Glorious, not lengthy

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Riesen FLUFF Warnung für dieses Kapitel. Ich habe es wirklich übertrieben, aber gänzlich weglassen konnte ich es auch nicht. Ihren Fehler bereuen können Loki und Natasha auch im nächsten Kapitel noch.

Schaut euch auch mein Nachwort an ^^ Ich habe Bilder im Loki und Black Widow Kostüm in Kyoto (Japan) und ein neues Kneel Speech Video ^^

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Kapitel 5: Disease and Freeze

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Ja, da liegst du richtig. Und je weiter du in ihr herangewachsen bist, desto mehr konnte Natasha sich auch behaupten. Deine vererbten Kräfte haben auch sie beschützt. In den ersten Wochen der Schwangerschaft, warst du das kleine Wunder, das uns geholfen hat, uns weit genug zu erforschen und zu verstehen, dass wir uns nicht gegenseitig Schaden zugefügt haben."

Du sagst 'in den ersten Wochen'. Was hat sich dann verändert?"

Das, meine liebe Tochter, war der Augenblick, in dem wir begriffen, dass sie unser erstes gemeinsames Kind in sich trug."

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Als Loki am nächsten Tag erst zum frühen Mittag erwachte, war die Stelle, an der Natasha eingeschlafen war, leer.

Für die beiden war es inzwischen üblich geworden, den Tag mit einigen Runden verschlafenem Morgensex zu beginnen.

Unruhe packte ihn und er stand auf um nach ihr zu suchen.

„Jarvis, wo befindet sich Agent Romanoff?"

„Sie ist draußen auf der Terrasse, Sir."

Wie hilfreich dieser Computer doch sein konnte.

„Natasha, was machst du...?" setzte Loki an, als er durch die Glastür trat, doch dann erstarrte er.

Seine Liebste war in schwarze Decken eingehüllt mit dem Kopf direkt zur heißen Sonne geneigt.

Verdammt, es hatte gewiss schon über 30°C und sie... saß da, als würde sie frieren.

Ihm war bereits der Schatten zu viel, schließlich war er... ein Eisriese...

„Mir ist kalt," meinte Natasha nur knapp und zog die Decke noch fester um sich.

„Du wirst hier draußen noch verbrennen. Komm' wieder hinein. Ich mache dir einen Tee, der dich von innen wärmen kann. Das wird besser sein als die pralle Sonne."

„Bring' ihn hier raus," erwiderte sie schroff und wandte sich ab. Eine solche Zurschaustellung von Emotionen hatte er von der sonst so kontrollierten Black Widow nicht erwartet. Nun ja, zumindest nicht, wenn sie sich außerhalb des Schlafzimmers befanden.

„Liebste, ich bitte dich. Du hast doch immer gesagt, dass du den Schnee in Russland vorziehst und nun..."

„Bring mir den Tee!" fauchte sie und drehte sich dabei ruckartig zu ihm um.

Loki verfolgte erschrocken ihre Gesichtszüge, als sie zusammenzuckte und sich Panik in ihr breit machte. Dann war sie bereits mit gehetzten Schritten auf ihrem Weg in den Stark Tower.

„Natasha?"

Er fand sie über die Toilette gebeugt, während sie den kläglichen Rest ihres schnellen Frühstücks von sich gab. „Bitte, geh weg. Ich fühle mich heute nicht gut."

Loki schüttelte nur den Kopf und half ihr dabei, sich die Haare aus dem Gesicht zu halten, bis die Übelkeit vorbei war.

„Ich werde einen Arzt rufen."

„Nein, das will ich nicht. S.H.I.E.L.D. soll nicht wissen..." Sie stockte kurz.

„Dann... lass mich Banner rufen. Er ist bewandert im Heilen menschlicher Krankheiten und wird dir gewiss helfen können."

Natasha sank auf den Boden des Badezimmers und nickte schwach.

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Natasha war nur froh, dass sie sich nicht über die Glasfassade des Stark Towers übergeben hatte. Iron Man hätte ihr gewiss die Rechnung für die Säuberung zu kommen lassen." Lokis hinzugefügte Bemerkung ließ die beiden schmunzeln. 'Onkel' Tony lebte bereits seit Jahrzehnten nicht mehr, doch seine Geschichten waren immer noch eine große Freude.

Klares Zeichen. Sie war schwanger," meinte Alexander beinahe beiläufig und schenkte sich und seinem Vater noch etwas von dem Met ein.

Natürlich. Doch in dem Taumel unserer gegenseitigen Liebe waren wir uns dessen zu diesem Zeitpunkt einfach nicht bewusst. Gewiss hätte ich es ahnen müssen, doch... In diesem Moment war mein erster Gedanke nur, dass unsere... körperlichen Aktivitäten ihr nicht gut getan hatten. Sie war, trotz allem, eine Menschenfrau."

Hat sie jedes Mal so darunter zu leiden gehabt?" fragte Natalia vorsichtig.

Es kam immer darauf an, wie viel Gene von meiner Seite vorhanden waren. Bei unserem ersten Kind, also dir, meine Tochter, kam über die Hälfte von Natasha. Also war es sozusagen noch eine einfache Schwangerschaft."

Alexander verkrampfte sich neben ihnen. Er ahnte bereits, wie schlimm es bei ihm gewesen sein musste.

Sie hat es jedes Mal geschafft und war überglücklich, als ihr endlich auf der Welt ward und sie euch in den Arm nehmen konnte," beschwichtigte er seinen Sohn. Im Großen und Ganzen stimmten diese Worte auch. Doch gerade bei Alexander... war da noch so viel mehr, was er wohl vorzugsweise nicht erfahren sollte. Es war gut, dass sich Natalia nicht an ihre Schwester erinnern konnte.

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Loki hielt ihre Hand und versuchte ruhig zu bleiben, als Banner aus dem Zimmer in sein Labor gegangen war um die Blutprobe auszuwerten. Zu ihrer aller Glück hatte Stark einen 'offenen Draht' zur S.H.I.E.L.D. Datenbank und somit auch zu Referenzen aus Natashas Vergangenheit.

„Wahrscheinlich ist es nur eine Grippe. Mein Körper reagiert etwas anders auf..."

