Auch bei diesem Kapitel gilt wieder das alle Charaktere J. K. Rowling gehören und ich mit dieser Geschichte keinerlei Geld verdiene.
Meine Güte, ich habe gerade festgestellt das Harry in den ganzen letzten Kapiteln entweder unmächtig oder krank im Bett herumlag, allmählich wird es wirklich wieder Zeit für ein bisschen Action...
Kapitel 7: Ein neues Zuhause
Als Harry am nächsten Morgen aufwachte, fühlte er sich ein wenig desorientiert. Wo bin ich? Verwirrt schaute sich der grünäugige Junge um. Er befand sich in einem düsteren Raum ohne Fenster, nur das Überbleibsel der Glut im Kamin erhellte den Raum ein wenig.
Dann erinnerte sich Harry, dass er gestern in Snapes Wohnräume umgezogen war. Anscheinend war dies Snapes Gästezimmer. Neben dem Bett auf dem Nachttischchen lagen Harrys Brille und sein Zauberstab. Schnell setzte er sie auf und stopfte seinen Zauberstab in die Tasche seiner Pyjamahose. Wenn ihm jemand vor einem Monat erzählt hätte, dass er den Sommer in Snapes Räumen verbringen würde, hätte Harry ihn reif für's St. Mungos gehalten.
Ron wird sich überschlagen für einen Blick in Snapes Räume – vermutlich denkt er, dass Snape eine Folterkammer in seinem Wohnzimmer hat... Harry freute sich jetzt schon, seinem besten Freund die Neuigkeiten möglichst ausgeschmückt beizubringen. Ron würde ein Gesicht machen!
Vorsichtig kletterte Harry aus seinem Bett, er erinnerte sich noch lebhaft an die Schwindelattacken der letzten Tage. Als der Junge die Farbe der Bettvorhänge näher betrachtete, rümpfte er die Nase.War ja klar, dass sie grün sind...
Mit einem schnellen Zauber zündete er die Kerze neben dem Bett an und sah sich richtig um. Außer den Bettvorhängen gab es wirklich nicht viel an dem Zimmer auszusetzen. Die restlichen Möbel bestanden aus dunklem Holz und wirkten massiv. Es gab ein Bücherregal voll mit alten Büchern Als er näher kam, um einige Titel zu lesen, bestätigte sich sein Verdacht, dass es sich hauptsächlich um Zaubertrankbücher handelte. Ansonsten fand er einen Kleiderschrank, einen Schreibtisch mit Stuhl und einen grünen Sessel vor der Feuerstelle, zusammen mit einem kleinen Tischchen daneben. Insgesamt eine angenehmere Umgebung als das, was Harry normalerweise in den Ferien gewohnt war. Aber das waren ja auch die Dursleys.
Nachdem er seine Sachen in den Schränken gefunden hatte (Harry fragte sich nebensächlich, wer sie eingeräumt hatte, vermutete aber, dass es die Hauselfen gewesen waren, warum auch sollte Snape seine Sachen einräumen), beschloss er die Umgebung außerhalb seines Zimmers zu erkunden. Schließlich sollte er den Rest der Ferien hier verbringen und er konnte sich nicht vorstellen, dass Snape ihn die gesamte Zeit hier einsperren würde.
Mit einem Knarren öffnete sich die Tür und gab den Blick auf einen längeren steinernen Gang frei. Da sich nichts regte, beschloss Harry einfach die nächste Tür neben seiner zu öffnen. Zu seiner Erleichterung fand er dahinter ein Badezimmer. Nachdem er die Toilette benutzt hatte, betrachtete Harry sich im Spiegel. Es war das erste Mal, dass er sich richtig sah, seitdem er nach Hogwarts gekommen war.
Die dunklen Haare sahen aus wie immer, zerzaust und widerborstig, aber im Gesicht prangte ein dicker Verband und verbarg die Gegend in der eigentlich seine Nase sitzen sollte. Vorsichtig inspizierte Harry sein Gesicht, konnte aber außer ein paar gelblichen Blutergüssen, die unter dem Verband herauslugten, nichts Besonderes erkennen.
Schulterzuckend wandte sich der Junge wieder der Erkundung von Snapes Wohnung zu. Er wollte nicht Madam Pomfreys unendlichen Zorn heraufbeschwören, indem er an den Verbänden herumspielte. Da nichts wehtat, war die Forschungstour wesentlich interessanter für einen neugierigen Teenager. Speziell, wenn es sich um die Räume des gefürchtetsten Professors von Hogwarts handelte!
