Wieder einmal bedanke ich mich bei meinen beiden treuen Lesern ;)
Hier ist das nächste Kapi für euch und es wird ein bissel länger^^
Viel Spaß beim Lesen und ich bedanke mich jetzt schon für eure Kommis :)
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Neues Zuhause
Da sass ich nun im Wagen der Cullens.
Was war das eigentlich für ein Wagen?
Darauf hatte ich gar nicht geachtet.
Wo wohnten sie eigentlich? Das hatte ich ganz vergessen zu fragen.
Ich war einfach nur so überglücklich, endlich ein neues Zuhause und endlich eine Familie zu haben, dass ich wirklich nicht daran gedacht hatte, sie zu fragen.
Doch mir war es auch erstmal egal.
Lass dich doch einfach überraschen Bella, sagte mir mein Inneres.
Ja das würde ich machen. Mich überraschen lassen.
Besser als jetzt, kann es ja nicht mehr werden.
Wir fuhren circa eine Stunde. Wir kamen an Port Angeles vorbei. Diesen Ort kannte ich nur vom Namen her.
Ob sie hier in der Gegend wohnen?
Vielleicht sollte ich doch mal fragen.
"Wo wohnt ihr eigentlich?" platzte es aufeinmal aus mir raus.
Bella, ob das so eine gute Idee war?
Esme lächelte mich an.
"Wir wohnen ein Stückchen außerhalb von Forks."
Forks? Wasn das? dachte ich mir.
"Forks?" fragte ich vorsichtig.
"Oh du kennst es anscheinend nicht." sagte Esme mit einem beruhigenden und verständnisvollen Gesichtsausdruck.
Ich schüttelte den Kopf.
Das war irgendwie peinlich. Ich kannte ja fast keine Stadt, woher auch?
"Forks ist eine kleine friedliche Stadt. Naja das Wetter ist nicht gerade das Beste, die meißte Zeit regnet es hier.
Aber diese Stadt hat etwas friedliches an sich. Hier gibt es so viele schöne Wälder. Und ein bisschen weiter weg liegt La Push.
Da fahren wir öfters zum Strand hin" erzählte sie mir voller stolz.
"Wenn wir nicht gerade Wandern sind, Schatz" mischte sich nun Carlisle an.
Er grinste voller Freude bei diesen Worten.
Wandern? Ich war noch nie wandern, dachte ich mir.
"Ja Bella, ich bin dir sicher, wandern wird dir gefallen. Wir sollten bald mal wieder wandern gehen Carlisle" schlug Esme vor.
carlisle´s Grinsen wurde immer gößer und er nickte.
Also musste er das Wandern lieben. Naja anscheinend liebten alle das Wandern.
Ist mal was anderes als immer in so ner Großstadt zu wohnen, dachte ich mir.
Wir bogen in einen kleinen Waldweg ab.
Also ich hätte den wohl nicht gefunden, überlegte ich im Inneren.
"Wir sind gleich da" sagte Esme.
Nun stieg die Spannung.
Wie sie wohl wohnten?
Und dann sah ich auch schon das schöne Haus.
Wahnsinn, die haben ja ne mega große Garage.
"Wie findest du es?" fragte mich Esme neugierig.
"Es sieht traumhaft aus." brachte ich erstaunt heraus.
Ich sah Esme direkt in die Augen. Sie strahlten vor Freude.
"Danke." sagte sie zufrieden und voller stolz.
"Wofür?" fragte ich verdattert.
"Dass dir mein Haus gefällt."
Ihr Haus? Hatte sie es gebaut?
"Ich habe es entworfen. Du erinnerst dich an meinen Beruf, Bella?" zwinkerte sie mir zu.
Und da machte es auf einmal Klick.
Och Bella, wie konntest du das vergessen. Esme liebte doch die Architektur. Es war nicht nur ihr Beruf und ihr Hobby, sondern auch ihr Leben nach der Familie natürlich.
"Wahnsinn." wiederholte ich mich. Ich konnte wirklich nicht viel sagen.
Wir stiegen aus den Wagen aus. Carlisle parkte direkt vor der Veranda.
Er holte meinen mikrigen Koffer, weil mehr hatte ich ja bis jetzt noch nicht. Es waren ja nur die Sachen aus dem Krankenhaus.
Und viel mehr würde am nächsten Tag auch nicht dazu kommen. Aber diese Gedanken waren erstmal nebensächlich.
Ich betrachtete das Haus von Außen. Es war einfach nur ein Traum. Man konnte es nicht in Worte fassen. So riesen große Fenster.
Esme deutete mir, zur Tür zu gehen und ich tat es.
Wir waren noch nicht ganz an der Tür, da wurde sie auch schon aufgerissen.
"Hallo Bella, ich freue mich, dass du dich für uns entschieden hast" trällerte Alice mir entgegen.
