SZENE 11:

Die chaotischen Zustände auf der Enterprise überschreiten langsam aber sicher ein verträgliches Mass.

Data dient dem Computer als unfreiwilliger Coprozessor bei der Teezubereitung. Wesley versucht den Kontaktaufbau zu Schleimwesen, die die Kanalisation des Borg-Schiffes bevölkern. Doch am Wichtigsten ist die Tatsache, dass Captain Picard immer noch auf dem Borg-Schiff gefangen gehalten wird und ihm dort zweifelsohne unschöne Erlebnisse bevor stehen, wenn Riker nicht ganz schnell einen Plan zur Rettung entwickelt.

Riker: Nun, Deanna, ich bin jetzt der Captain. Ich erwarte nun eine Verbesserung unserer Beziehung - Du weisst schon...

Worf: (unterbricht Riker absichtlich) Commander Riker, Sir! Ich habe gerade eine Meldung vom Sicherheitsdienst erhalten: Zaphod Beeblebrox und seine Gefolgschaft sind entkommen.

Riker: Was? Verdammt! Meine erste Gelegenheit, mal wieder das Kommando zu erhalten und schon geht alles schief! Wo sind sie, Worf?

Worf: Sie sind immer noch im Shuttle-Hangar, Sir. Die Sensoren melden, dass ihr Schiff nicht starten kann, da ihr Computer mit dem unseren verbunden ist.

Riker: Was? Warum denn das?

Data: (dreht sich von seiner Konsole weg) Ich glaube, das kann ich beantworten, Sir!

Riker: Data! Sie sind wieder ähh... funktionsfähig?

Data: Ja, Commander. Gibt es einen Grund für die Annahme, dass ich einen Defekt oder Schaden besitze?

Riker: Vergessen Sie's, Data. Sagen Sie uns nur, warum der Computer der „Herz aus Gold" sich mit unserem zusammen geschlossen hat.

Data: Eine interessante Frage, Sir. Die beiden Computer haben ihre Ressourcen vereint, um eine echte Tasse Tee zu erzeugen. Als ich mich mit dem Enterprise-Computer zusammen schloss, war ich von dieser Aufgabe so fasziniert, dass ich mit den Fähigkeiten meines positronischen Gehirns dieses Projekt weiter voranbringen wollte. Die paradoxen Zusammenhänge, die beim Erreichen dieses Zieles entstehen, sind sehr verlockend. Bei Berücksichtigung aller Faktoren...

Riker: Verstanden, Data. Wie ist der Status des Computers jetzt?

Data: Alle Systeme stehen hundertprozentig zur Verfügung, Sir.

Riker: Worauf warten wir noch? Mr. Worf, richten Sie die Phaser auf das Borg-Schiff aus.

Worf: Phaser ausgerichtet, Sir.

Riker: Feuer!

Die Phaser der Enterprise treffen zufälliger Weise genau in einen Hauptenergieverteiler der Borg, was ein paar Service-Roboter inaktiviert. Eine schnell folgende Salve Photonentorpedos sorgt dafür, dass die Borg nun etwas mehr als ein paar Malerlehringsroboter benötigen. Die Borg lösen ihren Traktorstrahl kurzzeitig, um die Aussendekoration ihres Schiff wieder herstellen zu können.

Troi: Will!

Riker: Nicht jetzt, Deanna.

Troi: Doch! Ich fühle, dass mit dem Captain etwas schreckliches passiert.

Riker: Dem Captain? Captain Picard? Was haben die Borg ihm angetan?

Data: Sir! Ich möchte darauf hinweisen, dass möglicherweise wir es sein könnten, die Captain Picard im Augenblick sehr großen Schaden zufügen.

Riker: Oops! Worf, Feuer einstellen!

Worf: (eigensinnig) Ist das wirklich nötig, Sir?

Riker: Sofort Feuer einstellen, Worf!

