich wichtige Informationen übermittelte.
Jax zuckte die Schultern. „Wollen wir hoffen, dass wir auch so zurechtkommen."
Die meisten Anwesenden strömten auf ein Gebäude zu, das riesig und eckig erschien und von einem wieder nicht leserlichen Schriftzug geziert wurde. Da es ihnen eine gute Idee zu sein schien, ließen sich die Legends einfach von dem Menschenstrom mitnehmen. Im Inneren des Gebäudes gab es als Erstes eine Sicherheitskontrolle, doch diese schien nichts gegen das Mitnehmen von Waffen zu haben, sondern konfiszierte stattdessen hauptsächlich Flüssigkeiten, wie es schien.
„Was die da wohl nicht rein lassen?", wunderte sich Sara.
„Vielleicht Duftstoffe, die als Auslöser benutzt werden können", spekulierte Amaya, „Vermutlich wären sie nicht sehr erfreut, wenn jemand absichtlich Hitzen bei ihrer Omegaware auslöst."
„Sprengstoff", widersprach Mick, „Die wollen nur verhindern, dass jemand Flüssigsprengstoff hier rein schmuggelt. Entweder das oder es sind Drogen." Es war wieder einmal typisch für ihn immer vom brutalsten Fall auszugehen.
„Nun, zumindest haben wir nichts davon dabei", fand Sara das Positive an der ganzen Sache, „Also dürften wir kein Problem damit haben rein zu kommen."
Bald darauf waren sie an der Reihe überprüft zu werden. Die Wache, die sich um sie kümmerte, und deren Gesicht blau und seltsam gemustert war, warf Sara und Jax einen prüfenden Blick zu. „Gehören Sie zur daxamitischen Delegation?", wollte sie wissen.
„Oh, ja, wir hatten nur noch etwas auf dem Schiff zu erledigen, deswegen sind wir spät dran", log Sara, „Und wir haben Probleme mit unseren Kommunikationsgeräten. Es scheint irgendeine Art von Interferenzen zu geben. Wissen Sie zufällig, wo die anderen hingegangen sind?"
„Ich glaube hinüber in den Westsektor. Soll ich die Delegation ausrufen lassen?", bot die Wache an.
„Nein, danke, aber das ist nicht nötig. Wenn sie in den Westsektor gegangen sind, dann wissen wir wo sie hinwollten. Dort befindet sich das beste Omega-Angebot, nicht wahr?", erwiderte Sara schnell.
„Behaupten die zumindest", meinte die Wache nur, „Aber das behaupten sie alle."
Das klang nicht gerade hilfreich, aber zumindest schien die Wache mit Sara und Jax fertig zu sein und ließ die beiden durch. Nun waren Amaya und Mick an der Reihe. Die Wache musterte die beiden stirnrunzelnd. „Von welchen Planeten sind Sie denn?", wunderte sie sich, „Papiere bitte."
Na toll. Rassismus scheint es auch im All zu geben, stellte Amaya frustriert fest, offenbar wäre es doch besser gewesen sich diese daxamitischen Gewänder anzuziehen. „Wozu wollen Sie unsere Papiere sehen?! Die Papiere von denen da vorne wollten Sie auch nicht sehen!", beschwerte sich Mick und deutete auf Sara und Jax, die beide nur resignierend den Kopf schüttelten.
„Die sind mit dem Prinzen hier und gehören einem bekannten Käuferstamm an. Wer oder was Sie sind, kann ich hingegen nicht auf den ersten Blick feststellen, also bitte, Ihre Papiere", gab die Wache nur unbeeindruckt zurück.
Natürlich hatten sie keine intergalaktisch-gültigen Papiere dabei. „Wir stammen von der Erde", erklärte Amaya. „Nie davon gehört", meinte die Wache nur. „Ich bin Prinzessin Amaya Jiwe von Zambesi, und er ist mein Leibwächter. Ich bin eine zeitreisende Abenteuerin auf der Suche nach Nervenkitzel und Spaß", fuhr Amaya fort, „Und ich wurde noch niemals in keiner Zeitperiode nach meinen Papieren gefragt."
„Nun, es gibt für alles ein erstes Mal. Papiere, bitte", wiederholte die Wache nur stur.
