Ich wiederhole zu Anfang des Kapitels meine Warnung vor expliziten Szenen und meine Bitte um Reviews. Es wäre wundervoll nicht nur die Statistiken mit den Klickzahlen zu sehen, sondern auch die Meinungen der Personen hinter dem Bildschirm zu hören. Bisher habe ich keinen Korrekturleser, daher bitte ich um Nachsicht bei kleineren Fehlern.
Bei mir ist die Klausurenphase an der Universität in vollem Gange und dieser lange Text ist das Ergebnis. Prokrastination kenne ich nicht...
„Seit wann beehrst du uns beim Essen, Granger?", stichelte Draco und schob sanft Hermine und Ginny auseinander, um sich zwischen die Beiden setzen zu können, „Und was verziehst du das Gesicht, Ginevra, passen dir die Quidditchtrainingszeiten nicht?"
„Nur weil du als erster bei Madame Hooch warst, heißt das nicht, dass du das gesamte Wochenende das Feld blocken darfst, Malfoy.", Ginnys Augen verengten sich zu Schlitzen und Harry legte beruhigend seine Hand auf dem Tisch auf ihre.
„Das Team der Slytherins hat wirklich viele Neubewerbungen und irgendwann muss ich das Casting für die Mannschaft abhalten.", Draco zuckte gespielt entschuldigend mit den Schultern, aber er sah nicht reumütig dabei aus.
Hermine warf einen Blick zum Lehrertisch auf Professor McGonnagal und fand sie in einer hitzigen Diskussion mit Professor Snape wieder. Zwischen den beiden saß Flitwick, machte sich noch kleiner als er ohnehin schon war und versuchte in seinem Stuhl zu verschwinden. Professor Snape drehte sich leicht in die Richtung der Schüler und warf einen raschen Blick in die Menge, bevor er mit einer Hand eine ausladende Geste in die Richtung von Hermine und ihren Freunden machte und missbilligend die Mundwinkel herunterzog. Die Gestik und Mimik sagten eindeutig „Schau, die Schüler können ihre Auseinandersetzungen auch allein regeln."
Draco legte Ginny kumpelhaft einen Arm um die Schulter und grinste harmlos: „Bitte sei gnädig und verwandle mich nicht beim Abendessen in ein Frettchen. Diese Erfahrung soll einmalig bleiben."
Hermine hörte Ginny neben sich laut losprusten und sah wie Professor McGonnagals Wut verpuffte. Ruhig drehte sich ihre Hauslehrerin zu Professor Snape und zuckte resignierend mit den Schultern.
Professor Snapes Mundwinkel hoben sich wieder und er nickte Malfoy knapp zu, bevor sein Blick über Ron zu Hermine weiterglitt.
Das war ein ausgeklügelter und eiskalter Plan um das Training zu sabotieren und Ginny wusste noch nicht einmal, dass sie gerade benutzt worden war. Hermine könnte wütend sein, aber das Spiel der beiden war bewundernswert getimed und wirklich interessiert war Hermine an Quidditch auch nicht. Ginny würde schon dafür sorgen, dass dem Gryffindorteam Zeiten auf dem Feld zugeteilt werden.
„Nicht fair.", zischte Hermine leise Draco zu. Die Augen von Professor Snape brannten auf ihrer Haut. Hermine hob den Blick und ihr Puls fing an zu rasen. Schwarze Augen blickten in ihre und sie fühlte sich nackt und ausgeliefert.
„Fast als könnte Snape Gedanken lesen.", flüsterte Draco feixend und genoss seinen Sieg.
Hermine erschrak und senkte schnell den Kopf. Professor Snape war ein begnadete Legilimentiker. Sobald Blickkontakt bestand, brauchte er lediglich einen Zauberspruch und würde ihre Gedanken durchsuchen können. Unwirsch schüttelte sie den Kopf. Weshalb sollte er das tun?
Das Blut schoss ihr in die Wangen, als sie an den gestrigen Abend zurückdachte. An ihre Finger, die zwischen ihre Beine wanderten.
Hermine schob den Teller mit ihrem Essen von sich.
„Kein Hunger mehr?", Draco zog eine Augenbraue hoch.
„Daran bin ich schuld.", Ginny hob die Hand und lächelte unschuldig, „Zuviel Schokolade heute Nachmittag."
„Frauengespräche.", Harry warf Draco einen bedeutungsschweren Blick zu.
Das stimmte leider nicht. Anstatt mit Ginny über ihre Probleme mit Ron oder ihre seltsamen Gedanken bezüglich ihres Lehrers zu reden, hatten die beiden sich eine Stunde lang mit Süßigkeiten vor den Kamin gekuschelt und darüber sinniert, wie Fred am Besten zu George in die Winkelgasse reisen konnte. Flohpulver und Portschlüssel hatten sie von Anfang an ausgeschlossen- das würde das Plasma der Geistergestalt nicht aushalten und da niemand wusste, was mit Geistern geschieht, wenn sich ihr Plasma zersetzt, waren die Ambitionen Fred als Versuchsobjekt durch das Flohnetzwerk zu schicken gering. Helena Ravenclaw und der Blutig Baron waren der „lebendige" Beweis dafür, dass Geister nicht an ihrem Todesort gebunden waren.
