Ichigo Kurosaki stand auf der Terrasse eines Strandhauses und sah hinüber zu den Lichtern Tokios und den dunklen Wolken die über der Stadt hingen.
„Hallo Sohn! Ich wollte nur nachfragen ob alles in Ordnung bei euch ist?"
„Oh, ja... alles ist in Ordnung!" sagte Kazui. „Nur der Strom ist ausgefallen."
„Oh, bestimmt wegen dem Sturm? Ich kann ihn sehen... sieht so aus als ob es zu uns rüberzieht." sagte Ichigo nachdem er wieder gen Himmel geschaut hatte. Der Sturm kam näher und näher.
„Masaki ist hier! Willst du Hallo sagen?" fragte Kazui und reichte das Telefon seiner Cousine.
„Hallo, Onkel Ichigo!"
„Masaki, Hallo!" sagte Ichigo erheitert. „Hey, wie geht es dir? Was machst du den bei uns? Wir haben nicht mit dir gerechnet!"
„Oh, ich, Mayuri und Keigo haben Kazuis Filmparty gecrasht und jetzt..." sagte Masaki bevor Kazui ihr sofort wieder das Telefon entriss um zu verhindern das sie sie platzen lässt.
„PARTY!?" schrie Ichigo wütend.
„NEIN NEIN... Keine Party! Masaki übertreibt. Hier sind nur ich, Yupa und Ichika! Ich feiere doch keine Party hier. Wie soll das gehen ohne Strom?" jammerte Kazui. „Nein, hier ist alles in bester Ordnung!"
„Mayuri und Keigo sind auch bei euch?" fragte Ichigo. „Keigos Mutter ist auch so eine... lässt ihren Sohn bei uns wann immer sie will. Und Mayuri... seine Mutter sagte doch das er seinen Vater besucht?"
„Sie sind hier bei uns!" sagte Kazui und sah zu den Jungs auf der Couch. Er konnte hören wie sein Vater genervt seufzte.
„Okay... also ich wollte nur sichergehen das alles gut ist. Habt noch einen schönen Abend!"
„Danke, euch auch. Ciao..." sagte Kazui und legte auf. „Das war knapp... Ich bin so froh das die jetzt nicht hier sind..."
Kazuis Eltern befanden sich gerade 80 Kilometer südlich von Karakura und Tokio auf der Miura-Halbinsel. Einige Tage zuvor hatte Orihime aus heiterem Himmel verkündet, das Kojima sie in das Strandhaus seiner Familie dort eingeladen hat. Und Ichigo meinte es wäre eine tolle Idee für ein paar Tage an die Küste zu fahren um mal abzuschalten. Kazui wäre ja alt genug um auf sich selbst für drei Tage aufzupassen. Aber dieser 'Urlaub' war in Wirklichkeit kein richtiger Urlaub. Es war mehr als Ausrede für Kazui gedacht damit dieser nicht zu viele Fragen stellt. Den sie waren aus einem bestimmten Grund hier. Um etwas zu tun, das sie ihrem Sohn strengstens verboten hatten. Und auch den anderen Kindern: Sich diesen Gottverdammten 'Shinigami-Film'. Nicht wissend das diese den gleichen Plan hatten und sich den Film heimlich ansehen wollten während sich die Erwachsenen ihn heimlich ansehen.
Jetzt waren sie hier zusammen gekommen. Ichigo, Orihime, Tatsuki, Chad, Mizuiro, Michiru und aus der Soul-Society Rukia, Renji, Keigo, Karin, Yuzu und Isshin waren heute Abend hier zusammengekommen, weil keiner von ihnen in der Lage war es weiterhin zu leugnen: Es gab einen Kinofilm über sie! Und nachdem sie mit der Tatsache konfrontiert wurden das eine Fortsetzung angekündigt wurde und der Film wirklich überall war (sogar in der Soul-Society, wo er sich einer sehr großen Beliebtheit unter den Shinigami erfreute)... gaben sie schlussendlich zu das sie ihn sich ansehen mussten. Wenigstens um sicherzugehen das die Drehbuchautorin (die Nachrichtensprecherin die sie damals öffentlich bloßgestellt hatte, aber hier ein Pseudonym verwendete) sie nicht schon wieder enttarnt. Genauer betrachtet, war es falsch Makoto die volle Schuld an dem ganzen Chaos zu geben. Schließlich kannten sie ja bereits die ganze Geschichte. Und hätte Mizuho es nicht ihr geschickt, hätte es auch jeder andere Veröffentlicht.