Die Phaser schweigen wieder, doch bevor die Schilde wieder voll hochgefahren werden können, materialisieren zwei schleimige Wesen mitten auf der Brücke. Das eine, anscheinend der Anführer, trägt als offizieller Botschafter eine Pizza-Schachtel-Shorts und eine Kette mit teilweise bereits korrodierten Coladosen um den Hals. Er wird von einem Assistenten begleitet, dessen etwas weniger elegante Kleidung aus einem halbgegessenen Mikrowellengericht besteht und dessen Hals von nicht-biologisch-abbaubaren Styroporbechern geschmückt wird. Sie verbreiten einen merkwürdigen Geruch, der stark an eine LKW-Ladung gut gealterten Fisch erinnert, über den jemand unglücklicherweise ein paar Gallonen alten Janx-Geist gekippt hat.

Wesley: Ich habe es geschafft! Wir haben nun Kontakt zu den Bewohnern der Borg'schen Abfallbeseitigung.

Wesen: Wir sind Slimer. Wir wurden gerade erst erschaffen und wundern uns über das facettenreiche Universum. Wir glauben an den Frieden, die Gerechtigkeit, die Wahrheit, den Sport, das Familienleben sowie an die Auslöschung aller anderen Lebensformen!

Einer der stinkenden, schleimigen, schlabberigen, Aal-ähnlichen Kreaturen schlingt sich um Wesleys Hals und ist dabei, ihn zu erwürgen.

Data: Commander Riker, es ist ohne Zweifel zu erkennen, dass die Bewohner der Borg'schen Abfallbeseitigung sehr ungeschickt im Umgang mit fremden Lebensformen sind.

Riker: Danke, Mr. Data, aber das können wir alle selbst sehen.

Wesley: Gyaaarrrrgggghhhh!

Worf: Commander, erbitte Erlaubnis, die entflohenen Gefangenen wieder in unsere Gewalt zu bringen. Wenn es sein muss, auch allein.

Riker: Erlaubnis erteilt, Mr. Worf. Bevor sie gehen, rufen sie Dr. Crusher auf die Brücke. Wir haben hier für sie eine Kombination aus einem retten-Sie-das-leidende-Mannschafts-Mitglied und einem Ihr-Sohn-ist-in-Lebensgefahr-Szenario. Das dürfte ihr etwas Beschäftigung verschaffen.


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[Programmhinweis]

"Notruf!"

Wir stellen Ihnen die Wirklichkeit vor. Sehen Sie in der nächsten Sendung:

Zupf-Wahn: Führende Persönlichkeiten zupfen andauernd an ihren Oberteilen. Ein Heilpraktiker befreit die Zupfsüchtigen durch Armamputation.

Gefangen zwischen zwei Zeiten: Das Bein eines 48-jährigen Polizisten ist immer noch in der Zeitebene seiner Geburt; sein Bein durchquert Jahrzehnte. Mutige Retter schneiden alle zwei Wochen eine Scheibe ab.

Seine letzten Worte: Warum sagen so viele kurz vor einem tragischen Unfall "Nicht schon wieder!"? Die Antwort erhalten Sie in "Notruf", Donnerstag, 21:30 - Diese Sendung löscht

Ihren Blutdurst!

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SZENE 12:

Es läuft nicht gerade alles zum Besten sowohl für die Enterprise als auch für die „Herz aus Gold". Picard ist immer noch in den Händen der Borg, Zaphod glaubt immer noch, ein depressiver Fisch zu sein und Wesley fiel einer mehr oder weniger aufgegessenen Mikrowellenpizza namens Slimer zum Opfer. (Asche zu Asche, Schleim zu Schleim)...

Worf: Ich habe Dr. Crusher gerufen. Ich bin trotzdem der Meinung, dass es für Wesley besser ist, wenn ihn, in Erfüllung seiner Pflicht, der Tod eines Kriegers ereilt. Dies brächte ihm immerhin endlich ein bisschen Ehre und Würde ein.

Riker: Danke, Mr. Worf. Nun kümmern Sie sich bitte um die Gefangenen.

Worf : Ja, Sir!

Worf dreht sich um und geht, während die restliche Brückenbesatzung ihre Blicke auf den anderen Slimer richtet.

Riker: Können Sie ihren Genossen nicht dazu bewegen, diesen sinnlosen Akt der Gewalt zu unterlassen? Immerhin ist er einer von ihrer Art.

Troi: Aber Will, ich kann spühren, dass sinnlose Gewalt ihre Existenzgrundlage darstellt. Ihr Glauben ist erfüllt von Friede...

