Hogwarts spricht
Die Antwort von Sirius und Remus kam ein paar Tage später. Sirius forderte zu wissen, was genau geschehen war, während Remus Harry ruhig anwies Professor Dumbledore über das Vorkommen zu informieren. Keiner von ihnen wusste, ob es ein ‚Anfall' war oder nicht, aber sie wollten kein Risiko eingehen. Harry zögerte den Schulleiter einzuweihen, aber er wusste, wenn er es nicht tat, würden Sirius und Remus den alten Mann trotzdem einweihen. Harry kannte Sirius und wusste, dass er ein paar Tage hatte bis Sirius Dumbledore eine Eule schicken würde um zu fragen ob Harry schon mit ihm gesprochen hatte.
Harry unterschätzte seinen Paten. Professor Dumbledore hatte Harry noch am gleichen Tag aufgesucht an dem Harry die Antwort bekommen hatte. Er hatte keine Erklärung für das Vorkommnis, aber gebeten, dass Harry ihn informierte, wenn es wieder geschah. Harry stimmte zögernd zu. Zum Glück geschah es nicht wieder. Wochen vergingen und alles schien normal zu sein.
Zumindest bis Professor Moody ankündigte, dass jeder Schüler mit dem Imperiusfluch belegt wurde, um zu sehen wer sich ihm wiedersetzen konnte und wer nicht. Hermine hatte natürlich Einwände erhoben, sie meinte es wäre illegal, aber Moody verstummte sie mit einem Blick und informierte die Klasse dass, wenn jemand nicht wissen wollte wie es sich anfühlte, so könnten sie gehen. Niemand ging.
Die Schüler wurden, einer nach dem anderen, gewählt und mit dem Fluch belegt. Wieder konnte Harry etwas in seinem Hinterkopf spüren, fast wie eine nervige Anwesenheit. Er bekämpfte es sofort und beobachtete wie seine Klassenkameraden das taten was Professor Moody von ihnen verlangte. Niemand schien in der Lage ihn bekämpfen zu können. Niemand schien es einmal zu versuchen.
„Du bist der nächste Potter", knurrte Professor Moody.
Harry bekämpfte seine Nervosität und nahm seinen Platz in der Mitte der Klasse ein, wie alle anderen vor ihm. Er hielt seinen Blick geradeaus gerichtet auf Professor Moody und hoffte gegen jegliche Hoffnung dass er den Fluch bekämpfen konnte.
„Imperio."
Wieder konnte Harry spüren wie ihn sein freier Wille verließ und durch ein schwereloses Gefühl ersetzt wurde. Es gab keine Sorgen aber etwas fühlte sich falsch an. Dies fühlte sich falsch an. Harry hatte Sorgen. Er wusste es. Er hatte Geheimnisse. Harry schloss die Augen und spürte kaum wie sein Kopf sich senkte als er um Kontrolle kämpfte. Er kämpfte gegen das Gefühl an in das er so sehnsüchtig fallen wollte.
Professor Moodys Stimme füllte seinen Kopf und sagte ihm was er tun sollte, aber er konnte sie nicht ganz verstehen. Was immer es war, Harry wusste, dass er es nicht tun wollte. Er hatte die Kontrolle und niemand sonst. Seine Augen öffneten sich, während sich sein Kopf langsam hob. Er sah Professor Moody direkt an und kämpfte um den Fluch zu brechen. Er fühlte etwas anderes in sich steigen als er kämpfte und die Verbindung brach.
Und Harry und Moody in gegensätzliche Richtungen fliegen ließ. Harry traf, mit seiner rechten Hüfte vorraus, hart auf dem Boden auf. Harry unterdrückte ein Stöhnen, setzte sich langsam auf, konnte aber ein Zusammenzucken nicht verhindern als ihn ein Schmerz durchzuckte. Harry wurde sofort von Händen gegriffen die ihm aufhalfen. Er sah zu Professor Moody hinüber und stellte fest, dass der Lehrer in der gleichen Verfassung war wie er.
„Nun, das war etwas, was ich nicht erwartet habe", sagte Professor Moody erstaunt. „Potter hat gekämpft und mit Recht gewonnen. Lass es uns noch einmal probieren, Potter. Diesmal versuch mich nicht quer durch den Raum zu schleudern."
Sobald alle anderen zurück gewichen waren, wurde der Fluch wieder auf Harry gelegt. Dieses Mal blieben seine Augen offen während er gegen die Präsenz kämpfte, die versuchte seine Sorgen und Ängste zu nehmen. Er kämpfte gegen die Stimme die er hörte die ihm sagte etwas mit dem Tisch zu tun. Er fühlte wieder wie etwas in ihm aufstieg ihn umgab und ihn von Moodys Einfluss abschnitt.