Zwar war Fred dabei eine unheilvolle Freundschaft mit Peeves dem Poltergeist einzugehen und er hatte tierischen Spaß daran mit hoher Geschwindigkeit durch die Erstklässler hindurchzufliegen, aber von George getrennt zu sein, war auf die Dauer keine Option.
Hermine war sich sicher, dass es auch für Professor McGonnagals Gesundheit von einiger Bedeutung war Fred noch vor Halloween aus Hogwarts zu verbannen.
Bisher war der Fahrende Ritter die erfolgsversprechendste Option eines Geistertransportes.
Zur Zeit lebte Fred bei Ron, Neville und Harry im Schlafsaal und wenn man Neville glauben schenkte, konnten Geister schlafen und dabei furchtbar schnarchen.
„Genug soziale Kontakte für einen Tag.", Hermine stand auf und schob sich den Riemen ihrer Tasche über die Schulter, „Wir sehen uns nachher im Gemeinschaftsraum."
Draco zwinkerte ihr im Gehen verschwörerisch zu: „Wenn du das sagst, Granger, betrachte ich das als Einladung."
Erst als Hermine die Türen der großen Halle beinahe erreicht hatte, merkte sie, dass Professor Snape vor ihr die Halle verlassen hatte. Sie versuchte ein wenig zu trödeln, um Abstand zwischen sich und den Professor zu bringen. Es war essentiell, dass sie ihre gesammelten Informationen über die Fähigkeiten von Legilimentoren durchging, bevor sie am Abend ihre Arbeit endgültig abgab.
Missmutig musste Hermine zusehen, wie Slughorn auf dem Weg in die Große Halle stehen blieb und Professor Snape in ein Gespräch verwickelte. Sie hielt ihren Blick auf den Boden gerichtet und schritt zügig an den beiden Männern, die sich über die benötigten Tränke im Krankenzimmer austauschten, vorbei.
Sie kam nicht weit.
„Miss Granger", durchschnitt die Stimme von Professor Snape die Luft und zwang sie zum Stehenbleiben. Slughorn hatte seinen Weg zum Abendessen fortgesetzt und Snape kam mit langen, geschmeidigen Schritten auf sie zu. Hermine konzentrierte sich darauf an ihren Aufsatz und die Versuchsaufbauten der Forschung von Kirchhoff zu denken, während sie den Blick hob.
„Punkt acht Uhr auf meinem Schreibtisch."
Ein Bild von ihr selbst unbekleidet auf dem Pult von Professor Snape blitzte kurz in ihren Gedanken auf. Hermine hielt die Luft an und suchte in der Mimik von Snape nach einem Anzeichen dafür, dass er wusste, was sie dachte, doch sein Gesicht blieb unverändert ausdruckslos, als er an ihr vorbeirauschte und den Weg in die Kerker einschlug.
Erleichtert atmete sie auf, drehte sich um und lief in Neville, der sich auch auf den Weg zum Gemeinschaftsraum gemacht hatte.
„Kein Grund Zivilisten anzugreifen.", Neville fing sie auf, während sie strauchelnd versuchte sich auf den Beinen zu halten. Gemeinsam liefen sie durch die Korridore und passierten das Portrait der Fetten Dame. Neville erzählte ihr irgendetwas über die Verwandlungshausaufgabe, aber sie hörte nur mit einem halben Ohr zu. Hermine fühlte sich erneut rastlos und energiegeladen.
„Sag mal Neville", fragte sie, bevor sie sich verabschiedete und die Stufen des Schlafsaales erklomm, „Hättest du Lust mit mir einmal die Woche im Raum der Wünsche zu trainieren? Ich vermisse die Möglichkeit mich mit jemandem zu Duellieren."
Neville nickte zustimmend: „Ja das würde mir auch gut tun. Manchmal wird das Gefühl nicht mehr an diese Schule zu gehören übermächtig. Dann würde ich gerne wieder kämpfen können. Es ist schon verrückt, was die letzten Jahre mit mir gemacht haben."
Er versuchte Hermine schief anzulächeln, aber sein Gesicht ähnelte eher einer Grimasse: „Immer Freitags als Wochenabschluss?"
Hermine nickte zustimmend und war erleichtert, dass sie nicht die Einzige war, die sich fehl am Platz fühlte.
„Viel Glück heute Abend."
„Danke."
Hermine zog sich zurück und machte es sich in ihrem Bett bequem und durchsuchte ihre Erinnerungen nach Hinweisen darauf, was sie tun konnte, um ihre Gedanken vor wem auch immer für sich zu behalten. Soweit sie wusste gab es mehrere Möglichkeiten: entweder sie baute einen Schutzwall um ihren Geist, oder sie nutzte andere banale Gedanken als Ablenkung. Theoretisch könnte sie auch ein Labyrinth aufbauen um wichtige Erinnerungen zu schützen.
