Am nächsten Morgen herrschte gedrückte Stimmung. Mr und Mrs Potter hatten eindeutig gestritten. Scarlett hatte schlecht geträumt und geweint, als Lily sie wecken kommen wollte, weigerte sich aber, mit ihr darüber zu reden. Sirius hatte einen Kater, James wollte nicht von seinem Teller aufsehen und Lily brach bei jedem Wort, das man an sie richtete in Tränen aus. Seufzend erhob Mr Potter sich.
"Nun, wir müssen ins Ministerium gehen.", erklärte er. Stummes Nicken folgte.
"Ich erwarte von euch, dass ihr euch heute Abend benehmt!", richtete nun Mrs Potter das Wort an die drei. "Scarlett wird um halb fünf abgeholt, wenn ich von da an irgendeine Beschwerde höre, werdet ihr drei etwas erleben.", James räusperte sich.
"Lass Lily aus diesem Spiel, sie ist Gast in diesem Haus."; auch das reichte schon, dass Lily erneut Tränen in die Augen stiegen. Sirius seufzte tief.
"Hört ihr bitte auf zu schreien?"; fragte er und vergrub sein Gesicht in deinen Händen.
"Ich kann ja nichts dafür, dass du trinkst!"; schnappte Mrs Potter, woraufhin Sirius einen mörderischen Blick zu James schoss, der daraufhin wieder nur schuldig auf seinen Teller sah. "Nun gut, James, dein Haus, also deine Verantwortung. Wenn heute Abend irgendetwas passiert oder mir irgendwelche Beschwerden entgegen kommen, dann kannst du etwas erleben.", Mr Potter verdrehte seine Augen.
"Fiona, Liebes, du bist wirklich unausstehlich manchmal.", sagte er. "Geh schon vor, ich sollte das Reden übernehmen, bevor hier gleich ein Axt-Mord geschieht.", sie war sich sicher, dass Mr Potter das noch bereuen würde, aber Sirius grinste nun seicht. Mrs Potter verliess die Küche, ohne sich von Lily, James oder Sirius zu verabschieden, nur Scarlett küsste sie flüchtig auf die Wange.
"Dad, wir machen schon nichts...", maulte Sirius.
"Ich weiss, ich wollte meine Frau los werden.", grinste Mr Potter. "Amüsiert euch gut ihr drei. Uhm - richte Alexandra doch meine Grüsse aus!", lächelte er James zu. James wurde sofort knallrot und Lily trat unter dem Tisch gegen sein Schienbein. Er stöhnte vor Schmerzen, woraufhin Mr Potter seine Augenbrauen herauf zog. "Uh, ja, falls sie kommt, meinte ich.", versuchte er seinen Sohn zu retten, aber es war zu spät. Lily stand auf und zog James' halb vollen Teller unter seiner Gabel weg, um den Tisch ab zu räumen.
"Lily-"; begann James, aber sie schnalzte nur mit ihrer Zunge.
"Spar es dir, okay? Ich will nicht mit dir darüber reden!", schnappte sie und warf seinen Rest fort. Er stöhnte und vergrub sein Gesicht in den Händen.
"Nun - uh, ja..."; stotterte sein Vater, als er begriff, dass ihr Ausbruch seine Schuld war. "Uh, tut mir Leid, James, das war keine Absicht. Ich muss jetzt los..."
"Bye.", verabschiedeten sie sich und James stöhnte. "Komm, Scarlett, wir gehen ins Wohnzimmer.", murmelte er. Seine Cousine starrte ihn mit grossen Augen an.
"Was hat Lily?", fragte sie traurig.
"Lily ist ein bisschen wütend auf mich."; was wohl die Untertreibung des Jahrhunderts war. Ein bisschen wütend wäre sie gewesen, wenn er zurück gekommen wäre. War er aber nicht! Er hatte gesagt, er würde wieder kommen - und dann war er verschwunden!
"Kannst du nicht ein bisschen netter zu ihm sein?", fragte Sirius bedrückt.
"Nein!", schnappte sie.
"Mann, Lily, bitte! Du weisst doch, wie schlecht es ihm geht, er hat mit dir geschlafen und wollte nicht, dass du ihn dann sofort hysterisch siehst, du kannst froh sein, dass er gegangen ist!", maulte er nun, woraufhin sie schnaubte.
"Was weisst du schon?", fragte sie rhetorisch und verschränkte ihre Arme.
"Ich weiss, dass es ihm schlecht geht!"
"Nun, mir geht es gerade auch nicht so toll!", erwiderte sie biestig.
"Er wollte doch nur nicht, dass du ihn wieder hysterisch siehst!", verteidigte Sirius ihn.
"Er ist nicht hysterisch geworden, Sirius!", fuhr sie ihn an.
"Falsch, du hast ihn nur nicht hysterisch gesehen! Ich hatte dann das Vergnügen und glaub mir, weder hättest du mit ihm umgehen können, noch verkraften können, was er alles erzählt hat!", sie schnaubte.
"Alles wäre besser gewesen, als mich einfach liegen zu lassen, mich an zu lügen und sich dann zu verpissen!", meckerte sie.
"Ich weiss, ich bin das grösste Arschloch auf der Welt überhaupt, aber ich weiss auch, was es mit Frauen macht, wenn sie alleine aufwachen müssen, aber James geht es sehr, sehr schlecht nach gestern Nacht!", ermahnte er sie nun ungeduldig. "Bitte sei doch etwas netter zu ihm!"
"James geht es schlecht?"
"Das wäre sowieso auch gar nicht passiert, wenn du seinem Drang nach Selbstzerstörung nicht auch noch nachgegeben hättest!", fügte er vorwurfsvoll hinzu, als hätte sie gar nichts gesagt.
"Warte! James geht es schlecht? Erst lässt er mich im Bett liegen wie ein benutztes Taschentuch, jetzt ist es ein Drang nach Selbstzerstörung überhaupt mit mir zu schlafen und James geht es schlecht?"; fragte sie ganz aufgewühlt und Tränen liefen dabei über ihre Wangen.
"Lily, hier geht es nicht um dich!", ermahnte Sirius sie nun wütend.
Damit traf er sie leider vollkommen auf dem falschen Fuss. Lily ohrfeigte ihn schallend und stürmte dann schluchzend an ihm vorbei. Hier ging es nicht um sie? Was war das alles hier dann? War sie nur Teil der James-Potter-Ego-Show gewesen? Und jetzt musste sie jemandem gehören, der sie eigentlich gar nicht wollte?
Nach der vergangenen Nacht legte sie sich eine Weile hin, aber an schlafen war natürlich gar nicht zu denken! Nein, sie war jetzt dazu verdammt, hier zu liegen und sich zu überlegen, was ihn dazu bewogen hatte, mit ihr zu schlafen? Ja - wieso hatte er das eigentlich gemacht? Um ihr weh zu tun? Um der Erste gewesen zu sein? Oder hatte er eben nur mit ihr schlafen wollen, um seine Lust zu befriedigen? Oder weil er gerade keine andere gefunden hatte?
Ihr kam der Gedanke, dass es gar nicht so abwegig war, dass er es aus einem Impuls der Selbstzerstörung getan hatte. Er hatte ihr erzählt, dass er grob zu Alexandra gewesen war und wenn sie seinen emotionalen Zustand betrachtete, dann tat ihm das vielleicht am Ende mehr weh, als ihr. Vielleicht war das eine ähnliche Handlung, wie sich selbst zu schneiden. Vielleicht war es Selbstzerstörung für ihn, mit ihr zu schlafen?
