Da wäre ich wieder. Auch dieses Kapitel dient grösstenteils der Hintergundinformation und dem Aufbau der Geschichte, ich hoffe aber wir bekommen bald einmal einwenig mehr Action!

Kapitel 6

"Was in Merlins Namen hat euch geritten, Tom über die Feiertage ins Herrenhaus der Blacks einzuladen? Noch dazu unter vollem Gastrecht? Hatte ich ihnen nicht eindeutig zu verstehen gegeben, dass Diskretion in dieser Angelegenheit unabdingbar sei? Insbesondere vor seinem 16ten Geburtstag, bevor er die magische Reife und all seine Kräfte erhält! Ihr habt mit eurem übereilten Handeln nicht nur Dumbeldore gewarnt und das Interesse Dritter geweckt, nein ihr habt zweifelsohne auch Tom selber äusserst misstrauisch gemacht." ereiferte sich Ares lautstark.

Lord Black war einmal mehr beeindruckt oder vielmehr leicht eingeschüchtert, selbstverständlich würde er dies niemals offen zugeben. Lord McFayden war unangemeldet in sein privates Arbeitszimmer gestürmt, Haare wild und die diamantgrünen Augen gefährlich funkelnd. Wie schon bei jener schicksalsträchtigen Begegnung in der Nokturngasse, konnte Sirius förmlich spüren wie mächtig sein Gegenüber wirklich war. Seine Nackenhaare sträubten sich, die Luft in seinem Arbeitszimmer schien magisch geladen zu sein, es jagte im Schauder über den Rücken. Die Raumtemperatur war merklich angestiegen, Sirius konnte das Feuer in den Augen des jungen Lords lodern sehen. Ein Elementarmagier! Abgesehen davon hatte sein Besucher anscheinend erneut die Schutzbanne gegen unerwünschtes Apparieren überwunden. Sirius wartete geduldig bis das Temperament seines Gegenübers wieder etwas abgekühlt war, um von sich abzulenken.

"Dumbledore?"

"Er hat dafür gesorgt, dass Tom in dem Waisenhaus gelandet ist, er hat mehrere Adoptionen verhindert, sichergestellt dass er von der Heimleitung misshandelt und von anderen Kindern gemieden oder verprügelt wird. " Ares hatte sich auf einen Futon gesetzt und legte sein Gesicht in die Hände.

"Ich weiss nicht genau was der Mann vor hat. Im Moment sieht es danach aus, als wolle er in Tom den nächsten dunklen Lord heranziehen. " fuhr er fort.

"Das macht wenig Sinn, Dumbledore ist einer dieser Weissmagier, welche dunkle Magie am liebsten vollständig verbieten würden."

Ares lachte dunkel. " Albus Dumbledore war lange Zeit einer der besten Freunde von Gellert Grindelwald und ist auch heute keineswegs der bessere Mensch. Allerdings hat er in der Tat kein Talent für dunkle Magie, so spielt er die Gallionsfigur des Lichts um seine Ambitionen umzusetzten. "

"Ich würde wirklich zu gerne wissen wie ihr so gut informiert sein könnt, wenn ihr doch erst in England angekommen seit. Aber erstaunlicherweise zweifle ich nicht an euren Worten. Dumbledore wird als stellvertretender Schulleiter natürlich bereits davon gehört haben, wo der Junge die Ferien verbringt."

"Er wird wahrscheinlich vermuten, dass ihr über Toms Herkunft Bescheid wisst. Wie auch immer, er hat zu befürchten, dass er seinen Einfluss auf ihn verliert, das könnte ihn zu baldigem Handeln zwingen und Tom gefährden. Da ich nicht weiss was er für Tom genau plante, wird es schwierig Vorkehrungen zu treffen. "

Ares seuftzte, er hatte langsam Toms Vertrauen gewinnen und ihn kennenlernen wollen, vor dessen 16 Geburtstag, aber dies schien nun nicht mehr möglich. Er wusste wie misstrauisch sein Seelenverwandter gegenüber allem und jedem war, ihm die Wahrheit vorzuenthalten oder ihn gar zu belügen, jetzt wo sein Interesse geweckt wurde, würde dieses Misstrauen nur verstärken. Nur zweifelte Ares, dass die Neuigkeit einen Seelenverwandten zu haben, an jemanden für immer und ewig gebunden zu sein besonders gut aufgenommen werden würde.

