Hallo an diejenigen, die diese Geschichte weiterlesen und hi an jene, die diese Geschichte neu entdeckt haben!

Ich bin etwas enttäuscht von den wenigen Reviews, ich wünsche aber denen, die weiterlesen dennoch viel Spaß beim Lesen dieser FF!^^

Ach ja... der Titel dieses Kapitels ist eventuell schon eine Antwort auf Fragen, die im letzten Kapitel aufgekommen sein könnten ;-) was meint ihr?

„DRACO!" Blitzschnell drehte er sich um und schlanke Arme fielen ihm um den Hals.

„Oh, Brüderchen, du weißt nicht, wie sehr ich dich vermisst habe!" Lächelnd entfernte Draco sich von seiner Zwillingsschwester und sah sie sich genauer an.

„Nicht halb so sehr, wie ich dich vermisst habe, Lucy!" Sie hatte sich über das lange Jahr hinweg ziemlich verändert. Sie war etwas gewachsen und war jetzt nur noch einen Kopf kleiner als er selbst. Ihre blonden, glänzenden Haare reichten ihr bis zur Hüfte.

Ihre braunen Rehaugen waren von dichten Wimpern umrahmt und glitzerten ihn vor Freunde an. Sie stellte sich etwas auf die Zehenspitzen und gab ihm mit ihren vollen Lippen einen sanften Kuss auf die Wange.

Mit einem leicht erschrockenen Blick starrte Draco seine Schwester an. Diese brachte ihm ein breites Grinsen entgegen.

„D-du hast – ?" Fragte Draco mit immer noch weit aufgerissenen Augen. Lucy nickte freudig und Draco umarmte seine Zwillingsschwester freudig. Glücklich und erleichtert über Dracos Reaktion, sammelten sich Tränen in ihren Augen.

„Ja, Brüderchen, endlich bin auch ich eine vollständige Dunkelveela! Ich bin so unglaublich glücklich!" Draco drückte seine Schwester etwas von sich weg und betrachtete sie nun genauer.

„Merlin, du siehst fantastisch aus! Ich freue mich so für dich!" Lucy sah, wie sehr sich ihr Bruder darüber freute, dass sie sich verwandelt hatte, doch sie kannte ihn lange genug um zu erkennen, dass er versuchte seinen eigenen Schmerz zu verstecken.

Sie streckte sich ihm wieder entgegen und umarmte ihn fest.
„Dein Tag wird auch noch kommen. Davon bin ich fest überzeugt! Kopf hoch, kleiner Bruder." Draco verzog leicht den Mund und Lucy begann zu lachen.

„Hey! Ich bin zwar ein paar Minuten jünger als du, trotzdem bin ich noch immer größer!" Wild kichernd rannte Lucy vor Draco weg, der gespielt knurrend hinter ihr her lief.

„Na warte, dafür wirst du büßen! Und meine Rache wird schrecklich sein, muahahahaha!" Lucy kreischte gespielt verängstigt auf und eine Hetzjagd durch das Manor begann. Die Erwachsenen lachten bei der Ausgelassenheit der Jugendlichen. Narcissa schüttelte lächelnd den Kopf, während Lucius nur gluckste und beobachtete, wie seine Kinder sich gegenseitig ins obere Stockwerk jagten.

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Geräuschvoll lies Lucy sich auf das Bett fallen.

„Uff... anscheinend bist du doch nicht so sehr eingerostet, wie ich gehofft hatte!"

„Ha ha ha, sehr witzig!" Draco warf seiner Schwester ein Kissen ins Gesicht, was sie jedoch bloß mit einem Schlenker ihrer Hand abwehrte und es mit Magie wieder zurück zu Draco warf.

„Hey, das ist unfair! Du weißt genau, dass ich außerhalb der Schule nicht zaubern darf!" Sie grinste ihn breit an und setzte sich aufrecht vor ihn hin.

„Und, was ist dieses Jahr in Hogwarts so geschehen?"