Ihr liefen lauter Tränen über ihr Gesicht, als die Tür sich öffnete. "Verschwinde, Potter!"; schluchzte sie, aber der jemand verschloss die Tür und setzte sich zu ihr auf das Bett. Überrascht musste sie feststellen, dass es Sirius war.
"Es tut mir Leid, das war eben nicht sehr nett von mir.", erklärte er ehrlich. "Ich wollte dich nicht verletzen."
"Hast du nicht, es ist mir egal!", aber ihre Stimme klang ganz und gar nicht so, als wäre ihr egal, was er gesagt hatte. Er schob sie vorsichtig etwas zur Seite und legte sich neben sie, um sie in den Arm zu nehmen.
"James und ich, wir wollten dich beide nicht verletzen. Er mag dich so sehr, Lily, aber er ist ein emotionaler Krüppel. Er hat so viele Probleme, dass er keine Kontrolle mehr darüber hat, was er tut, verstehst du? Er ist gestern Nacht hysterisch geworden...", beteuerte er.
"Wie äussert sich das?", fragte sie, verwundert über sich selber, weil sie so einfach zu liess, dass er sie in seine Arme schloss.
Aber das war ja genau das, was sie eigentlich wollte! Sie wollte von jemandem in die Arme genommen und eine Weile gehalten werden! Sie hatte mit James geschlafen und sie war aufgewühlt deswegen und wegen seiner Eltern. Aber James hatte sie nicht in den Arm genommen, nein, er hatte sie gezwungen, die Nacht nach ihrem ersten Mal direkt alleine zu verbringen. Und alleine auf zu wachen. Vielleicht war das gar nichts besonderes für ihn.
"Ich sollte dir das wirklich nicht einfach so erzählen, Lily.", flüsterte er zurück und küsste sie auf die Stirn, dann drückte er sie fest gegen sich und wartete geduldig, bis sie sich ausgeweint hatte. Irgendwann wimmerte sie nur noch still gegen seine Schulter, da löste Sirius sich von ihr und küsste wieder ihre Stirn. "Sieh mich an."; bat er sie.
"Warum?"
"Ich möchte die Wahrheit von dir hören."; sagte er schlicht, da sah sie auf und starrte direkt in seine Augen. "Lily, hat er dir letzte Nacht weh getan? Du weisst ganz genau, wie ich das meine - hat er dir weh getan?", fragte er sie ernst und sie schloss ihren Mund wieder, als er sie ermahnte, nicht nach zu fragen, wie er das meinte.
"Nein!", sagte sie fest. "Nein, er hatte keinen Grund, ab zu hauen, es war schön, bis er gegangen ist!", er seufzte. "Wie äussert sich seine Hysterie, sag es mir!", verlangte sie.
Sirius sah sie lange und nachdenklich an, dann zog er sie wieder fest zu sich. "Er hat Wahnvorstellungen. Uhm, das letzte Mal, als er Sex hatte und dieses Mal auch, dachte er, er hätte euch gezwungen und euch absichtlich Schmerzen zugefügt, weil er es so geniessen und lieben würde, sie schreien zu hören.", sie wurde rot, als er es so vorsichtig ausdrückte.
"Und - uhm - er hasst sich so sehr.", mutmasste sie, woraufhin Sirius stöhnte.
"Das eine oder andere Mal fiel es, ja.", meinte er etwas sarkastisch.
"Da ist noch mehr, nicht wahr? Du willst es mir nicht erzählen, aber da ist noch mehr.", er nickte, dann seufzte er in ihre Haare.
"Ich habe schon lange nicht mehr mit einem Mädchen so auf einem Bett gelegen."; erklärte er plötzlich. "Du musst mir also sagen, wenn ich eine Grenze überschreite oder dich los lassen soll.", sie kicherte urplötzlich ein bisschen und drängte sich etwas näher an ihn.
"Nein, danke.", murmelte sie. Er zuckte etwas zusammen, als sie ihre Arme ebenfalls um ihn schlang. "Du sollst mich nicht los lassen, Sirius.", er lächelte, das spürte sie irgendwie, aber sie schloss nur ihre Augen und schlief tatsächlich bald ein. Sein Herz schlug direkt neben ihrem Ohr, was sie als sehr beruhigend empfand.
Wach wurde sie erst, als es schon wieder dunkel war. "Wollt ihr nicht mal aufstehen?", sie schlug ihre Augen auf und stöhnte benommen.
"Wie spät ist es?"; fragte Sirius neben ihr.
"Viertel vor sechs. Die anderen kommen gleich.", maulte James wütend. "Aber ihr habt es euch ja bequem gemacht, nicht wahr?", sie sprang aus dem Bett, da wurde ihr schwindelig und sie musste sich auf den Schreibtischstuhl abstützen.
"Wenn du damit Probleme hast, dann geh doch, das kannst du ja so gut!", schnappte sie biestig.
"Ihr hört jetzt auf und zwar alle beide!", maulte Sirius.
"Evans, wenn du irgendwelche Probleme hast, dann nur zu, sprich dich aus!", erwiderte James stirnrunzelnd.
"Von uns beiden bin nicht ich diejenige mit Problemen.", gab sie nur bissig zurück. "Und jetzt raus hier!"
"Du kannst mich nicht aus meinem eigenen Zimmer werfen.", meinte er kalt. "Ausserdem ist es dafür zu spät, Liebes, ich habe dich nackt gesehen, schon vergessen.", darauf antwortete Lily schon nicht mehr.
"Raus hier!"; schnappte sie. Sirius stöhnte.
"Ihr seid unverbesserlich, vom Hassen zum Knutschen übers Bumsen zurück zum Hassen.", maulte er und streckte sich. "Wisst ihr, ich überlasse euch dem, was ihr euch jetzt raus pickt.", erklärte er mit verschränkten Armen und schlüpfte zurück in seine Schuhe. Lily wurde rot.
"Nein! Geh nicht!"; bat sie.
"Oh nein, ich stelle mich nicht zwischen euch!", erwiderte er sofort. "Viel Spass bei - was auch immer.", James und er tauschten einen Blick, den Lily nicht ganz einordnen konnte. Etwas zwischen Wut, Mitleid, Verständnis und vollkommener Missbilligung. Als die Tür hinter Sirius zugezogen wurde, da seufzte James.
"Es tut mir Leid, Lily."
"Geh einfach!", verlangte sie.
"Sieh mich doch wenigstens an!", bat er. "Es tut mir Leid!", schwor er.
"Geh!", er stöhnte und setzte sich auf das Bett.
"Sieh mal, du kannst wirklich froh sein, dass ich gegangen bin, ich war nicht einfach letzte Nacht.", sie verschränkte ihre Arme.
"Ich wäre froh, wenn du jetzt gehen würdest.", sagte sie nur.
"Lily, es tut mir Leid, ich habe dich letzte Nacht nicht verlassen, um dir weh zu tun, sondern um das zu vermeiden!", erklärte er ihr.
"Und Alexandra?", er erhob seine Augenbrauen. "Kommt sie heute Nacht?"
