Hi ihr Lieben!

Wieder mal hat es ätzend lange mit mir gedauert und das tut mir sehr leid. Hoffentlich seid ihr ein wenig getröstet, wenn ihr seht, wie lang das Kapitel ist. Ich hoffe, ich bekomme wieder genauso viele schöne Reviews wie zum letzten Kapitel!

Viel Spaß beim lesen! Ich hab euch lieb, Hermione D.


Kapitel 6

So sehr Constantine Afrika und die Menschen, die dort lebten auch liebte, sie war nicht wie sie. In ihrem Herzen war sie westlich, sie verstand die Art der Afrikaner einfach nicht. Dies stellte sich ca. drei Monate nach ihrer Ankunft dort unter Beweis, als sie mit den Frauen unterwegs war, um Wasser zu holen. Eine der Frauen war von einer Schlange gebissen worden und sobald die anderen Frauen herausgefunden hatten, welche Art von Schlange es gewesen war, hatten sie beschlossen, die Frau zurückzulassen. Es wäre sowieso schon fast dunkel, wenn sie nach Hause kommen würden und es gäbe keine Zeit zu verschwenden. Constantine konnte das einfach nicht verstehen. Diese Frau starb, doch Medizin könnte ihr helfen, wenn sie sie zurückbringen würden, doch die Frauen waren nicht gewillt ihre kostbaren Wasserfässer für sie zurückzulassen. Das war für Constantine einfach unbegreiflich, wie konnte Wasser wichtiger sein als diese Frau? Am Ende wartete sie einfach mit ihr und bahnte sich dann mit den drei anderen, die beschlossen hatten zu bleiben, ihren Weg nach Hause. Doch als sie im Dorf ankamen, wartete Tom auf sie. Und er war mehr als wütend.

„Was zur Hölle hast du dir dabei gedacht?" zischte er, packte sie am Arm und schleifte sie grob mit sich in die nächste Hütte, die glücklicherweise sowohl leer als auch ihre war. „Verstehst du überhaupt, dass das hier nicht London ist? Da draußen gibt es Tiere, die dich nur zu gerne FRESSEN würden!" Sie riss ihren Arm los und streichte über die Male, an denen er sie gepackt hatte.

„Sie starb, Tom! Ich konnte sie nicht einfach zurücklassen." konterte Constantine. Tom sah sie an, als wäre sie verrückt.

„Constantine, wenn sie starb, war sie zurückzulassen genau das, was du hättest tun sollen!" sagte er langsam, als wäre sie ein begriffsstutziges Kind. Sie starrte ihn an.

„Ich würde nie eine Frau alleine mitten im Nirgendwo sterben lassen!" schoss sie zurück. „Und ja, ich bin mir im Klaren, dass da draußen Löwen und Hyänen und alle möglichen anderen Arten von großzähnigen Tieren sind, die mich fressen würden, es sei denn, ich hetze ihnen einen Abwehrzauber auf den Hals und da ich wieder gesund und munter mit den anderen hier bin, ist es keine große Sache!"

„Es ist eine große Sache Constantine." sagte er tonlos. „nicht weil du da draußen geblieben bist, oder weil du in der Dunkelheit nach Hause geschlendert bist, sondern weil es bedeutet, dass du Afrika immernoch nicht verstehst, trotz deines ganzen Geldes und der Projekte." sagte er und verließ die Hütte. Constantine starrte fassungslos auf die Stelle, an der er eben noch gestanden hatte. Der Bastard.

Er benahm sich, als würde es sie nicht kümmern. Also war sie nicht afrikanisch, also verstand sie nicht, wie man eine Frau alleine in der Wüste sterben lassen konnte. Das machte sie nicht zu einer weichlichen Westländerin, das machte sie verdammt nochmal mitfühlend. Und sie war sicher... Jemand wurde nicht zur besten Aurorin in der Ministeriumsgeschichte ohne zu lernen, wie man sich vor all diesen Bestien, die die Nacht auf einen hetzen konnte, verteidigen konnte. Und verglichen zu manchen Monstern denen sie gegenüber getreten war, waren Löwen auf gleicher Höhe mit Kätzchen auf der Bedrohlichkeitsskala.

