Ich danke Katyes, Salmalin, Severin1, Sirisa, Sammy-FFO und Mina Harker Wilhelmina Murray für ihre Reviews!

Kapitel 6

Nachdem Severus beim dritten Versuch endlich das Gästezimmer gefunden hatte, zog er sich einfach nur schnell um, ohne sich weiter umzuschauen und legte sich ins Bett. Doch zum Schlafen kam er nicht wirklich. Noch immer ging ihm, das eben Gesehene, nicht aus dem Kopf.

Hermine, die wie ein Engel schlief und ihren Sohn beschützend im Arm hielt. Der Kleine sah so unschuldig aus, genau wie Hermine. Was sie wohl in den letzten Jahren alles durchmachen musste, überlegte er wieder. Ich werde es schon raus finden!

Ohne es wirklich zu merken, fiel Severus in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Am nächsten Morgen wachte er trotz des tiefen Schlafs, wie gerädert auf. Mit zusammen gekniffenen Augen und peinlich darauf bedacht, nicht mit dem linken Fuß zu erst aufzustehen, erhob Severus sich und zog seinen Morgenmantel an.

In der Hoffnung noch niemanden zu treffen, machte er sich auf den Weg, um die Küche zu suchen. Er brauchte jetzt dringend einen Kaffee, aber nicht mit Milch oder Zucker. Nein, schwarz, so schwarz wie seine Kleidung.

Zuerst ging er ins Wohnzimmer und dann durch die Tür, wo Hermine am Abend zuvor hinter verschwunden war. Was er dahinter sah, verwundete ihn.

Dort saß doch Tatsache der Kleine Sebastian und hatte ein Glas Milch vor sich stehen, das schon bis zur Hälfte geleert war. Das zeigte, dass der Kleine schon eine Weile hier unten sitzen musste.

Ohne weiter auf den Kleinen zu achten, ging er zur Kaffeemaschine, die er auf dem Schrank gegenüber der Tür entdeckt hatte. Severus murmelte ein verschlafenes „Guten Morgen", als er auf die Maschine zuging und sie anstellte.(A/N: Ich weiß, dass es in Hogwarts keinen Strom gibt, aber er kann trotzdem mit einer Kaffeemaschine umgehen!)

Das brachte Sebastian zum Schmunzeln, denn er kannte diese Geste schon von seiner Mutter. Die kann auch nicht ohne dieses schwarze Zeug. Aber was macht der Mann von gestern hier, fragte er sich und trank wieder einen großen Schluck von der Milch, die seine Mutter für ihn bereit gestellt hatte.

Jeden Abend stellte ihm Hermine ein Glas Milch in den Kühlschrank. Das machte sie, weil Sebastian immer schon gegen 6 Uhr Morgens wach wurde und Durst bekam. Hermine konnte so etwas länger dösen und Sebastian bekam seine Milch. So ging das schon, seitdem der Kleine 3 ist.

Severus setzte sich mit seinem fertigen Kaffee, den er in eine Tasse gefühlt hatte, die neben der Maschine stand, auf den freien Platz neben Sebastian, der am Kopf des Tisches saß.

Nach ein paar Minuten des Schweigens, erhob Severus da Wort.

„Was machst du hier unten so allein?"

„Mummy schläft noch", sagte der Kleine noch etwas schüchtern.

„Was sie schläft noch? Wie bist du dann an das Glas rangekommen?"

„Mummy macht das jeden Abend für mich", meinte Sebastian und trank wieder einen großen Schluck, wobei er einen Milchbart bekam.

Wieder schwiegen beide, doch diesmal war es Sebastian der anfing zu reden.

„Du bist genau wie meine Mummy."

„Was?", fragte Severus verwundert.

„Ja, du trinkest auch dieses komische schwarze Zeug und redest so früh auch nicht viel."

„Deine Mutter trinkt auch schwarzen Kaffee?"

„Jap und ich darf nie probieren."

„Warum?", fragte Severus, da er keine Erfahrungen mit so kleinen Kindern hatte.

„Mummy meint, dann dreh ich durch", sagte Sebastian und lächelt seinen Sitznachbarn freundlich an. Er hatte jetzt jegliche Angst vor dem, in schwarz gekleideten, Mann verloren.

Auf einmal ging die Küchentür auf und eine, etwas verschlafene, Hermine kam in den Raum.

Ohne auf die anderen beiden zu achten ging sie zur Kaffeemaschine und wollte sie anstellen. Da aber schon Kaffee fertig war, wunderte sie das und sie sah sich endlich um.

Da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Am Küchentisch saß Snape und daneben ihr Sohn. Also war das, was gestern passiert ist, kein Traum, dachte sie und wollte nach er Tasse greifen, die immer neben der Maschine stand. Doch heute war diese nicht da.

„Wo ist meine Tasse?", fluchte Hermine und schaute sich in der Küche um.

Als Hermine die Tasse, mit Kaffee gefüllt auf dem Tisch vor Severus stehen sah, gab sie nur ein wütendes Schnauben von sich. Dann holte sie eine andere Tasse, fühlte sie und setzte sich zu den anderen.