Die nächste Tür war verschlossen. Harry konnte nur vermuten, dass dahinter Professor Snapes Arbeitszimmer oder sein Privatlabor lag. Die gegenüberliegende Tür führte allerdings zu einem weiteren Schlafzimmer. Langsam öffnete Harry die Tür etwas weiter und starrte in das dunkle Zimmer. Es war anscheinend verlassen, daher trat Harry langsam ein. Er war sich im Klaren darüber, dass Snape ihn umbringen würde, wenn er ihn jetzt erwischen würde. Aber Harrys Neugierde war nicht zu bremsen.
„Lumos"
Interessiert sah sich Harry um. Kleiderschrank, kleines Regal, Kommode, Nachttisch und ein großes Vier-Pfosten-Bett. Mehr war nicht vorhanden. Harry registrierte, dass hier die Farbe der Vorhänge und der Decke schwarz war, aber auch das überraschte ihn das nicht wirklich. Insgesamt fand er das Zimmer recht enttäuschend. Er wusste nicht genau, was er sich vorgestellt hatte, aber irgendwie wäre ihm etwas Spektakuläreres lieber gewesen. Anscheinend benutzte Snape das Zimmer wirklich nur zum Schlafen.
Bis ihm die eine Wand auffiel. Über der Kommode hingen Kinderzeichnungen. Harry starrte die Bilder an. Gekrakelte Schlösser hingen neben schwarzen Gestalten, die offensichtlich in einem Kessel rührten. Auf einem anderen Zettel war ein schiefes gezeichnetes Herz zusehen, in dem in ungelenker Kinderschrift, „alles GuuTe zum GeburTsTag" stand. Harry konnte sich nicht vorstellen welches Kind Snape Bilder schenken sollte. Vielleicht Verwandte von Snape überlegte er, oder Kinder aus Slytherin Familien?
Da er das Rätsel zum jetzigen Zeitpunkt nicht lösen konnte, schloss er leise die Tür und wandte sich der letzten verbliebenen Tür zu. Sie lies sich widerstandslos öffnen und Harry fand sich im Wohnzimmer wieder. Bücherregale, mehrere Sessel und eine Couch begrüßten ihn. Die Bücher waren entweder über Verteidigung gegen die dunklen Künste oder Zaubertrank Bücher, als Harry sie neugierig überflog. Nicht wirklich eine Überraschung wenn man Snape kannte, fand Harry.
Über dem Kamin hing ein leeres Porträt. Harry vermutete, dass der Bewohner des Bildes gerade irgendwo in einem der Gemälde Hogwarts unterwegs war.
Da sein Magen knurrte, beschloss er die weiteren Erkundungen auf die Küche zu konzentrieren. Tatsächlich gab es einen Durchgang, der zur Küche führte. Dort stand ein kleiner Tisch mit vier Stühlen. Anscheinend hatte hier bis vor kurzem jemand gesessen, denn auf dem Tisch stand eine halbvolle Tasse mit altem Kaffee und eine aufgeschlagene Daily Prophet von heute.
Bevor Harry sich überlegen konnte, was er tun sollte, klappte eine Tür im Wohnzimmer und Snape kam mit wehenden Umhängen hereingeschneit. Als der dunkelhaarige Mann Harry mitten in seiner Küche stehen sah, stoppte er auf der Stelle und zog eine Augenbraue hoch.
„So... endlich aufgewacht, Potter?", schnarrte Snape im perfekten Ich-beisse-Jedem-den-Kopf-ab Modus.
Da Harry diese Frage als rein rhetorische Frage ansah, schließlich stand er unübersehbar mitten im Raum, beschloss Harry nicht darauf einzugehen. Möglichst höflich erklärte er daher nur, „Guten Morgen, Professor."
„Sieh mal einer an, ich wusste nicht, dass Gryffindors die elementaren Regeln der Höflichkeit kennen."
Harry biss sich auf die Lippe um nicht etwas Unhöfliches zu antworten. Musste der Mann einen immer beleidigen?
