Sorry, dass ich erst so spät ein weiteres Kapitel schreibe...* Schulstress
* !!
.......dafür aber vielen lieben Dank für die Reviews!!!!
When you sleep - Teil 6
Elrond vernahm voller Grauen die schmerzlichen Worte seines Sohnes und stand für paar Sekunden still und reglos da.
Den Mund leicht geöffnet und die Stirn in Falten gelegt, als wollte er damit seiner Ungläubigkeit über das grausame Ereignis Ausdruck verleihen.
Nachdem er sich vom ersten Schock erholt hatte, schluckte er schwer und richtete sein Wort an Elrohir.
"Keiner hat überlebt...?"
Sein Sohn schüttelte nur den Kopf und blickte erneut zu Boden, während Elrond mehr zu sich selbst als zu Elrohir sprach.
"Mein Gott...es waren doch so viele....wie konnte dies nur passieren....?"
Elrond atmete tief durch und starrte erst seinen Sohn und dann den kleinen Jungen an, der mit bebenden Körper neben seinen ältesten Sohn stand.
Mit langsamen Schritten ging er nun auf die beiden abseits Stehenden zu. Innerhalb kürzerster Zeit rasten ihm sogleich zahlreiche Bilder durch den Kopf.
Wie er Arathorn kennen gelernt hatte....
Wie er stets nach ein paar Jahren einige Zeit hier in Bruchtal verweilte.....
Wie er ihm seine zukünftige Frau Gilraen vorgestellt hatte.....
Er wusste nicht, dass die beiden mit einem Kind gesegnet worden waren. Aber als er sich dem Jungen immer weiter näherte, konnte er eine gewisse Ähnlichkeit zu dem Führer der Dunedain feststellen.
Dasselbe dunkelbraune Haar, welches leicht gewellt bis zu seinen Schultern reichte.
Die gleichen Grübchen, die Elrond schon bei Arathorn so gemocht hatte, wenn dieser lachte.
Und die Augen.............
Als sich der Herr Bruchtals sachte und behutsam hinhockte, um den Kleinen ja nicht noch mehr zu verschrecken, sah er dessen Augen.
Niemals zuvor hatte er solche Traurigkeit und zugleich solche Müdigkeit erblickt.
"Hallo, mein Name ist Elrond.... Meine Söhne Elladan und Elrohir hast du ja bereits kennen gelernt.....und wie ist dein Name, mein Kleiner?", fragte er derweilen den wie erstarrt dastehenden Jungen.
Nach längerem Zögern gab er dem Herrn Bruchtals eine Antwort. Elrond musste sich aber trotz seines hervorragenden elbsichen Gehörs weiter nach vorn beugen, um die leise gesprochenen Worte zu hören.
"Aragorn...Arathorns Sohn."
Bei dem zuletzt gesagten stockte Aragorn plötzlich der Atem. Da er realisierte von wem er sprach, wurde sein Gesicht kreidebleich. Er konnte seinen Atem nur noch stoßweise hervorbringen und sah Elrond nun mit aufgerissenen Augen an.
Elrond war über die abrupte Veränderung bestürzt.
Um ihn zu beruhigen, wollte er dem Jungen sachte über die blassen Wangen streichen. Als seine Fingerspitzen schon dessen Haut berührten, schaute Aragorn ihn aber plötzlich verwundert an.
Nur wenige Augenblicke später zuckte er aber panisch zurück. Zögernd schlich Aragorn rückwärts. Seine Augen misstrauisch auf die drei Elben gerichtet.
Elrond war völlig überrumpelt als sich der Junge plötzlich umdrehte und wegrannte.
Entgeistert schauten sich die drei an, bevor auch sie durch das knie hohe Gras spurteten, um ihm zu folgen.
****************
'Es kann nicht sein.....nein....das war nicht Vater....oder doch..?!'
Diese und ähnliche Gedanken schwirrten unablässig durch seinen Kopf, während er ziellos in den nahenden Wald rannte. Es verwirrte ihn zutiefst, was er gerade gesehen hatte.
Erst hatten ihn die dunkelhaarigen Elben an diesen eigenartigen Ort gebracht, der so friedlich und hell, gleichzeitig aber auch mysteriös und unwirklich wirkte.
Und dann kam ein Mann. Ein Elb, wie er aus dessen Aussehen schlussfolgerte.
