Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Weihnachtsfeiertage. Ich wünsche allen Lesern einen "Guten Rutsch" ins Jahr 2015!
Disclaimer: Die Urheberrechte an Harry Potter gehören JK Rowling, alles was zu Bleach gehört ist geistiges Eigentum von Tite Kubo. Mit Sicherheit sind da noch ein paar Verlage im Spiel, vor allem Bloomsbury Publishing (Harry Potter) und Shueisha (Bleach).
Die Idee zu dieser Geschichte stammt nicht von mir, sondern von Eradona. Das hier ist eine Übersetzung, für die ich ihre Erlaubnis habe. Ihr findet das Original unter "www. fanfiction s/ 7197392/ 1/ Harry-Potter-and-the-Order-of-the-Bleached-Phoenix" (ohne Leer- und Anführungszeichen).
Editiert am 22.02.2015 - Orihimes Spruch korrigiert und ein paar kleinere Fehler entfernt
Kapitel 7
Am nächsten Tag gab es ein wenig Chaos bei Urahara, als die Koffer gestapelt, gepackt und umgepackt und sauber gekennzeichnet wurden. Yuzu hatte für alle Etiketten gemacht und Uryu hatte sie mit Orihimes Unterstützung bei allen in die Kleidung genäht. Professor McGonagall und Professor Snape hatten kurz zweimal hingeschaut, als sie die leblosen Körper neben dem Gepäck sitzen sahen.
"Man gewöhnt sich daran", sagte Karin, als sie ihren Gesichtsausdruck sah, "aber es ist zu Anfang etwas seltsam."
"Etwas?" murmelte Snape und schüttelte den Kopf. Professor Dumbledore hatte es geschafft, einige sehr – andersartige – Verbündete zu finden. Mächtig, aber mit Sicherheit andersartig. Als der Professor ihm das erste Mal von den Shinigami erzählt hatte… Nun, sie hatten alle dagesessen und ihn mit offenem Mund angestarrt, ziemlich sicher, dass er endlich den Verstand verloren hatte. Und dann zu erfahren, dass einer von ihnen Masaki Kurosakis Sohn war… Die Unterkiefer von Lupin und Black waren bei dieser kleinen Enthüllung auf dem Fußboden gelandet. Er musste sich selber ab und zu kneifen um sich daran zu erinnern, dass er nicht träumte.
Isshin hatte sich dazu entschlossen mit ihnen zu kommen, um seine drei Kinder in ihr 'großes Abenteuer' zu verabschieden, obwohl er ein wenig weinerlich wegen der Tatsache war, dass seine kleinen Prinzessinnen in einem so zarten Alter das Haus verließen. Karin verdrehte nur die Augen in seine Richtung und fragte, ob die Professoren einen Zauberspruch zur Verfügung hatten, der ihn an der Stelle halten würde, bis sie alle gut unterwegs waren… Was zu noch ein paar erhobenen Augenbrauen geführt hatte und dazu, dass Urahara grinsend hinter seinen Fächer abtauchte. Natürlich, als sie hörte, dass Yuzu und sie hindurch getragen werden mussten… schließlich stand ihr Temperament dem ihres Bruders in nichts nach.
"Warum müssen wir getragen werden?" nörgelte Karin, die Isshin dolchartige Blicke zuwarf.
"Weil wir nur vier Minuten Zeit haben, um durch das Dangai zu kommen…"
"Das weiß ich alles!"
"Hör zu, Karin-chan", sagte Uryu. "Von uns allen bin ich mit Hirenkyaku am schnellsten – und es wird selbst für mich eng, in vier Minuten durchzukommen. Yuzu und du habt keine Chance, es rechtzeitig zu schaffen."
"Na gut, aber ich muss es nicht mögen und ich will, dass mein Protest festgehalten wird."
"Vorschriftsmäßig zur Kenntnis genommen", sagte Urahara ernst, dem es irgendwie gelang, keine Miene zu verziehen. "Nun, wenn alle bereit sind – verabschiedet euch und dann gehen wir nach unten."
