Vielen Dank für die netten Reviews, Mortiana´s Morgana und SeverusSnape07!

6 Was fühlst du?

Abwartend betrachtete Severus Hermione. Irgendwo tief in ihm schmerzten ihn ihre Worte. Sie hatte nie an ihn gedacht. Tja, was hatte er erwartet? Ein bitteres Lächeln stahl sich auf seine Lippen. Sollte es eigentlich nicht umgekehrt sein? Sie, die ehemalige Schülerin, die sich nach ihrem Lehrer verzehrt und ihn nie vergessen konnte? Aber nein! Das Schicksal bewies bisweilen seltsame Launen. Er wurde dazu verdonnert sich in sie zu verlieben und sie nie zu vergessen.

Sie fragte ihn, was ihn in all den Jahren so verändert hat? Er kannte die Antwort und doch war das genug? War er wirklich so schrecklich gewesen oder übertrieb sie und verkannte die Wahrheit? Vielleicht empfand sie ihn damals nur als so schrecklich, weil sie noch ein Kind war. Oh Merlin! Bei diesen Gedanken musste er sich setzen.

Sie könnte praktisch seine Tochter sein. Er war um so vieles älter als sie. Schweigend schüttelte er sich. Seit sie in seine Zelle gekommen war, war alles anders. Entschlossen atmete er durch und stand wieder auf.

„Erklär mir was du fühlst." bat er sie ruhig.

Hermione rang mit den Händen. Was sie fühlte? Wenn er so vor ihr stand würde sie sich am liebsten in seine Arme stürzen und es als richtig empfinden. Vor ihren Augen tat sich ein Abgrund auf. Das war nicht sie! Sie tat so etwas nicht! Minerva hatte sie heute mit ihren Fragen wachgerüttelt.

„Den ganzen Tag denke ich schon darüber nach und komm doch zu keiner klaren Antwort. Ich weiß nicht viel über dich. Nur das Bisschen was du in der Schule über dich preisgegeben hast und glaub mir das war nicht viel oder wurde so präsentiert, dass keiner den Wunsch verspürte weiter nachzufragen."

Seufzend holte sie Luft.

„Dann als ich in deiner Zelle war. Ich weiß auch nicht. War es der Kuss? Kann ein Kuss alles verändern?"

Stirnrunzelnd trat er dicht an sie heran, ging um sie herum und betrachtete sie dabei als wäre sie irgendein Ausstellungsstück das besondere Aufmerksamkeit verdiente. Hermione musste sich stark darauf konzentrieren still stehen zu bleiben. Einerseits kribbelte es ihr in den Händen ihn zu berühren, wenn er so nahe war konnte sie nur schwer die Finger von ihm lassen und andererseits machte sie sein Blick nervös. Der erinnerte sie stark an die Zeit, als sie noch seine Schülerin war und sich unter seinen schwarzen Augen ganz schlecht gefühlt hatte. Er sagte kein Wort, schlich um sie herum wie ein Raubtier.

„Was fühlst du?" hauchte er ihr plötzlich von hinten ins Ohr. Von Verlangen nach ihr getrieben umkreiste er sie, nicht ihm Stande sich ihrem Bann zu entziehen. Hermione sog tief die Luft über die Nase ein, sie erbebte am ganzen Körper und all ihre Sinne erwachten mit einem Schlag gleichzeitig. Ohne darüber nach zu denken drehte sie sich zu ihm um und schlang ihre Arme um seinen Hals.

„Ich fühle…."

Tief atmete sie den Duft seiner Haut am Hals ein.

„Ich fühle dich!"

Severus schloss die Augen und glaubte den Verstand zu verlieren. Was geschah nur mit ihnen beiden? Bevor er den Gedanken festhalten konnte, war er bereits wieder verschwunden. Hermione hatte begonnen seinen Hals mit Küssen zu überschütten, was ihm den Rest seines bereits kläglich geschrumpften Verstandes raubte.

„Wieso habe ich nicht bereits viel früher erkannt wie gut du schmeckst?" flüsterte sie und strich wie zum Beweis mit der Zungenspitze über sein Kinn.

Severus packte sie fest an den Schultern, er konnte für nichts mehr garantieren. Er glaubte, wenn er sie nicht festhielt, endgültig die Beherrschung zu verlieren.