Sie übte bis halb acht ihren Kopf zu leeren und mit Gedanken an die drögen Unterrichtsstunden bei Professor Binns zu füllen.
Der Weg in die Kerker kam ihr viel zu kurz vor und je näher sie dem Büro von Professor Snape kam, desto nervöser wurde sie. Wieder schwang die Tür zum Büro des Lehrers auf, ohne das sie die Hand zum Klopfen heben musste.
„Miss Granger, sie sind zu früh.", Professor Snape saß hinter seinem Schreibtisch und blätterte in einem großen Buch. Direkt neben ihm köchelte ein Kessel mit einer undefinierbaren Flüssigkeit unter den blauen Flammen eines magischen Feuers.
„Setzen sie sich.", sagte er, ohne von seinen Aufzeichnungen aufzuschauen.
Hermine trat unsicher von einem Fuß auf den anderen. Ihr nackter Hintern auf dem kühlen Holz des Schreibtisches, die dunklen Augen des Professors, die sie genauso gründlich studierten, wie seine schweren Bücher. Hermine schluckte schwer: „Auf den Stuhl?"
Professor Snape zog geräuschvoll Luft durch die schmalen Lippen und hob gefährlich langsam den Kopf.
„Nein", sagte er gedehnt und mit Ironie triefender Stimme, „Auf den Boden." Gleichzeitig schob sich der Stuhl ihm gegenüber einladend vom Tisch weg.
Hermine schoss das Blut in die Wangen. Hatte er die Anspielung auf den gestrigen Abend bewusst gewählt? Sie setzte sich, hielt die Luft an, zog ihren Aufsatz aus der Tasche und legte ihn vor sich.
„Schaffen sie es still zu sitzen, bis ich fertig bin?"
Hermine nickte und dachte an Trollkriege und Zwergenaufstände, an weiße Kreidelinien an der dunklen Tafel und an die staubtrockene Stimme des Lehrers für Zaubereigeschichte. Ihre Atmung beruhigte sich. Es fühlte sich ein wenig an wie sie sich Meditation vorstellte und Hermine verstand, weshalb viele Frauen es beruhigend fanden täglich vor dem Einschlafen geistige Übungen zu machen.
Sie schaute zu, wie die langen, eleganten Finger von Professor Snapes Hand die Feder über das Pergament des Buches bewegten, als er hier und dort Anmerkungen hinzufügte und ganze Passagen durchstrich. Das Kratzen der Feder und das leise Blubbern des Trankes waren die einzigen Geräuschquellen im Raum.
Nach einer Weile klappte Professor Snape den Wälzer zu, legte ihn beiseite und atmete einmal tief durch, bevor er aufsah.
„Haben sie alle Anmerkungen korrigiert, Miss Granger?"
„Ja, Sir.", Hermine schob ihre Pergamentrolle in die Mitte des Tisches.
Professor Snape nahm den Aufsatz, zog eine Schublade in seinem Schreibtisch auf, legte ihn hinein und schloss sie wieder. Hermine brauchte einen Moment, bis sie verstand.
„Wollen sie ihn gar nicht lesen, Professor?", fragte Hermine und runzelte verstimmt die Stirn. Dafür hatte sie nicht ihr Frühstück und Mittagessen ausfallen lassen.
„Miss Granger, ich bin mir sicher, dass diese Strafarbeit für sie war und nicht für mich.", die Stimme von Professor Snape war gefährlich leise. Wut und Enttäuschung mischten sich und ballte sich in Hermines Magen wie ein schwerer Klumpen zusammen.
„Das ist nicht fair, Sir.", stieß sie hervor und ihre Augen funkelten verärgert, „Ich habe mir Mühe gegeben. Bitte korrigieren Sie meine Arbeit."
Professor Snape erhob sich betont langsam aus seinem Stuhl, stützte beide Hände auf die Tischplatte und lehnte sich zu Hermine, sodass sie den Kopf heben musst um dem Blickkontakt standhalten zu können. Hermines Herz pochte wild gegen ihren Brustkorb und sie fragte sich, ob er es hören konnte.
„Und dann was?", fragte er sanft und zog amüsiert eine Augenbraue hoch, „Preise ich sie für ihre geistige Glanzleistung? Gebe ich ihnen unnötig viele Hauspunkte? Was erwarten sie von mir, Miss Granger?"
Hermine schluckte schwer. Ihr Mund war trocken und das flattern in ihrem Bauch wurde immer stärker. Was erwartete sie von ihm?
Ihre Gedanken sprangen wild durcheinander. Sie wollte gesehen werden. Sie wollte, dass er sie nicht mehr ignorieren konnte. Sie wollte erneut zu seinen Füßen auf dem Boden knien. Sie wollte wissen, wie sich seine Hände auf ihrer Haut anfühlten. Sie wollte seinen warmen Körper an ihren Brüsten und die kalte, raue Kerkerwand in ihrem Rücken spüren. Sie wollte mit ihrer Zunge die schmalen Lippen seines Mundes nachfahren.
Sie wollte vor allem nicht, dass er von diesen Wünschen erfuhr. Ruckartig senkte Hermine den Kopf und betrachtete ihre zitternden Hände auf dem Tisch.