Dieses Mal wurden Professor Moody und Harry nicht durch den Raum geschleudert, obwohl sie einige Schritte zurück traten, als hätte sie jemand geschubst.
„Sehr gut Potter!" rief Professor Moody. „Kontrolle und Entschlossenheit! Das ist es was man braucht! Mit ein wenig mehr Übung, Potter, werden sie einige Schwierigkeiten haben dich zu kontrollieren."
Am Ende des Unterrichts war Harry der einzige der den Fluch abwerfen konnte. Obwohl Professor Moody nichts sagte, hätte Harry schwören können, dass der Mann ihn beobachtete, als er den Klassenraum verließ. Er dachte sich es hatte damit zu tun, dass er durch den Klassenraum geschleudert wurde, aber Harry war genauso ahnungslos wie Moody. Er wusste nicht was geschehen war, aber dieses Mal würde er es für sich behalten. Schließlich wurde niemand verletzt und es war sinnlos sich unnötig zu sorgen.
Mit dem Anstieg an Schularbeiten war weniger Zeit etwas anderes zu tun. Alle Lehrer bestanden darauf, dass es war um sie auf ihre ZAGs vorzubereiten, die sie im nächsten Jahr absolvieren mussten, was alle genervt stöhnen ließ. Wenn dieses Jahr so schlimm war, dann würde das nächste Jahr schrecklich werden.
Als der Oktober sein Ende erreichte, wurden Notizen aufgehängt, die die Schüler daran erinnerten, dass am 30. um 18 Uhr die Schüler und Lehrer aus Beauxbatons und Durmstrang ankommen würden. Die ganze Schule konnte es kaum erwarten. Es war eine Ablenkung von ihrer Schularbeit, die sie dringend gebrauchen konnten, insbesondere da der Unterricht für den Tag früher endete. Harry, Ron und Hermine konnten ihre Aufregung kaum bändigen. Je weniger Zeit sie in Zaubertränke verbrachten, umso besser.
„Könnt ihr es glauben?" rief Ernie MacMillan, der in Hufflepuff war, von hinten. „Sie kommen schon in einer Woche. Ich hoffe Cedric weiß es."
Harry sah über seine Schulter zu Ernie mit einem Lächeln. Cedric Diggory war der Kapitän der Hufflepuff Quidditch - Mannschaft und ebenfalls Sucher. Als Harry im letzten Jahr während des Spiels verletzt wurde, war Cedric der erste der sich entschuldigte nachdem Harry aus dem Krankenflügel entlassen wurde. „Cedric nimmt teil?" fragte Harry und erhielt ein Nicken von Ernie. „Schön für ihn. Er ist eine gute Wahl für Hogwarts."
Ernie war so geschockt, dass er fast stolperte. „M-meinst du das ernst Harry?" fragte er, als er um Ron herum eilte, sodass dieser rückwärts ging und Harry ansah. „I-ich dacht du würdest nicht … nun … mit dem was letztes Jahr beim Spiel geschehen ist…"
„Es war nur ein Spiel", sagte Harry simpel. „Leute werden verletzt. Sucher verletzen sich." Er konnte nicht glauben, dass Leute dachten er würde immer noch wütend sein wegen etwas das in einem Spiel geschehen war. Es war ja nicht so, als würden sie versuchen ihn zu töten oder so. Diese Erkenntnis war der Beweis den Harry brauchte um zu wissen, dass niemand wusste, wer er war. Sie kannten den Jungen-der-lebt, aber nicht Harry.
Ernie grinste. „Das ist großartig, Harry", sagte er fröhlich. „Ich werde es Cedric wissen lassen." Er eilte davon in die Große Halle und zum Hufflepufftisch, ehe jemand einen Einwand erheben konnte.
„Ich kann nicht glauben, dass du das getan hast, Harry", sagte Ron und klang total erstaunt. „Wie konntest du diesen Idioten unterstützen?"
„Genau genommen stimme ich Harry zu", sagte Hermine ernst. „Cedric Diggory ist ein guter Schüler und Vertrauensschüler. Er ist auf jeden Fall besser als jeder Slytherin der versuchen würde mitzumachen."
Ron seufzte geschlagen. „Nun, wenn du Logik einsetzt…"
OoOoOoOo
Während der nächsten Woche war das Turnier in aller Munde. Die Liste derer die teilnahm, wechselte von Tag zu Tag. Als der Donnerstag vorbei war, hielt Harry es nicht mehr aus und es endete damit, dass er die meisten Abende mit Hermine in der Bibliothek verbrachte. Ron war in dem Getue um das Turnier gefangen, also ließen ihn Harry und Hermine in Ruhe.