"Wir sind Freunde. Ich habe sie eingeladen.", erwiderte er schulterzuckend, woraufhin sie ihm den Rücken zu drehte und ihre Arme verschränkte. "Lily, bist du etwa eifersüchtig?"
"Nein.", log sie. Aber sie war eifersüchtig. "Deine Eltern kennen sie?"
"Sirius hat sie ihnen vorgestellt. Wie gesagt, er war besessen vom Gedanken, dass sie mich retten könnte.", er verschränkte ebenfalls seine Arme, als sie sich wieder zu ihm umdrehte.
"Lass mich in Ruhe, James Potter!", verlangte sie. "Du bist ein kranker, kranker Mensch!", er seufzte. "Geh! Ich muss mich umziehen!", aber auch darauf reagierte er nicht, da zog sie schliesslich ihren Pullover über ihren Kopf und schlüpfte aus ihren Jeans.
"Ich will dir doch nicht weh tun."; flüsterte er schliesslich, aber in seinen Augen lag ein gieriger Blick und sie konnte sehen, wie er sie musterte. "Wirklich nicht, Lily..."
"Da du nicht gehst, werde ich gehen, James.", sie zog ihren BH aus und rannte an ihm vorbei ins Badezimmer. Er starrte ihr hinterher, als sie auch ihr Höschen auszog und die Dusche anstellte. Er bewegte sich nicht, anscheinend hin und her gerissen zwischen seinem Drang nach mehr Selbstzerstörung und ihrer Bitte, doch einfach zu gehen. Stöhnend stellte sie sich unter das warme Wasser und fuhr über ihre Arme.
Es tat so weh, von ihm besessen zu werden. Erst als ihr die Wassertropfen über das Gesicht liefen, wagte sie sich, auch ihre Tränen los zu lassen. Sie hätte nicht mit ihm schlafen sollen. Sie hatte doch gewusst, dass sie sich in ihn verknallt hatte, sie hätte es wirklich nicht noch schlimmer machen müssen, als es bereits war!
James hatte in der Zwischenzeit wohl eine Entscheidung getroffen, denn als Lily gerade ihre Haare ausgewaschen hatte, da trat er unter die Dusche zu ihr. "Nein, geh!", verlangte sie, beziehungsweise, sie wollte es sagen, der Satz wurde jedoch im Keim erstickt, als er seine Lippen fest auf ihre presste. Wieso machte er das? Hasste er wirklich sich oder vielleicht doch eher sie? "Lass das!"; brachte sie schliesslich hervor.
"Gib mir, was mir zusteht!"; verlangte er.
"Nein, lass mich los!"; schnappte sie zurück. James hatte seine Arme um sie geschlungen und drückte sie fest an sich.
"Gib mir, was mir zusteht, Lily, du gehörst mir!", erinnerte er sie.
"Und was nützt es mir, jemandem zu gehören, der mich gar nicht will?"; brach es aus ihr heraus, woraufhin er stöhnte und sie die kühlen Kacheln der Dusche gegen ihren Rücken drücken fühlte.
"Gib mir, was mir zusteht, Lily!"; verlangte er wieder, dieses Mal mit etwas mehr Nachdruck.
"Damit du mich dann wieder liegen lassen kannst?", schluchzte sie. Er verschloss ihren Mund mit seinem und griff unter ihre Beine. Sie machte sich jetzt die Mühe, seinen nassen Pullover über seinen Kopf zu ziehen, nur dafür brach er den Kuss und sie schlang endlich ihre Arme um seinen Oberkörper, als der schwere, nasse Pullover auf den Boden fiel und ein lautes Plätschern dabei verursachte.
"Es wird wieder ein wenig weh tun."; flüsterte er. Sie stöhnte und nestelte verlegen an seiner Jeans, die ebenfalls nass war. Es war recht schwierig, die Hose zu öffnen, da ihre Hände wie verrückt zitterten und ihm die Hose gerade wohl eindeutig zu eng wurde. Schliesslich schaffte sie es, ihn zu befreien und schob sie etwas ungeschickt über seine Hüfte, wo sie dann weiter wurde und bis zu seinen Knien rutschte.
"Sag mir, dass du sie nicht willst!"; schluchzte sie wieder. Obwohl er sie küsste und sie im Begriff war, erneut mit ihm zu schlafen, liefen schmerzhafte Tränen über ihre Wangen, die sich mit dem Wasser vermischten. James hatte gerade ihren Hals geküsst, aber nun rutschten seine Lippen zu ihrem Ohr.
"Ich will sie nicht, Lily."; flüsterte er, dass sie es kaum verstehen konnte wegen des Wassers. Aber sie hatte es gehört und stöhnte erleichtert. "Ich will dich.", da schob sie seine Shorts ebenfalls etwas ungestüm bis zu seinen Knien, er stöhnte. "Sag mir, wenn es zu weh tut."; sagte er in ihr Ohr und küsste dann die empfindliche, dünne Haut dahinter. Sie stöhnte und schob sich ihm entgegen, da stieg er plötzlich ein wenig auf seine Zehenspitzen - dann glitt er in sie hinein.
Ihr entfuhr ein entzücktes Stöhnen. Wie er es gesagt hatte, tat es wieder ein wenig weh.
Aber nicht alle Schmerzen stellten sich als schlecht heraus, diese waren eher inspirierend. Ihre Fingernägel gruben sich ein wenig tiefer in seine Schulter. Immer noch war er nicht ganz in ihr. "Gib mir mehr von dir!", verlangte sie.
"Nein."; erwiderte er sofort, dann presste er einen festen Kuss auf ihre Lippen und begann vorsichtig, sich zu bewegen. Lily holte tief Luft. "Du gehörst mir ganz alleine.", flüsterte er. "Sag es mir, Lily."
Ihr Gesicht verzog sich vor Schmerzen, nicht weil es weh tat, mit ihm zu schlafen, sondern weil er das von ihr verlangte. Einmal mehr dachte sie daran, wie weh es tat, ihm gehören zu müssen. "Ich gehöre dir, James.", flüsterte sie erstickt und schluchzte dann. Er küsste sie wieder.
Wieder rutschte seine Hand zwischen ihre Beine und streichelte und rieb und berührte sie, bis ihr Keuchen lustvoller und etwas geniessender wurde. Es stellte sich heraus, dass James Potter geschickte Finger hatte. Ihre Zehen bogen sich bei dem, was er machte und sie stöhnte, als er das Tempo erhöhte. Ihr Oberkörper bog sich ihm entgegen, Röte stieg in ihr Gesicht, ein Kuss traf ihre Lippen etwas unbeholfen, da öffnete sie ihre Augen. Er sah sie einfach nur an, ein wenig zärtlich war sein Blick und ein bisschen besorgt. "Gefällt es dir, Lily?", fragte er sie sanft. "Tut es weh?", als sie ihren Kopf schüttelte, da seufzte er erleichtert und verwickelte sie in einen recht existenziellen Kuss. "Du bist immer noch eng...", sie stöhnte, als er das sagte und er grinste breit.
Dann kam sie.
Sie wusste nicht recht, was genau den Ausschlag dazu gegeben hatte, aber es überkam sie und sie gab ein genusssüchtiges Geräusch von sich, welches sie selber nicht ganz zuordnen konnte und als er fühlte, wie sie umso enger wurde, da kam er ebenfalls sogleich.