Obwohl er, zu Toms Verteidigung, nicht wusste, dass sie eine der besten Aurorinnen der Ministeriumsgeschichte gewesen war. Und wenn er Harry fragen würde, würde dieser sagen, dass Constantine nie eine Aurorin gewesen ist. Pfft... Tom sollte lernen, ihr zu vertrauen. Doch es machte eines klar: es war Zeit, nach Hause zu gehen. Sie wusste nicht genau wie, was oder warum... Sie hatte noch nicht entschieden, ob sie wieder mit Daniel-Draco sprechen würde oder nicht, obwohl ihr sowieso keine andere Wahl blieb. Und sie würde einen Platz zum Wohnen finden müssen. Und etwas Anspruchsvolles zu tun. Sie seufzte. Nur am leben zu sein schien wie eine harte Pflicht. Nicht auf die düstere Ich-will-mich-umbringen-Art, doch jeder Schritt den sie tat, schien so kompliziert, als könnte sie keinen Schritt machen, ohne bald darauf ausgelaugt zu sein. Das war sehr frustierend.

„Connie?" Ginny kam langsam in die Hütte und Constantine sah sie böse an.

„Ich hab dir schonmal gesagt, du sollst mich nicht so nennen." sagte sie. Ginny grinste.

„Es hält dich davon ab, zu groß und mächtig zu werden. Constantine ist ein sehr überheblicher Name, musst du wissen."

„Wie kommst du darauf?" fragte Constantine, lehnte sich gegen die Mauer und streckte ihre Beine. Ginny zuckte die Schultern.

„Er hört sich halt wie einer dieser Namen an. Hey, ich hab gehört, wie Tom dich vorhin zur Schnecke gemacht hat." Constantine schnaubte und rollte mit den Augen.

„Ja. Ich hatte beschlossen mit einer der Frauen, die von einer Schlange gebissen worden war, zurückzubleiben. Sie starb langsam und alle wollten sie einfach da zurücklassen, aber ich entschied, mit ihr zu warten."

„In der Dunkelheit in der Afrikanischen Wüste." fügte Ginny hinzu. Constantine seufzte.

„Du auch noch?" Ginny zwinkerte.

„Du kennst mich." sagte sie. „Ich wäre auch mit ihr dageblieben." Sie setzte sich neben Constantine und legte einen Arm um ihre Schultern. „Größtenteils ist das so ein englisches Ding. Die Frauen werden für Nari beten, das weißt du. Und morgen werden sie die Männer holen-"

„Bis dahin wird sie von Hyänen zerstückelt worden sein."

„um sie zu beerdigen." beendete Ginny ihren Satz, Constantines Unterbrechung ignorierend. „Diese Menschen sorgen sich. Aber das Überleben bekam schon vor langer Zeit höchste Priorität, viel höher, als eine zum Tod verdammte Frau beim sterben zu beobachten." Constantine seufzte wieder.

„Ich denke darüber nach, nah England zurückzugehen." sagte sie endlich. Ginny nickte.

„Und was dann?"

„Ich weiß es nicht."gab Constantine zu. „Darüber habe ich gerade nachgedacht... Ich habe keinen Plan. Ich muss irgendwas interessantes tun wenn ich nicht gerade Brunches beiwohne." Ginny grinste.

„Wie wäre es mit etwas wie dem hier?" fragte sie und zeigte auf ihre Umgebung.

„Kinder in Großbritannien haben die Möglichkeit nach Hogwarts zu gehen wenn sie Magie in sich tragen." machte Constantine klar.

„Ich meine nicht direkt die Ausbildung." erklärte Ginny. „Ich meine den Fakt, dass es dieses Jahr nur zwanzig Erstklässler in Hogwarts gibt." sagte Ginny leise. Hermione starrte sie an und Ginny schnaubte bitter. „Für das Goldene Zeitalter der magischen Welt sind zwanzig Erstklässler aus dem gesamten Vereinigten Königreich nicht gerade viele."

„Das kann nicht stimmen." protestierte Constantine. „Zwanzig ist Nichts!"

„Ich weiß." Ginny biss sich auf die Lippe. „McGonagall hat einen Verdacht." Constantine zwinkerte und starrte Ginny an.

„Was für einen Verdacht?" fragte sie langsam, während durch ihren Kopf schon eigene Theorien schwirrten. Ginny zuckte mit den Schultern.

„Ich weiß gar nichts darüber. Aber etwas hält eine höllische Menge an Kindern davon ab, in die Schule zu gehen." Constantine lächelte langsam.

„Na gut." sagte sie und nahm einen tiefen Atemzug. Sie schaute zu Ginny, die grinste.

„Ich bin bereit wenn du es bist." sagte sie. Constantine lächelte, stand auf und bot Ginny eine Hand an. „Hast du einen Plan? Oder stürzt du dich bloß hierein?"

„Seit wann stürze ich mich denn in irgendwas?" fragte Constantine mit eine angehobenen Augenbraue. Ginny nickte ihr recht gebend.

„Also hast du einen Plan." Constantine lächelte.

„Nein. Aber den werde ich haben, sobald ich rausgefunden habe, was da vor sich geht."