Es war während ihrer Zeit in der Bibliothek, dass ihm Hermine von einigen Ereignissen im Fuchsbau während des Sommers berichtete, unter anderem die neueste Idee der Weasley Zwillinge: Weasleys Zauberhafte Zauberscherze, ein Scherzartikelladen für all die Dinge die sie erfunden hatten. Harry musste ein Lachen zurück halten, da er deutlich sehen konnte, dass Hermine die Idee nicht guthieß. Sie sagte immer wieder es sei zu gefährlich und sie sollten sich mehr auf ihre Studien konzentrieren. Harry hatte nicht den Mut ihr zu sagen, dass es außer Schule auch noch wichtigeres im Leben gab.
Als es endlich Freitag war, waren alle so aufgeregt, dass sie keine Lust mehr hatten im Unterricht aufzupassen. Harry saß im gleichen Boot, aber aus anderen Gründen. Von dem Moment, als er aufgewacht war, hatte er starke Schmerzen in den Schläfen, die während des Tages nur schlimmer wurden. Es war fast so, als gäbe es ein intensives Gespräch, das nur Harry hören konnte, aber nicht verstehen was gesagt wurde. Er bemerkte nicht den Dekorationswechsel den die Große Halle durchmachte oder wie sauber Hogwarts in den letzten Wochen geworden war. Alles was Harry wollte, war, dass der Aufruhr in seinem Kopf aufhörte.
Harry wusste nicht wie er den Unterricht an dem Tag überstanden hatte, insbesondere Zaubertränke. Es war unmöglich sich auf etwas in der Nähe zu konzentrieren. Als die Klasse entlassen wurde, pochte sein Kopf so stark, dass er es nicht mehr aushielt. Als alle ihre Sachen in ihren jeweiligen Türmen ablegten, brach Harry auf seinem Bett zusammen und war endlich in der Lage erleichtert aufzuseufzen, als er die Augen schloss. Er wusste nicht wie oder warum. Er wusste einfach, dass er schlafen musste bis der Irrsinn in seinem Kopf aufhörte.
„Äh – Harry?" fragte Ron unsicher. „Was machst du? Wir müssen uns beeilen zur Eingangshalle zu kommen."
Harry bewegte sich nicht. Er musste etwas anderes außer der Wahrheit sagen und es musste etwas sein das auch Hermine glauben würde. Er konnte nicht zulassen, dass die ganze Lehrerschaft hier hoch gerannt kam, wenn zwei Schulen im Anmarsch waren. Er wollte nicht allen den Abend verderben, nur weil es ihm nicht gut ging. „Kopfschmerzen", murmelte Harry. „Geh schon vor. Erzähl mir später davon."
Ron war schnell an Harrys Bettkante. „Ist es deine Narbe, Harry?" fragte er leise, sodass niemand es hörte. „Ist es Du-weißt-schon wer?"
„Nein", stöhnte Harry. „Es sind nur normale Kopfschmerzen. Brauche Schlaf." Er dachte sich Ron musste ihm geglaubt haben, denn das nächste was Harry wusste, war, dass er alleine war. Harry griff an seinen Kopf und bekämpfte den Drang vor Schmerzen aufzuschreien. Warum musste es von allen Zeitpunkten jetzt passieren. Er hatte die Ankunft der zwei Schulen sehen wollen. Remus hatte ihm gesagt, dass es ein sehenswerter Anblick war.
Es wurde zu schmerzhaft zu denken oder etwas anders zu tun außer da zu liegen und darauf zu warten, dass der Schmerz nachließ. Minuten erschienen wie Stunden. Selbst seine Narbenschmerzen waren nie so schlimm gewesen. Er rollte auf die Seite und öffnete teilweise die Augen, er wusste sofort, dass das ein Fehler war. Der Raum war zu hell, als dass man es aushalten konnte. Er schloss schnell wieder die Augen und flehte still das der Schmerz aufhören würde.
