Titel: In Pieces
Autor: Ayu
Fandom: CSI: Miami
Charaktere: Ryan Wolfe, Calleigh Duquesne (CaRWaSh)
Thema: #24 Distanz
Disclaimer: CSI: Miami gehört leider CBS und nicht mir und dementsprechend leihe ich mir die Charaktere auch nur aus. Und ich mache hiermit noch nicht einmal Geld…
Word Count: 1.211
Anmerkung: Eine Fortsetzung zu „Girl's just wanna have fun". THX to Ihu for giving me the idea! Dieses Mal ist es auf Calleighs Sicht

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Es waren nun knapp zwei Wochen nach dieser Sache vergangen und ich hatte es immer noch nicht geschafft mich wirklich zu beruhigen. Um einen klaren Kopf zu bekommen und einfach auch, weil ich mir sicher war das es erst einmal das Beste war, hatte ich mir Urlaub genommen. Ich war ehrlich gesagt sehr überrascht, als Horatio ihn praktisch direkt bewilligte, aber vermutlich merkte er, dass irgendetwas nicht stimmte.
Und so verbrachte ich die ersten beiden Tage nur in meinem Bett und weinte mir die Augen aus. Ich wusste, dass ich selbst an dieser Situation Schuld war und irgendwie konnte ich Ryan auch verstehen, doch das änderte nichts daran, dass es verdammt wehtat. Gleichzeitig schalt ich mich für meine Dummheit und ein Teil von mir fragte sich wie sehr es Ryan wohl geschmerzt haben musste, als er mich mit Eric sah. Es half meiner Situation nicht wirklich, aber ich konnte nicht anders als mir selbst immer wieder Vorwürfe zu machen und gleichzeitig jeden Tag zu beten, dass Ryan mir verzeihen würde. Während dieser Zeit dachte ich auch viel über mich und unsere Beziehung nach und ich hasste mich dafür, dass ich all das wegen einer Nichtigkeit aufs Spiel gesetzt hatte. Wieso hatte ich das getan? Ich verstand mich selbst nicht mehr. Ich hatte hoch gepokert und so wie es aussah alles verloren, denn egal wie oft ich auch versuchte Ryan anzurufen, er hob einfach nicht ab. Wie oft hatte ich nun auch schon vor seiner Tür gestanden und gehofft ihn zu sehen, so dass ich mit ihm sprechen konnte, doch ohne Erfolg. Er ging mir aus dem Weg und er war verdammt gut darin. Ich konnte es ihm wirklich nicht verübeln, doch ich wollte so gerne mit ihm sprechen, versuchen es ihm zu erklären. Es würde vielleicht nichts bringen, aber ich musste es versuchen. Aber was ich auch tat, es blieb erfolglos.

Dementsprechend nervös war ich auch als ich schließlich zurück zur Arbeit ging. Kurz nach meinem Urlaubsantritt hatte ich mich auch direkt mit Eric getroffen, um zumindest Klarheit zwischen uns zu schaffen. Ich wusste, dass ihm klar war wie sehr ich bereute was ich getan hatte und die Stimmung zwischen uns war dementsprechend angespannt, doch nachdem wir uns länger unterhalten hatten waren die Fronten zwischen uns geklärt. Ich hoffte, dass wir es trotz allem schaffen würden Freunde zu bleiben, denn das wollte ich nicht auch noch verlieren, doch im Endeffekt würde ich keine andere Wahl haben als abzuwarten wie es sich entwickeln würde. Nun lag meine Priorität allerdings bei Ryan und dem Versuch unsere Beziehung zu retten. Und ich war bereit einiges dafür auf mich zu nehmen.

Tief durchatmend lief ich durch die Gänge des Labs auf der Suche nach Ryan. Ich hatte mir vorgenommen direkt am Anfang der Schicht mit ihm zu sprechen auch um zu klären, ob er mit mir arbeiten können würde, sollte er nicht in der Lage sein mir zu verzeihen. Ich betete natürlich, dass es nicht so sein würde, aber ich wusste, dass ich auch auf das schlimmste gefasst sein musste. Dass unsere Trennung endgültig sein würde. Mein Herz raste, als ich immer weiter nach ihm suchte, ihn aber nirgendwo entdecken konnte. Verwirrt legte ich die Stirn in Falten. Es war überhaupt nicht seine Art spät aufzutauchen. Für gewöhnlich war er eigentlich sehr früh hier, außer wenn wir zusammen zur Arbeit gefahren waren und mal wieder nicht von einander lassen konnten.