Sie spielte an dem Stoff des Hemdes herum, das sie für die Untersuchung angezogen hatte. Es diente klar zu medizinischen Zwecken und ließ sie in Lokis Augen nur noch zerbrechlicher wirken.

„Das glaubst du doch selbst nicht." Er wollte sie nicht beunruhigen, aber er sprach die Wahrheit. „Selbst ein starkes Gift kann dich nur für Stunden schwächen. Selbst die tödlichste, menschliche Krankheit ist für dich nichts weiter als ein Schnupfen."

Natasha atmete tief ein und machte sich auf das gefasst, was Banner ihnen nun überbringen würde, was auch immer es sein mochte.

Die Minuten verstrichen wie Stunden, bis der Wissenschaftler mit nachdenklicher Miene zurückkehrte. Er verbarg nicht seine Empfindungen, spielte ihnen nichts vor, was Natasha seltsamerweise beruhigte.

Banner räusperte sich und blickte nochmals prüfend auf seine Daten, bevor er vorsichtig seine Worte abwog.

„Natasha, ich weiß, dass in deiner Akte vermerkt ist, dass du... nun ja... kein Kind bekommen kannst, aber... deine Hormone sagen mir etwas anderes."

Natasha entspannte sich und machte eine abwehrende Bewegung mit ihrer Hand.

„Das kann an den Experimenten liegen, die damals mit mir durchgeführt wurden. Eben diese haben mir auch die Fähigkeit genommen, ein Kind austragen zu können. Selbst wenn ich empfange, dann stößt mein Körper es sofort ab." Irgendwie tat dieser Gedanke plötzlich mehr weh als sonst.

„Nun ja... wenn es dir nichts ausmacht, dann würde ich dennoch gerne einen Ultraschall..."

„Ich bin bestimmt nicht schwanger." wehrte sie ab und schüttelte den Kopf. „Die Ärzte damals haben es mir versichert."

„Glaubst du ihnen?" fragte Banner und zog eine Augenbraue nach oben.

Das ließ Natasha stocken und auch Loki spannte sich an. Allmählich ließ der Zauber nach, den er auf Asgard über sie beide gesprochen hatte. Und alles begann plötzlich so klar zu werden – und gleichzeitig so vollkommen absurd.

„Liebste, bitte. Lasse dich von ihm... durch diesen 'Ultraschall' untersuchen. Ich könnte dich natürlich auch nach Asgard zu unseren Heilern bringen, aber ich will nicht, dass wir noch länger in Unwissenheit schweben."

Loki drückte erneut ihre Hand und küsste diese zärtlich.

Natasha nickte und wartete gespannt bis Banner alles vorbereitet hatte. Zum Glück war Starks Labor mit allerlei Geräten ausgestattet.

Um sich von ihren eigenen Gedanken abzulenken, dachte sie darüber nach, warum Stark eben dieses Gerät bei sich hatte. War Virginia Potts des Rätsels Lösung? Vielleicht... war Anthony doch anders, als alle glaubten. Niemand konnte ihm nachsagen, dass er keine Voraussicht besaß.

„Wenn ich dich bitten dürfte, dich auf den anderen Stuhl dort hinten zu setzen. Das wird mir die Sache etwas leichter machen." meinte Banner mit einem Ton, den sie nicht genau entschlüsseln konnte.

„Was machst du mit ihr?" fragte Loki mit dunkler Stimme, als sich Natasha von der Liege erhob und auf den Stuhl setzte, die Beine gespreizt, während sie darum kämpfte ruhig zu bleiben.

„Ich untersuche sie. Das ist eine normale Vorgehensweise auf Midgard. Ich kann ihr dabei nicht schaden, keine Sorge. Es ist für jede Frau etwas unangenehm, doch..."

„Unterentwickelte, medizinische Versorgung..." murmelte Loki vor sich hin und wünschte sich beinahe, dass er seine Liebste doch nach Asgard mitgenommen hätte. Doch Natasha schien diese Prozedur als vertrauenswürdig einzustufen, weswegen er versuchte ruhig zu bleiben.

Dennoch konnte er verdammt nochmal nicht seine Wut unterdrücken, während Banner einen guten Blick auf diesen Teil von Natasha hatte, der nun IHM gehörte.

Banner schaltete das Gerät ein und brachte Gel auf ein seltsames mit Plastik überzogenes Objekt auf.

„Das wird etwas kalt. Versuch dich einfach nur zu entspannen. Gleich wissen wir mehr."

Loki unterdrückte das Verlangen Banner gegen die nächste Wand zu schmettern, als Natasha zusammenzuckte.

Das Bild auf dem Monitor veränderte sich und Loki konnte sich nicht davon abhalten darauf zu starren, während sich auch die anderen dem Bildschirm zu wandten.

Banner runzelte die Stirn und konzentrierte sich auf das Bild, bevor sich ein Lächeln auf seinen Lippen ausbreitete und er mit dem Finger auf eine oval anmutende Form zeigte.

„Das hier ist der Uterus und das hier..." Er bediente ein paar Knöpfe um ein Standbild zu erzeugen und dieses dann zu vermessen. „Ist ein Fötus in der fünften Schwangerschaftswoche."

Natasha starrte ungläubig auf den Bildschirm und legte eine Hand auf ihren Bauch. Wie konnte das nur möglich sein? Ein Glücksgefühl überkam die junge Frau, während sie zu ihrem Liebsten sah.

Es war dieser kurze Augenblick. Dieser Gesichtsausdruck, der Natasha zeigte, dass Loki auch nicht anders war als ein menschlicher Mann. Dieser Stolz, den er empfand, gegenüber dem Gedanken, dass er erfolgreich eine Frau geschwängert hatte.

Wenn sie nicht selbst so überrascht gewesen wäre, dann... hätte sie ihm gewiss eine Ohrfeige verpasst für seine männliche Überheblichkeit.

Doch dann veränderte sich sein Ausdruck in eine Art von Stolz und Anerkennung, die er ihr gegenüber empfand.

„Wir werden Eltern..." flüsterte er sanft und voller Ehrfurcht, als seine Finger über ihren Bauch strichen und sich schließlich auf ihre legten. „Ich werde ein Vater sein..." Freude stieg in ihm auf, ebenso wie Furcht.

„Gibt es Bedenken deswegen?" fragte er vorsichtig, als Banner angestrengt das Standbild betrachtete.