Snape sah wie Potter an der Lippe kaute und grinste zufrieden. Er liebte es, wenn er andere Leute aus dem Konzept brachte, aber dann ging er wieder zu seinen Aufgaben über. Niemand sollte ihm nachsagen seine Pflicht nicht zu erfüllen, so widerlich sie auch war.
„Potter, halten Sie hier keine Maulaffen feil, sondern setzen Sie sich. Und ziehen Sie gefälligst etwas an die FÜSSE! Wir sind hier in den Verließen."
Perplex ließ sich Harry auf den nächsten Stuhl fallen und schlüpfte in die alten Pantoffeln, die Snape per Accio herbeigerufen hatte. Warum beleidigte ihn sein Lehrer in dem einen Moment um sich im nächsten Sorgen um seine Gesundheit zu machen?
Schließlich saßen sie einander schweigend gegenüber und starrten sich an. Nach einer Weile fragte Snape: „Haben Sie schon gefrühstückt, Potter?"
Als Harry den Kopf schüttelte, stand der Zaubertranklehrer auf und begann in den Schränken zu wühlen, gleichzeitig rief er „Dibbsy!"
Mit einem kleinen Knall erschien neben Harrys Stuhl eine alte Hauselfe, „Master Snape hat Dibbsy gerufen?"
Dibbsy war eine alte weibliche Hauselfe, neugierig betrachtete Harry das sorgfältig geknotete Küchentuch um Dibbsys Leib. Es wirkte beinahe ein wenig wie eine römische Toga. Anscheinend hatte Dibbsy nicht die geringste Angst vor Snape, denn sie ließ sich von ihm in aller Ruhe die Essenswünsche erklären, bevor sie wieder verschwand.
Endlich zog Snape ein Glas und etwas Kürbissaft aus dem Schrank und stellte es vor Harry.
„Ich nehme nicht an, dass Sie Kaffee trinken, Potter?"
„Nein, Professor", Harry zögerte, „ist Dibbsy Ihre Hauselfe? Ich habe sie noch nie gesehen."
„Sie gehört zu Hogwarts. Aber sie meidet die Studenten wegen ihres Alters. Sie bedient nur noch das Lehrpersonal."
Das erklärte warum Harry sie noch nie gesehen hatte. Schweigend griff er nach dem Glas mit seiner gesunden Hand und nippte daran. Worüber unterhielt man sich mit Jemandem, der einen hasste und mit dem man nun einen ganzen Sommer lang auskommen musste?
Anscheinend war der schlechtgelaunte Zauberer auch nicht in der Stimmung für lange Gespräche, sondern begann wieder in der Zeitung zu lesen.
Harry wurde erlöst als die Hauselfe wieder mit einem Tablett mit voll Rührei, Speck und Obst erschien. Leicht verzweifelt betrachtete Harry die Stapel, die um ihn herum aufgebaut wurden: Müsli, Milch, Brot,... wie sollte er das alles essen?
Leicht amüsiert beobachtete Snape die Szene, er war sich nicht sicher gewesen, was der Junge essen würde, daher hatte er Dibbsy nur angewiesen Frühstück zu holen und in der typischen Hauselfen Begeisterung hatte sie natürlich alles herbeigeschafft, was irgendwie essbar war. Schließlich stellte sie ihm einen neuen Becher mit schwarzem Kaffe hin und verschwand wieder mit einem begeisterten Quietscher, nachdem Snape ihr gedankt hatte.
„Nun Potter, dann essen Sie." Mit einer Grimasse griff Harry nach der Gabel, aber bereits nach wenigen Bissen von dem Rührei, begann er voller Begeisterung sich durch das kleine Büffet zu arbeiten. Er hatte gar nicht gemerkt wie hungrig er gewesen war.
Kopfschüttelnd betrachtete Snape die Szenerie. Egal wie oft er es schon bei seinen Schülern gesehen hatte, es erstaunte ihn immer wieder, wie viel Teenager essen konnten.
Irgendwann war aber auch Harry voll und konnte keinen Bissen mehr essen. Seufzend lehnte er sich zurück und bemerkte den Blick seines Lehrers. Verlegen starrte er auf seinen Teller, er hatte nicht so verfressen wirken wollen, aber es war die erste richtige ausgiebige Mahlzeit seiner Ferien gewesen. Der Haferschleim und die ganzen Zaubertränke, die er in der Krankenstation bekommen hatte, zählten nicht wirklich.
