„Matt! Matt! Komm' schon! Wach' auf! Matt!"
Foggy war gerade von der Apotheke zurück gekommen als er seinen besten Freund sich auf der Couch hin- und herwälzen sah.
„Matt! Wach' auf! Es ist Alles ok. Matt!"
Er rüttelte mittlerweile mehr als unsanft an der Schulter des Kranken. Bisher jedoch weiterhin vergebens. Da er sich gerade nicht weiter zu helfen wusste langte Foggy Matt mehr oder weniger unsanft mit der flachen Hand auf die linke Wange. „Verdammt noch mal! Wach' endlich auf Murdock!" schrie er ihn nun an.
Das zeigt endlich Wirkung. Mit einem heftigen Ruck schreckte Matt aus dem Schlaf. Immer noch in der vom Traum erzeugten Panik gefangen fing er sogleich an um sich zu schlagen und von den Händen, welche immer wieder nach ihm griffen und ihn festzuhalten versuchten zu befreien.
Immerwährend Foggy's Namen rufend und wild um sich schlagend schaffte er es sich von seinem Freund zu entfernen. Von der Couch herunter und in Panik immer weiter fort tastend. Er wollte nur weg. Er wusste nicht wo er war oder wer ihn angegriffen hatte.
Er wollte gerade wieder nach seinem Freund rufen, doch ihm blieb die Luft weg.
Der Traum, die Panik, das Gerangel, die Erkältung… das war zu viel.
Keuchend und nach Luft schnappend sah Foggy seinen Freund ihm gegenüber an der Küchenzeile stehen. Mit Schnappatmung, einem versucht unterdrücktem Hustenanfall hilflos ausgeliefert stand er nun da und hielt sich krampfhaft und mit einem ängstlichen Gesichtsausduck an dem Tresen, welcher Wohn- von Küchenbereich trennte, fest.
Foggy überlegte kurz wie er nun weiter vorgehen sollte. Er wusste, dass, wenn er jetzt einfach zu ihm rübergehen würde, Matt wieder ausflippen würde. So entschloss er sich, sich einfach in einen der Sessel zu setzen und zu warten. Er kannte Matt – und er wusste um Matt's besondere Fähigkeiten. Er vertraute einfach darauf, dass sein Plan aufgehen würde. Auch wenn ihm zugegebenermaßen doch ein wenig flau im Magen war. Es musste einfach klappen.
Es vergingen gut 5 Minuten bis man Matt ansehen konnte, dass er allmählich ruhiger wurde.
Die Augen waren nicht mehr vor Panik aufgerissen, seine Atmung näherte sich langsam wieder ihrem normalen Rhythmus an… insgesamt sah er wieder viel besser und entspannter aus als Momente zuvor.
Foggy saß immer noch in seinem Sessel und beobachtete ihn.
Da fiel ihm etwas auf, was er zwar schon seit Jahren kannte, aber irgendwie nie zu deuten wusste.
Matt stand zwar immer noch an der Küche, die Finger an den Tresen geklammert, aber nun sah man, wie er seinen Kopf hon. Das Kinn leicht in die Höhe, die Augen ruhig. Dann senkte er den Kopf wieder leicht und drehte ihn, so dass sein Ohr in Foggy's Richtung zeigte.
Langsam verstand Foggy was sein Freund da tat. Hatte er ihm doch erzählt, dass er seinen Herzschlag hören konnte.
„Foggy?" kam es zögerlich aus der Küchenrichtung.
„Hey Matty… jap. Ich bin hier. Ich sitze im rechten Sessel." Er sprach verhältnismäßig leise. Er wollte Matt nicht schon wieder in Panik versetzt erleben.
„Ich… du… und dann…" Matt schüttelte hilflos den Kopf und rieb sich die Stirn.
Foggy hielt es für den richtigen Zeitpunkt um sich Matt zu nähern. Während er langsam einen Fuß vor den Anderen setzte sprach er ruhig. „Du hattest einen Albtraum, Matt. Es ist Alles in Ordnung. Egal was du geträumt hast… es ist nicht real."
Mit dem letzten Satz stand er nun genau vor Matt.
Dieser spürte das. Er ließ einfach nur den Kopf hängen und von Foggy in den Arm nehmen.