Die Dinge in Afrika zu klären, sodass nicht alles aus den Rudern laufen würde, wenn sie ging, dauerte nicht lange. Um ehrlich zu sein, war sie dort fast überflüssig. Die Menschen, denen sie dort die Verantwortung für das Projekt übertrug, brauchten sie nicht, deswegen hatte sie ihnen die Verantwortung übertragen. Tatsächlich war sie deren Bank, nicht ihr Chef. Und sie bekam den Eindruck, als wären manche von ihnen erleichtert, ihren Rücken zu sehen, sodass sie die Dinge endlich wieder so regeln konnten, wie sie es gewohnt waren. Constantine war nicht so sehr besorgt, sie kannte sie alle persönlich und vertraute ihnen.

Also nach England.

Eine Wohnung zu finden war nicht schwierig. Constantine und Ginny entschieden, sich eine zu teilen, da es so schien, als stecke Ginny genauso in diesem Plan. Sie fanden eine Wohnung, die sie beide liebten, inmitten des Zentrums der Stadt im Gewühle von Mugglelondon. Die meisten Zauberer mochten es wegen lauten, dummen Muggle 'Apparaten' und wegen des Unvermögens, Magie zu verrichten, nicht, im Zentrum einer Mugglestadt zu leben. Das machte es für Constantine und Ginny zu einem perfekten Ort zum leben.

Und die beiden bezweifelten sehr, dass Harry hier nach ihnen suchen würde.

Die Wohnung war wundervoll, hatte einen Ausblick auf die Thames und war so stark gesichert, dass Constantine innerhalb der ersten drei Wochen jeden Tag zusammenzuckte, wenn sie sie betrat. Und um das alles noch zu übertreffen, war sie zwar nicht unauffindbar, aber es war schwierig, sie auf einer Karte zu finden. Das war der schwere Teil gewesen, wenn man beachtet, dass Constantine dafür das gesamte Gebäude verzaubern musste. Aber da es ein Muggelgebäude war, konnten sie es schlecht komplett von der Karte löschen.

Sobald sie sich eingerichtet und Möbel und westliche Kleidung gekauft hatten, machten Constantine und Ginny einen Plan für ihren Angriff. Ginny würde zum Manor gehen und Amadeo, und Daniel-Draco, falls er da war, von ihrer Rückkehr berichten, während Constantine nach Schottland fahren würde, um mit der Schulleiterin und eventuell mit ein paar von den älteren Schülern zu sprechen. Dann würde sie sich Ginny m Manor anschließen und sehen, was Amadeo von ihrem Plan hielt. Dann, sobald sie zurück in London waren, würden sie sich ihre Kontakte nützlich machen, um jedem Hinweis, den McGonagall ihnen vielleicht geben konnte, zu folgen.

Also.

Constantine gab, als sie nach Hogsmeade apparierte, zu, dass sie sehr dankbar war, dass sie nicht zuerst nach Wiltshire musste. Wiltshire bedeutete Malfoys und Constantine war sich nicht so sicher, ob sie ihnen jetzt schon gegenübertreten konnte. Amadeo ja, Draco, eher weniger.

Eine Kutsche holte sie am Rande von Hogsmeade ab und Constantine stieg sehr dankbar ein, da sie nicht sehr erpicht darauf war, den langen Weg den Berg hoch in ihren ziemlich teuren Absatzschuhen anzutreten. Es hatte, unüberraschender Weise, geregnet und es war schlammig. Sie hatte einen Ruf zu bewahren.

Die Kutsche ließ sie vor dem Hauptportal von Hogwarts raus und kaum war sie eingetreten, traf sie Snape.

„Miss DeVere." sagte er kurz angebunden während Wellen von Missfallen wegen seiner derzeitigen Pflicht über sein Gesicht liefen.

„Professor Snape." antwortete sie ebenso. Er schaute sie wegen ihres Tones scharf an und sie schaute an sich herunter. Snape hatte zuviel Zeit um Hermione herum verbracht.

Das hatte Harry aber auch und er hatte nie die Verbindung hergestellt. Auf der anderen Seite war Snape so viel klüger als Harry, das war, als würde man einen Floh mit einem Astrophysiker vergleichen.

Naja, vielleicht ist das gemein dem Floh gegenüber. Constantine unterdrückte ein Lächeln.

„Hier lang." sagte Snape, schwebte die Treppen hoch und erwartete, dass sie folgte. Es war fast, als wäre sie wieder in der Schule. Obwohl sie ihn, als sie noch in der Schule war, viel bedrohlicher fand.

Wie sich die Zeiten doch verändert hatten.