Slimer: der Gerechtigkeit ...

Troi und Slimer: der Wahrheit, dem Sport, dem Familienleben sowie der Auslöschung aller anderen Lebensformen!

Slimer: ... und den stinkigsten Socken für unsere Kamikaze-Stirnbänder.

Der zweite Slimer schlingt sich um Data, der ihn aber schnappt und wie einen gefangenen Fisch zur Schau stellt. Er untersucht die Kreatur mit Verwunderung, während diese versucht, Data mit dem Schwanz zu packen.

Data: Was soll ich mit diesem Wesen tun, Commander Riker?

Riker: Töten, Data! Es könnte einen von uns erwischen.

Data: Aber Sir! Das Töten einer Lebensform - selbst einer solch mordlüsternen, ist mir unmöglich, zumal sie vollkommen unter meiner Kontroll...

Riker zieht seinen Phaser und lässt den Slimer verdampfen, wobei er sehr vorsichtig schießt, um nicht Data zu treffen. Er steckt den Phaser mit einem Achselzucken weg.

Riker: Ethik können wir jetzt nicht gebrauchen.

Troi: Vielleicht sollten sie das Wesen an Wesleys Hals auch eliminieren.

Wesley: Ggggggnnnnnnrrrrrrffffffkkk!

Riker: Nein, die Gefahr, Wesley zusammen mit dem Wesen ins Jenseits zu befördern, ist mir zu groß. Wir müssen abwarten.

Wesley: TTTTThhhhyyyyyaaaaaaaarrrrrr!

Inzwischen ist Trillian auf der „Herz aus Gold" dabei, mit Eddies Hilfe ein Mittel gegen Zaphods merkwürdige Vergiftung zu synthetisieren. Arthur und Ford halten ausserhalb der Herz aus Gold Wache, während Trillian und Eddie ihre Arbeit fortführen.

Arthur: Ich verstehe nicht, warum man mich grundsätzlich bei Problemlösungen rigoros ausschliesst...

Ford: Na gut, weisst Du irgend etwas über die beteigeuzische Organchemie?

Arthur: Nun... nicht ganz genau, aber...

Ford: Wie sieht es mit synaptischen Nervenverbindungen zwischen zwei Gehirnen aus...?

Arthur: Zwischen zwei Gehirnen?... Naja, nicht gerade mit zwei, aber...

Ford: Dann mach' Dir keine Sorgen darum. Schließlich sind wir hier draussen sicher, wenn Zaphod erwachen sollte und noch verrückter wird.

Arthur: Ich dachte immer, dass Zaphod nur leben kann, weil er verrückt ist.

Ford: Schon richtig, aber ich meine verrückt für Zaphods Maßstäbe. Wenn du seinen normalen Wahnsinn als Messlatte nimmst, kannst du doch ohne weiteres sagen, dass er vorhin total verrückt geworden ist, oder?

Arthur: Dann hatte er vielleicht den richtigen Einfall. Vielleicht sollten wir einfach verrückt werden.

Ford: Tja, das Universum ist eine lustige Sache, vielleicht werden wir ja noch unser Glück im Wahnsinn finden.

Arthur: (nach einer kleinen Pause) Ford?

Ford: Ja?

Arthur: Ich denke hier draussen ist es besser als da drin. Es ist viel friedlicher hier im Shuttle-Hangar.

Genau nach diesem Satz öffnet sich die Tür zum Shuttle-Hangar und ein brüllender, klingonischer Sicherheitsoffizier tritt herein. Er schnappt sich ohne Vorwarnung Ford, wobei Fords Beutel auf den Boden fällt. Arthur tritt zurück, um ängstlich den darauffolgenden Kleinkrieg zu beobachten. Worf schleudert Ford quer über den Boden und springt hinter her.

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Wird die Enterprise Captain Picard retten können?

Wird Dr. Crusher ihren Sohn retten können?

Wird Trillian Zaphod retten können?

Wird Arthur seinen Freund Ford retten können?

Und am wichtigsten: Kann irgend jemand Troi vor Riker's Zuneigung retten?

Sehen Sie es live in der nächsten Folge...

Per Anhalter durch das Star Trek-Universum: The Next Generation!

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