Langes schwarzes Haar fiel auf sein saphirfarbenes Gewandt, wobei ein mit zahlreichen Ornamenten versehener silberner Reif sein Haar schmückte.
Wie auch Elrohir und Elladan war er groß und schlank und seine Haltung strahlte für alle stets Würde und Stärke aus.
Als dieser sich ihm letztendlich genähert hatte, ergriff Unsicherheit und Angst sein Herz. Er wusste nicht, was dieser offensichtlich sehr bedeutungsvolle Mann von ihm wollte.
Kniend hatte er ihn mit wohlklingender, weicher Stimme nach seinem Namen gefragt, aber als er diesen geäußert hatte, sah er etwas, was ihn bis zu den Grundfesten erschütterte.
Aus dem zeitlosen, ja fast schon makellosen Gesicht dieses hohen Herrn wurde für ein paar Augenblicke das Antlitz seines Vaters. Er erschien so echt. Er wollte ihn berühren, ihn umarmen...sich einfach vergewissern, dass er wirklich da war.
Doch das wurde ihm nicht gewehrt, denn schon Sekunden später veränderte sich das lebendige und für ihn normale Gesicht seines Vaters. Nun erschien es aschfahl und erstarrt. Dunkelrotes Blut lief seine Schläfen hinab und färbte nach und nach seine so schon verdreckte Kleidung ein.....
Er konnte diesen Anblick nicht länger ertragen, sodass er schleunigst weggerannt ist.
Und jetzt befand er sich in diesem kleinen Waldstück.....allein...und völlig durcheinander.
Er wollte es nicht wahrhaben, dass er seinen geliebten Vater noch einmal so gesehen hatte.....
Er wusste nicht, was er tun sollte. Schweiß perlte derweilen an seiner Stirn und Aragorn drehte sich panisch in alle Richtungen um. Von weitem konnte er plötzlich sehr schwach einige Stimmen hören, doch das machte ihn nur noch nervöser.
Mit zitternden Gliedern und klopfenden Herzen rannte er noch ein Stück weiter in den Wald, vorbei an weißen und gelben Wiesenblumen, bevor eine recht alte und hochgewachsene Eiche in sein Blickfeld geriet.
Ein Teil des Baumes schien im unteren Stück hohl zu sein, denn Aragorn konnte eine Art kleine Kuhle im Inneren ausmachen.
Er wollte nur weg.
Weg von den herannahenden Stimmen.....
Weg von dem grausigen Gesicht, welches früher einmal sein Vater zu sein schien...
Kurzentschlossen verkroch er sich in dem dunklen Loch und schloss seine Augen, um die übrige Welt einfach draußen zu lassen....
*****************
Mittlerweile waren auch die drei Elben in dem besagten Waldfleckchen angelangt und folgten den Spuren des Jungen.
Elrond war verwirrt. Er fragte sich, ob er irgendetwas getan hatte, welches diese Reaktion bei Aragorn hervorrufen könnte.
Er konnte sich nicht weiter um diese Vermutungen kümmern, da Elrohir leise an ihn herangetreten war und auf einen alten Baum zeigte. Nickend ging er zu der Eiche, denn auch er hatte natürlich die dahinführenden Fußspuren deutlich sehen können.
"Was konnte ihn nur dazu veranlasst haben, gerade hier Schutz zu suchen ?", hauchte er seinem älteren Sohn Elladan zu.
Dieser schüttelte nur den Kopf, bevor er seine Stellung hinter Elrond einnahm, der sich derweilen schon vor der kleinen Höhle im Baum hinhockte und besorgt hineinspähte.
"Aragorn...?!", rief Elrond im freundlichen Ton.
Der Herr Bruchtals wusste, dass der Kleine da drin steckt, aber er erhielt keine Antwort.
"Aragorn, habe keine Angst...ich bin es....Elrond."
Elrond wollte weiter hinein, um ihn sehen zu können, denn bis dahin konnte er nur dessen Umrisse wahrnehmen.
Als er es geschafft hatte, sich wenigstens mit seinem Oberkörper in die Finsternis zu lehnen, erblickte er Aragorn.
Zusammengekauert und am ganzem Leibe zitternd drückte er sich gegen das Holz.
Was ihn aber überraschte waren die zwei kleinen Dolche, die er mit den Händen umklammerte und in seine Richtung hielt.
"Aragorn...bitte höre mir zu. Du brauchst dich nicht zu fürchten. Wir werden dir nichts tun. Du bist in Bruchtal sicher.....bitte komm heraus."
