Kapitel 6
Anmerkungen:
Thea: Musst du mich so zum lachen bringen? Jetzt kann ich nieee mehr das Wort „Pille" verwenden und muss mir was anderes ausdenken g sonst würde das ja alles ins Lächerliche ziehen also ehrlich, das ist mir echt nicht aufgefallen.
Meinst du mit „Absätze wegnehmen" dass ich nur alle aneinander schreiben sollte, oder dass ich sie ganz weglassen soll? Also jetzt inhaltlich…(hat man das jetzt verstanden -.-)
hui-bui: ja mit der Warnung hast du wohl recht…das mache ich besser…obwohl soooo extrem fand ich's jetzt nicht…hab schon mal schlimmeres geschrieben g
und wegen deines anderen Einwandes…wäre doch ETWAS unrealistisch gewesen, wenn Sev erst nochmal kurz verschwunden wär, um ne Tube Gleitmittel zu besorgen oder? rofl
sich vorstell: Severus kommt zu Verres in den Laden: „Hey, Kumpel, hast du zufällig was schön Glitschiges? Ich hab nämlich vor, nen Werwolf zu vernaschen. Der lehnt übrigens grad in irgend nem Gebüsch und wartet, also mach hinne!"….sich aus den Gedanken reiß
all: keine Sorge ich bringe schon noch Licht ins Dunkel …nur Geduld
Remus presste sich an die kalte Steinmauer und hielt den Atem an. Dort waren doch eindeutig Schritte zu vernehmen. Er zwang sich dazu, flach zu atmen.
Dumbledore führte gerade eine kleinere Gestalt in Richtung des Tatortes. Remus konnte sich keinen Reim darauf machen, was der Direktor zu dieser Zeit hier draußen tat. Er wusste nur, dass man ihn nicht entdecken sollte…
Der Direktor, welcher hinter seinem Begleiter ging, blieb kurz stehen und sah sich um. War da jemand gewesen? Hatte er nicht gerade etwas gehört? ‚Unsinn!', sagte er sich. ‚Ich werde schon paranoid. Kein Wunder bei einem solchen Schrecken…'
Erst wenig später wagte Remus sich zu bewegen und starrte in die Richtung, in der der Direktor und sein Begleiter verschwunden waren. Nichts war mehr von ihnen zu sehen.
‚Wenn Dumbledore außer Haus ist…', dachte er ‚'stehen meine Chance vielleicht minimal besser, dass ich verschwinden kann.' So leise wie möglich betrat er die Eingangshalle und spähte unsicher ins Dunkle. Wo würde er am ehesten Flohpulver herbekommen? Welcher Raum war zu hundertprozentiger Sicherheit leer? Dumbledores Büro, das war klar, denn der Direktor befand sich ja draußen. Doch dazu musste er durch die halbe Schule und lief womöglich jemandem über den Weg.
Dann waren da noch Severus' Räume, wie ihm schmerzhaft bewusst wurde. Diese waren leer…hundertprozentig…und sogar nicht nur für heute Nacht…sondern für immer…
Remus biss sich auf die Unterlippe, als er erneut einen heißen Kloß in seinem Hals fühlte. Keine Zeit lange zu überlegen…
Irgendwie erschien es ihm als absolut ironisch, sich ausgerechnet Severus' Flohpulver zu besorgen. Der Mann, den er getötet hatte, würde ihm zur Flucht verhelfen…nein, er konnte Severus' Räume nicht betreten…also doch Dumbledore…er musste das Risiko eingehen.
Also schlich er langsam zur Treppe, welche in die Privatgemächer des Direktors führten. Er betrat die erste Stufe und fuhr sogleich panisch herum, denn er hatte einen eiskalten Luftzug an seinem Ohr gespürt. Er sah auf und starrte in die listig blickenden Augen von Peeves.
