All: Erst mal ein riesiges Sorry, dass es sooo lange gedauert hat. Ich hatte ziemlich viel für die Schule zu tun, weil ich Ende Mai meine Fachabi- Prüfung geschrieben habe und dann kam auch noch Zuhause ziemlich viel Stress dazu, sodass ich einfach keine Zeit gefunden habe, hier weiterzumachen. Ich genieße aktuell meine freie Zeit nach den Prüfungen und hoffe, dass ich ein paar Updates schaffe. Dieses Kapitel wird leider nur etwas kurz ausfallen, weil es nur ein Übergangskapitel ist. Ich hoffe, dass ihr trotzdem Spaß beim Lesen habt.

Leon S. Kennedy1977: Du hast gleich durchschaut, was die Monster darstellen sollen. :D Stimmt, eine Mischung aus Vampir und Zombie. Ich liebe nämlich Vampire. Die Idee zu der Geschichte kam mir, als ich vor einiger Zeit mal wieder Blade 2 angeschaut habe. Mit Leon und Ada geht es jetzt erst mal weiter, also hast du noch ganz viel von den beiden. :)


Ada schaltete runter, gab Gas und überholte eine Schlange an Autos, die an einer Ampel standen. Als sie einige Kilometer hinter sich gebracht hatten, fuhr sie rechts an den Straßenrand.

Das Heulen von Sirenen erfüllte die Stadt und Polizeiwagen rauschten an ihnen vorbei. Hubschrauber flogen über sie hinweg. Der Polizei schloss sich unmittelbar ein Sondereinsatzkommando des Militärs an. Erleichterung durchströmte Leon, als er den Konvoi sah. Hunnigan hatte nicht lange gezögert und die richtigen Schritte eingeleitet.

Er nahm sein Handy und rief noch einmal beim D.S.O. an.

„Leon, was ist denn da draußen los?", fragte Hunnigan sofort.

„Wir wissen es nicht genau, nur dass irgendeine neue Seuche in der Stadt ist", erklärte er. „Haben Sie die Stadt abgesperrt?"

„Ja, wir haben sofort unsere Leute und das Militär losgeschickt, um Straßensperren zu errichten. Wir sind auch gerade dabei, den Flugverkehr einzustellen. Es kommt niemand mehr rein und niemand mehr raus. Der Präsident ist bereits informiert."

„Sehr gut."

„Leon, ich brauche so viele Informationen, wie es nur geht. Was ist da los bei Ihnen?"

„Wir sind im Park auf eine Frau gestoßen, die krank aussah und ständig davon geredet hat, dass sie Durst hat. Ihr Körper ist mutiert, dann ist sie auf die anderen Leute losgegangen, um…" Er zögerte kurz, um Worte verlegen, wie er die Situation am besten beschreiben sollte. „Um Blut zu trinken. Diese Zombies… sind ganz scharf auf Blut."

„Blut?"

„Ja. Und die Seuche ist verdammt aggressiv. Diese Monster sind stark, sehr stark. Unsere Leute müssen aufpassen."

„Ich werde es sofort weitergeben", sagte Hunnigan beunruhigt. „Wir treten wieder in Kontakt, ich bekomme gerade erste Bilder rein."

Leon konnte durch das Handy hören, wie sie im Hintergrund auf einer Tastatur tippte.

„Ich melde mich wieder", sagte Leon und legte auf.

„Und?", wollte Ada wissen.

„Die Stadt ist abgeriegelt, unsere Leute kümmern sich um die Monster. Bleibt zu hoffen, dass sie eine weitere Ausbreitung verhindern können."

„Gut, fahren wir in meine Wohnung. Wir brauchen ein paar Waffen", sagte Ada ernst, machte einen Schulterblick und reihte sich wieder in den Verkehr ein. Mittlerweile hatte sich der Verkehr gestaut und die Straßen waren dicht. Mit ihrem Motorrad konnte sich Ada jedoch zwischen den Autos hindurchdrängen.

„Moment mal, du hast eine Wohnung?", fragte Leon verwundert.

„Ähm, ja. Das war eigentlich die Überraschung, von der ich dir erzählen wollte", sagte Ada. „Aber dazu später mehr." Sie gab Gas und fuhr bei Rot über eine dichtbefahrene Kreuzung. Die Autos und LKWs hupten, doch der Verkehr bewegte sich nicht mehr. Die Straßenbahn war mitten im Getümmel stehengeblieben.

Während sie fuhren, wählte Leon eine weitere Nummer.

„Wen rufst du an?"

„Chris."


Barry und Natalia waren schon gefahren, nur Chris und Jill waren im Büro geblieben, um noch ein paar Arbeiten zu erledigen. Chris saß gerade an seinem Schreibtisch, als Jill und Rebecca Chambers hereinstürmten.

„Was ist denn los?!", fragte Chris, der durch das Knallen der Tür aufschrak. „Um Himmels Willen…"

„Chris, geh mal schnell ins Internet!", verlangte Jill. „Such einen Nachrichtenkanal!"

