Ich wurde mir immer sicherer, dass ich zur Frau wurde. Ich meine, mal ganz ernsthaft, welcher Mann nennt eine Frau, die er attraktiv findet, knuffig, süß oder putzig? Das ist...ugh. Das schlimmste war, dass ich meine Meinung trotzdem einfach nicht ändern konnte und dass ich diese widerlichen Wörter immer wieder dachte, wenn sie irgendetwas machte. Zum Beispiel vorhin, als sie nicht gearbeitet hat und über irgendwas nachdachte, hätte ich als ihr Boss sauer sein sollen, stattdessen fand ich ihren Gesichtsausdruck süß. Es störte mich nicht mal, dass sie nicht bemerkte, dass ihr Telefon klingelte und ich sie darauf aufmerksam machen musste, dass es klingelte. Ihr Reaktion war aber auch zu knuffig, wie so erschrocken aussah.

Ich wurde aus meinen mitleiderregenden Gedanken geholt, als Bella " Ich bin eine Frau!" in den Hörer brüllte. Oh oh, das Kätzchen fährt wieder ihre Krallen aus. Dann registrierte in meinem Hirn WAS sie gebrüllt hatte und ich wurde wütend. Wer zur Hölle war am anderen Ende der Leitung und was erlaubte er sich, solche Fragen zu stellen, wenn man doch schon an ihrer Stimme erkannte welchem Geschlecht sie angehörte! "Natürlich bin ich mir sicher, Mister, was wollen Sie eigentlich?" Okay, ich würde das sofort beenden.

Ich riss Bella praktisch das Telefon aus der Hand. Von ihren Antworten konnte ich erahnen, dass irgendein perverses Schwein am Telefon war. Mein Kätzchen sah verängstigt aus und das ging gar nicht. "Würden Sie freundlicherweise damit aufhören meinen Personal Assistent zu belästigen?" Bella sah mich ängstlich an. "Och Eddie, darf dein Lieblingsbruder nicht ein bisschen Spaß mit deiner Assistentin haben? Du weißt doch, dass ich das nicht ernst meine und seit wann setzt du dich so für deinen PA ein? Egal, aber du musst zugeben, es war echt lustig wie verschüchtert sie reagiert hat. Eigentlich hätte ich eine billige Anmache erwartet... was man mir nicht vorwerfen kann, wenn man bedenkt wie viele Schlampen in deiner Firma arbeiten, nicht wahr Eddlieleinchen?"

Das einzige was ich hörte war, dass er sich über Bella lustig gemacht und meine Firma beleidigt hatte. "Das ist nicht lustig, Em! Wenn du mir was sagen willst, dann ruf auf meinem Hany an und blockier nicht die Geschäftsleitung!" Es könnte sein, dass ich etwas lauter geredet hatte als geplant, denn Bella guckte mich mit großen, schockierten Augen an. Ich seufzte. "Entschuldige, Bella. Das war Emmett, er wollte sich einen Spaß erlauben." Wahrscheinlich war es nicht intelligent zu sagen, dass ich mit so einem Idioten verwandt war, aber ich sagte es ihr trotzdem. Ich wusste auch nicht so genau warum.

"Wenn du mich entschuldigen würdest, ich würde gerne kurz auf die Toilette.. Weißt du wo sie ist?" Ich musste grinsen. Natürlich wusste ich wo die Toiletten waren, immerhin hatte ich einiges zur Architektur beigetragen. Als Bella verschwand, setzte ich mich wieder an meinen Schreibtisch und machte mit der Arbeit weiter. Ich kam heute nicht besonders gut voran und das nervte mich. Ich hörte die Tür zuknallen und sah auf. Bella sah leicht panisch aus und rannte praktisch zu ihrem Schreibtisch. Ich konnte fühlen, wie sich meine Augenbrauen zusammenschoben. Ich beobachtete, wie sie alle paar Sekunden zu ihrer Tür guckte. Was hatte sie bloß!