Besorgt ging ich zu der Person von der ich wusste, dass sie mir garantiert sagen konnte, wo Ryan sich befand: Alexx Woods. Und schon ihr Blick verriet mir, dass ich in ernsthaften Schwierigkeiten steckte. Scheinbar hatte Ryan ihr erzählt was passiert war und sie war sehr offensichtlich nicht begeistert davon, dass ich ihrem Baby wehgetan hatte, wenn der Blick den sie mir zuwarf etwas damit zu tun hatte.
„Ähm… Alexx… ich… also…" stotterte ich unbeholfen. Es fiel mir wirklich nicht leicht mit ihr zu sprechen, wenn ich wusste, dass sie wütend auf mich war. „Weißt du zufällig wo ich Ryan finden kann?" brachte ich schließlich hervor uns sah sie bittend an.
Die Art wie sich ihre Augen zu Schlitzen verengten und sie mich eingehend musterte ehe sie mir antwortete gefiel mir überhaupt nicht.
„Ich wüsste zwar nicht, was dich das angeht, aber er ist nicht mehr hier…" erwiderte sie spitz.
„Alexx… ich weiß, dass du sauer auf mich bist. Und ich weiß ich hätte das nicht tun dürfen, ok? Ich hab mir in den letzten Tagen genug eigene Vorwürfe gemacht… Ich will doch einfach nur mit ihm sprechen… Und… Was meinst du damit "nicht mehr hier"?" erwiderte ich leise und in gewissem Maße geschockt. Innerlich versuchte ich mir einzureden, dass es sicher nicht das bedeutete was ich befürchtete. Das würde er doch nicht tun…
„Das was ich gesagt habe. Er ist nicht mehr hier. Er hat vor ungefähr einer Woche um seine Versetzung gebeten und seinen Resturlaub genommen. Er meinte er braucht etwas Abstand, was ich nur zu gut verstehen kann. Seine Sachen hat er schon mitgenommen. Ich hoffe nur, dass er in der Nähe bleibt. Hast du eigentlich eine Ahnung wie sehr du ihn mit dieser Sache verletzt hast? Was hast du dir eigentlich dabei gedacht ihn zu betrügen? Das ist, falls du überhaupt gedacht hast."

Es war offensichtlich, dass Alexx schwer damit zu kämpfen hatte ruhig zu bleiben und ich war in diesem Moment einfach nur zu geschockt um irgendetwas zu erwidern. Sie hatte ja Recht. Ich hatte nicht nachgedacht und nun musste ich mir eingestehen, dass ich ihn endgültig verloren habe. Zittrig einatmend versuchte ich die Tränen zurück zu halten, was mir nur schwer gelang. Aber es musste gehen. Es war schließlich meine eigene Schuld.
„Es tut mir Leid…" flüsterte ich leise, ehe ich mit schnellen Schritten den Raum verließ und in Richtung Lockerroom (Ich weiß einfach nicht, was ich da hinschreiben soll TT''' Umkleide klingt irgendwie falsch) verschwand.
Dort angekommen lehnte ich mich erst einmal schwer atmend gegen meinen Spind und sah mich in dem kleinen Raum um, als die Erinnerungen an den letzten Kuss den ich mit Ryan geteilt hatte in mir hochkamen.

Ich war gerade dabei meine Tasche zu packen, um nach Hause zu gehen, als jemand seine Arme um mich schlang. Leise lachend lehnte ich mich an Ryan und strahlte ihn an.
„Hey baby" grüßte ich ihn.
„Sehen wir uns nachher noch oder hast du noch viel zu tun, ehe du heute Abend losfährst?"
Ich überlegte einen Moment und schüttelte schließlich den Kopf.
„Das klappt wohl leider nicht mehr. Ich muss noch meine Tasche packen und wollte dann auch eigentlich direkt losfahren. Aber ich komme zu dir, sobald ich wieder da bin. Versprochen"
Lächelnd nickte er und küsste mich zärtlich, ehe er mich wieder losließ und zu seinem eigenen Spind ging.

Hätte ich in diesem Moment doch nur gewusst, das danach alles anderes kommen sollte, als wir das geplant hätten, hätte ich lieber ihn mit nach Hause genommen. Hätte ich Eric doch einfach gesagt, dass ich keine Zeit hätte und los müsste. Hätte ich doch einfach nachgedacht, anstatt mich darauf einzulassen. Aber das hatte ich nicht und nun hatte ich die Person verloren die ich liebte.
Unfähig meine Tränen weiter zurück zu halten ließ ich mich auf den Boden sinken und beweinte was ich so leichtsinnig aufs Spiel gesetzt und verloren hatte.