Ja, ich habe lange gebraucht, und es tut mir so schrecklich Leid. Erst Stress, dann bin ich auch noch krank geworden, aber für die lange Warterei werdet ihr nun schlussendlich doch mit dem letzten Kapitel belohnt. Ich hoffe, ihr habt Spaß. Auf eventuelle Reviews antworte ich dann per PM. :)

Sepsis: Ja, haha, von wegen nur noch fünf Tage. Ich hab mir doch reichlich länger Zeit gelassen. Schön, dass du Hermine in ihrer Entscheidung unterstützt. :P

Motianna's Morgana: Gut, da hast du auch wieder Recht. Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass es leichter ist, Charlie zu einem Lächeln zu bewegen, dass nicht höhnisch ist. ;)

pinklady: Was deinen Verdacht angeht, wird dich dieses Kapitel sicher interessieren.

Das mit den Kapiteln ist schon längst geschehen, nichts, worum sich der Leser sorgen müsste. Das war eine andere, lange Geschichte. -g- Ja, schade, nur noch ein Kapitel; aber ich sitz schon wieder an einer neuen Übersetzung. (Fragt sich nur, wie lang die brauchen wird.)


Understanding is the first step to acceptance, and only with acceptance can there be recovery."

(Albus Dumbledore)

xxXxx

Der neue Tag brach in all seiner Pracht über ihrem gemütlichen Nest herein. Über Nacht waren sie, durch beidseitiges Einverständnis, zu Liebenden geworden. Snape schlief noch immer tief und fest, mit einem selbstzufriedenen Gesichtsausdruck, als Hermine aufwachte.

Sie sah ihren ungewöhnlichen Partner liebevoll an, als sie sich müde streckte, noch immer gesättigt von der letzten Nacht. Im Dunkeln war er göttlich; in der Morgendämmerung bot er nicht unbedingt den schönsten Anblick, aber er war göttlich, trotz allem.

Hermine rieb sich die Augen und gähnte. Dann kletterte sie aus dem Bett und stolperte beinahe über ihr Brautkleid, das in einem Haufen auf dem Boden lag. Als sie das Badezimmer betrat, sah sie, dass Snapes Kleidung im selben Zustand im Bad verstreut war. Eine leere Phiole schaute aus einer der Taschen seines Umhangs hervor. Neugierig zog sie sie heraus, um sie näher zu begutachten und die Aufschrift zu lesen.

Drachen-Abwehrmittel! In Hermines Kopf formte sich sofort eine Vermutung. Mrs. Weasley muss ihm gesagt haben, dass Charlie mit einem Drachen kommen würde. Severus muss … nein, so etwas Verabscheuungswürdiges würde er nie tun. Hermine erlaubte sich nicht, den Gedanken zu Ende zu denken. Als sie die Phiole zurück in Snapes Tasche stecken wollte, bemerkte sie, dass sie gegen etwas Hartes stieß. Sie wühlte darin und entdeckte eine weitere Überraschung. Mein Gepäck! Er hat es gestohlen, um mich daran zu hindern, in die Flitterwochen zu fahren! Wirklich ein Slytherin durch und durch!

Hermine stürmte zurück ins Schlafzimmer und rief Snape wach. Er grunzte und blinzelte verschlafen.

„Erklär das!", forderte sie.

Snape blinzelte noch einige Male, um seine Sicht zu klären. „Habe ich wieder im Schlaf geredet? Habe ich Lily erwähnt… äh, Lilien?"

„Nein, du hast keine Lilien erwähnt. Erklär mir das hier!" Sie warf ihm die Phiole zu.

Na toll! Wir sind noch nicht einmal verheiratet, und schon durchwühlt sie meine Taschen!

„Ich trage immer eine Notfalldosis Drachen-Abwehrmittel bei mir. Man weiß nie, wann man es gebrauchen kann", log er geradeheraus.

„Du kommst sehr selten mit Drachen in Kontakt!"

„Das stimmt nicht ganz. Ich bin sicher, ich werde meiner zukünftigen Schwiegermutter bald begegnen."

„Ihr werdet sicher viele Gemeinsamkeiten haben – ihr seid im gleichen Alter!", antwortete Hermine gehässig.

„Wegen was genau bin ich angeklagt?"

„Du bist aufs Dach geschlichen und hast das Abwehrmittel darauf ausgeschüttet, so dass Charlie nicht landen konnte! Mrs. Weasley muss dir gegenüber erwähnt haben, dass er mit einem Drachen kommen würde. Du hast voller Absicht versucht, meine Hochzeit zu verderben! Charlie hätte sterben können, und das Kirchengebäude wurde beschädigt!"

„Meine Absicht war lediglich, dafür zu sorgen, dass die Hochzeit verschoben würde, damit du mehr Zeit hättest, dich zu entscheiden. Ich hätte nicht wissen könne, dass Weasley die Kreatur in die gleiche Position manövrieren würde wie ein Schwein auf einem Spieß."

„Bist du sicher, dass das deine einzige Absicht war?"

„Wie schon gesagt, du kannst heiraten, wen immer du willst. Ich habe ehrenhaft gehandelt und dir mehr Zeit gegeben zu realisieren, dass du dein wahres Glück nur mit mir finden kannst."

„Du bist ja so voller Selbstlosigkeit, nicht wahr? Wie erklärst du es dir dann, dass mein Gepäck sich in deiner Tasche befindet? Du hast es gestohlen und geschrumpft, damit ich keine Kleidung für meine Flitterwochen haben würde!"