Nach endlos erscheinenden Sekunden bekam Elrond endlich eine Antwort.
"Geh weg....", wisperte er schwer atmend, ja fast schon schluchzend.
Eine Träne bahnte sich nun ihren Weg über die Wange Aragorns und er sackte erschöpft zusammen. Elrond hörte wie die zwei glänzenden Dolche mit einem dumpfen Geräusch auf die Erde fielen.
"Aragorn.....?.... komm bitte heraus."
Nach der erneuten Bitte bewegte sich der Junge und schaute den Herrn Bruchtals, mit vom vielen Weinen, geröteten Augen an. Zögerlich krabbelte er nun ins Freie und stand in angespannter Haltung da, während ihm unablässig Tränen übers Gesicht liefen, die einen nassen Film auf seiner Haut hinterließen.
Erneut kniete sich Elrond vor dem Jungen hin.
"Aragorn, willst du mir erzählen, was dich so verschreckt hat?"
Ein paar Mal öffnete Aragorn seinen Mund, als wolle er etwas sagen, aber kein Laut verlies seine Lippen. Schließlich brachte er doch noch einige verständliche Worte heraus.
"Ich...ich...habe meinen Vater gesehen......in ihnen.", flüsterte er das zuletzt Gesagte nervös vor sich hin.
Von den Worten Aragorns sichtlich berührt, schaute er seine Söhne entsetzt an.
"Und was siehst du jetzt in mir, mein Kleiner?"
"Elrond, mein Herr."
"Gut. Weißt du was, wir sollten erst einmal in mein Quartier gehen, uns frisch machen, etwas essen und uns dann unterhalten. Was hältst du davon ?", meinte er nun mit einem aufmunternden Lächeln.
Aragorn nickte nur und folgte den drei Elben mit gemischten Gefühlen.
Während Elladan und der kleine Menschenjunge derweilen schon fast vor den Toren des Palastes angekommen waren, drehte sich Elrond zu seinem Jüngeren Sohn um und berührte ihn sanft an der Schulter.
"Ion nin...nimm dir bitte genügend Männer und reite zurück zum Camp der Dunedain... Begrabt sie in Würde..."
".....und hole die Körper von Arathorn und Gilraen nach Bruchtal. Ich möchte sie hier in geweihter Erde begraben."
Nickend verschwand Elrohir zwischen den Bäumen und lies Elrond in einem Meer aus Sorgen zurück.......
...wird fortgesetzt!!!
Wie jedes Mal bitte bzw. bettle ich um Reviews. Danke !! ;)
*****************
Erklärung:
Ion nin - mein Sohn
*****************
@Arsinoe4: Danke für dein tolles Review...habe mich echt rießig über das Lob gefreut. Mit einer Sache hast du recht. Elrond hat bestimmt noch mehr, als nur die eine besudelte, Tunika!! * g* Vielleicht ist es aber seine Lieblingstunika, die sich einzig und allein so schön locker und leicht an seinen geschmeidigen Körper anpasst. * smile * ..was ich dich schon immer mal fragen wollte ist, ob du eigentlich über die Bedeutung deines Namens Bescheid weißt!? Habe nämlich eine Sendung gesehen, wo Arsinoe die Königin von Thrakien war und später eine Göttin wird.....tja wollte ich nur mal loswerden. Bis dann, Joshua Nenya
@Lady of Gondor: Toll, dass du wieder ein so schönes Review abgegeben hast. Und mit einem kann ich dir recht geben....Estel wird noch einige unschöne Dinge miterleben müssen. * schnief *
@feanen: Ich habe mich sehr über das - verlängerte - Review gefreut. Also lass dich nicht davon abhalten mir ein erneutes zukommen zulassen... * lächel *
@Vicky23: Hi Vicky...schön, dass du meine Geschichte abermals kommentiert hast * unendlich dankbar sei * !! Jepp....der Kleine muss noch ein bisschen was durchleben, ehe er in den Genuss kommt sich in Bruchtal heimisch zu fühlen...
@ Aragorn15: Mae govannen, mein Freund !! Beim letzten Review wurde ich regelrecht rot...hatte Ähnlichkeit mit ner' überreifen Tomate * blush * ....habe mich jedenfalls ganz dolle übers Lob gefreut und mir deswegen gedacht, dass ich doch gleich mal ne' Fortsetzung schreibe. ;) hdagdl, deine Joshua N.