Snape klopfte zweimal an der Tür zu McGonagalls altem Büro und sie hörten beide ein kurzes „Kommen sie rein." Snape öffnete die Tü, deutete Constantine an, zuerst zu gehen, folgte ihr dann und schloss die Tür hinter ihnen. McGonagall stand auf, um sie zu begrüßen und während sie sich die Hände schüttelten, schaute Constantine sie sich genau an. Sie wurde langsam alt. Sie bemerkte plötzlich, dass McGonagall sie ansah und als sie auf den Blick der Frau traf, schien etwas im Kopf der Schulleiterin zu klicken. Sie lächelte und drückte ihre Hand ganz kurz, bevor sie sie wieder los ließ.

„Miss DeVere." sagte McGonagall. Constantine lächelte.

„Bitte nennen sie mich Constantine." McGonagall nickte.

„Dann nennen sie mich bitte Minerva." Constantine lächelte. „Also Constantine. Ich war sehr erstaunt, als ich ihren Brief erhielt."

„Danke sehr, dass sie sich Zeit genommen haben." Sie machte eine kurze Pause.

„Was wollen sie?" fragte Snape. Minerva zog die Stirn kraus und Constantine unterdrückte wieder einmal ein Lächeln. So unglaublich das auch scheinen mag, aber plötzlich merkte sie, dass sie das hier vermisst hatte. Snape, einer der wenigen, die fähig waren, sie auf dem Boden der Tatsachen zu halten, mürrisches, verbittetes Arschloch das er war.

„Severus." sagte Minerva warnend.

„Minerva, ist schon in Ordnung, das verspreche ich dir." sagte Constantine mit ihrem einnehmendsten Lachen. Sie drehte sich in ihrem Stuhl, um Snape anzusehen, der Säulenartig an der Tür stand. „Professor Snape, bitte setzen sie sich doch." Sie zeigte auf den leeren Stuhl neben sich und Snape blickte finster drein, bevor er tata, worum er gebeten worden war.

„Was wollen sie?" wiederholte er. „Jemand wie sie hat nicht besonders viel mit einer Schule zu tun, dachte ich zumindest." Constantine sprang nicht darauf an.

„Ich habe ein paar Fragen." sagte sie. „Ich habe kürzlich rausgefunden, dass es dieses Jahr nur zwanzig Erstklässler gibt. Wissen sie warum?" Minerva und Snape waren sofort misstrauisch.

„Wie haben sie das rausgefunden?" fragte Minerva.

„Und warum kümmert es sie?" fragte Snape. Constantine schaute die beiden an und stellte fest, dass sie nichts erreichen würde, wäre sie nicht ehrlich. Sie schaute Minerva eindringlich an.

„Minerva, ist dieser Raum sicher? Mit Schutzzaubern belegt?"

„Sicher, warum?" fragte Minerva vorsichtig.

„Weil ich ihnen etwas zeigen werde, was, unter keinen Umständen, den Raum verlassen darf." Sie schaute Snape an, der ihren Blick tarf und hielt, bevor er seinen Zauberstab hob, einen Zauber sprach, den sie nicht kannte und dann nickte.

„Sicherer wird es nicht." kommentierte er. Sie nickte und hob ihre Hände zu der Kette an ihrem Hals. In dem Moment, als sie die Kette auf den Tisch legte, verwandelte sie sich. Als die Veränderung fertig war, lächelte Hermione Minerva an.

„Warum hast du nichts gesagt?" fragte die Schulleiterin.

„Miss Granger?" fragte Snape. „Was um alles in der Welt-"

„Das ist nur ein Zauber." Hermione zuckte die Schultern. „Allerdings ein sehr mächtiger und alter."

„Darf ich?" Minerva zeigte auf die Kette. Hermione nickte und beobachtete, wie ihre Verwandlungslehrerin die Kette zu sich zog und aus jedem Blickwinkel unter die Lupe nahm.

„Naja, es erklärt ein bisschen was." kommentierte Snape düster. „Obwohl ich immer noch nicht weiß, warum sie sich um die Schülerzahlen-"

„Bitte." unterbrach Hermione. „Warum sollte ich nicht? Es sind unwahrscheinlich wenige Professor. Etwas hält die Kinder davon ab, in die Schule zu kommen."

„Oder Jemand." fügte Snape hinzu. Er schaute sie aufmerksam an. „Was planen sie, zu tun?" Sie zuckte mit den Schultern.

„Am Anfang erst einmal so viel wie möglich darüber herausfinden." sagte sie.

„Das ist nicht die richtige Gestalt, oder?" fragte Minerva plötzlich. Hermione schüttelte den Kopf, nahm ihr die Kette ab, verwandelte sie in ihre eigentlich Gestalt zurück und gab sie ihr wieder. Minerva warf einen Blick darauf und rang nach Luft, womit sie die Aufmerksamkeit von Snape und Hermione auf sich zog.

