A/N

Ich bitte um Entschuldigung für die Verspätung. Manchmal hat das wahre Leben andere Pläne.


Kapitel 11

Cameron hatte Allison die Waffe in die Hand gedrückt und hockte sich neben den an der Wand zu Boden gesunkenen, aus der Nase blutenden Soldaten.

Der Mann sah sie mit Schreck geweiteten Augen völlig erstarrt an, als die Maschine vor ihm mit einer Hand sein Kinn ergriff und die andere über die Nase legt.

„Kein Bruch", sagte Cameron ohne Emotion und erhob sich wieder.

In diesem Moment kam ein junger Unteroffizier um die Gangecke. „Lieutenant Young?!"

Allison, sich bewusst, dass die Spannung aus der Situation gewichen war lies die Waffe sinken und sah zu dem Soldaten. „Ich bin Sergeant Allison Young, nicht Lieutenant.

Der Unteroffizier blickte sie an, sah auch ihre Rangabzeichen, schüttelte dann aber den Kopf. „Hier wird man schnell befördert Lieutenant".

Allison schüttelte verwundert den Kopf. Sie wusste nicht, womit sie das verdient hatte. „Was gibt es denn?"

Der Soldat blickte auf Cameron, die den blutenden Soldaten gerade wie ein Kind unter die Arme griff und auf die Beine stellte. Er wusste natürlich, dass Cameron kein Mensch war, ignorierte das aber.

„Cameron?" Fragte er die Maschine.

Die Angesprochene sah ihn mit schräg gelegtem Kopf fragend an.

„Du sollst Dich sofort in John Connors Büro melden", sagte er, sah dann zu Allison. „Sie -Lieutenant- sollen sich in einer Stunde in John Connors Büro melden.

„Verstanden", sagte Allison.

Dann blickte er nacheinander auf die drei Soldaten. „Jungs, wenn der General davon Wind bekommt...".

Die drei Männer sahen den Unteroffizier fragend an.

„Dann wird er Euch den Arsch aufreißen", sagte er leise. „Und wenn nicht er...", er blickte kurz zu Cameron. „...DANN WERD ICH DAS VERDAMMT NOCHMAL TUN".

Die Männer standen plötzlich stramm. „Jawohl Master Sergeant!" Riefen sie im Chor und machten sich nach einem Wink von ihm eiligst davon.

Der junge Unteroffizier blickte den Dreien grinsend hinterher. Er wurde aber sofort ernst, als er Allison ansah. „Tut mir Leid Lieutenant. Manche können es einfach nicht lassen".

Allison nickte. „Schon gut, ich kann es verstehen", sagte sie mit einem Blick zu Cameron.

Der Mann nickte ihr noch einmal zu und wollte dann gehen.

„Warten sie Master Sergeant", sagte sie.

„Ja?"

„Warum... ich meine, warum sind Sie nicht gegen die Maschinen?"

Der Mann blickte kurz zu Boden, dann zu Cameron und schließlich wieder zu Allison.

„Ich bin nur noch am Leben, weil eine Maschine meinen Arsch gerettet hat. Außerdem finde ich die Gespräche mit einer künstlichen Intelligenz sehr interessant", sagte der junge Unteroffizier mit einem Lächeln, nickte Allison und auch Cameron kurz zu und ging dann davon.

Allison sah dem Mann verblüfft nach, dann sah sie zu Cameron „Na los, der General wartet, ich geh noch was Essen".

Cameron blickte der davongehenden Allison nach, bevor sie die Richtung zu John Connors Büro einschlug.

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Allison war in Gedanken auf dem Weg zur Kantine als sie einen Schrei hörte.

„METALL!"

Allison blickte erschreckt auf und sah Derek Reese, der eine Waffe auf sie richtete.

Das nächste was sie spürte war ein heftiger Schlag gegen den Oberkörper, der sie herumwirbelte. Dann erst hörte sie den Knall, bevor es schwarz um sie herum wurde.


Kapitel 12

Derek Reese sah sie kommen. 'Das verdammte Ding hat es geschafft hier einzudringen!' Schrie es in seinem Kopf.

Einen Warnschrei ausstoßend zog er seine Waffe und schoss, noch bevor General Perry reagieren und die Waffe zur Seite stoßen konnte.

Derek glaubte noch einen spitzen Schrei zu hören, bevor die Maschine herumgewirbelt wurde und zu Boden ging.