„Na ja, in Hogwarts ist dieses Jahr eigentlich nichts Besonderes passiert, außer natürlich das, was du schon von Dad erfahren hast. Natürlich verursachte der Trouble im Ministerium riesige Aufregung bei den Schülern." Lucy grinste.

„Das glaube ich dir. Ich hätte mir das gerne angesehen, wenn die Eulen morgens kommen und in der Zeitung steht, dass Tom angeblich wieder auferstanden ist. Und das erst ein Jahr, nachdem Harry Potter ihnen bereits gesagt hat, dass er 'wieder' zurück ist." Dracos Miene wurde ernst und Lucy hielt inne.

„Was ist los, Dray?" Draco biss sich auf die Unterlippe und schaute seiner Schwester ernst in die Augen.

„Er ist hier." Verwirrt starrte sie ihn an.

„Wer?"

„Er, den alle bis jetzt Harry Potter nannten. Er ist hier."

„Draco, was meinst du damit?" Draco seufzte und Lucy konnte die Traurigkeit in seinen Augen sehen.

„Ich habe dir ja schon oft von ihm erzählt..." Lucy nickte. Draco distanzierte sich von seiner Schwester und setzte sich auf einen Stuhl vor dem Schreibtisch.

„Als ich gestern aus dem Hogwartsexpress stieg, bemerkte ich Harrys Freunde – " Stirnrunzelnd schaute Lucy ihren Bruder an.
„Warum nennst du ihn plötzlich – " Draco hob die Hand und schüttelte den Kopf.

„Ich bemerkte sie. Sie verhielten sich ziemlich eigenartig und ich beschloss ihnen nachzugehen. Sie... sie sprachen darüber, dass Harrys Verwandten ihn in diesem Sommer noch mehr, als ohnehin schon quälen würden! Und... und sie sprachen darüber, dass Harry Toms und Severus verlorener Sohn ist!" Erschrocken riss Lucy die Augen auf.

„D-das ist unmöglich! Der Sohn der beiden ist tot!"
„Nein Lucy! Ich habe sie gehört! Sie haben die Wahrheit gesagt. Natürlich sind Dad und ich sofort zu Tom und Severus appariert, um es ihnen zu sagen. Du glaubst nicht, was für ein riesen Schock es für uns alle war. Danach haben wir ihn von seinen Verwandten befreit..." Draco starrte zu Boden.

„Draco, was ist sonst noch passiert?" Sorgenvoll schaute Lucy ihren jüngeren Bruder an, der zusammengesunken auf dem Stuhl saß.

„S-seine angeblichen V-verwandten h-haben ihn misshandelt. Er hatte so viele Wunden! Er sah so schrecklich aus, dabei war er keine zwei Tage bei ihnen! Ich weiß nicht, wie Harry das bis jetzt aushalten konnte. S-sie habe ihn gebrochen, weißt du...? Er wurde so sehr verletzt und es tut so weh ihn so zu sehen! Am liebsten würde ich allen Schmerz auf mich nehmen, egal wie schlimm er ist, nur damit es ihm endlich wieder gut geht... Damit er endlich auch einmal ein schönes Leben haben kann!" Verzweifelte Tränen rannen an seinen Wangen hinunter.

Leise, um Draco nicht zu erschrecken stand Lucy auf und wollte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter legen, doch er schlug sie weg. Frustriert seufzte Lucy auf und nahm ihren Bruder in den Arm. Zunächst versuchte Draco sich zu wehren, doch schließlich ließ er sich fallen.

„Sch..., es wird alles gut. Wir werden es schon gemeinsam schaffen! Wir dürfen nur nicht den Mut verlieren!"

„Du weißt nicht, was ich ihm all die Jahre lang angetan habe! Ich habe ihn verspottet und verhext! Ich war eine weitere Person, die ihm das Leben zur Hölle gemacht hat! Ich war ein arrogantes Arschloch und das soll er mir einfach so verzeihen?" Lucy strich ihm beruhigend über den Rücken.

„Du magst ihn wirklich, oder?" Erschrocken wich Draco leicht zurück und starrte seiner Schwester ins Gesicht.

„W-was?"