„Nanuuu, was tut denn der gute alte Lupin hier…hey, darf ich dir was verraten?", er hielt sich verschwörerisch die Hand vor den Mund. „Du bist ganz nackt!" Lupin starrte den Geist an. Dieser brach in schallendes Gelächter aus. Verdammt, er würde ihm alles versauen! „Sei ruhig, ich bitte dich!" Der Geist horchte auf. „AAAH, was hast du denn? Du solltest gar nicht hier sein, nicht wahr? Na na, wenn das Dumbledore erfährt!" „Aber das wird er nicht, denn du verrätst es ihm nicht!" Peeves verschränkte die Arme und umrundete den nackten Lupin. „Was er wohl dazu sagt, wenn ich ihm sage, dass ich heute Nacht gesehen hab, wie sein ehemaliger Lehrer für Verteidigung gegen die dunkeln Künste nackt die Treppe zu seinem Zimmer hinauf geht…noch dazu dann, wenn er selbst nicht da ist…verrat mir doch mal, was du da zu suchen hast." Remus wurde es allmählich Angst und Bange. Was, wenn das Scheusal ihn tatsächlich verriet? Würde Dumbledore ihm glauben? Würde er eins und eins zusammenzählen, wenn man Severus' Leiche fand? Er zwang sich dazu, seine Stimme beherrscht klingen zu lassen und räusperte sich. „Wenn ich es dir sage, versprichst du mir dann, dass du es keinem erzählst?" Peeves legte belustigt den Kopf zur Seite. „Klar, wenn du meinem Versprechen glaubst, ist es aber dein Problem." Er lachte erneut boshaft. Mist, ihm blieb nichts anderes übrig, als dem Geist eine Geschichte aufzutischen, die er vielleicht wenigstens für sich behalten ‚könnte'. „Ähm, nun gut, aber danach lässt du mich gehen!" „Kann schon sein…kann sein…" „Ich…äh…also das war so… Professor Dumbledore weiß längst, dass ich hier bin, denn ich hab ihn draußen getroffen… ich äh… war im Wald und hab nach einem Kraut gesucht, um äh…einen Trank zu brauen…ja...und dann…äh…bin ich ausgerutscht und in einen Tümpel gefallen…und meine Kleider waren nass…und äh…ja Dumbledore hat gesagt, ich könne mir etwas aus seinem Kleiderschrank nehmen…" Er räusperte sich und schlug sich innerlich selbst gegen die Stirn. Was um alles in der Welt hatte er sich denn da bloß ausgedacht! Hatte er völlig den Verstand verloren! Das hätte ihm doch nicht einmal seine eigene Großmutter geglaubt, obwohl sie in den letzten Jahren unter Alzheimer, Gicht und Ganzkörperathritis gelitten hatte! ‚Toll, Remus, wirklich klasse, du verdienst es nicht anders, als dass er dich verpfeift für so viel Dummheit!'
Peeves zog seine Augenbrauen nach oben und starrte Remus an. Dann hoben sich wie in Zeitlupe seine Mundwinkel und er brach in dröhnendes Gelächter aus. „Ach du Scheiße, Lupin! Was bist du nur für ein Idiot! Sei froh, dass unser Direktor so ein netter Kerl ist…HAHA…das ist ja das dümmste, was mir je untergekommen ist!" Remus verstand die Welt nicht mehr. Peeves GLAUBTE ihm? Langsam zweifelte er immer mehr an seiner mentalen Verfassung…ob er nicht DOCH träumte?
Er wandte sich ab von dem vor Lachen brüllenden Geist und rannte die Treppe hinauf. Wo Peeves schon so einen Krach machte, kam es auch nicht mehr darauf an, ob man seine Schritte hörte. Also, dass dieser Trottel ihm tatsächlich glaubte…
Okay andererseits…er war vergewaltigt worden, hatte sich verwandelt und schließlich auch noch seinen Peiniger umgebracht…verdiente er da nicht etwas Glück?
Keuchend hielt er auf der obersten Stufe inne…das Passwort! Oh nein, das Passwort! Jetzt war er verloren…das hätte ihm auch wirklich früher einfallen können! Er sank auf die Knie und presste verzweifelt das Gesicht in die Hände.