„Hermione" seufzte er und ihr Name klang wie eine einzige Liebkosung.

„Hm?" kam es gurrend von unten.

Sie war bereits mit seinem T-Shirt beschäftig unter diesem befand sich noch viel mehr Haut zum riechen, schmecken und kosten. Sie musste ihn ganz spüren, ansonsten würde sie keine weitere Sekunde mehr überleben.

„Wir sollten das nicht tun!" widersprach er halbherzig und verteilte dabei Küsse auf ihr Haar, ihre Stirn und versuchte sie gleichzeitig mit den Händen auf Abstand zu halten.

Irgendetwas war nicht richtig, das wusste er. Nur was? Er hatte es vergessen. Ihre zarten Hände hatten den Weg unter das T-Shirt gefunden und liebkosten die Haut darunter. Neugierig strich sie ihm über den Rippenbogen, ertastete feinfühlig jede Vertiefung die sie fand, erkundete seinen flachen Bauch und ließ die Hände tiefer gleiten. Heftig sog Severus die Luft ein. Hermione wusste scheinbar ganz genau was sie tat.

„Lass uns ins Bett gehen!" schlug sie mit vor Erregung heiserer Stimme vor.

Severus der noch am Rande seines Bewussteins mit sich rang, ergab sich seinem Schicksal und hob sie auf seine Arme.

„Wirst du es auch nicht bereuen?" fragte er sie vorsichtig.

Wenn sie ja sagte, dann bei Merlin würde er sie auf der Stelle wieder auf den Boden stellen und soweit wie möglich zu ihr Abstand nehmen, aber wenn sie nein sagte, konnte ihn kein Fluch der Welt von ihr mehr trennen. Zärtlich strich sie ihm mit einer Hand das Haar aus dem Gesicht und sah ihm dabei tief in die Augen.

„Schlafe mit mir!" bat sie ihn schlicht.

Ihre Worte brachten den großen Mann zum erbeben. So rasch ihn seine Füße trugen eilte er in ihr Schlafzimmer, dort ließ er sie langsam an seinem Körper herab gleiten bis ihre Fußspitzen den Boden berührten, dabei verlor er nicht eine Sekunde den Kontakt zu ihren Augen. Sah wie sie vor Erregung dunkel wurden und in ihnen ein Funkeln entstand. Sie begehrte ihn fast so sehr wie er sie.

Eine faszinierende und atemberaubende Feststellung. Sanft strich er ihr mit den Händen über ihr weiches Haar und umschloss dann vorsichtig ihr Gesicht. Ergriffen beugte er sich herab zu ihr. Einen Herzschlag lang hielt er über ihre Lippen gebeugt inne, so als wollte er ihr die Möglichkeit zur Flucht geben, aber sie stand still und erwartete seinen Kuss.

Tief holte er Luft und senkte dann seinen Mund auf ihren. Ein zärtliches Spiel begann, sachte strich er mit den Lippen über ihre, neckte sie, lockte sie und stöhnend folgte sie seinem Spiel. Sie verlor sich ganz und gar in diesem Kuss, ließ sich fallen und von ihm auffangen. Langsam löste er sich von ihren Lippen, fühlte sich benommen und schwindlig vor Glück, aber dennoch musste er sie warnen.

„Hermione, ich bin soviel älter als du. Willst du das wirklich?" fragte er fast ängstlich und wappnete sich dabei innerlich gegen die Abweisung, die jetzt eigentlich kommen musste.

So war es immer bisher in seinem Leben gewesen. Wenn etwas, egal was, ihn glücklich machte, verschwand es oder es wurde ihm fortgenommen. Hermione neigte leicht den Kopf und machte einen Schritt zurück. Severus Herz zerbrach. Sie würde gehen. Seine Züge versteinerten sich und wurden zu einer starren Maske.

Doch statt durch die Tür vor ihm zu fliehen, blieb sie nach diesem einen Schritt stehen und begann sich auszuziehen. Träge, beinahe anrüchig begann sie ihre Bluse zu öffnen. Knopf für Knopf bis auch der letzte offen war. Die Enden klafften in der Mitte auseinander und gewährten ihm so einen fesselnden Blick auf den Ansatz ihrer Brüste.