Tatsuki verabschiedete sich von ihren Eltern, Chizuru und Keigo hatten beide die Schule geschwänzt um auf Wiedersehen sagen zu können, und das war es dann mit den Abschieden. Uryus Vater kam nicht, genau wie Mizuiros Mutter (sich von der Haushälterin zu verabschieden war nicht nötig). Karin weigerte sich, auf den Rücken ihres Vaters zu steigen – sie wusste bereits, dass Chad sie tragen konnte, also entschied sie sich dafür, sich vom besten Freund ihres Bruders hindurch tragen zu lassen. Das verursachte natürlich noch mehr Tränen bei Isshin, dass seine liebe Tochter den Freund ihres Bruders dem Vater vorzog… wenigstens bis Urahara ihn mit seinem Fächer schlug und ihm einen Blick zuwarf. Sie verschwendeten Zeit.
Die Vizards waren bereits alle unten und warteten auf sie.
"Ahem", sagte Urahara und lenkte aller Aufmerksamkeit auf sich. "Nun, ich weiß, dass die meisten von euch es wissen, aber für die, die es nicht kennen…" Er blickte zu den Kurosaki-Zwillingen, Tatsuki, Mizuiro und den beiden Professoren hinüber, "werde ich das Tor kurz erklären."
"Kurz?" murmelte Shinji hinter vorgehaltener Hand Kensei zu, der nur ungläubig schnaubte. "Urahara weiß gar nicht, was das heißt."
"Dieses Tor hat zusätzlich zum normalten Senkaimon einen Geisterpartikel-Konverter eingebaut…" Isshin schlug die Hand vor das Gesicht – es schien so, als ob die die ganze Lektion zu hören bekommen würden.
"…Soul Society ist eine Welt der Konpaku, wie wir sie nennen – Seelen. Sie kann nicht betreten werden, ohne wie eine auszusehen. Jedoch können nur Issin-san und die Vizards eintreten und sich als Konpaku umher bewegen. Selbst wenn wir eure aus den Körpern lösen würden, wären sie immer noch durch die Kette des Schicksals an sie gebunden…"
Tatsuki warf Orihime, Uryu und Chad einen Seitenblick zu und sah, dass sich ihre Lippen im Einklang mit Uraharas Worten bewegten; offenbar hatten sie diesen Vortrag wörtlich schon einmal gehört. Sie biss sich auf die Lippe um nicht zu lachen.
"…wo der Reishi-Konverter ins Spiel kommt. Er wandelt die Materie in Reishi oder Geisterpartikel um, die die Hauptbestandteile…"
Yuzu bekam einen benommenen Gesichtsausdruck; Karin wurde ungeduldig.
"…Die Umwandlung in Geisterpartikel ist schmerzlos. Wie ihr zweifellos gehört habt, ist das Problem die Zeit. Das Senkaimon kann nur für kurze Zeit geöffnet und mit der Soul Society verbunden bleiben – höchstens vier Minuten. Nach vier Minuten wird das Tor sich schließen und ihr bleibt für immer in der Abgrundwelt des Dangai gefangen!"
"Ich glaube, den Teil hat er vorher weggelassen", murmelte Professor Snape leise.
"Außerdem gibt es im Dangai eine 'einschränkende Strömung', die Seelen lähmt um das Eindringen von Hollows und anderen fremden Invasoren zu verhindern. Wenn auch nur eines eurer Gliedmaßen sich darin verfängt… geht die Möglichkeit, das Dangai innerhalb der vorgesehenen Zeitspanne zu durchqueren, gegen Null."
"Ich glaube, diesen Teil hat er auch weggelassen", stimmte Professor McGonagall zu.
"Nun, wenn alle bereit sind?"
"Wir schreiben", versprach Ururu Yuzu und Karin. Jinta nickte.
"Bestimmt", stimmte er zu, während er Yuzu mit einem traurigen Gesichtsausdruck gehen sah.
"Auf wiedersehen!" sagte sie und winkte, während sie auf den Rücken ihres Vaters kletterte. Karin kletterte auf Chads und winkte ihnen ebenfalls.