Ihr verhalten machte mich wahnsinnig, also beschloss ich, zu klären, was passiert war, denn irgendetwas musste passierte sein wenn sie sich so verhielt. Wie ein in die Enge getriebenes Kätzchen, das sich nicht zu wehren wusste. Ich stand schräg hinter ihr, als ich ihr meine Hand auf die Schulter legte. Es sollte eigentlich eine beruhigende Geste sein, aber ihre Reaktion war genau das Gegenteil. Sie schrie auf und hätte mich fast mit ihrem Stuhl überrollt. "FUCK!" Ich konnte gerade noch aus dem Weg springen, sonst wäre mein Fuß wahrscheinlich gebrochen und meine Schuhe könnte ich dann auch wegschmeißen.

Aber der Gedanke war nur ganz kurz in meinem Kopf, denn Bella hatte mich mit ihrer Reaktion tierisch geschockt. Was war passiert, dass sie so austickte? "Gott, Sie haben mich erschrocken" "Mein Name ist zwar Edward...aber waren wir nicht beim Du?" Warum zur Hölle sprach sie mich jetzt wieder mit "Sie" an? Inzwischen machte ich mir wirklich Sorgen. "Ich...ich..." Sie sah mich mit so großen Augen an, als wäre sie ein Kätzchen, das dabei erwischt wurde, wie es versuchte einen Vogel zu jagen. Und bevor ich wusste was ich tat, tätschelte ich ihren Kopf und sagte:""Sei ein braves Kätzchen und sprich in vollen Sätzen, du bekommst auch eine Belohnung." Danach hätte ich mich am liebsten selber getreten. Sie sah mich so an, als wollte sie mir (endlich) auch mal was an den Kopf werfen, als vor der Tür irgendein Geräusch war. Es hörte sich so an, als wäre jemand an die Tür geknallt. Vielleicht hatte Alice Gleichgewichtsstörungen. Bella sah wieder verängstigt zur Tür und sprang von ihrem Stuhl auf. Warum benahm sie sich so? "Was ist los?" Sie schüttelte nur den Kopf. Ich seufzte.

"Komm mit", sagte ich als ich sie an der Hand nahm und zur Sitzecke zog. Ich setzte mich hin und Bella wollte sich gerade neben mich setzen, doch ich war schneller und zog sie auf meinen Schoß. "Ganz ehrlich, Bella, du verhältst dich so, als wäre der Teufel höchst persönlich hinter dir her. Was ist passiert? Bitte sag's mir, Kleines." Ich wollte wirklich wissen wer von meinen Angestellten bei mir komplett verkackt hatte. Gerade als Bella ihren Mund aufgemacht hatte, stürmte Tanya in mein Büro. Was zum...? Hatte die noch nie was von anklopfen gehört? Sie warf Bella einen extrem wütenden Blick zu und mein kleines Kätzchen kuschelte sich näher an mich. Unter normalen Umstanden hätte ich das jetzt genossen und weiter ausgebaut. Tanya versuchte mich wieder mit ihrem widerlichen Blick zu verführen. Obwohl ich Bella gerade auf meinem Schoß hatte. Und auf einmal machte es "klick" und mir war klar, dass Bellas komisches verhalten etwas mit Tanya zu tun hatte. Vielleicht war das meine Möglichkeit, sie endlich ganz loszuwerden.