Professor Snape blickte sie einige Sekunden ausdruckslos an, löste dann seine Hände und schritt um den Schreibtisch herum.
„Folgen sie mir, Miss Granger.", sagte er und fuhr mit dem Zauberstab über die Steine an der linken Wand seines Büros.
Eine schwere Eichentür materialisierte sich und Professor Snape drückte die Klinke und schob die Tür auf, um in den Raum dahinter zu treten.
Hermine erhob sich wie in Trance. Gab es eine Verbindung zum Klassenraum? Musste sie nun Kesselschrubben, um ihre Strafe abzurunden?
Ein seltsam grünliches Licht schimmerte hinter der Tür hervor und als Hermine durch den Durchgang schlüpfte, entfuhr ihr ein Laut der Verwunderung.
Der Raum neben Professor Snapes Büro war groß und drei der vier Wände trugen große Regale aus dunklem Holz, die bis unter die Decke mit Büchern in allen Formen und Farben gefüllt waren. Die vierte Wand war keine Steinwand, sondern bestand aus einer einzigen, großen Glasscheibe. Hermine hatte in der Geschichte Hogwarts' gelesen, dass der Gemeinschaftsraum der Slytherins unter dem See lag, doch sie hatte bisher nie einen Gedanken daran verschwendet, wie die Zimmer wohl aussehen mochten. Hinter der Glasscheibe wiegten sich hoher Kelppflanzen wie ein Vorhang. Das Abendlicht viel durch die Oberfläche des Sees in das Wohnzimmer und tauchte alles in ein warmes, grünes Licht. Drei schmale Türen führten zu weiteren Räumen.
Professor Snape schnipste mit den Fingern und im Kamin entflammte ein großes, wärmendes Feuer als zweite Lichtquelle.
„Setzen sie sich in den Sessel, Miss Granger.", er deutete auf einen großen, dunkelgrünen Ohrensessel vor dem Feuer und verschwand in einem der Nebenräume. Hermine schritt mit wackligen Beinen zum Feuer und drehte den Sessel ein wenig, sodass sie weiterhin in den Raum sehen konnte. Sie beugte sich herab und öffnete die Schnallen an ihren Schuhen, um sie von den Füßen zu ziehen und sich im Schneidersitz in das Polster sinken zu lassen. Die Tür durch die sie hineingekommen waren, hatte sich wieder verschlossen und war nun nicht mehr von dem Rest der bücherbepackten Wand zu unterscheiden.
In der Mitte des Raumes stand ein großer Holztisch, der über und über mit Schriftrollen, Publikationen und kleinen Glasflaschen bedeckt war.
Als Professor Snape zurückkam, konnte Hermine einen Blick in den anderen Raum werfen. Es handelte sich um sein Labor, welches Hermine bereits von unerlaubten Ausflügen zu seinem Vorratsschrank in ihrem zweiten Schuljahr kannte. Sie schob die Erinnerung weit in die Peripherie ihrer Gedanken.
In den Händen hielt Professor Snape zwei große Tassen mit einer dampfenden, dunklen Flüssigkeit. Er stellte sie auf dem Tisch ab und fuhr sich mit dem Zauberstab von oben nach unten den Umhang lang. Hermine sog scharf die Luft ein und das Pochen zwischen ihren Oberschenkeln machte sich unmissverständlich bemerkbar. Sie schob die Beine zusammen und legte ihren Arm über die Stuhllehne. Die Knöpfe an Professor Snapes Brust lösten sich und er streifte den schweren Stoff über seine Schultern. Unter den dunklen Roben trug er eine schwarze Hose und ein schlichtes, weißes Hemd.
Severus Snape war kein besonders durchtrainierter Mann. Er war keine Schönheit im klassischen Sinne. Die Haare meist ölig von den Dämpfen der Tränke, die er braute, die Lippen schmal und in seinem Gesicht zog sich eine steile Falte zwischen den Augenbrauen zur krummen Nase. Dennoch konnte Hermine ihren Blick nicht von ihm lösen. Von der schlanken Gestalt, die auf sie zuschritt und den langen Fingern, die ihr einen der Becher in die Hand drückten. Von den Muskeln seiner Schulterblätter, die sich unter dem Hemd abzeichneten, während er sich umdrehte und den Zauberstab hob. Seine Stimme, die in ihren Knochen vibrierte während er einen zweiten Sessel aus einem der Nebenzimmer herbei beschwor.
Professor Snape setzte sich ihr gegenüber, nippte an seinem Getränk und musterte Hermine mit undeutbarem Gesichtsausdruck. Hermine errötete und senkte ihren Blick auf den warmen Becher in ihrer Hand.
„Was ist das?", fragte sie.
„Tee", antwortet Snape mit einem spöttischen Lächeln, „Haben sie Angst, dass ich etwas beigemischt haben könnte?" Er streckte seinen Arm aus und nahm Hermine die Tasse aus der Hand und trank einen großen Schluck.
„Sie haben heute Abend nichts zu befürchten."
