Juchuuu wir haben eine neue Review Posterin - ganze Zwei Stück mitterweile, die uns ihre treue Leserschaft mit einer Meinung kund tun, die alle an diesem Projekt beteiligten sehr freuen!

Als kleine Anregung für die anderen - laut Statistik (ja ich spicke da ab und an hinein) da sind, folgendes:

Es kommt in der Regel alle 7 Tage ein neues Kapitel. (mehr oder weniger im Durchschnitt)
Ab zwei Rewies wird es schon nach 6 Tagen ein neues Kapitel geben.
Ab drei - schon nach 5 Tagen - ab vier, schon nach 4 Tagen ...

Ihr selbst habt es also in der Hand, wie schnell ihr weiterlesen könnt. :)

Reviews bei denen ein reply möglich ist, werden spätestens nach 24h von mindestens mir beantwortet.

Diesmal ein Chap das denke ich ohne jede Warnung auskommt. :)

Wir sind sehr auf Eure Meinungen gespannt und denkt dran - ihr tut euch selbst damit was Gutes!

Morti

Kapitel 4 – Einstellungsgespräch

Albus Dumbledore saß in seinem Büro, dabei mit der Dose Zitronenbonbons in seiner linken Hand spielend, als er auf das Eintreffen zweier Besucher wartete. Auf die Begegnung mit dem Einen freute er sich nicht gerade, bereitete ihm dieser Lucius Malfoy, von dem er nur zu gut wusste, was er war, es ihm aber einfach noch nicht nachweisen konnte, schon genügend Probleme im Schulbeirat.

Doch der Andere. Nun das war etwas ganz anderes. Albus hoffte, diesen jungen Mann aus dem Schatten Malfoys zu hohlen und auf die richtige Seite zu bringen, ehe er vollends in den Einfluss des Dunklen geraten würde.

So war das Lächeln mit dem der Schuldirektor die zwei nun eintretenden Personen bedachte, offen und ehrlich und er bedeutete ihnen, auf den Stühlen vor seinem Schreibtisch Platz zu nehmen.

Als sich die Tür zu Dumbledores Büro öffnete, scheuchte Lucius Severus in den Raum. Mit leichten Bewegungen folgte Lucius ihm. Auf eine gewisse Art und Weise wirkte sein ganzes Auftreten mehr als arrogant. Aber so war er eben. Und Lucius war der festen Überzeugung, dass gerade ER es sich erlauben konnte. Schließlich gehörte er ja zu einer reinrassigen Familie von Zauberern. Vielleicht der reinste Stammbaum überhaupt. Allein der Gedanke daran, dass er sich nun mit diesem Muggelfreund Albus Dumbledore in einem Raum befand, ließ in Lucius eine dermaßen starke Abneigung aufsteigen, dass es kaum zu beschreiben war.
Mehr oder weniger freiwillig ließ er sich auf einen der Stühle nieder.
Aber schließlich tat er es ja für den dunklen Lord und das allein rechtfertigte diese unwürdige Handlung.

Schweigend beobachtete Albus Dumbledore, wie die zwei von ihm erwarteten Menschen eintraten und sich schließlich auf jeweils einen der beiden Stühle setzten. Dass diese über keinerlei Polsterung verfügten, lag durchaus in der Absicht des Direktors.

Mit einer geschickten Drehung seiner linken Hand ließ er die Zitronenbonbondose aufspringen und fragte freundlich lächelnd, das Behältnis dabei seinen beiden Gästen entgegenhaltend: "Zitronendrops gefällig?"

Lucius hoffte wirklich, dass er nicht besonders lange hier verweilen musste. Jetzt, wo er den Direktor dieser Schule für, mitunter Schlammblüter - Lucius fragte sich wie so was überhaupt erlaubt werden durfte - direkt vor sich sah, baute sich der Hass erst recht auf. Gekonnt wusste er dies aber zu überspielen und hatte lediglich den gewohnt gehobenen Blick aufgesetzt. Dieser Gesichtsausdruck änderte sich auch nicht, als Dumbledore auch noch Zitronenbonbons anbot. Und das, obwohl sich in Lucius alles umdrehte.
Mit einem autoritären Ton, der vor allem Dumbledore daran erinnern sollte, dass er, Lucius Malfoy, niemals auch nur eines dieser schäbigen Zitronenbonbons anrühren würde, lehnte er dankend ab.

