Disclaimer: Alles gehört JKR.
THE SEVEN YEAR ITCH
Kapitel 6
"UND JOE BULSTRODE FÄNGT DEN SCHNATZ! SLYTHERIN GEWINNT!"
Lily gähnte. Sie war nicht sonderlich an Quidditch interessiert. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin.
„Ihr Idioten! Ihr verdammten Idioten! Hättet ihr nicht-"
„Dorcas, es ist gut jetzt!"
„Nichts ist gut!" heulte Dorcas. „Slytherin hat gewonnen! Sie haben uns besiegt!"
„Na ja, genau genommen ist es nicht so, dass Slytherin Gryffindor besiegt hat. Das Slytherin-Quidditchteam hat das Team der Gryffindors besiegt. Wenn es dir irgendwie hilft."
„Tut es nicht", sagte Dorcas düster. Lily nahm ihre Hand und zerrte sie aus ihrem Sitz.
„Komm schon. Ich hab' Hunger." Sie waren auf dem Weg zurück ins Schloss, als sie eine allzu bekannte Stimme hörten.
„...hast du gesehen, wie er fast von seinem Besen gefallen wäre? Dieser Fether taugt nichts im Quidditch. Er wollte letztes Jahr schon ins Quidditchteam, aber natürlich habe ich ihn nicht gelassen."
Lily drehte sich gereizt um. Natürlich war es James Potter, und bei ihm war sein bester Freund, Sirius Black.
„Laufen wir schneller!" murmelte Dorcas Lily zu. „Bevor Black mich wieder fragt, ob ich jetzt besser in Arithmantik bin."
Lily fing an zu lachen. In der vierten Klasse war Dorcas in Remus Lupin verliebt gewesen. Remus war sehr gut in Arithmantik gewesen, und so hatte Dorcas ihn gebeten, ihr Nachhilfe zu geben. Die beiden hatten sich sehr gut verstanden-bis Remus herausfand, dass Dorcas Arithmantik gar nicht gewählt hatte.
Unglückerlicherweise hörte Sirius ihr Lachen. Er kam zu ihnen hinüber und ließ einen sehr wütenden aussehenden James zurück.
„Hi Mädels!" sagte er und schenkte ihnen sein berühmtes Lächeln. „Wie läuft's mit Arithmantik, Dorcas?"
Dorcas murmelte leise: „Ich wusste es."
„Was willst du, Sirius?" fragte Lily. „Warum bist du nicht bei deinem Kumpel James?"
Sirius ignorierte die Frage. „Wie geht's deinem Freund? Adam, oder?"
„Woher weißt du von ihm?" fragte Lily mit blitzenden Augen.
„Jamesie-Schätzchen hat mir von ihm erzählt", sagte Sirius und zeigte mit seinem Daumen über die Schulter auf James. Lily runzelte die Augenbrauen. Bevor sie jedoch etwas sagen konnte, lächelte Sirius sie an und sagte: „Tja, ich muss jetzt gehen. Bis dann, Lily. Und Dorcas, ich kenne ein gutes Buch über Arithmantik. Sag Bescheid, wenn du interessiert bist."
Er drehte sich um und schlenderte zurück zu James.
„Warum", flüsterte Lily Dorcas zu, die aussah als wäre sie bereit, Black einen Unverzeihlichen auf den Hals zu jagen, „warum zum Teufel hat Potter Black erzählt, dass ich einen Freund habe."
„Vielleicht wollte der Arsch dich nur ärgern", antwortete Dorcas. „Passt zu ihm. Scheißkerl."
„Aber er wusste Adams Name!"
Dorcas zuckte mit den Achseln. Dann hellte ihr Gesicht sich auf.
„Wenn du willst, kann ich ihn mit Crucio foltern, bis er es verrät!"
Lily schüttelte seufzend den Kopf.
XXX
Abens lief Lily runter zur Großen Halle, wo sie Adam treffen wollte. Auf dem Weg sah sie einen großen Mann mit langen, schwarzen Haaren die Treppe runter spazieren.
„Hey! Black!" rief sie. Er drehte sich um. Als er sie sah, grinste er.
„Hey, Lily," sagte er.
„Black," sagte sie, „warum hat Potter dir von meinem Freund erzählt?"
Black lachte bellend.
„Oh, Lily-Blümchen", sagte er. „Du hättest ihn hören müssen. Es war wirklich lustig."
„Was?"