Ich war baff. Mehr als ein "Hallo" brachte ich nicht mehr raus.
Das war eindeutig zu viel für mich. Zu viele Eindrücke, Erlebnisse und Veränderungen.
"Alice, lass Bella doch erstmal reingehen." tadelte sie Carlisle.
Sie guckte kurz entschuldigend und nahm auch schon meine Hand und riss mich zur großen weißen Couch. Sie liess sich auf diese fallen und ich tat es ihr gleich. Ich konnte ja gar nicht anders. Ich wurde ja von Alice mitgerissen.
Aus der Ecke hörte ich mehrere Leute kichern.
Ich drehte mich zu ihnen und sah Rosalie, Emmet und Jasper.
"Hey Bella" sagten alle drei gleichzeitig.
"Hallo" stotterte ich vor mich hin. Mehr ging einfach nicht mehr.
Sie lächelten mich alle an.
Ich konnte es nicht beschreiben, doch obwohl ich gerade mal wenige Minuten in diesem Haus war, fühlte ich mich zuhause.
Es war einfach berauschend, faszinierend. Dieses Haus und diese Familie strahlten einfach so viel Geborgenheit, Freundlichkeit und Liebe aus.
Mehr konnt ich einfach nicht beschreiben. Es war aber noch mehr, was diese Familie so besonders machte, doch es war auch unbeschreiblich.
"Rose mach uns allen doch erstmal einen Tee" befahl Esme in einen freundlichen Ton.
"Mach ich Esme" sagte sie mit einem Lächeln und verschwand.
Emmet und Jasper liessen sich neben mir und Alice auf die Couch fallen.
"So Schwesterherz, von was springste das nächste mal" fragte mich Emmet mit einem megagroßen Grinsen.
Wie hatte er mich gerade genannt? Schwesterherz? Meinte er wirklich mich?
Ich zögerte einen Moment. Das war alles so neu für mich.
"Emmet, überfall sie nicht so. Erstmal muss Bella mit mir shoppen gehen" sagte sie mit einem freudestrahlenden Lächeln.
Shoppen? Oh man. Wovon denn?
"Emmet, Alice, haltet euch ein bisschen zurück." tadelte Esme die beiden.
Da kam Rosalie auch schon mit dem Tee.
Sie servierte ihn auf den riesen großen Esstisch und wir standen alle auf und versammelten uns um den Tisch.
Nun kam auch Edward, der nicht gerade begeistert schaute.
"Ach Edward du beehrst uns auch nochmal" grinste Alice.
"Ja kleine Nervensäge" sagte Edward mit einem Grinsen.
Ich sah ihn das erste Mal in meiner Gegenwart grinsen.
Er mochte mich anscheinden wirklich nicht.
"So nun trinkt euren Tee, bevor er kalt wird und dann zeigen wir Bella erstmal ihr Zimmer. Sie muss sich noch ein bisschen schonen." da sprach wieder der Arzt aus Carlisle´s Mund.
Nachdem wir alle aufgetrunken hatten, zeigten mir Esme, Alice und Rosalie das Zimmer, in dem ich schlafen sollte.
Esme machte voller stolz die Tür auf.
Ich wagte einen Blick hinein und war überwältigt.
Es war ein sehr großer Raum, helle Wände in einem freundlich beige gestrichen.
In der Mitte stand ein Bett. Neben dem Bett stand jeweils ein Nachttisch.
An der rechten Wand stand ein riesen großer Kleiderschrank. Was ich wohl alles darein packen sollte?
So viel besitze ich nun wirklich nicht.
Auf der gegenüberliegenden Seite stand ein Sideboard und daneben ein großer Schreibtisch mit einem Computer drauf.
Ob der wohl für mich war?
"Gefällt es dir?" fragte Esme?
"Wow" mehr brachte ich nicht mehr raus.
"Also ja" stellte Rosalie mit einem lächeln fest.
Ich nickte nur noch. Zu mehr war ich einfach nicht mehr in der Lage.
"Bella, fühl dich wie zuhause. Erhol dich erstmal und schau dir in Ruhe dein neues Zimmer an.
Das Badezimmer ist eine Tür weiter. Alice, Rose, lassen wir sie ein bisschen allein" sagte Esme zu den beiden und dann verliessen sie den Raum.
Ich legte mich auf das wunderbare große Bett.
Es war um einiges größer als meins und allein schon das Zimmer, war fünfmal so groß wie meine kleine Kammer.
Und nun strömte alles auf mich ein.
All meine Gedanken und Fragen und Ängste bombadierten mich regelrecht.
Ich führte keinen Inneren Kampf mehr, nein im Moment führte ich einen Krieg.
All meine Gefühle überwältigten mich und ich schlief ein.
Als ich aufwachte, merkte ich nur noch, dass ich in irgendwelche Arme lag.
Doch welche waren es? Was war passiert?
Wo war ich? War das alles nur ein Traum?