Eine Weile klammerte sie sich an ihn, versuchte, ihn in sich zu halten, dann jedoch stöhnte er und machte sich etwas gewaltsam von ihr los. Ihre Knie knickten beinahe ein, als er sie wieder vorsichtig auf den Boden setzte und seine Hosen zurück hoch zog. Er taumelte ein wenig und stützte sich an der Wand ab. "Verlass mich nicht."; hörte sie sich plötzlich flehen. Er musterte sie. "Bitte..."; ihr war noch ganz schwindelig und ihre Hände zitterten, als sie über ihr Gesicht fuhr.
"Ich... Uh, ich kann nicht bleiben."; erwiderte er. "Wir müssen uns fertig machen."
"Bitte geh nicht, James! Du bist so unfair zu mir...", ihr kam wieder ein Schluchzen, in dem sogar noch die Erinnerung ihrer Ekstase noch hallte, dieses Mal vermischt mit dem bitteren Schmerz, den er ihr zufügte. Ihre Arme schlangen sich um ihn und er stöhnte gequält, erwiderte die Umarmung aber zögerlich.
"Nicht mit Absicht."; versprach er. "Lily, ich tue dir nicht mit Absicht weh, sieh mich an!", bat er sie.
"Aber es tut weh!", schluchzte sie. "Es tut so weh, von jemandem besessen zu werden, der mich eigentlich gar nicht will!", er stöhnte und löste sich nun von ihr.
"Ich will dich schon, ich kann dich nur nicht haben.", erklärte er ruhig und küsste sie ein weiteres Mal auf die Stirn, dann trat er tropfnass aus der Dusche, zog seinen Zauberstab und trocknete sich. Sie sah ihm schockiert hinterher, während er wieder ging und sank langsam zu Boden.
Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder gefasst hatte, dann jedoch war sie recht ruhig. Wieder Herr über sich selbst trat auch sie aus der Dusche heraus. Sie trocknete sich ab, machte ihre Haare, schminkte sich und suchte sich etwas zum anziehen heraus. Ihre Gedanken waren so klar wie noch nie.
James Potter würde ihr immer nur weh tun. Nicht, weil er es wollte, sondern weil er nicht anders konnte. Stöhnend warf sie einen Blick in den Spiegel. Sie wusste schon gar nicht mehr, weshalb sie sich die Mühe gemacht hatte, sich hübsch zu machen. Es würde nichts bringen. Er konnte nicht. Er wollte, aber er konnte nicht. Es machte keinen Unterschied, dass sie einen kurzen Rock trug. Es machte keinen Unterschied, dass ihre Haare jetzt lockiger waren als sonst.
Sie ging in die Küche, wo sie tatsächlich Sirius und James vor fand, die über einem Handzettel brüteten. "Das klingt gut, mit Ananas...", murmelte Sirius.
"Du kannst doch keine Ananas auf die Pizza tun, das ist doch eklig."; maulte James zurück. Sie setzte sich direkt zwischen die beiden.
"Was macht ihr?", fragte sie. Sirius grinste.
"Wir bestellen gleich Pizza. Erstens musst du dann nicht in deinem rattenscharfen Fummel kochen und zweitens kriegen wir dann Pizza.", sie verdrehte ihre Augen, lehnte aber ihren Kopf gegen seine Schulter. James zog missbilligend seine Augenbrauen herauf, sie verschwanden fast in seinem Haaransatz.
"Nein zu Ananas.", meinte sie.
"Na gut.", maulte Sirius.
"Wie wäre es hiermit?", fragte James.
"Da ist kein Fleisch drauf.", erwiderte Sirius sofort.
"Ja. Ich bin Vegetarier, ich esse kein Fleisch.", Lily starrte ihn an.
"Du - wirklich?", er wurde rot.
"Ja, ich esse kein Fleisch. Wenn du Fleisch gekocht hast, habe ich welches auf meinen Teller getan, es aber im Laufe des Abends auf Sirius' Teller geschoben oder an Scarlett, die kleine Fleischfressende Pflanze verfüttert.", erklärte er ruhig. Sie nickte schweigend und lehnte sich etwas mehr gegen Sirius.
"Na gut, dann müssen wir sowieso zwei Pizzen bestellen."; meinte er. "Ich nehme die mit Ananas und du eine eklige mit Spinat oder so, dann kann Lily von uns beiden haben."; sie verdrehte ihre Augen.
"Wir können auch einfach Pizzen ohne irgendetwas nehmen und dann belegen wir sie selber.", schlug sie versöhnlich vor, ehe James schon Luft geholt hatte, um ihn zu ermahnen, dass Spinat gar nicht eklig war.
"Am Ende schlägst du vor, du könntest die Pizza auch einfach selber machen."; grinste Sirius und nahm einen Schluck aus einer Tasse. Sie griff nach der Tasse, in der Annahme, er würde Kaffee trinken und nahm ebenfalls einen Schluck. Plötzlich wurde Sirius rot und sah verlegen zur Seite. Stöhnend schluckte Lily einen grossen Schluck puren Feuerwhisky und verzog ihr Gesicht. "Ich habe nie gesagt, dass das Kaffee ist.", murmelte er verlegen.
Eigentlich wollte Lily etwas sagen, aber als sie sein verlegenes Gesicht bemerkte, da trank sie einfach einen weiteren Schluck und reichte ihm die Tasse zurück. Er sagte darauf nichts, aber sie fühlte, wie er weg rutschte, als sie sich wieder gegen ihn lehnen wollte. Ihr wurde warm.
Sie trank normalerweise nicht viel Alkohol, höchstens mal ein wenig Wein zum Essen, aber noch nie hatte sie so viel Feuerwhisky getrunken. Verlegen fuhr sie über ihr Gesicht, ihre Wangen wurden ganz rot. James seufzte und legte seinen Arm um sie. "Du bist nicht so schnell betrunken, oder?"; ihre Zunge fühlte sich taub an, darum schüttelte sie nur ihren Kopf. "Sirius-"
"Ach nun komm schon, ist nicht meine Schuld, dass sie an meiner Tasse trinkt...", maulte der sofort.
"Das stimmt, Lily, du solltest nicht einfach so an Sirius' Tasse trinken, sonst fängst du dir noch eine Hepatits oder so etwas ein. Du hast ja keine Ahnung wo er schon überall mit seinem Mund war...", er grinste seinem besten Freund frech zu, als Lily fasste nur an ihren Kopf.
Doch sie wurde so schnell betrunken. "Uh - mal eine praktische Frage... Wie stellen wir es an, dass niemand merkt, dass die liebe Lily-Maus sich schon seit ein paar Tagen hier mit dir vergnügt?", fragte Sirius plötzlich.
"Vergnügen kann man das nicht unbedingt nennen.", maulte sie.
"'Tschuldige Mal, du hast dich nicht beschwert!", erklärte James nun, woraufhin sie ihre Augen verdrehte.
"Ich meinte eher das böse Erwachen, als die Ekstase.", schnaubte sie, aber dann kicherte sie leider. James verdrehte seine Augen nun auch, aber er grinste dabei breit.
"Lily, du bist betrunken.", erklärte er.
"Nein, bin ich nicht.", erwiderte sie. Dann nahm sie wieder Sirius Tasse und trank sie leer. Sirius seufzte.
"Von jetzt an wird sie unausstehlich sein..."
Und dem war auch so.