"Wenn ihr mich kurz entschuldigen würdet, Ladies", bei dem Wort dachte ich an Bella und nicht an Tanya," ich muss kurz etwas erledigen." Bella blickte mich panisch an und klammerte sich an meinem Hemd fest und Tanya sah so aus, als würde sie ein Grinsen unterdrücken. Das bestätigt meine Vermutung nur noch mehr. Ich entklammerte Bellas Hände aus meinem Hemd und strich kurz mit meinen Daumen über ihre Handrücken, bevor ich sie sanft von meinem Schoß schob und aus dem Raum ging. Ich lehnte die Tür an, nachdem ich rausgegangen war und blieb dort stehen. Ich guckte durch den schmalen Schlitz. Ich konnte leider nicht alles hören, da Tanya ziemlich leise sprach, aber ich hörte Wörter heraus wie, Schlampe, büßen, gewarnt, dreckige Hure, und als ich sah, wie sie sich bedrohlich vor Bella aufstellte und ihr eindeutig zu nahe kam, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und rauschte EXTREMST wütend in mein Büro zurück. Niemand, wirklich NIEMAND durfte mein Kätzchen derartig beleidigen und ohne Strafe davon kommen.

Besagtes Kätzchen saß verängstigt und zusammengekauert auf der Couch und Tanya sah mich erschrocken an als sie mich sah. Richtig so. "WAS ZUR HÖLLE FÄLLT IHNEN EIN MEINE PA ZU BESCHIMPFEN UND ZU BEDROHEN! ICH GLAUBE KAUM, DASS SIE IRGENDWAS GEMACHT HAT, WAS SOWAS RECHTFERTIGT!" Ich versuchte mich zu beruhigen, was sehr schwer war, aber ich schaffte es ein bisschen leiser zu schreien. Ich wollte mien Kätzchen nicht noch weiter verängstigen. "Ich muss gezwungenermaßen davon ausgehen, dass Ms. Swan nicht die erste Person in dieser Firma ist, die Sie bedrohen. Dazu kommt, dass Sie mich schon mehrere Male sexuell belästigt haben. Ich sehe keinen anderen Weg, als sie fristlos zu kündigen. Auf hoffentlich Nimmerwiedersehen."

Tanya starrte mich an, als hätte ich drei neue Köpfe. "Sie können mich doch nicht feuern, nur weil DIE DA",betonte sie abfällig, was mich wieder zur Weißglut brachte," nicht ihre Hände bei sich behalten kann und ich ihr nur erklärt habe, dass sie gefeuert wird, wenn sie das weitermacht." "ERZÄHLEN SIE NICHT SO NE SCHEIßE! ICH STAND VOR DER TÜR UND HAB GEHÖRT WAS SIE GESAGT HABEN!"

"Edward, dann musst du dich aber wirklich verhört haben. Diese Schlampe hat mich beleidigt und ich hab mich nur gewehrt. Ja? Ich mein hallo? Ich versuch ihr die Regeln zu erklären und diese beschissene Hure da beleidigt mich. Was..." "MS. DENALI WENN SIE IN 10 SEKUNDEN NICHT AUS MEINER FIRMA SIND RUF ICH DIE SECURITY!" "Aber Edward, wieso machst du denn sowas? Ich liebe dich doch. Und ich weiß, dass du mich auch liebst." "Ugh..igitt. Verschwinden Sie und DUZEN SIE MICH NICHT!" "Aber die Schlampe darf das auch!" Normalerweise war ich echt nicht für körperliche Gewalt und ich würde normalerweise auch nie eine Frau schlagen, aber Tanya zwang mich schon fast dazu.

Zu ihrer Sicherheit nahm ich mein Handy aus der Hosentasche und informierte die Security darüber, dass wir einen unerwünschten Gast hatten. Tanya bekam davon anscheinend überhaupt nichts mit, da sie angefangen hatte, mich dazu zu überreden sie doch nicht rauszuwerfen, da sie ja so eine gute Anwältin wäre und dass sie ALLES machen würde um in der Firma zu bleiben. Danach begann sie mich und danach Bella zu beschimpfen, bis endlich die Security da war. Als Tanya sie sah, realisierte sie wohl, dass ich nicht gescherzt hatte und fing an, einen riesigen Aufstand zu machen. Die beiden Männer packten sie jeweils an einem Arm und trugen sie praktisch aus dem Raum. Ich hörte sie noch von draußen rumkreischen. Ein wirklich würdevoller Abgang. Ich sah zu Bella. "Bist du okay?" Sie nickte wortlos. Mein Kätzchen sah etwas blass aus. Ich seufzte und hockte mich vor sie und nahm ihre Hände in meine.

