Disclaimer: Wie immer nichts mir, alles JKR.

Beta: Auch wie immer, mein größter Gugi –Schatz. Das liebe Gugi hat heute auch noch Geburtstag °jauchz° Alles liebe und gute mein Schatz °schmatz°

Anmerkung: Hier wie versprochen das nächste Kapitel. Bin nun erstmal bis 20.10.2005 auf Rhodos und mit ein bissel Glück hab ich ganz viele neue Ideen wenn ich wieder komme °g°

Kapitel 6 -Ende oder Neubeginn?-

Irgendwie sollte man meinen, dass es seltsam war, - es irgendwelche Gefühle hervorrufen müsste. Aber das tat es nicht. Als sie Vater abführten, war es mehr als nur seltsam. Ich wusste nicht was ich hätte fühlen sollen

Scham aufgrund meines Verrates? Angst? Oder vielleicht hätte ich mich auch freuen sollen? Endlich war ich frei und konnte mein eigenes Leben führen, war nicht mehr eingesperrt und an die Prinzipien meines Vaters gebunden. Aber da war nichts, rein gar nichts außer absoluter Gleichgültigkeit.

Er ging an mir vorbei, sah mir in die Augen und spuckte mir ins Gesicht. Aber ich fühlte absolut nichts. Ich konnte mich noch genau an den Ausdruck seiner Augen erinnern. Seltsamerweise war in ihnen kein Hass oder Abscheu zu sehen, nur Überraschung.

Überraschung und dieses Leuchten. Ich stand da und starrte durch ihn hindurch - bewegte mich nicht vom Fleck. Eigentlich konnte ich direkt froh darüber sein, dass die Reporter bereits fort gebracht worden waren.

Komisch, wie schnell alles ging. Wenn man später darüber nachdachte, kam einen alles so unwirklich vor. Alles - worauf man Monatelang hingearbeitet hatte, war innerhalb weniger Minuten vorbei. Wenn man mittendrin steckte, konnte es einem wie Stunden vorkommen. Als das Ministerium Malfoy Manor stürmte, hatte ich mich zurückgezogen. Ich war nicht so blöd gewesen, Potters Warnung zu missachten. Ich wusste, dass es auch für mich gefährlich werden konnte.

Die Uhr zeigte viertel vor acht. Vater hatte gerade angedeutet, dass er die Leute zusammenrufen würde. Melissa hatte ich bisher nur aus der Ferne gesehen. Einzig bei der Begrüßung hatten wir uns kurz die Hand gereicht. Sie schien es vorzuziehen sich im Hintergrund zu halten, bis ihr großer Augenblick gekommen war. Die Privatschule hatte sie nicht wirklich Öffentlichkeitsoffener gemacht.

Ich erwischte mich immer wieder dabei, den größtmöglichen Abstand zwischen ihren dunkel gelockten Haarschopf und mich zu bringen. Ich glaubte unter den Reportern einen von Kortels und Potters Männern erkannt zu haben und musste mich auf ein rechtzeitiges Eingreifen verlassen. Also nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und verschwand durch die kleine Seitentür, als die Uhr im Saal viertel vor Acht schlug.

Keine Sekunde zu früh: Denn sobald ich die Tür hinter mir geschlossen hatte, brach es los wie eine Explosion, ich konnte die Fenster splittern hören. Kurz schloss ich die Augen und lehnte meinen Kopf an die geschlossene Tür. Ich wusste, dass es Zeit wurde abzuschließen - also drehte ich mich um und machte mich auf in den Seitentrakt.

Ich stand da - an einem der großen Bogenfenster, das Gesicht dem Garten zugewandt, mit geschlossenen Augen, während die Minuten verrannen und der Lärm durchs ganze Haus fegte. Die Sonne stand noch immer über dem Horizont und ihre Strahlen streichelten mein Gesicht.

„War es deine Idee?"

Ich öffnete die Augen und wirbelte herum. Ich hatte nicht gehört wie sie die Tür geöffnet hatte oder mir gefolgt war. Aber sie schien schon länger dort zu stehen und mich zu beobachten. Die Arme vor der Brust hielt sie verschränkt.