Sie war unausstehlich. Aber nicht, weil sie so viel getrunken hatte, sondern weil James und Alexandra gerade miteinander tanzten. Alle um sie herum waren schon so betrunken, Sirius war eben mit Marlene McKinnon auf sein Zimmer gegangen, jemand hatte unter den Baum gekotzt und obwohl Lily noch mehr getrunken hatte und kaum noch gerade stehen konnte, hatte sie nur Augen dafür, dass James Alexandra gerade in seine Arme gezogen und geküsst hatte. Nur flüchtig, ganz keusch - aber er hatte sie geküsst.
Mary, die ebenfalls schon reichlich wacklig auf den Beinen war, stöhnte. "Lily, hör auf ihn mit deinen Blicken zu erdolchen, sonst wird Remus eingreifen!", maulte sie.
"Tue ich nicht."; log Lily. James' Blick flog zu ihr, da verschränkte sie ihre Arme. Er sah sofort wieder weg. "Er ist so ein Arschloch.", sie trank ihr Glas leer und räusperte sich. "Uh - Mary, wen von denen hier würdest du für mich als Tanzpartner vorschlagen?", fragte sie dann.
"Uhm - was?", fragte die.
"Mit wem soll ich tanzen?", Mary starrte ihre Freundin vollkommen verwirrt und entsetzt an. "Oh komm schon, Maria, du hast mich gehört!", einen Moment lang sahen sie sich nur an, dann räusperte Mary sich und sah über die tanzende Menge.
"Tja. Nate ist frei.", meinte sie.
"Nicht hübsch genug.", erwiderte Lily.
"Hübsch genug für was?", fragte sie sofort zurück.
"Vergiss es. Wer noch?"
"Du verhältst dich eigenartig. Und du siehst heute irgendwie anders aus. ...hast du was mit deinen Haaren gemacht?", da verdrehte Lily ihre Augen.
"Nein."
"Lily, du bist die Meisterin der Einsilbigkeit. Wie wäre es mit Gideon?", sie schüttelte ihren Kopf.
"Nein, dem habe ich letztlich einen Korb erteilt, jetzt mit ihm zu spielen weil ich ein Problem habe wäre unfair.", ihr schoss durch den Kopf, dass James das trotzdem auch mit ihr tat, dem ging sie aber nicht nach.
"Was ist denn nur los mit dir?", fragte Mary nun. "Lily, du bist doch gar nicht so! Was hast du?", darauf stöhnte Lily nur.
"Nun, Nate wird es tun müssen. Er ist ja auch gar nicht hässlich oder so... Nur halt im Vergleich-"
"Im Vergleich zu wem? Wohin gehst du?", auch darauf antwortete Lily nicht. Sie war aufgestanden, um durch die Menge zu taumeln. "Lily!"
Erst schlief er mit ihr und dann liess er sie vollkommen alleine stehen! Wie konnte sie sich nur in diesen Affen verlieben? So ein idiotischer, falscher, blöder - er streichelte beim Tanzen durch Alexandras Haare und sie lächelte ihn entzückt an. Dieses Mal traten Lily Tränen in die Augen und sie stiess mit jemandem zusammen. Es war Gideon, über den sie gerade eben erst gesprochen hatte.
"Hey, Lily!", strahlte er. "Frohes neues Jahr!", sie nickte.
"Ja, dir auch, Gideon!", er drückte seine Lippen keusch auf ihre und obwohl es nur eine freundschaftliche Geste sein sollte, brannten in Lilys Kopf alle Sicherungen durch. Er hatte sie geküsst, dann war es okay, wenn sie ihn küsste. Richtig? Stöhnend schlang sie ihre Arme um seinen Nacken, um zu verhindern, dass er sich wieder von ihr zurück zog. Einen Moment lang war er wohl zu erstaunt, um zu reagieren, da drängte sie sich näher an ihn und verwickelte ihn in einen wilden, stürmischen Kuss. Die Menge um sie herum johlte.
Natürlich wurde auf dieser Party überall wie verrückt geknutscht - aber nicht auf der Tanzfläche. Ausserdem waren die meisten Pärchen. Sie überlegte nicht einmal, dass sie sich morgen früh vielleicht in eine Situation gebracht haben könnte, aus der sie nicht mehr so einfach heraus kam. Überhaupt war ihr das egal. Als sie einen Blick über Gideons Schulter warf, da starrte James sie mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Zorn an. Das spornte sie selbstverständlich nur dazu an, ihre Arme fester um den Mann vor ihr zu schlingen und den Kuss verrückter und wilder werden zu lassen.
Schwer atmend löste sie sich von ihm. "Wollen wir auf die Terrasse?"; fragte sie.
"Uh - ist das ein Codewort oder meinst du die Terrasse draussen, wo wir Minus sechs Grad haben?", fragte er. Sie grinste breit.
"Weisst du was? Mir fällt eine bessere Idee ein..."; meinte sie und griff nach seiner Hand. Gideon, der vermutlich gar nicht wusste, wie ihm geschah, taumelte hinter ihr her. Sie hatten doch alle schon so viel getrunken... Vielleicht würde er sich gar nicht mehr daran erinnern. James löste sich jetzt endlich von Alexandra und versuchte, ihr hinterher zu kommen, musste sich aber durch die vielen tanzenden Partygäste kämpfen.
Die meisten knutschenden Pärchen standen im Gang zur Küche oder sassen auf dem Treppengeländer. Sie jedoch steuerte eine Tür an. "Lily, das können wir doch nicht machen!", ermahnte er sie. "James und ich sind Kumpel, was, wenn das das Zimmer seiner Eltern ist oder so-"
"Das ist nicht das Zimmer seiner Eltern."; erwiderte sie nur knapp und zog ihn an seiner Hand weiter.
"Aber-"
"Gideon, das ist sein Trophäenzimmer, okay, es macht ihm nichts aus, wenn wir uns das einen Moment ausleihen..."; sie küsste ihn wieder, um ihn wieder auf die richtigen Gedanken zu bringen. Rasch fühlte sie die Wand hinter sich. Er war scharf auf sie, das wusste sie. Er war schon hinter ihr her gewesen, als er noch auf Hogwarts ging, aber sie hatte ihn nicht erhört. Sie hatte sowieso noch nie jemanden erhört. Ausser James Potter jetzt und der besass sie nun und wusste nichts mit ihr anzufangen. Und dann stand er da und küsste Alexandra, vor allen Leuten! Der Gedanke daran, dass Gideon es eigentlich nicht verdient hatte, dass sie ihn benutzte waren sofort wieder verschwunden und sie sinnierte nur noch darüber, was für ein gewaltiges Arschloch James Potter war!
"Mann, Evans, du gehst ganz schön ran..."; murmelte er und drückte einen festen Kuss auf ihre Wange. "Wie war das mit seinem Trophäenzimmer?", sie grinste ihn an und zog ihn weiter.
Sie drückte die Türklinke zu ihrem Zimmer herunter und zog die Tür auf, da legte sich urplötzlich eine Hand auf das Holz und drückte sie wieder zu. "Wie unhöflich, in fremden Häusern spionieren zu gehen.", James war rot vor Zorn.
"Wie unhöflich, sich in die Angelegenheiten anderer Leute ein zu mischen!", schoss sie sofort zurück.
"Du würdest es mir doch nicht etwa übel nehmen, dass ich eine Freundin zu Neujahr geküsst habe, nicht wahr?", fragte er. "Das macht man nämlich so."