Als er ihr die Tasse zurückgab, streiften seine Finger leicht über ihre. Dankbar ihr Gesicht hinter der Tasse verstecken zu können, trank Hermine einen Schluck und zog überrascht die Augenbrauen hoch: „Earl Grey?"
Professor Snape neigte seinen Kopf: „Er hat eine beruhigende Wirkung auf den Körper und eine anregenden Effekt auf den Geist."
Hermine wusste nicht mehr, wo sie hinschauen sollte. Sie versuchte angestrengt an unverfängliche Dinge zu denken und auszublenden, dass sie gerade in Professor Snapes privaten Gemächern in einem grünen Sessel saß und Tee trank.
Nichts an dieser Situation war beruhigend und ihr Körper war wie elektrisiert.
„Ihre Versuche ihre Gedanken für sich zu behalten sind zwar amüsant, aber nicht erfolgreich.", den Rücken gerade, die Tasse mit dem Tee in beiden Händen, beobachte Professor Snape sie interessiert. Der Blick aus den schwarzen Augen brannte auf ihrer Haut und sie verschluckte sich, als sie sich der Bedeutung der Worte bewusst wurde.
Hermine hustete und heiße Flüssigkeit schwappte auf ihre Hand und lies sie fluchen. Ein dunkles, rollendes Geräusch ließ sie zusammenzucken. Severus Snape lachte. Es war kein fieses Auslachen, sondern ein ehrliches, kurzes Lachen, was sie verzückt zum verstummen brachte.
„Wie stehen Sie zu Dominanz, Miss Granger?", Professor Snapes Miene war wieder ernst.
„Möchten Sie dominiert werden, Professor?", als sie in die kalten Augen ihres Zaubertränkelehrers schaute, musste sie feststellen, dass dies kein Thema war, worüber sie scherzen durfte.
Mit einem Schwung seines Zauberstabes war ihr Tee samt Tasse verschwunden.
„Ich glaube sie sind entspannt genug, Miss Granger.", seine Stimme hatte einen drohenden Unterton, „Stellen sie meine Geduld nicht auf die Probe."
Sie schlug die Augen nieder und murmelte eine Entschuldigung.
„Knien sie sich hin und sprechen sie lauter, wenn sie mit mir reden."
Hermine dachte nicht mehr nach. Ihr Körper war zu warm und ihr Blut schien mit doppelter Geschwindigkeit durch ihren Kreislauf zu fließen. Als sie sich zu seinen Füßen auf die Knie sinken ließ, wurde sie sich der Feuchtigkeit ihrer Unterhose peinlich bewusst.
„Schau mich an.", Professor Snape schob seine Hand unter ihr Kinn und hob es leicht an.
„Entschuldigen Sie meine unangebrachte Bemerkung, Sir."
„Gut gemacht.", Severus Snapes Worte drangen tief in ihren Körper. Die Röte schoss Hermine in die Wangen und sie war gleichzeitig von der Effektivität des Lobes irritiert und von dem Glücksgefühl in ihrer Brust berauscht.
„Mögen sie Dominanz und Disziplin, Miss Granger?", wiederholte Professor Snape die Frage und seine Hand strich an ihrem Kinn entlang.
„Ja, Sir."
„Haben Sie auf sexueller Hinsicht schon Erfahrungen in diesem Kontext gemacht?"
„Nein, Sir. Ich habe nur einen Roman gelesen, in dem die beiden Hauptcharaktere involviert sind. Aber ich habe nach den ersten hundert Seiten abgebrochen, weil mir die Elemente der Erniedrigung nicht gefallen haben."
„Manche Menschen mögen Fesselungen, können mit Schmerz jedoch nichts anfangen. Auch Erniedrigung ist nichts, was sich allgegenwärtig durch die Szene zieht. Fühlen sie sich erniedrigt, Miss Granger, wenn sie vor mir knien?"
Hermine schüttelte sanft den Kopf: „Nein, Sir."
„Mir läge nichts ferner.", Professor Snape lies seine Hand von ihrem Kinn den Hals hinunter in ihren Nacken gleiten. Die Haare auf ihrer Haut stellten sich auf und sie schauderte als Professor Snape sie weiter zu sich heranzog und ihren Kopf sanft auf seinen Oberschenkel nahe dem Knie anlehnte. Hermine musste die Augen schließen, um die Welle der Lust unterdrücken zu können, die sich in ihr aufbäumte und sie zu konsumieren drohte. Ihre Pupillen waren weit, als sie sie wieder öffnete.
„Vertrauen sie mir, Miss Granger?", fragte Severus Snape. Hermines Körper schien sich mit jeder Faser ihres Körpers nach mehr Berührung zu sehen. Ihre Brüste richteten sich auf und ihr Unterleib zog sich mit Verlangen zusammen.
„Ja, Sir.", sagte sie und ihre Stimme war dunkel und ruhig.
„Legilimens", Professor Snape tauchte in ihre Gedanken und Hermine hieß seinen kühle, ernste Präsenz willkommen.