„Enttarnen … wir enttarnen niemals … Besucher … erlauben niemals solche Besucher ... wir müssen stärken … wir müssen unsere Kinder schützen…"
Es war zu anstrengend um von den fernen Stimmen verwirrt zu sein und Harry hatte keine Kraft mehr um zu kämpfen. Er hatte den ganzen Tag gekämpft. Er fühlte seine Arme erschlaffen als seine Hände seinen Kopf losließen. Er bekam kaum mit, wie sein rechter Arm vom Bettrand fiel. Seine Augen schienen sich gegen seinen Willen zu öffnen, als er auf der rechten Seite lag und auf die helle, weiße Wand starrte. Etwas Feuchtes kam aus seiner Nase aber Harry konnte nichts dagegen tun. Er konnte sich nicht einmal bewegen. Es war fast so, als wäre er in seinem eigenen Körper gefangen.
Er hörte nicht einmal wie die Tür geöffnete wurde und zwei Individuen eintraten und zu seinem Himmelbett eilten. Alles was er bemerkte, war die blendende Helligkeit die dimmte als er auf den Rücken rollte. Jemand schüttelte ihn an der Schulter während jemand anderes seinen Puls prüfte. Harry konnte keine Gesichter sehen. Er konnte nicht ausmachen was sie sagten.
Hände berührten seine Wangen und drehten seinen Kopf nach links. „Legilimens", flüsterte eine Stimme als das Individuum in das Chaos eintauchte das Harrys Geist darstellte. Es wurde schnell zu viel und zwang das Individuum dazu den Zauber zu beenden.
„Severus?"
„Es ist totaler Wahnsinn da drin, Minerva", sagte Professor Snape leise, „sieh auf seine Augen. Sie leuchten. Ich glaube dies ist ein weiterer Anfall vor denen uns der Schulleiter gewarnt hat." Er legte einen Arm unter Harrys Schultern und den anderen unter Harrys Knie und hob den Teenager vom Bett. „Krankenflügel Minerva. Wir müssen uns beeilen ehe uns jemand sieht."
Harry spürte, wie sein Kopf an der Brust des Zaubertrankmeisters ruhte, als sie den Gryffindorturm verließen. Professor Snapes schwarze Roben boten einen Schutz vor der Helligkeit des Schlosses, was ihm ein wenig Erleichterung verschaffte. Harry wusste nicht, ob er bewusstlos wurde oder nur das Zeitgefühl verloren hatte, denn ehe er es wusste, lag er auf einem Bett und die Helligkeit war zurück.
Das blendende weiß verschwand als ein weicher Stoff über seine Augen gelegt wurde während ein anderer langsam über seine untere Gesichtshälfte strich. Nun in der Dunkelheit gefangen, konnte Harry eine Präsenz spüren die sich Hogwarts näherte, schließlich vor den wartenden Schülern landete. Ein der zu Besuch kommenden Schulen war gerade mit einer großen von Pferden gezogenen Kutsche mit zwölf geflügelten Pferden angekommen. Das Schulwappen war auf der Kutsche, sechs Sterne die aus zwei gekreuzten Zauberstäben kamen. Irgendwie wusste Harry, dass gerade Beauxbatons angekommen war.
Es dauerte nicht lange, bis Harry die Ankunft von Durmstrang spürte die mit einem ziemlich großen Schiff aus der See auftauchten. Mit den zwei Schulen anwesend, spürte Harry endlich, dass das ganze Chaos in seinem Kopf langsam nachließ. Seine Augen schlossen sich müde. Sein Körper entspannte sich, als er stöhnte ehe er sich der Dunkelheit hingab. Der Schmerz ließ endlich nach
OoOoOoOo
Gedämpfte Stimmen zogen Harry aus seinem Schlaf. Harry stöhnte genervt, vergrub das Gesicht im Kissen und versuchte es irgendwie zu ignorieren. Sein Kopf schmerzte und er fühlte sich total erschöpft. Zuerst war er verwirrt, aber langsam kamen die Ereignisse des Tages zu Harry zurück. Sie erinnerten ihn daran, warum sein Kopf immer noch schmerzte. Er wusste nicht warum es geschehen war oder was es gewesen war. Er war nur dankbar, dass es vorüber war.
Wenn jetzt nur die die in der Nähe seines Betts sprachen, still sein würden, könnte er zurück in den friedvollen Schlummer fallen, den er gerade verlassen hatte. Unglücklicherweise wurden die Stimmen deutlicher anstatt schwächer. Harry stöhnte wieder. Er wollte nicht aufwachen. Er wollte nur schlafen. Schlaf bedeutete die Abwesenheit von Schmerz … nun, die meiste Zeit tat es das.