"Nun", fuhr Albus von der Ablehnung Malfoys unbeeindruckt bleibend fort. Dabei steckte er sich selbst eines der sauren Bonbons in den Mund und schob die Dose in Richtung des, sich für die freie Professur vorstellenden jungen, schwarzhaarigen Mannes. "Wieso denken Sie, sollte ich ausgerechnet Sie für die vakante Stelle einstellen?"

Dabei musterte er nicht nur den Angesprochenen, sondern auch den hellhaarigen Aristokraten, um zu verdeutlichen, dass die Frage nicht nur an den Bewerber gestellt worden war.

Severus Snape war gerade erst zwanzig Jahre alt und etwas nervös, was er aber durchaus zu verstecken wusste. Er war bereits heimlich Mitglied der Todesser geworden, als er noch hier zur Schule gegangen war, hatte damals aber nichts weiter getan und war auch nur in den niedersten Rängen gewesen. Erst als er Lucius Malfoy kennen lernte, für den er etwas mehr als nur Respekt und Bewunderung verspürte, war er weiter aufgestiegen und das war auch der Grund, weshalb er hier war.
Doch diesen Grund musste er vor dem Mann vor sich, der auch schon zu seiner Schulzeit hier Direktor gewesen war, verbergen. Auch seine Wut darauf, dass Dumbledore bereits vor diesem Gespräch zu verstehen gegeben hatte, dass die Stelle als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste bereits anderweitig besetzt war, verbarg er geschickt.

"Ich bin ein hervorragender Trankmischer, wie Sie schon an meinem Ohnegleichen als Abschlussnote an dieser Schule sehen können, Herr Direktor. Und ich habe mein Wissen in den letzten drei Jahren weiter vertieft. Ich denke, dass ich ein passabler Lehrer sein werde."
Er durfte nicht zu sehr übertreiben. Immerhin hatte er keinerlei Erfahrung als Lehrer und er musste diese Stelle unbedingt bekommen, um die Ansprüche des Lords zu erfüllen. Nichts lag ihm mehr am Herzen, als den Lord und nicht weniger Lucius zufrieden zu sehen.
Unbewusst rieb er sich den linken Arm, als sein Mal unangenehm zu jucken und zu brennen begann. Das Brennen wurde zu einem Ziehen und dann zu einem stechenden Schmerz. Aber er ließ sich nichts anmerken. Der Meister rief nach ihnen, doch sie konnten jetzt nicht einfach hier weg, mal abgesehen davon, dass es hier sowieso unmöglich war zu apparieren. Dazu mussten sie erst das Schulgelände verlassen.

Aufmerksam hatte Albus den ehemaligen Slytherin Schüler beobachtet. Er konnte gerade noch ein Stirnrunzeln verhindern, als er sah, wie dieser sich an den linken Arm griff. ‚Konnte es etwa sein, das es für diesen Jungen Mann bereits zu spät war?', dachte er sich beunruhigt.

Doch nein, Severus Snape war nie irgendwo aufgefallen. Außer durch seine Leistungen – wie er soeben sehr richtig klargestellt hatte – als Trankmischer. Albus würde sich nicht einmal wundern, wenn sein Gegenüber es schaffen würde, als einer der jüngsten Zauberer in der bisherigen Zaubereigeschichte den Titel eines Trankmeisters zu erhalten. Es gab wirklich niemanden, der mehr über dieses Fach wusste und dazu auch noch bereit war, es zu unterrichten.

Sicher – da war die auffallende Jugend. Konnte es der gerade drei Jahre aus Hogwarts entlassene Mann schaffen, sich den Respekt der Schüler zu erringen? Albus beschloss in diesem Moment zweierlei. Er würde den jungen Mann beobachten lassen. Noch stärker als zuvor – und er würde ihm eine Chance geben. Eigentlich sogar zwei – wenn er bedachte, dass er ihm einen Weg fern aller Schatten bot.