„Was ist denn?" fragten sie wie aus einem Munde. Sie schauten erst sich und dann wieder die Schulleiterin irritiert an.

„Wo haben sie das her?" fragte Minerva und legte den Ring wieder vorsichtig auf den Tisch.

„Von einem Freund." antwortete Hermione ausweichend. „Warum?" Snape hob ihn auf und begutachtete sein Inneres.

„Die Innschrift." sagte er. „Ich kenne diese Inschrift." Minerva schnaubte.

„Natürlich tust du das. Tribuo nos sto iunctus nos cado." Hermione runzelte die Stirn.

„Ich hab nie vorher davon gehört. Kann ich mal sehen?" Snape gab ihr den Ring. „Wo haben sie den Ring her Miss Granger?" fragte Snape. „Hermione." sagte sie abwesend, sich auf die Innschrift konzentrierend. Tatsächlich kam sie ihr irgendwie bekannt vor. „Hermione, wo haben sie den Ring her?" fragte Snape wieder mit übertriebener Geduld. „Von einem Freund."

„Wem?" fragte Snape. Sie schaute ihn irritiert an, da sie nicht verstand, was daran so wichtig sein sollte.

„Severus, er stellt offensichtlich keine Gefahr für sie dar, wenn sie ihn die letzten drei Jahre trug." machte Minerva klar. „Was für eine Gefahr?" fragte Hermione. Sie seufzte. „Ich verstehe das nicht."

„Sagen sie mir, wer ihnen diesen Ring gegeben hat." sagte Snape. „Dann werden wir alle sehr viel mehr verstehen und wir können es ihnen erklären." Hermione rollte ihre Augen, etwas, was sie als Schülerin niemals gewagt hätte.

„Fein." Sie nahm einen tiefen Atemzug. „Draco Malfoy."

Es entstand eine unangenehme, tiefe Stille, bis eine Etage tiefer ein Fenster zerschmetterte, was sowieso ignoriert wurde.

„Draco Malfoy hat ihnen diesen Ring gegeben?" fragte Minerva schließlich, der Unglaube mehr als offensichtlich in ihrer Stimme. „Ja." sagte Hermione, ein wenig beleidigt. „Hat er."

„Wie wussten nicht, dass sie beide... zusammen waren." kommentierte Snape. Sie drehte sich zu ihm. „Niemand wusste das."

„Und er gab ihnen den hier. Freiwillig." sagte Snape noch einmal.

„Ich habe ihn wohl kaum gestohlen." schoss Hermione zurück. „Er war ein Geburtstagsgeschenk. Er gab mir den Ring und die goldene Kugel, die dazu gehört und mir ermöglicht, mein Aussehen zu kontrollieren. Tribuo nos sto iunctus nos cado. Das klingt lateinisch."

„Es ist lateinisch." sagte Minerva gedankenverloren.

„Und es bedeutet was?"

„Getrennt stehen wir, vereint fallen wir." ()sagte Snape leise. Hermione war still. Es passte.

„Es passt, irgendwie." sagte Minerva leise.

„Sie haben ja keine Ahnung." murmelte Hermione.

„Genau genommen ist die Ironie dabei bemerkenswert." fügte Snape hinzu. Hermione schaute ihn wütend an.

„Ich verstehe nicht recht."

„Dieser Ring ist sehr berüchtigt, Miss Granger." sagte Snape.

„Hermione." korrigierte sie ihn. „Wie? Warum?"

„Naja, obwohl das nie bewiesen wurde, sagen die Legenden, dass Rowena Ravenclaw ihn von Salazar Slytherin bekam." Hermione hob ihre Augenbrauen. „Ernsthaft?" fragte sie skeptisch.

„Das wurde nie bewiesen." erinnerte Snape sie. „Das sind die großen Namen des Ringes. Danach tauchte er nur noch hin und wieder in der Geschichte auf, gewöhnlich zwischen Paaren, die nie dazu bestimmt waren, eines zu sein. Verbotene Paare, wenn sie so wollen."

„Das ist doch bloß Aberglaube." sagte Hermione. „Draco gab ihn mir, um mich zu beschützen. Nicht mehr."

„Seine eigentliche Funktion sollte es sein, die Frau zu beschützen Hermione." sagte Minerva freundlich. „Und wenn Draco ihn dir gab, stehen die Chancen nicht schlecht, dass er wusste, was der Ring ist."