Zu Harrys Erleichterung sagte Snape nichts weiter zu dem Thema, sondern wandte sich einem ganz anderen Thema zu.
„Nun, Potter. Da ich das zweifelhafte Vergnügen haben werde, diesen Sommer Ihre Anwesenheit zu genießen, sollten wir einige Regeln aufstellen."
Harry schluckte, er hoffte, dass die Regeln nicht zu streng sein würden. Immerhin waren Ferien! Auf der anderen Seite ging er davon aus, dass es nicht so schlimm wie bei den Dursleys werden würde. Hier gab es Hauselfen für die Hausarbeit und Snape würde ihn kaum unter Dumbledores Dach schlagen. Außer natürlich er verriet ihn an seine Todesesserkollegen... aber Harry hoffte wirklich das Dumbledore recht behielt mit seiner Aussage, dass Snape inzwischen für die Gute Seite arbeitete.
Er setzte sich aufrecht und beobachtete Snape aufmerksam, der ungerührt fortfuhr, „Es wird drei Mahlzeiten am Tag geben, ich erwarte pünktliches Erscheinen. Bummeleien werden nicht toleriert." Er starrte Harry streng an, der unschuldig zurück lächelte. Snape ließ sich davon nicht im geringsten beeindrucken.
„Ich kann auch in den Ferien Strafarbeiten mit Mr. Filch organisieren, Mr. Potter. Keine Sorge..." Harry schluckte und machte ein möglichst ausdrucksloses Gesicht.
„Da das geklärt wäre, können wir ja fortfahren. Sie können innerhalb der Burg herumwandern, vorausgesetzt Sie sagen mir vorher Bescheid, damit ich weiß, wo Sie sind. Die Burg zu verlassen ist Ihnen nur gestattet, wenn Sie von einem Erwachsenen begleitet werden. Und damit meine ich niemanden wie Sybill Trelawney, ist das klar?"
Harry nickte. Er hatte eh kein Bedürfnis nach Professor Trelawney und ihren Vorhersagen.
„Gut. Ab acht Uhr sind Sie wieder in meinen Räumen. Aufsässigkeit dulde ich nicht. Wenn Sie Bücher brauchen fragen Sie mich, die Bibliothek ist geschlossen. Die nächsten Tage sollten Sie sich schonen, am besten widmen Sie sich Ihren Hausaufgaben. Noch Fragen?"
Snape lehnte sich zurück, während Harry den Kopf schüttelte. „Nein, Professor. Ich glaube, ich habe alles verstanden."
Tatsächlich waren die Regeln wesentlich erträglicher als er gedacht hatte. Zumindest, wenn er sie mit Onkel Vernons verglich. Und dass er das Schloss erforschen durfte, freute Harry sehr. Vielleicht schaffte er es ja sogar, noch mal in den Gemeinschaftsraum der Slytherins zu kommen. Er wollte sich schon immer mal gründlich umschauen wie sein Erzfeind Malfoy lebte. Harry begann abenteuerlustig zu lächeln. Und vielleicht fand er ja noch ein paar versteckte Räume.. außerdem konnte er jetzt jederzeit Dobby besuchen!
Snape seufzte insgeheim als er das Grinsen in dem Gesicht des jungen Gryffindor sah, er hatte schon jetzt das ungute Gefühl, dass er Harry aus in irgendwelchen verschütteten Verließen würde ziehen müssen. Er überlegte einen Moment lang ob es eine gute Idee wäre, Beruhigungsbalsam in Harrys Essen zu mischen um ihn besser im Auge behalten zu können, entschied sich dann aber dagegen. Dumbledore würde es vermutlich nicht gutheißen, wenn Snape Albus seinen Goldjungen in einen Junkie verwandeln würde.
Harry war aufgesprungen und verschwand in sein Zimmer um sich umzuziehen. Als Snape das Knallen der Türen hörte, spürte er wie sich der Beginn einer Migräne in seinem Schädel zusammenbraute.Vielleicht ist Beruhigungsbalsam doch keine so schlechte Idee...
Nach einigen Tagen hatte sich zwischen Snape und Harry eine gewisse Routine entwickelt. Beide bemühten sich, den anderen nicht zu provozieren und waren damit leidlich erfolgreich. Ein normaler Tag in der Verließen begann mit einem gemeinsamen Frühstück um halb neun (beide waren keine Morgenmenschen, aber Snape bestand auf „Disziplin").