Schweigend beobachtete er weiter. Was würde sowohl der eine, als auch der andere als nächstes tun? Würde sie sein Schweigen verunsichern? Malfoy gewiss nicht, aber was war mit dem so ambitioniertem Severus Snape?

Auch ohne einen Blick auf Severus zu werfen, hatte Lucius mitbekommen, dass dieser sich an den linken Arm fasste. Wenn Snape auch nur eine falsche Bewegung machte, würde vielleicht alles auffliegen. Und das war das, was Lucius am wenigsten wollte. Dann würde diese Sitzung hier geplatzt sein und allein die Tatsache, dass sie hier saßen, obwohl der dunkle Lord rief, würde schon Probleme geben. Ganz besonders, wenn die Operation scheiterte, wegen Severus' Unfähigkeit. Dann würde es nicht nur Probleme von Seiten des dunklen Lords geben, nein, Severus würde auch noch verstärkte Probleme mit ihm, Lucius, bekommen.
Er konnte beinahe schon riechen, dass Dumbledore Verdacht zu schöpfen schien.
Wenn dem so war, wäre das gar nicht gut. Dieser verdammte Knilch war so oder so ein Fuchs, wie er im Buche stand. Einfach nicht zu unterschätzen. Lucius ließ sich seine aufsteigende Wut nicht anmerken, behielt den kühlen Blick bei.
"Was sagen Sie, Dumbledore? Wollen Sie nicht Ihre eigene Meinung preisgeben?"

Als Antwort lächelte Albus nur, sich von den Worten Malfoys jedoch nicht weiter aus der Reserve locken lassend. Wieder richtete er seinen Blick auf den Dunkelhaarigen. "Warum", begann er schließlich doch wieder zu sprechen, "haben Sie sich ausgerechnet für diese Stelle hier beworben? Mit ihren zugegebenermaßen ausgezeichneten Zeugnissen, hätten sie ohne Probleme im Ministerium selbst anfangen können."

Severus überlegte einen Moment sorgfältig, ehe er antwortete.
"Ich habe mich gegen das Ministerium entschieden, weil meine Aufgabe dort... zu einem großen Teil einfach nur das Herstellen von Veritaserum und anderen solchen Tränken wäre, welche die Auroren benötigen. Vielleicht noch einige Gegengifte... Hier hingegen kann ich im Unterricht weit komplexere Tränke brauen und vor allem auch weiter forschen.", erklärte er dann.
Diese Worte waren nicht einmal eine Lüge. Severus wollte tatsächlich forschen, allerdings mehr auf der dunklen Seite seines Fachgebietes.

Verstehend nickte der Schuldirektor darauf. Sicher, an diesem Argument war etwas dran, wenn ihm auch die Formulierung, der ersten Begründungshälfte des Schwarzhaarigen nicht wirklich gefallen mochte. Beinahe konnte man glauben, er würde die Arbeit, die darin lag, für die Auroren die benötigten Tränke herzustellen, nicht nur wegen des geringeren Leistungsanspruchs seinerseits ablehnen. Wieder fragte sich Albus, wie weit die Bekanntschaft zwischen dem Malfoy Erben und Severus Snape wirklich ging.

Ein leichtes Glitzern trat in des Direktors blaue Augen, als er sich mit täuschend ruhiger Miene erkundigte: "Glauben sie wirklich, dass ihre Fähigkeiten im Ministerium und im Dienste für die Auroren derart Fehl am Platze wären?"

Aber Severus war so nicht dumm. Er merkte gleich, dass diese Frage eine Falle war. Trotz seiner Jugend war er jedoch ein recht passabler Schauspieler.
"Nein, das denke ich nicht... aber.. wie soll ich sagen. Ich denke, dass ich für diese Aufgabe... überqualifiziert bin.", antwortete er und lächelte traurig, als täte es ihm fast leid. "Ich würde mich schnell langweilen und das sollte doch bei einem solchen Job nicht passieren. Hier hingegen kann ich junge Schüler ausbilden, die dann diese Stellen im Ministerium bekleiden könnten."