"Na dann", befahl Urahara, "lauf los, sobald es sich öffnet…"
"Wir sehen uns dort", sagte Professor McGonagall zu ihnen. Das Tor schimmerte plötzlich und als sie Orihime losgehen sah, folgte ihr Tatsuki.
"Uhm", sagte Mizuiro im Laufen, "er hat nicht gesagt, dass die Wände zusammenfallen würden!"
"Das sind die einschränkenden Strömungen!" rief Lisa ihm zu. "Also lauf weiter und lass sie dich nicht berühren!"
Vier Minuten können sich wie eine Ewigkeit anfühlen, wenn man um sein Leben rennt, dachte Tatsuki, und es so aussieht, als würden die Wände selbst lebendig werden um nach einem zu greifen und zu verschlingen…
"Wartet – was ist das für ein Rumpeln…" rief Mashiro aus.
"Was? Ich dachte, Aizen hätte das verdammte Ding zerstört!" brüllte Kensei.
"Das ist der Reiniger!" rief Uryu Isshin zu, der mit Yuzu vorweg lief.
Isshin fluchte leise. "Wo zum Teufel haben sie noch eins von den Dingern gefunden?"
Lisa raffte plötzlich Mizuiro an sich, warf sich ihn wie einen Sack über die Schulter und war mit einem Zwischenspurt an allen außer Isshin und Uryu vorbei.
"Hey!"
"Sorry, aber du bist zu langsam gelaufen!"
"Lauft, lauft, lauft!"
"Da ist der Ausgang!"
"Um, Tatsuki…" Orihime warf ihrer Freundin einen Blick zu.
"Was?" Die Karateexpertin hatte plötzlich ein schlechtes Gefühl.
"Wir haben vergessen, noch etwas zu erwähnen…"
"Was?"
"Es geht ziemlich tief nach unten –"
"WHOA!"
"AAAHHHH!"
"OOOHHHH!"
"EEEEEEE!"
"Santen Kesshun, ich negiere!"
Plumps.
Bumm.
Klonk.
"Danke, gut mitgedacht, Orihime-chan", sagte Lisa und setzte Mizuiro auf dem Schild ab, bevor sie herunter sprang. Orihime benutzte ihren Schild als Plattform für die, die nicht die Fähigkeit hatten, Reishi zu kontrollieren und wie Uryu und die Vizards auf der Luft zu gehen.
"Gern geschehen", sagte sie fröhlich lächelnd. Tatsuki setzte sich auf und rieb sich die Stelle am Kopf, wo sie auf Orihimes Schild aufgeschlagen war. Uryu glitt mühelos auf einer seiner Reishiplattformen dahin, die er mit Chad und Karin teilte. Also waren die einzigen zwei Leute um die sich Orihime kümmern musste, Tatsuki und Mizuiro.
"Also – wie oft hast du das schon gemacht?" fragte Mizuiro sie, der bemerkt hatte, dass sie wie ein alter Profi mit der Situation zurecht gekommen war. Besser als alle anderen, dachte er mit Bewunderung.
"Um… mal sehen, da war das erste Mal als wir gekommen sind um Rukia zu retten; dann sind wir gekommen um die Bount aufzuhalten; oh, und ich bin einmal alleine mit Rukia hierher gekommen um zu trainieren. Also bin ich dreimal hin und her gereist", sagte sie, während sie die Ereignisse an den Fingern abzählte.
"Drei", sagte er benommen. Sie nickte.
"Oh – warte, ich hatte vergessen – wir sind alle Aizen hinterher, als Karakura Town noch in der Soul Society war, also bin ich einmal mehr durchgegangen. Macht also viermal…" Er sah sie mit neuem Respekt an.
"Das ist also die Soul Society", sann Tatsuki während sie sich umsah.
"Das stimmt. Westlicher Rukonbezirk, wenn ich mich recht entsinne", sagte Hiyori leise. Orihime zuckte zusammen; sie hatte nicht bemerkt, dass die ehemalige Vizekommandantin der Zwölften Kompanie hinter ihr stand. "Es ist Uraharas alter Tummelplatz; also schickt er seine Tore immer hierher, weil er die Gegend kennt."