So saßen sie nun hier zusammen. Alles war vorbereitet. Sie hatten Popcorn, Chips, Kekse und Getränke. Ichigo kam zurück und jetzt saßen alle zusammen um die Blue-Ray-Disk mit dem Film. Keiner wagte es die Box zu öffnen...
Der einzige der gut gelaunt zu sein schien war Keigo, der gerade mit einem Tablett voller Gläser aus der Küche kam.
„GAZPACHO!" rief er und servierte den Drink, der damals Yuzu umgebracht hatte, seinen Freunden. Diesmal war die Suppe Drogen-frei.
Jeder nahm sich ein Glas und lächelte. Dann sah Ichigo wieder zu der Disk auf dem Boden. Er atmete noch einmal tief durch und hob die Schachtel auf.
„Keigo... du bist der Filmindustie-Experte in dieser Gruppe! Also was kannst du uns darüber sagen?"
Keigo, der als einziger nicht in einem Gigai steckte musste lächeln: „Aww... Bitte sag das noch einmal! Das hört sich so gut an..."
Ichigo seufzte: „Keigo... du bist der Filmindustrie-Experte in dieser Gruppe! Und ich brauche dich damit du uns etwas über die Leute sagst die an diesem Film gearbeitet haben!"
Keigo wurde ganz rot und fing wieder an zu lächeln: „Bitte, noch ein mal..."
„Awww... jetzt mach schon! Du übertreibst wieder mal..." maulte Tatsuki und hob die Hand um Keigo eine zu knallen. Doch Keigo hatte sie nicht einmal angesehen, da hob er seinen Arm und blockte ihren Angriff ab und schob ihre Hand davon.
„Netter versuch! Aber ich habe mich nach meinem Tod weiterentwickelt!" sagte Keigo mit einem schon fast boshaften lächeln. Keigo war bekannt dafür nicht der stärkste Shinigami zu sein. Dafür aber einer der schnellsten.
Tatsuki wurde rot. „Ich komme mit jedem mal immer näher!"
„Beruhigt euch jetzt mal... und zwar ihr beide!" forderte Ichigo und reichte Keigo die Schachtel. „Also, erzähl uns etwas über diese Leute.
Keigo nahm die Schachtel an sich und fing an zu lesen: „Warum bist du dir so sicher das es in diesem Film um dich geht, Ichigo? Ich meine... nur weil dieser Film von einem Oberschüler mit einer hellen Haarfarbe und der Fähigkeit Geister zu sehen handelt, der einst den Mord an seiner Mutter mit angesehen hat der Shinigami-Kräfte von einer weiblichen Shinigami, die plötzlich in seinem Zimmer auftaucht, erhält um seine Familie zu beschützen als diese..."
„Hey, hast du den Film etwa schon gesehen?" fragte Ichigo erschrocken.
„Nein! Das steht hinten in der Filmbeschreibung!" sagte Keigo und wies auf den Text auf der Rückseite. „Also diese Namen... sehen schon ganz interessant aus. Der Ausführende-Produzent ist der gleiche wie von einem Film für den ich mal vor-gesprochen habe. Der Schnitttechniker war mal bei Tokyo-One. Ich erinnere mich an ihn. Sehr ehrgeiziger Typ. Und der Regisseur... Wow... Den kenne ich persönlich! Er war mal Assistent am Set von 'Kriminallabor-Tokio'. Sehr ehrgeizig und erfolgsorientiert. Ich freue mich wirklich für ihn das er mit dem Film so einen großen Erfolg hat. Denn haben alle am Set wirklich unterschätzt... Also, alles in allem... eine sehr gute Filmcrew..."