"Ach ja? Mit deiner Hand in ihren Haaren?", er wurde rot. "Lass mich bloss in Ruhe, Potter."
"Uh - bin ich da zwischen irgendetwas geraten?"; fragte Gideon.
"Nein, da gibt es nichts, wo jemand zwischen geraten könnte.", schnappte James. "Evans, verhält sich nur mal wieder vollkommen irrational!", sie schnaubte.
"Potter gerät da gerade zwischen etwas! Wenn du mich entschuldigen würdest-", er griff an ihre Schulter.
"Warte kurz, ich will nur ein Wort mit ihr wechseln, dann kannst du sie gerne haben!", sie holte aus und ohrfeigte James, da zog er seine Augenbrauen herauf. "Uhm, zwei Worte."; er öffnete nun die Tür und stiess Lily in ihr Zimmer
Sie stolperte, taumelte und fiel beinahe, konnte sich aber in letzter Sekunde davor bewahren. Er verschloss das Zimmer und drehte den Schlüssel um. "Du hast ernstzunehmende Probleme, Potter!", fauchte sie. Er reagierte gar nicht richtig darauf, sondern ging zum Fenster und zog die Gardinen hervor. "Was soll das?"
"Ich bin nur nett zu ihr, Alexandra und ich sind Freunde!", er drehte sich mit verschränkten Armen zu ihr um.
"Du hast sie geküsst!", ihr traten wieder Tränen in die Augen.
"Das hat nichts zu bedeuten!", ermahnte er sie.
"Du hast gesagt, du willst sie nicht, aber du hast schon den ganzen Abend nur Augen für sie!", plötzlich sah er mitleidig aus. "Du hast gesagt, du willst sie nicht, dann hast du mich einfach unter der Dusche stehen lassen und seitdem hast du nur noch Augen für sie."
Dann bewies sie, dass sie vollkommen irrational war. Sie küsste ihn. "Nicht."; flüsterte er. "Mach es doch nicht noch schlimmer für dich...", bat er sie betreten, da brach sie in Tränen aus.
"Wieso bin ich nur auf dich herein gefallen?"; fragte sie ihn verzweifelt.
"Vermutlich meine Schuld, weil ich dich her geholt habe.", Sie merkten beide, dass sie in einer Zwickmühle waren. Er wollte ihr nicht weh tun, tat ihr aber weh, indem er ihr nicht weh tat. Und sie hatte sich trotzdem in ihn verliebt. Er küsste sie dieses Mal und sie schlang ihre Arme um ihn. Keiner der beiden wusste, wie ihm geschah, aber es war einfach zu schön, dass sie sich küssten.
Ehe sie sich versah hob er sie auf seinen Schreibtisch. Obwohl sie ihn so sehr wollte, rannen Tränen über ihre Wangen, als er ihren Rock herauf und ihr Höschen über ihre Beine schob. Er küsste die Tropfen leichtfertig weg, sich nicht darüber im klaren, was er ihr antat. Trotzdem öffnete sie seine Jeans, zerrte sie zusammen mit seinen Shorts herunter und streichelte ihn. James stöhnte. "Sei nicht in mich verliebt.", flüsterte er.
"Bin ich.", gab sie nur weinend zurück und er küsste sie wieder.
"Ich habe so lange auf dich gewartet, um dann zu kriegen was ich wollte, wenn ich nicht dafür bereit bin."; murmelte er gegen ihren Mund, da schlang sie ihre Beine um seine Mitte und drückte ihn in sich hinein.
Ihr entfuhr ein Stöhnen.
Bisher hatte er immer die Kontrolle darüber gehabt, aber er hatte nicht mit dem gerechnet, was sie da getan hatte. Er war gänzlich in ihr und es tat weh, wie tief er ging, so tief, dass er anstiess, aber es tat genau so gut, zu wissen, dass sie ihn gerade endlich vollständig besitzen durfte. "Oh mein...", flüsterte sie, als er das erste Mal stiess.
"Tut es weh?", fragte er besorgt, sie griff nach seiner Hand und legte sie auf ihr Herz.
"Hier."; flüsterte sie zurück, bevor sie ihn wieder küsste. Er lächelte bittersüss und küsste sie wieder, dabei drückte er sie fest an sich. "Aber heute Nacht gehörst du mir, James.", darauf gab er ein leises Stöhnen von sich.
Es fühlte sich alles anders an, jetzt, wo er sich nicht mehr zurück halten musste. Auch machte er sich keine Mühe mehr, sie mit seiner Hand zu befriedigen, es reichte ihr schon, dass sie durch ihre Bewegungen aneinander stiessen und sich rieben, da warf sie plötzlich ihren Kopf in den Nacken und gab ein erleichtertes Seufzen von sich.
Alles in ihr zog sich zusammen, sodass sie ihn noch deutlicher in sich spüren konnte, sämtliches Gefühl wich aus ihren Beinen und Armen, er küsste über ihre Kehle, die sie ihm geradezu anbot. Sie streichelte nun durch seine Haare, dann war es geschehen. Wieder spürte sie ihn in sich kommen und stöhnte von dem Gefühl. Schwer atmend starrten sie sich an, dann küsste er sie. "Wir sind etwas zu leichtfertig mit unseren Herzen umgegangen, Lily."; flüsterte er. Sie nickte stöhnend und schlang ihre Arme um seinen Nacken.
Nach einer Weile fühlte sie seine Tränen, die von seinem Gesicht auf ihre Schulter tropften und ihren Rücken herunter rannen. "James-"
"Ich kann mich nicht einmal richtig bei dir entschuldigen, so gestört bin ich.", schluchzte er. "Aber es tut mir Leid, dass ich dir weh tue, Lily, tut es wirklich!", sie nickte.
"Weiss ich.", beruhigte sie ihn.
"Es tut mir Leid, aber ich geniesse es auch!", sie hielt inne, über seinen Rücken zu streicheln. "Ich liebe es, wenn du schreist. Ich liebe es, dir weh zu tun.", seine Stimme hatte sich verändert, wurde ganz tief und rau. "Hinterher tut es mir Leid, weisst du, aber ohne deinen Schmerz könnte ich nicht. Nur, wenn ich weiss, dass ich dir weh tun kann, dann überkommt es mich.", grauenerfüllt schwieg sie, da waren mehr Tränen auf ihrem Rücken.
"Du hast mir nicht weh getan."; flüsterte sie schliesslich vorsichtig.
Er löste sich von ihr. "Ich sollte jetzt gehen, bevor es schlimmer wird.", flüsterte er zurück und klang wieder mehr nach James. Sie runzelte ihre Stirn.
"Draussen sind viele Leute.", erinnerte sie ihn unsicher. Er vergrub fuhr durch seine Haare und zog die Hose wieder hoch. Auch Lily richtete ihre Kleidung. "James, du hast mir nicht weh getan!"
Aber darauf antwortete er nicht mehr, er taumelte betrunken zum Bett und sank darauf, sein Gesicht immer noch in seinen Händen vergraben. Lily ging ihm hinterher und kniete vor ihm. "Ich hasse mich so sehr!", schluchzte er plötzlich.
"Es ist nichts passiert, was ich nicht wollte."; versuchte sie wieder, ihn zu beruhigen.