Unfähig weiter dagegen anzukämpfen, öffnete Harry langsam die Augen und sah drei halb verschwommene Gesichter die ihn ansahen. Er blinzelte einige Male langsam, als er versuchte herauszufinden zu wem welches Gesicht gehörte. Sein Hirn schien ein wenig langsam zu arbeiten. Seine Brille wurde ihm vorsichtig aufgesetzt, was ihm erlaubte die Gesichter von Professor Dumbledore, Professor McGonagall und Madam Pomfrey, sowie Professor Snape deutlich zu sehen. Harry konnte nicht anders als verwirrt zu sein. Was machten sie in seinem Schlafsaal?
„Schönen Nachmittag, Harry", sagte Professor Dumbledore freundlich. „Du hast uns gestern Abend ganz schön erschreckt. Professor McGonagall und Professor Snape haben dich in deinem Raum gefunden. Du warst in einer Art Trance und hast aus der Nase geblutet. Erinnerst du dich an etwas?"
Harry stöhnte, als er seine rechte Schläfe rieb. „Schmerz", sagte er mit kratziger Stimme. „Zu viele Stimmen. Ich konnte nicht verstehen was sie sagten. Ich glaube jemand war unglücklich etwas zu enttarnen oder so."
„Ich verstehe", sagte Professor Dumbledore nachdenklich als er kurz zu Professor McGonagall blickte. „Harry, es scheint als hättest du Hogwarts gestern Abend sprechen hören. Ich kann nicht erklären wie das geschehen ist, aber es scheint als wäre Hogwarts nicht allzu glücklich darüber die Schutzwälle zu senken um die Ankünfte gestern Abend zu erlauben. Ich fürchte wir mussten es selbst in die Hand nehmen damit es nicht wieder geschieht. Diese Ausbrüche sind zu mächtig, als dass du sie kontrollieren kannst."
Dumbledore griff nach etwas, das sich wie eine Halskette anfühlte. Bis jetzt war Harry ihrer Anwesenheit nicht bewusst gewesen und berührte sie ebenfalls. Es war keine Kette. Es fühlte sich wie kleine, glatte Quadrate an, die um seinen Hals gewunden waren. Er sah verwirrt zu Professor Dumbledore, Wofür war dies?
„Diese Kette ist deiner magischen Signatur angepasst, Harry", erklärte Dumbledore. „Sie wird alle Magieausbrüche absorbieren die du spüren könntest und wird hoffentlich verhindern, dass so etwas nochmal geschieht. Zumindest bis du sie selbst kontrollieren kannst. Ich muss ehrlich mit dir sein, Harry. Ich habe nie zuvor jemanden mit so starken Ausbrüchen gesehen. Ich entschuldige mich dafür nicht schon früher etwas getan zu haben um dies zu verhindern."
Harry seufzte und schloss die Augen. Fragen schossen ihm durch den Kopf. Was hatte das zu bedeuten? Machte es ihn gefährlich? Machte es ihn zu einem Freak? Harry wusste, dass er keine Antworten finden würde und öffnete wieder die Augen um Professor Dumbledore wieder anzusehen. „Es ist nicht ihre Schuld, Sir", sagte er. Dann sah er weg, „Sie haben es nicht gewusst."
„Und du hast es auch nicht, Harry", sagte Dumbledore sanft. „Ich muss darauf bestehen, dass du dir nicht selbst die Schuld gibst oder dich als Gefahr für deine Klassenkameraden betrachtest. Das könnte falscher nicht sein. Deine letzten Vorfälle haben nur dich verletzt, was der Grund ist warum wir diese Vorsichtsmaßnahme treffen. Wir können nicht das Risiko eingehen, dass sich gestern Abend noch mal wiederholt. Das menschliche Gehirn kann nur so viel aushalten, bis es im Wahnsinn versinkt, Harry."
Harry schloss die Augen und nickte. Er wusste, dass Professor Dumbledore recht hatte. Nach der letzten Nacht wusste Harry nicht, wie viel er noch aushalten konnte. Seine Audienz verließ ihn um zu ruhen, sodass er in der Lage sein würde am Abendessen teilzunehmen um zu sehen, wer gewählt würde um am Turnier teilzunehmen. Unglücklicherweise war das Trimagische Turnier das letzte in Harrys Gedanken.
Harry starrte an die Decke und berührte die Kette die er nun tragen musste. Er wusste nicht was er denken sollte. Tief im inneren wusste Harry, dass es das Problem nicht löste. Es war einfach ein Weg um es hinauszuzögern. Plötzlich zählte das Trimagische Turnier nicht mehr. Harry kümmerte es wenig wer gewählt wurde um um tausend Galleonen zu kämpfen. Professor Dumbledores Worte waren alles worüber Harry nachdenken konnte. Was wenn diese Ausbrüche Harry langsam in den Wahnsinn trieben?