„Mutter?"

„Nenn mich nicht so! War das deine Idee? Ich wusste, dass du irgendetwas im Schilde führst - aber dein Vater hatte mir ja nicht glauben wollen! Er hat wirklich geglaubt dich unter Kontrolle zu haben. Ich war immer der Meinung, du würdest zu sehr nach dem Familienzweig der Blacks schlagen. Du bist zu stur! Und ich hatte Recht, nicht wahr? Du hast uns verraten!" Ihre Stimme war eisig, ihre Augen zusammengekniffen.

Sekunden später stieß sie sich von der Tür ab und kam auf mich zu. Ich konnte den Hass - den sie ausströmte - regelrecht in der Luft zwischen uns fühlen. Vorsichtig ging ich rückwärts, fort von ihr. Sie hatte immer die Hosen in dieser Familie an gehabt, auch wenn Vater nichts davon wusste. Meine Hand tastete nach dem Zauberstab, den ich im Hosenbund stecken hatte. Doch bevor ich ihn vollständig ziehen konnte, hallte ihre Stimme durch den Raum.

„Expelliamus"

Die Wucht, mit der mich ihr Zauber traf warf mich zu Boden. Trotzdem verfolgte ich die Flugbahn meines Zauberstabs der direkt in ihrer Hand landete. So schnell ich konnte, rappelte ich mich wieder auf.

Du hast gewonnen Mutter, was willst du mehr?

Ihr Grinsen versprach Wahnsinn und verzog die einstmals schönen und feinen Gesichtszüge. Ich fragte mich was mit ihr passiert war. Warum sie hier, und nicht in der Halle war. Und ob es fair war, dass ich ihr alleine und hier gegenüber stand.

„Um mit dir fertig zu werden benötige ich keinen Zauberstab." Ihre Stimme war nicht mehr als ein flüstern. Ich zuckte zusammen als ich das knacken hörte. Mein Zauberstab fiel fein säuberlich in der Mitte zerbrochen zu Boden.

Du bist tatsächlich irre geworden!

Ihrer folgte meinem, verdammt was hatte sie vor? Ein Lächeln verzog ihr Gesicht, nicht ehrlich und nicht schön, wie sie es in der Öffentlichkeit trug. Sie ließ die Hände an den Seiten herabsinken und kam langsam auf mich zu.

Ich bin größer als du, wenn auch nicht viel und muskulöser, schwerer. Du hast keine Chance gegen mich, was hast du vor?

Ich ging wieder rückwärts und hielt erst an, als meine Fersen

die Wand berührten. Sie kam weiter auf mich zu. Ihre Augen beobachteten mich ganz genau und ich schluckte. Ich bekam Angst, denn in diesem Zustand hielt ich sie für unberechenbar.

Ich weiß nicht was du vorhast!

Dann stand sie vor mir und plötzlich ging alles ganz schnell. Von der Ohrfeige abgesehen, die sie mir verpasste, wurde ich mir schmerzhaft bewusst, dass ich auf dem Boden gelandet war.

Verdammt, wo hast du das gelernt?

Mein Arm schmerzte von ihrem Wurf. Dann war sie über mir und ich sah eher durch Zufall das Aufblitzen in ihrer Hand. Ich drehte mich zur Seite und merkte wie das Messer meine Seite streifte. Ich versuchte den brennenden Schmerz zu ignorieren. Meine Hände griffen nach ihren Armen, versuchten sie festzuhalten - während mein Kopf immer noch zu verstehen versuchte, was sie da machte.

Mutter ich bin es! Aber das weißt du - oder?

Es war ihr egal, wir rangen auf dem Boden. Drehten uns von einer Seite zur anderen, jeder von uns versuchte die Oberhand zu gewinnen. Die Sekunden verrannen wie Minuten, wie Stunden. Und doch dauerte es nicht lange und meine Arme wurden immer schwerer. Mein Hemd war vollkommen durchweicht und das nicht weil ich so schwitzte, mein Blut hatte schon Flecken auf dem Teppich hinterlassen. Ich wurde müde und sie zappelte immer noch herum. Meine Sicht begann zu verschwimmen und mit einem winzigen Teil meines Verstandes begriff ich, dass die Klinge vermutlich vergiftet war…

Nein, Mutter war nicht der Gift Typ, vermutlich eher ein Betäubungsmittel. Denn die Arbeit überließ sie nicht dem Gift, sie führte es selbst zu Ende. Ich wurde immer benommener und wusste, dass die ganze Sache nicht mehr lange dauern konnte. Plötzlich rutschte meine Hand ab. Und weil ich nicht wußte was ich machen sollte, zog ich die Arme hoch um mein Gesicht zu schützen.