Danach ging sich Snape in sein Labor, während sich Harry in der Burg umsah. Ein paar Mal versuchte er vergeblich in die versiegelten Slytherin Gemeinschaftsräume zu kommen, gab es dann aber auf. Allerdings waren seine Forschungstouren kurz, denn zuerst wurde Harry, dank Vernons Abreibung, noch zu schnell müde. Als es ihm besser ging, musste er feststellen, dass es alleine wesentlich weniger Spaß machte die Gänge zu erforschen, als mit Ron oder Hermine. So blieb er mehr und mehr in Snapes Wohnzimmer und widmete sich seinen Büchern.
Zu seinem Erstaunen war Snape in seinen Räumen wesentlich entspannter als in den Zaubertrankklassen. Er half sogar widerwillig bei Harrys Hausaufgaben. Denn nachdem Harry am Küchentisch eine halbe Stunde lang über seinem Geschichtsaufsatz gestöhnt und geächzt hatte, griff sich Snape genervt Harrys Aufsatz um ihn zu überfliegen.
Wie sich herausstellte, wusste er eine Menge über Zaubergeschichte und korrigierte Harry, wo er Snapes Meinung nach falsch lag und gab ihm Tipps welche Bücher hilfreich waren. Danach fragte Harry häufiger, wenn er Hilfe brauchte. Meistens wartete er dafür bis sein Lehrer relativ entspannt beim Abendbrot saß und verwickelte Snape dann in Diskussionen, die sogar dem Slytherin zu gefallen schienen.
Es war ein später Nachmittag als Harry auf der Couch im Wohnzimmer lag und ein Buch über Transfiguration las. Seit Harry erfahren hatte, dass sein Vater Animagus war, träumte Harry davon sich auch verwandeln zu können. Insgeheim stellte er sich vor, wie er ein Löwe oder ein Bär wurde und dann Malfoy erschreckte. Wenn er sich allerdings die Texte im Buch durchlas, hatte er ernste Zweifel ob er sein Ziel jemals erreichen würde.
Snape war wie immer in seinem Arbeitszimmer und bereitete vermutlich das nächste Schuljahr vor. Zumindest vermutete Harry das, da Snape bei Mittagessen über Lehrpläne gesprochen hatte und darüber, dass die Klassenzusammenstellung im nächsten Schuljahr mal wieder eine Katastrophe war.
Es war warm im Raum, dank der prasselnden Glut in der Feuerstelle. Da die Verließe kalt waren, zündete Harry das Feuer an, sobald er im Raum war. Nun lag er gemütlich auf dem grünen Sofa mit einer eine Tasse heißen Kakaos und quälte sich durch Madam Chargis Anleitung für den erfolgreichen Animagi. Er war gerade bei einem besonders langatmigen Absatz als sich das Feuer grün verfärbte.
„Onkel Severus? Bist Du da? Ich bräuchte Hilfe bei den Zaubertrankhausauf-"
Harry starrte auf die Gestalt in den Flammen, während die Person auf der anderen Seite des Feuers ihn verblüffte ansah und für einen Moment sprachlos zu sein schien.
„POTTER????? Was machst Du bei Onkel Severus?!" brüllte Draco Malfoy schließlich aufgebracht.
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Dudley Dursley stand in der Küche und wusch das Geschirr. Er hasste diese Ferien! Schlimm genug, dass dieser komische Pseudo- Harry bei ihnen wohnte, aber nun musste Dudley auch noch Hausarbeiten verrichten!
Vorgestern war dieser Moody sogar auf die blöde Idee gekommen, Dudley zum Sport zu zwingen. Er hatte im Garten joggen müssen, während Moody in Harrys Gestalt auf einem der Gartenstühle saß, aus seinem Flachmann trank und ihn genüsslich beobachtete.
Seine Mutter hatte entsetzt am Fenster gestanden, hatte aber nichts ändern können, da sich Moody-Harry in den Kopf gesetzt hatte, ihn „Fit wie einen Auror" zu machen. Was auch immer ein Auror war.
Zum Programm gehörte auch, dass Dudley einen Großteil der Aufgaben übernahm, die früher Harry gemacht hatte. Inzwischen hatte Dudley Mitleid mit Harry und fragte sich wirklich, wie der all die Jahre das Arbeitspensum geschafft hatte. Die Küche wischen, Kochen und dann noch das Beet im Garten umgraben... Dudley konnte kaum noch die Arme heben. Das einzige Gute war, dass seine Hose inzwischen ohne seinen Gürtel an ihm herunter rutschen würde, soviel hatte er bereits abgenommen.