"Ich hasse mich so sehr... Ich wünschte, es würde endlich aufhören! Ich wollte doch nicht, dass sie ihr weh tun! Was hätte ich tun sollen!", er schluchzte.
"Du konntest nichts tun.", antwortete sie ihm. Wahrscheinlich sprach er von seiner Tante, und es war wahrscheinlich beruhigend für ihn, wenn sie ihm auf seine Frage antwortete... "James, du konntest nichts tun, sie hätten ihr weh getan, ob du es wolltest oder nicht!", erklärte sie sanft.
"Und sie hat mich angefleht, sie zu wählen, damit sie Scarlett verschonen. Was hätte ich machen sollen...", er stöhnte unter der Last seiner Worte. Lily wurde blass von dem, was er da erzählte. "Und hätte ich gar nicht gewählt, hätten sie sich beide genommen, Lizzy hat mich so sehr angefleht, was hatte ich für eine Wahl?", er schluchzte wieder.
"Niemand macht dir einen Vorwurf.", flüsterte sie und streichelte wieder durch seine Haare.
"Und ich habe da gestanden und es mir angesehen und es hat mir nichts gemacht! Ich habe gelacht, ich fand es lustig, was sie mit ihr gemacht haben!", er verbarg noch stets sein Gesicht vor ihr. "So wie ich deine Schreie liebe, so habe ich ihre Schreie geliebt! Es hat mich erregt, wie sie geschrien hat!", ihr wurde schlecht und nun rannen wieder mehr Tränen über ihre Wangen.
"Ich glaube dir nicht!"
"Und Alexandra, sie hat so schön geschrien, wie noch nie jemand!", er stöhnte und ihr wurde bewusst, dass Sirius Recht behalten hatte. Sie wusste weder, wie sie mit ihm umgehen sollte, noch konnte sie ertragen, was er sagte.
"Hör auf!", befahl sie.
"Ihre Schreie hallen in meinen Ohren nach... Ich hasse mich so sehr.", sie setzte sich neben ihn und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. "Sie werden sie holen. Und ich kann nichts dagegen tun. Ich kann sie nicht retten, wenn sie kommen.", sein Schluchzen wurde nun unerträglich für sie und als er begann zu würgen, fiel ihr ein, was Sirius gesagt hatte.
Er hatte Wahnvorstellungen. "James Potter, sieh mich an!", verlangte sie mit ihrer letzten Kraft. Er gehorchte nicht, sondern fiel vornüber auf seine Knie, dann erbrach er. "Was du sagst, stimmt nicht!", ermahnte sie ihn nun, da er nicht mehr sprechen konnte. "Ich kenne dich, James Potter und du würdest niemandem weh tun wollen! Du hast nichts getan, wofür du dich hassen solltest!", er stöhnte und erbrach wieder, da seufzte sie.
Da sie erkannte, dass sie ihm nicht helfen konnte, stand sie auf und zog ihren Rock etwas zurecht, dann verliess sie das Zimmer und versiegelte es. Ihre Beine zitterten, ihr war schwindelig, sie weinte. Gideon war nirgendwo zu sehen - wie lange war sie mit James in seinem Zimmer gewesen? Benommen taumelte sie die Treppen herunter, es war so laut, da waren so viele Leute, es war ganz warm hier. Sie machte sich nicht einmal die Mühe, an Sirius Zimmertür zu klopfen, sondern platzte einfach herein. Marlene und er lagen splitternackt auf seinem Bett, ihre Gesichter zueinander gedreht. Er schreckte auf und verbarg sich, während Marlene sofort die Bettdecke über sich zog. "Du musst mit mir mit kommen!", sagte Lily vollkommen hilflos, dann brach sie in Tränen aus.
"Was-"; begann Marlene, aber Sirius sprang auf und zog sich an.
"Könnt ihr euch nicht zurück halten?"; knurrte er.
"Sagt er die Wahrheit?"; schluchzte sie, woraufhin er stöhnte.
"Nein Lily, natürlich nicht! Er fantasiert!", maulte Sirius zurück. "Ich habe dich doch gewarnt, wieso habt ihr das getan? Wo ist er?"
"In meinem Zimmer."; heulte sie nur zurück und liess zu, dass er sie grob an der Schulter packte und mit sich schleifte. Marlene starrte ihm hinterher.
"Hey, was ist mit mir?", fragte sie wütend.
"Ich komme zurück - uh, vielleicht."; meinte er nur, die Antwort darauf hörte Lily schon nicht mehr. Natürlich schauten sie alle ganz blöd an, Sirius, der noch sein Shirt über den Kopf zog, gefolgt von Lily, die schluchzend von ihm hinter sich her gezogen wurde. Er stiess sie in das Zimmer, nachdem sie den Zauber wieder zurück genommen hatte.
James hatte aufgehört, sich zu übergeben und lag zusammengerollt und schluchzend vor dem Bett in seiner eigenen Kotze. Sirius stöhnte, als Lily es verschwinden liess und sich neben ihn kniete.
"James?"; sprach sie ihn an. Mehr Tränen liefen über ihre Wangen.
"Vergiss es, der ist jenseits von Gut und Böse...", murmelte Sirius nur und setzte sich neben James zu ihr.
"Ich hasse mich so sehr, so sehr! Ich bin ein schlechter Mensch...", flüsterte James grauenerfüllt. "Sie hat mir nichts getan... Ich habe kein Recht, ihr weh zu tun!", Sirius stöhnte.
"Du hast ihr nicht weh getan, Lily, er hat dir nicht weh getan, oder?"
"Nein!", erwiderte sie sofort. "James, du hast mir nichts getan!", er stöhnte.
"Ich hasse mich.", sagte er wieder. "Ich bin niemandem eine Hilfe, ich werde sie alle enttäuschen! Man schaut zu mir, um sie alle zu retten, aber ich kann nicht! Sie werden kommen und sie holen und ihr weh tun und ich werde daneben stehen und lachen!", Lily schluchzte wieder.
"Du hast geweint, James, du wolltest nicht, dass sie ihr weh tun, ich habe dich in der Erinnerung gesehen! Regulus hat gelacht, das bist nicht du gewesen!", zu Lilys Überraschung streichelte Sirius liebevoll über James Gesicht, eine fürsorgliche Seite, die sie noch nie bei ihm gesehen hatte. "Und sie ist sicher."
"Er redet von Scarlett, nicht wahr?"; fragte sie bedrückt von dem Gedanken, jemand würde kommen und sie holen und ihr weh tun.
"Nein."; erwiderte Sirius und wurde für James rot. "Er redet von dir..."
"Ich hasse mich so sehr!"
"Super, noch so eine Nacht.", maulte Sirius. Sie fuhr über ihr Gesicht, dann rutschte sie näher zu James und bettete seinen Kopf auf ihren Schoss. Er schluchzte wieder, aber als sie durch seine Haare streichelte, da beruhigte er sich langsam.
Sirius blieb einfach nur bei ihr sitzen. "Gibt es denn nichts, was wir tun können?"; fragte sie bedrückt. Er zuckte mit seinen Schultern und betrachtete das rote Gesicht seines Freunde.
"Du tust schon alles, was du kannst, Lily. Sieh ihn dir an, eben noch hat er gekotzt.", erinnerte er sie. "Wieso könnt ihr es nicht lassen? Ich habe Stunden gebraucht, um ihn heute Nachmittag wieder auf die Reihe zu kriegen, wieso hast du es nicht für heute gut sein lassen?", sie wurde rot.