Vor ihrem inneren Auge zogen die Erinnerungen an den gestrigen Abend vorbei. Sie stand erneut mit dem Gesicht zur Wand, überlegte, ob das was sie tat das richtige war, oder nicht. Sie entschied sich wieder dafür ihre Beine auseinander zu schieben und vor ihrem Professor auf die Knie zu gehen. Die Gedanken an seine Finger in ihrem Mund, den Geschmack seiner Haut auf ihrer Zunge führten dazu, dass sie noch feuchter wurde. Kurz war Hermine die Situation peinlich, doch sie fühlte wie Severus Snape mit seinen Fingern über ihren Kopf und durch ihre Locken fuhr. In ihrer Erinnerung eilte sie die dunklen Korridore zum Gryffindor Gemeinschaftsraum zurück. Sie erklomm die Stufen zu ihrem Schlafsaal und ließ sich in ihr Himmelbett fallen. Hermines Atmung beschleunigte sich. Sie zog die Vorhänge fest zu und lies ihre Hand in ihre Unterhose gleiten. Hermine biss sich auf die Lippe und versuchte eine andere Erinnerung aufzurufen.
Professor Snape zog sich sanft aus ihren Gedanken zurück.
„Danke, Sir.", Hermine atmete erleichtert auf und öffnete die Augen.
Severus Snape hatte sich zu ihr heruntergebeugt. Sein Mund war zwanzig Zentimeter von ihrem entfernt und sie konnte seinen Atem auf ihrer Haut spüren. Der Geruch nach Zedernholz hüllte sie ein. Die dunklen Augen des Zaubertränkelehrers hatten einen hungrigen Ausdruck, der sie jagen würde, dessen war sie sich sicher.
„Miss Granger, möchten sie mir stattdessen erzählen, was sie nach unserem Treffen gestern gemacht haben?"
Hermine stieß ein leises Wimmern aus. Es war schlimmer ihm in die Augen zu schauen und ihm davon zu berichten. Sie wünschte, er hätte den Kontakt ihrer Gedanken nicht abgebrochen.
„Sie können jederzeit gehen, Miss Granger.", seine Stimme war rau und wenn möglich sogar tiefer als normal.
Hermine wollte nicht von ihm weg. Sie kratzte ihren letzten Rest Mut zusammen.
„Ich habe mich angefasst, Sir.", stieß sie mit zitternder Stimme hervor.
„Wo haben sie sich angefasst, Miss Granger?"
„An meinen Brüsten, meinen Oberschenkeln und zwischen meinen Beinen, Sir.", Hermines Wangen brannten, aber sie hielt seinem Blick stand.
„Wie hat sich das angefühlt?"
„Sehr gut, Sir.", flüsterte Hermine und schlug die Augen nieder.
Er nahm ihre schmale Hand in seine: „Gutes Mädchen."
Hermine schaute zu ihm auf und ihre Augen weiteten sich.
„Stehen Sie auf.", befahl er, „Ziehen sie ihre Strumpfhose aus. Langsam. Schauen Sie mir in die Augen, Miss Granger."
Hermine war dankbar, dass sie darauf verzichtet hatte, den Rock ihrer Schuluniform erneut zu kürzen. Mit vor Aufregung bebenden Händen schob sie ihre Strumpfhose an ihren Beinen herab und ließ sie neben sich auf den Boden fallen.
Professor Snape schloss seine Beine, streckte eine Hand nach ihr aus und führte Hermine mit seiner Hand rücklings auf seinen Schoß.
Sein Oberkörper war so nah an ihrem Rücken, dass sie nicht den Stoff des Hemdes, aber die Wärme spüren konnte, die von ihm ausging. Seine Arme glitten an ihrer Hüfte hinab. Hermines Herz setzte einen Schlag aus, als er die Handflächen rechts und links auf ihre Oberschenkel legte und ihre Beine spreizte.
„Legen sie ihre Arme auf die Sessellehnen.", wies er sie an, „Sagen sie mir, Miss Granger, woran haben sie gedacht, als sie sich angefasst haben?"
Hermine wusste nicht mehr, wie man atmet, geschweige denn wie man Worte formt.
„Ganz ruhig.", Severus Snape legte eine Hand auf ihr Dekolleté, „Einatmen und Ausatmen."
Hermine konzentrierte sich auf die nächsten zehn Atemzüge und räusperte sich.
„Ich habe daran gedacht, wie sie mir sagen, was ich tun soll, Sir.", antwortete sie wahrheitsgemäß.
Die linke Hand von Professor Snape wanderte tiefer in ihre Bluse und unter den BH und umfasste eine ihrer Brüste. Hermine sog scharf die Luft ein.
„Atmen, Miss Granger.", Professor Snape strich mit seinen Fingern über ihre harten Brustwarzen und übte leichten Druck aus.
„Ich habe an ihren Blick gedacht, als ich ihre Finger in meinem Mund hatte, Sir."