Sein Vater war jeden Tag solange wie möglich in seinem Büro und wenn er zu Hause war, versuchte er so schnell wie möglich in das Schlafzimmer zu verschwinden. Meistens ohne Erfolg, da Moody-Harry ein sehr gutes Gehör zu haben schien. Dann scheuchte der unheimliche Zauberer in Teenagergestalt Vernon umher und Petunia und Dudley hatten endlich ihre Ruhe. Dudley hatte den argen Verdacht, dass in naher Zukunft sein Vater komplett in der Firma übernachten würde.
Seine Mutter hatte sich besser gehalten. Aber auch sie nutzte jede Gelegenheit Moody-Harry zu entkommen. Daher war der Dachstuhl, die Bücherregale und jede Schublade im Haus hervorragend gesäubert und sortiert. Dudley erinnerte sich, wie seine Mutter beinahe einen Nervenzusammenbruch bekommen hatte, nachdem sie in einenZaubersupermarkt musste um Butterbier zu besorgen.
Natürlich mussten die Flaschen auch noch Original versiegelt sein, anscheinend hatte ihr Gast ständige Angst vergiftet zu werden. Nach diesem entsetzlichen Abenteuer in der Zauberwelt, hatte Petunia sich die Sherry Flasche für besondere Gäste unter den Arm geklemmt und sich in das Elternschlafzimmer verbarrikadiert. Dudley versuchte den gesamten Abend sie zu überreden das Schlafzimmer wieder zu verlassen, aber seine Mutter hatte sich standhaft geweigert. Im Laufe des Abends klangen ihre Begründungen allerdings zunehmend gelallt.
Mit einem Seufzer stellte Dudley den letzten Teller in den Schrank und räumte die Spüle auf, bevor er sich anschickte die Küche zu verlassen. Dabei übersah er völlig das weißmaskierte Gesicht, das sich von außen an das Küchenfenster drückte.
Ich bin so gemein, gleich zwei offene Enden in einem Kapitel -hehehehe- Hoffentlich werde ich von niemanden hier mit dem Todesfluch belegt ;-)
Ich hoffe Euch hat das Kapitel gefallen, allmählich kommt die Story wieder in Fahrt, schließlich kann Harry ja nicht den Rest der Ferien auf Snapes Couch herumgammeln und Kakao trinken.
Ganz lieben Dank wieder an lucie-26, die sich wieder die Mühe gemacht hat mein Geschreibsel Beta zu lesen! Und natürlich wieder vielen herzlichen Dank an teddylonglong, Zauberlehrling, Teddy172, goldentree, Hermine Potter und Padme für Eure lieben Kommentare!!!
goldentree: Hmm, Du bringst mich noch auf Ideen was Ms. Norris angeht :-) In der Hinsicht hatte ich mir eigentlich noch keine Gedanken gemacht... aber mal schauen was kommt! Oh und kein Problem wegen der Heultränke - ich helfe doch gerne dabei Unsinn zu verbreiten, den man zu 120 Prozent niemals irgendwo brauchen wird ;-)
teddy172: Wie Du hoffentlich gesehen hast, habe ich die anonymen Reviews inzwischen erlaubt. Ich hatte gar nicht gemerkt, das ich die nicht zugelassen hatte. Und diesmal habe ich Dich nicht vergessen!
Zauberlehrling: es bewegt sich zumindest in Richtung Snape adoptiert Harry, schließlich müssen sie ja irgendwohin mit Harry und die Duryleys sind nicht nur wegen Onkel Vernon keine geeignete Option, aber mehr verrate ich nicht!
teddylonglong: Du solltest wirklich wieder den Imerius Fluch rauskramen, solange das wieder gedauert hat... aber es gibt Hoffnung! Kapitel 8 ist zu dreivierteln fertig und mit etwas Glück stelle ich den Chapter Ende der Woche Online.
Kleiner Ausblick auf die kommenden Kapitel: Aufregung mit Malfoy, Quidditch und Onkel Vernon spielt wieder eine größere Rolle! Wahnsinnig Aussagekräftig, ich weiß...