Doch es passierte nichts weiter, es war vorbei, sie wehrte sich nicht mehr.

Vorsichtig versuchte ich sie von mir zu schieben - nicht sicher, ob ich dem Frieden trauen konnte. Dann sah ich es und ich hielt in der Bewegung inne. Der Messergriff ragte aus ihrer Brust und meine Hände waren Blutverschmiert. Wenn ich später darüber nachdachte, war ich mir sicher in meinen Erinnerungen zu spüren, wie das Messer eindrang, wie ich sie umgebracht hatte, wie ich… Aber in dem Moment begriff ich nichts davon. Ich musste einen Arzt holen, irgendetwas tun! Sie sah mich an und ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Vorsichtig streckte ich die Hand nach ihr aus.

„Mutter?"

„Du bist nicht mein Sohn, niemals." Ihre Stimme war nicht mehr als ein krächzen und mit jedem Wort lief Blut aus ihrem Mundwinkel.

Dann murmelte sie etwas, ihre Finger deuteten auf die Fenster und hinter mir gingen die Vorhänge in Flammen auf. Ich registrierte es kaum, konnte sie nur ansehen. Dann brachen ihre Augen, ihr Atem verließ das letzte Mal ihre Lippen und ihr Blut klebte immer noch an meinen Händen.

Was habe ich getan? Mutter? Mutter!

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Ich wußte nicht wie lange ich auf den Hügeln stand und mit ansah wie Malfoy Manor brannte. Ich wußte nicht einmal mehr wie ich aus dem Haus kam. Das letzte woran ich mich erinnern konnte war, dass ich mich übergab und dann…? Ich glaubte Dilly, die fragte ob alles in Ordnung sei, zu hören und sie meinte, dass wir das Haus verlassen müssten, das prasseln der Flammen. Der nächste deutliche Augenblick, der sich mit einer grade zu präzisen Klarheit in mein Gedächtnis schlich, war mein Vater. Mein Vater der abgeführt wurde, seine Augen... Diese Leere und Teilnahmslosigkeit. Und dann legte sich wieder der Schatten auf mich. Ich war noch immer halb betäubt von der Wunde an meiner Seite, dem Blutverlust und was auch immer Mutters Messer benetzt hatte. Da ich noch immer lebte ging ich davon aus, dass das Zeug an dem Messer nicht tödlich sein konnte.

Aber ich konnte nicht mit Bestimmtheit sagen was danach der letzte zusammenhängende Gedanke war. Nein, ich wusste es tatsächlich nicht. Ich wusste auch nicht wann genau ich merkte, wie sehr ich meine Vergangenheit hasste. Irgendwann begann es zu regnen, doch nicht einmal das konnte die Flammen - die dort Meter hoch in den Himmel schlugen - löschen. Aber der Regen tat gut und er reinigte meine Hände von dem Blut, welches ewig an ihnen kleben würde, wenn auch nicht sichtbar.

Dann war er da. Er stand einfach neben mir und hielt meine Hand und es machte mir nichts aus. Im Gegenteil. Vielleicht half es, denn erst jetzt bemerkte ich meine Tränen.

Was danach geschah, lag unter einer Art nebligen Schleier verborgen. Ich wusste, dass ich mit ihm ging und dass ich mich am nächsten Morgen in seinem Bett wieder fand - zugedeckt, gesäubert und in einen roten Schlafanzug gekleidet, der Verband über meinen Rippen drückte. Der Geruch von Kaffee lag in der Luft, frisch aufgebrüht, irgendwo waren die Töne eines Muggelradios zu hören.