Eine kalte Hand tippte ihn an die Schulter. „Huhu, Lupin, was rennst du denn einfach so weg? Ich hab mich noch nicht zu Ende amüsiert! Was machst du denn da?" Remus schreckte auf. Er spürte zu seiner Verärgerung, dass ihm Tränen in die Augen stiegen. „Scheiße Peeves, hau doch endlich ab!" „Tse tse…was ist denn…hast du etwa vergessen, Dumbledore nach dem Passwort zu fragen…zu dumm!" Ein biestiges Grinsen erschien auf seinem fahlen Gesicht. „Soll ich es dir verraten?" Remus biss sich auf die Unterlippe. „Sag schon!", presste er hervor. Peeves umrundete ihn und brummte leise. „Und waaaaas…krieg ich dafür?" „Nichts!" Remus stand auf. „Dann geh ich eben hinunter und frag den Professor selbst!" Peeves versperrte ihm den Weg. „Nein warte, ist schon gut." ‚Wow, der Bluff hätte nach hinten losgehen können…' „Also?" „Das Passwort ist „Geleefrucht". Aber ich hab da noch eine kleeeeine Bedingung… wenn du da drin bist, gib mir die Flasche, die auf Dumbledores Schreibtisch steht! Die kleine rote! Die hab ich Snape geklaut, doch der Professor hat sie mir abgenommen…du willst ja sicher nicht, dass die ganze Schule erfährt, dass Remus Lupin nachts nackt in Dumbledores Zimmer schleicht…" Er pfiff durch die Zähne. Snape, Snape, immer wieder Snape! Jetzt war er schon tot und trotzdem wurde er ständig an ihn erinnert! „Schön Peeves!" Er trat vor und nannte das Passwort. Dann betrat er Dumbledores Gemächer und drehte sich noch einmal um. „Eine Frage noch…warum holst du sie dir nicht selbst?" Peeves schnaubte. „Weil kein Geist sein Zimmer betreten kann, du Schlaukopf!" Remus nickte bedächtig und brachte ihm wenig später die Flasche. „Hier und jetzt mach, dass du wegkommst!" Er verschloss die Tür und trat an Dumbledores Kamin, auf dem eine kleine Vase mit Flohpulver stand. Er konnte es selbst nicht fassen, dass er es tatsächlich geschafft hatte. Er nahm etwas von dem Pulver, warf es in den Kamin und sagte deutlich: „Quartier des Phönixordens, Privatgemach von Nymphadora Tonks."
Tonks lag in ihrem Bett und schlief. Ihr Haar war wie üblich kurz und pink und fiel ihr in Strähnen ins Gesicht. Remus ließ sich vor ihrem Bett nieder und fasste sie an der Schulter an. „Wach auf, Tonks, bitte!" Sein schlug die Augen auf und fuhr erschreckt in die Höhe. „Meine Güte, Remus, was machst du…" sie hielt inne und ihr Blick wanderte an seinem nackten Körper hinab. „Remus?" „Sag nichts…ich…" Er verbarg das Gesicht in ihrem Laken und Tränen rannen seine Wange hinab. Tonks sprang entsetzt aus dem Bett. „Was hast du denn, Remus? Wo kommst du denn her…und was ist mit deiner Schulter?" Sie legte ihm den Arm um den Körper und strich ihm leicht über den Rücken. „Nun sag schon."
Remus sah auf und blickte durch einen Vorhang aus Tränen. „Ich…es ist wieder geschehen…ich hab mich verwandelt…" Tonks riss die Augen auf. „Aber…wir haben nicht Vollmond…wie…" Remus schüttelte den Kopf. „Das scheint nicht mehr wichtig zu sein…"
Und er erzählte ihr, wie er zum ersten Mal auch bei normalem Mond zur Bestie geworden war, erzählte von dem Heilmittel, das Bullock ihm gegeben hatte, redete davon, dass er Severus nach Hogwarts gebracht hatte und dass es dort passiert war. Nur die Episode von Severus' Übergriff erwähnte er mit keinem Wort. Stattdessen berichtete er unter Tränen, dass er sich erst wieder daran erinnerte, als er zurückverwandelt im Wald gelegen hatte, und wie sein Körper blutbeschmiert war. „Nur Snape kommt als Opfer in Frage…" presste er hervor. Tonks schlug erschrocken die Hände vor den Mund. „Oh mein Gott, Remus, das ist ja schrecklich! Was wird passieren, wenn sie seine Leiche finden! Hat man dich gesehen?" Er schüttelte den Kopf. „Nein…niemand." Und er führte aus, wie er hatte fliehen können. „Aber…was soll ich denn jetzt bloß tun? Wenn sie herausfinden, dass ich es war, der…" Er ließ den Gedanken unausgesprochen.
Tonks stand auf und wanderte kopfschüttelnd im Zimmer umher. Sie war ein gesetzestreuer Mensch, doch jetzt würde sie alles tun, um Remus' Tat zu vertuschen. Schließlich hatte er es ja nicht mit Absicht getan. Sie blickte ihn an. „Und Severus ist wirklich…" Er hob die Schultern. „Ich kann mir keine andere Möglichkeit vorstellen." „Ach Remus…" Sie kniete neben ihm nieder und nahm ihm in die Arme. „Es wird niemand erfahren, dass du es warst! Ich werde sagen, dass du bei mir warst, die ganze Nacht, sollte man dich verdächtigen. Und wieso sollte man das überhaupt tun? Es wird alles wieder gut!"