„Und wenn?" fragte Hermione, verärgert über all ihre sinnlosen Hinweise. „Hören sie. Harry hat versucht, mich umzubringen. Draco hat mich entführt, um mich zu beschützen und gab mir den Ring, von dem ich anfing, ständigen Gebrauch zu machen, als er für Verrat angeklagt wurde und verschwand." Minerva und Snape waren sprachlos.

„Was meinst du, Harry hat versucht, dich umzubringen?" schaffte Minerva schließlich zu fragen. „Du bist einer seiner besten Freunde. Ihr drei wart verbundener als irgendjemand anderes. Er sucht schon seit Jahren nach dir weil er dich vermisst!"

„Wohl kaum." schnaubte Hermione. „Ich habe die Beweise selbst gesehen Minerva. Und ich habe gehört, wie Harry es zugegeben hat. Und sie wissen, dass er jetzt wirklich arrangiert hat, dass ich des Verrates angeklagt werde, was ihm einen deutlichen Vorteil verschafft."

„Und bist du-"

„Ich kann damit leben." sagte Hermione schnell und schnitt Snape damit das Wort ab. „Im Moment habe ich andere Sorgen."

„Wie zum Beispiel?"

„Wie zum Beispiel die Tatsache, warum dieses Jahr nur zwanzig Schüler nach Hogwarts kamen." sagte Hermione. „Etwas oder Jemand," sie nickte Snape zu „hält sie davon ab. Und ich habe vor, herauszufinden, wer oder was das ist."

„Wie?" Sie zuckte auf Minervas Frage hin mit den Schultern.

„Indem ich Fragen stelle, denke ich. Indem ich herausfinde, was sie denken, bevor ich anfange, mit Menschen, die ich kenne, denen ich vertraue, darüber zu sprechen. Etwas geht hier vor sich. Es gibt Gott weiß wie viele Zauberer und Hexen in diesem Land und eine ganze Menge Kinder. Zwanzig ist absurd."

„Das ist wahr." stimmte Minerva zu. Hermione verwandelte den Ring schnell wieder zurück in die Kette und legte sie um ihren Hals, da sie sich ohne Constantines Aussehen unwohl fühlte. Sie konnte Snapes Blicke spüren, doch sie ignorierte ihn.

„Also. Irgendeinen Verdacht? Ich brauche alles, was sie darüber denken, um mit der Arbeit zu beginnen." Minerva seufzte und schüttelte den Kopf. „Nicht wirklich." sagte sie. „Es gibt Gerüchte von einer Ministeriumsabteilung, die Leute beobachtet und sie auf Schritt und Tritt verfolgt, aber Elfjährige? Was sollten die tun, was die Regierung in Gefahr bringen könnte?"

„Vielleicht haben die Eltern zu viel Angst, ihre Kinder her zu schicken." schlug Constantine vor.

„Dies ist das Goldene Zeitalter." sagte Snape spöttisch und Hermione lächelte bitter.

„Das ist es." gab sie zurück. Es entstand eine lange Stille.

„Es gibt nicht viel, was ich dazu sagen kann. Die meisten meiner Gedanken dazu sind bodenlos Herm- Constantine." korrigierte Minerva sich selbst. „Es könnte sein, weil die Eltern zu viel Angst haben, ihre Kinder wegzuschicken, es könnte sein, dass jemand ihnen gesagt hat, dass sie es lassen sollen. Es könnte sein, Gott bewahre, dass es nicht mehr so viele magische Kinder gibt."

„Das ist es nicht." sagte Constantine gedankenverloren. „In Afrika gab es eine riesige Menge magischer Kinder."

„Vielleicht sollten wir nach Afrika ziehen." sagte Snape unhilfreich. Minerva seufzte.

„Constantine, es gibt nicht viel, was wir tun können." sagte sie. „Wir nehmen die Schüler, die uns gegeben werden."

„Wie bekommen sie heraus, welche Kinder magisch sind und welche nicht?" fragte Constantine.

„Manche Kinder, wie die Weasleys, Mr Potter, Mr Malfoy und dergleichen standen schon seit ihrer Geburt auf der Warteliste. Andere, wie Miss Granger, werden gefunden."

„Wie?" fragte Constntine. „Wie werden sie gefunden?"

„Das Ministerium verfolgt Magie zurück." sagte Snape. „Als Kinder gebrauchen viele Muggelgeborene unwissentlich Magie, oft, wenn sie etwas aufregt oder dergleichen. Das Ministerium erkennt so etwas und gibt uns die Namen und sobald die Kinder ihr elftes Lebensjahr erreichen, schreiben wir ihnen." Constantine nickte gedankenverloren.

„Was denken sie?" fragte Minerva. Constantine zuckte die Schultern.

„Sie müssen diese Listen irgendwo aufbewahren." sagte sie. „Ich will sehen, ob dieses Jahr wirklich nur zwanzig darauf standen."