"Um ihn effektiv schützen zu können, werde ich ihn wohl einweihen müssen. Ganz abgesehen davon, dass er sich denken kann, dass ihr ihn nicht nur wegen seiner Freundschaft zu Orion eingeladen habt. Ich werde so bald wie möglich vorbeischauen um mit ihm zu sprechen. Da die Katze bereits aus dem Sack ist, erwarte ich dass ihr es Tom an wirklich nichts mangeln lässt und macht besser keine weiteren Fehler Lord Black, es ist gefährlich mich wütend zu machen." Ares verschwand mit einem eisigen Lächeln.


Währenddessen hatte Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore keinen besonders guten Tag. Er hatte sich schon die ganzen letzten Wochen schon mit diesem vermaledeiten Lord Potter im Zaubergamot herumärgern müssen. Er hatte wirklich gehofft, dass der Mann nach dem Verlust seiner Söhne in seiner Isolation und Depression hängen bleiben würde. Nun untergrub der alte Potter als respektierter Vertreter des Lichts nicht nur seine bisher beinahe unangefochtene Authorität, sondern kam mit einigen seiner Petitionen und Vorstössen seinen Plänen direkt in die Quere. Er würde den Mann wohl bald zum schweigen bringen müssen. Und nun schien auch noch sein kleines Langzeitprojekt Tom Riddle Schwierigkeiten zu machen. Eine Einladung des führnehmsten und gar alten Hauses der Blacks unter vollem Gastrecht? Eine Katastrophe! Der Junge durfte von Reinblütern, Muggeln sowie Weissmagiern nur Verachtung erfahren, zudem war es essentiell zu seinen Plänen, Tom so bescheiden wie nur möglich aufwachsen zu lassen. Seine Hände waren ihm jedoch vorerst gebunden, es gab keine Möglichkeit Riddle zu verbieten diese Einladung anzunehmen. Er würde erst im neuen Jahr versuchen können den Schaden zu begrenzen. Nein es war wirklich kein guter Tag.


Am frühen Nachmittag des 22. Dezembers am Gleis neundreiviertel des King's Cross Bahnhofs in London.

Tom Vorlost Riddle strich seine Robe zurecht. Obwohl er nach aussen völlig selbstsicher wirkte, so war er doch innerlich äusserst nervös. Er hatte in den letzten Tagen pausenlos Traditionen und Benimm Regeln der Reinblüter gebüffelt und war somit zuversichtlich, dass er sich nicht blamieren würde. Zu seiner Verblüffung hatte er keinen Haken an der Einladung von Orions Grossvater finden können, er selbst war im Gegenzug zu rein gar nichts verpflichtet. Dies verstärkte sein Misstrauen jedoch bloss, anstatt es zu besänftigen. Er würde schon herausfinden was wirklich gespielt wurde, damit er die Situation zu seinem eigenen Vorteil nutzen konnte.

Sirius erkannte die beiden so verschiedenen jungen Männer schon von weitem. Sein Enkel Orion blickte auf den Boden, mit hängenden Schultern und schien beinahe in sich selbst verschwinden zu wollen. Während der Junge neben ihm hoch erhobenen Hauptes dastand, er wirkte selbstbewusst ja etwas arrogant. Sirius wunderte sich wie jemand Tom Riddle mit seinen dunklen Locken, blauen Augen, aristokratischen Gesichszügen und seiner porzellanblassen Haut jemals für einen Muggelgeborenen hätte halten können. Abgesehen von seiner doch sehr schäbigen Robe war er das Idealbild eines jungen Reinblüters.

"Lord Black, es ist eine Freude ihre bekanntschaft zu machen und ich möchte ihnen meinen tiefste Dankbarkeit ausdrücken, für die Ehre die ihr mir habt zuteilkommen lassen indem ihr mich in eurem Hause willkommen geheissen habt. Ich hoffe mich würdig zu erweisen, als Gast der führnehmsten und gar alten Familie der Blacks." Eine korrekte Verbeugung schloss Tom's formale Worte ab.