"Ich... Ich wollte mit Gideon her kommen."; erklärte sie zögerlich. Er zog seine Augenbrauen herauf. "Sirius, ich-"
"Du darfst jetzt nicht in ihn verliebt sein."; sagte er sanft. "Lily, sieh ihn dir an, er braucht eine Therapie, keine Freundin, die alles nur noch schlimmer macht!", verlegen sah sie zur Seite.
"Wieso macht er keine Therapie?", fragte sie.
"Uhm - er ist zu stur. Er behauptet steif und fest, dass es aufhören wird."; sie stöhnte und fuhr fort, durch James' Haare zu fahren. "Liebes, du kannst jetzt einfach nicht in ihn verliebt sein, weisst du, wie lange er auf dich gewartet hat? Es ist so unfair, wenn ihr euch jetzt verpasst!", darauf konnte sie nicht mehr antworten.
"Und jetzt muss ich also jemandem gehören, der nichts mit mir anfangen kann?"; er zuckte erneut mit seinen Schultern.
"Ja.", meinte er ruhig. "Aber vielleicht braucht er das.", sie starrte ihn an. "Was? Ich sage nicht, dass du dich freiwillig damit abfinden musst. Ich sage nur, vielleicht braucht er es, dich besitzen zu können. Was du damit machst ist deine Sache.", erklärte er, was er ihr sagen wollte.
"Aber wie könnte ich ihn jetzt verlassen?", fragte sie.
"Wie kannst du bleiben?"; fragte er ernst. Darauf wusste sie keine Antwort, sondern sah nur bedrückt auf James herunter. Er war jetzt ganz ruhig, sah jedoch wie in Trance gerade aus. "Das ist eine Entscheidung, die ich dir nicht abnehmen kann, Lily.", er rutschte neben sie, legte James Beine auf seine Knie und den Arm um Lilys Schulter. Sie fand es sehr nett, dass er so vorsichtig mit ihr umsprang, er küsste sie sogar auf die Schläfe. "Ich wünschte, er hätte dich nicht her geholt..."; diese Worte trafen sie wieder einmal, aber das wollte sie nicht zugeben.
"Ich wünschte, ich wäre weniger betrunken.", gab sie zu und er schnaubte.
"Ja, das wünschten wir uns alle.", grinste er. Daraufhin kicherte sie ein bisschen und lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter. "Was wirst du tun?", sie zuckte mit ihren Schultern.
"Bleiben."
"Und das ist okay für dich, obwohl du weisst, dass du ihn nicht haben kannst?", fragte er bedrückt.
"Mh. Ich habe ihn irgendwie.", meinte sie. "Ich meine..."
"Ich denke ich weiss, was du meinst.", erwiderte er langsam und sehr sanft. "Du regierst seine Gedanken, Lily, das meinst du. Er hat immer nur Angst um dich, sorgt sich um dich... Er denkt an nichts anderes mehr.", er seufzte. "Und daran, dass du ihm gehörst. Er - er redet von nichts anderem mehr.", darauf konnte sie nur nicken. "Er ist ja genau so verliebt in dich, Lily."
"Mh.", machte sie.
Plötzlich räusperte James sich. "Bitter, nicht wahr."; flüsterte er.
"Ein bisschen.", erklärte sie. "Geht es dir besser?", er zuckte mit seinen Schultern und richtete sich auf.
"Erstaunlicherweise ja.", erklärte er.
"Wieso erstaunlicherweise?", fragte Lily.
"Letzte Nacht hat er die ganze Nacht über wie verrückt geheult, Lily, das ging schnell.", sie zog ihre Augenbrauen herauf.
"Aber heute Nachmittag-"
"Ich habe ihm heute Nachmittag eine hohe Dosis Beruhigungstränke gegeben, es war ein Wunder, dass er nicht auf den Boden gesabbert hat.", erwiderte Sirius nur und stand auf. "Und ich gehe jetzt schauen, ob ich vielleicht auf Marlene sabbern darf."; sie verzog ihr Gesicht.
"Du bist eklig."; maulte sie.
"Ich hätte ekligere Sachen sagen können, Lily-Maus.", grinste er sie an. "Glaub mir - oder frag sie bei Gelegenheit mal, was ich alles mit ihr mache...", sie wurde rot.
"Du bist ein Womanizer..."
"Schon immer gewesen - aber eins glaub mir, noch nie unter der Dusche, du unartiges Ding."; sie schnaubte.
"James!"
"Was?", fragte er zurück und fuhr dabei über sein Gesicht. "Oh Mann, mir geht es schlecht.", sie verdrehte ihre Augen und sah ihn kopfschüttelnd an. "Was? Mir geht es schlecht, Lily, denkst du nicht, das ist nachvollziehbar? Weisst du, wie viel ich getrunken habe?"; tatsächlich klang seine Stimme komisch.
"Mehr als ich?"
"Sicherlich, aber das sagt nicht viel aus, eine Fliege könnte mehr trinken, als du Zwerg.", Sirius lachte leicht. "Ey Tatze, versuch, nicht wieder Flecken zu hinterlassen, Mum dreht sonst durch, du kennst sie ja."; Lily wurde knallrot.
"Ihr seid schrecklich.", maulte sie, aber darauf konnte James nur noch frech lachen.
"Ja, ja, schon klar...", auch James stand nun auf und hielt ihr seine Hand hin. Sie liess sich von ihm aufhelfen und fasste sich an den Kopf. "Du solltest dich hin legen...", riet er ihr.
"Merlin, mir geht es schlecht.", flüsterte sie nun auch.
"Ich - uhm, es hat nicht weh getan, was wir gemacht haben, oder?", sie schüttelte ihren Kopf und er seufzte beruhigt, dann küsste er sie auf die Stirn. "Möchtest du, dass ich noch bleibe, bis du eingeschlafen bist?", sie starrte ihn an. Wie kann man innerhalb von einem Tag alles für jemanden empfinden? Total Abscheu, tiefe Zuneigung, Wut, vielleicht sogar Hass, Mitleid...
"Gehst du dann zu Alexandra?", flüsterte sie bedrückt. Er sah sie lange an, dann schüttelte er den Kopf.
"Ich will sie nicht, Lily."; flüsterte er und strich mit seinem Zeigefinger über ihre Wange. Sein Finger zitterte und war ganz kalt. "Uhm... Uhm, ja, ich bin gleich wieder da.", murmelte er. Sie setzte sich auf das Bett und sah ihm hinterher, als er im Badezimmer verschwand. Seufzend zückte ihren ihren Zauberstab und deutete auf sich selber. Es fühlte sich sehr merkwürdig an, sich selber zu reinigen, kitzelte ein bisschen. Es hiess, man sollte es nicht zu oft mit dem Zauberstab machen, da es die Haut nach einer Weile beschädigen konnte, trotzdem war sie erleichtert, als sie bemerkte, dass sie nicht mehr so sehr nach Alkohol und Schweiss roch.
Als James zurück kam, da schlief sie schon fast. Er legte sich zu ihr und lauschte dem Lärm draussen. "Frohes neues Jahr, James.", flüsterte sie plötzlich. Da drückte er sein Gesicht gegen ihren Nacken.
"Frohes neues Jahr, Lily."