Professor Snape legte die Finger seiner rechten Hand um ihr Kinn und drehte ihren Kopf , sodass sie ihn über die Schulter ansah. Schmerzhaft langsam schob er ihr den Zeige- und Mittelfinger zwischen die Lippen. Hermine lies ihre Zunge an seinen Fingern herabfahren und stöhnte wohlig. Unter ihrem Hintern spürte sie, wie seine Errektion wuchs und sie schaute ihn mit großen Augen an. Er zog genüsslich einen Mundwinkel hoch und schob seine Finger tiefer gegen ihren Gaumen, sodass Hermine sich auf ihre Zunge und ihren Würgreflex konzentrieren musste.
Professor Snape stellte seine Füße auseinander und mit ihnen auch Hermines Beine, die über seinen Beinen lagen. Er entzog ihr langsam seine Finger, und massierte mit seiner linken Hand stetig ihre Brust.
„Hatten sie einen Orgasmus, Miss Granger?", seine Lippen waren an ihrem Ohr.
„Ja, Sir."
„Durch was sind sie gekommen?"
„Ich habe mir vorgestellt, dass es nicht meine Hand ist, sondern Ihre, Sir." Hermine schauderte, als sie realisierte, was sie gerade gesagt hatte.
„Atmen, Miss Granger.", Severus Snape schob mit seiner rechten Hand ihren Rock hoch und ihre Unterhose beiseite, „Oh Miss Granger, hätte ich gewusst, dass sie triefen, hätten sie meine Finger nicht befeuchten müssen."
Hermine stöhnte vor Lust, als er seine Finger über ihre feuchten Schamlippen gleiten lies.
„Bitte, Sir", flehte sie.
„Bitte was?"
„Ich möchte ihre Finger in mir spüren."
Snape zog grob an ihrer Brustwarze, doch der Schmerz fachte ihre Begierde nur an.
„Ist das so, Miss Granger? Brauchen sie die Hand ihres Lehrers um sich zu befriedigen?"
Sein Zeige und Ringfinger zogen ihre Schamlippen weit auseinander und die kalte Luft auf ihrer nassen Haut entlockte ihr ein weiteres Stöhnen.
„Ja, Sir. Bitte Sir!"
Er ließ den Mittelfinger gegen ihre Klitoris schnippen. Hermine keuchte auf und rieb ihren Hintern an seinen Schoß.
„Werden sie für mich kommen, wenn ich es sage?"
„Immer, Sir."
Seine Fingerspitzen glitten in sie und er drang langsam weiter ein um ihr Zeit zu geben sich an das Gefühl seiner Finger in ihr zu gewöhnen.
Hermine stöhnte laut und versuchte ihm ihre Hüfte entgegen zuschieben, was er mit einem Grollen und einem leichten Schlag auf ihre Brust quittierte.
Seine Hand fand einen stetigen Rhythmus zwischen ihren Beinen und Hermines Stöhnen ging in ein Wimmern über, als seine linke Hand von ihrer Brust abließ, er sie unter den Rock schob und sein Zeigefinger ihre Klitoris streichelte.
„Bitte, Sir, darf ich kommen?"
„Warte noch einen Moment, ich würde gerne schauen, ob du noch einen dritten Finger aufnehmen kannst."
Hermine atmete schwer und Schweiß trat auf ihre Haut. Sie musste sich konzentrieren um nicht die Fassung zu verlieren.
Gefährlich langsam lies Professor Snape noch einen weiteren Finger in sie hineingleiten und Hermine traten die Tränen in die Augen. Sie war so voll und so nah daran sich zu verlieren und sie verstand nicht, weshalb sie nicht durfte. Sie schluchzte frustriert auf.
Der Mund ihres Professors fand den sensiblen Punkt, wo der Hals in die Schulter übergeht und fuhr mit den Lippen darüber.
Hermine bettelte. Sie konnte sich nicht mehr lange zurückhalten und die Angst ihn zu enttäuschen trieb sie nur weiter ihrem unaufhaltsamen Orgasmus entgegen.
„Jetzt. Komm für mich.", raunte die dunkle, samtene Stimme in ihr Ohr und er neigte den Kopf um seine Zähne in ihren Hals zu versenken.
Sein Mittelfinger strich über die raue Haut vor ihrem Muttermund und Hermine bäumte sich in seinen Armen auf. Ihre Gedanken verstummten. Die Welt um sie herum wurde still und explodierte gemeinsam mit dem süßen Schmerz seiner Zähne in ihrer Haut zu einem Feuerwerk aus Emotionen, dessen Woge sie mitriss und ausgebrannt zurückließ.
Hermines Muskeln wurden weich und ihr Körper sackte gegen die Brust von Severus Snape. Langsam und sanft zog er seine Finger aus ihr heraus und rückte ihre Unterhose zurecht. Dann sprach er einen raschen Reinigungszauber über seine Hände und lies eine Wolldecke auf den Boden vor ihn segeln.
„Steh kurz auf, Liebes.", er ließ seine Hand auf ihrer Hüfte, während Hermine versuchte sich auf ihren wackeligen Beinen zu halten.
Geschickt wickelte er die Decke um Hermines Körper, setzte sich gemütlich in dem Ohrsessel zurecht. Diesmal zog er sie quer auf seinen Schoß, sodass sie ihren Kopf an seiner Brust anlehnen konnte und ihre Füße über die Lehne baumelten.