Sirius erkannte, dass Lord McFayden wohl einmal mehr recht gehabt hatte. Der junge Mann, der ihn kühl und kalkulierend anschaute war äusserst intelligent und definitiv misstrauisch. Er zwang sich, den beiden ein warmes Lächeln zu schenken.

"Die Ehre ist ganz meinerseits junger Mann. Die Kutsche wartet bereits auf uns, wir müssen allerdings zunächst in die Winkelgasse um einige kleine Notwendigkeiten zu besorgen. Für allfällige Weihnachtseinkäufe ist Morgen noch Zeit."

Die erste Station war 'Tristan's Truhen, Koffer und Taschen' ein kleines Fachgeschäft welches sich auf Sonderanfertigungen für die gehobene Kundschaft spezialisiert hatte.

"Ah Lord Black, willkommen in meinem bescheidenen Geschäft. " Der Verkäufer wuchtete einen edlen schwarzen Koffer auf den Tresen und begann zu erklären. " Wie gewünscht, hat ihr Koffer mehrere Kompartemente, welche alle mit automatischen Verkleinerungs- und Federleicht Zaubern ausgestattet sind. Er bietet schier unermesslich viel Stauraum." Er richtete seinen Blick auf Tom. "Da hätten wir ein Fach für ihre persönliche Bibliothek, eines für ihre Garderobe, ein weiteres für Zaubertrankingredenzien, ein weiteres für ihre restlichen Schulsachen und ein 5tes Fach, welchem sie selber noch einen Zweck zuordnen können. Wenn sie bitte kurz ihre Hände auf den Koffer legen könnten, damit ich ihn auf ihre magische Signatur registrieren kann, damit er nur noch von ihnen geöffnet werden kann? "

Auch in Madame Malkins Anzüge für alle Gelegenheiten hatte Lord Black schon im vornherein seine Bestellungen aufgegeben. Die talentierte Schneiderin hatte ihre Grössen genau richtig eingeschätzt. Toms neuen Koffer füllten nun neben 3 neuen Schulroben, 2 edle formale Roben in dunkelblau und dunkelgrün, sowie 5 Roben für den alltäglichen Gebrauch, sowie eine warme schwarze Winterrobe mit passendem Umhang.

Beim Verlassen des Geschäftes trafen die drei auf Ianus Pluton Malfoy, der aktuelle Lord Malfoy war erst 36 Jahre alt und somit sogar noch einige Jahre jünger als Acrturus. Sein Sohn Abraxas war gleich alt wie Tom und Orion und der ungeliebte Redelsführer ins Slytherin.

"Lord Black, welch erfreulicher Zufall euch hier anzutreffen. Ich habe gehört ihr hattet einige Unanehmlichkeiten, ich hoffe doch es hat sich unterdessen alles zum besten gewendet?" fragte Malfoy in gewohnt affektiertem Ton.

"Lord Malfoy, die Freude ist ganz meinerseits. Keine Sorge, es steht alles zum besten. Ich nehme an ihr kennt meinen Enkel Orion und seinen Klassenkameraden Tom?"

Lord Malfoy nickte kurz und studierte Tom eindringlich. Er hatte Gerüchte gehört, dass Black das Schlammblut bei sich unter vollem Gastrecht aufgenommen hatte. Um ehrlich zu sein hatte er angenommen, dass der Verstand des Mannes durch die Folter, welcher er ausgesetzt war gelitten hatte. Black schien sich jedoch bester Gesundheit zu erfreuen, sein Blick war klar, intelligent und herausfordernd. Sein Sohn Abraxas hatte sich oft ereifert, dass das Schlammblut ein Streber wäre, der sich bei den Professoren einschleimt und daher bessere Noten schreiben würde. Jetzt wunderte sich Ianus jedoch, ob nicht doch mehr hinter dem jungen Slytherin stecken würde. Zum Glück war er im Schulrat, daher würde er leicht an alle relevanten Informationen kommen, vielleicht müsste er auch noch einmal ein Wort mit Abraxas wechseln.