"Das stimmt", nickte Uryu ihr zu. "Das Westtor in die Seireitei sollte in dieser Richtung liegen." Er deutete mit dem Finger.
Tatsuki und Mizuiro drehten sich in die Richtung in die er zeigte und fielen dann beinahe vom Schild, als sie geschockt rückwärts krabbelten, als ein großer skelettierter Schlangenkopf sich vor ihnen in die Luft erhob. Orihime hingegen geriet nicht in Panik; das Schild wurde langsamer bis es anhielt und sie und der Schlangenkopf starrten einander einen Augenblick lang an, ehe sie zu sprechen begann.
"Renji! Was machst du hier?"
"Renji?" Tatsuki starrte das Ding mit der wilden Mähne mit offenem Mund an. Sie nahm an, dass der wilde Haarschopf eine ähnliche Farbe hatte…
"Das ist sein Bankai, Hihio Zabimaru", erklärte Orihime mit einem Lächeln. "Renji!"
"Ja, ja, immer sachte mit den jungen Pferden", sie konnten seine Stimme hören ehe sie ihn sahen; endlich erschien er in der Masse roten Haares, die den Schlangenkopf wie eine Löwenmähne umgab. "Tut mir leid, ich hab' 'ne Weile gebraucht, um nach oben zu kommen", entschuldigte er sich. "Ich warte hier draußen schon den ganzen Morgen auf euch."
"Und wie es scheint hast du auch mit deinem Bankai gespielt", grinste Uryu.
Der Vizekommandant zuckte die Achseln. "Hab' mir gedacht, ich trainiere während ich warte." Er grinste sie an. "Also seid ihr gut durchgekommen?"
"Na ja…" Shinji starrte ihn wütend an. "Wusstest du, dass es einen neuen Reiniger gibt?"
"Es gibt einen neuen…" Renji blinzelte ihn an, als er ihn verdutzt ansah. "Uh, nein. Wusste ich nicht. Keiner aus der Zwölften hat etwas gesagt – jedenfalls nicht während der Versammlung der Vizekommandanten. Ich weiß nicht, ob Kurotsuchi irgendetwas in der Konferenz der Kommandanten erwähnt hat. Ich muss mal bei Kommandant Kuchiki nachfragen." Er warf einen Blick in Richtung Seireitei. "Wir sollten besser gehen. Es warten alle."
Sie folgten Renji staubige, verlassene Straßen entlang.
"Wie ich sehe, verstecken sich die Einwohner immer noch, wenn Neuankömmlinge so auftauchen wie wir gerade", sagte Love, während er sich umsah.
"Passiert immer", nickte Chad, nur Augenblicke bevor er – erfolglos – von einem kleinen Jungen umgerannt wurde, der glücklich zu ihm hoch grinste. Chad beugte sich wortlos herunter und ließ den Jungen auf seine Schultern steigen.
"Yuichi Shibata", sagte Uryu mit leiser Stimme. "Der Nymphensittich-Junge." (1)
"Oh!" Karin hielt an und betrachtete ihn interessiert. Sie hatte sich immer gefragt, wie er aussah…
"Wissen Sie was?" grinste Yuichi zu Chad hinunter, "Ich habe meine Mama gefunden."
Chads eines sichtbares Auge weitete sich. "Tatsächlich?"
"Ja – ein Shinigami kam und hat mir geholfen; er sagte, ein Vizekommandant hätte es ihm befohlen…"
Uryu bemerkte, dass Renjis Gesicht plötzlich knallrot wurde und erriet sogleich, dass er der Vizekommandant gewesen war, der den Befehl gegeben hatte. Hm, dachte er; nun, diese zwei sind ziemlich miteinander vertraut geworden, als die beiden gemeinsam in Uraharas unterirdischem Gelände trainiert haben. Er vermutete, dass Chad ihm gegenüber Yuichi erwähnt hatte. Und Renji hat einen der einfachen Soldaten der Sechsten Kompanie abkommandiert, um Yuichi bei der Suche nach seiner Mutter zu helfen, nur um Chad einen Gefallen zu tun.