Ohne Scheu schob sie sich die Bluse von den Schultern und ließ sie zu Boden rascheln, nur noch ein weißer Spitzen-BH verbarg die lockende Fülle ihrer Brüste vor seinen Augen. Er spürte wie sein Mund trocken wurde und sein Gehirn zu rechnen anfing, wann er das letzte Mal so nahe an Sex war. Egal!

Hermione öffnete bereits den Knopf an ihrer Jeans und lasziv zog sie den Reißverschluss auf. Mit geübter Bewegung schob sie sich die Hose über die Hüften und entstieg dieser mit einem Schritt nach vorne. Fast berührte ihre bloße Haut seinen Körper. Nur wenige Millimeter trennten sie voneinander. Severus schloss die Augen um seine aufgewühlten Gefühle, aber vor allem seine Hormone in den Griff zu kriegen. Kein leichtes Unterfangen in Anbetracht dieser sündigen, verlockenden Sirene die so greifbar vor ihm stand.

Hermione war eine Schönheit, die ihn beinahe in die Knie gehen ließ. Langsam hob er seine Hand, so als fürchtete er sie wäre nur ein Traumbild und gleich würde er erwachen und sie war fort. Schmetterlingsgleich glitten seine Finger über ihre Schulter. Strichen das Schlüsselbein entlang, spielten mit dem Träger ihres BHs.

Schauer über Schauer rieselte Hermiones Rücken hinab. Er war so sanft und zärtlich zu ihr. Er folgte den Konturen ihrer Brust, zeichnete die Umrisse nach, schmeichelte ihr, berührte aber nicht die empfindlichen Spitzen. Unbewusst wölbte Hermione sich ihm entgegen, lechzte nach seinen Berührungen und bat stumm nach mehr.

„Severus!" murmelte sie sehnsuchtsvoll, was ihm ein leises Schmunzeln entlockte, wusste er nur zu gut was sie fühlte. Dieselben Gefühle drohten in einer Woge auch über ihm zusammen zu schlagen und ihn unter sich zu begraben.

„Wenn wir das tun gibt es kein Zurück mehr!" meinte er bestimmt.

Er neigte seinen Kopf und küsste ihre Schulter, schob ihr Haar zurück und fuhr bei ihrem Hals fort. Genüsslich schloss Hermione die Augen und klammerte sich Halt suchend mit den Händen an seinen Schultern fest. Tief inhalierte er ihren Duft, eine prickelnde Mischung aus Blumen, Kräutern und ihrer eigenen persönlichen Note. Ein Duft der ihm die Sinne umnebelte und ihn noch mehr zu ihr drängte.

Wie von selbst fielen sie aufs Bett, die Glieder ineinander verschlungen. Ein Sturm brach über sie herein und riss sie mit, aus anfänglich zärtlich, scheuem Erkunden entbrannte ein gieriger feuriger Hunger, der mit allen Fasern gestillt werden wollte. Hermione zwang Severus unter leidenschaftlichen Küssen sich auf den Rücken zu legen. Rittlings nahm sie auf ihm Platz.

Ihre Hände vergruben sich unter seinem T-Shirt und versuchten es ihm über den Kopf zu schieben. Er umspannte mit beiden Händen ihre Hüften und richtete den Oberkörper leicht auf und kam ihr so entgegen, sodass sie das T-Shirt hochschieben konnte. Kurz löste er seine Hände von ihrem Körper und rasch zog sie es ihm über den Kopf. Ungeduldig warf sie es achtlos hinter sich.

Sofort glitten ihre Hände über seine glatte Brust, strichen seine Schultern nach, über die Oberarme um wieder zurück zu kehren damit sie ihr zärtliches Erkunden an seinem Bauch fortsetzen konnte. Nun war es an ihm sich ihr entgegen zu strecken. Es tat so gut ihre Hände, ihren Körper zu fühlen und zu spüren. Er schloss die Augen und ließ sie willig gewähren, doch als ihre Hände am Bund seiner Jeans entlang fuhren und dann zärtlich über die darunter verborgene Wölbung strichen, wäre es fast um seine Selbstbeherrschung geschehen. Heftig packte er ihre Hände und hielt sie fest.

„Noch nicht!" flüsterte er eindringlich und warf sie auf den Rücken.