Keigo gab die Schachtel wieder an Ichigo, der schon wieder einmal tief Luft holte und sie öffnete um die Disk herauszunehmen und in den Player zu schieben. Vielleicht wird es ja nicht ganz so schlimm wie er denkt. Das Einspielergebnis zeigte das es ein guter Film sein musste. Und falls sie den Film für in Ordnung halten, würden sie es auch den Kindern erlauben sich ihn anzusehen. Aber zu wissen das jemand einen Film über ihr Leben gedreht hatte, fühlte sich sehr komisch an. Mit zitternden Händen, legte Ichigo die Disk in den Player und zusammen sahen sie sich die Trailer an bevor das Hauptmenü erschien.
„Eure Kinder sind übrigens gerade bei uns!" sagte Ichigo zu Keigo, Karin und Michiru.
„Aber ich dachte Junior verbringt die Woche mit seiner Mutter?" sagte Keigo und schüttelte den Kopf. Nach seinem Tod und der Rückkehr seiner Erinnerungen, hatten sie es irgendwie geschafft das Akira zumindest einen Teil seines Vermögens erbt, damit sie für den Jungen sorgen konnte während er in der Soul Society ist. Natürlich hatten er und die Kurosakis stehts aufgepasst das sie niemals etwas über sein Fullbring herausfindet. „Manchmal habe ich das Gefühl der Junge bekommt sie nie zu Gesicht?"
„Und ich dachte das Mayuri seinen Vater übers Wochenende besucht?" fragte Michiru. Über die Jahre hatte sie sich mit der Tatsache abgefunden das ihr Sohn ein 'Aushilfsshinigami' war. Aber manchmal sehnte sie sich danach das der Junge ein normaler Mensch war.
„Masaki auch?" fragte Karin ebenfalls. Sie war jetzt seit 10 Jahren mit Toshiro Hitsugaya, dem Kommandanten der 10. Kompanie, verheiratet. Nachdem ihr Vater sie praktisch 'gezwungen' hatte als alle herausfanden das sie Schwanger war. „Toshiro hat gesagt er würde sie auf eine Trainings-Mission mitnehmen. Wie kommt sie den zu euch?"
„Nun, jetzt hocken sie zusammen mit Kazui, Ichika und Yupa in unserem Haus und treiben ohne Strom weiß der Teufel was."
„Und was treiben sie?" fragte Karin.
„Wer weiß... aber glücklicherweise können sie ohne Strom sich den Film nicht ansehen..." dachte Ichigo laut. „Falls der Junge wirklich eine Party schmeißt werden wir das schon herausfinden..."
„Jetzt wo wir über 'Filme ansehen' reden..." fing Rukia an und sie und Renji beugten sich näher zu Ichigo. „Da ist etwas was wir dich fragen müssen! Was weißt du über das Gerücht das unsere Tochter mit dem besten Freund deines Sohnes...?"
„Sschhhh... ruhig jetzt. Der Film fängt an..." sagte Orihime und wies auf den Bildschirm wo das Hauptmenü erschien.
Wieder einmal, atmete Ichigo tief durch, schloss die Augen und drückte auf den Enter-Knopf der Fernbedienung um den Film zu starten. „Okay Leute... jetzt kommts..."
Genau in diesem Moment, zuckte ein Greller Blitzt über den dunklen Abendhimmel und die Lichter gingen aus...
„BITTE SAGT MIR DAS DAS NICHT WAHR IST..." schrie Ichigo wütend als er begriff das der Strom jetzt auch noch bei ihnen ausgefallen war...
In Karakura waren Kazuis Hände immer noch am zittern...
„Weißt du, etwas stimmt nicht mit dem 'Urlaub' unserer Eltern?" sagte Kazui. „Ich habe das Gefühl das sie uns etwas verheimlichen."
„Würdest du bitte mit der Geschichte fortfahren!" beschwerte sich Keigo junior.