"Dies ist ihr persönlicher Verliessschlüssel, er ist bei jeglicher Abhebung vorzuweisen, sollten sie ihn verlieren ist Gringotts sofort davon in Kenntniss zu setzten ein Ersatzschlüssel wird ihrem Konto mit 25 Galloenen zu lasten gelegt.

Ihr Verliess Nummer 673 unterliegt den typischen Regeln für Treuhandfonds von minderjährigen Zauberern. Ihr aktueller Kontostand beträgt 2000 Galleonen und wird jeweils zum 1 Juli wieder aufgefüllt, bis sie ihre Volljährigkeit erreichen. " schnarrte der Kobold und liess Tom vor seinem Verliess stehen. Dieser steckte hastig einige Galloenen ein und eilte zurück zu seinen Gastgebern, welche in der Wandelhalle auf ihn warteten.

Am Abend des selben Tages war Tom immer noch nicht schlau aus dem Familienoberhaupt der Blacks geworden. Der Mann hatte sich ihm gegenüber äusserst grosszügig gezeigt und ihn respektvoll und freundlich behandelt. Lord Malfoy hatte er zwar auch äusserst respektvoll behandelt, dennoch war es Tom nicht schwer gefallen die gegenseitige Abneigung zu erkennen. Ihm gegenüber jedoch hatte er eine solche Attitüde beim besten Willen nicht feststellen können. Hätte er es nicht besser gewusst, hätte er annehmen müssen, dass ihn der Mann mochte!

Als kurz darauf eine Hauselfe in seinen Räumen erschien und ihn zum Gespräch in Lord Blacks Arbeitszimmer lud, war Tom regelrecht erleichtert. Nun würde er bestimmt einige Indizien erhalten, wasder Mann wirklich von ihm wollte.

"Bitte setz dich Tom, ich darf dich doch Tom nennen? Entschuldige sofern ich mir da eine Vertrautheit herausgenommen habe welche mir nicht zusteht, ich habe euch nur automatisch mit dem Vornamen angesprochen, weil ihr ja gleich alt wie Orion seit und... "

Tom setzte sich und war erstaunt, er hatte mit vielem gerechnet, aber definitiv nicht mit einem Lord Black der nervös vor sich her plappert. Was könnte diesen Mann nur eingeschüchtert haben?

"Es ist in Ordnung Lord Black, ihr dürft mich ruhig mit meinem Vornamen ansprechen. Weswegen habt ihr mich hierher bestellt?" kam Tom gleich zum Punkt.

"Ich verstehe deine Neugier. Leider liegt es nicht an mir dir alle deine Fragen zu beantworten. Du magst dich erinnern, dass der Mordanschlag auf mich durch einen Unbekannten vereitelt wurde? Ich schulde diesem Mann mein Leben und somit meine Loyalität. Er bat mich ein Auge auf dich zu haben " Sirius lächelte "ehrlich gesagt war ich wohl etwas übereifrig dich hierher einzuladen und habe Dinge wohl früher als gewollt in Bewegung gesetzt. Wie dem auch sei, ich möchte dir meinen Wohltäter vorstellen." sagte Sirius mit einem Blick über Toms Schulter.

Tom Riddle drehte sich überrascht um, er hatte die Anwesenheit eines weiteren Mannes zunächst gar nicht bemerkt. Doch hinter ihm stand ein Mann, wohl nur wenige Jahre älter als er selber. Ihm stockte der Atem und er konnte sich des Starrens kaum erwehren. Der Mann war atemberaubend; wache grüne Augen, schlank und dennoch athletisch, in schlichte jedoch zweifellos teure Roben gehüllt, umhüllte ihn eine Aura grosser Macht. Er hatte zweifelsohne einen Reinblüter von hohem Status vor sich, trotzdem hatte er ihn noch nie in seinem Leben gesehen.

"Hallo Tom, ich freue mich dich kennenzulernen." das brilliante Lächeln des Fremden liess sein Herz einen leichten Purzelbaum schlagen. " Ich bin Lord Ares Dionysos McFayden, aber ich wünsche mir, dass du mich mit meinem Vornamen anspricht. Schliesslich bin ich nur wenige Jahre älter als du."