„Nun ja. Ich habe keinerlei Informationen über die Schwangerschaften deiner Rasse. Und ich muss zugeben, dass ich selbst etwas überrascht davon bin, dass sich Menschen und Jotunen kreuzen können, aber so weit ist alles normal. Außer, dass der Fötus trotz seiner Entwicklung vielleicht etwas groß ist."

Er dachte kurz nach. „Kann meine Berechnung der Wahrheit entsprechen?"

„Fünf Wochen? Ja, das kommt ziemlich genau hin. Das war unsere erste körperliche Vereinigung, die damals noch auf Asgard geschehen ist." Natashas Stimme war durch ihr Training ruhig und analytisch, während Loki selbst in einem Gefühlssturm gefangen war.

„Aber... ihr plötzliches Verlangen nach Wärme... Kann es ihr schaden? Also das Kind?"

„Dafür müsste ich mehr Informationen haben. Aber für's Erste sieht alles überdurchschnittlich gut aus. Die Schwangerschaft verläuft normal und ich kann nichts am Fötus erkennen, was auf Komplikationen hinweist, zumindest..." Er zog das Gerät aus Natashas Körper heraus und gab ihr ein Tuch um sich zu säubern.

„Nach den Daten, die ich von Natasha habe, sollte ihr Uterus eigentlich niemals ein Kind angenommen haben, also... Vielleicht sind deine... hartnäckigen Gene ein Grund dafür, dass sie überhaupt schwanger wurde. Das kann helfen, oder aber auch Schwierigkeiten verursachen. Anscheinend ist euer Gleichgewicht genau das, was nötig war."

Banner lächelte Natasha freundlich an, die es noch immer nicht ganz fassen konnte.

„Ihr habt euch wohl wirklich... gefunden."

„Wird sie die Schwangerschaft bis zum Ende durchhalten können?" fragte Loki nüchtern, während er zusah wie Banner einen weiteren Knopf drückte und plötzlich ein bedrucktes Bild aus dem Gerät kam.

„Es wäre gut, auch eine Blutprobe von dir zu haben und vielleicht... eine weitere Quelle von Informationen. Gibt es keine Aufzeichnungen bei euch über deine Rasse?"

„Ich werde so schnell wie möglich nach Asgard gehen und recherchieren, schließlich..." Er bedachte seine Liebste mit einem sanften Lächeln. „... will ich doch, dass es meiner Familie gut geht."

Natasha entspannte sich nun völlig und seufzte leicht. Sie war sich sicher, dass Loki alles in seiner Macht tun würde, um ihr zu helfen. Da war diese Ehrlichkeit und Liebe in seinen Augen, die sie damals bei ihrer ersten Begegnung niemals erahnt hätte.

„Ich werde Natasha nun als Arzt für die nächsten Monate zur Verfügung stehen, falls ihr noch immer auf Geheimhaltung bedacht seid. Aber euch muss klar sein, dass man einen wachsenden Bauch nicht ewig kaschieren kann, vor allem nicht bei Natashas Figur. Außerdem wird sie nun zum Wohle des Kindes keine Missionen mehr annehmen."

„Natürlich," fiel ihm Loki ins Wort, was ihm ein genervtes Schnauben seiner Liebsten einbrachte.

„Was die Kälte angeht, dafür werde ich mir auch etwas ausdenken. Natasha sollte jetzt nur darauf achten, nichts Unüberlegtes zu tun. Ich denke, es ist nun klar, dass sie sich keinen Sonnenstich eingehandelt hat, sondern ihre Übelkeit einen anderen Grund hatte. Trotzdem... müssen wir einen anderen Weg finden um dir das zu geben, was deinen Körper stabilisiert. Wenn du den Drang hast, dich zu wärmen, solltest du auf andere Methoden zurückgreifen. Aber wir kriegen das schon hin. Wenn ich alle Informationen habe, werde ich mir etwas ausdenken."

Er zog das Bild aus dem Gerät und reichte es ihr.

„Genieße noch etwas den Moment und ruhe dich aus. Loki soll dir etwas zu essen machen, damit du bei Kräften bleibst. Das ist das Beste, was wir im Augenblick tun können."

Er wandte sich ab und richtete eine Bitte an Starks Computer. „Jarvis, ich möchte dich dringlichst bitten, das Entdeckte noch geheim zu halten. Bitte transferiere die Ergebnisse in meinen privaten Ordner."

„Sehr wohl, Sir. Mr. Stark wird nichts hiervon erfahren. Und ich freue mich, den beiden meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen zu können." War da tatsächlich eine Vorfreude, die aus der Computerstimme sprach?

Natasha betrachtete das schwarz-weiße Bild und lächelte stolz. Ihr Kind... Sie würde tatsächlich Mutter werden.

Natürlich stimmte es sie unwohl, dass sich ihr Leben nun drastisch ändern musste, doch... sie war glücklich damit. Black Widow mochte sich in ihr sträuben bei dem Gedanken, ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben zu können. Doch so vieles hatte sich in den letzten Wochen verändert. Und alles war gut gewesen. Also warum auch nicht das?

Loki wagte nun auch erneut einen Blick auf das Foto, während Banner alles aufräumte und die Spuren beseitigte.

„Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, damit meine Familie ein gutes Leben hat," versicherte er ihr und strich zärtlich über ihren Bauch.

„Ein Versprechen von dem Gott der Zwietracht und der Lügen?" scherzte Natasha.

„In eurer Mythologie bin ich nicht nur als das bekannt. Ich bin außerdem Gott des Feuers und... der Fruchtbarkeit."

Gespielt entsetzt stieß Natasha ein Seufzen aus und drehte sich zu ihrem Liebsten um ihn innig zu küssen. „Das hast du nun wohl bewiesen." hauchte sie leise und spürte die Freudentränen in ihren Augen.

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Das waren gewiss überraschende Neuigkeiten."

Loki lächelte sanft bei dieser Erinnerung. „Es war einer der glücklichsten Momente meines Lebens, auch wenn sich das für einen Mann mit meiner Vergangenheit seltsam anhört. Dennoch war ich unsicher. Was konnte ich tun um meine Familie zu beschützen? Ich gab Banner noch meine Blutprobe, damit er seine Untersuchungen beginnen konnte, und ging danach sofort mit Natasha nach Asgard."