Er hätte Tonks zu gerne geglaubt, doch Severus…er war tot….er würde ihn nie wieder sehen…wieso hatte er es ihr nicht erzählt?
Tonks hob sein Kinn an und blickte ihm in die Augen. „Es wird alles gut, hörst du?" Ihre Lippen näherten sich seinen…und dann küsste sie ihn…
Remus schloss regungslos die Augen…zu gern hätte er ihr geglaubt…
Ein stetiges Klopfen riss Severus aus einem tiefen, traumlosen Schlaf. Er öffnete die Augen, unsicher, ob das Klopfen echt gewesen war. ‚Bumm, bumm, bumm' Keine Frage, es kam tatsächlich von seiner Kerkertür. Der Zaubertrankmeister stand auf und schleppte sich zur Tür. Er öffnete sie einen Spaltbreit und starrte in Dumbledores Gesicht. Schlagartig fiel ihm die letzte Nacht ein und er seufzte. Hatte man schon herausgefunden, dass es Lupin gewesen war?
„Guten Morgen, Severus. Hier ist eine junge Frau vom Zaubereiministerium, die sich gerne mit dir unterhalten würde….du weißt schon…über letzte Nacht." Severus nickte resignierend. Albus trat einen Schritt zur Seite und eine kleine, drahtige, junge Frau mit hüftlangem schwarzen Haar und himmelblauen Augen trat hervor. „Guten Morgen, Professor Snape, es tut mir Leid, Sie zu stören aber der Fall bereitet uns allen Kopfzerbrechen. Es ist einfach furchtbar, der Kleine war doch noch ein Kind!" Severus antwortete nicht, sondern ließ die beiden schweigend eintreten. Albus nahm auf einem alten Eichenstuhl Platz, während die junge Frau mitten im Raum stehen blieb. „Mein Name ist Azura Questine.1 Ich bin vom Ministerium mit dem Mordfall betraut worden, den Sie, Professor, entdeckt haben. Ich hätte da einige Fragen an Sie. Severus reichte ihr schweigend die Hand und räusperte sich dann. „Fragen Sie…"
Azura zückte ihren Zauberstab und eine kleine Feder sowie ein Notizbuch erschienen aus ihrer Tasche, bereit, jedes Wort aufzuschreiben. Dann fuhr sie sich durch ihr langes, seidig schwarzes Haar und blickte den Zaubertrankmeister an. „Der Tote heißt Alexander Pitch.2 Er war elf Jahre alt und besuchte die erste Klasse." Snape nickte. Er kannte den Jungen…
„Er ist an einer großen, klaffenden Wunde in der Brust gestorben, vermutlich verursacht durch eine Pranke eines sehr großen Tieres. Warum waren Sie beim verbotenen Wald?" „Ich…", Severus' Gehirn arbeitete auf Hochtouren. Er würde dieser für seinen Geschmack viel zu selbstsicheren Hexe sicherlich nicht von seiner Krankheit erzählen. „Ich ging spazieren. Das tue ich öfter abends, es lenkt mich von den ganzen miserablen Schülern ab." Dumbledore hustete leise. „Nun, das beantwortet nicht meine Frage, warum ausgerechnet kurz vor dem verbotenen Wald?" „Ich bin ein erwachsener Mann und brillanter Zauberer…der Wald schreckt mich nicht ab… im Übrigen dürfte ich wohl kaum zu den Verdächtigen zählen." Er wandte sich ärgerlich von dieser aufdringlichen Person ab.
„Nun gut, Mr. Snape. Haben Sie denn irgendetwas bemerkt? Ein Tier, das den Jungen entdeckt haben könnte? Woher stammte außerdem die Verletzung an ihrer Schulter?" Questine wies mit einem Kopfnicken auf den Verband an seiner Brust. „Hm… ich hörte plötzlich ein Rascheln…dann sprang etwas Großes aus den Büschen und warf mich zu Boden…ich konnte nichts Genaues erkennen, es muss eine der Kreaturen aus dem verbotenen Wald gewesen sein…" Sie musterte den Zaubertrankmeister und Snape war mehr als froh, dass er Okklumentik beherrschte…
„Und wie haben sie dann den Jungen gefunden?" Sie strich sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr und spielte mit einem langen silbernen Ohrring. „Ich hielt es für nicht besonders klug, im Wald zu bleiben und wollte zum Schloss zurück…die Blutlache war wohl kaum zu übersehen…dann bin ich zu Professor Dumbledore gegangen und der Rest dürfte Ihnen bekannt sein. Ich kann Ihnen nicht helfen, also würden Sie mich jetzt bitte in Ruhe lassen…" Questine hob die Augenbrauen. „Immer langsam, Professor. Wie erklären Sie sich, dass eine Kreatur aus dem verbotenen Wald in die Nähe der Schule kam? Das ist höchst ungewöhnlich." Severus spürte, wie sein Ärger langsam größer wurde. „Das herauszufinden dürfte dann wohl Ihre Aufgabe sein.Guten Tag…" Albus erhob sich. „Severus, versteh doch…ich weiß, dass es nicht leicht für dich ist, aber Miss Questine muss ihren Job machen. „Trotzdem würde ich Sie jetzt beide bitten zu gehen! Ich weiß nichts mehr, Professor und möchte nur meine Ruhe…" Albus nickte. „Schon gut…kommen Sie, Miss."