Sirius lachte wieder, dann imitierte er eine aufgeregte, wütende Stimme. „Was zum Teufel denkt sie, was sie da tut! Mit diesem Blume herumzuknutschen! Sie ist-"
„Sirius. Du hast etwas vergessen", sagte eine laute Stimme hinter ihnen. Es war James.
„Danke, Mann", sagte James und nahm seine Jacke aus James' Händen.
„Tschüss", sagte Lily hastig und lief so schnell wie möglich weg. Potter hatte einen mörderischen Ausdruck auf seinem Gesicht, und sie hatte keine Lust, seine Hände um ihren Hals zu fühlen.
XXX
„Was zum Teufel hast du ihr erzählt?" zischte James und funkelte seinen besten Freund wütend an.
„Was du gesagt hast", sagte Sirius grinsend.
„Warum?" schrie James.
„Komm schon, James. Es ist ja nicht so, als ob du aufgeregt warst, weil du sie magst!" sagte Sirius, und der Sarkasmus tropfte nur so aus seiner Stimme. James jedoch bemerkte es nicht.
„Ja", sagte er mit einem falschen Lachen. „Ich war nur überrascht, dass es überhaupt einen Jungen gibt, der sie mag. Ich würde sie nicht mal anfassen, wenn mein Leben davon abhängen würde!"
„Natürlich nicht, James", sagte Sirius. Wieder einmal fragte er sich, wie James den Sarkasmus nicht bemerken konnte. Manche Menschen waren so ignorant.
„Ich meine, guck sie doch mal an. Wie könnte ich so einen Karottenkopf wie sie mögen? Dieser Blume hat einen richtig schlechten Geschmack."
„Ja, klar", lächelte Sirius. So wie du, oder was? fügte er in Gedanken hinzu.
XXX
Wochen vergangen. Adam bekam mehrere Strafarbeiten von Potter, einmal weil sein Füller in Verteidigung hinuntergefallen war.
„Es ist krank!" rief Lily, als sie an einem Nachmittag im November in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors stürmte. „Wann wird er aufhören, mir und Adam für nichts und wieder nichts Nachsitzen aufzubrummen?"
„Wenn du von der Schule gehst", antwortete Dorcas und warf ihre Bücher in ihre Tasche.
„Wisst ihr, was komisch ist?" sagte Lily, als sie sich hinsetzte.
„Was?" fragten Dorcas und Julie.
„Er gibt nur mir und Adam Strafarbeiten. Er hat noch nie eine von euch bestraft. Ich meine, als er angefangen hat, Adam Strafarbeiten zu geben, dachte ich, es wäre weil er mein Freund ist. Aber ihr beiden seid meine engsten Freunde und euch hat er noch nie was getan!"
Dorcas sah Lily an und kaute auf ihrer Unterlippe. Julie runzelte sie Stirn.
„Aber vielleicht", sagte sie nach ein paar Sekunden, „möchte er euch beide nur davon abhalten, Zeit miteinander zu verbringen. Vielleicht denkt er, dass dich das am meisten ärgern wird."
„Vielleicht", sagte Lily achselzuckend.
„Oder aber..." murmelte Dorcas leise. „Lily, was hat Sirius dir erzählt? Das, was Potter gesagt hat?"
„Was ich denke, was ich da tue, wenn ich mit Adam rumknutsche. Warum?"
Dorcas dachte für ein paar Sekunden nach, dann schüttelte sie den Kopf. „Ach, nichts."
XXX
Weihnachten rückte immer näher. Draußen wurde es eisig kalt und es schneite. Lily und Benjy mussten die jüngeren Schüler von Schneeballschlachten abhalten.
„Warum, Benjy, warum?" zischte Lily. „Es ist so unnötig! Spätestens morgen werden sie es wieder tun!"
Benjy zuckte mit den Achseln. „McGonagall kriegt 'nen Anfall, wenn wir unsere Pflichten nicht einhalten."
„Fährst du an Weihnachten nach Hause?" wechselte Lily das Thema.
„Ja. Du?"
„Ja, obwohl ich mir wünschte, dass es nicht so wäre", antwortete Lily hoffnungslos. Benjy lächelte mitleidig. Lily seufzte und sie machten sich auf den Weg zu ihrer Zauberkunststunde.
A/N: Wie geht es mit James und Lily weiter? Warum will Lily nicht nach Hause? Alles im nächsten Kapitel, hehe.
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