Danser avec Moi
In der vergangenen Woche hatte sich bei Hermine nicht viel getan. Sie hatte versucht möglicht wenig über Fleur nachzudenken. Und da Fleur sie zu meiden schein, hatte das auch recht gut funktioniert. Es war nun soweit. Der Winterball! Hermine hatte sich endlich dazu überwunden sich darauf zu freuen. Sie stand in ihrem Zimmer und betrachtete sich in einem Spiegel. Sie hatte ein wunderschönes crème farbiges Kleid an, das ihr bis zu dem Schuhspitzen reichte. Es war verziert mit einzelnen Perlen, die im Licht der Zimmerlampe schimmerten. Ihr Haar hatte sie hochgesteckt. Sie drehte sich leicht und der Rock ihres Kleides schwang von der einen zur anderen Seite. Es machte ihr Vergnügen sich so zu drehen. Sie konnte nicht anders als zu Lächeln.
Ein Blick auf die Uhr riss sie aus ihren Gedanken. Sie griff nach dem kleinen Täschchen, das auf einem Stuhl hing und machte sich auf den Weg zum Aufenthaltsraum wo Cedric schon auf sie wartete.
Cedric: „Du siehst wunderschön aus."
Hermine – mit einer leichten Röte im Gesicht und einem Lächeln auf den Lippen: „Danke. Du siehst aber auch sehr adrett aus."
Cedric musste lachen. „Komm lass uns hinunter gehen." Er streckte seine Hand aus und Hermine ergriff sie sodann.
Angekommen im großen Saal war Hermine überrascht, wie schön er hergerichtet war. Unter der Decke schwebten zahlreiche Kerzen, die den ganzen Saal in ein dumpf helles Licht tauchten. Ein mächtiger Christbaum stand in der Mitte des Raumes und er war derart schön geschmückt, dass es Hermine kurz die Sprache verschlug.
„Es ist so wunderschön…" hauchte Hermine.
Cedric: „Passend zu dir." Er schaute sie von der Seite an und Hermine musste lächeln. Er nahm ihre Hand und sie gingen durch den Saal, der schon voll mit Schülern war. Cedric bot ihr an Punsch holen zu gehen und verschwand in der Menge. Hermine sah Harry mit Cho und ging zu ihnen rüber um sie zu begrüßen.
Harry: „Oh Hermine! Wie läuft es mit Cedric?"
Hermine: „Sehr gut…ist der Saal nicht wunderschön geschmückt?"
Cho: „Es ist traumhaft! Filch hat ausnahmsweise gute Arbeit geleistet!" Die Mädchen lachten.
Cedric kam zurück und überreichte Hermine ihren Punsch. „Hey Harry…kommst du morgen eh zum Training?" er lächelte verschmitzt.
Harry - grinsend: „Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben…aber ich sag dir eines – belastbar werde ich nicht sein."
Cedric: „Ich weiß was du meinst!"
In dem Moment ging ein Raunen durch die Menge und ein jeder verstummte. Dumbledore war von seinem Stuhl, der alle überragte, aufgestanden und begann nun seine Eröffnungsrede zu halten.
„…und deshalb wünsche Ich Euch viel Spaß! Der Winterball ist…eröffnet!" es gab Beifall und die Musik begann zu spielen.
Cedric – Hermine adressierend: „Seine Rede hat ja wieder einmal ewig gedauert."
Hermine – lächelnd: „So ist er nun einmal."
„Wollen wir tanzen?" fragte Cedric und hielt ihr die Hand hin. Hermine war leicht verunsichert, da das letzte Mal tanzen schon eine Weile her war. Doch gut gestimmt ergriff sie seine Hand und ließ sich von ihm auf die Tanzfläche führen. Hermine überließ Cedric gerne die Führung und so tanzten sie mehrere Lieder hindurch. Hermine wurde langsam ziemlich heiß und sie bat Cedric darum ein bisschen an die frische Luft zu gehen. Gemeinsam gingen sie auf einen kleinen Balkon. Hermine umklammerte die Brüstung und atmete gierig die klare Luft ein. Cedric schritt von hinten an sie heran und legte seinen Arm um ihre Hüfte. Erstaunt über die plötzliche Geste drehte sich Hermine um und blickte direkt in Cedrics Augen. Ein seltsames Gefühl breitete sich in ihr aus. Nur konnte sie nicht recht deuten ob es positiv oder negativ zu werten war. Cedric lehnte sich leicht nach vorne und küsste Hermine innig.