Im Halbschlaf drehte ich mich, zuckte zusammen als der Schmerz meine Seite in Flammen setzte und mich in die Wirklichkeit zurückholte. Ich öffnete die Augen und es war die Sonne, die mir ins Gesicht schien. Einen Moment fragte ich mich wo ich war, im nächsten kehrten die Erinnerungen zurück und es war mir egal.

Was habe ich getan? Oh Mutter!

Alleine die Erinnerung schaffte es, dass mir abermals übel wurde und die Schuldgefühle wieder auf mich einprasselten. Ich versuchte mich aufzusetzen, ich glaube ich hatte keine Ahnung was ich tun wollte. Vielleicht mich in irgendeiner Ecke verstecken. Mich irgendwo einschließen und nie wieder heraus kommen. Stattdessen schaffte ich es nur mich unter einer gewissen Kraftaufwendung aufzusetzen und aufzustöhnen.

Dann öffnete sich die Tür und er lugte vorsichtig um die Ecke.

„Du bist wach, gut. Wie geht es deiner Seite? Der Schnitt ist nicht tief, die Medi-Hexe sagt, du wirst schon wieder wenn das Zeug, was in deiner Wunde klebte, erstmal aus deinem Körper raus ist." Seine Stimme klang besorgt und auch seine Augen unterstrichen diese Gefühlsregung. Außer dem Kopfweh und der leichten Benommenheit, schien das Zeug keine weiteren Nebenwirkungen zu besitzen.

Welche Medi-Hexe? Das Messer? Also weißt du es? Ich meine…

„Du kannst froh sein, dass sie dich rechtzeitig rausgeholt haben. Ein paar Augenblicke später und die Decke wäre über euch zusammen gebrochen. Es tut mir leid wegen deiner Mutter."

Ich schloß die Augen.

Ja, aber tut es mir auch leid? Bin ich so herzlos?

Ich hatte sie umgebracht, ich war ein Mörder. Ich blickte auf meine Hände, da war kein Blut und doch konnte ich es sehen. Ich hatte sie umgebracht.

„Möchtest du Tee? Ich habe auch Kaffee, aber ich weiß aus deiner Akte, dass du keinen trinkst, also...?"

Ich schüttelte den Kopf. Was mich mehr interessierte war: Wie war ich hierher gekommen und was machte ich hier, in deinem Bett! Alles Erinnerungen die mir fehlten und die sich nicht durch den Nebel kämpfen konnten.

Aber ich schaffte es einfach nicht den Mund zu öffnen. Ich hatte nicht die Kraft dazu. Denn wenn ich etwas sagte, würde dieses unrealistische Bild real werden. Wirklichkeit. Solange ich nichts sagte, würde ich vielleicht wieder aufwachen und alles würde sein wie immer. All dies wäre ein böser Traum, der in meinen Erinnerungen verblassen würde. Also blickte ich dich nur an. Irgendwann merkte ich, dass es dir unangenehm wurde und fast schaffte ich es die Lippen zu verziehen - aber es funktionierte nicht wirklich.

„Ich habe auf dem Sofa gepennt, nur damit du das weißt."

Oh, gut zu wissen.

Wenn ich es nicht besser gewußt hätte, könnte man meinen, Potter würde von einen Fuß auf den anderen treten. Leider verbarg die Tür - hinter der er sich versteckte - einen klaren Blick auf seine Füße

„Hör zu - die Sache mit deiner Mutter, es wird als Notwehr durchgehen. Sie haben die Hauselfen befragt und wie es der Zufall will, war eines der kleinen Biester anwesend."

Notwehr? Tatsächlich? Das Biest hieß Dilly, glaub ich. Ich weiß nicht, verdammt Potter ich habe einen Menschen auf dem Gewissen, sie war meine Mutter!

Und dann passierte es wieder, ich konnte mich einfach nicht dagegen wehren. Mein Blick verschwamm. Ich versuchte mich auf meine Hände zu konzentrieren, sie waren zu Fäusten geballt. Alles nur, um nicht den Blick heben zu müssen.

„Du wirst doch jetzt nicht anfangen zu weinen, oder?", fragte er behutsam.