„Gerade mal Zehn." korrigierte Minerva. „Elf der Schüler, die dieses Jahr herkamen waren bereits auf der Warteliste." Constantine nickte nachdenklich. „Na gut. Ich werde sehen, was ich herausfinden kann." sagte sie und stand auf. Sie schenkte ihren Ex-Professoren ein Lächeln. „Danke nochmal, dass sie sich Zeit genommen haben."

„Selbstverständlich." Minerva lächelte. „Und Miss DeVere?"

„Ja?"

„Seien sie vorsichtig." Constantine nickte und Snape hielt die Tür für sie auf, um sie nach unten zu begleiten.

„Draco gab ihnen wirklich diesen Ring?" fragte er plötzlich. Constantine lachte. „Ja."

„Er muss sich sehr um sie sorgen." sagte er leise. „Wissen sie, wo er ist?"

„Ja." antwortete sie genauso leise. Snape nickte. „Dann ein kleiner Rat. Verlieren sie ihn nicht." Constantine lächelte. „Professor Snape, ich glaube sie werden zum Romantiker." sagte sie höhnisch. Er schaute sie ernst an. „Ich meine das ernst." sagte er. „Getrennt stehen wir, vereint fallen wir? Denken sie wirklich, diese Innschrift ist nur nostalgisch? Sie wissen genauso gut wie ich, dass in Worten Macht liegt Constantine." Er machte eine Pause. „Wenn er ihnen, wie sie sagten, den Ring geschenkt hat, dann besteht zwischen ihnen beiden eine Verbindung, die über dieses sogenannte Goldene Zeitalter hinaus geht." Constantine runzelte die Stirn.

„Sir-"

„Und nennen sie mich Severus. Ich war niemals ihr Professor." Die Art, wie er 'ihr' betonte machte klar, was er meinte."Auf Wiedersehen Constantine." Sie lächelte und berührte flüchtig seinen Arm.

„Auf Wiedersehen Severus." Sie drehte sich um, ging die Treppen runter, kletterte in die Kutsche, die sie nach Hogsmeade bringen würde und als sie zurück in Richtung der Treppen von Hogwarts blickte, war er weg.

&

Sie apparierte direkt in das Foyer des Manors, ein wenig überrascht, dass sie nicht daran gehindert worden war.

Die Gravierung des Ringes kam ihr ständig wieder in den Kopf. Sie schüttelte entschlossen den Kopf und hatte kaum zwei Schritte in Richtung des Arbeitszimmers gemacht, als Draco vor ihr auftauchte.

„Hallo." sagte sie leise und traf seinen Blick.

„Hallo." antwortete er.

„Minerva hat mir von der Innschrift im Ring erzählt." sagte sie.

„Ich habe es getan, um dich zu beschützen." antwortete er und verdeutlichte dabei nicht, was er meinte. Es entstand eine lange Stille. „Ich höre du planst einen neuen Kreuzzug."

„Ja. Zu wenig Kinder gehen nach Hogwarts." Er nickte.

„Ich helfe dir, wenn du das willst." Er klang hoffnungsvoll, gab jedoch gleich wieder auf, als wüsste er, dass sie nein sagen würde.

„Danke." sagte sie. „Ich werde dich brauchen." Sein Blick flog zu ihrem Gesicht.

„Dass ich dich belogen habe, tut mir leid." sagte er. Sie nickte.

„Mir tut leid, dass ich es nicht verstanden habe." antwortete sie. Es entstand eine weitere lange Pause.

„Ginny und Amadeo sind im Arbetszimmer." Er zeigte auf die leicht geöffnete Tür. „Sollen wir?" Sie nickte und folgte ihm in den Raum, bezog den leeren Platz gegenüber von Ginny und Amadeo. Draco setzte sich neben sie. Amadeo und Ginny schauten sie erwartend an, dann brach Ginny den Tagtraum.

„Hast du irgendwas interessantes herausgefunden?" fragte sie. Constantine nickte.

„Eine Menge. Aber wegen der Kinder – nicht sehr viel. Beide, Minerva und Severus denken, dass jemand oder etwas sie davon abhält, in die Schule zu gehen. Es sieht aus, als lliege das Problem im Ministerium."

„Aber warum sollte Harry das tun?" fragte Ginny. „Kinder davon abhalten, nach Hogwarts zu gehen? Er liebte diesen Ort, warum sollte etwas dagegen haben?"

„Minerva und Snape denken nicht auf die gleiche Weise wie er." sagte Draco leise. „Sie würden niemals unterrichten, wie das Ministerium es wünscht."