Hermine war völlig überrascht. Als sie sich wieder gefasst hatte, drückte sie Cedric leicht von sich weg und sah ihn fragend an. Da hörte sie plötzlich Stöckelschuhe, die sich in Gang bewegten. Sie blickte zur Balkontür und sah Fleur wie sie sich rasch davon bewegte. Sie schien beinahe zu laufen.
„Fleur!" rief Hermine. Sie riss sich aus Cedrics Armen und lief dem Mädchen hinterher. Cedric blieb verlassen und alleine zurück – mit einem äußerst verwirrten Gesicht. Doch darüber machte sich Hermine in diesem Augenblick wenig Gedanken. Denn Fleur bildete nun das Zentrum ihrer Gedanken. Sie lief ihr hinterher ohne recht zu wiesen wieso. In der Vorhalle hatte sie sie endlich eingeholt.
„Fleur! Jetzt bleib doch stehen!" rief Hermine.
Fleur: „Wieso?? Was willst du noch von mir?"
Hermine wusste nicht recht wie sie darauf reagieren sollte. „Du hast auf jeden Fall kein Recht sauer zu sein!"
Fleur: „Wie bitte?"
Hermine: „Du bist weggerannt weil ich Cedric geküsst habe!"
Fleur: „Das tut doch nichts zur Sache!"
Hermine: „Und ob es das tut! Du hast einen Freund! Du hast überhaupt kein Recht dich darüber aufzuregen."
Fleur – funkelte sie böse an: „Wer sagt, dass ich das tue?"
Hermine öffnete ihren Mund, doch wusste sie überhaupt nicht was sie, denn nun sagen sollte.
Fleur: „Erstens habe ich keinen Freund. Das war mein Bruder, der mich besucht hat. Und zweitens würde ich mich doch nicht aufregen wenn du jemand anderes küsst. Du kannst schließlich machen was du willst." Sie drehte sich um und ging schnellen Schrittes davon.
In Hermines Gehirn machte es Klick…ihr Bruder…sie hat gar keinen Freund? Aber… und Hermine begann erneut zu laufen. Sie holte Fleur ein und ergriff ihren Arm um sie zurück zu halten. Fleur drehte sich schwungvoll um und blickte Hermine mit leicht glitzernden Augen an. Hermine zögerte nicht weiter und küsste sie. In dem Moment als ihre Lippen aufeinander trafen, verspürte Hermine ein prickelndes Gefühl in ihrem ganzen Körper. Ihre Hände begannen leicht zu zittern.
Fleur zog ihren Kopf weg. „Wieso tust du das?"
Hermine: „Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht. Aber ich weiß, dass ich mich von dir in irgendeiner Art und Weise angezogen fühle. Ich gebe es nur ungern zu aber so ist es nun mal. Und dich zu küssen ist um so vieles schöner als Cedric zu küssen…"
Fleur ließ sie nicht weiterreden sondern platzierte ihre Lippen auf denen von Hermine. Hermine legte ihre Arme um Fleurs Taille und zog sie näher zu sich heran. Fleur strich Hermine sanft über ihren Hals und so standen sie mehrere Minuten umschlungen mitten in einem leeren Gang.
Hermine spürte Fleurs Zunge wie sie gegen ihre Lippen strich und förmlich um Einlass bat. Sie öffnete leicht ihren Mund und spürte wie Fleurs Zunge langsam in ihre Mundhöhle glitt. Fleur erhöhte auch den Druck ihrer Hände. Sie drückte Hermine gegen die Wand und lies ihre Hände seitlich über Hermines Oberkörper wandern. Hermine zog Fleur nun noch näher an sich heran und sie konnte ihren zierlichen Körper durch den dünnen Stoff ihres Kleides spüren. Sie fühlte sich beflügelt und konnte endlich alles andere um sich vergessen…
Als sie plötzlich Schritte und fröhliche Stimmen vernahmen, lösten sie die innige Umarmung. Sie lehnten sich nebeneinander and die Wand und warteten bis die Schüler vorbeigegangen waren.
„Bist du dir sicher, dass du das willst?" fragte Fleur und blickte ihr dabei mit ihren klaren blauen Augen direkt in die ihrigen.
„Und ob ich das bin." antwortete Hermine. Sie platzierte ihre Hand auf Fleurs Hinterkopf und zog ihn so zu sich heran um Fleur zärtlich zu küssen….
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Nun denn…es ist in meinen Augen zu einem happy end gekommen und weiters zu einem Punkt an dem ich mich frage, ob ich die Geschichte hiermit beenden soll – oder weiterschreiben soll. Sagt mir doch, was ihr dazu meint…danke :)