Doch Potter, genau das werde ich jetzt machen! Wenn es dich stört verschwinde doch einfach, es wäre mir sowieso lieber! Hau ab, geh weg! Mach einfach die Tür zu und lass mich alleine!

„Hey, hör zu. Es ist in Ordnung." Ich merkte wie sich die Gewichtsverteilung auf der Matratze änderte, er kam immer näher und legte vorsichtig den Arm um mich, versuchte mich zu trösten.

Geh weg, lass mich in Ruhe, verschwinde! Du hast ja gar keine Ahnung! Ich will allein sein!

Dann war er mir ganz nah, ich hob den Blick und sah ihn an. Seine Augen, von solch einem klaren tiefen grün. Das Leuchten in ihnen, das von seinen Gefühlen sprach, welches andeuten ließ was möglich war. Weiche volle Lippen, von denen ich nicht den Blick wenden konnte. Der Duft seines Rasierwassers, das in der Luft zwischen uns hing. Ich konnte mein Herz schmerzhaft in meiner Brust schlagen fühlen. Schließlich war es soweit und ich schloss die Augen. Ich vergaß meinen Kummer für einen Augenblick.

Seine Lippen waren so zart. Die Hand, die sich um meinen Rücken schlängelte und schließlich in meinem Nacken zum liegen kam, mich näher an ihn zog. Seine Zunge die vorsichtig über meine Lippen fuhr, Einlass verlangte. Einlass, den ich nach kurzem Zögern gewährte. Zungen die sich berühren, miteinander tanzten. Vielleicht hatte ich auch ein wenig Glück verdient?

Und plötzlich war es ganz einfach sich fallen zu lassen und alles zu vergessen - in dem Kuss zu versinken. Von seiner Begierde alles verschlingen zu lassen, die Vergangenheit und die Zukunft. Alles was in diesem einen Augenblick zählte war einzig und alleine die Gegenwart. Und wenn es zu ernst wurde….. Dann könnte ich immer noch gehen, wieso sich jetzt darüber Gedanken machen?

Der Kuss intensivierte sich, wurde immer fordernder. Ich hatte schon vorher Mädchen geküsst, aber kein Kuss war so gefühlvoll, so umwerfend gewesen. Zungen die miteinander spielten, die versuchten die Oberhand zu gewinnen. Nichts anderes das zählte. Vollkommendes Vergessen.

Aufkeuchend zogst du dich zurück. Und ich öffnete die Augen aufgrund dieser plötzlichen Einsamkeit, wegen der Leere die du zurück gelassen hattest. Ich konnte es in deinen Augen sehen. Den verdammten Gryffindor, der diese Situation niemals ausnützen würde. Der seine eigene Begierde zurückstellen würde um den anderen zu schützen.

Verdammt, wolltest du es nicht verstehen? Du konntest mich nicht so zurücklassen, mir nicht auch noch das Letzte nehmen, an das ich mich klammern - an dem ich mich festhalten konnte.

Tu mir das nicht an, lass mich nicht allein!

Nicht jetzt, wo ich bereit war alles zu vergessen. Nicht jetzt, wo ich bereit war einmal die Gefühle zuzulassen - die mich bereits die letzen Wochen so verwirrt hatten. Und dann geschah es ganz wie von selber. Ich streckte dir meine Hand entgegen und mein Mund formte die Worte, Worte die noch nie über meine Lippen gekommen waren.

„Harry, bitte."

Ich wusste nicht, über was wir beide mehr überrascht waren. Über deinen Vornamen oder die Bitte. Trotzdem ging ein Ruck durch deinen Körper, du wusstest was es mich gekostet hatte. Und ich wusste, dass ich verloren war, als du wieder zu mir kamst.

Es war seltsam, nicht wahr? Wie schnell man sich selbst vergessen konnte. Aber in diesem Moment war alles andere egal. Mich interessierte weder wer ich war, noch was ich hier machte. Einzig und allein mein Gegenüber war wichtig. Und der Augenblick, der mich einmal ich sein ließ - ohne Hintergedanken oder Ausflüchte. Sich fallen lassend und alles um einen herum vergessend.