Hermine war wohlig warm vom Kamin und der Wolldecke und sie fühlte sich geborgen. Die Müdigkeit überrollte sie wie eine Welle.
„Miss Granger, sie können hier nicht einschlafen.", versuchte Professor Snape sie aus ihrer Trance zu reißen.
„Hermine", sagte sie mit schwerer Zunge, „Sie haben mich aus Versehen geduzt und es hat mir gefallen. Bitte nennen sie mich Hermine."
„Hermine", Professor Snape schauderte leicht mit Unbehagen vor dem ungewohnt vertrauten Vornamen, „Du kannst hier nicht einschlafen."
„Fünf Minuten?", fragte sie und kuschelte sich enger an seine Brust.
„Fünf Minuten und nicht mehr."
Sie schloss die Augen und dämmerte weg.
Hermine wurde davon wach, dass Professor Snape sie auf ihre Füße stellte.
„Ich habe den Kamin im Gryffindorturm und meinen Kamin an das Flohnetzwerk angeschlossen, während du geschlafen hast."
Hermine musste begreifen, wo sie sich befand und weshalb sie in eine Decke gewickelt war. Der Lehrer für Zaubertränke stand hinter ihr und drehte sie unsanft um.
„Ich werde zunächst schauen, ob der Aufenthaltsraum leer ist und du gefahrlos durch das Feuer reisen kannst. Außerdem erwarte ich, dass du das Kaminfeuer im Gemeinschaftsraum löschst, nachdem du es genutzt hast. Ich möchte kein Risiko eingehen, dass eine Aschwinderin ihre Eier in den Gryffindorturm legt und Hogwarts bei Mitternacht in Flammen steht. Hast du mich verstanden?"
Hermine nickte und rieb sich die Augen. Während Professor Snape sich in das Kaminfeuer beugte, zog sie die Wolldecke enger um ihre Schultern.
„Es ist 22 Uhr und niemand ist mehr in eurem Aufenthaltsraum?", er zog spöttisch eine Augenbraue nach oben, „In Slytherin wäre das undenkbar. Beeil dich, bevor sich das ändert."
Hermine bückte sich und sammelte ihre Strumpfhose und Schuhe ein. Als sie sich wieder aufrichtete, ragte Professor Snape düster vor ihr auf. Seine Miene verfinsterte sich, als seine Finger um Hermines Kinn legte und ihren Kopf in den Nacken schob. Angst ballte sich in Hermines Bauch zusammen. Sie hätte sich nicht an ihn kuscheln dürfen. Er würde sie zurückweisen.
„Ich möchte, dass du das nie wieder tust.", Professor Snape sprach langsam, leise und eindringlich.
„Ich darf nicht mehr auf diese Weise an sie denken, Sir?", fragte Hermine und Kälte kroch ihr mit eisigen Klauen den Nacken empor.
Severus Snape zog eine Augenbraue in die Höhe und ein hartes Lächeln umspielte seine schmalen Lippen: „Sie dürfen sich nicht mehr anfassen, Miss Granger."
Die Erleichterung lies Hermine fast laut auflachen. Das würde kein Problem sein.
„Ja, Sir." sagte sie und Professor Snape lies etwas Flohpulver in den Kamin rieseln.
„Gryffindor Gemeinschaftsraum", sagte Hermine klar und deutlich und mit einem Wirbeln der grünen Flammen waren die Wolldecke, die Strumpfhose, die Schuhe und sie verschwunden.
Als sie aus dem Feuer trat, drehte sie sich rasch und schaute sich um. Mit einem Schnipsen ihres Zauberstabes löschte sie die Flammen und vergewisserte sich, dass keine Glut mehr vorhanden war. Dann griff sie nach ihrer Kleidung und ging zügig zur Treppe der Schlafsäle.
Auf der Hälfte des Weges erhob sich eine Gestalt von einer der Sitzbänke auf dem Fenstersims des Turmes.
„Hermine?", vor ihr stand Neville mit einem Buch über die 100 interessantesten Doldenblütler in der Hand und grinste über das ganze Gesicht, „Direkt nach der Strafarbeit bei der alten Fledermaus noch ein Date? Du bist umtriebiger, als ich dachte!"
„Bitte sag den anderen nichts.", Hermine zog sie sich die Decke enger um die Schultern, „Ron würde ausflippen und ich bin noch nicht dazu gekommen mit Ginny zu reden."
Sie dachte kurz nach. „Nicht, dass es Ron etwas angeht. Aber er würde trotzdem eine halbe Ewigkeit nicht mehr mit mir reden."
Neville machte eine Geste, als wenn er sich den Mund versiegeln würde und hielt ihr die Hand zum Schwur hin.
„Das sind Slytherinfarben.", feixte er und deutete auf die Wolldecke, „Will ich wissen, wer der Glücklich ist?"
Hermine erschauderte bei dem Gedanken.
„Nein das möchtest du nicht.", sagte sie mit Nachdruck und beeilte sich die Wendeltreppe zu erklimmen, bevor ihr noch jemand begegnen konnte, den sie kannte.