Triumph flutete seinen Geist. Er hatte seinen Fehler, seinen schwachen Moment, wieder gut gemacht.

Die Worte Perrys machten einem Rauschen in seinem Kopf Platz als aus dem Gang aus dem die Maschine gekommen war eine weitere Maschine herangeeilt kam.

Kurz bückte sich die zweite Allison Imitation, richtete sich dann wieder auf und sah zu Derek.

Derek sah wie gelähmt die Maschine auf sich zu kommen. Sie lief nicht, sie war nach zwei schnellen Schritten gesprungen und kam quasi durch die Luft geflogen.

General Perry, der auf Derek Reese eingeschrien hatte wich furchtsam zurück, als er Wut in den Augen der Maschine zu erkennen glaubte.

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Cameron hatte den Schuss gehört und war in Richtung des Geräusches gerannt. Als sie Allison erblickte erschrak sie, scannte Allison und war nach einer kurzen Berührung sicher, dass die Schusswunde vorerst nicht tödlich war.

Gleichzeitig hatte sie den Angreifer identifiziert und ging augenblicklich in den -Terminate- Modus.

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Entsetzt sah Perry die Maschine durch die Luft fliegen.

Sie entriss Derek Reese die Waffe, packte ihn am Hals und stemmte ihn hoch.

„SOFORT AUFHÖREN!" Schrie Perry aber wusste genau, dass er wahrscheinlich keine Chance mehr hatte Derek Reeses Leben zu retten.

„Cam...eron", ertönte in diesem Moment eine leise, unsichere Stimme.

Cameron blickte zurück zu Allison.

Allison lag auf der Seite, ein Helfer versuchte die Blutung oben in ihrer Schulter zu stillen. „... n..nicht töten", sagte sie schwach, von Schmerz gepeinigt.

Cameron sah kurz zu dem blau angelaufenen Derek Reese, lies ihn dann los und er plumpste wie ein nasser Sack keuchend zu Boden.

Alle machten der Maschine eilig Platz, als diese zu der am Boden liegenden eilte.

Allison hatte den Arm ausgestreckt. „Hilf... mir", sagte Allison leise, bevor sie wieder bewusstlos wurde.

Erstaunt sahen die Anwesenden zu, wie eine Maschine, die auch genau so aussah wie die verletzte Soldatin, diese vorsichtig wie ein Baby auf die Arme nahm und in Richtung Krankenstation davon eilte.

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Als Allison die Flatternden Augenlider hob sah sie gegen die Decke eines Raumes. Sie wollte den Kopf heben aber der Schmerz in der Schulter wurde unbeschreiblich.

„Bewege dich nicht Allison", hörte sie eine bekannte Stimme. „Du hast zwar Schmerzmittel bekommen aber nur so viel, dass der Schmerz unterdrückt wird, wenn Du still liegst".

Allison drehte den Kopf ein Stück und sah auf ihr Ebenbild. „Cam...eron...?" Fragte sie krächzend.

„Ja Allison Yo... Allison", entgegnete die Maschine mit einer Sanftheit, die Allison niemals erwartet hätte.

„Durst..." Krächzte die Liegende.

Cameron schüttete aus einer Plastikflasche etwas Wasser in einen Becher. Dann schob sie vorsichtig einen Arm von Oben unter Allisons Rücken und richtete sie soweit auf, dass sie trinken konnte ohne Etwas zu verschütten.

„Das leichte Fieber und das Schmerzmittel verursachen das Durstgefühl", sagte Cameron während sie das Glas hinstellte.

Allison hob die Augenbrauen. „Danke für die Erklärung Doktor Cameron", sagte sie grinsend.

Cameron sah Allison an, legte den Kopf schräg und begann zu kichern.

Allison war verwundert. „Du fandest das komisch?"

Cameron hörte schlagartig auf zu kichern. „War das unangemessen?"

Allison lachte auf. „Nein, natürlich nicht. Es sollte schon komisch sein nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass Du...".

Allison unterbrach sich, als am Eingang zur Krankenstation ein Tumult entstand.


Kapitel 13

Cameron zog den Vorhang der das Bett umgab ein wenig zur Seite. Sie erblickte Derek Reese, der an einem Arzt vorbeizukommen versuchte.

Allerdings wollte der Arzt ihn nicht mit der Waffe in die Krankenstation lassen.

„Lass mich da rein, die Maschine ist gefährlich!" Rief Derek.

