Kapitel 7
Don und Colby sollten die Befragung vornehmen. Sie warfen noch einen Blick in die Akte des Verdächtigen und betraten dann den Verhörraum. Don setzte sich an den Tisch gegenüber Flint, während Colby an der Tür stehen blieb.
Flint schwitzte und spielte nervös mit seinen
Fingern.
„Hören Sie Mann, ich habe nichts von dem getan,
was mir vorgeworfen wird."
„Tja, wir sind hier um genau das
herauszufinden. Wo waren Sie in der Nacht vom 23. April?"
„Ich
war zu Hause."
„Gibt es jemand, der das bestätigen
kann?"
„Ich hätte mir ein gutes Alibi verschafft, wenn
ich gewusst hätte, dass ich eins brauche." erwiderte er
spitzfindig.
Don blickte ihn scharf an. „Sie sind wahrlich nicht
in der Position solche Witzchen zu machen. Ich frage sie nochmal.
Kann jemand bestätigen das sie zu Hause waren?"
Flint
atmete tief durch. „Ich weiß nicht. Wahrscheinlich nicht.
Aber ich bin es nicht gewesen."
„Was ist mit dem Gewehr? Mandy
Jones wurde aus weiter Entfernung regelrecht hingerichtet. Ein
Jagdgewehr wie Ihres bietet sich dafür förmlich an."
„Ich
habe einen Waffenschein dafür. Und ja, ich habe auch einen
Jagdschein. Aber ich habe niemanden umgebracht."
„Was ist
mit Ihrer Freundin Shannon? So ein Model kann ganz schön
anstrengend sein, oder? " diesmal meldete Colby sich zu Wort und
trat an den Tisch heran.
„Wie meinen Sie das? Was hat Shannon
damit zu tun?"
„Naja, vielleicht wollten Sie Ihrer Freundin
ein Freundschaftsdienst der besonderen Art erweisen. Models haben
nicht gerne Konkurrenz, oder? Und sie mögen es schon gar nicht,
wenn man ihnen einen guten Job vor der Nase wegschnappt."
Flint begriff worauf sie hinaus wollten und schüttelte energisch den Kopf.
„Ich sag Ihnen, wie es gelaufen ist." fuhr Colby fort, „Ihre Modelfreundin, war wütend. Wahrscheinlich hat sie den ganzen Tag herum gezickt. Und irgendwann konnten sie das nicht mehr ertragen. Schließlich hatten Sie die Lösung. Ein einzelner sauberer Schuß aus weiter Entfernung und das Problem Mandy Jones gehörte ein für alle Mal der Vergangenheit an. War doch kein großes Ding für Sie. Bei der Jagd macht man es doch nicht anders. Man legt sich auf die Lauer, wartet, und wenn der richtige Moment gekommen ist,... PENG!"
Flint sprang auf
und der Stuhl, auf dem er gesessen hatte, kippte mit einem lauten
Scheppern rücklings um. „Nein, so ist das nicht gewesen."
Don
schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „Ach ja, dann erzählen
Sie uns doch, wie es wirklich gewesen ist."
„Ich sage jetzt
nichts mehr ohne meinen Anwalt. Ich habe das Recht auf einen
Anwalt."
Er starrte beide an. Don und Colby erkannten, dass sie
nichts mehr aus ihm herausbekommen würden.
„Ja, den werden
Sie wohl auch brauchen." Damit verließen Sie den Verhörraum.
