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Mittwoch

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Quidditch-Feld:

Rund um sie herum jubelte die Menge, aber Lily saß still auf ihrem Platz und hielt das große Transparent, das sie und ihre Freundinnen für James gemacht hatten, in den Händen.

Als die Gryffindor-Mannschaft auf das Feld marschierte, biss sie sich nervös auf die Unterlippe.

Ein leichter Wind kam auf und zerzauste James Haar noch mehr, als es ohnehin war.

Seufzend stand sie auf und rollte das Transparent aus.

„Ich hoffe es bringt ihn nicht so aus dem Konzept, dass wir dann wegen ihm verlieren.", bemerkte sie unsicher.

„Ach was. Der hält das schon aus.", grinste Conny mitleidslos.

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James sah vor dem Anpfiff des Spieles hoch zu den Rängen, wo die roten und goldenen Farben Gryffindors in der Wintersonne glitzerten.

Er suchte die Reihen nach Lily ab.

Als er sie entdeckte, zuckte er erschrocken zusammen.

Sie stand neben Conny und Jessy auf einem der obersten Reihen.

Über sich schwenkten die Drei ein großes Transparent, auf dem ein Riesenbild von ihm prangte.

Die Mädchen mussten sich letzte Nacht heimlich in den Schlafsaal geschlichen und ihn fotografiert zu haben.

Auf dem Bild war seine Bettdecke zurückgeschlagen, so dass man sehen konnte, dass er nur eine Pyjamahose trug. Und zwar eine rosarote mit Herzchenmuster.

Fassungslos starrte James sein Foto an. So eine Hose besaß er nicht einmal.

Wütend schnaubte er dann auf, von der Erkenntnis getroffen, dass Lily und Co. Farbe und Muster verwandelt haben mussten.

Als wäre das alles nicht genug lag er auf dem Bild in Embryonalstellung und mit offenem Mund da.

In die Arme hatten sie ihm einen großen Teddybären gelegt.

Es war das erste Mal, dass es ihm leid tat, dass er einen so tiefen Schlaf hatte.

Er bemerkte plötzlich, dass er alleine auf dem Feld stand.

„Was tust du da?", brüllte ihm der Kapitän der Gryffindors, Connor, wütend zu.

„Sorry. Ich komme schon.", antwortete James kleinlaut.

Als er endlich vom Boden abhob, hörte er Lachen von den Tribünen, anscheinend hatten jetzt auch andere dieses Plakat entdeckt.

Der Gegenwind, der jetzt aufkam, machte es ihm leicht, das Gelächter zu überhören.

Aber er war trotzdem wütend.

Warum?

Ärgerlich schmetterte er den Quaffel in Richtung Torring.

TOR FÜR GRYFFINDOR!!

Die Menge tobte unter ihm, aber James merkte es nicht einmal richtig.

Mit einer Wut im Bauch, die er herauslassen musste, spielte er so gut wie alleine (er beachtete seine Mitspieler kaum) die Hufflepuffs in Grund und Boden.

Der Sucher der Gryffindors machte dem Schreckensspiel schließlich ein Ende.

„600:70 FÜR GRYFFINDOR!!!!", schrie der Kommentator begeistert.

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Umkleidekabine:

„Ähm – James, was ist denn mit dir los?", fragte ihn Geofrey, einer der Treiber, in der Umkleidekabine.

„Was meinst du?" James war offenbar nicht erpicht auf Gespräche. Er stopfte eben sein Handtuch in seine Tasche und wollte gehen.

„Hör mal – du hast echt traumhaft gespielt, James, aber du kannst uns nicht einfach alle in der Luft rumstehen lassen. Quidditch ist ein Mannschaftssport – wenn du alleine spielen willst, dann musst du Eiskunstläufer werden.", mischte sich jetzt auch Connor ein.

„Ja, ja.", murmelte James, schnappte sich seine Tasche und verschwand die Tür hinter sich zuknallend hinaus in die Winterkälte.

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Gemeinschaftsraum Gryffindor:

„Hey, Remus. Hast du Lily gesehen?"

„James! Du hast dich aber beeilt! Nein, ich hab sie nicht gesehen. Sirius will übrigens gerade eine Eröffnungsrede für die Feier hier halten."