„Ich stellte nur fest, dass du ihn wirklich gerne magst. Meinst du, ich hätte nicht schon längst das ständige Glitzern in deinen Augen gesehen. Sogar schon als du früher von ihm gesprochen hast. Denkst du, ich habe nicht bemerkt, wie besorgt du um ihn bist und dich gerade noch so daran hindern kannst, zu ihm ins Zimmer zu laufen und ihn in den Arm zu nehmen?

Du bist unausgeglichen und nervös. Du denkst die ganze Zeit, seit ich angekommen bin, nur an ihn. Und ich wette mit dir, dass es nicht erst seit diesem Augenblick ist.

Ich kenne dich Draco. Ich kann sehen, dass du ihn sehr gerne hast. Außerdem warst du nie sehr an Mädchen interessiert, wenn ich dich daran erinnern darf." Gespannt schaute sie Draco in die Augen.

„Und was soll ich deiner Meinung jetzt machen? Soll ich in sein Zimmer rennen und ihm sagen, dass ich ihn mehr mag, als ein Junge einen anderen normalerweise mögen sollte? Dass jedes Mal, wenn ich ihn berühre, jedes Mal, wenn ich in diese wunderschönen Smaragde blicke, mein ganzer Körper zu kribbeln scheint und ich glaube, ich würde schweben? Bei Zauberern ist das vielleicht normal, aber er ist bei Muggeln aufgewachsen!

Seine Seele ist jetzt bereits bis aufs kleinste Bisschen zersplittert! Soll ich auch noch die letzte Hoffnung, dass wir ihn wieder zu einem glücklichen Leben führen können, zerstören? Er würde in seinem Zustand nie und nimmer damit klar kommen! Soll ich ihn etwa noch mehr verletzen? Willst du das?"

„Draco, du verstehst mich falsch. Ich habe nie gesagt, dass du dich an ihn ran schmeißen sollst. Besonders nicht jetzt. Er ist ein seelisches Wrack! Aber gerade deshalb braucht er jemanden, der ihn aus der Dunkelheit zieht!

Er wird Zuwendung und jemanden brauchen, dem er vertrauen kann! Jemand, der ihm aus dieser Hölle hilft und ihn auffängt! Euch verbindet mehr als ihr auch nur ahnt und du bist derjenige, den er jetzt braucht. Vertrau mir. Er wird dich als eine andere Person kennen lernen, nämlich als einen treuen Freund. Ich bin mir sicher, dass Tom und Severus dich helfen lassen ..." Dankbar zog Draco seine Schwester näher an sich in eine geschwisterliche Umarmung.

Keiner der beiden hatte Severus bemerkt, der vor der angelehnten Tür gestanden hatte und ihrem Gespräch gelauscht hatte. Ja, auch er hatte bereits in der Schule bemerkt, dass sein Sohn und Draco sich wie magisch anzogen. Die ganzen Streitereien waren nur so eine Art abtasten gewesen und hatte die beiden Stück für Stück näher gebracht. Dies alles war geschehen, ohne dass einer der Beiden irgendetwas davon bemerkt hatte...

Er hatte zu dieser Zeit etwas gegen den angeblichen Potter gehabt, weil er dessen angeblichen Vater gehasst hatte, doch er hätte Draco in keiner Weise verboten sich beispielsweise mit diesem Jungen anzufreunden, genau so wenig wie Lucius oder Narcissa.
Leise machte Severus sich wieder auf zu seinem Geliebten, der wahrscheinlich bereits sehnsüchtig auf ihn wartete.

In der Zwischenzeit hatten sich die Zwillinge wieder voneinander gelöst.

„Draco! Mir ist gerade etwas eingefallen! Kannst du dich eigentlich schon in deinen Animagus verwandeln?"

So, das ist jetzt ein Cliff, von dem ich mir ein paar Reviews erhoffe ;-)

Was denkt ihr, was für ein Animagus zu Draco passen würde und was Luci wohl vor hat?...es soll Harry auf jeden Fall weiter helfen und der Geschichte einige etwas sensiblere Handlungen erlauben..

bis dann!

Eure wolfsschmetterling