Beth schwebte. Zumindest fühlte es sich so an. Sie war, was Sex anging, sicherlich keine Novizin, hatte viel Spaß im Bett mit Josh und auch den Männern vor ihm gehabt. Aber das, wovon sich ihr Körper gerade erholte, hatte sie noch nie erlebt. Mick hatte sie Mit Zunge und Händen zu einem Höhepunkt gebracht, der so schnell und so intensiv kam, dass sie kurz das Gefühl hatte, das Bewusstsein zu verlieren. Sie fühlte sich leicht und ein wenig so, als hätte sie ein bisschen zuviel Sekt getrunken, gleichzeitig aber so wohl, dass sie nicht wollte, dass dieses Gefühl jemals aufhörte. Ein kleiner Winkel ihres Bewusstseins hatte jedoch ihre journalistische Neugier bewahrt und sie fragte sich, wie es möglich war, dass ein Mann, mit dem sie noch nie intim war, so genau wusste, was sie brauchte und ebenso genau, wann sie es brauchte. Mick hatte immer genau dann den Rhythmus beschleunigt oder den Druck ein wenig erhöht, wenn sie es sich sehnlichst gewünscht hatte.
Langsam schlug sie die Augen auf und sah das lächelnde Gesicht Ihres Liebhabers über sich. Sie lächelte schüchtern zurück und hob dann ihren Arm um ihn näher an sich zu ziehen und ihn zu küssen. Sie konnte ihren eigenen Geschmack auf seiner Zunge erahnen und aus irgend einem Grund sorgte diese Erkenntnis dafür, dass sich erneut Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen sammelte. Auch Mick blieb, dank seiner geschärften Sinne, das neuerliche Aufflackern Ihrer Erregung nicht verborgen. Er ließ seine Hand wieder an ihrem Körper hinab gleiten, wurde jedoch von dem sanften, jedoch bestimmten Griff ihrer Finger um sein Handgelenk daran gehindert, sein Ziel zu erreichen.
„Das war... Mick, Ich weiß nicht... Wow!" sagte Beth, nicht ohne dabei leicht zu erröten. Ein strahlendes Lächeln breitete sich auf Micks Gesicht bei Ihren Worten aus. Er küsste sie erneut und versuchte, seine Hand aus ihrem Griff zu befreien und ihren Weg fortzusetzen. Doch Beth hinderte ihn daran.
„Nicht. Mick. Bitte." Als sie den enttäuschten Ausdruck auf seinem Gesicht sah, fügte sie noch hinzu: „Ich will dich ganz. In mir." Das letzte sagte sie so leise, dass Mick, wäre er ein normaler Mann gewesen, es wohl nicht gehört hätte. Da er jedoch war, was er war, konnte er sie sehr wohl verstehen und ihre Worte ließen sein Blut südwärts rauschen.
Beth konnte Ihm wiederum kaum mit Augen folgen, als er sich erhob, seine restliche Kleidung ablegte und dann sofort wieder zu ihr gesellte.
Beth streckte ihre Hände nach Mick aus und berührte ihn, sobald er wieder in ihrer Reichweite war. Die Wanderung, die sie früher am Abend begonnen hatte, wollte sie unbedingt zuende führen. Also ließ sie Ihre Hände über Micks Brust und Bauch gleiten, bis sie auf seine sehr offensichtliche Erregung traf.
In dem Moment, in dem Beth Ihn berührte, war es vollends um Mick geschehen. Er ließ sich nach hinten in die Kissen fallen und genoss einfach nur. Beth streichelte ihn mit langsamen, zärtlichen Bewegungen, die ihn so sehr erregte, dass er befürchten musste, der ganzen Aktion ein vorschnelles Ende zu bereiten, wenn er sie nicht stoppte. Er griff also nach ihrer Hand und brachte sie zum Stillstand.
„Wenn du so weitermachst, dann ist es vorbei, bevor wir richtig angefangen haben." sagte er mit vor Erregung rauer Stimme. Beth schaute überrascht von ihrem tun hoch und Mick konnte ein gewisses Glitzern in ihren Augen sehen, dass sie ein bisschen gefährlich und unglaublich sexy aussehen ließ.
„Trifft sich gut, ich kann es nämlich kaum noch erwarten, dich in mir zu haben." antwortete Beth mit einem Tonfall, der nichts mehr von der scheu enthielt, die sie früher am Abend gezeigt hatte. Mit diesen Worten ließ sich Beth auf seinem Schoß nieder und nahm ihn in einer flüssigen Bewegung ganz in sich auf.
Mick ließ ein tiefes, kehliges Stöhnen hören, dass sich mit Beths seufzen vermischte. Seine Hände fanden fast unwillkürlich ihre Hüften und gemeinsam fanden beiden einen Rhythmus, der sie immer näher zur gemeinsamen Erfüllung brachte. Als Mick merkte, dass Beth kurz vor Ihrem Höhepunkt war, brachte er sie mit einer schnellen Bewegung unter sich, damit er mehr Kontrolle über seine Bewegungen in ihr hatte.