"Es tut mir wirklich Leid, dass du sowas an deinem ersten Tag hier erleben musstest. Ich weiß echt nicht, was da in sie gefahren ist", sagte ich und schüttelte den Kopf. "Sie können doch nichts dafür", sagte sie leise. Ich würde es niemals zugeben, aber irgendwie tat es weh, dass sie mich anscheinend lieber mit "Sie" ansprach. "Ich dachte wir waren beim Du", sagte ich nochmals. "Entschuldige...Ich bin nur grade etwas... " "Es ist okay,wenn dir das unangenehm ist, können wir auch zurück zum Sie gehen." Sie guckte mich mit großen Augen an und schüttelte wild den Kopf. Gott, war ich erleichtert. Ich lächelte.

"Okay, denkst du, du kannst jetzt weiter arbeiten?" Sie nickte, machte sich von mir los und ging wieder zu ihrem Schreibtisch. Als ich sie dabei beobachtete, wie sie in ihr Büro ging, sagte ich etwas, das so eigentlich nicht geplant war. "Hey Bella? Ich bin für dich da, wenn du jemanden brauchst, okay?" Sie drehte sich um und guckte mich an, bevor sie sie sagte:" Wirklich?" Wieso hörte sich das jetzt zweifelnd an? Ich sah sie an und guckte ihr so tief wie möglich in die Augen, um ihr zu zeigen, dass ich das wirklich ernst meinte. "Wirklich."

Dann tat sie etwas, womit ich nie gerechnet hätte. Sie kam zurück zu mir und umarmte mich. Ich war so erstaunt, dass ich sie erst nach ein paar Sekunden zurück umarmte. "Danke", nuschelte sie. Ich war gerührt - mein Kätzchen ist zutraulich geworden. Ich strich ihr über den Rücken.

So gerne ich diese Umarmung niemals beendet hätte, zwang ich mich dazu, Bella wieder los zulassen. Ich war immer noch der Boss und wenn es jemanden gab, der seine Angestellten nicht ablenken sollte, dann war ich es. Ich seufzte und ließ sie ganz los. Mein süßes, kleines Kätzchen sah mich mit großen Augen an. "So gerne ich dich noch viel länger umarmen würde, wir müssen beide weiterarbeiten." Sie nickt und wollte wieder zu ihrem Schreibtisch gehen, doch ich hielt sie zurück. Bella sah mich verwirrt an. Ich lächelte und gab ihr einen kurzen, sanften Kuss und ging wieder an die Arbeit. Bella stand noch kurz da, wo ich sie stehengelassen hatte, und ging dann in ihr Büro zurück. Ich liebte es wirklich, dass unsere Büros nur von einer Glaswand getrennt waren. Das hieß nämlich, ich konnte sie immer beobachten. Du solltest aber besser arbeiten, Cullen, schrie mich meine innere Stimme an. Das machte ich dann auch widerwillig.

Das nächste Mal, als ich auf meine Uhr sah, war es schon 19.24 Uhr. Eineinhalb Überstunden. Das ging ja noch im vergleich zu gestern. Ich wunderte mich, dass sich Bella nicht von mir verabschiedet hatte, als sie gegangen war, aber ich vermutete, dass ich sehr auf meine Arbeit fixiert aussah und sie mich nicht stören wollte. Mein Blick glitt zu ihrem Büro und ich hatte fast einen Herzinfarkt. Bella war immer noch da! Warum das denn! Ich stand auf und ging zu ihr. "Bella?" Ihr Kopf zuckte in meine RIchtung."Warum bist du immer noch hier?" Sie sah verwirrt aus. "Muss ich nicht so lange arbeiten wie du?" War dieses Mädchen verrückt!