Während Tom sich fieberhaft zu erinnern versuchte, wo er denn den Namen McFayden schon gehört hatte, fuhr dieser fort.

"Ich habe dir viel zu erklären. Zunächst möchte ich, dass du dir einige Dokumente anschaust, die ich mitgebracht habe."

Zögerlich nahm Tom die ihm gereichten offiziellen Unterlagen und begann zu lesen. Seine Augen weiteten sich, erst ungläubige aber bald schon in Wut.

" 3 Mal wollte mich jemand adoptieren, ich wäre in einer normalen Familie aufgewachsen. Muggelfamilien zwar aber immerhin." Ares schob Tom wortlos mehrere Briefe zu.

"Mein leiblicher Vater hat mich gesucht? Der erste Brief ist sogar noch vor meiner Geburt datiert, bei dem letzten habe ich schon längst Hogwarts besucht, wie zum Teufel konnte das übersehen werden?" Tom wusste nicht was er denken sollte. Bisher hatte er seinem Vater an allem Leid das ihm widerfahren war die Schuld gegeben, er hatte allen Hass auf ihn konzentriert. Was sollte er tun, wenn er keinen wirklichen Grund mehr hatte ihn zu hassen?

"Dumbledore." sagte Ares schlichtweg, als ob es alles erklären würde.

"Es wird dich auch interessieren, dass ich bei den Betreuern deines Waisenhauses Spuren von Compulsionen gefunden habe. Scheinbar hat jemand sie dazu ermuntert, dir dein Leben besonders schwer zu machen. " fügte er an.

"Ich konnte den alten Knacker zwar noch nie leiden, aber warum sollte er sich die Mühe machen mir mein Leben zur Hölle zu machen?"

"Da bin ich mir nicht sicher. Möglicherweise dachte er du würdest zu ihm aufschauen, nachdem er dich in Hogwarts aufnimmt und somit aus dem Waisenhaus 'rettet'. Oder er wollte dich mit Hass erfüllen, damit du zu einem bösen Magier wirst. Vielleicht als Sündenbock oder um dich zu diskreditieren.." spekulierte Ares.

"Was habt ihr davon, mir dies zu erzählen?" fragte Tom scharf.

"Dumbledore" zischte Ares abfällig " ist ein selbstverliebter, machthungriger und manipulativer Bastard. Er vermag sich hinter dieser grossväterlich liebeswürdigen Maske zu verstecken, geht aber ohne Gewissensbisse über Leichen, nur zieht er es vor andere die Drecksarbeit machen zu lassen. Das macht ihn gefährlicher als jeden dunklen Lord. " Ares Augen funkelten gefährlich.

"Ich glaube Dumbledore wird die magische Welt ins Verderben treiben, sollte er nicht aufgehalten werden. Mein Hass auf ihn hat aber durchaus einen persönlichen Hintergrund, auch ich habe unter seinen Spielchen gelitten. Den Tod meiner Eltern laste ich ihm alleine an."

"Ihr wollt Dumbledore schwächen, indem ihr versucht die Pläne die er für mich hat zu durchkreuzen. Ich verstehe bloss nicht, was an mir so wichtig sein soll, ich bin bloss ein Muggelgeborener Waise." versuchte Tom herunterzuspielen. Er blickte überrascht auf als sein Gegenüber zu kichern begann. Tiefgrüne Augen betrachteten ihn amüsiert und irgendwie wohlwollend.

"Du hast keine Ahnung wie wichtig du bist" flüsterte dieser kaum hörbar.

"Ich weiss um deine Abstammung junger Slytherin, unglücklicherweise ist sich auch Dumbledore bewusst, dass du Salazars Erbe bist. Die Erben der Gründer haben einen besonderen Status in Hogwarts, das Schloss ist ihnen gut gesinnt. Du bist mächtig und ich vermute, dass du bei deiner magischen Reife mit weiteren Kräften zu rechnen hast. Inwiefern du als Halbblut Anrecht auf ein mögliches finanzielles Erbe hast weiss ich jedoch nicht. Ich hege die Vermutung, dass dies zumindest einer der Hintergründe des Professors Plan ist. Denn er selber ist der Erbe Huffelpuffs und ich weiss, dass in der Vergangenheit versucht hat seinen Einfluss auf die Erben Gryffindors zu stärken."