Chris war zu verdutzt, um reagieren zu können. Ungeduldig nahm ihm Jill sein Laptop ab und suchte eine entsprechende Seite, wo gerade eine Nachrichtensendung in einem Live-Stream übertragen wurde.

„Könntet ihr mir mal erklären, was eigentlich los ist?!", wollte Chris wissen.

„Sieh dir das an, ich hab es gerade im Pausenraum im Fernsehen gesehen", sagte Jill. „Die Seuche hat Amerika erreicht."

„Was?!"

Wir berichten live aus Washington, wo sich in diesem Moment eine Katastrophe ereignet", sagte eine Reporterin von CNN, die in einem Hubschrauber saß, in die Kamera.

Danach schwenkte die Kamera nach unten, um die Straßen der Stadt zu filmen.

„Was zum…?!"

Eine Horde Zombies lief durch die Stadt, Menschen rannten panisch und wildschreiend durcheinander. Der Verkehr war zum Erliegen gekommen und in den Straßen stauten sich die Autos. Soldaten und Polizei versuchten mit Feuergewalt, die Monster in Schach zu halten und zusammenzudrängen. Es waren die selben Monster, die Chris und sein Team in Afrika gesehen hatten.

Offenbar ist in der Hauptstadt eine bislang noch unbekannte Seuche ausgebrochen, die die Menschen in blutrünstige Kreaturen verwandelt. Das Militär und die Polizei versuchen die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Washington wurde weitläufig abgeriegelt, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Nach unseren Informationen will der Präsident den Notstand ausrufen", erklärte die Reporterin. „Noch ist nichts zur Ursache dieser Seuche bekannt, doch Terrorexperten sagen, dass es sich um einen neuen Anschlag ähnlich dem in Osteuropa und China vor ein paar Jahren handeln könnte."

Die Kamera schwenkte erneut auf das Geschehen unten in der Stadt.

„Verdammt, was ist denn da los? Scheiße…", murmelte Chris, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und fuhr sich mit den Händen durch die Haare. Er war plötzlich nervös und angespannt.

„Chris?"

„Meine Schwester ist in Washington. Sie wollte Leon besuchen. Verdammter Mist, ich muss sie sofort anrufen."

Als Chris gerade den Hörer abnehmen und Claires Nummer eingeben wollte, erschien die Sekretärin aus dem Vorzimmer.

„Ähm, Mr. Redfield? Ich habe hier einen Leon Kennedy vom D.S.O. am Apparat."


Chris meldete sich, als Leon und Ada gerade die Treppen zu Adas Wohnung hinaufhasteten.

„Leon, was ist los?"

„Chris, Ada und ich wir sind in Washington. Wir sind praktisch mitten drin im Geschehen."

„Was, du und… Ada Wong?!", fragte Chris. „Was tut die denn dort?"

„Das zu erklären würde jetzt zu weit führen", sagte Leon hastig und außer Atem. „Ich habe sofort den D.S.O. informiert. Das Militär und die Polizei scheinen die Lage unter Kontrolle zu haben. Chris, wir haben die Viecher gesehen, haben gesehen, wie sie mutieren und über andere Leute herfallen. Das ist gar nicht gut. Dieser neue… was auch immer, ist verdammt gefährlich."

Eilig sperrte Ada ihre Wohnung auf. Leon wechselte das Handy von einem Ohr zum anderen.

„Leon, habt ihr zufällig gesehen, von wem die Seuche ausging? Habt ihr den Überträger gesehen? War es zufällig eine junge Frau? Mit dunklen Haaren? Vielleicht Mitte zwanzig?"

„Ja, es war eine junge Frau", erklärte Leon, während Ada die Zahlenkombination an ihrem Waffensafe eingab. „Woher weißt du das?"

„Es gab in Afrika einen neuen Virusausbruch, den wir untersucht haben. Irgendeine Organisation namens New Era hat ein afrikanisches Dorf im Kongo infiziert. Zwei Entwicklungshelfer waren dort, eine davon, die junge Frau, ist in die USA ausgereist. Sie muss die Seuche eingeschleppt haben."

„Verdammter Mist!", fluchte Leon. Ada bereitete ihre Waffen vor und steckte Kampfmesser und Magazine ein, dann griff sie selbst zu ihrem Bogen.

„Leon, die B.S.A.A. hat dem D.S.O. ohnehin alles, was wir haben, zukommen lassen", sagte Chris. „Wir setzen uns wieder in Verbindung, OK? Wir werden es organisieren, dass wir nach Washington zu euch kommen."

„OK, dann reden wir später noch einmal", sagte Leon und wollte schon auflegen, da hielt ihn Chris zurück.

„Warte, Leon! Tu mir bitte einen Gefallen. Meine Schwester, Claire, sie ist in Washington, in einem Hotel. Bitte findet sie und holt sie da raus."

„Claire ist hier?! Alles klar, gib mir die Adresse, wir fahren hin." Chris gab ihm die Anschrift, dann legten sie auf. Leon nahm eine Pistole von Ada entgegen.

„Was willst du tun?", erkundigte sich Ada.