„Aber das Ministerium kann sich nicht derartig in Hogwarts' Angelegenheiten einmischen." wand Constantine ein. „Das war auch Fudges Problem."

„Harry ist nicht Fudge Constantine." legte Amadeo dar. „Harry ist der-Junge-der-lebt. Fudge war der Mann-der-seinem-Posten-nicht-gerecht-wurde. Da ist also ein entscheidener Unterschied." Constantine nickte ihre Bestätigung.

„Das ist wahr. Aber wie sollte er damit davon kommen? Das macht keinen Sinn." Niemand konnte ihre Frage beantworten.

„Ich könnte ihn fragen." sagte Draco nebenbei. Constantine schnaubte.

„Ihn fragen?" sagte sie skeptisch. „Viel Glück."

„Genau genommen sind Harry und Daniel mittlerweile gute Freunde." sagte Amadeo. „Irgendwas, weil du sie beide abserviert hast."

„Du hast behauptet, ich hätte dich abserviert?" fragte Constantine ungläubig. Draco begegnete ruhig ihrem Blick.

„Naja, das hast du." Constantine seufzte.

„Aber ihn habe ich nie abserviert."

„Du hast ihm nie die Möglichkeit dazu gegeben." sagte Ginny mit einem Lächeln. „Du bist über sein armes, schmerzendes Herz getrampelt."

„Er war mit dir verlobt!" protestierte Constantine.

„Was es zu einem noch größeren Spaß gemacht hat." antwortete Ginny, wobei sich ihr Grinsen ausbreitete. „Du hast ihn abserviert." Constantine schloss die Augen in Ablehnung.

„Also, was nun?" fragte sie. „Du spazierst da einfach rein, sagst : 'Hi Harry, wir wissen, dass niemand nach Hogwarts geht. Willst du uns vielleicht erzählen, wie du das gemacht hast?' Ich bin mir nicht sicher, wie gut das funktionieren wird."

„Nicht jeder hat dein Fehlen an Takt." kommentierte Amadeo trocken.

„Nicht jeder braucht ihn." Constantine lächelte zurück. Amadeo rollte die Augen.

„Eigentlich könnte ich mit mit jemandem, der einen Tarnumhang trägt, rein. Derjenige könnte sich nehmen, was er braucht und geht mit mir zusammen wieder raus." Constantine dachte darüber nach.

„Das ist eine gute Idee." sagte sie. „Und wenn du und Harry wirklich so gute Freunde seid, wie du sagst, könntest du ihn vielleicht sogar aus dem Büro kriegen. Ihm sagen, dass er ein bisschen mehr raus muss oder sowas." Ginny nickte.

„So könntest du Constantine alleine zurück lassen, um in seinen Ordnern zu stöbern." Niemand stellte den Fakt, dass es Constantine sein würde, in Frage.

„Und dann was?" fragte Amadeo. „Mal angenommen, du findest etwas Belastendes, was willst du tun? Zu wem willst du das bringemn? Ich denke, Harry hat die meisten Leute in seiner Tasche."

„Einige der älteren Generationen wären schwerer zu überreden." grübelte Constantine. „Wie Minerva und Severus."

„Aber sie sind nicht in der Position zu helfen." stellte Amadeo fest. Sie nickte.

„Madame Bones." sagte Ginny plötzlich. Jeder schaute sie an.

„Susan Bones Großmutter. Sie ist im Rat und sie blieb eigentlich immer ziemlich geradlinig."

„Sie hat Harry trotzdem in seinem Verfahren entlastet." sagte Constantine.

„Das ist über ein Jahrzehnt her. Harry hat sich verändert, und ich wette, sie nicht."

„Schrullenhafte, alte Hexe." murmelte Draco. Die Mädchen schauten ihn an und er zuckte mit den Schultern. „Sie hat mich nie gemocht."

„Das ist wahrscheinlich so, weil du damlas ein wenig unliebsam warst." erinnerte Constantine ihn. „Na gut. Also gehe ich mit Draco ins Ministerium, hole die Akten und bringe sie zu Madame Bones. Und hoffentlich schmeißt sie mich nicht raus oder bringt mich ins Gefängnis."

„Wir geben dir einen Portschlüssel." sagte Draco lässig.

„Funktioniert nicht." brachte Ginny ein. „Protschlüssel funktionieren im Rathaus genauso wenig wie im Ministerium, da es Teil des gleichen Gebäudes ist und so weiter. Wenn Constantine dort festgenommen wird, bleibt sie da, bis wir sie rausholen."

„Das wird mit jeder Sekunde dramatischer." beschwerte sich Constantine. Amadeo grinste.

„Du wolltest eine Revolution."

() übersetzt auf Englisch: „Divided we stand, United we fall."