Sichtlich zufrieden mit dieser Antwort nickte Albus Dumbledore zustimmend. Ja – daran gab es nun wirklich nichts auszusetzen. "Also gut Mister Snape, ich werde Ihnen eine Chance geben und Sie können mir die nächsten beiden Monate vor Beginn der diesjährigen Sommerferien beweisen, ob Sie für den Lehrerposten wirklich geeignet sind. Anschließend werde ich entscheiden, ob Sie auch nach den großen Ferien weiter unterrichten dürfen – als Professor im Fachbereich Zaubertränke."

Severus fing bei diesen Worten an zu lächeln.
"Vielen Dank, Direktor... Sie werden es sicherlich nicht bereuen.", versicherte er.
Seine Freude war wirklich echt, allerdings ging es Severus mehr darum, dass er den Lord nicht enttäuschte.

"Gut!", nickte Albus zustimmend und lächelte nun auch ganz entspannt. "ich kann Sie gleich den anderen Lehrkräften beim Abendessen vorstellen." Damit erhob er sich von seinem Stuhl hinter seinem Schreibtisch und nickte in Richtung Türe.

Anschließend wanderte Dumbledores Blick zu Lucius Malfoy und sah ihn leicht abwartend an. "Sie können ebenfalls zum Abendessen bleiben, Mr. Malfoy.", lud er das Schulbeiratsmitglied mit ausgesuchter Höflichkeit ein. Nebenbei fischte er die von Severus Snape unangetastet gelassene Dose mit Zitronendrops vom Schreibtisch und ließ sie in einer der vielen Taschen seiner Robe verschwinden.

Malfoy hatte die gesamte Zeit nur schweigend gelauscht. Es hatte nicht wirklich danach ausgesehen, dass Severus die Sache nicht selber meistern konnte, auch wenn er am Anfang noch recht nervös gewirkt hatte.
Als das Gespräch nun anscheinend abgeschlossen war, stand Lucius auf und musste einen Moment nachdenken. Einerseits durften sie, Severus und er, nicht die geringste Zeit verlieren. Der dunkle Lord war sicher schon sehr ungehalten, dass sie ihn so lange warten ließen. Aber andererseits würde es vielleicht merkwürdig erscheinen, wenn er jetzt gehen würde. Ehrlich gesagt, verspürte er allerdings auch nicht die geringste Lust, mit den Gefolgsleuten Dumbledores zu Abend zu essen.
"Severus, hast du nicht vorhin noch erwähnt, dass du dringend etwas zu erledigen hast...?", fragte Lucius den Anderen mit einem gespielt freundlichen Ton, der trotzdem darauf aufmerksam machte, dass nun wirklich keine Zeit dafür war, irgendwelche Höflichkeitsformen auszutauschen. Und Severus wusste ganz genau, warum.

Der Angesprochene nickte gleich, auch wenn er keine Ahnung hatte, was er nun vorhaben sollte.
"Es tut mir wirklich leid, Herr Direktor... aber ich bin schon durch die kurzfristige Verschiebung des Gesprächs in Zeitnot gekommen. Ich habe noch eine Verabredung.", erklärte er nun und dachte kurz nach. "Ich werde gleich morgen früh vor der ersten Stunde da sein. Sie können sich darauf verlassen."

Sowohl Malfoy als auch Snape mit einem nun nicht mehr ganz verborgenem Stirnrunzeln musternd, konnte Albus Dumbledore jedoch nichts anderes tun, als leicht zu nicken und den beiden Zauberern noch einen angenehmen Abend zu wünschen.

"Wir sehen uns dann morgen früh, Mr. Snape.", meinte er noch, ehe er die Türe hinter dem Aristokraten und dem Lehrer auf Probe schloss.

Gemeinsam verließen die Beiden nun das Schloss und machten sich auf den Weg Richtung Hogsmeade. Erst wenn sie sich außerhalb des Schulgeländes und somit der Schutzbanne befanden, konnten sie apparieren. Hinter dem großen eisernen Tor verschwanden sie sofort.
"Was... Was wird der Lord ... sagen?", murmelte Severus sehr leise und sah Lucius fragend an, nachdem sie auf dem Anwesen des dunklen Lords angekommen waren und ihrem Schicksal entgegen gingen.

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TBC