Hallo ihr Lieben! Ich weiß ihr habt lange warten müssen und ich kann auch nicht versprechen das das nächste Kapitel schnell kommt, da ich privat einfach zu viel um die Ohren habe. Doch ich werde mich bemühen euch nicht mehr derart lange auf die Folter zu spannen.
Kapitel 6
„Severus was hast du herausgefunden?" Mit schnellen Schritten folgte Lucius dem schwarz berobten Zauberer nach, der beinahe schon durch die Gänge von Malfoy Manor rannte, kaum das er auf den kleinen Platz, der nicht von einem Schild geschützt wurde, hierher appariert war.
„Jetzt nicht!"
„Aber …" Lucius rang für ihn vollkommen untypisch beinahe mit den Händen.
„Jetzt nicht Lucius!" Der Zaubertrankmeister lief weiter, den hinter ihm hereilenden Mann keines einzigen Blickes würdigend.
„Verdammt!" Nicht zum ersten Mal verwünschte Lucius die Tatsache, das er auf Lebenszeit das zauber hatte aufgeben müssen, um Ascaban zu entkommen und bei seiner Familie – oder dem was ihm davon geblieben war – verweilen zu dürfen. Endlich hatte er Severus eingeholt, streckte seine Hand aus und erwischte eine Falte der dicken, schwarzen Robe. Riss den Anderen regelrecht zu sich herum: „… es geht hier um meinen ..!" Doch erstarb ihm jedwedes weitere Wort, als er sah wie totenbleich sein langjähriger Freund war.
Seine Finger nur noch mehr in den festen Robenstoff hinein verkrampfend verlangte der Malfoysche Hausherr mit vor Furcht flacher Stimme zu wissen: „Was hast du herausgefunden?"
„Erzählt mir wie du ihn gefunden hast Lucius."
Den Kampf deutlich auf dem angespannten, bleichen Gesicht verfolgend, welchen Severus Snape ausfocht, wartete Lucius auf eine Antwort, hatte jedoch nicht mit einer Gegenfrage gerechnet und antwortete deshalb einfach, weil er genau wusste, das er vorher selbst keine Informationen erhalten würde. „Narzissa .." Lucius atmete tief durch, als er sich an die Ereignisse vom Vortag zurückerinnerte: „Ich war gerade in den Ställen, als ich ihren Schrei hörte und fand sie anschließend mit dem Brief vom Ministerium bewusstlos im Kaminzimmer. Die Eule welche uns mitteilte das … unser Sohn inhaftiert und den Dementoren übergeben wurde, war wohl zu früh losgeschickt worden und so rief ich unsere Hauselfe und ließ mich von ihr an den … Urteilsplatz bringen. Doch als ich ankam war es bereits zu spät …" Lucius wusste natürlich, das auch wenn er früher gekommen wäre, er nichts, rein gar nichts hätte tun können und dennoch … es schmerzte. Mehr als er es sich selbst gegenüber hatte zugeben wollen. „Die beiden Dementoren ließen ihn fallen und wurden von Ministeriumsmitarbeitern fortgebracht, während ein anderer mir … seinen Körper überließ.
Lucius hatte nicht gewusst, das er sich jemals noch hilfloser würde fühlen können, als Damals zu dem Zeitpunkt. Als er vor dem Zauberergamot einen Unbrechbaren Schwur hatte leisten müssen, niemals wieder einen Zauberstab zum Zwecke der Anwendung von Magie zu benutzen. Sei es nun sein eigener, oder der eines Fremden. Doch als er auf dem Platz gestanden hatte, Ilfys seine Hauselfe neben sich und sie hatte bitten müssen, ihn und seinen seiner Seele beraubten Sohn zurück nach Hause zubringen … das war noch weit schlimmer gewesen. Diese Hilflosigkeit. Das Wissen nichts, überhaupt nichts hatte tun können, um die Hinrichtung zu verhindern.
Lucius wurde aus seinen Gedanken gerissen, als der Tränkemeister sich aus seinem von Erinnerungen gelockerten Griff löste und weiterging. Nicht mehr beinahe rennend wie zuvor, sondern nun fast schon zögerlich voran schritt und so versuchte es Lucius erneut. „Was hast du erfahren Severus?"
Doch der schwarzgewandete Zauberer antwortete erst, als sie bereits vor dem durch die Dementoren gerichteten, seelenlosen Körper seines Sohnes standen.
„Es waren ursprünglich drei Lucius …"
Auf das schockierte nach Luft schnappen nicht weiter achtend, setzte Severus Snape beinahe schon zögerlich, aber nicht minder entschlossen es zu Ende zu bringen, einen Fuß vor den anderen. Er musste es wissen. Musste sich vergewissern. Langsam beugte er sich über den regungslosen Körper. Streckte seine Hände aus, die Fingerspitzen sacht an Stirn und Schläfen des blassen Schädels platziert und flüsterte: „Legilimens!"
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TBC