Der Arzt, selbst so groß wie Derek, dafür aber breiter in den Schultern hielt seinem Ansturm stand.

Plötzlich tippte jemand dem Arzt auf die Schultern, der blickte über seine Schulter.

Die Augen des Arztes wurden groß. Er lies Derek ruckartig los und wich zur Seite.

Derek stolperte vorwärts und prallte gegen Cameron, die wie ein Fels dastand.

„Was zum...", sagte Derek prallte zurück, riss die Augen auf und wollte seine Waffe heben.

Cameron entriss Derek zum zweiten mal die Waffe und warf sie dem Arzt zu.

Derek holte aus und schlug zu.

Der Arzt sah, wie der Kopf des Mädchens, von dem er wusste dass sie gar kein Mädchen war, zur Seite ruckte.

Mit einem blauen Leuchten in den Augen fing sie den nächsten Schlag ab, drehte an der Hand, die sie ergriffen hatte und griff Derek Reeses Hals erneut.

Schmerzvoll stöhnte er auf, bevor Cameron sich mit ihm drehte und ihn dann in Richtung von Allisons Bett schob.

Als Cameron ihn durch den Vorhang schob erblickte ihn die verletzte Allison und riss die Augen auf.

Allison betrachtete die Szene vor ihr neugierig. Am Fußende des Bettes stand Cameron. Sie hielt -Händchen- mit Derek Reese, der ihr wie hypnotisiert furchtsam in die Augen starrte.

Nach einigen Sekunden begann Allison glucksend zu lachen.Für sie sah es so aus, als würde sie selbst den einen halben Kopf größeren Derek Reese mit einer Hand in Schach halten.

Cameron und Derek drehten simultan die Köpfe. Derek mit etwas Mühe.

„Aua...", sagte Allison und hielt sich die verletzte Schulter.

„Wwwoch och...so …..lochstich", brachte Derek keuchend hervor.

Allison verstummte. „Was?"

Cameron sah in Dereks Augen. Sie lies ihre linguistische Software laufen und analysierte das gesagte.

Schließlich hatte sie das mögliche Ergebnis.

Cameron sah zu Allison. „Was ist so lustig?", sagte sie mit Dereks Stimme.

Allison starrte zuerst Cameron einige Sekunden an, dann sah sie zu Derek, der knallrot im Gesicht war.

„Nun lass ihn schon los Cameron", sagte sie kopfschüttelnd.

Die Angesprochene lies ihn ruckartig los.

Derek hustete und sog röchelnd die Luft ein. Gleichzeitig wich er ein Stück zurück. „Fass mich nie wieder an oder ich besorg mir einen Granatwerfer und blas Dich in Stücke", knurrte er mit rauer Stimme. „Du..."

Cameron legte den Kopf schräg, sah ihn aber ansonsten emotionslos an.

„Nein, das wirst Du nicht tun", sagte Allison entschieden.

Derek hatte noch etwas sagen wollen war aber schlagartig verstummt.

Allison blickte zu Cameron. „Cammy, komm her und setz Dich zu mir", sagte Allison als wäre Cameron ihre Freundin oder Schwester. Sie unterstützte die Worte, indem sie auf das Bett neben sich klopfte.

Cameron starrte verwundert in Allisons Gesicht. Dann pendelte ihr Blick einen Augenblick zwischen Allison und dem entsetzt blickenden Derek hin und her.

Allison klopfte erneut auf die Matratze neben sich. Erst jetzt ging Cameron an dem zurückweichenden Derek vorbei und setzte sich unter dessen entsetztem Blick seitlich neben Allison, die nun auf Dereks Reaktion wartete.

„Du...Du kannst das Ding doch nicht...". Er deutete auf Cameron. „Diese Dinger töten. Es wird auch Dich töten.

Demonstrativ ergriff Allison Camerons Hand. „Sie war es nicht, die mich heute fast getötet hätte".

Derek blickte kurz verlegen zu Boden. „Sieh mal Ally...".

„Nein!" Unterbrach Allison ihn barsch. „Wenn Du weiterhin wie ein hirnloser Idiot auf Alles schießt, was für Dich wie eine Maschine aussieht wirst Du irgendwann einmal wirklich Jemanden töten".