Mick warf Amaya einen Blick zu, den sie inzwischen als „sag nur ein Wort und ich verbrenne sie alle" zu interpretieren gelernt hatte. Schnell schüttelte sie den Kopf und holte Ausweispapiere aus ihrer Handtasche. Dann überreichte sie der Wache diese. Es waren ein Pass und diplomatische Papiere, mit denen sie Gideon für ihre letzte Reise ins spätere 20. Jahrhundert versorgt hatte. Vermutlich würden diese Unterlagen sie nicht besonders weit bringen. Wenn die Wache so schlecht darin war ihr unbekannte außerirdische Sprachen zu lesen wie Amaya, dann würde sie mit diesen Papieren so gar überhaupt nichts anfangen können. Aber einen Versuch war es wert.
Die Wache nahm die Papiere entgegen und studierte einige Minuten lang stumm den Pass und dann die Diplomatenausweise. Amaya wartete gespannt ab. Schließlich meinte die Wache: „Von mir aus. Ich habe so was noch nie zuvor gesehen, aber es scheint in Ordnung zu gehen. Diese Erde liegt wohl nicht gerade um die Ecke von hier." Dann stempelte sie Amayas Pass ab und gab ihn ihr zurück. Manche Dinge scheinen universell gleich zu funktionieren. „Und der da ist Ihr Leibwächter, ja?", wollte die Wache dann wissen und zeigte auf Mick. Amaya nickte schnell, bevor Mick sich dazu äußern konnte. „Nun gut."
Die Wache seufzte und holte etwas aus ihrer Jacke, das sie dann Amaya reichte. Es handelte sich um eine flache Scheibe, die an einem Band befestig worden war, und die man sich wohl umhängen sollte. „Das ist für ihn, falls er nach seinen Papieren gefragt wird, und Sie nicht dabei sind", erklärte die Wache, „Viel Spaß auf der Suche nach Nervenkitzel und Spaß, essen Sie nichts von dem Imbiss-Wägen, wenn Sie keine Lust auf eine Überdosis Nervenkitzel haben. Nächster!"
Erstaunt ging Amaya weiter und reichte Mick die Scheibe, der diese stumm umhängte, wenn er dabei auch nicht gerade glücklich wirkte. „Was ist eben gerade passiert?", wunderte sich Amaya.
„Ich habe keine Ahnung, aber sei froh, dass es funktioniert hat", meinte Mick nur, „Jetzt sind wir zumindest drinnen."
Amaya nickte und verstaute ihren Pass und ihre restlichen Papiere dann ihrer Handtasche. „Mist", meinte Mick währenddessen wenig erfreut klingend.
„Was?" Amaya sah fragend auf und bemerkte, dass sie weder Sara noch Jax im Getümmel entdecken konnte.
„Diese Idioten hätten auf uns warten sollen", grummelte Mick, „Vermutlich hat sie irgendwo einen Hauch von Engländer gerochen, und ihre Libido ist mit ihr durchgegangen. Aber nein, ich bin ja der, von dem alle denken, dass er Probleme machen wird."
Amaya aktivierte das Funkgerät in ihrem Ohr. „Sara, wo seid ihr abgeblieben? Wir wurden doch noch durchgelassen", sagte sie und wartete. Doch es kam eine Antwort. „Jax?" Wieder antwortete niemand.
„Professor, können Sie Sara oder Jax erreichen?", fragte Amaya schließlich.
„Tut mir leid, Miss Jiwe, aber die Signale der beiden sind weg. Um ehrlich zu sein hat Gideon auch schon Probleme damit Ihr Signal störungsfrei hereinzubekommen", antwortete Professor Stein.
Offenbar hatte Sara das mit den Interferenzen nicht nur erfunden. „Nun, wir hatten ja sowieso geplant uns in zwei Stunden wieder bei der Waverider zu treffen", meinte Amaya, „Daran werden sie sich hoffentlich halten."
„Ihr Wort in Gottes Ohr, Miss Jiwe. Passen Sie auf sich auf. Wenn wir auch Ihr Signal verlieren, können weder die Waverider noch ich Ihnen zu Hilfe kommen, wenn es Ärger gibt", meinte Professor Stein.
„Dann wird es hoffentlich keinen Ärger geben", meinte Amaya nur und unterbrach das Signal.
„Mach dir nichts vor. Es wird Ärger geben", meinte Mick, „Wann hat es bei einem unserer Ausflüge schon jemals keinen Ärger gegeben?"
Amaya ersparte es sich darauf zu antworten. Sie konnte nur hoffen, dass der Ärger nicht so groß sein würde, dass der Professor im Endeffekt nicht nur die Omegas, sondern auch alle anderen von ihnen würde retten müssen.
A/N: Damit beginnt die Suche.
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