"Softy", sagte er leise, was dazu führte, dass der Mann sogar noch roter wurde. Dankenswerterweise waren sie an der Mauer angekommen, deren Größe Tatsukis und Mizuiros Augen groß werden ließ. Und dann sahen sie den Torwächter…
"Hallo Jidanbo!" Orihime winkte dem riesigen Torwächter, der der Seireitei die Treue gehalten hatte, nachdem die drei Kommandanten desertiert waren. Er hatte tatsächlich dabei geholfen, die anderen drei Torwächter zu besiegen, als diese Aizen auf dem Sokyoku Hügel zu Hilfe gekommen waren.
"Hallo", antwortete er. "Wieder zurück?"
Sie nickte und Renji winkte ihm zu, während sie durch die gigantischen Tore in die Heimat der Shinigami gingen. "Okay, Kommandant Ukitake wird Kurosaki-san und die Vizards über Nacht aufnehmen, und die Mädchen werden mit Rukia im Landhaus der Kuchikis bleiben, während die Jungen in der Zehnten Kompanie bleiben werden", erklärte er ihnen. "Wenn aus irgendeinem Grund Kommandant Ukitake nicht genügend Platz haben sollte, hat sich Kommandant Kyoraku bereit erklärt, die Überzähligen aufzunehmen."
Isshin öffnete seinen Mund, aber Renji unterbrach ihn. "Kommandant Hitsugaya will Sie nicht in der Nähe der Zehnten haben, Sir. Er ist sich sehr bewusst, wie Sie gewöhnlich Ihren Sohn morgens wecken – und er will nicht, dass Sie seine Männer zu früher Stunde zu Tode erschrecken."
Bei diesen Worten zog Isshin mit dramatischem Ausdruck eine Schnute.
"Er sagte, wenn Sie es tun, werden Sie zu der besten Eisskulptur, die er je geschaffen hat."
Karin kicherte böse, als sie diese Worte hörte.
"Aber mein Sohn wird vergessen! Er wird schwach werden, wenn ich nicht in der Nähe bin, um ihn auf Trab zu halten!"
Mizuiro, Uryu, Orihime und Chad starrten ihn alle an: Ichigo und schwach werden? War das überhaupt möglich? Selbst Tatsuki sah den Mann an, als ob sie ihn noch nie gesehen hätte – und sie kannte ihn, seit sie vier Jahre alt war; während die, die wussten, wie Isshin – sehr zum Verdruss seines Sohnes – mit Ichigo umging erraten konnten, dass Ichigo sich auf mehrere Monate friedlichen, ununterbrochenen Schlafes und normale Weckrufe freute.
Uryu schüttelte den Kopf. Er hatte Ichigo nicht geglaubt, als dieser versucht hatte, ihm seinen Vater zu erklären – nun musste er zögernd zugeben, dass sein Freund mit den erdbeerblonden Haaren Recht gehabt hatte. Kein Wunder, dass Ryuuken ihm immer gab, was er für seine Klinik brauchte, damit er nicht ins Krankenhaus kam!
"Er war immer ein überdramatischer Idiot", seufzte Rose.
"Ich bin überrascht, dass Ichigo bei seiner Erziehung keine ernsthaften geistigen Schäden davongetragen hat. Obwohl vieles einen Sinn ergeben hat, als wir herausgefunden haben, wer sein Vater ist", stimmte Love zu.
"WILLST DU WOHL DIE KLAPPE HALTEN?" brach es endlich aus Karin heraus, als Isshin keine Anstalten machte aufzuhören. Sie drehte sich um und trat ihrem Vater gegen das Kinn.
"Oh, meine Tochter liebt Papa nicht mehr!"
"Wie ich sehe, seid ihr sicher angekommen", sagte Rukia trocken, während sie mit Momo auf sie zukam. "Ich habe euch bis hinten zur Fünften Kompanie kommen hören."
"Tut mir leid", entschuldigte sich Shinji bei ihr. "Ich habe vergessen, ihm den Mund zuzukleben, bevor wir hier ankommen. Ich hätte daran denken sollen."
Isshin war bereits wieder auf die Füße gekommen. "RUKIA! Meine wunderschöne dritte Tochter!"