"Was ist dann mit Ravenclaw?"

"Steht zu ihren Diensten." sprach Ares mit spitzbübischem Grinsen. "Lady Ravenclaw war ein Zögling meiner Familie, welche sich jedoch noch ein gutes Stück weiter zurückverfolgen lässt. Allerdings sind die McFaydens vor fast 150 Jahren von der Bildfläche verschwunden, meine Linie gilt derzeit noch als ausgestorben. Ausser dir und Lord Black, habe ich dieses Geheimnis nur einem weiteren Menschen anvertraut. Die Kobolde haben natürlich eine Ahnung, schliesslich habe ich in Gringotts mein Erbe angetreten."

"Was erwartet ihr von mir?"

"Derzeit erwarte ich von dir einzig, dass du meine Geheimnisse wahrst und Dumbledore keinen Anlass dazu gibst zu befürchten, dass du ihn durchschaust oder seinem Einfluss entwischst. Ich wäre dir zudem äusserst dankbar, wenn du mir Bericht erstatten würdest, sollte er etwas aushecken. "

Ares legte dem jüngeren Mann sanft die Hand auf die Schulter und blickte ihn eindringlich an.

"Ich weiss, dass du keinerlei Grund hast mir zu trauen Tom. Ich will dir trotzdem versichern, dass ich dich nicht nur als Schachfigur in diesem Konflikt sehe. Ich.. ich sorge mich um dich. Wir sind uns in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich. Ich will nicht, dass du zu Schaden kommst. Bevor du deine magische Reife oder gar deine Volljährigkeit erreichst, bist du in grosser Gefahr. Dass dich Lord Black zu sich eingeladen hat, dürfte Dumbledore alarmiert haben, versuche seine Bedenken zu zerstreuen. Solltest du jemals Hilfe oder Rat bauchen, bitte zögere nicht mich oder Lord Black zu kontaktieren. "

Tom fiel es schwer, seine Augen von dem anderen Manne zu reissen. Lord McFaydens Blick war voller Emotionen und schierer Ernsthaftigkeit, dass Tom ihm am liebsten ohne Vorbehalte vertraut hätte. Ihn beunruhigte die Wirkung, welche Ares auf ihn hatte. Er erweckte in ihm nicht nur Vertrauen, sondern auch den Wunsch von ihm gemocht zu werden, den anderen Mann zu beeindrucken und ihn nicht zu entäuschen. Tom hatte jedoch gelernt, sich niemals auf andere Menschen zu verlassen und immer deren Motive zu hinterfragen, schliesslich war er nicht umsonst in Slytherin.

"Ihr habt recht, ich vertraue euch nicht." antwortete er kalt und enzog sich der sanften Berührung. "Ich werde jedoch über eure Worte nachdenken und meine eigenen Nachforschungen anstellen. "

Er erhielt ein weiteres, etwas trauriges Lächeln als Antwort. "Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet. Ich möchte dir als Zeichen meines guten Willens etwas schenken."

Ares zog ein silbern schimmerndes Amulett aus seiner Tasche und reichte es seinem Seelenpartner. Es war ein schlichtes Schmuckstück, zwei Klauen die einen kleinen grünen Edelstein umschlossen. Tom jedoch spürte die starke Magie, welche in dem Amulett steckte, es fühlte sich warm an in seiner Hand.

"Erkennst du was es ist?"

Tom schüttelte sachte seinen Kopf, fasziniert von dem warmen Gefühl der Sicherheit, welches ihn durchströmte.

"Bei Merlin Ares! Ist das Ravenclaws Ornament? Ich dachte, dieses Amulett wäre eine Legende oder zumindest längst verlorengegangen!" platzte Lord Black heraus, welcher bisher im Hintergrund das Gespräch der beiden anderen Männer beobachtet hatte.

"Was hat es damit auf sich?" Richtete Tom die Frage nun an Lord Black.