Harrys Hände waren neugierig. Sie fanden ohne Umschweife den Weg unter das Pyjamaoberteil, während seine Lippen, seine Zunge noch immer mit meiner beschäftigt war. Ich zuckte vor der Berührung seiner Fingerspitzen zurück, doch diese ließen sich nicht aufhalten. Wo sie nackte Haut berührten, hinterließen sie eine feurige Spur. Immer vorsichtig den Verband über meinen Rippen beachtend, streichelten seine Hände meinen Oberkörper entlang.

Harrys Mund wanderte tiefer, küsste und saugte zärtlich an meinem Hals und ich konnte dieses lustvolle Seufzen nicht verhindern. Ich war unsicher und versuchte meine Hände unter Kontrolle zu halten, wollte nichts Unüberlegtes tun. Denn wo ich mich plötzlich frei und gelassen geben konnte - und wollte, stoppte mich das Neue und Unbekannte.

Während die eine Hand noch immer vorsichtig meinen Bauch streichelte, kleine Kreise um den Bauchnabel zog, machte sich die andere gekonnt und schnell an den Knöpfen zu schaffen. Einer nach dem anderen öffnete sich unter Harrys flinken Fingern und innerhalb weniger Augenblicke rutschte mir das Oberteil von der rechten Schulter.

Der Wärme beraubt, ging ein Zittern durch meinen Körper und ich wimmerte leise. Harry, der sich aufgesetzt hatte, mich nicht aus den Augen ließ, biss sich auf die Lippe. Er konnte das leise stöhnen, welches sich seinem Mund entrang, nicht unterdrücken. Ich erschauderte wieder, diesmal nicht wegen der Kälte, sondern wegen der Lust die sich in meinem Körper ausbreitete und seinen unheilvollen Höhepunkt darin auslebte das meine, nein, seine Pyjamahose beträchtlich enger wurde. Harrys Augen machten mich verrückt, der Ausdruck in ihnen, verschleiert und voll von ungebändigter Lust. Vorsichtig schob er das Pyjamaoberteil auch von meiner anderen Schulter, setzte seine Lippen wieder an meinen Hals, fuhr diesen entlang, und folgte schließlich meinem Schlüsselbein.

Seine Zunge tanzte auf meiner erhitzten Haut und ich konnte nicht anders als leise aufzustöhnen, als seine Lippen meine rechte Brustwarze umschlossen, daran saugten, knabberten. In Sekundenbruchteilen waren sie hart wie Stein. Harrys Hand, die bis jetzt meinen Bauch gestreichelt hatte, wanderte tiefer und strich vorsichtig über die Innenseite meiner Oberschenkel. Ein weiteres wimmerndes Stöhnen, das sich seinen Weg über meine Lippen bahnte. Seine andere Hand strich zärtlich über meinen Kopf.

„Harry ich..." Ich schluckte um den zitternden Tonfall aus meiner Stimme zu bekommen, aber bevor ich weitersprechen konnte, fuhr seine Zunge zärtlich über meine Lippen.

„Psst, vertrau mir, du kannst das jederzeit beenden, Draco. Du musst es mir nur sagen. Du brauchst keine Angst haben. Lass mich machen... "

Himmel, ich wollte nicht, dass du aufhörtest und ja, ich hatte Angst. Aber ich konnte gar nichts sagen, weil deine Zunge wieder in meinem Mund war und ich eigentlich auch gar nichts sagen wollte. Als deine Hand wieder über meine Brustwarze strich, bäumte ich mich dir automatisch entgegen. Wieso konnte ich dieses verdammte Wimmern nicht lassen?

Mittlerweile hatte sich meine ganze Hitze in meinen Lenden gestaut und als du mit den Fingerspitzen unter den Gummiband meiner Hose gingst und mein Glied entlang strichst, stöhnte ich laut auf. Alles in mir zog sich zusammen und einen winzigen Augenblick dachte ich, dass jetzt alles vorbei wäre. Doch dazu warst du zu geschickt, zu gekonnt in deinen Handlungen.