„Bitte, das ist nicht so leicht wie du denkst!" sagte Kazui und wurde blass. Einen Moment später kam Yupa zurück in den Raum. Den Arm voll mit Süßigkeiten, die er mühsam zusammengekratzt hatte und mit einem Schokoriegel im Mund. „Yupa, wie geht es dir?"
Kazui wusste das sein Freund ein 'Stressesser' war. Aber Zucker half bei ihm immer am besten wenn es darum ging sich zu beruhigen.
„Besser!" maulte Yupa und bot Ichika einen seiner Schokoriegel an. „Und? Habt ihr ihnen schon erzählt wie es passiert ist?"
„Sie haben uns gerade von dem Toiletten-Vorfall erzählt!" sagte Mayuri.
„Aww... das war so furchtbar." sagte Yupa aufgeregt und nahm einen weiteren Biss von seinem Riegel während er sein Gesicht hinter seinen Händen versteckte.
„Ich habe mich schon so oft dafür entschuldigt. Aber du musst doch zugeben das es für einen kurzen Moment wirklich so aussah als ob es deine Schuld war." sagte Kazui was Yupa mit einem Nicken bejahte. Sein Freund hatte ja recht.
„Jetzt macht schon! Langsam wird die Geschichte spannend. Seit fünf Kapiteln müssen wir uns anhören wie es angefangen hat. Jetzt wollen wir wissen was während der Ausstrahlung passiert ist." sagte Keigo junior.
Kazui, Ichika und Yupa sahen einander verwirrt an: „Kapitel?"
10 Jahre zuvor...
Kazui war nicht in der Lage sich zu bewegen oder zu handeln. Er war einfach viel zu sehr geschockt als das er irgendetwas tun könnte. Da waren seine Lehrer die auf dem Boden des Jungsklos lagen, sein Körper in der Kabine und seine ganze Klasse die um diesen herumstand und ihn anstarrte wie eine Jahrmarktsattraktion.
Kazui sah seinen Freund an, der immer noch den Erinnerungs-Austauscher in seiner rechten Hand hielt und ihn mit einer Mischung aus Horror und Schock ansah.
„Yupa, was hasst du getan?"
„Ich... Gar nichts! Ich schwöre!" sagte Yupa und wies vorsichtig auf ihre Klassenkameraden die sie umstellt hatten und sie anstarrten. „Kumora-sensei ging aus dem Raum und dann hat sie geschrien und dann und dann...
„Oh mein Gott... Kurosaki hat Kumora-senseis und Nagasaki-senseis Seelen gegessen!" schrie ein Mädchen und wies auf die beiden schlafenden Lehrer.
„Nein...! NEIN, ich habe ihre Seelen nicht gegessen!" schrie Kazui. Was sinnlos war, da ja keiner außer Yupa ihn sehen konnte.
„Die... schlafen nur." sagte Yupa mit einem breiten unschuldigen lächeln. „Kazui hat doch von keinem die Seele gegessen. Wieso? Er ist doch kein Seelen-Esser oder so was in der Art."
Einer ihrer Klassenkameraden hob sein Smartphone um ihnen ein Foto zu zeigen das gerade im Fernsehen zu sehen war. „Im Fernsehen sagen sie das er ein Shinigami ist! Und das er uns sein Vater Seelen essen. Und seine Mutter ist eine Hexe!"
„HEY! Wie kannst du es wagen meine Mama eine Hexe zu nennen?" schrie Kazui wütend.
Als Kazui schrie, konnten seine Mitschüler den spirituellen Druck spüren. Viele von ihnen erschauderten. Andere wurden panisch. Das war der Moment als Kazui merkte das er und Yupa redeten während er immer noch in Shinigami-Form war und das jeder sehen konnte wie Yupa mit einem Unsichtbaren unterhielt. Voller furcht stürmte Kazui zu seinem Körper während Yupa sich nicht anders zu wissen wusste als den Erinnerungs-Austauscher auf die höchste Stufe einzustellen und den lilafarbenen Dunst auf seine Klassenkameraden zu schießen. Während die ganze Klasse ohnmächtig wurde, hatten Kazui und sein Freund etwas mehr Zeit zum streiten...