Momo starrte ihn benommen an. Sie hatte in der Welt der Lebenden sehr wenig Interaktion mit dem Patriarchen der Familie Kurosaki gehabt; dies war tatsächlich das erste Mal, dass sie ihn in Aktion sah. Als sie im Begriff war sich zu Rukia umzudrehen um sie zu fragen ob er tatsächlich so war oder ob er hier etwas vorspielte, bewegte sich etwas so schnell an ihr vorbei, dass ihr Dutt aufging. Ihre Augen weiteten sich, als sie einen Blick auf Orange und Weiß erhaschte… zwei Fäuste rammten in Isshin hinein; eine oben, eine weiter unten, was ihn in die Mauer hinter ihnen fliegen ließ, die daraufhin in sich zusammenbrach.
"KLAPPE!" brüllten Toshiro und Ichigo ihn an.
"Du bist so peinlich! Ich schäme mich dafür, mit dir verwandt zu sein!" Ichigo schüttelte den Kopf und starrte seinen Vater wütend an.
"Nicht zu vergessen laut. Kein Wunder, dass sie ihn nicht auf Dauer zurück wollten", fügte Toshiro voller Abscheu hinzu.
"So grausam… mein Sohn…"
Während er ihm einen vollkommen angewiderten Blick zuwarf, fror Toshiro Isshin am Boden und der zerstörten Mauer fest. "Das sollte ihn für eine kleine Weile festhalten."
Karin zupfte an seinem Haori und als er ihr einen Blick über die Schulter zuwarf, flüsterte sie ihm etwas ins Ohr. Er blinzelte und dann zuckten seine Lippen ein wenig. Er sah zu Ichigo hinüber, der sie neugierig aber nicht zornig beobachtete. Dann schuf er eine Plakette aus Eis und platzierte sie über dem stöhnenden ehemaligen Kommandanten. Ichigo kicherte leise, als er sah, was darauf stand.
'Nicht identifizierter Ryoka. Wer auch immer diese seltsame Kreatur befreit, wird umgehend zur Elften Kompanie überstellt und gezwungen, gegen Kenpachi Zaraki anzutreten.'
"Nein, er sollte in der nächsten Zeit nirgendwo hingehen", stimmte Ichigo zu. Er drehte sich um und stieß beinahe mit Kommandantin Unohana zusammen. Er wich überrascht zurück. "Unohana-san! Es tut mir leid! Ich habe Sie nicht gesehen…"
"Ist schon gut, Ichigo-kun", lächelte sie ihn an, "ich bin nicht verärgert." Ihr Blick wanderte zu seinem Vater hinüber und sie schien etwas amüsiert zu sein. "Ich möchte mit deinem Vater reden, jetzt wo er mir nicht mehr aus dem Weg gehen kann."
Alle sahen die sittsame Kommandantin mit dem milden Gesichtsausdruck an und schluckten. Niemand bemitleidete indes Isshin, da alle der Meinung waren, dass er sich die Folgen selbst zuzuschreiben hatte, wenn er ihr aus dem Weg gegangen war.
"Okay – nun, uh, wir lassen Sie dann alleine…" Toshiro wich zurück und alle verschwanden eilig. Unohana wendete sich wieder Isshin zu, der sie aus großen Augen anstarrte.
"Nun, Kurosaki-san", sagte sie und ihr Reiatsu stieg, während sie einen strengen Blick auf in richtete, "ich denke, es wird Zeit, dass wir eine weitere Unterredung über Ihren Sohn führen."
Anmerkungen:
(1) Die Geschichte beginnt im Kapitel 7 des Manga (Der Wellensittich mit den lila Wangen) und geht weiter über die Kapitel 8 (Jagd auf Chad), Kapitel 9 (Ein Monster und ein Transfer – Niedergemäht), Kapitel 10 (Ein Monster und ein Transfer Teil 2 – Die Todesbeere) und Kapitel 11 (Zurück – Egelbombe oder Mama) bis zu Kapitel 12 (Das Tor zur Hölle). In der Animeserie wird Yuichis Geschichte in der Folge 4 (Der verfluchte Nymphensittich) erzählt.