Was hat Großvater dazu gesagt?"

Er wusste es bereits von eurer Großmutter. Und diese... nun ja... sie war voller Freude."

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„Loki!" rief Frigga und stürzte regelrecht auf ihren Sohn und seine Liebste zu, die soeben in den Thronsaal getreten waren.

„Mutter, es gibt Neuigkeiten. Zum einen sind sie gut, zum anderen... brauche ich Vaters Rat und Wissen." meinte Loki, während Frigga auch Natasha umarmte.

„Und ich weiß ganz genau, was diese Neuigkeiten sind." Die Stimme der Königin klang schalkhaft und glücklich, als sie vorsichtig die Hand auf Natashas Unterleib legte. „Ihr werdet wundervolle Eltern werden."

„Aber woher...?"

„Deiner Mutter kannst du nichts vormachen, Junge. Ich habe es bereits an dem Tag gespürt, als du zu mir gekommen bist um sie zu heilen. Und oh, das Kind ist seither schon viel stärker geworden..." Die Freudentränen in ihren Augen ließen Natasha unwillkürlich zusammen zucken. Die ganze Situation wurde ihr beinahe zu viel. Jetzt erst begriff sie wirklich, wessen Kind sie da eigentlich trug. Es würde ein kleiner Prinz werden, oder eine Prinzessin.

„Vater." Loki trat auf Odin zu und verbeugte sich vor dem Thron. „Wir haben viel zu besprechen. Auch was die Vergangenheit angeht. Doch ich bitte dich diese erst einmal ruhen zu lassen, denn ich muss mich nun meiner Zukunft stellen."

„Die Menschenfrau hat dir wirklich gut getan, mein Sohn." Odin bemerkte, dass Loki diesmal bei seinem Titel nicht zusammen zuckte. „Ich habe bereits einiges vorbereitet und Frigga hat auch nach einigen Zaubern gesucht. Doch vorerst wäre es angebracht, wenn Natasha für einige Zeit hier bleibt. In unseren Hallen wird sie beschützt sein."

„Natürlich." stimmte der werdende Vater zu.

„Aber Loki..." Natasha mochte die Vorstellung für die nächsten Monate unter Hausarrest zu sein nicht gänzlich.

„Deine Freunde sind ebenso willkommen. Aber vorerst musst du an das Wohl deines Kindes denken." meinte die Königin mit einem warmen Lächeln.

„Und das ist genau das, was wir nun tun werden. Frigga, Liebste, gehe mit der Lady Natasha in ihre Gemächer und kümmere dich etwas um sie. Loki und ich werden für einige Stunden in der Bibliothek sein." Odin stand auf und ging ohne ein weiteres Wort voraus, doch dann drehte er sich mit einem freundlichen Lächeln nochmals zu Natasha um. „Meine Glückwünsche."

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Besser hätte es für euch ja eigentlich nicht laufen können."

Loki lächelte bei dieser Erinnerung. „Ich... glaube, ich habe zu diesem Zeitpunkt wirklich meinen Vater gesucht um Rat und eine stützende Hand zu bekommen. Und... die Stunden, die wir gemeinsam in Diskussionen in der Bibliothek verbracht haben, taten unserer Beziehung gut. Ich konnte ihn nun mehr als meinen Vater akzeptieren, nun da ich selbst einer wurde."

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„Ich weiß, dass dir die asische Mode nicht ganz zusagt, deswegen habe ich von einem Schneider einige Dinge anfertigen lassen, die du hier tragen kannst und in denen du dich wohlfühlen solltest. Es sind auch Kleider dabei, die speziell für einen schwellenden Leib gestaltet sind."

Natasha kam alles so surreal vor, als Frigga ihr die Gemächer – natürlich waren sie direkt neben denen des zweiten Prinzen - und vor allem den Kleiderschrank zeigte. Die junge Frau war ein eher einfaches, entbehrungsreiches Leben gewohnt, das sich nur auf den Erfolg in ihren Missionen konzentrierte, aber nun...

„Ziehe das hier einmal an, damit wir wissen, ob wir noch etwas ändern müssen. Und danach werden wir ein Mahl einnehmen, damit dein Körper bei Kräften bleibt."

„Ich bin aber nicht hungrig." Natasha war inzwischen der Panik nahe. Sonst war sie nicht so schnell überfordert, aber diese übermäßige Fürsorge schüchterte sie ein.

„Dann iss wenigstens einen der Äpfel," meinte Frigga und reichte ihr das Obst mit einem Funkeln in den Augen.

„Ist er wieder von dieser Idun?" misstrauisch beäugte sie den Apfel, bevor sie hinein biss.

Frigga nickte und legte das Kleid auf die Bettlaken, damit Natasha es begutachten konnte.

Wenn es nicht unhöflich gewesen wäre, hätte sie nun noch während des Kauens den Mund in Erstaunen aufgerissen. DAS sollte einfach sein? An ihre bekannte Kleidung angelehnt? Nun ja, vielleicht ein wenig...

Der hauchdünne Stoff floss in vielen Lagen hinab und wurde dadurch einigermaßen blickdicht. Wenn Loki sie in diesem Meer aus grüner Seide sah, dann...

Es war eindeutig einen Versuch wert.

Plötzliche Euphorie ergriff Natasha und ihr wurde allmählich klar, dass ihre starken Emotionen gewiss durch die hormonelle Umstellung ausgelöst wurden. Ein Umstand, mit dem sie sich nun abzufinden hatte.

„Ich werde dir helfen, es anzuziehen. Und dir auch einen Trick verraten, wie man es sehr schnell wieder ablegen kann."

Natasha hörte genau die wahre Bedeutung dieser Worte und musste schmunzeln. Diese Göttin mochte bereits Jahrtausende gelebt haben, dennoch schlug noch immer das Herz einer jungen, 'offenen' Frau in ihr.

Und als Natasha schließlich vor den Spiegel trat, verschlug es ihr fast den Atem. Der Stoff bedeckte beinahe jeden Zentimeter ihrer Haut, doch er war um einiges dünner als sie erwartet hatte. Durch die vielen Falten und einzelnen Lagen wurde ihre Figur stark betont, obwohl es noch immer Platz für einen wachsenden Unterleib bot.