Questine warf dem Zaubertrankprofessor einen seltsamen Blick zu. „Ich habe das komische Gefühl, dass Sie mir etwas vorenthalten, aber da Sie mit der Sache nichts zu tun haben können, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als Ihnen zu glauben. Guten Tag…" Und Sie schritt gefolgt von Albus aus Snapes Zimmer.
Severus legte sich auf sein Bett zurück und starrte an die Decke. Er hoffte, sie würde ihn jetzt in Ruhe lassen. Er hätte ihr von Lupin erzählen können, doch welche Erklärung hätte er dafür gehabt, dass er sich zusammen mit diesem im Wald aufgehalten hatte? Keine, wie er fand, und deshalb musste er den Werwolf wohl oder übel in Schutz nehmen. Er fragte sich, wo Lupin gerade war. Hatte er noch weitere Opfer gefunden? Wusste er, dass er den Jungen getötet hatte? Wie hatte er sich ohne Vollmond überhaupt verwandeln können?
Severus presste seine Hände an die Schläfen und versuchte sich daran zu erinnern, was passiert war, nachdem er zum Schloss hatte gehen wollen. Wieso klaffte eine so große Lücke in seiner Erinnerung? Genau genommen hatte er nicht einmal den endgültigen Beweis, dass Lupin sich verwandelt hatte…doch was hatte sonst geschehen können…nichts…es gab keine andere Möglichkeit…
Remus stand auf und machte sich einen Kaffee. Ohne Zauberstab war es mühsam…man musste alles selber machen. Er war leise aufgestanden, um Tonks nicht zu wecken. Sie hatten heute Nacht Seite an Seite in ihrem Bett geschlafen und Tonks warmer Körper hatte ihm geholfen, zumindest einen Funken Trost zu finden. Sie hatte ihn geküsst… bedeutete das, dass sie sie jetzt als Paar betrachtete?
Er ließ sich auf einem Stuhl wieder und trank einen Schluck des heißen Gebräus. Durch das geöffnete Fenster flog eine Eule und ließ eine Ausgabe des Tagespropheten vor ihm fallen. Sein Blick fiel auf das Titelblatt und er erschauderte: „TODESFALL IN HOGWARTS!", lautete die Schlagzeile. Er keuchte und krallte seine Hände in das Papier. Jetzt konnte er schwarz auf weiß von seiner Tat lesen…Severus…
Seine zittrigen Augen flogen über die Zeilen. „Gestern Abend wurde der elfjährige Alexander P. vor den Toren von Hogwarts tot aufgefunden…" Alexander P.? Remus riss die Augen auf. Ein kleiner Junge? Und was war mit Severus? War es etwa gar nicht Severus' Blut gewesen, das an seinem Körper geklebt hatte? Aber…wo war er dann?
1: Azura Questine: Ihr kennt ja mittlerweile meine Lust am erfinden neuer Charaktere. Neben Verres und Bullock jetzt Azura. Questine ist abgeleitet vom englischen „Quest" „Rätsel": Und Azura, dachte ich, passt gut zu ihren Augen.
2: Alexander Pitch: Tja, Nomen est omen…"Pitch" bedeutet „Pech" und das hatte der Junge ja zu Genüge…
Okay, hier unterbreche ich mal wieder. Ich geh mal einfach davon aus, dass ihr mir Kommis schreibt Ich muss sagen, ich fand dieses Kapitel wirklich schwer zu schreiben. Er schien einfach unmöglich, dass es nicht unrealistisch wird…aber ich konnte Remus ja nicht da im Wald verrecken lassen…oder? Ich hoffe, ich konnte den Unrealistischkeitsgrad wenigstens gering halten. ;)
Bis bald, Katze
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