James wollte etwas erwidern, aber da begann Sirius schon zu reden:

„Hallo, alle zusammen! Nach diesem fantastischen Spiel, war es ja klar, dass wir ein Fest feiern, wie es sich die anderen Häuser nur erträumen können! Wir machen alle platt! Also – auf unsere Mannschaft und auf Gryffindor!"

Sirius Augen glänzten, vor Eifer und Stolz.

Er wollte noch fortfahren, aber da stellte Lily sich neben an.

„Darf ich auch kurz was sagen? – Gut. Also wie ihr sicher alle wisst, ist unser kleiner Held von heute – Jamesie Potter – mein Freund und ich glaube ich kann euch in seinem Namen sagen, dass er so stolz auf euch ist! Ihr steht immer hinter ihm – egal was geschieht. Er liebt einfach jeden von euch und ist auch immer für euch da. Übrigens: Wenn ihr Autogramme haben wollte, ich kann euch welche besorgen.

Als Autogrammkarten dient auch das Foto auf dem der süße Kleine gerade heitschi-heitschi macht."

Lily strahlte in die Runde.

„Jetzt reicht´s.", murmelte James.

Er ging nach vorne und schnappte Lily fest am Arm.

„Au – was soll das?"

„Ich habe noch einen ganzen Hühnerstall mit dir zu rupfen."

Ohne auf ihre Einwände zu achten, schleppte James Lily aus dem Gemeinschaftsraum in einen leeren Klassenraum.

„Was ist denn, Baby?", fragte Lily und versuchte James in die Wange zu kneifen.

„Lass das!", fauchte James und packte sie recht grob an den Händen. „Was soll das ganze Theater?"

„W-was meinst du?"

„Ich kenne dich schon seit über sechs Jahren. Du warst immer ein tolles Mädchen und ich kaufe dir nicht ab, dass du in den letzten sechs Tagen zu einer absolut dämlichen, schamlosen Person geworden bist.

Ich will wieder die Lily mit der man über alles lachen kann, die cool wie Eis und zugleich heiß wie Feuer ist. Ich hasse diese lauwarme Baby-Sprachen-Lily.

Verstehst du das?"

Er meinte in ihren großen Augen Tränen zu erkennen, aber sie wandte das Gesicht ab.

Vermutlich wäre sie davon gelaufen, wenn James sie nicht an ihren Handgelenken festgehalten hätte.

„Verstehst du mich?", fragte James noch einmal mit allem Nachdruck zu dem er fähig war.

„Es tut mir Leid.", flüsterte Lily. „Kannst du mir verzeihen?"

„JA – Ja. Ich würde alles dafür in Kauf nehmen, wenn ich nur wieder die alte Lily kriegen kann. Aber warum hast du dich so verstellt?"

„Das kann ich dir nicht sagen. Bitte verlang es nicht. Ich muss mir erst über alles klar werden."

James lächelte leicht.

„Okay."

Er ließ Lily los, aber sie blieb gleich stehen, wie zuvor.

Ihr Gesicht war ihm abgewandt.

„Sieh mich an, bitte.", hauchte James in ihr Ohr.

Langsam drehte Lily den Kopf. Das Mondlicht brach sich auf ihrem ebenmäßigen Gesicht und ließ ihre Augen glänzen.

Zögernd strich sie James über die Wange.

„Ich liebe dich." James berührte mit seinen Lippen vorsichtig ihre Wange.

„Ich liebe dich auch, James.", flüsterte Lily und umarmte ihren Freund fest.

Sie konnte ein Schluchzen nicht mehr unterdrücken.

James war so verständnisvoll und sie log ihn ständig an.

„Schhh – ganz ruhig.", versuchte James sie zu beruhigen und streichelte ihr Haar, das im Mondlicht wie silbernes Gold (also wahnsinnig unwirklich und schön :-) ) aussah.

Diese Worte lösten jedoch das Gegenteil aus und entlockten Lily immer herzzerreißendere Schluchzer.

Erst nach einiger Zeit beruhigte sie sich wieder und löste sich von James.

„Treffen wir uns morgen?", fragte sie mit heiserer Stimme und wischte sich mit einem Ärmel über ihr tränennasses Gesicht.

„Ohne Liebessteine?"

„Sehr gerne."

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Na?

Merkt man schon, wie es in Lilys Hirn rattert – sie weiß aber schon, was sie macht :-)

James ist sooooooo lieb seufz

lg und bitte einige Reviews – ihr seid super!