.......dafür aber vielen lieben Dank für die Reviews!!!!
When you sleep - Teil 6
Elrond vernahm voller Grauen die schmerzlichen Worte seines Sohnes und stand für paar Sekunden still und reglos da.
Den Mund leicht geöffnet und die Stirn in Falten gelegt, als wollte er damit seiner Ungläubigkeit über das grausame Ereignis Ausdruck verleihen.
Nachdem er sich vom ersten Schock erholt hatte, schluckte er schwer und richtete sein Wort an Elrohir.
"Keiner hat überlebt...?"
Sein Sohn schüttelte nur den Kopf und blickte erneut zu Boden, während Elrond mehr zu sich selbst als zu Elrohir sprach.
"Mein Gott...es waren doch so viele....wie konnte dies nur passieren....?"
Elrond atmete tief durch und starrte erst seinen Sohn und dann den kleinen Jungen an, der mit bebenden Körper neben seinen ältesten Sohn stand.
Mit langsamen Schritten ging er nun auf die beiden abseits Stehenden zu. Innerhalb kürzerster Zeit rasten ihm sogleich zahlreiche Bilder durch den Kopf.
Wie er Arathorn kennen gelernt hatte....
Wie er stets nach ein paar Jahren einige Zeit hier in Bruchtal verweilte.....
Wie er ihm seine zukünftige Frau Gilraen vorgestellt hatte.....
Er wusste nicht, dass die beiden mit einem Kind gesegnet worden waren. Aber als er sich dem Jungen immer weiter näherte, konnte er eine gewisse Ähnlichkeit zu dem Führer der Dunedain feststellen.
Dasselbe dunkelbraune Haar, welches leicht gewellt bis zu seinen Schultern reichte.
Die gleichen Grübchen, die Elrond schon bei Arathorn so gemocht hatte, wenn dieser lachte.
Und die Augen.............
Als sich der Herr Bruchtals sachte und behutsam hinhockte, um den Kleinen ja nicht noch mehr zu verschrecken, sah er dessen Augen.
Niemals zuvor hatte er solche Traurigkeit und zugleich solche Müdigkeit erblickt.
"Hallo, mein Name ist Elrond.... Meine Söhne Elladan und Elrohir hast du ja bereits kennen gelernt.....und wie ist dein Name, mein Kleiner?", fragte er derweilen den wie erstarrt dastehenden Jungen.
Nach längerem Zögern gab er dem Herrn Bruchtals eine Antwort. Elrond musste sich aber trotz seines hervorragenden elbsichen Gehörs weiter nach vorn beugen, um die leise gesprochenen Worte zu hören.
"Aragorn...Arathorns Sohn."
Bei dem zuletzt gesagten stockte Aragorn plötzlich der Atem. Da er realisierte von wem er sprach, wurde sein Gesicht kreidebleich. Er konnte seinen Atem nur noch stoßweise hervorbringen und sah Elrond nun mit aufgerissenen Augen an.
Elrond war über die abrupte Veränderung bestürzt.
Um ihn zu beruhigen, wollte er dem Jungen sachte über die blassen Wangen streichen. Als seine Fingerspitzen schon dessen Haut berührten, schaute Aragorn ihn aber plötzlich verwundert an.
Nur wenige Augenblicke später zuckte er aber panisch zurück. Zögernd schlich Aragorn rückwärts. Seine Augen misstrauisch auf die drei Elben gerichtet.
Elrond war völlig überrumpelt als sich der Junge plötzlich umdrehte und wegrannte.
Entgeistert schauten sich die drei an, bevor auch sie durch das knie hohe Gras spurteten, um ihm zu folgen.
****************
'Es kann nicht sein.....nein....das war nicht Vater....oder doch..?!'
Diese und ähnliche Gedanken schwirrten unablässig durch seinen Kopf, während er ziellos in den nahenden Wald rannte. Es verwirrte ihn zutiefst, was er gerade gesehen hatte.
Erst hatten ihn die dunkelhaarigen Elben an diesen eigenartigen Ort gebracht, der so friedlich und hell, gleichzeitig aber auch mysteriös und unwirklich wirkte.
Und dann kam ein Mann. Ein Elb, wie er aus dessen Aussehen schlussfolgerte.
Langes schwarzes Haar fiel auf sein saphirfarbenes Gewandt, wobei ein mit zahlreichen Ornamenten versehener silberner Reif sein Haar schmückte.
