Kapitel 6: Ein neuer Plan

Mit einem Tritt in seine Eingeweide, wurde Leigh Emerson geweckt und stöhnte vor Schmerzen laut auf.

„Ahhhh, was zur Hölle?" verwirrt sah sich Emerson um und richtete sich langsam auf.

Als er langsam wieder klar sehen konnte, blickte er in das wütende und eiskalte Gesicht von Schwester Mary Eunice.

„Sie Verlierer! War die Aufgabe die ich Ihnen zugeteilt habe wirklich so schwer? Sie hatten nichts anderes zu tun, als ihren Spaß mit dieser alten Hure zu haben und sie anschließend zu beseitigen. Von einem Mann, dessen Opferliste so lang ist, habe ich wirklich mehr erwartet und nun ist sie weg. Und nicht nur das, auch Frank ist fort und glauben Sie mir, die werden nicht einfach verschwinden. Sie kommen zurück und dann wird alles auffliegen und dann sind wir alle geliefert."

Langsam stand Emerson auf und stütze sich auf einer Kommode ab.

„Das war nicht meine Schuld. McCann, dieses hinterhältige Schwein hat mich ausgetrickst. Ich war so nah an meinem Ziel, als dieser Hund auftauchte und alles ruinierte. Dieser Drecksack hat mir Weihnachten versaut!" schrei Emerson und schlug mit der Faust auf die Kommode.

„Halten Sie die Klappe! Ich will nicht, dass jemand kommt, bevor ich weiß was wir nun tun werden." Mary Eunice lief auf und ab, ohne Emerson aus den Augen zu lassen „Ich sah die beiden mit dem Auto von Frank davon fahren. So wie mir scheint, ist er verletzt gewesen und schleppte sich nur mit aller Mühe zum Auto."

„Ich dachte ich hätte ihn erledigt. Ich glaubte, er würde verbluten aber offenbar, habe ich nicht präzise genug zugestochen. Lassen Sie mich gehen und ich erledige was ich angefangen habe. Ich finde die beiden und vollende meine Arbeit."

Mary Eunice zog die Augenbrauen nach oben und schüttelte den Kopf „Glauben Sie wirklich, ich würde Sie jetzt rauslassen? Nachdem Sie so versagt haben? Vergessen Sie es! Ich habe dank Ihnen jetzt genug Probleme und habe keine Lust auf noch mehr, wenn Sie wieder versagen und das werden Sie. Sie sind ein erbärmlicher Versager Emerson und Sie haben mich unglaublich enttäuscht."

Angewidert von Emersons Unfähigkeit, drehte die junge Nonne sich um und ging in Judes Büro. Sie ließ sich in Jude Stuhl fallen und überlegte, was sie jetzt tun sollte. Vielleicht sollte sie einfach Briarcliff verlassen und woanders einen neuen Spielplatz suchen. Doch dann fiel ihr Blick auf Judes Schrank indem sie ihre Rohrstöcke aufbewahrte. Er stand offen und sofort erkannte sie, dass einer der Stöcke fehlte. Grinsend stand sie auf und ging wieder zu Emerson.

„Sagen Sie, wie weit waren Sie eigentlich mit unserer lieben Judy? Hatten Sie wenigstens die Gelegenheit, selbst einmal das Stöckchen zu schwingen?"

Das erste Mal seitdem er wieder bei Bewusstsein war, lächelte Emerson und nickte stolz „Ohja….Sie glauben gar nicht, wie sehr! Und Sie glauben gar nicht, wie sehr ich es genossen habe." Er schloss die Augen und wieder sah er alles vor sich. Er konnte ihre Schreie geradezu hören und es verlangte ihm nach mehr….er wollte so viel mehr davon….."Bitte Schwester, geben Sie mir noch eine Chance und ich bringe es zu ende."

„Oh es tut mir so leid, aber das kann ich nicht tun. Aber ich verspreche Ihnen, wenn Jude wieder hier ist und das wird sie, dann bekommen Sie eine zweite Chance. Mir ist gerade eingefallen, wie ich doch noch alles so drehen kann, dass sie liebe Judy und ihr perverser Freund als Sündenböcke dastehen und nicht nur das….." ein hämisches Grinsen zierte das Gesicht der jungen Frau und sie konnte es kaum erwarten, jemanden von den angeblichen Ereignissen zu erzählen „Sie jedoch, müssen ruhig sein und dürfen mit niemanden reden. Ich bringe Sie jetzt auf unsere Krankenstation, denn von jetzt an sind Sie das Opfer mein Bester."

Emerson verstand nicht, was Mary Eunice meinte, doch ihr Grinsen sprach Bände. Während sie ihm zur Krankenstation brachte, erklärte sie Emerson ihren Plan und mit jedem Wort, wurde auch sein Grinsen breiter.