„Wo ist meine Zeitung?", fragte sie jetzt extrem gereizt an Severus gewandt.

„Ich weiß doch nicht, wo Sie ihre Zeitung haben", fauchte Severus sie an.

Das brachte Hermine jetzt richtig auf die Palme und sie gab ein böses Knurren von sich.

Dieses trieb wiederum Severus zur Weißglut.

„Wie können sie…", doch weiter kam er nicht, denn der Kleine ging dazwischen.

„Mummy, die Zeitung kommt doch erst, wenn der große Zeiger auf der 12 und der kleine Zeiger auf der 7 ist", meiner Sebastian und zeigte dabei auf die Küchenuhr, die fünf Minuten vor 7 anzeigte.

Jetzt musste Hermine schlucken. Ihr vier jähriger Sohn hatte Recht. Und er benahm sich erwachsener als sie und Snape.

„Du hast Recht mein Schatz", sagte Hermine, aber funkelte dabei Severus böse an.

Für Hermine gingen die fünf Minuten viel zu langsam vorbei. Nervös trommelte sie auf dem Tisch und schaute auf die Uhr. Und dann klopfte es endlich ganz leise am Fenster.

Hermine sprang auf um die Eule rein zu lassen. Diese flog an Hermine vorbei und landete auf dem Tisch direkt vor Sebastian.

Der Kleine schaute sie bewundernd an und streichelte sie.

Hermine hatte schon die Zeitung aufgeschlagen und wollte lesen, aber dann hörte sie Snapes Stimme, der sie wieder anschnauzte.

„Könnten Sie die Eule bezahlen, bevor Sie meinen Finger abhackt?"

„Wenn Sie so fragen, NEIN!", antwortete Hermine patzig.

Severus schnaubte wütend, griff dann in die Tasche seines Badmantels und zog einen Sickel heraus. Diesen gab er der Eule. Die Eule flog sofort weg und lies einen traurigen kleinen Sebastian zurück.

„Ich glaub es nicht", kam es auf einmal von Hermine, die den Tagespropheten auf den Tisch warf. Severus und Sebastian waren dabei zusammen gezuckt und schauten Hermine verwundert an.

Severus merkte, da es ein Artikel in der Zeitung sein musste und griff danach.

Er brauchte auch nicht lange zu suchen, denn das, was Hermine da gelesen hatte, war auch für ihn neu. Wahrscheinlich störte es sie die Neuigkeit nicht von ihren Freunden zu erfahren.

Ohne auf jemanden zu achten, begann er den Artikel laut vorzulesen.

Skandal im Quidditsch

Oliver Wood verlobt sich mit seiner Managerin

Wie der Tagesprohet exklusive in Erfahrung bringen konnte, hat sich der Startorwart der englischen Nationalmannschaft mit seiner Managerin Ginny Weasley verlobt. Die ehemalige Freundin des Jungen-der-immer-noch-lebt ist bereits seit 2 Jahren mit Oliver Wood liiert. Diese überaus erfreuliche Nachricht teilte uns der Presse- Sprecher der Nationalmannschaft mit. Persönlich konnten wir die Beiden noch nicht sprechen, da sie sich zur Zeit im Liebesurlaub in der Südsee befinden.

Laut einiger Gerüchte soll bei der Familie Wood und Weasley bald Nachwuchs anstehen, was die plötzliche Verlobung erklären würde.

Wir hoffen bald näheres zu erfahren und berichten dann natürlich exklusive in ihrem Tagespropheten.

Ihre Rita Kimmkorn

Noch ehe Severus was sagen konnte, fing Sebastian an zu fragen.

„Mummy, wer ist Oliver und wer ist Ginny?"

„Oliver und Ginny sind mit mir zur Schule gegangen. Ginny und ich waren sehr gut befreundet", meinte seine Mutter kühl und schaute dabei in ihre Tasse.

„Oh ja", kam es von Severus und Sebastian schaute ihn fragend an.

„Deine Mutter hat mir damals den letzten Nerv gestohlen. Und so wie es heute aussieht, hat sich das nicht geändert."

Auf einmal sprang der Kleine auf und lief aus der Küche.

„Was hat er denn?", fragte Severus, bekam aber keine Antwort.

Wenige Minuten später, kam der Kleine mit einem Buch unterm Arm wieder zurück.

Sebastian hopste wieder auf den Stuhl und schlug das Buch auf.

Hermine schaute ihn verwundert an. Woher hatte er das Buch? Und was sucht er darin? Severus dachte fast das gleiche, nur wusste er, welches Buch das war. Das Jahrbuch, von dem Jahr, indem Hermine ihren Abschluss gemacht hatte.

Mit einem Mal drehte der Kleine das Buch etwas zu Severus und zeigte auf eins der Bilder.

Als Severus sich es genauer ansah, erkannte er das Bild sofort.

-tbc-

Und wie hat es euch gefallen? Ich will ganz viele Reviews haben!

glg Mia