„Es ist wunderschön."

„Loki wird es lieben oder hassen," meinte Frigga mit zweideutiger Stimme.

„Euer Sohn liegt Euch sehr am Herzen, nicht wahr?"

Frigga seufzte leise und setzte sich auf das Bett. „Er mag viele Fehler begangen haben in der Vergangenheit, doch er war immer ein guter Junger. Er tat, was ihm richtig erschien. Doch irgendwann glitt er zu weit in den Wahnsinn ab. Ich bin dir so unendlich dankbar, dass du ihn aus der Finsternis holen konntest. Etwas, das ich nicht vermochte zu tun."

Natasha spürte, wie sie errötete. Plötzlich wurde alles wieder so surreal.

Ihre Hände fuhren hinab zu ihrem Bauch. Dieses Kind hatte alles verändert. Und würde noch so viel mehr verändern. War sie tatsächlich bereit Mutter zu werden? Die nächsten acht Monate hatte sie zwar Zeit um sich vorzubereiten, doch...

Die menschliche Frau in Natasha erfreute sich über den Gedanken Leben hervorbringen zu können. Etwas, das sie bereits vor sehr langer Zeit hatte aufgeben müssen.

Black Widow hingegen sah in dem Nachwuchs nur ein Hindernis in ihrer Arbeit. Während der Schwangerschaft würden entweder Loki oder Fury ihr verbieten Missionen auszuführen, das war ihr klar. Natürlich würde ihr Liebster versuchen, ihr diesen Zeitraum so kurz wie möglich zu gestalten, auf seine Art und Weise. Und irgendwie freute sich sich bereits auf den intimen Akt mit ihm. Loki konnte ihrer physischen Kraft bei weitem stand halten.

Doch die Assassine in ihr sträubte sich jedoch gänzlich gegen Gedanken, eine Mutter für das Kind zu sein. Solange es noch in ihr war, war es ein kalkulierbares Risiko, doch nach der Geburt...

Neben all den Zweifeln jedoch war da ein kleiner Funke von Stolz, den Black Widow gegenüber ihrem Erben empfand. Sie wünschte sich natürlich nicht, dass das Kind eine ebenso grausame Jugend hatte, aber der Gedanke Lokis und ihre Gene in einer so explosiven Verbindung erschaffen zu haben, erfüllte sie mit Vorfreude und Stolz.

Vielleicht würde Black Widow ja doch gar nicht einmal eine so schlechte Mutter sein.

„Komm' zu mir und lege dich auf das Bett. Ich würde mir dein kleines Wunder gerne genauer ansehen. Hab' keine Angst. Es fügt weder dir noch dem Kind Schaden zu und wird auch nicht weh tun."

Natasha gehorchte und trat mit unsicheren Schritten zum Bett.

„Könnt Ihr mir auch sagen, was es wird?"

Frigga grinste und zog eine Augenbraue nach oben. „Wollt ihr es denn schon wissen? Ich kann es erspüren ja, aber vielleicht wollt ihr euch ja dennoch überraschen lassen."

Natasha dachte kurz nach. „Ich will nur wissen, ob es gesund ist. Auf der Erde sind wir wahrscheinlich nicht ganz so weit entwickelt. Ich habe nur ein recht ungenaues Bild von dem Embryo gesehen."

„Ich werde mal sehen, was ich mit meiner Magie alles erkennen kann. Ich habe schon vielen Frauen durch diese Zeit geholfen und kann... vielleicht ein paar Tricks mehr als mein Sohn." Es hatte seinen Grund, warum Loki damals zu ihr gekommen war um Natasha zu heilen. Frigga war die Beste, wenn es Heilung durch Magie betraf.

Frigga strich ihr zärtlich die Haare aus dem Gesicht und legte die andere Hand auf Natashas flachen Bauch. „Entspanne dich."

Und seltsamerweise fiel ihr dies nicht schwer. Frigga schien ihre Zauber zu wirken und eine Erschöpfung übermannte sie, die ihr Geist bisher verweigert hatte. Geborgenheit durchflutete ihren Körper, während sie dem Klang ihres Herzschlages, und dem ihres Kindes, lauschte.

„Ihr erfreut euch beide bester Gesundheit," war das letzte, das sie von Frigga mitbekam.

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„Wie fühlst du dich nun? Jetzt, da du Vater wirst?" wollte Odin wissen, während er Loki die Bücher zeigte, die vielleicht die Rettung seiner Liebsten bedeuten konnten. Der Allvater wusste genau, wie schwierig dieses Unterfangen sein würde und versuchte seinem Sohn eine Stütze zu sein. Loki hatte sich gänzlich verändert. Man hatte diese unendliche Freude in seinen Augen gesehen, doch auch diese panische Angst um seine Familie.

„Ich... bin glücklich über das Geschehene, doch nicht erfreut über den Verlauf, den es nehmen könnte. Mein Augenmerk liegt nun darauf, Natasha diese Schwangerschaft so ertragbar wie möglich zu gestalten," erzählte Loki, während er sich einen Überblick verschaffte und nicht viel über die Worte nachdachte, die seine Lippen verließen. „Natasha bedeutet mir ungewöhnlich viel. Ihre Silberzunge ist meiner ebenwürdig, obwohl sie nur eine Sterbliche ist. Und mit dieser hat sie mich gänzlich in ihren Bann geschlagen."

Odin wusste genau, dass dies Lokis Version einer Erklärung der Liebe zu einer Person war und erwiderte nichts, gespannt, mehr von seinem Sohn zu hören.

„Wir liebten uns und es gab Folgen, die ich uns selbst verbot einzusehen, den Gedanken durch Magie vertrieben, einfach nur, weil meine Freude zu groß war. Und ich mich überraschen lassen wollte. Doch nun, da sie erste Anzeichen einer Schwangerschaft zeigt und diese auch bestätigt wurden, muss ich dafür sorgen, dass meine Familie alles überleben kann. Natasha mag für eine Sterbliche ungewöhnlich stark sein, doch nun, da sie Mutter eines Kindes wird, das zur Hälfte Eisriese ist, muss ich..."

Der Allvater legte ihm seine Hand auf die Schulter und nickte besänftigend. „Es gibt für alles eine Lösung. Und wir werden sie schon finden. Ich werde nicht zulassen, dass das Glück, das dir nun zuteil wurde, erneut von Dunkelheit verdrängt wird."