„Yupa, was ist hier passiert?"
„Ich weiß es nicht! Nachdem du weg warst, hat Nagasaki-sensei Kumora-sensei abgeholt und ist mit ihr hierher gekommen..." verteidigte sich Yupa bis er sah das die beiden Lehrer plötzlich wieder zu Bewusstsein kamen. „RENN!"
Zusammen rannten die beiden Jungs aus dem Jungsklo und versteckten sich in der nahen Abstellkammer des Hausmeisters...
Gegenwart...
„Nun, das hat die Erinnerungen unserer Klassenkameraden und dieser zwei Lehrer verändert. Aber das war nur ein Tropfen auf den heißen Stein!" erklärte Kazui traurig.
10 Jahre zuvor...
Nachdem er seine Frau schreien gehört hatte, rannte Ichigo ins Wohnzimmer. Er fand Orihime, in der Mitte des Raumes stehend und mit Tränen die ihr wie Wasserfälle das Gesicht runter rannten. Sie atmete schwer und war kreidebleich im Gesicht. Ängstlich drehte sie sich zu Ichigo und wies auf den Fernseher.
„Ichigo, sieh nur!"
Ichigo drehte sich zum Fernseher um um sich selbst in seiner Shinigami-Form zu sehen. Und die Untertitel beschrieben auch noch seine Fähigkeiten.
„Hey, was geht hier vor?" fragte Isshin als er auch den Raum betrat. „Warum habt ihr den so geschriee... ieee... eeeeeeaaaahhhh..."
Isshin musste auch aufschreien, als er ein Foto von sich selbst im Fernsehen sah mit Untertiteln die erklärten das er vor dem Jahr 1982 gar nicht existiert hatte...
Im Behandlungsraum hatte sich Michiru Ogawa etwas beruhigt. Die Schmerzmittel schlugen an und sie hatte wenigstens aufgehört zu weinen. Sie war nun völlig ruhig. Aber sie hatte ja auch keine Ahnung das sie sich im Epizentrum einer unvorstellbaren Katastrophe befand. Sie starrte nur ihre verbrannte Hand an und fragte sich wie viele Operationen sie wohl über sich ergehen lassen musste. Aber trotz allem war sie überrascht das Orihime etwas über eine Hexe geschrien hatte...
Im Wohnzimmer sahen Ichigo, Orihime und Isshin weiterhin den Report der viele weitere Geheimnisse offenbarte. Ichigos Shinigami-Kräfte, einige von Orihimes Kräften und sogar Isshins wahres Alter...
„Vierhundert-sechsundneunzig?! Das ist nicht war! Ich bin erst Vierhundert-neunundsechzig Jahre alt. Wie kann diese Frau es wagen mich älter zu machen..."
„Dein Alter ist jetzt nicht wichtig!" schimpfte Ichigo. „Kapierst du nicht was hier vor sich geht? Unser Familiengeheimnis wird gerade Live im Fernsehen ausgeplaudert! LIVE!"
„Sie nennen mich eine Hexe!" sagte Orihime und fing an wieder zu weinen. „Ichigo das ist nicht wahr... Ich bin keine Hexe! Okay, ich habe heilende Kräfte und die Fähigkeit Schutzschilder zu bilden und... OH MEIN GOTT... Ich bin eine Hexe!"
„Ganz ruhig, Orihime! Glaubst du das irgendjemand das glaubt?" fragte Isshin.
Vor dem Haus, kamen bereits die ersten Leute an...
„Das ist viel zu lächerlich um wahr zu sein!" sagte eine Frau zu ihrem Ehemann.
„Hast du dich nie gefragt warum Kurosaki nicht wirklich altert?" sagte ein Mann zu einem Freund.
„Ob das wohl so eine Art Werbegag ist?" sagte eine andere Frau zu einer Freundin.
„Das ist eine Klinik... Leute sterben da drin? Es wäre genug Nahrung für sie?"