Wie auch Elrohir und Elladan war er groß und schlank und seine Haltung strahlte für alle stets Würde und Stärke aus.
Als dieser sich ihm letztendlich genähert hatte, ergriff Unsicherheit und Angst sein Herz. Er wusste nicht, was dieser offensichtlich sehr bedeutungsvolle Mann von ihm wollte.
Kniend hatte er ihn mit wohlklingender, weicher Stimme nach seinem Namen gefragt, aber als er diesen geäußert hatte, sah er etwas, was ihn bis zu den Grundfesten erschütterte.
Aus dem zeitlosen, ja fast schon makellosen Gesicht dieses hohen Herrn wurde für ein paar Augenblicke das Antlitz seines Vaters. Er erschien so echt. Er wollte ihn berühren, ihn umarmen...sich einfach vergewissern, dass er wirklich da war.
Doch das wurde ihm nicht gewehrt, denn schon Sekunden später veränderte sich das lebendige und für ihn normale Gesicht seines Vaters. Nun erschien es aschfahl und erstarrt. Dunkelrotes Blut lief seine Schläfen hinab und färbte nach und nach seine so schon verdreckte Kleidung ein.....
Er konnte diesen Anblick nicht länger ertragen, sodass er schleunigst weggerannt ist.
Und jetzt befand er sich in diesem kleinen Waldstück.....allein...und völlig durcheinander.
Er wollte es nicht wahrhaben, dass er seinen geliebten Vater noch einmal so gesehen hatte.....
Er wusste nicht, was er tun sollte. Schweiß perlte derweilen an seiner Stirn und Aragorn drehte sich panisch in alle Richtungen um. Von weitem konnte er plötzlich sehr schwach einige Stimmen hören, doch das machte ihn nur noch nervöser.
Mit zitternden Gliedern und klopfenden Herzen rannte er noch ein Stück weiter in den Wald, vorbei an weißen und gelben Wiesenblumen, bevor eine recht alte und hochgewachsene Eiche in sein Blickfeld geriet.
Ein Teil des Baumes schien im unteren Stück hohl zu sein, denn Aragorn konnte eine Art kleine Kuhle im Inneren ausmachen.
Er wollte nur weg.
Weg von den herannahenden Stimmen.....
Weg von dem grausigen Gesicht, welches früher einmal sein Vater zu sein schien...
Kurzentschlossen verkroch er sich in dem dunklen Loch und schloss seine Augen, um die übrige Welt einfach draußen zu lassen....
*****************
Mittlerweile waren auch die drei Elben in dem besagten Waldfleckchen angelangt und folgten den Spuren des Jungen.
Elrond war verwirrt. Er fragte sich, ob er irgendetwas getan hatte, welches diese Reaktion bei Aragorn hervorrufen könnte.
Er konnte sich nicht weiter um diese Vermutungen kümmern, da Elrohir leise an ihn herangetreten war und auf einen alten Baum zeigte. Nickend ging er zu der Eiche, denn auch er hatte natürlich die dahinführenden Fußspuren deutlich sehen können.
"Was konnte ihn nur dazu veranlasst haben, gerade hier Schutz zu suchen ?", hauchte er seinem älteren Sohn Elladan zu.
Dieser schüttelte nur den Kopf, bevor er seine Stellung hinter Elrond einnahm, der sich derweilen schon vor der kleinen Höhle im Baum hinhockte und besorgt hineinspähte.
"Aragorn...?!", rief Elrond im freundlichen Ton.
Der Herr Bruchtals wusste, dass der Kleine da drin steckt, aber er erhielt keine Antwort.
"Aragorn, habe keine Angst...ich bin es....Elrond."
Elrond wollte weiter hinein, um ihn sehen zu können, denn bis dahin konnte er nur dessen Umrisse wahrnehmen.
Als er es geschafft hatte, sich wenigstens mit seinem Oberkörper in die Finsternis zu lehnen, erblickte er Aragorn.
Zusammengekauert und am ganzem Leibe zitternd drückte er sich gegen das Holz.
Was ihn aber überraschte waren die zwei kleinen Dolche, die er mit den Händen umklammerte und in seine Richtung hielt.
"Aragorn...bitte höre mir zu. Du brauchst dich nicht zu fürchten. Wir werden dir nichts tun. Du bist in Bruchtal sicher.....bitte komm heraus."
