Sooo meine Lieben. Da bin ich wieder. Morgen fängt die Schule wieder an brech. Naja. ABer hier kommt dann mal ein neues Kapitelchen.

Danke für die Reviews. Lg Lucia

Severus Snape

Von Minute zu Minute verebbte ihr Schreien langsam.

Seit Stunden musste das jetzt schon so gehen.

Keine Kraft mehr. Kein Zeitgefühl, kein Überlebenswille mehr. Sie krümmte sich vor Schmerz auf dem Boden, während er anscheinend völlig gelassen, beinahe schon amüsiert immer wieder seinen Cruciatusfluch aussprach.

Eine Pause.

Narcissa spuckte Blut. Verschwommen nahm sie seine Umrisse war, wie er sich über sie beugte und irgendeine Gegend in der Nähe ihres Kopfes berührte. Narcissa wusste nicht welches Körperteil. Sie hatte seit der letzten halben Stunde aufgehört die genauen Punkte zu definieren, die schmerzten. Vergeblich wartete sie darauf, dass ihr Gehirn sich endlich ausschalten würde.

Endlich ohnmächtig werden.

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Lucius Malfoy war verunsichert. Seit ziemlich genau 2 Stunden und fünfundvierzig Minuten war er sie jetzt am Foltern. Normalerweise hätte sie nach seinem vierten Cruciatusfluch die Besinnung verlieren müssen.

Er berührte ihre Halsschlagader. Ein Puls war da, wenn auch nur sehr schwach, aber er war da.

Wieder richtete er seinen Zauberstab auf das das Mädchen, deren Körper begonnen hatte vor Erschöpfung und Schmerz zu zittern.

„Crucio."

Sie schrie nicht mehr. Sie konnte nicht mehr schreien. Sie wusste auch gar nicht warum.

Wo war sie eigentlich. Wer war das, der ihr willentlich solche Schmerzen zufügte und wer war eigentlich sie? War sie überhaupt eine Sie.

Du wirst verrückt. Er hört gleich auf. Halt durch. Du bist es. Narcissa BLACK. BLACK und niemals Malfoy.

Niemals.

Eine Stimme.

„Lucius! Was in aller Welt…"

Der Fluch brach ab.

Narcissa meinte die Umrisse eines jungen Mannes zu sehen. Wer war… Eigentlich auch egal. Alles egal.

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„Bei Merlin, Lucius. Du kannst deine Verlobte doch nicht umbringen."

„Verschwinde Severus.", murrte Lucius abfällig. „Was ich mit meiner Verlobten mache und was nicht, geht dich nichts an."

Der zweite Mann ging eilig nach vorne und beugte sich über das Mädchen.

Er klatschte ihr mit der flachen Hand gegen die Wange.

„Können Sie mich hören, Narcissa?"

Keine Reaktion.

„Sie hat noch Puls.", warf Lucius ein, bevor Severus seine Finger auf ihre Halsschlagader legen wollte.

„Sie atmet kaum noch, Lucius."

„Das sehe ich selbst! Sie hat es verdient! Und…was zur Hölle tust du hier?" Lucius wurde wütend. Niemand mischte sich ungefragt in seine Angelegenheiten ein.

„Der Dunkle Lord schickt mich. Du hast dich lange nicht mehr im Orden blicken lassen. Er fragt, ob du es dir anders überlegt hast…"

„Natürlich nicht!"

Severus hob das Mädchen hoch und legte es aufs Bett.

Vorsichtig fuhr er mit dem Finger über die große Platzwunde am Kopf.

„Lass das Severus. Sie hat es verdient."

Severus schnaubte verärgert.

„Mach dich nicht lächerlich, Lucius. Was könnte dir dieses Mädchen…sie ist ein Kind, Lucius! Was könnte sie DIR denn antun?"

Der blonde Mann schwieg.

„Narcissa?"

Allmählich kehrte etwas lebendiges wieder zurück in ihr Gesicht.

Verwirrt sah sie den schwarzhaarigen Mann an.

„Spüren Sie das?"

Severus drückte ihre Hand.

Sie nickte leicht.

„Haben Sie Schmerzen?"

Innerlich ärgerte er sich selbst über diese wirklich dumme Frage.

Wieder ein Nicken.

„Ich gebe Ihnen etwas dagegen. Lucius würdest du…"

Der Mann war vorgetreten. „Nein, ich würde gar nichts. Ich sagte bereits: Sie hat es verdient. Und das weiß sie auch. Sie kriegt nichts gegen die Schmerzen und- Jetzt kümmre dich um deine eigenen Angelegenheiten, Severus."