Du zogst dich langsam wieder zurück. Dann war da wieder eine Gewichtsverlagerung und als ich die Augen öffnete, saßt du auf mir, lächeltest mich an und deine Hände fuhren die Seiten meines Körpers entlang. Ein Schauer jagte den nächsten, während sich mein Unterkörper dir entgegen drückte und sich an deinem rieb. Du machtest mich wahnsinnig und deine Hände schienen überall zu sein, aus meinem Stöhnen wurde langsam aber sicher ein Keuchen.

Meine Hände griffen nach oben, nestelten an deinem Pullover und mit ein wenig Unterstützung deinerseits schaffte ich es schließlich, dir diesen über den Kopf zu ziehen. Doch bevor ich meine Hände über deinen Körper wandern lassen konnte, hieltest du sie fest. Nachdem du dir sicher warst, dass ich meine Hände bei mir behalten würde, wanderten deine wieder zärtlich meinen Körper entlang - vorsichtig darauf bedacht meine verbundene Seite nicht zu sehr zu berühren, während deine Zunge noch immer keine Ruhe gab.

Quälend langsam wanderten deine Lippen wieder von oben nach unten über meinen Körper, hinterließen auf jedem freien Zentimeter Haut eine heiße, feuchte Spur. Deine Lippen wanderten immer tiefer, hielten an meinem Bauchnabel um dann auf der linken Seite weiterzumachen. Vorsichtig zogst du meine Pyjamahose tiefer und hieltest wieder einige Sekunden an meinem Beckenknochen inne. Du hobst den Kopf und blicktest mich an.

„Wenn dir irgendetwas unangenehm ist muss du nur etwas sagen… Draco."

Doch mein Mund blieb geschlossen, zu sehr war ich beschäftigt mit den Gefühlen und den Blitzen, die durch meinen Körper zuckten. Ich starrte dir nur in die Augen, bestaunte deine geröteten Wangen, das zerzauste Haar und das Lächeln deiner Lippen.

Dann sank dein Kopf wieder auf meinen Körper und machte dort weiter wo er zuvor aufgehört hatte. Deine Zunge zog kleine Kreise die mich wahnsinnig machten. Mittlerweile hatte ich das Gefühl meinen Körper nicht mehr kontrollieren zu können, unkontrolliert zu zittern und unter deinen Lippen zu zerschmelzen. Dann wanderten diese weiter - über meine Oberschenkel das Bein hinab bis zu meinem Knie. Und mit jedem Stückchen eroberter Haut, verlor ich die schützende Hülle meiner Pyjamahose. Ich zuckte zusammen und musste kichern, als deine Zunge meine Zehen umrundete.

Du blicktest auf und deine Augen blitzen vor Schalk. „Du bist kitzlig!"

Ja, ich war kitzlig.

Bitte Harry!

Dann wanderten deine Augen über meinen Körper und plötzlich wurde ich mir bewusst, dass ich mittlerweile vollkommen nackt war und ich mich dir - auf dem Rücken liegend - präsentierte. Ich spürte wie mir das Blut ins Gesicht schoß und schloss etwas peinlich berührt die Augen, doch du ignoriertest es. Stattdessen wanderten deine Zunge und deine Lippen den gleichen Weg nun über das rechte Bein wieder hinauf.

Vorsichtig schlich deine Hand unter meinen Po, streichelte ihn. Als mir klar wurde was du vorhattest, riss ich die Augen auf. Ich wußte nicht ob ich... Vorsichtig beugtest du dich zu mir hinab fuhrst mit der Zunge mein Ohr entlang, flüstertest: „Ich will dich Draco".

Oh Himmel, ja.

Du wartetest auf Gegenwehr, irgendetwas und als diese nicht erfolgte, streichelten deine Finger meinen Eingang. Ich drückte mich dir stöhnend entgegen und der erste Finger glitt mit einem animalischen Stöhnen in mich. Ich verkrampfte aber nur einen Augenblick lang, denn als du begannst ihn in mir zu bewegen, stöhnte ich ein weiteres Mal auf. Deine Lippen bearbeiteten wieder meinen Hals.