„Ich bin sicher, deinen alternativen Bräutigam hätte das nicht im Geringsten gestört. Zu deiner Information: Molly bat mich, dein Gepäck zu schrumpfen. Zu dem Zeitpunkt hatte sie alle Hände voll zu tun."

„Hast du sie wieder dazu überredet, Tee zu machen? Seit wann seid ihr beiden so dicke miteinander? Wenn sie deine wahre Natur kennen würde!"

„Molly hält sehr viel von mir nach unserer gemeinsamen Mitarbeit im Orden. Sie betrachtet mich praktisch als einen Ehren-Weasley. Wir haben sogar gemeinsam eine geheime Mission durchgeführt, obwohl sie davon nicht den Hauch einer Ahnung hat."

„Was meinst du?", fragte Hermine zweifelnd.

„Ich habe eine von Molly gemachte Minzpastete aus der Vorratskammer im Grimmauld Place gestohlen. Ich habe diese zu einem Todessertreffen mitgenommen. Drei der Todesser haben sich bedient und erlagen einer Fleischvergiftung. Zu schade, dass ich nicht daran gedacht habe, dem Dunklen Lord ein Stück anzubieten. Molly und ich hätten die Zaubererwelt retten können ohne auch nur die geringste Hilfe von Potter."

Trotz ihrer Wut begann Hermine zu lachen.

„Nun, da ich dich amüsiert habe, ist mir vergeben?"

„Hm", sagte Hermine bedächtig, „niemand wurde verletzt – außer dem Drachen natürlich. Aber ich bin sicher, dass Charlie und Hagrid ihn wieder werden aufpäppeln können."

„Dann bist du mir nicht mehr böse?"

„Ich denke nicht."

„Gut. Dann komm zurück ins Bett und lass uns für unsere Flitterwochen üben", schlug Snape begierig vor.

Hermine legte sich wieder zu ihm und kuschelte sich in seine Arme. „Es wird nur Flitterwochen gebe, wenn ich entscheide, dich zu heiraten", neckte sie ihn, bevor sie an seinem Ohr knabberte.

Sobald du entscheidest, mich zu heiraten", verbesserte er sie, während seine Hand ihren Oberkörper hinunter wanderte.

Nach einigen leidenschaftlichen Küssen fragte Snape zaghaft: „Hermine?"

„Ja, Severus?"

„Da ist etwas, das ich wirklich mögen würde", begann er zögerlich.

„Alles, Liebling. Sprich es aus."

„Ich habe mich gefragt …"

„Severus, nach all dem, was wir letzte Nacht getan haben, ist wohl kaum der Moment für Schüchternheit gekommen. Sag mir, an was du denkst. Ich habe nichts dagegen, ein wenig abenteuerlich zu werden; vielleicht finde ich auch Vergnügen daran."

„Nun", sagte Snape langsam. „Es ist etwas, das mir Freude bereiten würde, aber wenn du es lieber nicht tun willst, dann verstehe ich das, und wir können so weiter machen wie bisher. Es ist äußerst befriedigend", bekannte er, „und ich möchte dich nicht um mehr bitten, als du gewillt bist zu geben."

Hermine sah ihn mit einem verruchten Lächeln an. „Ist es etwas Ungewöhnliches?"

„Ich denke, das hängt von jedermanns Definition von ‚ungewöhnlich' ab."

„Ist es heiß?", wollte sie schwer atmend wissen.

„Sehr."

„Wird dafür eine… eine Flüssigkeit benötigt?"

„Selbstverständlich."

„Nun, Severus, es ist durchaus ein wenig ungewöhnlich, aber ich bin sehr offen. Willst du es tun oder soll ich?"

„Ich würde es vorziehen, wenn du es tun würdest", antwortete Snape frech.

„Jetzt?", fragte Hermine, ein wenig den Mut verlierend.

„Vorzugsweise."

Hermine zögerte. „Ich kann nicht. Es ist einfach zu … zu …"

„Früh am Morgen?", bot Snape an.

„Nein, zu ekelhaft", entschied sie und kräuselte die Nase.

„Hmm. Wie du willst. Ich denke, sobald wir verheiratet sind und in unser Häuschen gezogen sind, kann ich einen Hauself beordern, es zu tun."

Hermine setzte sich auf und starte Snape schreckensbleich an. „Das ist pervers! Das gibt der Hauselfenbefreiung eine völlig andere und äußerst geschmacklose Richtung." Sie schauderte. „Ich sollte noch einmal darüber nachdenken dich zu heiraten!"

„Wovon zum Teufel sprichst du?", fragte Snape verwirrt.

„Das ist ganz einfach zu viel verlangt." Hermine verschränkte die Arme und schmollte.

Snape schüttelte den Kopf und verengte die Augen. „Es ist ein trauriger Tag für Großbritannien, wenn ein Zauberer nicht einmal mehr eine anständige Tasse Tee verlangen kann!", murrte er.

„Tee?", kicherte sie.

„Ja, Tee!", bellte er.

„Kommt sofort!", rief Hermine fröhlich.

Snape zog sie noch einmal zu sich, bevor er sie gehen ließ. „Endlich", seufzte er zufrieden, „halte ich die ganze Welt in meinen Armen."


Hach ja. -seufz- Wat is dat schön ... Und damit wären wir am Ende. Danke fürs Lesen, fürs Reviewen, fürs Adden, fürs Dabei-Gewesen-Sein; es hat Spaß gemacht mit euch.