Der andere Mann zuckte fast unmerklich zusammen.

Ein Nicken und er rauschte aus dem Zimmer.

Kaum war die Türe ins Schloss gefallen, richtete er seinen Zauberstab wieder auf Narcissa.

„Wir beide waren noch nicht fertig miteinander."

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Narcissa hielt sich den Kopf.

Sie lag, umgezogen, in ihrem Bett. Er sollte doch nicht ernsthaft die Perversität besessen haben und ihr das Nachthemd angezogen haben, nachdem sie ohnmächtig geworden war.

Sie erschauderte.

Dass er sie anfasste, wenn sie nichts davon mitbekam…

„Wie geht es Ihnen, Narcissa?"

Sie fuhr zusammen. Ihr Blick wanderte zur Türe. Sie hatte den Mann gar nicht bemerkt.

Irgendwann hatte sie ihn schon mal gesehen.

Schwarze Haare, schwarzer Umhang, dunkle Augen.

„Wie geht es Ihnen?"

Narcissa war verwundert. Das erste Mal seit sie hier war, dass ein Mensch sich mal nach ihrem Wohlbefinden erkundigte.

Sie machte eine Bestandsaufnahme von ihrem Körper. Erstaunt musste sie feststellen, dass sie tatsächlich nicht so große Schmerzen hatte, wie sie angenommen hatte.

Der Mann lächelte.

„Ich konnte Sie nicht einfach da liegen lassen. Wissen Sie…Lucius ist manchmal etwas…eigen, aber im Grunde…"

Narcissa sah den Mann ungläubig an.

„Severus Snape.", sagte er und hielt ihr seine Hand hin.

Unsicher streckte sie ihre eigene Hand hin und schüttelte die seine.

„Wie…sind sie hier herein gekommen?"

„Ich habe Lucius besucht, wissen Sie er ist zurzeit etwas überreizt, wegen", ein Schnauben von Narcissa unterbrach ihn.

ETWAS überreizt.

„Wegen seinem Eintritt in den Orden und-"

„Was für ein Orden?"

Severus sah sie erschrocken an.

„Er hat nicht mit Ihnen darüber geredet?"

Sie lachte bitter.

Geredet. Pah! Als wenn er jemals mehr getan hätte, als sie zu beschimpfen oder zu quälen.

Was für ein Orden?

„Oh, doch natürlich.", log sie, in der Hoffnung etwas mehr zu erfahren.

Der Mann nickte, dann fuhr er fort. „Nun ja. Nächste Woche ist Vollmond. Da soll er das Dunkle Mal bekommen und…. Wissen Sie, der Dunkle Lord mag Lucius. Er vertraut ihm. Er hat gute Chancen ein enger Vertrauter von ihm zu werden."

Dunkler Lord…Orden…Dunkles Mal…

Bei Narcissa klingelten die Alarmglocken.

Der Dunkle Lord… Das war doch dieser Irre, der es sich in den Kopf gesetzt hatte, alle nicht reinblütigen Zauberer und Muggel auszulöschen.

Ihr Vater hatte immer über ihn gelacht, wenn er etwas über ihn und seine Anhänger, wie hießen sie, Todesser, in den Nachrichten gehört hatte.

‚Dem schließt sich doch von den wirklich aristokratischen Reinblütern keiner an!'

‚Der kommt mit seiner Ideologie nicht weit.'

„Er wird immer mächtiger. Bald können wir seine Ziele verfolgen."

Narcissa schüttelte den Kopf. Das war nicht gut. Gar nicht gut. Das Zaubereiministerium hatte den Orden verboten und angekündigt potenzielle Anhänger mit hohen Geldstrafen zu belegen.

Sie wusste ja schon, dass Lucius kriminell war, aber wenn dann die Öffentlichkeit das erkennen würde.

Sie wäre frei. Müsste ihn nicht heiraten. Sie dachte an ihre Familie. Sie wären enttäuscht, wenn sie wüssten, dass sie das gerade gedacht hatte.

Vergiss deine Familie. Eines Tages bringt der Mann dich um!

„Alles in Ordnung, Miss?"

„Ja…ich denke, ich…weiß…alles wird in Ordnung kommen."

Sie musste ihn einfach in sein eigenes Unglück rennen lassen. Alles andere würde sich von alleine ergeben.