Im inneren fing Michiru Ogawa an sich zu langweilen. Sie hatte ihr Smartphone zu Hause vergessen und so hatte sie keine Ahnung was um sie herum gerade geschah. Genau wie Keigo, der im dunklen Studio hinter seinem Mikrofon stand und seine Szenen synchronisierte. Hätte Keigo gewusst was vor sich ging, wäre er sofort ins andere Studio gestürmt und hätte die Übertragung unterbrochen. Aber weder er, noch sonst jemand im Raum wusste das der Rest des Gebäudes gebannt den eigenen Sender ansah...
Da alle Telefone im Haus am läuten waren, waren weder Tatuski noch Chad oder Mizuiro in der Lage sie zu warnen. Verzweifelt versuchten sie sie anzurufen. Aber sie kamen einfach nicht durch. Stattdessen fingen ihre eigenen Telefone an zu klingeln weil die Leute wissen wollten ob es wahr war was im Fernsehen über sie gesagt wurde...
„Wir müssen sofort Ichigo warnen!" sagte Mizuiro.
„Und wenn er es inzwischen weiß?" fragte Tatuski und drehte sich zu Chad. „Chad... von uns, bist du derjenige der in dem ganzen Shinigami-Kram am stärksten involviert bist. Was glaubst du sind die Konsequenzen?"
Chad antwortete nicht. Aber in seinem Gesicht konnten beide sehen das sich seine typische Coolness langsam zu blankem entsetzen wandelte. Chad ging an ihnen vorbei, verließ die Gasse, trat auf die Straße und hob die Arme.
„TAXI!" schrie Chad.
Ein Taxi musste sehr hart bremsen um nicht in Chad hineinzukrachen. Chad öffnete die hintere Tür und verlangte von seinen Freunden das sie einsteigen um zur Kurosaki-Klinik zu fahren...
Genau dort, liefen Ichigo, Orihime und Isshin im Wohnzimmer immer im Kreis und Diskutierten.
„Okay... keine Panik! Ich bin mir ziemlich sicher das das niemand glauben wird. Die haben keine Beweise." sagte Ichigo.
„Und was wenn nicht? Ich weiß nicht wie ich einen brennenden Scheiterhaufen überleben soll!" sagte Orihime leicht panisch.
„Niemand verbrennt dich auf dem Scheiterhaufen! Aber was können wir tun? Natürlich werden wir alles leugnen, falls uns jemand darauf anspricht!" sagte Ichigo.
„JA... Und wir verklagen den Sender wegen Verleumdung! Das müssen wir, um glaubwürdig zu bleiben und so..." meinte Isshin. „Wir brauchen einen Anwalt!"
„Klar, ich meine... was kann schon passieren?" fügte Ichigo hinzu. „Ich meine, die haben doch keine Beweise... Wir werden behaupten das all diese Fotos gephotoshopt sind."
„Und wie willst du das Shihakushou erklären?" fragte Isshin.
„Aww... ich werde einfach behaupten das ich auf einer Kostümparty war." sagte Ichigo während ihm das eigenartige Gefühl überkam das jemand sie beobachtete.
„Eine Kostümparty? Glaubst du das die Leute dir abkaufen werden das du auf Partys gehst?" fragte Isshin.
„Hast du eine bessere Idee... außerdem sollten wir jetzt langsam nach vorne gehen. Weil ich spüren kann das dort Leute vor dem Haus sind. Hört ihr das?"
Orihime und Isshin konnten plötzlich auch die Leute vor dem Haus spüren und hören. Orihime rannte panisch die Treppe hoch um zu packen. Isshin prüfte ob seine Haare ordentlich saßen, zog seinen Doktorkittel gerade und atmete tief durch. Ichigo tat es ihm gleich und zusammen gingen sie zurück nach vorne um die etwa 16 Personen vor dem Haus zu treffen die eine wilde Diskussion über Wahrheit und Lüge hielten...
„Entschuldigung! Gibt es hier ein Problem?" rief Isshin und die Gruppe wurde sofort still. Sofort wurde wild angefangen herumzumummeln und zu tuscheln. Weder Ichigo, noch sein Vater waren in der Lage die Fragen der Leute mit diesen schüchternen Stimmen zu erkennen.