"Nein! Wenn du das machen würdest, würdest du teilweise bis früh morgens hier sein! Außerdem würdest du doch nur deinen süßen Knackarsch platt sitzen, um diese Uhrzeiten erreichst du doch gar keinen mehr!" "Ach so", murmelte sie. Irgendwie sah sie aus wie ein Kätzchen, das man erst gekrault und dann links liegen gelassen hatte. Wieso war sie enttäuscht, dass sie nicht so lange arbeiten musste? Darüber würde ich mir später den Kopf zerbrechen. Ich nahm ihre Jacke in eine Hand und reichte Bella die andere. Dann half ich ihr wieder in besagte Jacke rein, bevor ich zurück in mein Büro ging und meine ebenfalls anzog. Ich spürte die ganze Zeit Bellas Blicke auf mir. Ich ging zurück zu meinem links liegengelassenem Kätzchen und hielt Bella wieder meinen Arm hin, so wie heute Mittag. Sie hakte sich ein und wir verließen zusammen unser Büro. In mir keimte das Verlangen, jeden Arbeitstag so zu beenden und ich könnte mich für meine kleine Rede vorhin selber in den Arsch treten. Warum hatte ich ihr nur erlaubt früher zu gehen? Ich Idiot!

Die Fahrt im Aufzug verlief schweigend, aber ich klaute mir ein paar Küsse von ihr, weshalb sie wieder etwas angerötet war. Gott, ich liebte diese Farbe an ihr. In der Tiefgarage angekommen, standen noch zwei Autos da. Mein Volvo und direkt daneben...die Schrottkarre, die ich heute morgen überholte hatte. "Du warst das!", fragten wir uns gleichzeitig. Ich war verwirrt. "Ich war wer?" Mein Auto war doch noch fahrtüchtig, es war nicht mal ein Jahr alt! "Der, der wie ein Irrer durch die Straßen gerast ist", sagte sie anklagend. Ich lächelte etwas schuldbewusst. Ich wusste, dass ich heute Morgen etwas gerast war.

"Ich kann nicht glauben, dass DU dieses Ding fährst! Das Teil ist schrottreif, Bella! Es ist lebensgefährlich damit zu fahren!" "Hey, beleidige nicht mein Auto!" Wow, mein Kätzchen wollte wieder zum Tiger werden. Süß. "Das war keine Beleidigung, sondern eine Feststellung." "Du bist gemein", schmollte sie. Ich konnte nicht anders, ich küsste Bella. Wenn sie so schmollte, war das unheimlich knuffig und ihre Lippen schrieen geradezu danach, geküsst zu werden. Es war wieder nur ein kurzer Kuss, weil ich mir nicht sicher war, ob sie wirklich sauer war, aber sie protestierte, als ich mich wieder zurückziehen wollte, was ich als gutes Zeichen nahm.

Was mich wunderte und freute war, dass Bella ihr Hände - diesmal bewusst - in meinen Haaren vergrub und mich glücklicherweise somit davon abhielt den Kuss zu beenden. Der Kuss blieb sanft und liebevoll - ach du scheiße - und am liebsten hätte ich niemals aufgehört sie zu Küssen, aber uns ging beiden die Luft aus und so gerne ich nochmal eine Mund-zu-Mund Beatmung durchführen würde, wollte ich Bellas Gesundheit nicht riskieren. Ich lehnte meine Stirn an ihre und machte langsam meine Augen auf. Bella hatte ihre noch geschlossen.