Derek starrte Allison an. Kurz sah er zu Cameron, auf die verbundenen Hände der Beiden, dann wieder zu Allison. „Kyle ist weg und Niemand will mir sagen wo er ist...". Mit Tränen in den Augen schüttelte er den Kopf. „Und jetzt hat mich meine kleine Schwester auch noch verlassen".

Allison sah ihn herumfahren. Er schlug den Vorhang zur Seite und verlies fast fluchtartig die Krankenstation.

„War das klug?" Fragte Cameron die mit Tränen in den Augen ins Kissen zurückgesunkene Allison.

Allison schniefte. „Nein, klug war das nicht aber notwendig", sagte sie und starrte an die Decke. Dann sah sie kurz dorthin, wo kurz zuvor noch Derek gestanden hatte. „Was meinte er mit -Kyle ist weg?- Fragte sie mehr zu sich selbst.

„Diese Frage kann ich nicht beantworten", entgegnete Cameron ehrlich.

Allison sah Cameron an, lächelte und drückte ihre Hand. „Ich bin müde", sagte sie gähnend. „Wirst Du hier sein, wenn ich aufwache?"

Cameron legte den Kopf schräg. „Möchtest Du, dass ich hier bin wenn Du aufwachst?"

Allison nickte als Antwort. Ihre Augenlider begannen sich zu senken. Der Blutverlust und die Schmerzmittel forderten ihren Tribut. „Cameron?" Fragte sie fast im Halbschlaf.

„Ja Allison Young?" Entgegnete Cameron leise.

„Ich fühl mich sicher, wenn Du da bist", sagte Allison, die letzten Worte waren nur noch ein Flüstern. Allison schmatzte ein paar Mal, dann fiel ihre Atmung in einen tiefen, ruhigen Rhythmus.

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Als Allison das nächste Mal die Augen öffnete sah sie geradewegs in John Connors Gesicht.

„Sir?" Fragte sie schlaftrunken.

„Du musst nicht sprechen kleine Allison", sagte John Connor.

Allison spürte einen Händedruck und sah zur anderen Seite. Sie sah Cameron an der selben Stelle sitzen. „Du bist noch da?"

„Warum fragst Du? Du wolltest, dass ich da bin wenn Du aufwachst", sagte Cameron und klang verwundert. „Du sagtest, Du fühlst Dich sicher, wenn ich da bin".

Allison sah Cameron einige Sekunden an. „Habe ich das gesagt?"

Cameron nickte.

„Wow", entgegnete Allison, die dachte sie hätte das nur geträumt.

John hatte dem Austausch stumm lächelnd gelauscht. „Ich glaub ich lass Euch eine Weile alleine.

„Sir?", sagte Allison.

„Na ja, ihr scheint ja einiges zu besprechen zu haben", entgegnete er amüsiert und wollte gehen.

Schnell ergriff Allison John Connor am Handgelenk. Dann sah sie wieder zu Cameron.

„Ich sagte, ich fühle mich -sicher-, wenn Du da bist?" Fragte sie nach.

„Das waren Deine Worte", entgegnete Cameron.

Allison sah sekundenlang auf Cameron. Sie versuchte zu erkennen, ob das die Wahrheit war.

„Du hast Recht", sagte sie schließlich. „Ich fühle mich tatsächlich sicher, wenn Du da bist.

Allison lies Camerons Hand los. Dann sah sie wieder zu General Connor.

„Wo wir gerade bei sicher fühlen sind", sagte sie mit einem Grinsen. Dann zog sie ruckartig mit aller Kraft an Johns Arm.

John stolperte von dem Ruck überrascht. Vorwärts und konnte sich gerade noch abstützen, bevor er auf Allison fallen konnte. Nicht verhindern konnte er jedoch, dass Allison mit der anderen Hand seinen Uniformkragen ergriff und ihn heranzog.

Allison presste ihre Lippen auf die von John. Es dauerte einen Augenblick bis er sich schließlich entspannte und den Druck erwiderte. Als er schließlich die Hand hob und an ihre Wange legte intensivierte Allison und beide verloren sich in dem aufgestauten Gefühl.

„Werdet Ihr jetzt kopulieren", fragte Cameron schließlich nach mehr als einer Minute.

Sowohl John als auch Allison unterbrachen erschrocken den Kuss aber noch bevor sie etwas sagen konnten ertönte eine andere Stimme.

„Ich hoffe doch nicht", sagte eine rothaarige Frau im Arztkittel.

John blickte über seine Schulter. „Oh, Hallo Kate".