„Einer nach dem anderen bitte!"
„Geht es um den Bericht der gerade im Fernsehen läuft?" fragte Ichigo direkt. Drei Personen nickten. Der Rest blieb stumm. „Wir können ihnen zusichern, das alles was sie glauben in diesem Bericht gesehen zu haben frei Erfunden ist!"
„Beweisen Sie es!" rief ein Mann.
„Ach, bitte das ist doch lächerlich!" rief Ichigo zurück. „Sehe ich für sie wie ein Shinigami aus? Haben Sie schon einmal einen gesehen um sicher zu sein das ich einer bin?"
Die Gruppe schien es zu schlucken. Ichigos Rede machte Sinn. Sofort beruhigten sich die Leute...
Einige Blocks entfernt, raste das Taxi mit Chad, Tatsuki und Mizuiro durch die Nachbarschaft...
„SCHNELLER! DAS IST EIN NOTFALL!" schrie Tatsuki den Fahrer an.
„Beruhigen Sie sich doch... wir sind gleich da..." sagte der Fahrer. Er hatte schon etwas Schiss vor Tatsuki.
Vor der Klinik kamen Karin und Yuzu von ihrer Debatte im Park zurück und waren überrascht über vielen Leute vor der Klinik.
„Ist etwas passiert?" fragte Yuzu. Die Schwestern waren sich der Situation noch nicht bewusst.
„Nichts! Die Leute hier wollten gerade nach Hause gehen. Weil wir ja bereits erwähnten das der ganze Bericht nichts weiter ist als ein Märchen!" sagte Isshin.
„Genau, richtig!" sagte Ichigo und öffnete die Tür um Karin und Yuzu reinzulassen. „Yuzu, würdest du bitte nach der Patientin in Raum Zwei schauen. Und Karin, könntest du bitte oben nach Orihime schauen. Ich glaube ihr ist etwas unwohl!"
Die Schwestern konnten hören das irgendetwas passiert sein musste. Weil ihr Bruder und Vater mit diesen 'Stimmen' sprachen. Isshin drehte sich wieder zu den Leuten, die sich langsam beruhigt hatten. Zwei weitere Personen erreichten den Schauplatz und fingen an das ganze zu filmen.
„Und nun würden wir es sehr begrüßen wenn Sie die Straße freimachen würden. Wir haben eine Patientin da die dringend ins Hauptkrankenhaus gebracht werden muss..." sagte Isshin ruhig.
Ein bisschen zu ruhig, für die Leute die wussten das Isshin Kurosaki eher ein lautes Trampeltier war. Aber die Leute schienen es trotzdem zu glauben.
„Ehm... Tut uns schrecklich leid..." sagte ein Mann und verbeugte sich.
„Es ist okay. Ich habe Verständnis dafür!" sagte Isshin. „Und nun, wie bereits gesagt: Wir haben eine Patientin um die wir uns kümmern müssen..."
Nur Sekunden später hielt das Taxi vor dem Haus und ihre Freunde stiegen aus. Natürlich waren diese über die Anwesenheit von so vielen Fremden erschrocken.
„Ahh... Die Verwandten!" sagte Isshin mit einem unschuldigen Lächeln und öffnete die Tür für Ichigos Freunde. „Kommen Sie rein! Ihre Tochter wartet schon auf sie!"
„Tochter?" fragte Mizuiro verwirrt.
Isshin scheuchte sie rein um zu verhindern das einer von ihnen sie auffliegen lässt...
In ihrer Schule hatten sich Kazui und Yupa mittlerweile in der Besenkammer versteckt und lauschten dem Feueralarm, der von einem anderen Lehrer aktiviert wurde als er die Rauchwolke des Erinnerungs-Austauschers sah...
„Mein Vater wird mich umbringen!" murmelte Kazui kleinlaut während Yupa vor ihm beschämt den Kopf senkte.
Bitte um Review.