"Gute Nacht, Kleines. Komm sicher nach Hause", sagte ich und beäugte das "Auto" kritisch. "Gute Nacht, Edward", antwortete sie und gab mir nochmal einen kurzen Kuss bevor sie ins Auto stieg. Sie winkte mir kurz zu, als sie weg fuhr. Ich hasste es zu sehen, wie sie sich immer mehr von mir entfernte. Gott, Cullen, reiß dich zusammen, du kennst sie seit nicht mal 24 Stunden! Ich schüttelte über mich selbst den Kopf und stieg in mein Auto und fuhr ebenfalls nach Hause. Ich wünschte mir, ich würde nicht in ein leeres Haus zurückfahren müssen. Selbst Jessica hatte heute ihren freien Tag. Zu Hause angekommen, machte ich mir erstmal Abendessen. Dabei musste ich die ganze Zeit an Bella denken. Ich wusste nicht, warum sie sich so in meinem Kopf eingenistet hatte - vor allem nach so kurzer Zeit - aber ich wusste, dass sie mir jetzt schon den Kopf verdreht hatte. Der Beweis dafür war, dass ich noch kein einziges Mal an was anderes Gedacht hatte, als an sie, nachdem sie aus meinem Blickfeld verschwunden war. Aber mein kleines Kätzchen war ja auch süß. Wie sie in Ohnmacht fiel, oder bei jeder Kleinigkeit rot wurde und stotterte, obwohl mich das Stottern störte.

Ich grübelte darüber nach, wie ich sie in meiner Gegenwart etwas relaxed kriegen würde und kam zu dem Schluss, dass ich sie einfach so wie heute weiter mit unangebrachten Kommentaren ärgern würde. Darauf hatte sie witzig reagiert und sie hatte aufgehört zu stottern. Ich vermisste ihre Lippen. Jetzt schon? - Cullen, pass auf, dass du nicht süchtig wirst, warnte ich mich selber. Ich war mir jedoch auch sicher, dass das unmöglich war, immerhin zeigte ich jetzt schon Zeichen einer Abhängigkeit - zumindest von ihren Lippen. "Gott, das kann doch nicht wahr sein." Ich schüttelte den Kopf über meine Gedanken und beschloss, heute früh ins Bett zu gehen. Ich ließ mir viel Zeit im Bad und las im Bett noch ein bisschen. Ich musste zugeben, ich las "Stolz und Vorurteil", aber das würde ich niemals jemandem verraten. Irgendwann schlief ich dann ein und ich träumte.

Ich saß mit Bella am Strand, auf der Terrasse eines kleinen, aber feinen Restaurants. Bella hatte ein wunderschönes, dunkelblaues, schulterfreies Kleid an. Sie hatte ihre Haare offen und sah einfach nur umwerfend aus. Die untergehende Sonne badete uns in goldenem Licht und unsere Konversation lief fließend un ich hatte die schönste Zeit meines Lebens - Und vor allem die entspannteste. Nach dem Essen hielt ich ihr meinen Arm hin und führte sie runter zum Meer. Wir gingen parallel zu Sonnenuntergang spazieren und unterhielten uns über belanglose Dinge. Ich genoss es, Bella um mich zu haben und mit ihr zu reden. Wir waren auf der selben Wellenlänge und es war fantastisch.

Irgendwann blieben wir stehen, als es schon dunkel und der Vollmond sichtbar war. Sie stellte sich vor mich und kam mit ihrem Gesicht meinem immer näher, doch kurz bevor wir uns Küssen konnten wachte ich auf und schoss in eine senkrechte Sitzposition "Heilige Scheiße! Oh mein Gott, ich werd wirklich zur Frau! Das darf doch nicht wahr sein!", rief ich aus. Ich hatte noch nie sowas schmalziges geträumt, aber das schlimmste daran war, dass es mir nicht einmal etwas ausmachte, weil Bella dabei war! Ich beschloss diesen kleinen Zwischenfall so schnell wie möglich zu vergessen und versuchte wieder einzuschlafen. Das war zwar etwas problematisch, da ich wegen des Traums etwas...nun ja... aufgewühlt war, aber irgendwann fiel ich in einen Traumlosen Schlaf.