Nach endlos erscheinenden Sekunden bekam Elrond endlich eine Antwort.
"Geh weg....", wisperte er schwer atmend, ja fast schon schluchzend.
Eine Träne bahnte sich nun ihren Weg über die Wange Aragorns und er sackte erschöpft zusammen. Elrond hörte wie die zwei glänzenden Dolche mit einem dumpfen Geräusch auf die Erde fielen.
"Aragorn.....?.... komm bitte heraus."
Nach der erneuten Bitte bewegte sich der Junge und schaute den Herrn Bruchtals, mit vom vielen Weinen, geröteten Augen an. Zögerlich krabbelte er nun ins Freie und stand in angespannter Haltung da, während ihm unablässig Tränen übers Gesicht liefen, die einen nassen Film auf seiner Haut hinterließen.
Erneut kniete sich Elrond vor dem Jungen hin.
"Aragorn, willst du mir erzählen, was dich so verschreckt hat?"
Ein paar Mal öffnete Aragorn seinen Mund, als wolle er etwas sagen, aber kein Laut verlies seine Lippen. Schließlich brachte er doch noch einige verständliche Worte heraus.
"Ich...ich...habe meinen Vater gesehen......in ihnen.", flüsterte er das zuletzt Gesagte nervös vor sich hin.
Von den Worten Aragorns sichtlich berührt, schaute er seine Söhne entsetzt an.
"Und was siehst du jetzt in mir, mein Kleiner?"
"Elrond, mein Herr."
"Gut. Weißt du was, wir sollten erst einmal in mein Quartier gehen, uns frisch machen, etwas essen und uns dann unterhalten. Was hältst du davon ?", meinte er nun mit einem aufmunternden Lächeln.
Aragorn nickte nur und folgte den drei Elben mit gemischten Gefühlen.
Während Elladan und der kleine Menschenjunge derweilen schon fast vor den Toren des Palastes angekommen waren, drehte sich Elrond zu seinem Jüngeren Sohn um und berührte ihn sanft an der Schulter.
"Ion nin...nimm dir bitte genügend Männer und reite zurück zum Camp der Dunedain... Begrabt sie in Würde..."
".....und hole die Körper von Arathorn und Gilraen nach Bruchtal. Ich möchte sie hier in geweihter Erde begraben."
Nickend verschwand Elrohir zwischen den Bäumen und lies Elrond in einem Meer aus Sorgen zurück.......
...wird fortgesetzt!!!
Wie jedes Mal bitte bzw. bettle ich um Reviews. Danke !! ;)
*****************
Erklärung:
Ion nin - mein Sohn
*****************
@Arsinoe4: Danke für dein tolles Review...habe mich echt rießig über das Lob gefreut. Mit einer Sache hast du recht. Elrond hat bestimmt noch mehr, als nur die eine besudelte, Tunika!! * g* Vielleicht ist es aber seine Lieblingstunika, die sich einzig und allein so schön locker und leicht an seinen geschmeidigen Körper anpasst. * smile * ..was ich dich schon immer mal fragen wollte ist, ob du eigentlich über die Bedeutung deines Namens Bescheid weißt!? Habe nämlich eine Sendung gesehen, wo Arsinoe die Königin von Thrakien war und später eine Göttin wird.....tja wollte ich nur mal loswerden. Bis dann, Joshua Nenya
@Lady of Gondor: Toll, dass du wieder ein so schönes Review abgegeben hast. Und mit einem kann ich dir recht geben....Estel wird noch einige unschöne Dinge miterleben müssen. * schnief *
@feanen: Ich habe mich sehr über das - verlängerte - Review gefreut. Also lass dich nicht davon abhalten mir ein erneutes zukommen zulassen... * lächel *
@Vicky23: Hi Vicky...schön, dass du meine Geschichte abermals kommentiert hast * unendlich dankbar sei * !! Jepp....der Kleine muss noch ein bisschen was durchleben, ehe er in den Genuss kommt sich in Bruchtal heimisch zu fühlen...
@ Aragorn15: Mae govannen, mein Freund !! Beim letzten Review wurde ich regelrecht rot...hatte Ähnlichkeit mit ner' überreifen Tomate * blush * ....habe mich jedenfalls ganz dolle übers Lob gefreut und mir deswegen gedacht, dass ich doch gleich mal ne' Fortsetzung schreibe. ;) hdagdl, deine Joshua N.