Loki spürte eine Welle der Emotionen über sich hereinbrechen, bevor er sich dagegen wappnen konnte. „Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, Vater? Ich war so töricht, als ich nur das Verlangen im Sinn hatte und nicht dessen Folgen. Ich habe sie in mein Herz gelassen, und sie... hat mir die Gewalt über ihren Körper überlassen... der nun seiner Vernichtung..."

„Daran darfst du gar nicht einmal denken. Also," Odin versuchte Fassung zu bewahren. Wenn Loki erneut dem Wahnsinn nachgab, dann... „die Schwierigkeit besteht darin, dass Lady Natashas Körper das Ungeborene als Gefahr, vielleicht sogar Fremdkörper wahrnehmen wird. Die ersten Auswirkungen können wir bereits beobachten. Ihr ist sicherlich immer kalt, nicht wahr? Der dicke Mantel, den sie trug, ist Beweis genug. Unsere Medizin und die Nahrung in Asgard wird ihr gut tun. Friggas Zauber werden eine Barriere schaffen zwischen der Umgebung, die das Kind zum Wachsen braucht und der Temperatur, die Natashas Körper halten muss um zu überleben. Sie ist stärker, als die meisten Menschen. Das können wir zu einem Vorteil nutzen. Wenn du nun diesen Absatz hier..." Odin reichte ihm ein Buch, doch Loki reagierte nicht.

„War es ein Fehler?" fragte der werdende Vater mit zitternder Stimme.

„Ein Leben zu erschaffen ist nie ein Fehler. Wenn du fürchtest, es könnte den falschen Weg gehen, dann..."

Loki fiel ihm ins Wort. „Es liegt in seinem Blut, all der Zorn, all das Blutvergießen. Natashas Vergangenheit ist ebenso in Leid getaucht. Ich fürchte, dass aus uns niemals etwas..."

„Egal, wer der Erzeuger eines Kindes ist, die richtige Erziehung wird ihm den Weg weisen." Odin legte ihm die Hand auf die Schulter. „Und auch wenn du auf vielen Irrwegen wandertest, bist du dennoch zurückgekehrt und hast nun die Möglichkeit..."

„Aber es wird keine Möglichkeit geben," meinte Loki kühl, als er einen Absatz über die mühsame und langwierige Niederkunft bei weiblichen Eisriesen las, nicht fähig auf die Stelle zu achten, die Odin ihm aufzeigte aus Angst, sie könnte noch ein größeres Unheil bringen.

„Es existiert immer ein Weg. Er ist nur häufig gut versteckt, oder führt durch dornige Büsche." Odin zeigte auf den Absatz, der nun von Wichtigkeit war und stellte eine entscheidende Frage. „Sie kann deiner Berührung nun standhalten, da sie das Kind eines Eisriesen trägt, nicht wahr?"

„Wir hatten nun bereits einige Male das Vergnügen, ja."

Odin erkannte sofort, was Loki mit dieser zweideutigen Aussage meinte. „Dann sind eure Chancen eine Familie zu werden somit aufgebaut auf..."

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Natasha war unruhig, als sie zusammen mit Frigga den großen Saal betrat. Fast alle Gäste waren bereits anwesend und sie hatte das seltsame Gefühl, dass sie in gewisser Weise der Grund war, warum alle ein ausgelassenes Fest feierten.

Sie erkannte Loki sofort an seinem schwarzen Haar. Er saß einen Stuhl, der für die Königin reserviert war, von Odin entfernt. Neben diesem schwankte bereits ein stark angetrunkener Thor, der den nahen Gästen erklärte, wie er sich Loki als Vater vorstellte.

„Setz' dich," meinte Frigga und deutete auf den Stuhl neben Loki, welcher die Stimme seiner Mutter sofort erkannte und sich umdrehte.

„Natash..." Der letzte Buchstabe blieb ihm im Halse stecken, als er seine Liebste in diesem Gewand sah. Oh, mit solchen Startbedingungen würde der Plan, den er und sein Vater entwickelt hatten, wie ein Kinderspiel sein.

„Ich hoffe, du erwartest nicht, dass ich allzu viel esse. Mein Magen ist nicht mehr der stärkste." meinte Natasha nur, als sie all das viele Essen sah.

„Oh, mach' dir keine Sorgen," sprach er mit einem Lächeln, als er aufstand, den Stuhl für sie zurückschob und ihr half sich zu setzen. „Thor und Volstagg werden ohnehin die Hälfte davon verspeisen, dann bleibt kaum etwas für die Gäste übrig."

Natasha versuchte sich auf ihren Liebsten zu konzentrieren, während die Asen sie fasziniert musterten. „Warum starren die mich alle so an?"

Loki lachte laut auf und drückte ihre Hand unter dem Tisch, als er flüsterte. „Nun ja, sie sind vielleicht etwas erstaunt darüber, dass der Gott der Lügen eine Beziehung aufbauen konnte, die auf Vertrauen und Ehrlichkeit besteht, dass er die Frau seiner Begierde – eine Menschenfrau – wie ein wildes Tier im Bett geliebt hat und sie nun sein Kind in sich trägt."

Natasha schluckte und fühlte sich erneut überfordert, doch ihr jahrelanges Training verbot ihr, es zu zeigen. „Wenn auch nur einer der Anwesenden mich als willige Zuchtstute bezeichnet, schneide ihm ihm die Kehle durch."

Erneut lachte Loki laut, sodass alle im Saal verstummten. Nur der Gott der Lügen wusste in diesem Augenblick, was dieser Begriff mit ihm zu tun hatte.

„Weißt du was? Wenn unser Kind auf der Welt ist, lasse ich dich auf meinem besten Pferd reiten und ich schwöre dir, es wird sich anfühlen wie fliegen, so schnell ist es."

Natasha wurde bereits bei der Erwähnung übel. Und irgendwie fehlte ihr der Bezug zu seinen Worten, doch sie tat es als Gedanken, entsprungen von Lokis verwirrtem Geist, ab und wollte sich gerade ein Glas Met einschenken lassen, als er dazwischen ging. „Kein Alkohol für dich. Selbst einem so mächtigen Kind kann das schaden." Durch Magie ließ er ein Glas Wasser erscheinen und reichte es ihr.