„Claire ist in der Stadt. Chris hat mich gebeten, sie abzuholen. Er ruft sie an, damit sie bleibt, wo sie ist."

„Und wo ist das?"

„Ein Hotel in der Innenstadt", erklärte Leon. „Ich hab die Daten auf dem Handy. Wir sollten uns beeilen."

Ada zog ihre Lederkombi aus. Leon zog eine Augenbraue nach oben, als darunter ein knappes, enganliegendes Kleid zum Vorschein kam, das mehr von Adas Körper preisgab, als es verdeckte.

„Ich fürchte, die Überraschung ist nicht ganz so gut gelungen, wie ich erhofft hatte", seufzte sie theatralisch. „Ich hatte den Tag eigentlich anders geplant. Nun ja…"

Leon grinste. Er wartete draußen, während sie in andere Kleidung schlüpfte.


„Claire weiß Bescheid", sagte Chris erleichtert. „Ich hab sie gerade noch rechtzeitig erreicht. Sie wollte nämlich selbst hinfahren, um zu sehen, was da vor sich geht. Glücklicherweise ist das Hotel ziemlich weit weg, von dem Ort, wo die Seuche ausgebrochen ist. Leon und Ada holen sie ab."

„Ada? Ada Wong?", fragte Jill entgeistert. „Was macht die hier?"

„Sie ist bei Leon", sagte Chris mit wenig Begeisterung. „Ich hatte irgendwie die Befürchtung, dass das früher oder später so weit kommen würde."

„Aber wenigstens wissen wir jetzt, dass die Frau die Seuche tatsächlich eingeschleppt hat", warf Rebecca vorsichtig ein. „Und wo sie war. Dann erübrigt sich die Fahndung nach ihr natürlich."

„Rebecca, du musst unbedingt mehr über diesen neuen Virus herausfinden. Kannst du dich bitte sofort wieder an die Arbeit machen?"

„Natürlich! Bin sofort dabei!", sagte Rebecca motiviert.

In diesem Moment kam O´Brian herein. Sein besorgter Gesichtsausdruck ließ nichts Gutes verheißen. Chris fragte sich ernsthaft, was noch kommen konnte.

„Clive, wir müssen sofort nach Washington!", drängte Jill.

„Ja, ich weiß. Ein Hubschrauber steht bereit, ihr könnt sofort los. Es gibt da allerdings noch etwas."

„Noch irgendeine Hiobsbotschaft?"

„In der Tat. Da ist nicht nur der Virusausbruch. Wir haben noch ein weiteres Problem", sagte O´Brian. „Die Technik hat mir gerade gemeldet, dass man einen Hackangriff bemerkt hat."

„Was?!" Chris und Jill waren sofort alarmiert. „Wie, was…"

„Heute Nachmittag hat sich irgendwer Zugang zu geschützten Dokumenten verschafft. Wir wissen noch nichts Genaues, nur, dass sie keinen Schaden angerichtet haben, also ging es nicht darum, unser System zu sabotieren."

„Was wollten die dann?!", fragte Chris.

„Ich weiß es nicht genau", musste O´Brian zugeben. „Wer auch immer es war, so etwas habe ich in der ganzen Zeit, die ich bei der B.S.A.A. bin, noch nie gesehen. Der Hackangriff war verdammt gut ausgeführt, also das waren mehr als nur Profis. Aber es gibt kein wirkliches Muster, sie haben einfach nur unser geheimes Datenarchiv geöffnet."

„Wie ging das Ganze vonstatten? Wieso hat man nichts gemerkt?", fragte Jill verwirrt.

„Die Angreifer haben binnen 15 Minuten sämtliche Firewalls überwunden", erklärte O´Brian missmutig. „Sie haben ein hochmodernes Programm benutzt, auf dem neuesten technischen Stand. Allerdings sagen unsere Techniker, dass es auf einer alten Spähsoftware basiert, die die Sowjets benutzt haben. Sie hatten es aber so wie es aussieht auf nichts Bestimmtes abgesehen."

„Was die Russen? Was wollen denn die Russen von uns?", fragte Chris, der sich auf das alles keinen Reim machen konnte. Und gedanklich war er ohnehin bereits bei seiner Schwester.

„Auch wenn wir es nicht mit Sicherheit sagen können, wir glauben nicht, dass die Russen uns angegriffen haben. Warum sollten sie?"

„Wenn die die geschützten Geheimdokumente abgerufen haben… Oh nein", sagte Jill.

„Jill?"

„Chris, überleg mal, dann wissen die jetzt alles über den C- Virus in Edonien und China… und über Jake."

Chris´ Herz schien für einen Moment auszusetzen. Daran hatte er gar nicht mehr gedacht. „Verdammt."

„Jill hat Recht. Wir haben Jakes persönliche Daten, sowie alles, was die in China über ihn erstellt haben. Außerdem… steht da alles über Sherry, dass die beiden zusammen sind, eine Tochter haben und ihr Wohnort", sagte O´Brian. „Die wissen jetzt alles über Jake."

„Ein neuer Virus und jetzt das. Können das alles Zufälle sein?", fragte Chris und ein betretenes Schweigen entstand.