Beth hatte nicht erwartet, dass es noch besser werden könnte, aber als sie sich plötzlich unter Mick wieder fand und er kraftvoll in sie stieß, merkte sie, dass der geänderte Winkel dafür sorgte, dass Mick bei jedem Stoß ihren G-Punkt stimulierte. Nie hätte sie gedacht, dass sie soviel Lust empfinden könnte.
Mick bemerkte, dass die veränderte Position ihre Wirkung auf Beth nicht verfehlte. Es bedurfte nun nur noch weniger Stöße, um sie erneut zum Höhepunkt zu bringen. Beth kam mit einem lang gezogenen Schrei und er konnte fühlen, wie sich ihre Muskeln um ihn herum rhythmisch anspannten. Er warf den Kopf zurück, stöhnte laut auf und versuchte, die Kontrolle über seinen Körper zu behalten. Er wollte sich nicht nur davon abhalten, jetzt schon Erfüllung zu finden. Er kämpfte auch darum, seine Lust auf ihr Blut unter Kontrolle zu behalten, denn ihre Aktivitäten der letzten Minuten hatten die winzige Wunde in Ihrer Leiste wieder zum bluten gebracht. Der vermischte Duft von Beths Blut und Geschlecht zusammen mit dem Gefühl, tief in ihr vergraben zu sein und ihre Muskeln um sich zu spüren war fast zuviel für seine Selbstbeherrschung.
Beth hatte sich inzwischen wieder soweit von ihrem Höhepunkt erholt, dass ihr der innere Kampf nicht entging, der sich auf Micks Gesicht spiegelte.
Sie legte ihre Hand sanft an seine Wange und sah ihm in die Augen. „Es ist in Ordnung, Mick. Du musst nicht verstecken, was du bist. Ich will dich genau so, wie du bist. Mit allem was dazu gehört."
Diese Worte sorgten dafür, dass Mick sich entspannte und seine Bewegungen in ihr wieder aufnahm. Beth hätte nicht gedacht, dass sie noch in der Lage wäre, mehr Lust zu empfinden, aber sie konnte bereits spüren, wie sich erneut die süße Spannung in ihr aufbaute, die ein sicheres Anzeichen eines erneuten Orgasmus war.
Als sie ihren Körper Mick entgegen hob, kamen ihr plötzlich Josephs Worte in den Kopf: Viele empfinden es als besonderen Kitzel, gebissen zu werden. Aus einem Grund, über den sie im Moment nicht so genau nachdenken wollte, ließ dieser Gedanke eine Welle der Hitze über ihren Körper laufen. Sie wollte keine Biss-Spuren am Hals, doch es gab noch andere Möglichkeiten, oder nicht?
Mick bemerkte, dass Beth ungeachtet der Reaktionen ihres Körpers mit ihren Gedanken nicht ganz bei ihm war. Bevor er sie fragen konnte, entblößte sie die zarte Unterseite ihres Oberarms vor seinem Gesicht. Er konnte das Blut in Ihrer Arterie dicht unter der Haut rauschen hören und der Geruch nach ihrem Blut machte ihn fast wahnsinnig. Ohne dass er es bemerkte oder verhindern konnte, kamen seine vampirischen Züge zum Vorschein. Das gehauchte „Beiß mich!" von Beth war alles, was es brauchte, um ihn vollends die Beherrschung verlieren zu lassen.
Er sank seine Reißzähne in ihr zartes Fleisch und der Geschmack ihres Blutes stießen ihn über die grenze und er kam lang und hart.
In dem Moment, als Beth seine Zähne in Ihrem Arm spürte, durchfuhr sie ein so heftiger Orgasmus, dass sie kurz wirklich dass Bewusstsein verlor. Als sie wenige Sekunden später wieder zu sich kam, atmete sie heftig und sah Micks sorgenvolles Gesicht über sich, auf dem keine Spuren seiner zweiten Natur mehr zu erkennen waren.
„Beth, es tut mir so leid. Ich wollte nicht... vergib mir bitte." Seine Stimme brach bei seinen letzten Worten und er zog sich langsam aus ihr zurück.
„Shhh, Mick, es war unglaublich und wundervoll und unbeschreiblich schön. Entschuldige dich nie wieder für so einen vollkommenen Moment. Ich.. ich denke, ich liebe dich."
„Oh, Beth..." war alles, was Mick noch hervorbrachte, bevor er sich in dem zärtlichen und leidenschaftlichen Kuss der wunderschönen Frau in seinen Armen verlor.
„Vielleicht gibt es ja doch manchmal ein Happy End für Monster..." war der letzte Gedanke von Mick, bevor er seiner Beth in einen erschöpften Schlummer folgte.
ENDE