Die anwesenden Gäste beobachteten diese Tat mit Adleraugen, einige noch immer nicht überzeugt von Lokis Sinneswandel, andere mit einem freudigen hoffnungsvollen Blick in den Augen.

Etwas widerwillig und nervös griff die junge Frau danach und trank den ersten Schluck. Selbst das Wasser in Asgard wirkte rein und voller Kraft.

Als Loki jedoch mit der Hand, unbemerkt von den Anwesenden, ihre Schenkel entlang strich, verschluckte sie sich beinahe. „Nicht hier."

Loki setzte einen enttäuschten Gesichtsausdruck auf. „Das hier mag nicht Vanaheim sein, wo es jeder mit jedem tut, aber dennoch sind wir hier nicht ganz so prüde wie auf Midgard. Keiner wird sich daran stören, wenn ich..."

Natasha zwang sich, eine neutrale Miene aufzusetzen, als seine geschickten Finger sich durch die Falten ihres Kleides wanden. Warum fühlte sich seine Hand plötzlich so kalt an? Es tat gut, auf seltsame Art und Weise...

„Vater und ich haben einen Weg gefunden, wie wir unsere kleine Familie beschützen können." Lokis Stimme klang freudig, als er die andere Hand auf ihren Unterleib legte und seine Lippen in einem innigen Kuss auf ihre drückte.

„Und worin besteht dieser Weg?" fragte Natasha atemlos, als er nach einigen Sekunden den Kuss beendete.

„Das wirst du noch früh genug sehen..." schnurrte er, während seine Lippen ihren Hals hinab wanderten und sein Blick sich auf ihre Oberweite richtete, die durch den zarten Stoff kaum verhüllt wurde. Ihr Körper würde sich jeden Tag weiter verändern. Die Brüste bereits leicht vergrößert, geradezu nach seiner Berührung flehend und äußert empfindlich gegenüber allem, was er mit seiner Silberzunge anrichten konnte.

„Wir sollten uns bald zurückziehen..." Er konnte ihre Erregung förmlich schmecken. „Doch zuerst wirst du etwas essen, damit du bei Kräften bleibst. Und ich werde entscheiden, wann du genug hast... in beiderlei Hinsicht..."

Ihr vor Erwartung rasender Puls an seinen Lippen war Antwort genug.

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Loki konnte sich nicht davon abhalten, sie mit offenem Mund anzustarren, als ihre Finger geschickt die fast nicht sichtbaren Bänder ihres Kleides öffneten und der grüne Stoff von ihrem Körper glitt. Wie gebannt saß er auf der Kante des Bettes und beobachtete das Schauspiel. Seine Lederhose kam ihm binnen eines Augenblicks viel zu eng vor. Doch er würde es langsam angehen. Sie war trotz allem menschlich. Und die physische Kraft eines Gottes konnte sie gerade in diesem Zustand...

Er vergaß zu atmen, als sie sich zu ihm beugte und ihm einen innigen Kuss gab. Seine Hände hatten ihren eigenen Willen, als er ihr zärtlich über die Schultern strich, hinab zu ihrer Hüfte. Eine Handfläche auf ihrem Gefäß, die andere vorsichtig auf ihren Unterleib gelegt.

Dann sah er ihr erneut in die Augen mit einem Ausdruck der puren Verehrung darin.

Sie war leicht wie eine Feder, als er ihren Körper langsam zu sich zog und neben sich auf das weiche Bett legte. „Du kannst dir nicht vorstellen, wie dankbar ich für das bin, was du mir gibst. Ich bin wahrlich gesegnet." Seine Lippen strichen über ihren nackten Leib und machten erst halt, als er nur Zentimeter von dem Ort zwischen ihren Schenkeln entfernt war. Dann jedoch fasste er wieder einen klaren Gedanken und versuchte ihr zu erklären, was getan werden musste... für ihr Kind.

Eisriesen waren ein brutales Volk, das seine Weibchen mit Gewalt vor anderen beschützte um sicher zu stellen, dass das Ungeborene auch ausgetragen wurde. Sie hielten ihre Frauen gefangen bis es soweit war...
Und vergnügten sich in all den Monaten mit ihnen. Es war ein Instinkt, der aufkam und das Überleben des Erben sicherte. Es gab nicht viele weibliche Eisriesen und die Zeit bis zur Niederkunft bedeutete für sie viel Aufopferung. Sie waren abhängig von ihrem Männchen, das ihnen das gab, was sie brauchten. Die Kälte und die Grausamkeit.
Eigentlich dürfte er ihr Bett nun nicht mehr verlassen, seine Instinkte trieben ihn zu... Doch Natasha war ein Mensch, nicht fähig dem ganzen Ausmaß seiner Gelüste standzuhalten. Er musste vorsichtig sein...

Und so legte er sich neben sie und zog ihren Körper auf seinen, nachdem er seine Kleidung verschwinden ließ.
„Ich weiß, das etwas in dir, nach mir verlangt," begann er, ohne sich wirklich sicher zu sein, wie er die Umstände am besten beschreiben konnte. „Das Kind verlangt nach mir. Und du darfst von mir nehmen, was auch immer du brauchst." Hoffentlich verstand sie seine Worte. Eisriesen nahmen ihre Frauen während sie...

„Loki, was genau...?" Natasha hielt inne und genoss das Gefühl der Kälte. Vielleicht suchte ihr menschlicher Körper nach Wärme, doch das hier war, was das Kind benötigte.

„Ich werde dir allen Freiraum geben. Du darfst mit mir tun, wonach dir der Sinn steht. Denn das ist, was das Kind braucht. Du kannst es fühlen, nicht wahr?" Seine Hände fuhren ihre Oberarme hinauf und er hörte ihr erleichtertes Seufzen.
"Nun, nimm mich... gänzlich. Um unseres Kindes Willen." Er rieb an ihrem Unterleib und spürte, wie bereit sie für ihn war.

"Und das ist nicht nur ein Trick um mich..." Ein Gefühl der Wonne durchfuhr sie, als er seiner wahren Natur die Oberhand ließ und sich in einen Eisriesen verwandelte.