Dem ersten Finger folgte ein zweiter und berührte tief in mir einen Punkt, der mich nach mehr verlangen ließ, immer wieder - und ich klammerte mich verzweifelt an deinen Schultern fest. Als der dritte Finger folgte, glaubte ich wahnsinnig zu werden. Ich wollte mehr, ich wollte dich und ich konnte nicht mehr warten, drängte mich dir unaufhörlich entgegen. Ich wusste nicht mehr wann du dich deiner Hose entledigt hattest - zu sehr war ich mit mir selbst beschäftigt gewesen. Zu sehr war ich gefangen von diesen neun Gefühlen, die ich nicht kannte.

„Harry, bitte.."

Dein Atem war schneller und schneller geworden und jetzt, wo ich dich bat, stöhntest du tief auf. Deine Finger verschwanden und wurden durch dein hartes Glied ersetzt. Vorsichtig drangst du in mich ein und obwohl ich geweitet war tat es weh, da konntest du noch so vorsichtig sein. Als du in mir warst wartetest du, ließt es zu das ich mich an dich gewöhnen konnte. Ich zitterte, die Erregung ließ mich vibrieren. Ich wollte nicht warten, also kam ich dir keuchend entgegen. Deine Lippen suchten meine, nicht mehr zärtlich, sondern fordernd, wild, heiß und verlangend.

Zuerst bewegtest du dich langsam, aber schnell erhöhte sich die Geschwindigkeit, du wurdest schneller, drangst tiefer ein. Ich krallte mich in deinen Rücken, versuchte mich festzuhalten um mich nicht in diesem unglaublichen Strudel der Ekstase zu verlieren. Ich schaffte es nicht. Ein letztes Mal bäumte ich mich dir entgegen, ich glaube ich schrie deinen Namen, aber das wusste ich nicht mit Sicherheit. Ich wusste nur, dass sich die ganze Welt drehte, ich verglühte, ich starb. Ich konnte spüren wie du aufschriest, dich in mir ergoßt.

Und dann waren da nur noch unsere Herzen, die wild um die Wette pochten, sowie die Feuchtigkeit zwischen unseren Körpern. Plötzlich fiel mir der gewaltige Unterschied auf - deine goldene Haut und meine Weiße. Wie Sonne und Mond. Vollkommende Gegensätze. Ich zitterte und du zogst mich liebevoll zu dir.

Später lagen wir einfach zusammen weiterhin im Bett, keiner von uns sagte ein einziges Wort. Mein Kopf ruhte in deiner Halsbeuge und ich konnte deinen Puls an meiner Wange spüren, leicht und regelmäßig, voller Leben. Als der Schweiß auf unseren Körpern begann zu trocknen, reinigtest du uns - zogst die Decke über uns und deine Hand strich behutsam durch mein Haar. Dann sprachst du doch, „Ich liebe dich"

Ich schloss die Augen und schluckte. Ich konnte nicht gehen, es ging nicht. Und ich wusste in diesem Moment, dass ich für immer bleiben würde - wenn du mich nur darum bitten würdest.

tbc.

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°hust° Tja, also... das war mein erster Lemon und ich hoffe einfach mal das ihr nicht zu streng mit mir seid. Auch hier meinem Gugiengel noch mal ein gaahaanz großes Danke. Ohne dich hätt ich mir das niemals zugetraut. °schmatz°

°blub° Ja, wir kommen der Sache näher, bin gespannt was du von diesem Kapitel gehalten hast °g°

°Iria-chan88° Jaha, er hat ihn geküsst °g° Und ob ihm was passieren wird? Ich hoffe dieses Kapitel hat dir ein wenig weiter geholfen.

°Maja-chan° Voila es geht weiter °g°

°SammyBN° Tja sieht so aus als muss Draco erstmal da weg... Bin gespannt was du von diesem Kapitel hältst?

°Nickodemus° Na da hoffe ich doch das du auch weiterhin Lust auf mehr hast °g°

°CitySweeper° DANKE! °g° Na dann freu ich mich ja auf weitere Kommis °g° Freut mich wirklich das dir meine Story so gut gefällt und hoffe das es auch weiterhin der Fall sein wird...

Danke all jenen die mir den Mut geben weiter zu machen (Kommischreibern, meinerBeta und den Schwarzlesern °g°).

Ihr seid einfach die Besten.

Kylyen