"Es heisst dass Ravenclaws Ornament das stärkste Schutzamulett war, welches es je gegeben hat. Ich weiss nicht wieviel Wahrheit hinter der Legende steckt junger Mann. Es soll den Träger vor einer Vielfalt von negativen Einflüssen schützen. Zauber, Flüche, Gifte, aber auch vor mentalen Attacken."

"Es ist keine Garantie, dass dir nichts etwas anhaben kann. Zwar werden schwächere Zauber und Flüche ganz absorbiert, aber stärkere dürften bloss in ihrer Wirkung abgeschwächt werden. Es schützt dich allerdings tatsächlich vor den meisten Giften, du solltest fähig sein Wahrheitsserum zu widerstehen und es dürfte deine Okklumentik stärken." konkretisierte Ares.

"Wenn du es einmal angelegt hast dürfte es nur noch für dich alleine sichtbar sein, du bist auch der einzige der es wieder ablegen kann. Du wirst spüren, dass es sich erwärmt wenn es gegen einen Zauber oder ein Gift ankämpfen muss. Es ist der beste Schutz den ich dir mit nach Hogwarts geben kann und ich befürchte du wirst ihn brauchen können." schloss er ab.

"Ihr vertraut mir ein unbezahlbares magisches Artefakt an?" Tom liess ungläubig seine Finger über das Material gleiten. Er verstand, dass Lord McFayden sicherstellen wollte, dass er dessen Geheimnisse nicht gegen seinen Willen ausplappern konnte. Aber ihm ein solch wertvolles Geschenk zu machen?

"Ich vertraue dir Tom, auch wenn du es nicht verstehst und ich dir noch nicht erklären kann warum. Ich vertraue dir." sagte Ares leise.


Eine kleine Charakterübersicht

Wenn möglich habe ich mich an die Orginaldaten aus den Büchern und JKRs Informationen gehalten. Manchmal allerdings mit kleinen Anpassungen, zB wäre Orion Black eigentlich 2 Jahre jünger als Tom Riddle.

Henry Potter, sowie dessen Söhne sind ebenso wie Abraxas Vater Ianus völlig meiner Fantasie entsprungen. James, Lily und Lucius beziehen sich auf Personen aus der ursprünglichen Zeitlinie, bevor Harry in die Vergangenheit gereist ist und dienen nur der Hintergrundinformation.

Henry Ignatius Potter, Harrys Ur-Ur Grossvater (ca 1860-, aktueller Lord Potter)

Harold und Edgar Potter, Henrys bereits verstorbene Söhne.

Charlus Harold Potter, (1920-) und mit Dorea Black verheiratet, Eltern von

James Charlus Potter, geboren (1960-81) verheiratet mit Lily Evans

Harry James Potter geboren am 31.7.80, wurde im Alter von 20 Jahren ins Jahr 1941 versetzt und nahm die Identität von Lord Ares Dionysos (Potter) McFayden an (theoretisches Geburtsjahr ca 1921 -) .

Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore (1881-)

Alastor »Mad-Eye« Moody (ca 1900-) (der kommt sicher auch noch vor)

Sirius Phineas Black (1877-) Lord Black und Sohn des berühmten Phineas Nigellus Black, verheiratet mit Hesper geb. Gamp,

Arcturus Sirius Black (1901-)

Orion Arcturus Black (1927 -) theoretisch Vater des späteren bekannten Sirius

(Die Blacks sind zu jener Zeit laut JKR extrem zahlreich und ich vermute, dass ich noch die ein oder andere Person verwenden werde. zB hat Lord Sirius Black noch 4 jüngere Geschwister welche ihrerseits Kinder haben; Phineas (enterbt), Arcturus (3 Töchter) , Belvina ( 2 Söhne und eine Tocher) und Cygnus (2 Söhne und 2 Töchter). Welche ihrerseits auch schon wieder Kinder haben. Sirius selbst hat nach Arcturus noch 2 jüngere Söhne und Orion hat eine ältere Schwester. Am besten ihr googelt selbst einmal 'Black family tree' , denn merken kann sich das sowieso keiner! )

Tom Marvolo Riddle (31.12 1926 -)

Ianus Pluton Malfoy (ca 1905 -)

Abraxas Ianus Malfoy ( 1927 - )

Lucius Abraxas Malfoy (1955 -)