Ungestüm schob er sich über sie und steckte zwei Finger unter die Träger ihres BHs, zog sie über die Schultern herab und entblößte ihre Brüste. Gekonnt fanden seine Hände vorne den Verschluss und hakten ihn auf. Bereitwillig ließ Hermione sich, das nun störende Kleidungsstück, vom Körper ziehen. Bewundernd betrachtete er die perfekten Rundungen, die sich ihm entgegenstreckten und sich nach seinen Berührungen sehnten.

„Du willst wirklich mich?" entfuhr es ihm mit ehrfurchtsvollem Erstaunen.

Obwohl sie unter ihm lag und sich vor Begierde nach ihm wand, konnte er sein Glück immer noch nicht ganz fassen.

„Severus Snape, wenn du mich das jetzt noch einmal fragst, schmeiß ich dich raus und such mir einen anderen Liebhaber!" drohte sie ihm gespielt.

„Auf keinen Fall!" knurrte er besitzergreifend und beugte sich über ihre Brüste um sie mit den Händen und den Lippen zu liebkosen.

Aufkeuchend versuchte Hermione den Lustschauern, die sie umspülten, Herr zu werden. Seufzend drängte sie Severus zur Eile, doch dieser war mit seinen Erkundigungen noch nicht fertig. Virtuos strichen seine Hände über ihren Körper, hielten bei ihrem flachen Bauch inne. Seine Lippen folgten seinen Fingern. Neckend fuhr er mit der Zunge in den Bauchnabel und entriss ihr ein erregtes Stöhnen.

Zufrieden mit sich fuhr er fort. Seine Hände streichelten ihre Oberschenkel, die Knie. Umfassten sanft ihre Knöchel um dann langsam wieder hochzugleiten, so als hätte er alle Zeit der Welt.

„Willst du mich umbringen?" zischte Hermione durch zusammengebissen Zähnen und sah ihn wild an, in den Augen einen fiebrigen Glanz.

Ihre Hände wühlten in seinem Haar und versuchten ihn daran zu sich hochzuziehen, doch unbeirrt setzte er seine Erkundungen über ihren Körper fort. Sanft strich er mit der Zunge an der Innenseite ihres Oberschenkels entlang. Hermione glaubte gleich vor ungestillter Lust zu zerspringen. Wie konnte er sie nur so foltern? Wie schaffte er es sich so zu beherrschen, während sie glaubte gleich in einen Abgrund zu stürzen?

„Severus bitte!" wimmerte sie.

Er spannte seine Hände um ihre schmale Taille und schob ihr das letzte noch verbleibende Kleidungsstück von den Hüften. Unbeachtet fiel ihr Slip auf den Boden. Nun war sie vollkommen nackt und mehr als bereit ihn in ihren Armen willkommen zu heißen. Erneut nestelte Hermione an Severus Jeans herum, diesmal hielt er sie nicht auf, half ihr den Knopf und den Reißverschluss zu öffnen und ihn aus der Hose zu schälen. Ungeduldig zog sie ihn zu sich herab.

„Komm zu mir!" lockte sie ihn und umfasste zärtlich seinen harten Schaft. Tief sog er die Luft ein. Hermione beobachtete aus halbgeschlossenen Lidern, die Haare zerwühlt sein Gesicht.

„Lass mich nicht länger warten!" forderte sie.

Hungrig eroberten seine Lippen ihren Mund, küssten sie. Gleichzeitig schob er sich über sie und begann sanft in sie einzudringen. Zuerst langsam, dann immer schneller kamen seine Stöße und gemeinsam erreichten sie einen Höhepunkt, wie keiner ihn je zuvor erlebt hatte.

Immer wieder ging er in der kleinen Zelle auf und ab. Er wusste genau hier stimmte etwas nicht. Es war nichts greifbares, nur so eine Ahnung, ein Gefühl, eine Unruhe die ihn beschlich, wenn er hier drinnen war. Akribisch begann er die Zelle nach Magie abzusuchen und wurde zu seinem Unglück fündig. Bleich sank er auf den Stuhl, auf dem zuletzt Hermione Platz genommen hatte. Sorge zeichnete seine jungen Züge und dann packte ihn kalte Wut. Er hatte so eine Ahnung wer dafür verantwortlich war.