Loki stöhnte laut auf, als er ihr heißes Fleisch gegen seine Männlichkeit spürte. „Es ist kein Trick. Es ist die Wahrheit, der wir beide nun folgen müssen..." und es war so viel leichter, als er erwartet hatte. Seine Instinkte verlangten nach Dominanz. Wollten, dass er sie gierig nahm, doch so weit würde er nicht gehen. Natasha gehörte ihm, das musste er nicht mehr beweisen. Doch er wollte mit all seiner Macht zeigen, dass er ihr gehörte, mit jeder Faser seines Körpers.
„Nimm mich," bettelte er geradezu, als sie sich an ihm rieb, bereit ihn in sich aufzunehmen, doch noch nicht fähig den Emotionen stand zu halten, die sie dann überkommen würden. „Das Kind braucht meine eisige Kälte im Kontrast zu dem heißen Meer aus Flammen, das du darstellst. Oh, Natasha, ich wünschte, ich könnte in deinem Feuer verglühen."

Die junge Frau hob ihre Hüfte um ihm den Einlass zu gewähren. Und als dann die Kälte in ihren Körper fuhr, war sie bereits kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren, so wundervoll war das Gefühl.

„Als Eisriese kann ich dem Kind geben, was es benötigt. Es ist wie ein Ritual, das Monate andauert," begann er zu erklären. „Du kannst es auch spüren, nicht wahr? Du verzehrst dich nach meiner Kälte. Auch wenn du die Wärme suchst, ist es mein eisiger Körper, den du brauchst." Loki spürte, wie seine Instinkte übernahmen und er seiner Natur freien Lauf gab. Der Kontrast zu ihrem heißen Eingang wurde nur noch deutlicher. „Ja, du brauchst mich... und meinen..." er konnte nicht weiter sprechen, als sie ihre Hüfte gegen seine drückte und ihn gänzlich und tief in sich aufnahm.

„Ich will dich!" keuchte Natasha laut und genoss das Gefühl vollkommen von ihm ausgefüllt zu sein. Nicht nur sein Körper war in dieser Form größer.

Loki legte seine Hände an ihre Hüfte und hob sie leicht an, nur um sich erneut in ihr zu versenken. Sie war so heiß und eng... Es würde nur Minuten brauchen bis er so weit war und den nächsten Schritt des Rituals beginnen konnte.
Vorsichtig fuhren die Finger seiner linken Hand hinab zu ihrem Geheimnis. Zärtlich strich er über ihr pochendes Fleisch und stieß dabei langsam und genüsslich in sie hinein.

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„Wirst du mich nun immer so nehmen?" Fragte sie bereits atemlos.

„Wann immer du danach verlangst, meine Liebste. Ich bin dein treuer Diener, auf ewig..." er keuchte auf, als sie sich um ihn herum anspannte. Die Worte verfehlten nicht ihre Wirkung. „In dieser Gestalt ist es geradezu meine Bestimmung... der Eisriese in mir verzehrt sich danach. Will dich wieder und wieder nehmen, bereit dich immer wieder mit seiner eisigen Saat zu füllen. Etwas, das du nun mehr brauchst als alles andere." Er stöhnte bei diesem Gedanken. „Mein Erbe verlangt es von mir. Und ich gebe mich nur allzu gerne dieser Verpflichtung hin. Oh, am liebsten würde ich dich gar nicht mehr aus meinem Bett lassen." Ein schelmisches Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Ich habe die Macht und die Konstitution um dich die nächsten Monate zu nehmen. Und meine Magie könnte dir helfen, es ebenso zu überstehen... Mein Verlangen nach dir macht mich unfähig auch nur an etwas zu denken, das nicht mit Sex zu tun hat." Er musste ihr seinen Zustand klar machen, musste ihr zeigen, wie ein Eisriese mit der Frau umging, die sein Kind trug. „Wieder und wieder... ohne eine Erholung könnte ich dich nun an das Bett..." seine Stimme brach ab, als seine Gedanken sich zu einer Mischung aus Verlangen und vollkommener Lust verformten.

„Auf was habe ich mich da nur eingelassen..." murmelte Natasha keineswegs schockiert, eher... erfreut und...

„Auf einen gierigen Eisriesen, der seine Frau über alles verehrt und seiner Verzweiflung nicht länger standhalten kann..."

„Oh Gott..." stöhnte Natasha laut, als er in ihr noch weiter anschwoll und seine Größe ihr beinahe Schmerzen bereitete. Die Kälte, die von ihm ausging, betäubte sie. Doch gleichzeitig spürte sie Dinge tief in ihr, die ihr rieten weiter zu machen.

„Du kannst mich gerne Loki nennen, aber mit 'Gott' bin ich auch zufrieden," meinte er schalkhaft und gab mit seinen Händen einen neuen Rhythmus vor, dem sie nur zu gern folgte.

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Als sie schließlich nichts anderes tun konnten, als in einen erschöpften Halbschlaf zu sinken, schlang Loki seine Arme beschützend um ihren Körper und drückte ihr einen Kuss in den Nacken, bevor er zärtlich an der sensiblen Haut an ihrem Hals sog, ihr ganz langsam ein bläuliches Mal auferlegte, das nichts mit seiner Herkunft als Eisriese zu tun hatte. Bevor er sich schließlich auch der Erschöpfung hingab, strich er nochmals über ihren Unterleib und flüsterte.

"Meine Magie ist in jeder Zelle meines Körpers. Und das ist der einfachste Weg, sie dir zu geben. Es wird unser Kind schützen und es stärken. Wir werden großartigen Nachwuchs haben."

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Ich konnte nicht länger warten mit dem Update...

Hatte zwar versprochen, dass ich zuerst meine andere Lokasha Fanfic (Bearing the Trickster's Heirs), eine viel bösere Version von dem hier, und meine Lokane FF (Paying her a visit) aktualisieren wollte, aber da fällt mir einfach nichts ein XDD

Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr schreibt ein review ^^

Da ich nun in KYOTO (Japan) bin, kann ich Bilder im Loki und Natasha Cosplay machen - während HANAMI!

Es wird auch Videos geben.

Nehmt die Links auf meiner Profilseite. Am besten die von tumblr, deviantart und facebook.

Oh und es gibt ein neues Kneel Speech Video, diesmal mit Kid Loki, der das ganze unterbricht. Mit mehreren Kameras aufgenommen ^^